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Only my body
Kategorie: Medizinisch > Anatomie, Krankheiten, Gesundheit
Datum & Land: 08/03/2011, DE
Wörter: 68


Adrenalin
(von lat. ad †Š¾zu†Š“ und ren †Š¾Niere†Š“), auch Epinephrin (INN) oder Suprarenin® (epi (gr.) bzw. supra (lat.): †Š¾auf†Š“; nephros (gr.) bzw. ren (lat.): †Š¾Niere†Š“) genannt, ist ein im Nebennierenmark gebildetes und in Stresssituationen ins Blut ausgeschuettetes Hormon. Als Stresshormon vermittelt Adrenalin eine Steigerung der Herzfrequenz, einen Anstieg des Blutdrucks, eine Erweiterung der Bronchiolen, eine schnelle Bereitstellung von Energiereserven durch Fettabbau (Lipolyse) sowie die Freisetzung und Biosynthese von Glucose. Es reguliert ebenso die Durchblutung (Zentralisierung) und die Magen-Darm-Taetigkeit (Hemmung). Im Zentralnervensystem kommt Adrenalin als Neurotransmitter in adrenergen Neuronen (Nervenzellen) vor. Seine Effekte vermittelt Adrenalin ueber eine Aktivierung von G-Protein-gekoppelten Rezeptoren, den Adrenozeptoren.

Adrenocorticotropin
, auch Adrenocorticotropes Hormon (kurz ACTH), ist ein Peptidhormon. Es wird unter Einfluss des Corticotropin-releasing Hormons (CRH) in den basophilen Zellen des Hypophysenvorderlappens aus der Vorstufe des Proopiomelanocortins (POMC) gebildet. Aufgrund der limitierten Proteolyse entsteht aus dem Proopiomelanocortin nicht nur ACTH, sondern zusaetzlich Lipotropin oder anstelle von ACTH und Lipotropin kann das Melanozyten-stimulierende Hormon (MSH) und ein Endorphin entstehen. Von dem aus 39 Aminosaeuren bestehenden ACTH-Peptid sind nur die ersten 24 Aminosaeuren physiologisch wichtig.

Albumine
(lat.: albus, †Š¾weiss†Š“) gehoeren wie die Globuline zur Gruppe der globulaeren Proteine. Albumin sorgt im menschlichen Organismus vor allem fuer Aufrechterhaltung des kolloidosmotischen Drucks und vermittelt vielen sonst wasserunloeslichen Stoffen Wasserloeslichkeit, indem sie an Albumin gebunden werden. Albumine sind auch in Milch und Eiern zu finden.

Aldosteron
ist ein natuerliches Steroidhormon, das aus Cholesterin gebildet wird und zu den Mineralocorticoiden zaehlt. Aldosteron wird gelegentlich auch als Dursthormon bezeichnet, da es bei Fluessigkeitsmangel vermehrt ausgeschuettet wird.

Alkalische Phosphatase
(AP, ALP, knochenspez. auch Ostase) ist der Name fuer Enzyme, die Phosphorsaeureester hydrolysieren. Alkalische Phosphatasen entfernen Phosphat-Gruppen (Dephosphorylierung) von vielen Arten von Molekuelen wie Proteinen, Nukleotiden und Alkaloiden. Sie arbeiten am effektivsten bei einem alkalischen pH-Wert.

Alpha-1-Fetoprotein
(AFP), auch Alphafoetoprotein oder α1-Foetoprotein, ist ein Glykoprotein in Saeugetieren, das waehrend der menschlichen Embryonalentwicklung im Laufe der Schwangerschaft vom entodermalen Gewebe und der fetalen Leber, oder bei Erwachsenen insbesondere in Tumorzellen der Leber gebildet wird. Physiologisch hat das Alpha-1-Fetoprotein die Funktion eines fetalen Transportproteins, das insbesondere Kupfer, Nickel, Fettsaeuren und Bilirubin im fetalen Blutplasma transportiert.

Amylasen
(von griechisch Amylon = Staerkemehl) sind Enzyme, die bei den meisten Lebewesen vorkommen, und die Polysaccharide abbauen. Heutzutage wird α-Amylase auch gentechnisch hergestellt. Ihre Wirkung besteht darin, dass sie Polysaccharide (z. B. Staerke) an den Glykosidbindungen spalten und abbauen. Entdeckt wurde Amylase (damals noch Diastase) 1833 von dem franzoesischen Chemiker Anselme Payen in einer Malzloesung. Diastase war das erste Enzym, das man entdeckte.

Arzneimittel-Kristalle
Arzneimittelkristalle weisen oft untypische Formen auf.

