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MeteoSchweiz - Lexikon
Kategorie: Meteorologie und Astronomie > Wetter
Datum & Land: 28/02/2009, CH
Wörter: 390


Abkühlung
Die Lufttemperatur sinkt entweder durch Zufuhr (Advektion) von kühleren Luftmassen, z.B. nach Durchzug einer Kaltfront, oder durch nächtliche Ausstrahlung bei wolkenlosem Himmel und trockener Luft (mit Nebelbildung in der Folge). In der freien Atmosphäre kühlt sich ein 'Luftpaket' ab, indem es gehob...

Abkühlungsgrösse
Mass für die Abkühlung eines erwärmten Körpers durch Wind, Luftfeuchtigkeit, Lufttemperatur und Sonnenstrahlung, bezogen auf die menschliche Körpertemperatur (37°C). Die Abkühlungsgröße gibt die Wärmemenge (in Joule) an, die pro Sekunde von einem Quadratzentimeter der Körperoberfläche abgegeben oder...

Ablenkung des Windes
Die durch die Drehung der Erde verursachte Kraft (Corioliskraft) lenkt jede Luftströmung auf der Nordhalbkugel nach rechts ab, sodaß zum Beispiel eine südliche Luftströmung in ihrem weiteren Verlauf zur Südwestströmung, eine Nordströmung zur Nordostströmung wird. Eine weitere Ablenkung erfährt der W...

Absinken
Abwärts gerichtete Strömung der Atmosphäre mit Geschwindigkeiten von weniger als 0,1 m/s (darüber: Abwind). Die Abwärtsbewegung der Luft kann großräumig im Zentrum eines Hochdruckgebietes ('dynamisch') oder orographisch bedingt auf der Leeseite eines Gebirges erfolgen, wobei diese sich erwärmt, was ...

Absinkinversion
Hochdruckgebiete sind gekennzeichnet durch grossräumiges Absinken der Luft. Die absinkende Luft (trockenadiabatisch: 1°C/100m) kommt in einer bestimmten Höhe wärmer an als die dort darunter angrenzende, vom Absinkvorgang nicht erfasste Luft und bildet eine Inversion.Oberhalb der Inversion ist die Lu...

absolute Feuchte
Gehalt der Luft an Wasserdampf in Gramm pro Kubikmeter; bei 0°C maximal 5 g/ccm, bei 20°C ca. 17 g/ccm.

Abwind
Abwärts gerichtete Luftströmung mit einer Geschwindigkeit von 0,1 m/s oder mehr (geringer: Absinken); tritt im Bereich von Fronten, Schauer- und Gewitterwolken sowie im Lee überströmter Gebirge auf. Siehe auch Downburst.

adiabatisch
Werden Luftmassen vertikal bewegt, findet dabei kein Wärmeaustausch mit der Umgebung statt, da die molekulare Wärmeleitung in Luft ausserordentlich gering ist. Diesen Vorgang nennt man adiabatisch. Aufsteigende Luft dehnt sich aus (geringerer Luftdruck) und kühlt dabei ab, absinkende wird komprimier...

Advektion
Durch Luftbewegung wird Wärmeenergie (in Warm- oder Kaltluftmassen), auch Wasserdampf, Aerosole, u.a. transportiert. Das Heranströmen von anders temperierten Luftmassen erfolgt überwiegend in horizontaler Richtung, im Gegensatz zur Konvektion, in der sich Luftschichten in senkrecht auf- und absteige...

Aerologie
Die 'Höhenwetterkunde' erforscht die freie Atmosphäre mit physikalischen Methoden und technischen Hilfsmitteln. Wetter ballone ( Radiosonden) tragen die Messinstrumente in die Atmosphäre, ein mitgeführter Sender überträgt laufend die Messdaten zur Erde. Aerologische Aufstiege mittels Radiosonden wer...

Aerosol
Siehe Kondensationskerne.

AIRMET
Eine AIRMET-Meldung wird von der Flugwetterzentrale Zürich-Kloten für Flüge mit Prop- und Turbopropflugzeuge als Warnung vor folgenden Fluggefahren ausgegeben: gelegentliche oder lokale Gewitter, mässige Vereisung, mässige Turbulenz, mässige Gebirgswellen (mountain waves). Gültigkeitsdauer bis zu 4 ...

