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Kirchen-Lexikon
Kategorie: Religion und Philosophie > Religion
Datum & Land: 24/01/2009, DE
Wörter: 817


Chorherr
Chorherren leben als Priester in einem Orden, gemeinsam mit anderen Priestern. Die Idee des gemeinsamen Lebens von Klerikern stammt aus dem 4.Jhdt. und wurde durch den Lauf der Jahrhunderte in verschiedenen Formen realisiert. Die Chorherrenorden widmen sich der Gemeindeseelsorge und Forschung.

Chormantel
(Pluviale) Ein bis zu den Füßen reichender, vorne offener Umhang in den liturgischen Farben, am Rücken ein Schmuckschild, der aus einer Kapuze entstanden ist. Wird auch Pluviale genannt. Er ist entstanden aus der cappa, den Kapuzenumwurf der Kleriker und tritt seit dem 10. Jahrhundert bei nichteucharistischen Gottesdien...

Chorpfeilerfiguren
Die Statuen von Christus, Maria und den zwölf Aposteln, die an den Pfeilern des Kölner Domes auf Konsolen stehen und von Baldachinen bekrönt werden.

Chorpolygon
(Chorvieleck) Abschluß des Chores.

Chorschranke
Eine steinerne Wand, die den inneren Chor vom Chorumgang oder den Chorraum vom Kirchenschiff trennt. Im Kölner Dom haben sich auf der Innenseite der Chorschranken bedeutende Wandgemälde des 14. Jahrhunderts erhalten.

Chorumgang
Bei gotischen Kathedralen das um den Chorschluß herumgeführte Seitenschiff. An der Außenseite des Chorumganges befinden sich bei gotischen Kathedralen die Chorkapellen. Chorumgang und Chorkapellen zusammen heißen auch Kapellenkranz.

Chrisam
(Salböl) Chrisam ist ein Salböl aus Pflanzenöl und Duftstoffen. Es steht vor allem bei der Firmung an zentraler Stelle. Der Bischof salbt z. B. den Firmling mit Chrisam. Diese Zeichenhandlung drückt aus, dem Gefirmten ist Gottes Geist verliehen.

Christbaum
(Weihnachtsbaum) Der Christbaum ist als Weihnachtssymbol seit dem 16. Jhdt. bekannt. Er sollte an den Paradiesesbaum erinnern. In ihm verbindet sich die Symbolik des Baumes mit dem des Lichtes. Aus den USA stammt der Brauch, den Christbaum überall auf öffentlichen Plätzen aufzustellen.

Christenlehre
Sonntags wurde in den Kirchengemeinden eine Unterweisung in die Hauptinhalte des Glaubens gemacht. Zumeist richtete sich die Christenlehre an Kinder und Jugendliche. Die Unterweisung gab es seit dem Mittelalter. In der DDR gab es die Christenlehre für die Grundschüler. Sie ging dem Erstkommunionunterricht voraus. Pfarrer od...

Christentum
(Christenheit) Mit Christentum bezeichnet man die sich auf Jesus Christus beziehende Religion. Mit derzeit ca. 1,8 Milliarden Gläubigen ist es die größte Weltreligion. Es umfasst eine unübersehbare inhaltliche und organisatorische Vielfalt von Kirchen, christlichen Gruppen und Sekten.

Christi Himmelfahrt
Die 'Himmelfahrt Christi' . 40 Tage erscheint Christus nach seiner Auferstehung. Dann fährt er auf in den Himmel. Gefeiert wird der Festtag am Donnerstag nach dem 5. Sonntag nach Ostern.Mehr unter www.festjahr.de.

Christkönig
Feiertag am Ende des Kirchenjahres (seit 1925).Mehr unter www.festjahr.de.

Christmette
Die Messe am 1. Weihnachtstag nennt man ursprünglich Christmette. Sie geht auf die päpstlichen Messen zur Geburt Jesu aus dem 4. Jhdt. zurück. Anlass war die Synode von Ephesus von 351 mit dem Glaubensbekenntnis an die Gottesmutterschaft Mariens. Die Messe am Heiligen Abend nennt man Weihnachtsvigilmesse.