Ascorbinsaeure
ist ein farb- und geruchloser, kristalliner, gut wasserloeslicher Feststoff mit saurem Geschmack. Sie ist eine organische Saeure, genauer eine vinyloge Carbonsaeure; ihre Salze nennt man Ascorbate. Ascorbinsaeure gibt es in vier verschiedenen stereoisomeren Formen, biologische Aktivitaet weist jedoch nur die L-(+)-Ascorbinsaeure auf. Ihre wichtigste Eigenschaft ist ihre physiologische Wirkung als Vitamin; ein Mangel kann sich bei Menschen durch Skorbut manifestieren. Der Name ist daher abgeleitet von der lateinischen Bezeichnung der Krankheit, scorbutus, mit der verneinenden Vorsilbe a- (weg-, un-). Da Ascorbinsaeure leicht oxidierbar ist, wirkt sie als Redukton und wird als Antioxidans eingesetzt.

Aspartat-Aminotransferase
() (Aspartat-Aminotransferase (AST, ASAT, AAT)) (frueher Glutamat-Oxalacetat-Transaminase, Gen: GOT) heissen Enzyme, die die Umwandlung von α-Ketoglutarat in die Aminosaeure Glutaminsaeure katalysieren. Ohne diesen Reaktionsschritt waere das Malat-Aspartat-Shuttle und damit die Verwertung von Kohlenhydraten im Stoffwechsel von Eukaryoten unmoeglich. Ausserdem ist die genannte Reaktion Teil des Abbaus mehrerer Aminosaeuren, weshalb die ASAT in allen Lebewesen zu finden ist.

Autoantikoerper
(Abkuerzung: AAk) sind Antikoerper, die ein koerpereigenes Antigen binden. Autoantikoerper sind ein charakteristisches Merkmal von Autoimmunerkrankungen, sind aber beispielsweise auch nachweisbar bei Krebs oder bei Krankheiten, die mit einem chronischen Verlust an Koerperzellen verbunden sind. Sie koennen dabei entweder an der Entstehung der Erkrankung ursaechlich beteiligt sein, den Verlauf beeinflussen oder aber nur als Begleitphaenomen ohne Relevanz fuer das klinische Bild auftreten. Fuer eine Reihe von Autoimmunerkrankungen ist die Rolle der identifizierten Autoantikoerper umstritten oder noch nicht vollstaendig geklaert.

Base Excess
(BE), deutsch auch als Basenabweichung oder Basenueberschuss bzw. Basendefizit bezeichnet, ist ein berechneter Parameter, der anhand einer Blutgasanalyse bestimmt wird und Aussagen ueber stoffwechselbedingte (metabolische) Stoerungen des Saeure-Basen-Haushaltes ermoeglicht. Vereinfacht ausgedrueckt, stellt er die Mengen an Saeuren oder Basen dar, welche noetig sind, um einen veraenderten pH-Wert der Koerpers, wieder zurueck auf dessen Normalwerte einzustellen. Begriff und Prinzip wurden im Jahr 1958 von Astrup und Siggaard-Andersen eingefuehrt.

Basophile Granulozyten
sind Bestandteile des Blutes und gehoeren zu den Leukozyten (weissen Blutkoerperchen). Sie besitzen zahlreiche grobe unregelmaessige Granula, die unter anderem Histamin und Heparin enthalten. Im Differentialblutbild machen sie nur einen geringen Anteil aus (0-1%) . Basophile sind aus dem Knochenmark stammende Granulozyten, die mit den Eosinophilen einen gemeinsamen Vorlaeufer besitzen. Wachstumsfaktoren fuer die Basophilen sind unter anderen Interleukin-3, Interleukin-5 und GM-CSF. Es gibt Hinweise fuer eine wechselseitige Kontrolle bei der Reifung zwischen Basophilen und Eosinophilen. Beispielsweise unterdrueckt TGF-beta (ein transformierender Wachstumsfaktor) in Gegenwart von Interleukin-3 die Differenzierung von Eosinophilen und foerdert die der Basophilen. Sie besitzen einen Rezeptor fuer Immunglobulin E (IgE), weshalb man annimmt, dass sie eine Rolle bei der Immunabwehr des Wirts gegen Parasiten spielen.

Calcium
(fachsprachlich) oder Kalzium ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Ca und der Ordnungszahl 20. Im Periodensystem steht es in der zweiten Hauptgruppe und zaehlt daher zu den Erdalkalimetallen.

Cancer-Antigen 125
(CA-125) ist ein Tumormarker, der vor allem bei Ovarialkarzinomen aber auch bei anderen Tumoren erhoeht sein kann.

