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GEN-AU
Kategorie: Medizinisch > Genomforschung in österreich
Datum & Land: 30/04/2011, AT
Wörter: 189


adult
aus Erwachsenen

Allel
Jedes Chromosom und damit jedes Gen liegt in doppelter Ausfuehrung vor. Gene oder andere Abschnitte des Chromosoms koennen sich unterscheiden, man nennt diese alternativen Formen Allele

Alternatives Spleissen
Moeglichkeiten der Zelle, die Exons eines Gens verschieden zu verknuepfen und so unterschiedliche Proteine herzustellen

Aminosaeure
Grundbaustein von Eiweissen. Zum Aufbau der Eiweisse verwenden Lebewesen 20 verschiedene Aminosaeuren. Einige dieser Aminosaeuren lassen sich im Koerper synthetisieren, die anderen muessen mit der Nahrung aufgenommen werden (essentielle Aminosaeuren). Beim Menschen sind 8 solcher essentiellen Aminosaeuren bekannt

amplifizieren
vervielfaeltigen

annotate
(engl.) kodierende Regionen von Genen identifizieren und ihre Funktion aufklaeren

Antibiotikaresistenz
Unempfindlichkeit eines Bakteriums gegenueber einem Antibiotikum; Antibiotikaresistenzgene sind Markergene in gentechnisch veraenderten Lebewesen

Antigen
vom Koerper als fremd erkannter Stoff, wird von Antikoerpern erkannt

Antikoerper
Proteine, die das Immunsystem des Organismus beim Kontakt mit koerperfremden Substanzen bildet, um diese unschaedlich zu machen. Antikoerper finden sich in grossen Mengen im Serum (Blut) und in den meisten Koerperfluessigkeiten des Menschen sowie aller Saeugetiere

Assembly
sequenzierte DNA-Stuecke entsprechend ihrer Reihenfolge im Chromosom richtig anordnen

ATP
AdenosinTriPhosphat, chemische Verbindung. Energietraeger der Zelle

Autosomen
alle Chromosomen mit Ausnahme der Geschlechtschromosomen, durch die das Geschlecht eines Lebewesens festgelegt wird; beim Menschen 44 der 46 Chromosomen

BAC
(bacterial artificial chromosome, engl.) kuenstliches, bakterielles Chromosom, in das ein mittelgrosses DNA-Stueck (100 - 300 kb) eines Genoms eingebaut ist, das in Bakterien vermehrt und danach sequenziert wird. Siehe auch YAC

Bakterien
einzellige Lebewesen

Basen
Bausteine der DNA und RNA. Man unterscheidet die vier Basen Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) und Cytosin (C) in DNA, bzw. Adenin (A), Uracil (U), Guanin (G) und Cytosin (C) in RNA, die sich in Form von Nukleotiden zu DNA- Faeden oder RNA-Faeden aneinander reihen. Unterschiedliche Dreierabfolgen dieser Basen (Tripletts) tragen die Informati...

Biochemie
Naturwissenschaft, die sich mit chemischen Reaktionen in allen Lebewesen befasst

Biochips
an eine Oberflaeche (Traegermatrix) gebundene Biomolekuele, mit denen mit hohem Durchsatz ein schneller und sicherer Nachweis von DNA, RNA und Proteinen moeglich ist, und es moeglich ist, deren Reaktionen miteinander sowie mit anderen Molekuelen zu studieren

Bioinformatik
Speicherung und Analyse grosser Datenmengen (DNA-, RNA- und Proteindaten) in Genbanken unter Einsatz von Computertechnologie und mit statistischen Methoden

biologische Sicherheit
Die Sicherheit in der Biologie. Absolut verstanden die totale Abwesenheit einer Gefaehrdung. Dies ist in der Praxis - nicht nur in der Biologie - kaum je der Fall. Sicherheit im relativen Sinn: das Risiko ist so minimal, dass es akzeptierbar ist oder der moegliche Schaden toleriert werden kann

Biomolekuele
Bestandteil von Zellen oder Stoffe, die in Zellen verarbeitet oder abgelagert werden

Biosensoren
Biomolekuele, eingesetzt zur Messung biologischer Prozesse (Spannungsaenderungen, Aenderungen des pH-Wert)

Biotechnologie
Technologie, die biologische Prozesse als Mittel einsetzt (z.B. Bierherstellung mit Hefe / Abwasserreinigung mit Bakterien)