CICM
(Congregatio Immaculati Cordis Mariae, Kongregation vom Unbefleckten Herzen Mariä) Congregatio Immaculati Cordis Mariae = Kongregation vom Unbefleckten Herzen Mariä = Scheutvelder Missionare

CM
Kürzel der Kongregation der Vinzentiner (Lazaristen).

Codex Juris Canonici CIC
Gesetzbuch des kirchlichen Rechts. Es enthält das geltende Recht der katholischen Kirche, wurde erstmals 1917, nach Neufassung zuletzt 1983 in Kraft gesetzt und löste das Corpus Iuris Canonici ab.

Comes
Graf. In karolingischer Zeit typischer Vertreter des Beamtenadels, der meistens einen räumlich begrenzten Bezirk - Mark - verwaltete und dessen Amt zunächst nicht erblich war. Der Graf wurde vom König eingesetzt. Er hatte gleichzeitig militärische, polizeiliche und steuerliche Befugnisse; außerdem war er als ...

Confiteor
Lat. 'Ich bekenne', allgem. Gebet und Schuldbekenntnis.

Credo
(Glaubensbekenntnis, Glaubensformel, Symbolum) Credo (lat. †œich glaube†) ist die Bezeichnung für das mit diesen Worten beginnende Glaubensbekenntnis der Kirche. Die Anfänge liegen im 4.Jhdt. n. Chr. Mit dem Glaubensbekenntnis fasste die Kirche ihre von anderen Religionen oder Strömungen sich abgrenzende Glaube...

CSSp
(Congregatio Sancti Spiritus, Kongregation vom Heiligen Geist) Congregatio Sancti Spiritus - Kongregation vom Heiligen Geist - Spiritaner

Dachreiter
Ein kleiner, meist sehr schlanker Turm auf dem Dach des Chores oder der Vierung, in dem eine oder zwei kleine Glocken hängen.

Dalmatik
Liturgisches Obergewand des Diakons, das bei feierlichem Anlaß auch vom Bischof unter der Kasel getragen wird.

Darstellung des Herrn
Der vierzigste Tag nach der Geburt eines Jungen war nach alttestamentlicher Vorschrift der Tag, an dem die Mutter dem Priester im Tempel ein Reinigungsopfer übergeben mußte. Entsprechend der Geburtsfeier am 25. Dezember fällt der Termin auf den 2. Februar.Mehr unter www.festjahr.de.

David
Heiliger. Siehe unter www.heilige.de

De profundis
Mit 'De profundis' beginnt der 130. Psalm des Alten Testaments: †žAus den Tiefen, Herr, habe ich zu dir gerufen; Herr, höre doch meinen Ruf.†œ In diesem bemerkenswerten Klagelied drückt der Beter seine Hoffnung auf den vergebenden Gott aus. †žDe profundis†œ wurde u.a. von Mozart meisterhaft vertont. ...

Dechant
(Dekan) Dekan oder Dechant heißt seit dem 9. Jahrhundert der geistliche Vorsteher eines Dekanates, ein geschlossener Bezirk. Der Dechant ist Bindeglied zwischen Bischof und Pfarreien, garantiert die pastorale Zusammenarbeit.

Definitor
Bischöfliches Verwaltungsorgan, Berater und Helfer, insbesondere in der Vermögensverwaltung. Definitoren gibt es häufig auch als Vertreter des Dechanten. Schließlich werden im Ordensbereich die Räte und Mittelsorgane der höheren Klosteroberen als Definitoren bezeichnet.

Dekanat
(lat. ,decem' = zehn) Der unter dem Vorsitz des Dechanten stehende Unterbezirk einer Diözese, in dem eine Anzahl von Pfarren zusammengefaßt ist. (s. Dechant)

Dendrochronologisch
Altersbestimmung anhand von Baumringen, vor allem bei Eichenholz. Mit dieser Methode sind heute in Europa für das gesamte Mittelalter, die Römerzeit und die letzten Jahrhunderte v. Chr. Datierungen mit der Genauigkeit eines halben Jahres möglich, die jeweils die Fällungszeit des zugehörigen Baumes nennen; daz...

Deutsche Bischofskonferenz
Sitz in Bonn. Gremium, in dem pastorale Anliegen beraten und entschieden werden, die alle deutschen Diözesen betreffen. Die Deutsche Bischofskonferenz unterhält Kontakte zu anderen nationalen Bischofskonferenzen. Siehe auch Verband der Diözesen Deutschlands.

