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Kategorie: Medizinisch > Medizinisches Wörterbuch & Lexikon.
Datum & Land: 07/03/2011, DE
Wörter: 75


AIDS
Abk fuer engl. Acquired immune deficiency syndrome; erworbenes Immunschwaechesyndrom; zuerst 1981 beschriebenes Krankheitsbild, das durch eine zunehmende Schwaechung des koerpereigenen Abwehrsystems bei Infektion des Immunsystems mit dem humanen Immundefizienzvirus (Human immunodeficiency virus, HIV, 2 Typen: HIV-1 u. HIV-2 mit versch. Subtypen) charakterisiert ist. Die Ê“bertragung von HIV erfolgt heute v. a. durch (hetero- u. homosexuellen) Geschlechtsverkehr, durch gemeinsamen Gebrauch von Injektionskanuelen bei Drogenverbrauchern (sog. Needlesharing), prae- u. perinatal von einer HIV-infizierten Mutter auf das Kind, selten durch infiziertes Blut u. Blutprodukte. Die geograph. Verteilung ist unterschiedl. mit einer epidem.-pandem. Ausbreitung in best. Laendern Zentralafrikas, Asiens u. Lateinamerikas u. einer endem.-epidem. Ausbreitung in Europa u. den USA. Nach einer Infektion mit HIV kann es nach ca. 2††œ4 Wochen zur sog. Serokonversionskrankheit mit mononukleoseaehnl. Sympt. (Fieber, Abgeschlagenheit, evtl. Hepatosplenomegalie) kommen. Im Blut sind Antikoerper gegen HIV mit spezif. HIV-Antikoerpertests i. d. R. 12††œ16 Wochen nach Infektion nachweisbar. Pos. HIV-Antikoerpersuchtests muessen mit einem Bestaetigungstest (z. B. Western blot) ueberprueft u. bestaetigte pos. Ergebnisse nach der Laborberichtsverordnung anonym gemeldet werden. Der klin. Verlauf der HIV-Infektion bis zur evtl. Entwicklung des Vollbildes AIDS ist u. a. abhaengig von Immunzustand, Frequenz der HIV-Replikation (Virusvermehrung) im Koerper, Alter, Ê“bertragungsweg, Begleiterkrankungen, psych. u. sozial. Faktoren. Bei ca. 50 % der HIV-Infizierten kommt es zu einer klin. asymptomat. Phase, die 12 Jahre u. laenger dauern ...

Apoplexie
Synonyme: Apoplexia

Arzneimittelallergie
beruht auf den prinzipiellen immunbiolog. Vorgaengen der Sensibilisierung durch Antigene (Allergene) u. der konsekutiven Antikoerperbildung (entspricht der klin. nicht erkennbaren Sensibilisierungsphase) bei Erstkontakt sowie der Antigen-Antikoerper-Reaktion mit der typ. Sympt. bei wiederholten Kontakten. Immunogene Potenzen besitzen die unveraenderten Arzneistoffe, bes. aber Metabolite (z. B. Penicilloylsaeure), galen. Hilfsstoffe, Begleitstoffe aus dem Herstellungsprozess, die als Haptene wirken. Vollantigene koennen eiweiss- o. polypeptidhaltige Arzneistoffe sein. Sensibilisierend koennen prakt. alle Arzneistoffe wirken, bes. hohe Sensibilisierungsindizes werden nachgewiesen bei Penicillinen, Phenothiazinen, Sulfanilamiden, Insulinen, Salicylaten, Phenacetin, Aminophenazon, Barbitalen, Antihistaminika, Streptomycin, Chinin, Iod, Roentgenkontrastmitteln, Lokalanaesthetika, Gold- u. Quecksilbersalzen. Das Risiko der Allergisierung wird als Sensibilisierungsindex ausgedrueckt (prozentuale Haeufigkeit bei Pat.) u. haengt ab von der Applikationsart (oral < i. m./i. v. < lokal), der Anwendungsfrequenz (Booster-Effekt) u. Organschaeden (Hautalterationen) o. Grundleiden (allerg. Diathese). Die klin. Sympt. ist vielgestaltig u. vom ausloesenden Pharmakon relativ unabhaengig (z. B. anaphylaktischer Schock, Serumkrankheit u. a.). Der Verdacht auf eine allerg. Reaktion ist begruendet, wenn unmittelbar nach Applikation Juckreiz, Atemnot u. Herzklopfen auftreten. Parallergie. Abb. 1 u. 2.