BLAST
(basic local alignment search tool, engl.) Computerprogramm, das homologe Sequenzen unterschiedlicher Lebewesen, z.B. Mensch, Fruchtfliege und Fadenwurm identifiziert

Bt-Mais
genetisch modifizierter Mais, der ein Toxin (Bt-Toxin) des Bakteriums Bacillus thuringensis produziert, das fuer die Larven einiger Insekten toedlich ist; fuer den Menschen ungefaehrlich

Chlorophyll
gruener Pflanzenfarbstoff

Chloroplast
gruenes, chlorophyllhaltiges, photosynthetisch aktives Zellorganell der Gruenalgen und der Pflanzen

Chromatin
Substanz, aus der die Chromosomen (in welchen das Genom verpackt ist) aufgebaut sind. Besteht aus DNA und Proteinen

Chromosom
Form, in der das Genom verpackt ist. Chromosomen koennen waehrend der Zellteilung im Mikroskop sichtbar gemacht werden (siehe auch Zentromer). Menschliche Koerperzellen enthalten in ihrem Zellkern jeweils 46 Chromosomen, die sich nach Groesse und Form in 23 Chromosomenpaaren anordnen lassen. Bakterien haben ein ringfoermiges Chromosom. Chrom...

CLUSTAL
Programm zur Homologiesuche in mehreren Sequenzen, liefert sogenannte "multiple alignments", bei denen die verglichenen Sequenzen untereinander aufgelistet sind, wobei die homologen Sequenzteile untereinander stehen

Contig
(engl.) benachbarte DNA-Sequenzen, die durch das richtige Anordnen ueberlappender DNA-Stuecke eines Chromosoms identifiziert werden

diploid
mit doppeltem Satz an Chromosomen. Koerperzellen sind diploid, Keimzellen haploid

DNA
(engl.) Desoxyribonukleinsaeure, die chemische Substanz der Erbinformation

DNA-Chip
Eine feste Oberflaeche, an die DNA-Molekuele gebunden sind. So koennen viele Gene gleichzeitig untersucht und bestimmte Gene oder Mutationen nachgewiesen werden. Es gibt auch Protein-Chips

DNA-Fingerprint
(engl.) charakteristisches Muster unterschiedlich langer DNA-Stuecke, die nach einem Restriktionsverdau durch Elektrophorese aufgetrennt und durch Anfaerben sichtbar gemacht werden koennen. Ziel: Vergleich und Analyse unterschiedlicher DNAs, Identifikation von Personen (z.B. Vaterschaftstests)

DNA-Footprint
(engl.) Methode, mit der diejenigen Basen in der DNA bestimmt werden koennen, an die sich Proteine angelagert haben

DNA-Ligation
Verknuepfung von DNA-Stuecken mittels bestimmter Enzyme

DNA-Sequenz
Die Abfolge der Basen. In bestimmten Bereichen der Sequenz sind Gene zu finden. Die codierte Bauanleitung nennt man genetischer Code

DNA-Vakzine
DNA-Impfstoff. Impfung mit DNA-Molekuelen, deren Protein-Produkte im Koerper eine Immunantwort hervorrufen. Diese schuetzt in der Folge vor einer Krankheit

dominant
phaenotypisch auch dann in Erscheinung tretend, wenn heterozygot vererbt, z.B. Lippen- Kiefer- Gaumenspalte

Einzelstrang-Nukleinsaeuren
Faeden des DNA-Doppelstrangs oder RNA-Faden, bestehen aus einem Zucker-Phosphat-Geruest, an dem die Basen haengen. DNA-Einzelstraenge entstehen bei hohen Temperaturen oder durch chemische Behandlung (siehe Hybridisierung). Das Erbmaterial mancher Viren ist Einzelstrang-DNA oder -RNA

Elektrophorese
Auftrennung unterschiedlich grosser Biomolekuele in einem Gel im elektrischen Feld

Enzym
Protein, welches Stoffwechselreaktionen in Zellen beschleunigt oder erst moeglich macht

Epidemiologie
Wissenschaft von der Verteilung und denjenigen Faktoren, die Krankheitshaeufigkeiten in menschlichen Populationen beeinflussen

Epigenetik
Genregulierung, die ueber die Ebene des Gens hinausgeht (?epi-?), Ordnungsprinzip des Genoms (DNA und Chromatin). Das Epigenom bezeichnet unterschiedliche Ordnungs-grade des Genoms, die ueber die Umsetzung der genetischen Information bestimmen