Albedo
Die Albedo ist der Quotient aus reflektierter Strahlung (von der Erdoberfläche oder von einem bestimmten Teil von dieser) zur einfallende Sonnenstrahlung, aufsummiert über den ganzen Halbraum und über alle Wellenlängen. Das planetarische Albedo der gesamten Erde beträgt 0,30, d.h. 30% der einfallend...

Altocumulus
Die eigentliche 'Schäfchenwolke', als Ballen oder Walzen in Haufenform, oft mit schmalen deutlichen Lücken ('Schafherde von oben'); in 2,5-6 km Höhe. Unterscheidet sich von Cirrocumulus dadurch, daß die einzelnen Wolkenteile größer sind und auch Schatten (graue Stellen) aufweisen.

Altostratus
Eine gleichmäßige, meist strukturlose graue Wolkenschicht in 2,5-6 km Höhe. Die Sonne ist manchmal als heller Fleck erkennbar (ohne Halo).

Altweibersommer
Spätsommerliche Schönwetterperiode, die mit grosser Häufigkeit Ende September, aber auch oft bis Ende November, besonders im östlichen Mitteleuropa auftritt. Ursache ist ein Festlandhoch über Osteuropa, das trockene, kontinentale Luft nach Mitteleuropa einströmen lässt. Mit dem Altweibersommer geht ...

antizyklonal
Man bezeichnet die Krümmung der Isobaren als antizyklonal, wenn die konkave Seite der Isolinie einem Hochdruckgebiet zugewendet ist. Eine Luftströmung ist antizyklonal, wenn sie sich auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn, auf der Südhalbkugel im Gegenuhrzeigersinn um ein Hochdruckgebiet ( Antizyklo...

Antizyklone
Andere Bezeichnung für ein Hochdruckgebiet mit einem Luftdruckwert im Zentrum von etwa 1025-1030 Hektopascal. Der höchste Luftdruck auf der Erde wurde bisher mit rund 1080 Hectopascal in einem winterlichen Hoch über Sibirien gemessen. Gegensatz: Zyklone = Tiefdruckgebiet, mit Werten um 990-1000 Hect...

Aquaplaning
'Wasserglätte' tritt auf regennassen Strassen bei Kraftfahrzeugen mit hoher Geschwindigkeit durch Verlust der Bodenhaftung auf . Das Kfz verhält sich wie bei Glatteis. Der Autoreifen ist bei zu grossen Wasseransammlungen auf der Fahrbahn nicht mehr in der Lage, genügend Wasser durch das Profil abzul...

ATIS
Abk. für engl. 'Automatic Terminal Information Service'. Hauptflughäfen strahlen über Funk speziell für Flugzeuge im Anflug kontinuierlich folgende Meldungen aus: MET REPORT mit TREND, Transition Level, Pistenzustand (wenn erforderlich), und andere für Start und La...

Atmosphäre
Die Lufthülle der Erde zeigt in ihrem vertikalen Aufbau unterschiedliche Eigenschaften und wird daher in mehrere 'Stockwerke' unterteilt. Das unterste Stockwerk, die Troposphäre, reicht in Mitteleuropa bis ca. 11 km Höhe; in ihr spielt sich das Wetter ab. Die Temperatur nimmt von (im Mittel) +15°C a...

aufgleiten
Bezeichnung für die erzwungene Aufwärtsbewegung (und dadurch verursachte Wolkenbildung) wärmerer Luftmassen an einer schwach geneigten Luftmassengrenzfläche (Warmfront), unterhalb der sich kältere Luft befindet. Dabei bilden sich ausgedehnten Wolkenfeldern (Cirrostratus, Altostratus und Nimbostratus...

Ausbreitungsschicht
Fachausdruck in der Segelflugmeteorologie für das Auseinanderfließen der vertikal strukturierten Cumulus zu flachen Stratocumulus. Bedingungen: markante stabile Schicht oder Inversion, ausreichend Feuchtigkeit (Taupunktsdifferenz kleiner als 5°C) in einer Schicht von mindestens 50 hPa Mächtigkeit un...

Auslösetemperatur
Man unterscheidet zwischen der Auslösetemperatur für Cumulus-Wolken und der für die Thermik. Die Temperatur, die ein Luftteilchen am Erdboden an sonnigen Tagen annehmen muß, um mindestens bis zum Kondensationsniveau aufzusteigen, d. h. bis zu der Höhe, bei der die Quellwolkenbildung (Cumulus) beginn...