Blutgerinnung
plasmat. Teil der Blutstillung, gehoert zum Schutzmechanismus des Organismus gegen den Verlust von Blut. Nach endogener (intravaskulaerer) o. exogener (extravaskulaerer) Ausloesung der B. wird ueber eine Kaskade versch. proteolyt. Enzyme (Gerinnungsfaktoren: Tab.) Prothrombin (II) in die Protease Thrombin umgewandelt. Diese bildet durch limitierte Proteolyse aus dem loesl. Faserprotein Fibrinogen unter Mitwirkung des Enzyms XIIIa vernetztes unloesl. Fibrin zur Abdichtung verletzter Gefaesse. Der komplexe Vorgang der B. wird durch spezif. Hemmstoffe, z. B. Antithrombine, u. Wechselwirkung mit proteolyt. Systemen (Protein C, Protein S, Thrombomodulin, Kallikrein-Kinin-System, Fibrinolyse) in Form eines labilen Gleichgewichts gesteuert. Erworbene u. genet. bedingte Stoerungen der B. sind Anlass der Koagulopathien. Tab. Abb.

Bronchialkarzinom
Synonyme: Lungenkrebs Bronchialkrebs

Bulimia nervosa
zu den Essstoerungen gehoeriges psychosomat. Krankheitsbild, das durch Essanfaelle u. anschliessende Kontrollmassnahmen (selbstinduziertes Erbrechen, Laxanzien o. Diuretika, strenge Diaeten, Fastenkuren o. uebermaessige koerperl. Betaetigung) gekennzeichnet ist. Im Ggs. zur Anorexia nervosa besteht meistens Normgewicht. Ausloesend: Episoden der Einsamkeit, Verstimmung o. seel. Spannung. Organ. Folgeschaeden: Elektrolytstoerungen, Zahnschaeden, sek. Amenorrhoe. Ther.: Neben einem psychoanalyt. orientierten Vorgehen werden verhaltenstherapeut. Ansaetze zur Modifikation des Essverhaltens u. system.-familientherapeut. Verfahren eingesetzt. Anorexia nervosa.

Chirurgie
(Chirurgie, plastische ) Synonyme: wiederherstellende Chirurgie

Chromosomen
Traeger der genet. Information, die waehrend der Mitose als fadenfoermige Strukturen in Erscheinung treten. Morphol. u. Anzahl der C. sind artspezif. Mit Ausnahme der reifen Geschlechtszellen enthaelt jede Zelle zwei Chromosomensaetze (diploide Zellen). Reife Geschlechtszellen besitzen einen Chromosomensatz (haploide Zellen). Meiose. Jedes C. besteht aus zwei Armen, die durch das Zentromer (Kinetochor) verbunden sind. Der unpaare Mittelabschnitt der C. wird auch als heterochromat. Segment bezeichnet. Die durch das Zentromer getrennten zwei Chromosomenarme sind gleichlang (mediozentr. C.), nahezu gleichlang (submediozentr. C.) o. unterschiedl. lang (subakrozentr. C.), wobei der kuerzere Arm teilweise nur einen kaum erkennbaren Anteil darstellt (akrozentr. C.). Homologe C.: die bei Diploidie paarig vorhandenen Chromosomen. Abb. 1 u. 2.

Computertomographie
Synonyme: CT CAT

Depression
ueber einen laengeren Zeitraum krankhaft gedrueckte Stimmung mit Freud- u. Interessenlosigkeit, Genussunfaehigkeit, Gruebelneigung, innerer Unruhe o. psychomotor. Verarmung, Antriebsminderung. Insbes. bei manisch-depressiven Erkrankungen, aber auch anderen psych. Leiden sowie hirnorgan. u. anderen koerperl. Erkrankungen. Die klass. Psychopathologie unterscheidet endogene versus reaktive (depressive Reaktion) u. neurotische Depressionen. Endogene Depressionen sind insbes. durch ein †Š¾Gefuehl der Gefuehlslosigkeit†Š“ u. einen †Š¾depressiven Wahn†Š“ (Schuld-, Versuendigungs- u. hypochondr. Wahn) charakterisiert. Diese Unterscheidung wurde im ICD-10 u. DSM IV aufgegeben. Demnach fuehrt allein die Schwere der Sympt. zur Diagn. einer †Š¾depressiven Episode†Š“ (major depression). Ther.: Wichtig ist die genaue Beachtung u. Abklaerung der bei Depressionen stets erhoehten Suizidgefahr. Einstellung auf Antidepressiva, bei wahnhafter Depression ggf. Kombination mit Neuroleptika. Begleitende psychotherapeut. Massnahmen.