Erbkrankheiten
Krankheiten, die durch einen oder mehrere Fehler in Genen verursacht werden

EST
(expressed sequence tag, engl.) einzigartige DNA-Sequenz aus der kodierenden Region eines Gens. Zweck: vollstaendige Aufklaerung der DNA-Sequenz des Gens, Marker fuer die Genkartierung

Ethik
Lehre von den und Begruendung der menschlichen Handlungs- und Lebensweisen

Ethikkommission
gewaehltes oder berufenes Gremium aus Personen mit ethischem, philosophischem, iuristischem, naturwissenschaftlichem, medizinischem Fachgebiet, bzw. auch Laien, die sich mit ethischen Problemen (z.B. bei der Durchfuehrung klinischer Studien, in der Forschung, bei der Anwendung neuer Techniken, bei der Patentierung von Biomolekuelen) auseinan...

Euchromatin
Ordnungsgrad im Genom. Weniger dicht gepackte DNA-Bereiche, in denen Informationen (=Gene) zugaenglich sind, im Gegensatz zum dichter gepackten Heterochromatin, dessen Informationen verschlossen sind

Eukaryo(n)ten
vielzellige, hoehere Lebewesen. Eukaryo(n)tische Zellen sind bis zu 1000 mal groesser als prokaryo(n)tische Zellen und komplexer aufgebaut

Evolution
Entwicklungsgeschichte von Lebewesen. Grundlage fuer die Evolution sind Mutation und Selektion

Exon
Teil eines Gens, traegt die Bauanleitung fuer einen Teil eines Proteins, vom naechsten Exon durch ein Intron getrennt. Exons werden im Verlauf der Expression eines Gens miteinander verknuepft

Familienanamnese
Erhebung der Krankheitsgeschichte einer Familie, zur Feststellung familiaerer Anlagen fuer Erbkrankheiten

FASTA
(fast all, engl.) Software zur

FISH
(Fluorescence in situ hybridization, engl.) Methode, mit der man ein DNA-Stueck auf einem Chromosom genau lokalisieren kann

Forensik
Gerichtsmedizin. Die kriminaltechnische Spurenanalyse von DNA erlangt in der Forensik eine immer groessere Bedeutung

functional genomics
(engl.) Das Forschen an Genomen, um die biologische Funktion aller Gene und ihrer Produkte aufzuklaeren. Siehe structural genomics und proteomics

Gen
DNA-Abschnitt, der die Bauanleitung fuer ein bestimmtes Protein oder RNA enthaelt

Genbank
Sammlung genetischer Daten nach bestimmten Kriterien (z.B. DNA-Daten aus verschiedenen Genom-Programmen oder Populationen)

Gendiagnostik
Untersuchung bestimmter Gene, um genetische Veraenderungen zu finden, die Krankheiten zugrunde liegen

genetischer Code
in der Basensequenz der Gene verschluesselte Bauanleitung fuer Proteine

Genexpression
Uebersetzung der DNA in das entsprechende Produkt (Protein oder RNA)

Genfaehre
Transport-DNA, mit deren Hilfe Fremd-Gene in eine Zelle oder ein Bakterium eingeschleust werden. Eine Genfaehre kann z.B. ein Plasmid oder ein Virus sein

Genkartierung
Erstellen einer groben bis feinen Karte, auf der die Positionen bekannter Gene im Genom eingezeichnet werden

Genlokus
Ort im Chromosom, dem ein Gen oder ein anderer DNA-Abschnitt zugeordnet werden kann

Genmapping
die Erstellung sogenannter Genkarten, in denen der Ort von Genen in den Chromosomen und die Anordnung der Gene zueinander beschrieben sind

Genom
gesamte Erbinformation, bestimmt Aussehen und Eigenschaften eines Lebewesens

Genomanalyse
Identifizierung und umfassende Untersuchung einer Reihe von Genen, ihrer Funktionen und ihrer Interaktionen (im Gegensatz zur Forschung an einzelnen Genen und Proteinen)

Genomik
Wissenschaft und kommerzielle Nutzung von Genomen und Genfunktionen

Genotyp
genetische Information, die der Auspraegung von Merkmalen (Phaenotyp) eines Lebewesens zugrunde liegt

Gentechnik
Technik, mit der Gene analysiert, veraendert, kloniert und exprimiert werden koennen

