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Kirchen-Lexikon
Kategorie: Religion und Philosophie > Religion
Datum & Land: 24/01/2009, DE
Wörter: 817


Monogramm
Namenszeichen aus den Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamens.

Monsignore
(Msgr.) (ital. ,mein Herr') 'Kaplan Seiner Heiligkeit', ein auf Vorschlag des Bischofs vom Papst verliehener Ehrentitel hoher Geistlicher. Monsignore ist eine der drei Formen des Ehrentitels eines Prälaten abgekürzt Msgr. Anrede daher auch: Herr Prälat. Siehe Ehrentitel

Monstranz
(lat. ,monstrare' = zeigen) Gerät, in dem hinter Bergkristall oder Glas die geweihte Hostie gezeigt wird. Monstranzen oder Ostensorien werden von den Goldschmieden seit dem Mittelalter mit größter Kunstfertigkeit hergestellt.

Mosaik
Mehrfarbige Boden-, Wand- oder Gewölbedekoration aus Tessellae mit allen denkbaren bildlichen Ausdrucksformen. Blüte in der Antike, aber auch im frühen Mittelalter, besonders in Byzanz und seit der Karolingerzeit vermehrt wieder in unseren Gegenden. Hervorragende Mosaikarbeiten entstanden auch im 19. und frühen 20...

Motu Proprio
Ein als Motu Proprio (lat. †žaus eigenem Antrieb†œ) erlassenes Schreiben ist ein Erlass des Papstes in Briefform ohne Anrede. Am häufigsten verwendet wird es für Gesetzgebungsakte auf Initiative des Papstes (päpstliche Gesetze), aber auch für Verwaltungsakte.

Mutter Teresa
(Agnes Gonxha Bojaxhiu ) Mutter Teresa (1910-1997) hieß mit bürgerlichem Namen Agnes Gonxha Bojaxhiu und stammte aus Albanien. Als Ordensschwester gründete sie 1948 den weltweit bekannten Orden der Schwestern der Nächstenliebe in den Slums von Kalkutta. Der Dienst an Sterbenden, Kranken und den Ärmsten steht i...

Nachsynodales Schreiben
(Adhortatio Apostolica postsynodalis) Im Anschluss an eine Römische Bischofssynode verkündet der Papst das Ergebnis der Beratungen in einem Nachsynodalen Schreiben (Adhortatio Apostolica postsynodalis). Die Schreiben richten sich je nach Gegenstand der jeweiligen Synode an einzelne Gruppen oder an alle Gläubigen. ...

Namenspatron
Christen - insbesondere katholische Christen - geben ihren Kindern einen Vornamen, den bereits ein Heiliger oder eine Heilige getragen hat. Der/die Heilige wird zum Namenspatron, dessen/deren Fest das Kind als Namenstag feiert. Die Namensgeber wollen, dass der neue Namensträger auf den Schutz des/der Heiligen setzen kann, dass d...

Namenstag
Es handelt sich um einen katholischen Brauch. Fast jedem Kalendertag sind verschiedene christliche Heilige zugeordnet. Bei der Taufe werden dem Kind ein oder mehrere Vornamen gegeben, die sich auf bestimmte Heilige beziehen. Der Gedenktag eines Heiligen wird so zum Namenstag des nach dem Heiligen Benannt.

Nazarenisch
Den Nazarenern zuzuordnen. Ursprünglich ein Spottname für die in Rom 1809 unter dem Namen Lukasbund gegründete Vereinigung österreichischer und deutscher Maler der Romantik, die eine Reform der Kunst auf religiöser Grundlage erstrebten. Der Name stammt von der durch die Maler in Mode gekommenen langen Haartra...

Netzgewölbe
Ein meist spätgotisches Gewölbe, in dem Scharen von Rippen so angeordnet sind, daß zwischen ihnen etwa gleich große (viereckige) Flächen verbleiben.

Neugotik
Der Gotik nachempfundene Gestaltung, vor allem in der Baukunst des 19. Jahrhunderts

Nikolaus
siehe www.nikolaus-von-myra.de

Nimbus
Runde, zumeist goldene Scheibe hinter dem Haupt zur Kennzeichnung der dargestellten Person als herausgehoben. Im Mittelalter kennzeichnend für einen Heiligen.