Diabetes mellitus
Synonyme: D. m. Zuckerkrankheit Zuckerharnruhr

Durchblutungsstoerungen
(Durchblutungsstoerungen, akute arterielle ) durch arterielle Thrombose o. Embolie ausgeloester ploetzl. Gefaessverschluss mit den klin. Zeichen der inkompletten, relativen Ischaemie o. kompletten, absoluten Ischaemie. Prinzipiell an jeder Stelle moegl., aber kein haeufiges Ereignis (1,4††œ1,6 pro 10 000 der Bevoelkerung u. Jahr stationaere Morbiditaet, Thrombose u. Embolie epidemiol. nicht differenzierbar). Die Haeufigkeitsverteilung zeigt die Abb. Klin. akuter, peitschenartiger Initialschmerz, spaeter ischaem. Dauerschmerz, dazu die anderen Zeichen der Ischaemie. Bei Thrombosen fehlt haeufig der ploetzl. Initialschmerz. Notwendige Massnahmen: kardiovaskulaerer Notfall mit sofortiger Embolektomie bzw. Thrombektomie o. Fibrinolysebehandlung. Proph. durch Antikoagulanzienlangzeittherapie u. sorgfaeltige Behandlung von Herzerkrankungen. Abb.

Ekzem
Synonyme: Ekzema

Enzyme
Synonyme: Fermente Biokatalysatoren

Erythrozyten
rote Blutkoerperchen, Megalozyten. Die End- u. Funktionsform der Erythrozytopoese, die bei den Saeugetieren durch Entkernung des Erythroblasten entsteht, bei den uebrigen Vertebraten kernhaltig bleibt. Beim Menschen ist der reife Erythrozyt ein rundes Scheibchen mit beidseitiger (bikonkaver) zentraler Eindellung mit einer mittleren Dicke von 2,0††œ2,2 ?m, einem mittleren Durchmesser von 7,0††œ7,5 ?m u. einem mittleren Volumen von 80††œ90 ?m3. Der fluessige Inhalt ist von einer Membran umgeben. Bei Zerstoerung des E. ergeben sich das Erythrozytenstroma, das aus Membran- u. Innenstrukturen, insbes. Geruesteiweissen sowie Phosphatiden u. Mukopolysacchariden besteht u. eine zweite Fraktion, die Haemoglobin sowie Enzyme der Glykolyse, des oxidativen Pentosewegs u. a. enthaelt. Der Stoffwechsel des reifen E. erfolgt durch anaerobe Energielieferung mit Glukose als Substrat, womit die Struktur des E. aufrechterhalten, das Haemoglobin im Funktionszustand erhalten, die spezif. Zusammensetzung der organ. Bestandteile u. die Konzentrationsunterschiede der Kationen zwischen Plasma u. E. gewaehrleistet werden. Im peripheren Blut befinden sich 309 ·Â 109 Erythrozyten/kg Koerpermasse. Die Lebensdauer von E. betraegt 100††œ120 Tage. Tab.

fFurunkel
schmerzhafte, in die Tiefe greifende Entzuendung eines Haarfollikels u. der Umgebung. Nach einigen Tagen bildet u. entleert sich eine zentrale Nekrose bei reichl. Eiterung. Abheilung mit Narbenbildung. Ursache: Staphylokokken. Hilfsursachen: reibende Kleidung u. Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes mellitus. Mehrere dicht nebeneinander stehende F., deren Nekrosen zusammenfliessen, nennt man Karbunkel. Abb.