Ausstrahlung
Die Wärmeabstrahlung der Erdoberfläche an die darüberliegenden Luftschichten bzw. der Atmosphäre selbst an den Weltraum. Ein Teil der von der Erdoberfläche an die Atmosphäre abgegebene Strahlung wird vom dort befindlichen Wasserdampf absorbiert und gelangt so als 'Gegenstrahlung' wieder an die Erdob...

Azorenhoch
Ein im Bereich der Azoren liegendes Hochdruckgebiet, das zum subtropischen Hochdruckgürtel des Nordatlantik zählt und als eines der 'Aktionszentren' für das Wetter in Mitteleuropa eine wichtige Rolle spielt; mittlerer Luftdruck 1025 hPa. Oft Ausgangspunkt für längere Schönwetterlagen, besonders im S...

Ballon
Siehe Ballonfahren, Aerologie, Radiosonde.

Ballonfahren
Fahrten mit Gas- oder Heißluftballonen finden nur unter Sichtflugbedingungen statt ('sehen und gesehen werden'). Als besondere Wetterinformationen werden genaue Angaben über die Windverhältnisse benötigt: Für verschiedene Höhen, um eine bestimmte Fahrtrichtung zu wählen und einzuhalten (Wettbewerbe)...

Barisches Windgesetz
Die Bestimmung der Lage von Tief- bzw. Hochdruckzentren ist gelegentlich für praktische Zwecke wichtig. Eine einfache Regel dafür hat 1856 der holländische Meteorologe Ch. H. D. Buys- Ballot (1817-1890) gefunden: Dreht man (auf der Nordhalbkugel) dem Wind den Rücken zu, so liegt in Blickrichtung des...

barometrische Höhenstufe
Höhendifferenz zweier Punkte, bei der der Luftdruck um 1 hPa abnimmt. In Nähe des Meeresspiegels gilt im Mittel 1 hPa = 8m als Höhendifferenz. Mit zunehmender Höhe wächst die barometrische Höhenstufe: in 5000m entspricht die Höhenänderung um 1 hPa etwa 14 m.

Bart
In Fliegerkreisen Ausdruck für eine aufsteigende Thermikblase (Thermikschlauch); kann auf Grund ihres Auftriebs sogar ein Stück in eine stabile Schicht oder Inversion eindringen. Fliegt ein Segelflugzeug im Bereich einer solchen Thermikblase Kreise, kann es an Höhe gewinnen, wenn die Vertikalgeschwi...

Bauernregel
Gereimte Wetterregeln aus den regionalen Erfahrungen vieler Jahrhunderte; stützen sich meist auf feste 'Lostage'. Die Regeln lassen sich nicht auf jeden beliebigen Ort anwenden, oft sind Ursprungsort und Ursprungszeit heute nicht mehr bekannt. Gereimte Bauernregeln liegen bereits aus babylonischer Z...

Beaufort
Die Beaufort-Skala ist eine vom englischen Admiral Sir Francis Beaufort (1774-1857) aufgestellte, ursprünglich zwölfteilige (ohne Windstille), später auf 17 Stufen erweiterte Skala der Windstärke, um auch innerhalb der Windstärke 12 (Orkan) noch eine weitere Unterteilung vor...

Bedeckungsgrad
(oder Bewölkungsgrad): Das Ausmaß der Bedeckung des Himmels mit Wolken wird vom Wetterbeobachter geschätzt und im Klimadienst in Zehntel bzw. im Synoptischen Dienst in Achtel angegeben. Die Angaben reichen von 0/8 oder 0/10 (wolkenlos) bis 8/8 oder 10/10 (bedeckt). Im Wetterbericht erfolgt meist fol...

Bergwind
Berg- und Talwind treten tagesperiodisch auf. An Schönwettertagen erwärmen sich die Berghänge tagsüber stärker als die freie Atmosphäre. Die erwärmte Luft steigt entlang der Hänge oder direkt vertikal auf. So entsteht der gegen Mittag einsetzende taleinwärts gerichtete Wind (Talwind), der gegen Aben...

Bewölkung
Bedeckung des Himmels mit Wolken; Angabe in Achteln von 0/8 (wolkenlos) bis 8/8 (bedeckt). Im Flugwetterdienst werden die Achteln zusammengefaßt: 0/8 'sky clear' (SKC) für wolkenlos, 1-2/8 'few' (FEW) für wenig bewölkt, 3-4/8 'scattered' (SCT) für aufgelockert bewölkt, 5-7/8 'broken' (BKN) für durch...