Noahs Altar
Nach der Genesis baute Noah (hebr. †žDer Ruhende†œ) nach der Rettung vor der Sintflut Gott einen Altar und brachte ihm Tiere als Dankopfer dar. Noah zwang Gott das Versprechen ab, nie mehr die Erde und ihre Bewohner zu vernichten. Als Zeichen dieses Bundes setzte Gott den Regenbogen.

Nonne
Ordensfrau, Angehörige eines weiblichen Ordens. Anrede: Schwester. (Vorname).

Nothelfer
Name für Heilige, die als besonders wirkmächtig in Notfällen galten. Seit dem 13. Jahrhundert ist der Kult der Vierzehn Nothelfer oder Vierzehnheiligen besonders markant. Nach einer Vision entstand die süddeutsche Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen.

Novene
Als Novene bezeichnet man eine neuntägige Andacht. Sie kann verbunden sein mit Fürbittgottesdiensten.

Nuntius
Apostolischer NuntiusStändiger diplomatischer Vertreter des Papstes bei einer Staatsregierung im Range eines Botschafters. Der Nuntius ist in Deutschland und auch in den meisten anderen Ländern der Doyen, d. h. der Sprecher des diplomatischen Korps.

Obergaden
Das oberste der drei Geschosse der Mittelschiffwand einer Basilika, in dem sich die großen Fenster befinden.

Oberin
(Klostervorsteherin, Priorin) Die leitende Schwester eines weiblichen Ordens wird Oberin genannt. Der Begriff leitet sich vom lat. priora ab, was †ždie Erste†œ (unter Gleichen) bedeutet. Die Oberin wird von den Schwestern ihres Konventes oder Klosters gewählt.

Observant
So bezeichnet man im Mittelalter die Befürworter zeitgemäßer Ordensreformen unter dem Anspruch authentischer Ordensregelnauslegung. Zum Teil ist die Bezeichnung in die Ordensbezeichnung eingegangen, z.B. bei den Franziskanerobservanten OFMObs.

Ocart
Kürzel des Kartäuserordens.

Ocist
Kürzel des Zisterzienserordens.

OCR
Kürzel des Trappistenordens.

Offenbarung
(Apokalypse) Offenbarung (griech. 'Apokalypse') ist aus christlicher Perspektive die Bereitschaft Gottes sich in Jesus Christus den Menschen mitzuteilen. Gott verharrt nicht in Distanz, sondern macht sich selbst erkennbar. Das Christentum ist deshalb eine Offenbarungsreligion. Das letzte Buch des Neuen Testaments nennt man das Buch de...

Offizial
Der Offizial ist der Vertreter des Bischofs in der kirchlichen Rechtsprechung (Kirchenrecht.

OFM
Kürzel des Franziskanerordens.

OFMCap
Kürzel des Kapuzinerordens.

OMI
(Congregatio Missionariorum Oblatorum Beatae Mariae Virginis Immaculatae, Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria) Congregatio Missionariorum Oblatorum Beatae Mariae Virginis Immaculatae - Oblaten der Unbefleckten Jungfrau Maria

OPraem
Prämonstratenser, Candidus et Canonicus Ordo Praemonstratensis

Opus Dei
Lat. Werk Gottes, Namen einer als Personalprälatur errichteten Geistlichen Gemeinschaft aus Priestern und Laien.

Orden
(lat. ,Ordnung', ,Stand') Gemeinschaft von Personen, die sich einer christlich begründeten Lebensform unterworfen haben und diese gemeinschaftlich leben. Streng genommen sind Orden nur diejenigen mit feierlichen Gelübden, im allgemeinen Sprachgebrauch werden jedoch auch Kongregationen als Orden bezeichnet. Die Gelübde ...

Ordensritter
Ordensritter waren adlige Kreuzfahrer, die zum Schutz der Heiligen Stätten in das Heilige Land kamen. Sie schlossen sich zu Ritterorden zusammen, die über die Kreuzzugsbewegung hin Bestand hatten. Ihre Aufgaben waren die Verteidigung von Jerusalem und Palästina vor den Mauren sowie die Versorgung von Kranken und Verlet...