Fieber
Synonyme: Febris

Fruktoseintoleranz
durch genet. bedingten Mangel an Fruktose-1-phosphataldolase der Leber erzeugte Fruktoseunvertraeglichkeit. Es kommt durch den Stoffwechselblock zur Anhaeufung von Fruktose-1-Phosphat, das kompetitiv Fruktose-1,6-diphosphatase u. Fruktose-1,6-Diphosphataldolase hemmt. Dadurch kommt es zur Blockierung der Glukosebildung in der Leber mit fruktoseinduzierter Hypoglykaemie o. hypoglykaem. Schock u. Fruktosaemie. Die Fruktosurie gehoert zu den Melliturien. Klin. Sympt. sind Blaesse, Tremor, Schweissausbruch, Akrozyanose, Erbrechen; Leber-, Nieren- u. Nervenzellschaedigung als Folge der hypoglykaem. Zustaende; Spaetfolge: maessige Intelligenzdefekte.

Gallensteine
Synonyme: Cholelithen

Gonorrhoe
Synonyme: Go. Tripper

Grippe
Synonyme: Influenza Virusgrippe

Herpes simplex
Infektion durch das Herpes-simplex-Virus; je nach Infektionscharakteristik der Herpesvirus-Typen 1 (oraler Typ) u. 2 (genitaler Typ) entweder symptomlos o. mit versch. Sympt. fieberhaft verlaufende Erkrankung (Gingivostomatitis, Keratokonjunktivitis, Vulvovaginitis; Ekzema herpeticum). Meistens im Bereich der Lippen (Herpes labialis) o. Genitalbereich (Herpes genitalis) lokalisiert. Kann aber auch an allen anderen Koerperstellen vorkommen. Der H. s. neigt zu haeufigen Rezidiven an derselben Stelle, da das Virus im erscheinungsfreien Intervall inaktiv in den Ganglien der entsprechenden Koerperregion liegen bleibt. Als ausloesende Ursachen kommen fieberhafte Krankheiten, Sonnenbestrahlungen, Menstruation o. auch psych. Einwirkungen in Frage. Die Erscheinungen beginnen in Form einer Roetung, auf der sich bald Blaeschen unter Jucken u. Brennen zeigen. Abheilung ohne Hinterlassung von Residuen. Bestandsdauer etwa 3 Wochen. Schwerer Verlauf bei Immunsuppression mit Herpes-simplex-Sepsis der Kinder u. Erwachsenen. Erreger: HSV-1 o. HSV-2. Primaer- u. Rezidiverkrankungen bei immunsupprimierenden Grundkrankheiten: AIDS, Leukaemien, Lymphome, Malignome, Organtransplantationen, Knochenmarktransplantationen. Klin. Bild: Nach Viraemie Herpeslaesionen an Leber (regelmaessig) u. anderen Organen. Hohe Letalitaet. Ther. mit Antimetaboliten der Virus-DNA-Synthese (Nukleosidanaloga): Iod-Desoxyuridin (Idoxuridin), Arabinofuranosyladenin (Vidarabin), Acycloguanosin (Aciclovir). ƞusserl. Anwendung, bei generalisierten Infektionen system. Abb.

Herzinsuffizienz
Synonyme: Herzmuskelinsuffizienz

Hirsutismus
Haarwuchs von maennl. Typus bei Frauen. Kann zusammen mit anderen Zeichen von Vermaennlichung (Virilismus) auftreten; in ausgepraegten Faellen bei Nebennierenhyperplasie, Late onset, AGS; Nebennierenrinden- u. Ovarialtumoren sowie bei polyzyst. Ovarien (PCO); in leichtem Grad zuweilen waehrend der Menopause durch ovarielle Hiluszellenhyperplasie, in ausgepraegten Faellen bei Nebennierenrindenhyperplasie u. Nebennierenrinden- sowie Ovarialtumoren. Abb.