Deutscher Orden
Dieser Orden wurde als Ritterorden 1190 für den 3. Kreuzzug vor Akko im heutigen Israel gegründet. Im Deutschorden gab es Ritterpriester, Brüder und später auch Schwestern. Sie waren straff organisiert. Mit Ländereien und Besitztümern wurden die Deutschordensritter für ihre Leistungen in den Kreuzz&...

Diakon
Seelsorger, der zu bestimmten liturgischen Diensten, zum Predigen, zur Spendung der Taufe und der hl. Kommunion und zu kirchlichen Begräbnissen befugt ist. Die Weihe des Diakons erfolgt durch den Bischof. Diakone gibt es als Durchgangsstufe auf dem Weg zur Priesterweihe und als eigenständiges Amt, das auch verheirateten M&#...

Diakonat
Das Amt des Diakons nennt man Diakonat.

Diakonie
Jesus Christus wandte sich mit seiner Frohbotschaft besonders Kranken, Armen und Ausgestoßenen zu. In der Nachfolge Christi bedeutet Diakonie der christliche Dienst (griech. †žDiakonia†œ) für und mit Armen und Schwachen der Gesellschaft. Diakonie ist auch der Name der Sozialorganisation der evangelischen Kirchen. ...

Diaspora
(griech. ,Zerstreuung') Bezeichnet eine religiöse oder konfessionelle Minderheit, die im Gebiet einer andersgläubigen Mehrheit lebt.

Dienst
Besonders in der gotischen Baukunst das lange, dünne Säulchen oder Halbsäulchen an Wänden und Pfeilern, das die Gurte oder Rippen des Gewölbes bzw. die Profile der Arkadenbögen aufnimmt.

Dikasterien
Als Dikasterien werden alle Behörden der Römischen Kuriebezeichnet. Dazu gehören das Staatssekretariat, die neun Kongregationen, die Gerichtshöfe, die elf Päpstlichen Räte, die Päpstlichen Ämter (Apostolische Kammer, Verwaltung der Güter des Apostolischen Stuhles, Präfektur für d...

Direktorium
Den liturgischen Kalender der Wochentage und Feiertage eines Bistums nennt man Direktorium. Direktorien werden jedes Jahr neu herausgegeben und sind kirchenamtliche Anweisungen.

Dispens
Dispens bedeutet wörtlich Aufhebung einer Verpflichtung eines Kirchengesetzes zugunsten einer Person oder bestimmter Personenkreise. Eine Dispens besteht solange, wie der ihr entsprechende Grund anhält. Der Papst, die Bischöfe und die Priester Priester können von bestimmten Gesetzen dispensieren (Kirchenrecht).vgl...

Diözesanadministrator
Der Diözesanadministrator ist nach Abtritt eines Diözesanbischofs der Übergangsleiter eines Bistums, bis ein neuer Diözesanbischof ins Amt eingesetzt wird. In der Praxis ist es oft der rangälteste Weihbischof ( Bischof).vgl. Listl, Müller, Schmitz (Hg.): Handbuch des katholischen Kirchenrechts 347f. ...

Diözesanbischof
Der Diözesanbischof ist der Leiter eines (Erz-)Bistums oder Diözese. Je nach Bistum wird er nach unterschiedlichen Verfahren vorgeschlagen, gewählt und ernannt. Die Bischofsweihe ist die Voraussetzung für das Amt des Bischofs.

Diözesankirchensteuerrat
Gremium, das ein Entscheidungsrecht über die Verwendung der Kirchensteuern, häufig auch über den Haushalt der Diözese hat. Den Vorsitz führt der Generalvikar oder der Bischof.

Diözesanpastoralrat
Beratungsgremium des Bischofs aus Priestern, Diakonen, Laien und Mitgliedern von Instituten geweihten Lebens, das durch das Kirchenrecht nich zwingend vorgeschrieben ist.

Diözesanrat
In Deutschland in der Regel der Zusammenschluss von Laien, Vertretern von Pfarrgemeinde- und Dekanatsräten und katholischen Verbänden, in manchen Diözesen auch Katholikenausschuss oder Katholikenrat genannt. Seine Aufgabe ist die Förderung des Laienapostolates.