Bewölkungsgrad
Siehe Bedeckungsgrad.

Bise
Kalter Wind aus Nordost im schweizerischen Mittelland. Entsteht bei hohem Druck nördlich der Schweiz und einem Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer. Im Gebiet des Genfer Sees kann der Wind infolge Kanalisierung Stärken bis zu 50 Knoten erreichen.

blauer Himmel
Die Sonnenstrahlen werden auf ihrem Weg durch die Atmosphäre zur Erde an den Molekülen der Luft gestreut. Dabei ist die Streuung bei kürzeren Wellenlängen (blau) stärker als bei längeren (rot). Der Effekt ist umso grösser, je reiner die Luft ist (wenig Staub und Wasserdampf). Die Luftteilchen lenken...

Blauthermik
Konvektion ohne Wolkenbildung. Infolge der zu trockenen Luft tritt keine Kondensation ein.

Blitz
Ausgleich elektrischer Spannungen (etwa 100 Mio Volt) innerhalb von Gewittern zwischen zwei Wolken mit entgegengesetzter elektrischer Aufladung ('Wolkenblitz') oder zwischen einer Wolke und der Erdoberfläche ('Erdblitz'). Die häufigste Form ist der Linienblitz (verzweig...

Blizzard
Schnee- und Eissturm in Nordamerika, der Orkanstärke erreichen kann. Er tritt als Vorstoß polarer Luft an der Rückseite durchziehender Tiefdruckgebiete auf und kann als 'Norther' sogar die Länder am Golf von Mexiko erreichen. Er bringt eisigen Wind, starke Schneefälle, Eisregen und Dauerfrost.

Blutregen
Durch feinen Staub aus der Sahara rötlich gefärbter Regen in Mitteleuropa. Im Winter auch als Blutschnee auftretend.

Bodenfrost
Die Temperatur, die 5cm über dem Erdboden gemessen wird, sinkt in der Nacht unter den Gefrierpunkt 0°C, nicht aber die in der Wetterhütte (2m Höhe) gemessene. Wenn die Temperatur am Erdboden unter den Gefrierpunkt sinkt, gefriert auch das Porenwasser im Boden, das dabei sein Volumen um 9% vergrößert...

Bodeninversion
Eine meist nachts durch Ausstrahlung auftretende Erscheinung, bei der die Lufttemperatur vom Erdboden bis in eine gewisse Höhe zunimmt und erst darüber abnimmt, wie es der normalen Schichtung der Atmosphäre enspricht. Siehe Inversion.

Bodennebel
Ein am Erdboden aufliegender Nebel, der nicht über etwa 1m Höhe ansteigt; entsteht in Niederungen bei ruhigem Wetter und klarem Himmel, wenn die Ausstrahlung des Bodens groß ist und damit eine rasche Abkühlung der untersten Luftschicht bis zum 'Taupunkt' eintritt. Die Bildung wird begünstigt durch e...

Bodensicht
Siehe Sicht, Flugsicht.

Bodenwetterkarte
Zeichnerische Darstellung der Wetterverhältnisse eines größeren Gebietes (z.B. Europa und Nordatlantik) von einem bestimmten, international festgelegten Zeitpunkt (00, 06, 12, 18 Uhr UTC). In der Wetterkarte werden die Meßdaten der einzelnen Beobachtungsstationen nach einem sog. Stationsmodell mit e...

Bodenwind
Nach internationaler Übereinkunft wird der Wind in 6 m Höhe gemessen; wichtig besonders für Starts und Landungen der Flugzeuge, die gegen den Bodenwind erfolgen müssen.

Bora
Heftiger, kalter, trockener Fallwind an der Küste Dalmatiens. Der Name wird auch in anderen Gebieten für ähnliche Winde vom kalten Hochland zum wärmeren Tiefland verwendet.

Brockengespenst
Schattenbild des Beobachters (oder eines Flugzeugs) auf der Obergrenze einer glatten Nebel- oder Wolkenschicht; meist riesengross, oft von farbigen Ringen umgeben.

Buys-Ballot-Windgesetz
Hat der Beobachter den Wind im Rücken, liegt der tiefe Druck links, der hohe Druck rechts von ihm (auf der Nordhalbkugel). Siehe Barisches Windgesetz.