Ordinariat
Vom Generalvikar geleitete allgemeine Verwaltungsbehörde der Diözese, auch Generalvikariat genannt. Das Generalvikariat ist in der Regel unterteilt in Abteilungen bzw. Dezernate, z. B. für Weltkirche, Mission, Seelsorge, Schule und Hochschule, Personal, Bauwesen und Denkmalpflege, Recht, Finanzen und allgemeine Verwalt...

Ordination
Weihe, Priesterweihe, Amtseinsetzung.

Orgel
Seit dem Mittelalter ist die Orgel als Kirchenmusikinstrument bekannt. Sie ist ein Tasteninstrument. Durch Druckluft werden in Pfeifen tönende Schwingungen erzeugt. Es gibt eine eigene Orgelsegnung vor dem ersten kirchlichen Gebrauch. Die Ausdrucksfähigkeit der Orgel ist besonders durch die herausragenden Orgelwerke von Joh...

Ornat
Feierliche Amtstracht der Geistlichen.

orthodox
Orthodox (griech. †žrechtgläubig†œ) ist einerseits die Bezeichnung für die östlichen Kirchen. Anderseits wird damit die rechte d. h. richtige theologische Lehrmeinung gemeint. In der Selbstbezeichnung der orthodoxen Kirchen bedeutet orthodox mehr den rechten Lobpreis Gottes in den Gottesdiensten und nicht die r...

Ortsordinarius
Ortsordinarius nennt man den kirchlichen Amtsinhaber, der die ordentliche Leitungsgewalt der Kirche oder einer Diözese inne hat (u.a. Papst, Diözesanbischof,Generalvikar).

OSA
Kürzel des Augustinerordens.

OSB
Kürzel des Benediktinerordens.

Ostensorien
Ostensorien sind Reliquiare. Es handelt sich um Glasbehälter in verschiedenen Formen. Die eingeschlossenen Reliquien sind für den Betrachter sichtbar.

Ostensorium
Liturgisches Gerät zur Ausstellung des Allerheiligsten und besonders von Reliquien. Vgl. Monstranz

Ostern
Fest der Auferstehung Christi, höchstes Fest der Christen.Mehr unter www.festjahr.de.

OSU
Kürzel des Ursulinenordens.

Ottonische Baukunst
Die Kunst zur Zeit der ottonischen (nach Otto dem Großen) Herrscher, 919-1024.

Palla
Seit dem Ende des Mittelalters wurde der Kelch während der Eucharistiefeier mit einem mantelartig übergeschlagenem Tuch bedeckt. Es war quadratisch und in der Mitte durch Kartoneinlage versteift.

Pallium
Der Erzbischof trägt als Zeichen seiner Vollmacht das Pallium. Es handelt sich um einen weißen geschlossenen Wollstreifen mit sechs eingewebten schwarzen Kreuzen. Zwei Streifen sind angenäht und fallen zusätzlich über Brust und Nacken. Der Erzbischof erbittet das Pallium vom Papst. Er darf es allerdings nur i...

Pallottiner SAC
(Pallottinerinnen, SAC) Gesellschaft des katholischen Apostolats, eine 1835 von Vincenz Pallotti gegründete Priestergenossenschaft für innere und äußere Mission. Ein weiblicher Zweig, die Pallottinerinnen, wurde 1843 gestiftet.

Palmsonntag
Am Sonntag vor Osterngedenkt die Kirche des umjubelten Einzugs Jesu in Jerusalem, bei dem ihm die Menschen mit Palmzweigen zuwinkten.Mehr unter www.festjahr.de.

Papabile
Ein Kardinal, der als neuer Papst infrage kommen könnte, wird †žpapabile†œ (lat. †žfähig zum Amt des Papstes†œ) genannt.

Papst
Der Papst führt das Amt fort, das JesusChristus dem Apostel Petrus verliehen hat und das an seine Nachfolger weitergegeben werden sollte. So wie Petrus durch Jesus an die Spitze der Apostel gestellt worden ist, so steht der Papst an der Spitze der Bischöfe. Er ist Stellvertreter Christi und Hirte der Gesamtkirche auf Erden....