Diözesanverwaltungsrat
Verwaltungsorgan, dessen Mitglieder vom Bischof berufen werden. Er wirkt vornehmlich bei der Vermögensverwaltung mit und hat teils beratende, teils beschließende Funktion; letztere insoweit, als der Bischof in bestimmten Fällen an die Zustimmung des Diözesanverwaltungsrates gebunden ist.

Diözese
Der territorial umschriebene Amtsbezirk eines regierenden Bischofs, auch Bistum genannt. Die Diözese ist eine Teilkirche der römischkatholischen Weltkirche. Sie ist Körperschaft des öffentlichen Rechts und als solche rechtsfähig. Mehrere Diözesen sind einer Erzdiözese zugeordnet. Das Gebiet der Di&#...

Dogma
(Dogmen) Das Wort Dogma stammt aus dem Griechischen und bedeutet 'das, was als richtig erschienen ist'. In Dogmen wird festgehalten, was Inhalt des Glaubens ist. Darum verpflichten die Dogmen-Inhalte die Gläubigen. (Aber nicht alle Glaubensinhalte sind in Dogmen festgehalten. In der katholischen Kirche bekam das Dogma im 19. Jahr...

Dom
Von lat. domus domini = Haus des Herrn. Dom wurde zu einem synonymen Begriff für Kathedrale.

Dombauhütte
Das Werkstättengebäude für die Steinmetzen an einer Kathedrale, aber auch das Institut, das für den Bau und die Erhaltung einer Kathedrale verantwortlich ist.

Dombauverein
Eine Vereinigung von Privatpersonen, die den Bau oder den Erhalt einer Kathedrale freiwillig fördern wollen. In Köln wurde der Zentral-Dombau-Verein 1840 ins Leben gerufen. Er brachte zwei Drittel der Summe auf, die die Vollendung des Domes zwischen 1842 und 1880 kostete. Auch heute trägt der Verein entscheidend zum Er...

Domdechant
(Domdekan) Der von den Priestern eines Dekanates gewählte und dann vom Bischof ernannte Priester, der eine zu einem Dekanat zusammengefaßte Gruppe von Pfarreien einer Diözese beaufsichtigt und leitet.

Domherr
(Domkapitular) Mitglied des Domkapitels.

Dominikaner OP
(Dominikanerinnen, Ordo Praedicatorum) Vom hl. Dominikus 1216 gegründeter Orden, der seine Zielsetzung hauptsächlich in der Predigt (OP: ,Ordo Praedicatorum'), der Beschäftigung mit Theologie und der Bekämpfung von Irrlehren sieht. Aus ihm gingen so berühmte Gelehrte wie Albertus Magnus und Thomas von Aquin he...

Domkapitel
Rechtsfähige, geistliche Körperschaft mit eigenen Rechten. Das Domkapitel verwaltet den Dom. Ihm obliegt die Durchführung des feierlichen Gottesdienstes in der Kathedralkirche. Das Domkapitel wirkt an der Leitung der Diözese mit und hat ein Wahlrecht bei der Neubesetzung des Bischofsamtes.

Dompropst
Der Dompropst ist der leitende Priester des Domkapitels. Das Domkapitel besteht aus mehreren Priestern, deren Aufgaben sowohl die Mitarbeit an der Liturgie der Kathedrale wie auch das Vorschlagsrecht oder das Wahlrecht eines neuen Diözesanbischofs ist.

Dompräbendat
Das Dompräbendat bezeichnet das Amt des Dompräbendars oder Domvikars. Er ist zum liturgischen Dienst und zur Seelsorge am Dom verpflichtet und arbeitet als Mitarbeiter des Domkapitels.vgl. LThK III, 503.

Domschweizer
(Schweizer, Kirchenschweizer) Name für den Ordnungsdienst im Kölner Dom, der durch ein rotes, fußlanges Gewand mit einem umlaufenden, breiten schwarzen Streifen kenntlich ist. Der Begriff 'Schweizer' ist von dem alten Gattungsbegriff für Söldner und Soldaten abgeleitet, die häufig aus der Schweiz kamen, v...

Domus Sanctae Marthae
Das Domus Sanctae Marthae (lat. domus = Haus) ist das vor einigen Jahren fertig gestellte Gästehaus in der Vatikanstadt. Es liegt hinter der Audienzhalle. In diesem Haus wohne die Kardinäle während des Konklave.