Gentherapie
Heilung von Krankheiten durch das Einschleusen eines gesunden Gens, die Korrektur oder den Austausch eines defekten Gens

haploid
mit einfachem Chromosomensatz, Keimzellen sind haploid

Herbizid
Unkrautvernichtungsmittel

Herbizidtoleranz
Unempfindlichkeit gegenueber Unkrautvernichtungsmittel

heterozygot
mischerbig. In menschlichen Zellen liegt jedes Gen in zwei Kopien vor, in diesem Fall unterscheiden sich die Gene von der Mutter und dem Vater

HGP
(Human Genome Program, engl.) Breit angelegte, international durchgefuehrte Sequenzierung des gesamten menschlichen Genoms. Beginn war 1990. Man rechnet mit der Vollendung der Sequenzierung im Jahre 2005. Das Projekt wird von der Human Genome Organization (HUGO) ueberwacht

Histone
Perlenkettenartig aneinandergereihte Proteinkugeln, um die die DNA im Zellkern von Lebewesen mit Zellkern gewickelt ist. Dienen nicht nur als Stuetzgeruest fuer die DNA, sondern haben auch regulatorische Funktion

homologe Chromosomen
die beiden, sich jeweils in Form und Groesse entsprechenden Chromosomen von Mutter und Vater

homozygot
reinerbig. In menschlichen Zellen liegt jedes Gen in zwei Kopien vor, in diesem Fall sind die Kopien von Vater und Mutter gleich

horizontaler Gentransfer
Uebertragung eines Gens von einem Lebewesen auf ein anderes

HUGO
(Human Genome Organisation, engl.) internationale Kommission zur Ueberwachung und Abstimmung der Teilprojekte des Human-Genom-Projektes. Ziel: Vermeidung von Doppelarbeit, Sicherstellung, dass keine Abschnitte uebersehen werden

Humangenetik
Grundlagenwissenschaft, die die Gesetze der Vererbung und Expression der Gene des Menschen untersucht und medizinische Disziplin, welche die gewonnenen Erkenntnisse zum Wohle des Menschen anwendet

Humangenom
Genom des Menschen

Hybridisierung
Aneinanderlagerung komplementaerer Einzelstrang-Nukleinsaeuren, sichtbar gemacht durch radioaktive Markierung oder Fluoreszenzmarkierung

Immunantwort
Aktivierung der koerpereigenen Abwehr gegen Fremdstoffe, z.B. Bildung von Antikoerpern, die in der Folge vor bestimmten Krankheiten schuetzen

in vitro
im Labor-Versuch, im Reagenzglas oder in Zellkultur

in vivo
in lebendem Gewebe oder im Tierversuch

Intron
zwischen Exons liegende, nicht-codierende DNA-Abschnitte in einem Gen

Junk-DNA
(engl.) DNA-Abschnitte, die nicht fuer Gene kodieren. Das Genom enthaelt weit mehr Junk-DNA als Gene

Keimbahntherapie
Gentherapie mit Keimzellen, neue Eigenschaften werden auf die Nachkommen vererbt

Keimbahnzellen
Zellen, aus denen durch Meiose Keimzellen der naechsten Generation hervorgehen

Keimzellen
Eizellen und Spermien, gehen aus der Meiose von Keimbahnzellen hervor. Sie sind haploid

Kilobase
(kb) DNA-Einheit, die 1000 Basen entspricht

Klon
identische, genetische Kopie eines Lebewesens

klonen
einen genetisch identischen Organismus herstellen ( to clone [engl.], bedeutet auch klonieren)

klonieren
eine DNA-Sequenz in eine genetische Umgebung ( Bakterien, Viren, Hefe) uebertragen und darin vermehren (to clone [engl.], bedeutet auch klonen). Ziel: Gewinnen groesserer Mengen dieser Sequenz, Durchfuehrung weiterer Untersuchungen, Expression oder Veraenderung dieser Sequenz

kodieren
verschluesselte Information enthalten

Kohlehydrat
Zucker, Energielieferant fuer Pflanzen, Tiere und Menschen

komplementaere DNA-Straenge
"spiegelbildliche" Einzelstraenge, die sich aneinander lagern, wobei das A des einen Strangs mit dem T des anderen Strangs und umgekehrt, das G des einen Strangs mit dem C des anderen Strangs und umgekehrt, eine Bindung eingeht