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Badischer Wertpapierclub - Finanzlexikon
Kategorie: Wirtschaft und Finanzen > Finanzen
Datum & Land: 23/06/2008, DE
Wörter: 154


Preistheorie
Die Preistheorie analysiert wirtschaftliche Märkte (Polypol, Oligopol, Dyopol, Monopol, Polypson, Oligopson und Monopson) und fragt, welche Folgen die Veränderung des Preises bzw. der Menge eines Produktes bzw. einer Dienstleistung nach sich zieht. Sie ist ein Teil der Makroökonomie, damit ein Teil der Volkswirtschaftslehre und versteht sich som...

Private Krankenversicherung
Bei der privaten Krankenversicherung (PKV) können sich Personen versichern, deren Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze liegt (kurz BBG) oder die nicht angestellt sind. Am häufigsten sind Beamte, Selbständige und leitende Angestellte in der privaten Krankenversicherung. In der privaten Krankenversicherung muss jedes Familienmitglied versicher...

Prokura
Die Prokura (ital. procura, Vollmacht, von lat. procurare, für etwas Sorge tragen, zu pro, für, und cura, Sorge) ist eine handelsrechtliche Vollmacht mit gesetzlich festgelegtem Inhalt, die ausdrücklich und persönlich erteilt werden und in das Handelsregister eingetragen werden muss. Sie ermächtigt nach deutschem Handelsrecht gem. § 49 Abs.1 HGB 'z...

Prosperität
Prosperität ist ein wirtschaftswissenschaftlicher Ausdruck, er bezeichnet eine Periode des wirtschaftlichen Aufschwunges und den damit verbunden Wohlstand einer Gesellschaft. Bücher bei Amazon zum Thema 'Prosperität'

Public Relations
Als Öffentlichkeitsarbeit (englisch Public Relations, PR) wird die geplante Kommunikation zwischen einer Organisation und ihren Stakeholdern bezeichnet. Stakeholder sind in einer Beziehung zur Organisation, d.h. ihr Verhalten kann die Organisation beeinflussen, und umgekehrt können die Stakeholder vom Handeln der Organisation betroffen sein. Beispi...

Put-Option
Der Käufer einer Put-Option (Verkaufsoption) hat des Recht, aber nicht die Pflicht, innerhalb eines bestimmen Zeitraums (amerikanische Optionen) oder an einem bestimmten Zeitpunkt (europäische Optionen) ein bestimmtes Underlying zu einem im Voraus festgelegten Preis (Strike) zu verkaufen. Er wird sein Recht nur dann ausüben, wenn der Preis des Unde...

Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement (QM) ist ein Organisationssystem das sicher stellen soll, dass Güter, Dienstleistungen und Prozesse den Anforderungen entsprechend abgearbeitet werden. QM dient damit der Schaffung von Vertrauen bei Führung und Kunden. Die Regeln für das QM sind in den Qualitätssicherungsnormen DIN EN ISO 9000-9004 festgelegt. Eine zentrale ...

Quantitätstheorie
Quantitätstheorie ist vor allem in den Wirtschaftswissenschaften ein immer wieder behandeltes, aber auch vernachlässigtes Thema. Frage: Wann, wie (wo, wodurch etc.) hängt das Preisniveau von der so genannten Geldmenge ab? Kompliziert wird die Frage nicht nur dadurch, dass es unterschiedliche Geldmengen gibt, dass diese Mengen unterschiedlich ...

Rabatt
Ein Rabatt (v. ital.: rabatto, rabattere niederschlagen, abschlagen) ist ein Preisnachlass, der in der Regel in Prozent ausgedrückt wird. Rabatte werden als Mittel der Konsumsteuerung eingesetzt. Bis 2002 galt in Deutschland ein Rabattgesetz, das die Gewährung von Rabatten streng reglementierte. Seit der 'Liberalisierung' des Gesetzes können Hän...