Immunsystem
aus versch. Organen, Geweben bzw. zirkulierenden Zellen bestehende Funktionseinheit zur Abwehr von fremden u. alterierten koerpereigenen Antigenen sowie zur Aufrechterhaltung der Duldung koerpereigener Antigenstrukturen mit Einteilung in prim. u. sek. lymphoide Organe. Prim. lymphoide Organe: Knochenmark, Thymus, bei Voegeln Bursa Fabricii, bei Saeugern wird ein Analogorgan postuliert (evtl. Knochenmark). Wesentl. Zelltyp zur Realisierung der Funktionen des I. ist der Lymphozyt (unterteilt in B- u. T-Zellreihe sowie moeglicherweise eine dritte Population: †Š¾natuerliche Killerzellen†Š“ [NK-Zellen] u. Nullzellen). Entwicklung der Lymphozyten beginnt aus der Knochenmarkstammzelle, Differenzierung der T-Zellreihe unter Einfluss des Thymus, Entwicklung der B-Zellreihe unter Einfluss des postulierten Analogorgans, Funktionsablauf Immunabwehr. Verteilung der Zellen in den sek. lymphoiden Organen (Lymphknoten, Milz, lymphat. Subepithel) sowie zirkulierend in Lymphe u. Blut. Funktionen des I. werden genet. gesteuert, Majorhistokompatibilitaetskomplex, u. hormonell beeinflusst, z. B. durch Thymosin. Vom I. i. e. S. (als antigenspezif. Geschehen) wird unter phylogenet. Aspekt erst mit dem Entstehen der Wirbeltiere gesprochen (Produktion von Immunglobulinen als Antwort auf einen Antigenreiz). In den Gesamtprozess sind zahlreiche unspezif. Teilschritte, z. B. Komplementzytolyse, Phagozytose, eingeschlossen. MALT.

Influenzaviren
Synonyme: Grippevirus

Inkontinenz
Stoerung der Schliessmuskelfunktion der Blase (Incontinentia urinae o. vesicae) o. des Darms (I. alvi) u. dadurch bedingter unfreiwilliger Harn- o. Stuhlabgang. Ursaechl. kommen mechan. Faktoren im Organbereich, Stoerungen der peripheren Innervation o. Laesionen der entsprechenden spinalen Zentren in Frage. Zu unterscheiden sind: aktive o. intermittierende I. vesicae (Harnentleerung reflektor. bei best. Fuellungsgrad der Harnblase im Strahl infolge Enthemmung der Blasenautomatik), passive o. permanente I. (staendiges tropfenweises Abfliessen bei fast leerer Blase infolge Laehmung des Schliessmuskels) in Abhaengigkeit davon, ob die Schaedigung ober- o. unterhalb des Centrums vesicospinale im Sakralmark zu lokalisieren ist. Als weitere Moeglichkeit ist die Ischuria paradoxa (Harntraeufeln bei Erreichen eines best. Fuellungsgrades der Blase) zu nennen.

Jejunum
Synonyme: Intestinum jejunum Leerdarm

Jendrassik-Handgriff
in der neurol. Untersuchungstechnik angewandte Methode, um die Ausloesung der Patellar- u. Achillessehnenreflexe zu ermoeglichen. Der Pat. wird aufgefordert, die Finger beider Haende ineinanderzuhaken u. kraeftig zu ziehen. Dies bewirkt eine Aktivierung der spinalen Alphamotoneurone ueber eine Aktivierung des Gamma-Systems u. der Muskelspindeln. Ausserdem wird der bei vielen Pat. die Untersuchung behindernden Verspannung der Muskulatur durch die Konzentration des Pat. auf die Ausfuehrung des J. entgegengewirkt. Eigenreflex.

Jugendalter
umfasst die zwischen der Kindheit u. dem Erwachsenenalter liegende Zeitspanne. Aufgrund dieser Zwischenstellung, der intensiveren Begegnung u. krit. Auseinandersetzung mit der Gesellschaft u. Kultur u. der Entdeckung der eigenen Individualitaet sind psychol. Besonderheiten gegeben: 1. Entwicklung der Selbstfindung u. des Selbstwerterlebens (Betonung der aeusseren Erscheinung, Selbstreflexion, Ichbezogenheit, ʓberbewertung der eigenen Person, labiles Selbstwertgefuehl u. damit verbunden z. T. erhoehtes Geltungsstreben u. Imponiergehabe als Kompensation, Suche nach Vorbildern bzw. Identifikationsmoeglichkeiten, oft in Gruppen bzw. Subkulturen Jugendlicher, Faehigkeit zur Selbsterziehung). 2. Veraenderung der geistigen Einstellungen (Zukunftsbezogenheit, Beruf, Partner, Lebensplanung; Interesse an weltanschaul., gesellschaftl. Problemen; Entwicklung der Abstraktionsfaehigkeit). 3. Abloesung von der Fam. (Streben nach Selbstaendigkeit; insbes. in Fragen der Kleidung, Frisur u. Freizeitgestaltung, Generationskonflikt, Entwicklung sexueller Beziehungen). 4. Volle Normenverinnerlichung u. Aufbau eines Wertesystems (Verinnerlichung sozialer Verhaltensweisen, der Normen des Leistungsverhaltens u. der gesellschaftl. Normen; Aufbau eines Wertesystems in ideolog. u. weltanschaul. Sicht, Entwicklung der Steuerungsfaehigkeit, der Folgenkritik). Diese psychol. Besonderheiten sind in starkem Masse gesellschaftsabhaengig u. nicht kausal biol. bedingt. Ihre Kenntnis ist bes. in der Paedagogik u. im forens. Bereich (Beurteilung der Schuldfaehigkeit) wichtig.