Papst, Namenswahl
Der Brauch, als neu gewählter Papst einen neuen Namen anzunehmen, ist 533 erstmals belegt, als Mercurius den heidnisch klingenden Namen ablegte und sich Johannes II. (533-535) nannte. Octavian aus dem Grafengeschlecht von Tusculum nahm bei seiner Wahl am 16.12.955 den Namen Johannes XII. (955-964); seinem Beispiel folgten dann f...

Papstgrab
Der Ort der päpstlichen Grabstätte richtet sich grundsätzlich nach der letzten Verfügung des verstorbenen Papstes. In der weiteren Vergangenheit haben sich viele Päpste für ihren Heimatort entschieden. So befindet sich beispielsweise das einzige Papstgrab nördlich der Alpen in Bamberg, wo Papst Clem...

Papstsiegel
Jeder Papst bestimmt mit Beginn seiner Amtzeit ein eigenes Papstsiegel. Es wird während seiner Amtszeit unter die apostolischen Schreiben gesetzt. Nach dem Tod des amtierenden Papstes wird es offiziell vor dem Kardinalskollegium zerbrochen, um Missbräuche auszuschließen.

Papstwahl
(Konklave) Ein neuer Papst wird im akribisch festgelegten Wahlverfahren des Konklaves gewählt. Unter absolutem Ausschluss der Öffentlichkeit, strikter Geheimhaltung und einzelner Stimmabgabe wird der Papst von den wahlberechtigten Kardinälen gewählt.

Paradies
(Garten Eden) Mit Paradies (persisch: †žder königliche Garten†œ) wird der Garten Eden im Alten Testament in seiner griechischen Übersetzung benannt. Dieser Garten mit seinen Tieren und Pflanzen wurde zu Beginn der Schöpfung von Gott für den Menschen geschaffen. Das Bild des Paradieses sollte ein Gegenmodell...

Passionssonntag
Vorletzter Sonntag vor Ostern. Er hat seinen Namen von der Passion, dem Leiden (Christi), dessen Endphase am nächsten Sonntag, dem Palmsonntag, mit dem Einzug in Jerusalem beginnt.Mehr unter www.festjahr.de.

Pastor
(lat. ,Hirte') Seelsorger, in der katholischen Kirche gebräuchliche Bezeichnung des Pfarrers.

Pastoralassistent
Pastoralreferent in der Ausbildungsphase, s. Pastoralreferent

Pastoralreferent
(Pastoralreferentin) Seit der Würzburger Synode (1971-1975) Berufsbezeichnung für in der Pastoral tätige Laientheolo-gen.Vgl. Gemeindereferent)

Patene
Patene (griech. †ž Schale†œ ) war ursprünglich eine Holzschüssel für das Brotbrechen während der Eucharistiefeier. Mit abnehmendem Kommunionempfang wurde die Patene zu einem flachen Teller nur für die Hostie der Priester, der genau auf die Öffnung des Priesterkelches passte. Heute kann sie aus ed...

Pater
(lat. ,Vater'; Mehrzahl: Patres) Ordensgeistlicher, der die Priesterweihe empfangen hat.

Patristik
Patristik bezeichnet in der Kirchengeschichte die Zeit der Kirchenväter (ca. ersten vier Jahrhunderte n.Chr). Kennzeichnend für die Patristik ist die Ausbildung von verschiedenen christlichen Denk- und Glaubensrichtungen. In der Auseinandersetzung zwischen ihnen entstehen wichtige Dogmen der Kirche.

Patrone
Heilige, deren Schutz man sich anvertraut (Schutzpatron); der Heilige, dessen Namen man trägt, ist der Namenspatron, an dessen Ehrentag der Namenstag ist. Eine Pfarrkirche trägt den Namen des Pfarr- oder Kirchenpatrons, an dessen Ehrentag die Gemeinde das Patronatsfest feiert.

Patrozinium
(Kirchenpatrozinium) Wenngleich Kirchen immer Gott geweiht sind und Häuser Gottes, erhielten sie seit dem 4. Jahrhundert zusätzlich den Namen eines Heiligen oder einer Heiligen. Diese Namensgebung (lateinisch: Patrozinium) stellte die lokale Gemeinde und ihre Kirche unter den Schutz des Heiligen oder der Heilige. Am Gedenkta...