Rationalisierung
Rationalisierung zielt auf Effizienzsteigerung durch bessere Nutzung vorhandener Möglichkeiten. Ein gleicher Effekt kann mit weniger Mitteln oder mit gleichen Mitteln ein besserer Effekt erzielt werden. In der Industrie wird damit häufig die Ersetzung menschlicher Arbeitskraft durch Maschinen bezeichnet. Bücher bei Amazon zum Thema 'Rational...

Realkreditinstitut
Realkreditinstitute sind Spezialbanken zur Finanzierung langfristiger Investitionen der öffentlichen Hand sowie von Unternehmen und Privatkunden. Diesen geben sie langfristige Darlehen, die durch Grundpfandrechte ( Grundschuld, Hypothek) gesichert sind. Außerdem betreiben sie mit Bund, Ländern, Gemeinden und anderen öffentlich-rechtlichen Körpersch...

Rentenversicherung
Die gesetzliche Rentenversicherung in Deutschland ist Bestandteil (Versicherungszweig) der gegliederten Sozialversicherung. Sie findet ihre Grundlage im Sechsten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) in der Fassung vom 19.2.2002 (BGBl. I S. 754). Die RV im SGB VI bildet zusammen mit den anderen gesetzlichen Altersversorgungsformen (Alterssicherung der ...

Return on Assets
Der Return on Assets oder ROA ist eine Kennziffer zur Unternehmensbewertung. Er beschreibt die Rentabilität des eingesetzten Kapitals. Der ROA ist vergleichbar mit dem Return on Investment, durch die Bereinigung von Fremdkapitalzinsen aber besser geeignet, die Ertragskraft eines Unternehmens zu beleuchten. Der Return on Assets drückt aus, wie ho...

Rezession
Rezession bezeichnet eine Konjunkturphase, in der eine Stagnation bis hin zum Abschwung der Wirtschaft auftritt. Die am meisten verbreitete Definition besagt, eine Rezession liegt vor, wenn die Wirtschaft zwei Quartale nacheinander zurückgeht (sinkendes Bruttoinlandsprodukt). Eine Rezession hat üblicherweise Kursverluste an der Börse zur Folge. Ver...

Risikolebensversicherung
Die Risikolebensversicherung zahlt bei Tod der versicherten Person die versicherte Todesfallsumme (Versicherungssumme) an die Bezugsberechtigten. Anwendungsbeispiele sind: Absicherung von wirtschaftlich abhängigen Angehörigen Sicherung von Verbindlichkeiten Trägertarif für eine oder mehrere Zusatzversicherungen (z.B. Berufsunfähigkeits-Z...

Saldo
Saldo ist in der Buchführung die Differenz zwischen Einnahme und Ausgabe. Der Saldo ist demnach auch der Unterschiedsbetrag zwischen den beiden Seiten eines Kontos. Sind die Umsätze im Soll (= linke Kontoseite) größer als im Haben (= rechte Kontoseite) entsteht ein Sollsaldo, andernfalls ein Habensaldo. Der Sollsaldo ist ein debitorischer, de...

SCHUFA
Die SCHUFA Holding AG (früher SCHUFA e. V. - Schutzorganisation für allgemeine Kreditsicherung) ist eine privatwirtschaftlich organisierte Auskunftei, die von der kreditgebenden Wirtschaft getragen wird. Sitz der SCHUFA Holding AG ist Wiesbaden. Es gibt acht regionale SCHUFA-Gesellschaften. Geschäftzweck der SCHUFA ist es, ihre Vertragspartner vor ...

SCHUFA, Entwicklung
Dr. Walter Meyer, Prokurist beim Stromanbieter BEWAG in Berlin, sein Bruder, der Rechtsanwalt Dr. Kurt Meyer und Dr. Robert Kauffmann gründen 1927 die 'Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung und Kreditsicherung' in Berlin. In der Folge entstehen 13 weitere regionale SCHUFA Gesellschaften in ganz Deutschland. 1952 wird die BUNDES-SCHUFA e.V. von ...