Chloride
sind Verbindungen des chemischen Elementes Chlor. Dieses kann mit Metallen, Halb- oder Nichtmetallen verbunden vorliegen. Metallchloride wie z. B. Natrium- und Kobaltchlorid sind Salze der Chlorwasserstoffsaeure, besser bekannt als Salzsaeure (chemische Formel: HCl). Ein solches Chlorid enthaelt in seinem Ionengitter einfach negativ geladene Chlor(∆™I)-Ionen Cl∆™ (meist Chlorid-Ionen genannt). Nichtmetallchloride wie Chlorwasserstoff, Schwefelchloride, Kohlenstofftetrachlorid (Tetrachlormethan) und Chlordioxid sind als molekulare Verbindungen wesentlich fluechtiger als salzartige Chloride. Chlorhaltige Kohlenwasserstoffe werden in der Organik als Derivate der verschiedensten Verbindungen der Kohlenwasserstoffe betrachtet und benannt. So wird Methan, bei dem ein Wasserstoffatom gegen ein Chloratom ausgetauscht (substituiert) wurde, Chlormethan bzw. Methylchlorid genannt. Hier liegt jedoch nicht wie bei den oben angesprochenen ionischen Verbindungen Chlor als Chloridion vor, sondern ist kovalent mit dem Kohlenstoffatom verbunden. Chlorid ist im eigentlichen Sinne jedoch nur die Kurzbezeichnung fuer das einfach negativ geladene Chloridion. Organische Amine bilden mit Chlorwasserstoff organische Hydrochloride, die Chloridionen enthalten.

Cholecalciferol
(auch Colecalciferol oder kurz Calciol), Vitamin D3 ist das physiologisch in allen nicht-pflanzlichen Eukaryoten, und so auch im Menschen, vorkommende Vitamin D. Da das Secosteroid im Koerper mit Hilfe von ultraviolettem Licht (UV-B) in der Haut aus 7-Dehydrocholesterol gebildet werden kann, ist der historische Begriff Vitamin der Definition nach nicht voellig zutreffend. In der Nahrung kommt es im Wesentlichen in Fettfischen vor oder wird den Lebensmitteln als Nahrungsergaenzungsmittel zugefuegt. Es hat im Koerper die Funktion eines Prohormons und wird ueber eine Zwischenstufe zu dem Hormon Calcitriol umgewandelt.

Cortisol
ist ein Hormon, das katabole Stoffwechselvorgaenge aktiviert und so dem Koerper energiereiche Verbindungen zur Verfuegung stellt. Seine daempfende Wirkung auf das Immunsystem wird in der Medizin haeufig genutzt, um ueberschiessende Reaktionen zu unterdruecken und Entzuendungen zu hemmen.

Einheit
- Erklaerung

Eisen
(mhd. isen; vergleichbar mit kelt. isara †Š¾kraeftig†Š“, got. eisarn und aiz, lat. aes †Š¾Erz†Š“) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Fe (lat. ferrum, Eisen) und der Ordnungszahl 26. Es zaehlt zu den Ê“bergangsmetallen, im Periodensystem steht es in der 8. Nebengruppe (Eisen-Platin-Gruppe), nach der neuen Zaehlung in der Gruppe 8 oder Eisengruppe. Im Kontext der industriellen Fertigung versteht man unter Eisen den Werkstoff Gusseisen, wohingegen der Werkstoff Stahl gewoehnlich nicht als Eisen bezeichnet wird.

Enzyme
(altgriechisches Kunstwort ἆÎ½Î¶Ï†¦Î¼Î¿Î½, énzymon), frueher Fermente (lateinisch fermentum), sind Proteine, die biochemische Reaktionen katalysieren. Enzyme haben wichtige Funktionen im Stoffwechsel von Organismen: Sie steuern den ueberwiegenden Teil biochemischer Reaktionen ††œ von der Verdauung bis hin zum Kopieren (DNA-Polymerase) und Transkribieren (RNA-Polymerase) der Erbinformationen.

Eosinophile Granulozyten
- kurz auch Eosinophile genannt - gehoeren zu den Leukozyten. Sie machen etwa 1 - 5% der Zellen im Differentialblutbild aus und sind an der zellulaeren Immunabwehr beteiligt. Ihren Namen beziehen sie vom Farbstoff Eosin, mit dem sie angefaerbt werden koennen. Eos (altgriechisch) bedeutet Morgenroete.