Pektorale
Brustkreuz des Bischofs oder seit dem 11. Jahrhundert übliche Mantelschließe, die im Laufe der Zeit immer reicher verziert wurde. Als Verzierung dienten szenische Darstellungen, Maßwerk, Ornamente oder Edelsteine.

Pergament
Getrocknete (ungegerbte) Tierhaut zum Beschreiben und Bemalen.

Personalschematismus
Von einer Diözese meist jährlich herausgegebenes Handbuch, das alle kirchlich tätigen Personen, Institutionen und Verbände enthält.

Petersdom
(Peterskirche) Der Petersdom oder Petersbasilika (siehe Basilika) war ursprünglich die Palastkirche der Päpste. Sie steht auf dem Hinrichtungsplatz des Apostels Petrus (Zirkus des Nero). Als zentrales Heiligtum und Pilgerstätte der katholischen Kirche wurde eine erste Kirche zum Andenken an den ersten Bischof von Rom um...

Petersplatz
Der Platz vor dem Petersdom ist der Petersplatz. Er wurde von Gian Lorenzo Bernini von 1656-1667 im Auftrag von Papst Alexander VII. gestaltet. Seine Wahrzeichen sind der Obelisk in der Mitte und die Umsäumung durch die Kolonnaden mit den Skulpturen der 12 Apostel.

Petrus
Heiliger. Siehe unter www.heilige.de

Pfalzkapelle
Kleine Kirche (ohne Pfarrrechte) in einer königlichen oder bischöflichen Residenz bzw. an einem Verwaltungssitz.

Pfarradministrator
Lat. Administrator paroecialis, vgl. cc. 539, 540, ein vom Diözesanbischof zur interimistischen Leitung einer Pfarrei bestellter Priester.

Pfarrei
(Pfarrgemeinde, Pfarre, Kirchengemeinde, Kirchspiel, Kirchsprengel) In der katholischen Kirche ist Pfarrei ein anderes Wort für Pfarrgemeinde. Mit der Errichtung einer Pfarrgemeinde sind kirchen- und staatsrechtliche Rechte und Pflichten verbunden. In der Rgel leitet ein Kleriker eine Pfarrei. Eine Pfarrei kann auch wieder aufgel...

Pfarrer
Im Volksmund auch Pastor genannt, ist der eine Pfarre leitende Priester. Er ist vom Bischof als Lehrer und Hirte seiner Pfarrgemeinde beauftragt, das Wort Gottes zu verkünden und die Sakramente zu spenden. Für diese Aufgaben steht ihm in größeren Pfarreien ein Kaplan, gelegentlich ein Subsidiar und für einen ...

Pfarrgemeinderat
Gewähltes Gremium in der Pfarrei, daß die religiösen und caritativen Aktivitäten der Pfarrei anregt, organisiert und koordiniert.

Pfarrverband
Früher der Zusammenschluß rechtlich selbständig bleibender Pfarreien, dem durch Statut Aufgaben der Pfarrgemeinden zu gemeinsamer und rationeller Erfüllung übertragen werden. Sie werden vom Bischof im Benehmen mit dem zuständigen Dechanten errichtet. Heute werden Seelsorgebereiche gebildet.

Pfarrverweser
Ein Pfarrverwalter oder Pfarrverweser wird nach dem katholischen Kirchenrecht bei längerer oder endgültiger Abwesenheit des Pfarrers vom Bischof eingesetzt. Er vertritt ihn in allen Pflichten und hat dieselben Rechte. vgl. Listl, Müller, Schmitz (Hg.): Handbuch des katholischen Kirchenrechts 409f.

Pfarrvikarie
(Pfarrektorat) Auch Pfarrkuratie, Pfarrverweserei, Vor- oder Ersatzform der Pfarre, wenn ein Bedürfnis nach ihrer Errichtung besteht, aber nicht alle staatskirchen- oder vermögensrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung einer Pfarre erfüllt sind.

Pfingsten
(Pfingstfest, Pentecoste) Am Pfingstfest feiert die Kirche die Ausgießung des Heiligen Geistes auf die Jünger Christi. Das Pfingstfest wird 50 Tage nach Ostern gefeiert und schließt damit die Osterzeit ab. Nach der Apostelgeschichte des Neuen Testaments sprachen Petrus und die Apostel beim Pfingstereignis in Jerusalem i...