Castellanus
Altocumuluswolken mit türmchenartigen Aufquellungen; Vorboten für Schauer oder Gewitter.

CAT
Abkürzung für 'Clear Air Turbulence'. Siehe Klarsicht-Turbulenz.

CB
Siehe Cumulonimbus.

Ceiling
Siehe Hauptwolkenuntergrenze.

Ceilometer
Bezeichnung für einen Wolkenhöhenmesser; dient zur Messung und Registrierung der Höhe der Wolkuntergrenze durch Bestimmung der Laufzeit eines an der Wolkenbasis reflektierten Licht- oder Radarimpulses.

Celsius
Celsius-Skala. Die heute weit verbreitete, von dem schwedischen Astronomen Anders Celsius (1701-1744) vorgeschlagene, in 100 Grad geteilte Skala zur Temperaturmessung, wonach der Gefrierpunkt des Wassers bei 0 Grad und der Siedepunkt des Wassers (auf Meeresniveau) bei 100 Grad liegt.

Chamsin
Trockenheißer, aus Süden oder Südosten wehender Wüstenwind in Ägypten, meist reichlich mit Wüstenstaub vermischt; tritt oft im April auf. Gefährlich für die Luftfahrt! Aus arab. 'fünfzig', da meist in den 50 Tagen nach der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche auftretend.

Chinook
Warmer, trockener Fallwind auf der Ostseite der Rocky Mountains.

Cirrocumulus
Kleine 'Schäfchenwolken' aus kleinen Ballen geformt, in 6-10 km Höhe.

Cirrostratus
Dünne meist unstrukturierte gleichförmige Wolkenschicht aus Eiskristallen in 6-10 km Höhe. Voraussetzung für Halos, Nebensonnen, Irisieren, etc.

Cirrus
Federartig aussehende feine Wolken aus meist sehr feinen Eis- und Schneekristallen, in 6-10 km Höhe am blauen Himmel (aus lat. 'Haarlocke'). Der sog. Cirren-Schirm ist der oberste Teil einer Gewitterwolke ('Amboß').

Clear Air Turbulence
(CAT). Siehe Klarsicht-Turbulenz.

Cluster
Zusammenballung von Wolkengebilden gigantischen Ausmasses in den Tropen mit horizontaler Ausdehnung von 100 km und mehr, erstmals aufgezeigt von Satellitenbildern.

Corioliskraft
Ablenkende Kraft der Erddrehung. Durch die Rotation der Erde um ihre eigene Achse entsteht eine (Trägheits-) Kraft, die bewirkt, dass ein Hoch auf der Nordhalbkugel im Uhrzeigersinn und ein Tief gegen den Uhrzeigersinn umströmt wird. Auf der Südhalbkugel erfolgt die Umströmung genau umgekehrt. Diese...

Cumulonimbus
Gewitterwolke, abgekürzt CB. In der 'Fliegersprache' nach dem internationalen Buchstabieralphabet als 'Charly Bravo' bezeichnet. Besonders gefährlich für die Luftfahrt sind in dichte Wolkenfelder eingelagerte Gewitterwolken ('embedded CB'), sodaß das Durchfliegen solcher Zonen nur mit Bordwetterrada...

Cumulus
Isolierte, dichte und scharf begrenzte Wolken, deren quellende Oberteile durch die thermischen Aufwinde oft wie Blumenkohl aussehen. Die von der Sonne beschienenen Teile sind leuchtend weiß, die Untergrenze ist meist dünkler und genau horizontal (Cumulus-Kondensationsniveau). Die Wassertröpfchen ste...

Cut-off-Zyklone
Ein hochreichendes, kaltes Tiefdruckgebiet ('Höhentief') hat sich aus einem langgestreckten Höhentrog abgeschnürt und befindet sich südlich des Westwindbandes und ist somit vom Kaltluftreservoir der höheren Breiten abgeschnitten. Seine Verlagerung kann gegenüber dem Westwindband retrograd erfolgen.

Dampfdruck
Druckanteil (Partialdruck) des Wasserdampfs am Gesamtluftdruck, Mass für die Luftfeuchtigkeit. Er wird indirekt aus der Psychrometer-Messung (feuchtes und trockenes Thermometer) oder aus der Taupunktdifferenz bestimmt. Der Druck des Wasserdampfes steigt mit der Temperatur und beträgt maximal (Sättig...