Erythropoetin
(eËŠ’ʁʏtʁoˈpo.e.tɪn, von altgriech. á¼ÂÏφ¦Î¸Ïϊ’φš erythros †Š¾rot†Š“ und ποιεῆ“ν poiein †Š¾machen†Š“, Synonyme: EPO, Erythropoietin, Epoetin, historisch auch: Haematopoetin) ist ein Glykoprotein-Hormon, das als Wachstumsfaktor fuer die Bildung roter Blutkoerperchen (Erythrozyten) waehrend der Blutbildung (Haematopoese) von Bedeutung ist. Erythropoetin zaehlt damit zu den so genannten †Š¾Erythropoiesis Stimulating Agents†Š“ (Kurzform: ESA). Als Therapeutikum wird biotechnologisch hergestelltes Erythropoetin vorwiegend bei der Behandlung der Blutarmut von Dialysepatienten, bei denen die Blutbildung infolge eines Nierenversagens gestoert ist, und nach aggressiven Chemotherapiezyklen eingesetzt. Daneben erwarb sich EPO durch zahlreiche Dopingskandale insbesondere im Radsport den zweifelhaften Ruf als †Š¾Radfahrerdroge†Š“.

Estradiol
, genauer 17β-Estradiol, abgekuerzt auch E2, veraltet Ɠstradiol, ist neben Estron und Estriol eines der wichtigsten natuerlichen Estrogene.

Estriol
(E3), auch Æ“striol, ist ein quantitativ wichtiges Stoffwechselprodukt von Estradiol und Estron. Es besitzt eine schwache estrogene Wirkung, etwa 1/10 der von Estradiol. In der Plazenta wird es direkt oder aus vom Feten synthetisierten Vorstufen gebildet. Estriol entsteht auch im Fettgewebe durch Aromatisierung des A-Ringes von Androstendion.

Estrogene
(standardsprachlich: Æ“strogene, von grch. οἶσφžÏοφš oestrus †Š¾Stachel, Leidenschaft†Š“), auch Follikelhormone genannt, sind die wichtigsten weiblichen Sexualhormone aus der Klasse der Steroidhormone. Sie werden hauptsaechlich in den Eierstoecken (Ovarien) in Follikel und Gelbkoerper, zu einem geringeren Teil auch in der Nebennierenrinde, produziert. Waehrend der Schwangerschaft werden die Estrogene auch in der Plazenta gebildet. Auch Maenner produzieren im Hoden kleine Mengen an Estrogenen; zudem wird ein gewisser Teil des Testosterons im Fettgewebe durch ein Enzym, die sog. Aromatase, in Estrogene umgewandelt.

Estron
(E1) ist ein natuerliches Estrogen. Die Biosynthese von Estron erfolgt ueber die Aromatisierung und Demethylierung von Androstendion mittels des Enzyms Aromatase.

Ferritin
(FT) (lat. ferrum, †Š¡Eisen†˜), auch Depot-Eisen, ist ein Protein, das in Tieren, Pflanzen und Bakterien vorkommt. In Tieren und Pflanzen dient es als Speicherstoff fuer Eisen. Im Menschen findet sich Ferritin hauptsaechlich in der Leber, Milz und im Knochenmark. Bei gesunden Menschen sind ca. 20 % des gesamten Eisens in Ferritin gespeichert. Mutationen der Gene, die fuer Ferritin codieren, koennen erbliche Stoffwechselerkrankungen verursachen.

Haematokrit
(Abkuerzung: Hct, Hkt oder Hk) bezeichnet den Anteil aller zellulaeren Bestandteile am Volumen des Blutes. Der Haematokrit ist hauptsaechlich von der Konzentration der Erythrozyten abhaengig, die rund 96 % der zellulaeren Bestandteile des Blutes ausmachen. Damit ermoeglicht die Bestimmung des Haematokrit-Wertes vor allem einen Rueckschluss auf den Anteil der Erythrozyten im Blut. Darueber hinaus kann der Haematokrit-Wert Aufschluss ueber den Wasserhaushalt des Patienten geben.

Haemoglobine
(von gr. αἷμα = Blut und lat. globus = Kugel) (Hb) sind eisenhaltige, sauerstofftransportierende Proteine, die in den roten Blutkoerperchen (Erythrozyten) der Wirbeltiere (und einiger Mollusken sowie weniger Crustaceen und Insekten) und ihren Varianten gefunden werden. Sie nehmen den Sauerstoff in der Lunge bzw. den Kiemen auf und verteilen ihn im Koerper. Die Bindung des Sauerstoffs erfolgt an einem Eisenkomplex des Protoporphyrins IX (Haem). Wirbeltier-Haemoglobine sind Proteinkomplexe aus vier Untereinheiten (2 α, 2 β), die jeweils eine Haem-Gruppe, die in ein Globin eingebettet ist, enthalten. Die Haem-Gruppe ist ausserdem fuer die rote Farbe des Haemoglobins verantwortlich.