Domvikar
Kleriker am Dom, der nach den jeweils geltenden Regeln Aufgaben der Domherren, Domkapitulare, übernehmen kann.

Doppelkapelle
Zwei übereinander liegende, durch eine mittlere Öffnung miteinander verbundene Kapellen.

Dormitorium
Schlafsaal.

Dorsale
(lat. ,dorsum' ,Rücken') Rückwand eines Chorgestühls.

Draperie
(frz. ,drap' ,Tuch') Verzierung aus dekorativ angeordneten Textilien. In der Malerei z.B. gerne als Hintergrundmotiv verwendet.

Drei Könige
Epiphanie oder Erscheinung des Herrn heißt seit alters das zweite Weihnachtsfest am 6. Januar. Das Gedächtnis der Heiligen Dreikönige, die in Deutschland, besonders in Köln, den eigentlichen Festtagssinn überdecken, sind auf diesen Tag gelegt worden.Mehr unter www.festjahr.de.

Dreifaltigkeit
(Trinität, Tritheismus) Mit Dreifaltigkeit wird die göttliche Trinität (lat. †žder dreieine Gott†œ) bezeichnet. Gott existiert in den drei göttlichen Personen Gott-Vater, Jesus Christus als Gott-Sohn und Heiliger Geist, die in einer unlösbaren, kommunikativen Einheit verbunden sind. Mit dem spezifisch ...

Dreifaltigkeitssonntag
Am Sonntag nach Pfingsten wird des einen Gottes in 'drei' Personen, der Vater, der Sohn und der heilige Geist, gedacht.Mehr unter www.festjahr.de.

Dreipaß
Aus drei Kreisteilen zusammengesetzte Maßwerkform.

Drolerien
(franz. ,drôle', ,lustig') Scherzhafte Darstellung von Menschen, Tieren oder Fabelwesen in Malerei, Bauplastik und Kunstgewerbe. Sie haben eine belehrende und unterhaltende Funktion. So können sie beispielsweise vor menschlichen Lastern warnen. Durch die Drolerien gelangen profane, volkstümliche und teilweise sozialkri...

Ehe
Allgemein Bezeichnung für die in einer Gesellschaft oder Kultur hervorgehobene Form des dauerhaften Zusammenlebens zweier ( Monogamie) oder mehrerer Personen (Polygamie) verschiedenen Geschlechts. Im Christentum meint Ehe die ganzheitliche Lebensgemeinschaft von Frau und Mann; ihrer Natur nach ist die ehe auf das Gattenwohl und ...

Ehrentitel
(Verdienstmedaille Benemerenti, Christusorden, Orden vom heiligen Sporn, Gregoriusorden, Piusorden, Pro Ecclesia et Pontifice, Prälat, Silvesterorden, apostolischer Protonotar) Für Laien verleiht der Heilige Stuhl Verdienstorden und Ehrenzeichen in den folgenden Rangstufen:ChristusordenOrden vom Goldenen SpornPiusorden (4 Kl...

Einbalsamierung
Die Einbalsamierung war im Laufe der Kirchengeschichte vor allem hochgestellten Persönlichkeiten vorbehalten. Der Leichnam des Papstes wird nach seinem Tod u.a. durch eine konservierende Injektion haltbar gemacht. So ist die tagelange Aufbahrung zum Abschiednehmen durch die Gläubigen möglich.

Einhorn
Fabeltier, das in christlichem Sinne als Symbol für die Reinheit steht.

EKD
Evangelische Kirche in Deutschland (= EKD) wurde 1948 gegründet, 1969 auf die evangelische Kirche in der Bundesrepublik begrenzt und 1991 auf das vereinigte Deutschland ausgeweitet. Es ist der Zusammenschluss lutherischer, unierter und reformierter Kirchen, insgesamt 24 selbständige Gliedkirchen.

Elevation
(lat. ,Aufheben') Das Erheben der Hostie und des Kelches durch einen Priester während der Meßfeier.

Eminenz
Anrede des Kardinals.

Empore
Meistens über dem Eingangsbereich einer Kirche befindet sich die Empore als erhöhter Sitzraum, durch eine Balkonabsperrung abgesichert. Hier steht oft die Orgel als Kircheninstrument. Ebenfalls ist auf der Empore Platz für Kirchenchor und Orchester.(vgl. auch Duden, Deutsche Rechtschreibung, Mannheim 2000, 807. ...