SCHUFA, Gespeicherte Daten
Die SCHUFA ermittelt nicht selbst Daten. Vertragpartner der SCHUFA müssen Daten über ihre Kunden an die Schufa liefern. Teilweise stammen die Daten auch aus öffentlichen Quellen (Schuldnerverzeichnisse der Amtsgerichte). Neben Name, Geburtsdatum, gegenwärtige und frühere Anschriften speichert die SCHUFA Positivmerkmale (Daten über Aufnahme und v...

SCHUFA, Kritik
Die SCHUFA nimmt unter den Auskunfteien durch ihre Beziehung zu den Banken und zur sonstigen kreditgebenden Wirtschaft und durch den Umfang ihrer Daten - der daher rührt, dass es in Deutschland nur schwer möglich ist ein Bankkonto ohne Unterzeichnung der SCHUFA-Klausel zu erhalten - eine herausgehobene Stellung ein. Zwar gibt es bei Guthabenkonten ...

Shareholder
Shareholder (von Engl: share = Aktie und holder = Inhaber) bezeichnet den Aktieninhaber oder Aktionär, eine Form des Kapitalgebers. Das Wort taucht auch im Deutschen Sprachraum häufig im Begriff Shareholder Value auf. Während das Shareholder Prinzip vor allem den Anspruch an Gewinnbeteiligung (Dividende) erhebt und damit die Gewinnmaximierung als u...

Sichteinlage
Sichteinlagen sind Einlagen bei Kreditinstituten, über die 'bei Sicht' unbeschränkt verfügt werden kann. Das heißt, es gibt für Sichteinlagen keine Kündigungsfristen, sie sind (Bank-)täglich verfügbar. Die Bedeutung von Sichteinlagen ist hoch, da über sie der Zahlungsverkehr abgewickelt werden. Über Konten mit Sichteinlagen (Kontokorrent- oder G...

Small Caps
Im Gegensatz zu den Standartwerten, die man international als Blue Chips bezeichnet, werden die Nebenwerte in Small Caps und Mid Caps unterschieden. Nebenwerte sind die Papiere kleinerer Aktiengesellschaften mit geringerer Börsenkapitalisierung. Durch Investition in Small Caps können hohe Gewinne erzielt werden, da die Aktien kleiner Unternehmen...

Sparkasse
In Deutschland ist eine Sparkasse ein in seinen Geschäftsaktivitäten regional begrenztes Kreditinstitut ('Regionalprinzip'). Die ersten deutschen Sparkassen wurden ursprünglich durch private Initiative gegründet, um ärmeren Bevölkerungsschichten die Möglichkeit zu eröffnen, langfristig eine sichere und verzinsliche Rücklage für die Bewältigung der ...

Sparquote
Mit Sparquote bezeichnet man in der Volkswirtschaftslehre den Anteil der Ersparnis am Einkommen. Man unterscheidet dabei - die Sparquote der privaten Haushalte, die als der Anteil der Ersparnis am verfügbaren Einkommen definiert ist. - die gesamtwirtschaftliche Sparquote, die das Verhältnis der Ersparnis der gesamten Volkswirtschaft (der Haush...

Spezialbank
Im Gegensatz zu Universalbanken spezialisieren sich die Spezialbanken auf einen bestimmten Geschäftszweig. Insbesondere erfolgt keine Kombination von Kredit- und Einlagengeschäft mit dem Wertpapiergeschäft. Sie gelten nach dem deutschen Kreditwesengesetz als Kreditinstitute und unterliegen grundsätzlich der Bankenaufsicht. Beispiele für Spezialbank...

Stagnation
Stagnation ist ein Synonym für Stillstand. In der Wirtschaft ist Stagnation eine Bezeichnung für eine konjunkturelle Phase, in der ein Auf- oder Abschwung sein Ende gefunden hat und die wirtschaftliche Entwicklung still steht. Das heißt Bruttosozialprodukt, Investitionen usw. sind nahezu unverändert. An der Börse bezeichnet Stagnation eine Se...