Harnsaeure
(klinisch gelaeufige Abkuerzung: †Š¾HS†Š“, jedoch nicht zu verwechseln mit Harnstoff) ist das Endprodukt des Nucleinsaeureabbaus (hier: Abbau von Purinbasen) vieler Tierarten wie zum Beispiel bei Reptilien, Voegeln, Affen und Menschen. Bei Reptilien und Voegeln werden auch Aminosaeuren zu Harnsaeure abgebaut. Die Salze der Harnsaeure heissen Urate.

Harnstoff
(lat. Urea), chemisch Kohlensaeurediamid, ist eine organische Verbindung, die von vielen Lebewesen als ein Endprodukt des Stoffwechsels von Stickstoffverbindungen (z. B. Aminosaeuren) im sogenannten Harnstoffzyklus produziert und im Urin ausgeschieden wird. Reiner Harnstoff ist ein weisser, kristalliner, ungiftiger und hygienisch unbedenklicher Feststoff, der nicht mit Harnsaeure zu verwechseln ist.

Hydrogencarbonate
, veraltet auch Bicarbonate oder saure Carbonate, sind die Salze der Kohlensaeure, die durch einfache Neutralisation dieser Saeure mit einer Base entstehen. Oft wird auch das Anion dieser Salze, das Hydrogencarbonat-Ion (HCO3∆™) verkuerzt als Hydrogencarbonat bezeichnet. Wird durch weitere Basen-Zugabe auch die zweite Saeurefunktion (Carboxygruppe) neutralisiert, so erhaelt man Carbonate.

Insulin
ist ein fuer Mensch und Tier lebenswichtiges Proteohormon, das in den β-Zellen der Bauchspeicheldruese gebildet wird. Diese spezialisierten Zellen befinden sich nur in den Langerhans'schen Inseln. Von diesen Inseln leitet sich auch der Name †Š¾Insulin†Š“ ab (lat. insula).

International Normalized Ratio
(INR) ist die Folgenormung zum Quick-Wert. International wird die Blutgerinnungszeit anhand dieses Messwerts angegeben. Diese Standardisierung wurde erforderlich, da der Quickwert bei identischer, korrekter Messung aufgrund chargenabhaengiger Aktivitaetsunterschiede der Prothrombinase teilweise unterschiedliche Ergebnisse liefert.

Kalium
, (von Kali aus arab. †Â†ÂØ§Ù†žÙ†šÙ†žÙŠ Ø©†Š½, DMG al-qalya, †Š¡Pflanzenasche†˜) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol K und der Ordnungszahl 19. Im Periodensystem steht es in der ersten Hauptgruppe und zaehlt zu den Alkalimetallen.

Kohlenstoffdioxid
, auch Kohlendioxid oder in geloester Form umgangssprachlich oft ungenau Kohlensaeure genannt, ist eine chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff mit der Summenformel CO2. Kohlenstoffdioxid ist ein saures, unbrennbares, farb- und geruchloses Gas, das sich gut in Wasser loest. Mit basischen Metalloxiden oder -hydroxiden bildet es zwei Arten von Salzen, die Carbonate und Hydrogencarbonate genannt werden.

Kreatinin
††œ in der internationalisierten Schreibweise Creatinin ††œ ist ein Stoffwechselprodukt. Es bildet sich als stark basisches Amid (Lactam) aus der Saeure Kreatin in waessriger Loesung und im Muskelgewebe irreversibel. Im Koerper ist es ein harnpflichtiges Stoffwechselprodukt, muss also ueber den Urin ausgeschieden werden.

Kupfer
(lat. Cuprum) ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Cu und der Ordnungszahl 29. Es ist ein Ê“bergangsmetall, im Periodensystem steht es in der 4. Periode und der 1. Nebengruppe (nach neuer Zaehlung Gruppe 11) oder Kupfergruppe. Der lateinische Name cuprum ist abgeleitet von aes cyprium †Š¾Erz von der Insel Zypern†Š“, auf der im Altertum Kupfer gewonnen wurde.

Lactatdehydrogenase
(LDH, EC 1.1.1.27) ist ein Enzym, welches die Oxidation von Lactat zu Pyruvat mit der gleichzeitigen Reduktion von NAD+ zu NADH/H+ bzw. dessen Rueckreaktion katalysiert. LDH findet man in praktisch allen Zellen, geloest im Cytoplasma. Bei hoeheren Tieren kommt LDH in freier Form auch in der Haemolymphe oder im Blut vor. Als klinischer Laborparameter kann sie, bei Erhoehung, eine Gewebs-, bzw. eine Organschaedigung anzeigen.