Engel
(Erzengel, Schutzengel) Bezeichnung (hebr. mal'ak, gr. angelos, lat. angelus) für ein außerirdisches, meist menschenähnliches Wesen, leibfrei, aber fähig, aus seiner Verborgenheit hervorzutreten, um gottgewollt in das Menschenleben einzugreifen. Geschichtlich hat sich eine Hierarchie der Engel ausgebildet, an deren...

Engelsturz
Als Engel versteht die Bibel diejenigen personalen Geistwesen, denen im Auftrag Gottes eine Boten- und Schutzfunktion für die Menschen zukommt. Gott hat die Engel, die diese Aufgabe nicht erfüllten, vom Himmel auf die Erde gestürzt. Dieser Engelsturz bewirkt nach biblischer Auffassung den andauernden Kampf zwischen Sat...

Enzyklika
Enzykliken sind seit Papst Benedikt XIV. (1740-1758) gedruckte Rundschreiben des Papstes an den Gesamtepiskopat, einen Teil davon oder an alle Menschen guten Willlens. Gegenstand sind die Glaubens- und Sittenlehre, aber auch Philosophie, Sozial-, Staats- und Wirtschaftslehre, Disziplin oder Kirchenpolitik.

Epiphanie
Gr. Epiphaneia ist sowohl die plötzliche Erscheinung eines übernatürlichen Wesens als auch die sichtbare und zeitlich begrenzte Wirkung von Gottheiten und das bloße Bewusstwerden der Nähe des Heiligen. Im Neuen Testament ist Epiphanie ein Fachbe-griff, der die sichtbare Erscheinung Gottes in Jesus Christus al...

Episkopat
Bischofsamt; die Gesamtheit der katholischen Bischöfe.

Epitaph
(griech. ,Grabschrift') Erinnerungsmal an einen Verstorbenen, in der Regel nicht in Verbindung mit der Grablege. Verschiedene Formen sind möglich: von der einfachen Inschriftplatte über eine Tafel mit dem Bildnis des Verstorbenen bis hin zu Szenen mit Figuren.

Erdbeere
Paradiespflanze, aber auch Speise der Seeligen.

Erlösung
Erlösung bedeutet die endgültige Überwindung von unheilvollen Zuständen, die der Mensch durch eigene Kraft nicht herstellen kann. Sie ist weder Umstimmung eines zürnenden Gottes noch ist sie an den Sühnetod Jesu gebunden. Gott erlöst den Menschen, indem er in die Geschichte durch Jesus Christus eint...

Erntedank
(Erntedankfest) Meistens am ersten Sonntag im Oktober gefeierte Eucharistie/a>feier. An Erntedank wird Gott für die erbrachte Ernte des Jahres in einem entsprechend gestalteten Gottesdienst gedankt. Besonders im ländlichen Raum spielt das Erntedankfest eine wichtige Rolle im Brauchtum (siehe auch www.religioeses-brauchtum.de...

Erstes Vatikanisches Konzil
(Erstes Konzil) Ein Konzil ist die Zusammenkunft aller Kirchenleitungen der römisch-katholischen Kirche, im Kern also des Papstes mit den Bischöfen. Das Erste Vatikanische Konzil fand von 1869-1870 im Vatikan statt. Dabei stand die Lehre von der Unfehlbarkeit des Papstes neben der Abwehr von Modernismus und Materialismus im ...

Erstkommunion
(Erste Heilige Kommunion, 1. heilige Kommunion, 1. hl. Kommunion) Das erste Mahl der Eucharistie in Brot und Wein nennt man in der katholischen Kirche Erstkommunion. Es handelt sich um einen Teil der Einführung in das Christsein. Im Regelfall wird die Erstkommunion im Grundschulalter mit einem ausgedehnten Brauchtum gefeiert (Wei...

Erwachsenentaufe
Im frühen Christentum wurden zuerst meist Erwachsene getauft. Mit Aufkommen des Christentums als Staatsreligion breitete sich die Säuglingstaufe aus. Zur Zeit gewinnt die Erwachsenentaufe in Deutschland wieder an Bedeutung. Erwachsene werden meist durch den Ortsbischof oder einen beauftragten Priester getauft. Direkt anschl...