Stakeholder
Das Prinzip der Stakeholder (engl. etwa Inhaber eines Anspruchs) ist die Erweiterung des in der Betriebswirtschaft verbreiteten Shareholder Value-Ansatzes. Im Gegensatz zum Shareholder Value-Prinzip, das die Bedürfnisse und Erwartungen der Anteilseigner (z. B. bei einer Aktiengesellschaft die Aktionäre) eines Unternehmens in den Mittelpunkt des ...

Stammkapital
Als Stammkapital bezeichnet man die bei Gründung einer Kapitalgesellschaft von den Gesellschaftern zu erbringende Einlage. Bei GmbHs in Deutschland muss das Stammkapital nach § 5 Abs. 1 GmbHG mindestens 25.000,00 EUR betragen. Bei mehreren Gesellschaftern muss jeder mindestens ein Viertel seiner Stammeinlage erbringen, wobei die Summe dieser Ein...

Tafelpapier
Ein Tafelpapier ist ein Wertpapier, das man sich aushändigen lässt und selbst verwahrt. Tafelpapiere sind rechtlich gesehen identisch mit den entsprechenden, üblicherweise in stücklosen Transaktionen gehandelten, Wertpapieren. Jedoch werden sie nicht börslich gekauft, sondern im Rahmen eines Tafelgeschäfts über die Tafel, d.h. am Bankschalter, ...

Tages- und Termingeldhandel
Der Tages- und Termingeldhandel ist ein Teilgebiet des Geldmarktes. Man versteht darunter unbesicherte Kredite bzw. Geldanlagen mit einer Laufzeit von einem Tag bis zu einem Jahr. Tages- und Termingeldhandel finden am Telefon statt. Marktteilnehmer sind institutionelle Anleger (Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften, große Unternehmen, aber au...

Telefonmarketing
Telefonmarketing bezeichnet umgangssprachlich eine Direktmarketing-Maßnahme, die als Kontaktmedium das Telefon einsetzt. Die persönliche Ansprache ist ein wirkungsvolles Element in Vertrieb und Service. Im Gespräch kann auf Kundenfragen eingegangen, argumentiert, überzeugt werden. Dies zeigt sich an deutlich höheren Bestellquoten im Vergleich zu...

Terminbörse
Eine Terminbörse ist eine Börse, an der Termingeschäfte sowie Optionsgeschäfte durchgeführt und abgewickelt werden; die Geschäfte unterliegen hierbei anderen Regelungen als beim bis etwa 1990 in Deutschland verbreiteten Aktienoptionshandel. Die größten und wohl auch bekanntesten Terminbörsen sind die deutsch-schweizerische EUREX, die Chicago Boa...

Termingeld
Termingeld oder Termineinlagen sind Geldanlagen die für eine befristete Zeit angelegt werden. Es werden zwei Typen unterschieden, Festgelder welche eine feste Laufzeit haben. Am Ende der Laufzeit können sie entweder als Sichteinlage weitergeführt werden oder aber prolongiert (verlängert) werden. Bei Prolongation gilt meist der aktuelle Zinssa...

Termingeschäft
Ein Termingeschäft wird im Gegensatz zu einem Kassageschäft nicht sofort nach Geschäftsabschluss erfüllt, sondern erst zu einem deutlich späteren Termin. Termingeschäfte kommen in zwei Arten vor: · Das unbedingte Termingeschäft muss sowohl seitens der Käufers als auch des Verkäufers auf jeden Fall - also 'unbedingt' - durchgeführt werd...

Terminmarkt
Der Terminmarkt ist eine über Regeln geordnete Institution in dem Termingeschäfte abgeschlossen werden. Handelsgegenstand an den Terminmärkten sind hierbei keine physischen Waren oder Wertpapiere, sondern Verträge über zukünftig zu erfüllende Geschäfte, die als Derivative Instrumente (oder kurz: Derivate) bezeichnet werden. Der Preis für den Handel...