Leukozyten
oder weisse Blutkoerperchen (von altgr. λεφ¦ÎºÏŠ’φš leukós †Š¾weiss†Š“ sowie altgr. κύφžÎ¿Ï†š kýtos †Š¾Hoehlung†Š“, †Š¾Gefaess†Š“, †Š¾Huelle†Š“) sind bestimmte Zellen des Koerpers, die im Blut, im Knochenmark, in den lymphatischen Organen und anderen Koerpergeweben zu finden sind. Morphologisch werden sie den Erythrozyten (roten Blutkoerperchen) gegenuebergestellt, da sie im Gegensatz zu diesen nicht den roten Farbstoff Haemoglobin enthalten. Die quantitative Zusammensetzung der Leukozyten im peripheren Blut wird im Differentialblutbild erfasst.

Lipasen
sind Enzyme, die von Lipiden wie Glyceriden oder Cholesterinestern freie Fettsaeuren abspalten (Lipolyse). Diese Enzyme spielen physiologisch eine wichtige Rolle, indem sie die Fettverdauung bewerkstelligen und die im Koerper gespeicherten Fettreserven so verfuegbar machen. Ausserdem gibt es eine Unzahl technologischer Anwendungen fuer diese Proteine.

Lymphozyten
(Singular der Lymphozyt) sind zellulaere Bestandteile des Blutes. Sie umfassen die B-Zellen, T-Zellen und die natuerlichen Killerzellen und gehoeren zu den sogenannten †Š¾weissen Blutkoerperchen†Š“ (Leukozyten). Bei Erwachsenen sind etwa 25 bis 40 Prozent der Leukozyten im peripheren Blut Lymphozyten.

Magnesium
ist ein chemisches Element mit dem Elementsymbol Mg (Alchemie: ⊡©) und der Ordnungszahl 12. Im Periodensystem steht es in der zweiten Hauptgruppe und gehoert damit zu den Erdalkalimetallen. Es hat zwei Aussenelektronen (Valenzelektronen), wodurch die Chemie des Magnesiums bestimmt wird. Als achthaeufigstes Element ist es zu etwa 1,94 % am Aufbau der Erdkruste beteiligt.

Monozyten
, auch Monocyten (von altgr. μϊ’νοφš monos †Š¾allein†Š“, †Š¾einzig†Š“ und altgr. κύφžÎ¿Ï†š cýtos †Š¾Hoehlung†Š“, †Š¾Gefaess†Š“, †Š¾Huelle†Š“),sind im Blut zirkulierende Zellen des Immunsystems und die Vorlaeufer der u. a. in den Geweben lokalisierten Makrophagen sowie eines Teils der Dendritischen Zellen. Ihre Aufgabe ist die Zerstoerung koerperfremder Strukturen durch Phagozytose und die Aktivierung der erworbenen Immunabwehr mittels Antigenpraesentation. Der wichtigste Speicherort fuer Monozyten ist die Milz. Die Monozyten gehoeren sowohl zum spezifischen als auch zum unspezifischen Abwehrsystem. Zirkulierende Monozyten haben eine Lebensdauer von 1 bis 3 Tagen, bevor sie ausdifferenzieren und in die Gewebe einwandern. Dort leben sie als Makrophagen fuer mehrere Wochen bis Monate weiter.

Natrium
ist ein haeufig vorkommendes chemisches Element mit dem Symbol Na und der Ordnungszahl 11. Im Periodensystem der Elemente steht es in der 3. Periode und als Alkalimetall in der 1. Gruppe beziehungsweise 1. Hauptgruppe. Natrium ist ein Reinelement, dessen einziges stabiles Isotop 23Na ist.

Nitrite
sind die Salze (M+NO2-, M: einwertiges Kation) und Ester (R††œO††œN=O, R: organischer Rest) der Salpetrigen Saeure HNO2. Von den Estern der Salpetrigen Saeure sind die isomeren Nitroverbindungen (R-NO2) abzugrenzen, bei denen der organische Rest direkt am Stickstoff gebunden ist.

NK-Zellen
(englisch natural killer cells) sind eine weitere Gruppe von grossen granulaeren Lymphozyten, die weder ueber einen T- noch ueber einen B-Zell-Rezeptor verfuegen und durch Freisetzung lytischer Granula infizierte Zellen (Fremdzellen, vor allem Tumorzellen und virusinfizierte Zellen) zerstoeren und bei der angeborenen Immunitaet wichtige Funktionen erfuellen. Die NK-Zellen erkennen und vernichten alle MHC I negative Zellen des Organismus. Sie sind etwa zehn Mikrometer gross und besitzen einen heterochromatischen Kern. Ihre Reifung erfolgt im Knochenmark, sie zirkulieren dann im Blut oder siedeln sich in der Milz an.