Erzbischof
Amtstitel des Bischofs, der einer Erzdiözese vorsteht, auch Metropolit genannt. Der Erzbischof leitet die Erzdiözese und hat ein Aufsichtsrecht über die Reinerhaltung des Glaubens und die Aufrechterhaltung der kirchlichen Ordnung in den ihm unterstellten Diözesen (Suffraganbistümern). Erzbischof gibt es auch ...

Erzbistum
Siehe Erzdiözese: Die Erzdiözese, geleitet durch den Erzbischof, ist Mittelpunkt einer Kirchenprovinz, der mehrere Diözesen (Suffraganbistümer) zugeordnet sind. Diese stehen unter der Aufsicht des Erzbischofs. Nach der Neuordnung der Bistumsgrenzen infolge der Wiedervereinigung gibt es sieben Erzdiözesen in D...

Erzdiözese
Die Erzdiözese, geleitet durch den Erzbischof, ist Mittelpunkt einer Kirchenprovinz, der mehrere Diözesen (Suffraganbistümer) zugeordnet sind. Diese stehen unter der Aufsicht des Erzbischofs. Nach der Neuordnung der Bistumsgrenzen infolge der Wiedervereinigung gibt es sieben Erzdiözesen in Deutschland, nämlic...

Erzpriester
Der von den Priestern eines Dekanates gewählte und dann vom Bischof ernannte Priester, der eine zu einem Dekanat zusammengefaßte Gruppe von Pfarreien einer Diözese beaufsichtigt und leitet.

Estrich
Fugenlos geschütteter Bodenbelag aus Lehm oder mörtelähnlichen Materialien mit Beischlägen.

Eucharistie
Griech. Danksagung. Ursprünglich das aus der jüdischen Liturgie stammende Dankgebet, in das die christliche Liturgie den Einsetzungsbericht vom Letzten Abendmahl und den Nachvollzug des Abendmahles einbettete. Katholiken bekennen: Durch die Konsekration des Priesters ist Jesus Christus wahrhaft, wirklich und wesentlich unte...

Euthanasie
(Sterbehilfe) Euthanasie (griech. †ždas gute Sterben†œ) war im Altertum die Hilfe zu einem sanften und schnellen Tod. In Abgrenzung zu den Euthanasieverbrechen der Nationalsozialisten wird heute im deutschen Sprachraum der eindeutigere Begriff †žSterbehilfe†œ genutzt. In der katholischen Kirche ist die aktive Sterbehil...

Evangeliar
(griech. ,Frohbotschaft'; Lebensbeschreibungen Jesu mit Verkündigungs- und Lehrabsicht) Sammlung der Evangelien.

evangelisch
Was sich auf das Evangelium bzw. die Botschaft des Neuen Testaments bezieht, gilt als evangelisch, d.h. 'dem Evangelium gemäß' bzw. mit der Botschaft von Jesus Christus übereinstimmend. Deswegen nannten einige Theologen der Reformation ihre Theologie 'evangelisch': Sie sahen das Evangelium als Basis ihrer Theologie. Da...

Evangelist
Den Verfasser eines Evangeliums nennt man Evangelist. Ursprünglich war jeder ein Evangelist, der das Evangelium von Jesus Christus verkündet. Die frühe Kirche kannte den Evangelisten als eigenes Amt in der Gemeinde. In den evangelischen Freikirchen wird Evangelist im ursprünglichen Sinn verstanden.

Evangelium
Evangelium ist griechisch und bedeutet 'Frohe Botschaft, gute Kunde'. Gott ist in Jesus Christus (Jesus von Nazareth, Christus) eine befreiende und frohe Botschaft für die Menschen. Jesu Leben und Reden zeigen Gottes Bereitschaft, die Menschen aus ihren Verstrickungen und Ängsten zu befreien. Der Begriff Evangelium bezieht ...

Ewige Anbetung
Ewige Anbetung ist eine Form der katholischen Eucharistieverehrung. Die Hostie wird meist in einer Monstranz zur Anbetung in der Kirche ausgestellt. Mehrere Gemeinden, ein ganzes Bistum oder ein Orden verpflichten sich zu andauernden Tag- und Nachtgebetszeiten vor dem Allerheiligsten, so dass an jedem Tag eines Jahres eucharistische ...