Tobin-Steuer
Die Tobin-Steuer ist eine Steuer auf internationale Devisengeschäfte, genauer die Besteuerung kurzfristiger Spekulationen mit ausländischen Währungen zum Beispiel im Interbankenhandel, welche 1978 von James Tobin (1918-2002), Nobelpreisträger für Wirtschaft, vorgeschlagen wurde. Auf diese Weise sollte es ermöglicht werden, Finanzspekulationen einzu...

Transaktionskosten
Transaktionskosten sind alle Kosten, die in direktem Zusammenhang mit einer Transaktion (z. B. Kauf, Verkauf) von Gütern entstehen. Die Transaktionskostentheorie (s. dort) besagt, dass alle Transaktionen auch Transaktionskosten verursachen. Folgende Kosten fallen unter die Transaktionskosten: Informationsbeschaffungskosten (z. B. Recherchedie...

Trust
Ein Trust (vollständige englische Bezeichnung: trust company) ist ein Unternehmenszusammenschluss, bei dem die rechtliche und wirtschaftliche Unabhängigkeit der beteiligten Unternehmen aufgehoben wird. Diese Firmen werden dann unter einer Dachgesellschaft (Holdinggesellschaft) zusammengefasst. Trusts verfolgen ähnliche Ziele wie Konzerne, können...

Universalbank
Universalbanken sind Kreditinstitute die im Gegensatz zu Spezialinstituten die ganze Palette der Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäfte betreiben, wie sie für deutsche Banken im Kreditwesengesetz definiert sind. Dazu gehören u.a. · nationaler und internationaler Zahlungsverkehr und Devisengeschäft · Einlagen- oder Passivgesch...

Valuta
Die Valuta (Mz. Valuten) ist eine ausländische Währung (siehe auch Valutaschuld) ein Termin für Zahlung oder Verzinsung (z.B. auf Kontoauszügen; im GGs. zum Wertstellungstermin) Valuten sind Zinsscheine auf ausländische Währungen.

Verbindlichkeit
Der Ausdruck Verbindlichkeit bezeichnet im Rechtswesen die Verpflichtung eines Schuldners gegenüber dem Gläubiger. Im Rechnungswesen stehen Verbindlichkeiten für die Summe der noch offenen Rechnungen einer Firma gegenüber ihren Lieferanten und sonstigen Gläubigern.

Verkäufermarkt
Verkäufermarkt (Ggs. Käufermarkt) ist die Bezeichnung für einen Markt, in dem der Verkäufer eine stärkere Stellung als der Käufer besitzt. Er kann den Käufern in gewissem Umfang die Bedingungen diktieren (z.B. Preis, Vertragsbedingungen, Handelszeiten, Handelsorte). Gründe für die starke Stellung können u. a. sein: · Ein Nachfrageüberh...

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit
Ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) ist die Rechtsform einer Versicherungsgesellschaft. In Gegensatz zu einem als Aktiengesellschaft geführten Versicherungsunternehmen hat der VVaG keine Aktionäre. Vielmehr sind die Versicherungsnehmer in der Regel Mitglieder und damit Träger des VVaG. Der VVaG ist eine besondere Rechtsform für Ve...

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Historie
VVaG sind die Urform der heutigen Versicherungsunternehmen. Die Idee des VVaG als Rechtsform für eine überregionale Versicherung geht auf den Kaufmann Ernst-Wilhelm Arnoldi zurück. Als Arnoldi im Jahre 1820 in Gotha die 'Feuerversicherungsbank des Deutschen Handelsstandes' ins Leben rief, verwirklichte er damit die Idee der gegenseitigen Hilfe: All...

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Solvabilität und Kapitalaustausch
1999 verbuchten deutsche VVaG über 37 Mrd. Euro Prämieneinnahmen, 4,5 % mehr als im Vorjahr, und halten damit einen Marktanteil von 29 %. VVaG haben nachweislich höhere Zuwachsraten, geringere Kosten und höheren Gewinn als Aktiengesellschaften. Ihre Bilanzen zeigen mehr sichtbares Eigenkapital, beinhalten mehr stille Reserven und bilden eine bes...

Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Wirtschaftliche Bedeutung
Die VVaG stellen durch ihre Marktpräsenz einen wesentlichen ordnungspolitischen Faktor im Wettbewerb dar. Bezogen auf den Versicherungsmarkt Deutschland wurden 1999 rd. 127 Mrd. Euro Prämie von den Versicherungsunternehmen eingenommen. Die Prämien verteilen sich auf die Lebensversicherung mit 59 Mrd. Euro, auf die Krankenversicherung mit 20 Mrd. Eu...

Vollkommener Markt
Der vollkommene Markt ist eine Modellannahme in der Volkswirtschaftslehre. Zur Untersuchung komplizierter Zusammenhänge (beispielsweise der Preisbildung) wird oft mit diesem Modell gearbeitet. Ein vollkommener Markt zeichnet sich durch einige Bedingungen aus: · vollkommene Markttransparenz (auch Marktübersicht): Sowohl Anbieter als auc...

Vorteile und Abwicklung eines Fonds
Im Gegensatz zum Kauf einzelner Wertpapiere, wie zum Beispiel Aktien oder Anleihen bietet ein Fonds den Vorteil einer breiteren Risikostreuung und der ständigen Beobachtung durch ein professionelles Fondsmanagment unter staatlicher Aufsicht. Nachteil: Im Gegensatz zum Direktinvestment ist ein Fonds naturgemäß wesentlich intransparenter. Der Anlagee...

Werkvertrag
Beim Werkvertrag (§§ 631 ff. BGB) schuldet der Unternehmer dem Besteller die Herstellung eines Werkes, d.h. die Herbeiführung eines bestimmten Erfolges körperlicher oder nichtkörperlicher Art und der Besteller als Gegenleistung dem Unternehmer den Werklohn. Gegenstand typischer Werkverträge sind Bauarbeiten, Reparaturarbeiten, handwerkliche Tätigke...

Wucher
Wucher ist ein Geschäft bei dem ein Verkäufer/Dienstleister, meist unbegründet, einen völlig überhöhten Preis (Wucherpreis) für Waren oder Dienstleistungen festlegt um einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen. In Deutschland ist Wucher gemäß Absatz 2 ein Sonderfall des nach § 138 BGB sittenwidrigen Rechtsgeschäfts. § 138 BGB 1. Ein Rechtsg...

Übernahme
Die Übernahme, wie wir sie heute nicht zuletzt aus weltweiten Konkurrenz-Kämpfen kennen, ist nicht selten eine „feindliche Übernahme“, also der Erwerb der Anteilsmehrheit an einem, meist großen Unternehmen gegen den Willen des Managements. Feindliche Übernahmen dienen oft nur dazu, um den Wettbewerber lahm zu legen und ggf. auch um dessen Substanz ...

Yield-Management
Das Yield-Management ist ein Instrument zur Ertragsoptimierung hauptsächlich in der Hotellerie und der Flugindustrie (Ertragsmanagement). Die Bezeichung stammt von 'Yield' = engl. für Ertrag oder Ergebnis. Die vorhandenen zeitlich beschränkten Kapazitäten sollen immer den höchstmöglichen Zimmer- oder Sitzplatzertrag generieren. Daraus folgt ein ...

Zinsabschlagsteuer
Die Zinsabschlagsteuer (ZASt) ist eine Quellensteuer. Es handelt sich bei der ZASt um eine besondere Form der Kapitalertragsteuer. Sie beträgt zur Zeit (Stand 2004) 30 Prozent auf Zinseinkünfte und 20 Prozent auf Dividenden deutscher Aktiengesellschaften. Die ZASt wird auf Einnahmen aus sonstigen Kapitalvermögen erhoben zu denen z.B. Bankguthabe...