Phosphate
sind die Salze und Ester der ortho-Phosphorsaeure. Das Anion PO43∆™, sowie seine Kondensate (Polymere) und Phosphorsaeureester werden Phosphate genannt. Phosphor liegt bei allen diesen Verbindungen in der Oxidationsstufe (V) vor. Sauerstoffverbindungen des Phosphors mit anderen Oxidationsstufen sind unter Phosphor aufgelistet.

Phosphorsaeureester
sind Ester der ortho-Phosphorsaeure.

Progesteron
, auch Gelbkoerperhormon genannt, ist ein C21-Steroidhormon. Die Verbindung gehoert zur Gruppe der Sexualhormone. Es handelt sich um die Basisstruktur der (synthetisch hergestellten) Gestagene, welches bei Frauen hauptsaechlich vom Corpus luteum (Gelbkoerper) in der zweiten Phase des Menstruationszyklus und, in wesentlich hoeheren Mengen, waehrend der Schwangerschaft von der Plazenta, bei Maennern hauptsaechlich in den Gonaden gebildet wird. Geringe Progesteronmengen werden bei Frauen und Maennern auch von der Nebennierenrinde synthetisiert. Im humanen Organismus wird Progesteron aus Cholesterin synthetisiert.

Prolaktin
(PRL) auch laktotropes Hormon (LTH) oder Laktotropin genannt, ist ein Hormon, das in den laktotropen Zellen (azidophil, ca. 20 % der Adenohypophyse) im Hypophysenvorderlappen gebildet wird und vor allem fuer das Wachstum der Brustdruese im Verlauf der Schwangerschaft und fuer die Milchsekretion (Laktation) waehrend der Stillzeit verantwortlich ist, und ferner psychologische Funktionen besitzt. Bei der Huendin ist Prolaktin in der zweiten Haelfte des Zyklus (auch in der Traechtigkeit) fuer den Erhalt des Gelbkoerpers zustaendig.

RDW
steht fuer:

Renin
(von lateinisch ren "Niere") ist ein Enzym (Endopeptidase), das in den Nieren gebildet wird und zwar in den Zellen des juxtaglomerulaeren Apparates (JGA). Im JGA beruehren die Epithelzellen des distalen Tubulus die afferente Arteriole (s.a. Aufbau des Nephrons). Die Reninausschuettung erfolgt entweder bei niedrigem Blutdruck in der afferenten Arteriole oder bei niedriger Natriumkonzentration im distalen Tubulus. Darueber hinaus koennen Katecholamine via β-Adrenozeptoren zu einer erhoehten Renin-Freisetzung fuehren. Alle drei Schluesselreize fuer die Reninsekretion zeigen einen Blutdruckabfall an. Der JGA ist einer der wichtigsten Sensoren fuer Blutdruckabfall, Renin stimuliert ein sehr effizientes System zur Blutdrucksteigerung: das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System (RAAS).

Retinol
, auch Vitamin A1 oder Axerophthol, ist ein fettloesliches, essentielles Vitamin. Chemisch gesehen gehoert Retinol zu den Diterpenen und ist ein einwertiger, primaerer Alkohol. Der enthaltene Ring aus sechs Kohlenstoffatomen wird β-Jononring genannt, und das Molekuel weist zudem eine Reihe konjugierter Doppelbindungen auf, die fuer seine Beteiligung am Sehvorgang entscheidend sind.

Serotonin
, auch 5-Hydroxytryptamin (5-HT) oder Enteramin, ist ein Gewebshormon und Neurotransmitter. Es kommt unter anderem im Zentralnervensystem, Darmnervensystem, Herz-Kreislauf-System und im Blut vor. Der Name dieses biogenen Amins leitet sich von seiner Wirkung auf den Blutdruck ab: Serotonin ist eine Komponente des Serums, die den Tonus (Spannung) der Blutgefaesse reguliert. Es wirkt ausserdem auf die Magen-Darm-Taetigkeit und die Signaluebertragung im Zentralnervensystem.

Testosteron
ist ein wichtiges Sexualhormon (Androgen), das bei beiden Geschlechtern vorkommt, sich dabei aber in Konzentration und Wirkungsweise bei Mann und Frau unterscheidet. Wie bei allen Androgenen besteht das Grundgeruest des Testosterons aus Androstan (19 C-Atome). Die Vorlaeufer des Testosterons sind die Gestagene (21 C-Atome) bzw. DHEA.