Dichtehöhe
Nach der Standardatmosphäre kann jedem Dichtewert der Luft eine bestimmte Flughöhe zugeordnet werden. Diese Dichtehöhe ist aber keine feste Höhenangabe, da die Luftdichte von Druck, Temperatur und Luftfeuchtigkeit abhängt. Da die Leistungsdaten eines Flugzeuges von der Luftdichte abhängen, sind spez...

Divergenz
Das Auseinanderfliessen von Luftströmungen in den unteren Schichten; tritt gewöhnlich in Gebieten mit hohem Luftdruck auf und führt wegen des Prinzips der Massenerhaltung zu absinkenden und daher wolkenauflösenden Luftbewegungen. Gegensatz: Konvergenz, das Zusammenfließen von Luftströmungen (in Tief...

Donner
Geräusch bei Gewitter, das entsteht, wenn die Luft durch den Blitz erhitzt wird, wodurch sie zuerst heftig ausdehnt und dann wieder ebenso heftig komprimiert wird, sodass eine explosionsartige Druckwelle (Schall) entsteht. Das Krachen ist 15-30 km weit hörbar; das 'Grollen' oder 'Rollen' entsteht du...

Dopplereffekt
Effekt aus der Physik (Akustik, Wellenoptik), entdeckt 1842 von Christian Doppler, österreichischer Physiker (1803-1853). Scheinbare Veränderung der Frequenz (Schwingungszahl) des Schalls oder einer elektromagnetischen Strahlung (Licht- und Funkwellen) , die auftritt, wenn Beobachter und Wellenzentr...

Downburst
Ein lokaler, abwärts gerichteter Luftstrom unter einer Gewitterwolke, der in 300 ft über dem Boden eine Geschwindigkeit von 3,6 m/s überschreitet (Definition nach T. FUJITA und F. CARACENA). Extrem gefährlich für Flugzeuge im Landeanflug (und auch nach dem Start) wegen plötzlicher Änderungen der Geg...

Downdraft
Siehe Downburst.

Druckfläche
Fläche konstanten Drucks. Die Meßwerte der Radiosonden (Luftdruck, Temperatur, Feuchte, Wind) werden nicht einer bestimmten Höhe zugeordnet, sondern es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die Höhen bestimmter Druckflächen zu berechnen und die in dem jeweiligen Druckniveau gemessenen Werte anzugeben. D...

Dunst
(engl. haze, mist; franz. brume). Trübung der Atmosphäre durch Wasserdampf und/oder Aerosole mit einer Minderung der Sicht auf 5 km oder weniger, jedoch nicht unter 1000 m. Beträgt dabei die relative Feuchtigkeit weniger als 80%, wird die Sichtbehinderung i.d.R. durch Lithometeore hervorgerufen und ...

Einstrahlung
In der Meteorologie die auf die Erde einfallende (kurzwellige) Sonnenstrahlung.

Eisheilige
Häufiger Kälterückfall ('Singularität') in der Zeit vom 12. bis 15. Mai (Pankratius, Servatius, Bonifatius und die 'Kalte Sophie'). Die Ursache ist ein Hoch über Schottland, welches in Mitteleuropa Kaltlufteinbrüche bedingt. Die trockene Luft verursacht insbesondere nachts durch Ausstrahlung tiefe T...

Eisregen
Flüssiger Niederschlag mit Temperatur unter 0° C (unterkühltes Wasser), der alle Gegenstände beim Auftreffen mit einem klaren Eispanzer überzieht (Glatteis). Tritt meist auf, wenn sich nach einer längeren winterlichen Hochdrucklage die bodennahe Luftschicht durch nächtliche Ausstrahlung weit unter 0...

Eistag
Die höchste Temperatur des Tages liegt unter dem Gefrierpunkt 0°C, d.h. es herrscht durchgehender Frost.

Eiswolken
Wolken, die nur aus Eiskristallen bestehen; meist erst ab einer Höhe von mehr als 6000-7000m (unter -35°C). Für die Luftfahrt ungefährlich. Gegensatz: Wasserwolken, Mischwolken.

Elmsfeuer
Leuchterscheinung an spitzen Gegenständen (Türme, Masten) durch das hohe luftelektrische Feld bei Gewitter. Benannt vermutlich nach dem hl. Erasmus (roman. 'Sant' Elmo').