Pfründe
Mit der Ausbreitung des Christentums wurden den Geistlichen zum Lebensunterhalt eine Pfründe verliehen (ahdt. †žpfruonta†œ). Meist war dies der Kirchenzehnt, z.B. der 10. Teil einer Ernte. Es konnte auch ein verliehenes Gut (z.B. ein Bauernhof) oder ein Recht (z.B. (Fischereirecht)sein, dessen Ertrag dem Geistlichen zur ...

Pharisäer
Die Pharisäer stellten eine bedeutende Gruppe des Judentums schon vor der Zeit Christi dar. Treue zur Thora, Herstellung von Gerechtigkeit, Belehrung des Volkes und Bewahrung vor Fremden waren ihre wichtigsten Ziele. Im Neuen Testament werden die Pharisäer als Gegner Jesu und seiner Botschaft von der Gottesherrschaft darges...

Phiole
Bauchige Flasche mit einem langen Hals.

Phrygium
Weiße, kegelförmige Mütze, die vom 8. Jahrhundert an die außerliturgische Kopfbedeckung des Papstes war und aus der sich die Tiara entwickelte.

Pietà
Die Darstellung des toten Jesus auf dem Schoß seiner Mutter Maria nennt man Pietà (lat. †œfromm, milde†œ). Sie stellt den Moment zwischen Kreuzabnahme und Grablegung dar. Das Neue Testament erwähnt diese Situation nicht. Eine Pietà wurde meistens als plastische Figurengruppe aus Holz oder Stein gefertigt u...

Pilaster
(lat.) Wandpfeiler mit Basis (Fuß) und Kapitell.

Pileolus
(Scheitelkäppchen, Calotta, Subbiretum, Soli Deo, Kippa, Jarmulka) Das kleine, runde Scheitelkäppchen für Kleriker (meist †žPileolus†œ von lat. pileus = Hut, Mütze, aber auch †žCalotta†œ oder †žSubbiretum†œ) ist im 14. Jahrhundert aus einer Mütze entstanden, die einmal Kopf und Ohren be...

Piscina
(lat. ,Wasserbecken'. Auch als ,fons', ,lavacrum' o.ä. bezeichnet; entsprechend der Wandlung des Erscheinungsbildes hin zum mittelalterlichen Taufstein wird der letzte Begriff ab der Karolingerzeit verwendet.) Frühe Becken sind oft in den Boden des Baptisteriums eingetieft und ermöglichen die frühchristliche Taufe...

Pontifex
(Pontifex Maximus) (lat. ,Brückenbauer') Als Pontifex maximus oder summus Pontifex seit 445 n. Chr. Titel des Papstes, seltener benutzt wird Pontifex ohne Beifügung als Titel des Bischofs.

Pontifikalamt
Mit Pontifikalamt (pontifex lat. †žder Brückenbauer†œ) bezeichnet man jede Eucharistiefeier, die von einem Bischof oder Abt gefeiert wird.

Pontifikalgewänder
Feierliche Amtstracht der Bischöfe. Dazu gehören u.a. Mitra, Pluviale, Handschuhe und Schuhe, Bischofsstab, Brustkreuz und Ring.

Pontifikalrequiem
Die Liturgie, vgl. Requiem, am Tag der Beisetzung eines Toten, die von einem Bischof oder Abt vollzogen wird.

Pontifikat
Das Papstamt, die Papstwürde.

Pope
Pope (griech. †žVater†œ) ist die (eher abfällig gebrauchte) Bezeichnung für den Priester einer orthodoxen Kirche.

Portal
(lat.) Monumentale Tür.

Praefurnium
(lat.) Der Heizraum bzw. die Feuerstelle, insbesondere bei römischen Heizanlagen (Hypokaust).

Praetorium
Verwaltungsgebäude. In Köln Sitz des römischen Statthalters für die Provinz Niedergermanien, seit dem 1. Jahrhundert auf dem Gelände des heutigen Rathauses.

Presbyter
(griech. ,Ältester') Priester.