Thiamin
, Vitamin B1 oder Aneurin ist ein wasserloesliches Vitamin aus dem B-Komplex von schwachem, aber charakteristischem Geruch und ist insbesondere fuer die Funktion des Nervensystems unentbehrlich. Wird das Vitamin B1 fuer ca. 14 Tage dem Koerper nicht mehr zugefuehrt, sind die Reserven zu 50 % aufgebraucht. Es wird im Volksmund auch Stimmungsvitamin genannt.

Thrombozyten
(von altgriechisch θρϊ’μβοφš thrómbos †Š¾Klumpen†Š“ sowie altgriechisch κύφžÎ¿Ï†š kýtos †Š¾Hoehlung†Š“, †Š¾Gefaess†Š“, †Š¾ Huelle†Š“) oder Blutplaettchen sind die kleinsten Zellen des Blutes. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung, indem sie sich bei einer Verletzung des Blutgefaesses an das umliegende Gewebe anheften (†Š¾Thrombozytenadhaesion†Š“) oder aneinanderheften (†Š¾Thrombozytenaggregation†Š“), so dass die Verletzung verschlossen wird. Zusaetzlich setzen sie dabei gerinnungsfoerdernde Stoffe frei.

Thyreoglobulin
(TG) ist ein Protein, das ausschliesslich in der Schilddruese als Vorlaeufer fuer Thyroxin und Triiodthyronin gebildet wird. Bei diesem Vorgang werden die Jod-Atome an die Tyrosinanteile des Thyreoglobulins gebunden (Jodisation).

Thyreoliberin
, auch Thyreotropin Releasing Hormon (TRH) oder Protirelin, ist ein Peptidhormon, das als Freisetzungshormon im Hypothalamus gebildet wird.

Thyreotropin
(Handelsname: Thyrogen®, Hersteller: Genzyme) wird auch thyreotropes Hormon oder Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH) genannt. Das Thyreotropin ist ein Hormon, das in den basophilen Zellen des Hypophysenvorderlappens produziert wird und stimulierend auf das Wachstum, die Jodaufnahme und die Schilddruesenhormonproduktion der Schilddruese wirkt. Geregelt wird die TSH-Produktion in erster Linie von Hypophyse, ferner vom Hypothalamus, einem bestimmten Zwischenhirn-Areal.

Thyroxin
(3,3',5,5'-Tetraiod-L-thyronin), kurz T4 genannt, (gr. thyroides ††œ schildartig) ist ein Schilddruesenhormon, das in der Schilddruese bei Saeugetieren gebildet wird. Thyroxin ist eine nicht-proteinogene α-Aminosaeure mit der Summenformel C15H11I4NO4.

Triglyceride
, Triglyzeride, auch Glycerol-Triester, seltener veraltet Neutralfette, sind dreifache Ester des dreiwertigen Alkohols Glycerin mit drei Saeuremolekuelen und sollten nach der IUPAC-Empfehlung ausschliesslich als Triacylglycerine bezeichnet werden. Die Vorsilbe Tri verweist auf drei Acyl-Saeurereste, die mit Glycerin verestert sind.

Triiodthyronin
(T3, auch fT3 fuer freies Triiodthyronin und rT3 fuer reverses Triiodthyronin), auch Liothyronin (INN), ist eines von zwei wichtigen Schilddruesenhormonen. Es ist das wirksamste Hormon der Schilddruese und uebertrifft in seiner Wirksamkeit das zweite Iod-haltige Schilddruesenhormon Tetraiodthyronin (T4), auch Thyroxin oder Levothyroxin genannt, um das Drei- bis Fuenffache.

Tumormarker
sind Proteine, Peptide oder andere biologische Substanzen im Blut oder anderen Koerperfluessigkeiten, deren erhoehte Konzentration auf einen Tumor oder das Rezidiv eines solchen hindeuten koennen. Aufgrund geringer Spezifitaet sind sie, mit Ausnahme von AFP und βHCG, nicht zum †Š¾Krebs-Screening†Š“, sondern nur zur Verlaufskontrolle geeignet.

Vitamine
sind organische Verbindungen, die der Organismus nicht als Energietraeger, sondern fuer andere lebenswichtige Funktionen benoetigt, die jedoch der Stoffwechsel nicht bedarfsdeckend synthetisieren kann. Vitamine muessen mit der Nahrung aufgenommen werden, sie sind essentiell. Pflanzen benoetigen keine Vitamine, sie koennen alle organischen Stoffe selbst synthetisieren. Einige Vitamine werden dem Koerper als Vorstufen (Provitamine) zugefuehrt, die der Koerper dann erst in die Wirkform umwandelt. Man unterteilt Vitamine in fettloesliche (lipophile) und wasserloesliche (hydrophile) Vitamine.

Wachstumshormone
sind Substanzen, die das Wachstum von Menschen, Tieren und Pflanzen in besonderer Weise stimulieren.