Entscheidungshöhe
(engl. 'decision hight'). Festgelegte Höhe über der Landebahn, in der bei Nebel im Landeanflug Sichtkontakt mit der Erdoberfläche (Pistenbefeuerung) hergestellt sein muss. Anderenfalls muss der Pilot das Flugzeug durchstarten.

Erwärmung
Zunahme der Temperatur in der Atmosphäre, entweder durch Einstrahlung von der Sonne her, oder durch Heranströmen wärmerer Luftmassen ('Luftmassenwechsel'). Auch absteigende Luft im Lee von Gebirgen erwärmt sich durch 'Kompression' (zunehmender Luftdruck), und zwar trockene Luft um 1°C pro 100 Meter ...

Etesien
In der Ägäis und im östlichen Mittelmeer regelmässig im Sommer (April bis Oktober) auftretende trockene nördliche Winde; als Folge des Monsuns über Indien.

Fahrenheit
Fahrenheit-Skala. In der vom Danziger Physiker Daniel Gabriel Fahrenheit (1686-1736) festgelegten Thermometer-Skala liegt der Gefrierpunkt des Wassers bei 32°, der Siedepunkt bei 212°. Der Bereich zwischen Eis- und Siedepunkt wird somit in 180 Grad unterteilt. Die Fahrenheit-Skala ist in den englisc...

Fallböe
Plötzlich auftretender starker Abwind, räumlich begrenzt und von kurzer Dauer, der von Flugzeuginsassen als 'Luftloch' bemerkt wird.

Fallgebiet
Gebiet in der Wetterkarte mit markant fallendem Luftdruck; je stärker der Druckfall, desto intensiver wird die Wetterentwicklung.

Fallwind
Wind, der auf der Leeseite von Gebirgen (durch adiabatische Erwärmung) trocken und erwärmt als Föhn auftritt, aber auch von kalten Hochflächen als kalter Fallwind (Bora) in ein wärmeres Gebiet (meist stürmisch) eindringt.

Fata Morgana
Luftspiegelung von Bäumen, Häusern, Seen in der Wüste infolge der Überhitzung der Luft in Bodennähe.

Feuchte
Siehe Feuchtigkeit.

feuchter Dunst
(Abk. BR). Sichtbehinderung durch schwebende Hydrometeore, Sichtweite 5 km oder weniger, aber nicht weniger als 1000 m; relative Luftfeuchtigkeit 80% oder mehr.

Feuchtigkeit
Gehalt der Luft an Wassedampf, messbar als absolute Feuchtigkeit in Gramm Wasserdampf pro Kubikmeter, als Dampfdruck in Millimeter Quecksilbersäule oder Millibar = Hectopascal, als relative Feuchtigkeit (Verhältnis vom vorhandenen zum grösstmöglichen Wasserdampfgehalt der Luft) in Prozenten sowie al...

FL
Abk. für engl. 'Flight Level'. Siehe Flugfläche.

Flugfläche
engl. 'Flight-Level', Abk. FL. Bezeichnung für eine ausgewählte Fläche gleichen Luftdruckes (Druckfläche), auf den Druck der Normalatmosphäre bezogen. Die Flugflächen werden von der Flugsicherung in bestimmten Abständen (500 Fuß = 150m) voneinander getrennt und durch die in Hektofuß gemessenen Höhen...

Flugsicht
Für das sichere Fliegen ist nicht nur die horizontale Sichtweite am Boden von Bedeutung. Im Flug stellen sich die Verhältnisse oft anders dar. Man unterscheidet daher die Horizontalsicht in Flughöhe, die Schrägsicht (insbesondere die Sicht im Landeanflug) und die Vertikalsicht (oder Erdsicht). Die F...

Flugweg
mit kleinstem Zeitaufwand, engl. 'minimum time track'. Speziell für Langstreckenflüge (Transatlantik) kann bei möglichst genauer vierdimensionaler Windvorhersage die Flugroute mit der günstigsten Windkomponente berechnet werden. Diese muß distanzmäßig nicht die kürzeste Strecke sein, sondern wird au...

Flugwetterberatung
Gemäss den Luftverkehrsregeln (Luftfahrtgesetz) ist der Pilot für die Einholung einer Flugwetterberatung im Rahmen der Flugvorbereitung verantwortlich. Der Pilot macht sich vor Beginn eines Fluges mit den neuesten Wettermeldungen und Wettervorhersagen vertraut, die für den beabsichtig...