Karies
Synonyme: Caries Knochenfrass

Konjunktivitis
Synonyme: Bindehautentzuendung

Koronarchirurgie
Spezialgebiet der Kardiochirurgie, umfasst alle operativen Massnahmen, die der Verbesserung der direkten Myokardrevaskularisation dienen. K. bedeutet Bypass-Chirurgie. Seit der klin. Einfuehrung des aortokoronaren Venenbypass durch Favaloro im Jahre 1967 hat sich die K. zu einer bewaehrten Behandlungsmethode der ischaem. Herzkrankheit entwickelt. Die Bypass-Operation ist der haeufigste herzchirurg. Eingriff. Die Domaene der K. ist die therapierefraktaere Angina pectoris. Voraussetzung fuer die K. ist die Koronarangiograhie. Es muss eine hochgradige Stenose (75 %) bzw. ein Gefaessverschluss distal, ein anschlussfaehiges Koronargefaess (> 1 mm) sowie ein noch funktionsfaehiger Herzmuskel vorliegen. Die komplette Revaskularisation des Myokards ist anzustreben. Das Verfahren der Wahl ist der mammarokoronare Bypass. Die Spaetergebnisse bei Anwendung der A. thoracica interna am R. interventricularis anterior sind denen nach Venenbypass ueberlegen. Fuer den aortokoronaren Venenbypass dient i. d. R. die V. saphena magna als Transplantat. Nach 10 bis 11 Jahren findet man in etwa 50 % eine bedeutsame Sklerose im Venentransplantat. Die Haeufigkeit der Reoperationen nimmt daher zu. Neben der Venenbypass-Sklerose erfordert die progrediente Koronararsklerose eine erneute Operation. Vorwiegend werden der R. interventricularis anterior, die re. Koronararterie, Diagonalaeste u. hintere Ventrikelaeste der li. Koronararterie anastomosiert. Obwohl es sich um ein palliatives Operationsverfahren handelt, stellt die K. den wesentlichsten Fortschritt in der Ther. der Angina pectoris dar. Es ist gesichert, dass durch die K. bei Stammstenosen der Koronararterien bzw. bei mehrortiger Koronararteriosklerose ein lebensverlaengernder Effekt ...

Leberzirrhose
Synonyme: Cirrhosis hepatis

Leukaemie
Synonyme: †Š¾Weissbluetigkeit†Š“

Lichtdermatosen
Hautkrankheiten, deren Entstehung u. Verlauf massgebl. durch Sonnenlicht beeinflusst wird. Die Lichtempfindlichkeit der Haut kann durch Verminderung natuerl. strahlenabsorbierender Hautinhaltsstoffe, durch endogen o. exogen zugefuehrte Sensibilisatoren, die phototox. o. photoallerg. Reaktionen ermoeglichen u. durch defektive DNA-Reparatur gestoert sein. Unter dem Begriff L. werden aetiopathogenet. unterschiedl. Krankheiten zusammengefasst z. B.: Dermatitis durch zu intensive Bestrahlung mit Sonnenlicht (Sonnenbrand), phototox. Reaktionen durch photodynam. wirksame Substanzen u. Lichteinwirkung (Berloque-Dermatitis), photoallerg. Reaktion, wenn Substanzen erst durch Lichteinwirkung allergen werden, Porphyrie, Xeroderma pigmentosum. Abb.

Masern
Synonyme: Morbilli

Migraene
anfallsweise auftretende Kopfschmerzen bei meist bestehender fam. Belastung. Kopfschmerzattacken bevorzugt morgens nach dem Erwachen einsetzend, ueber Stunden bis zu wenigen Tagen anhaltend, oft auf eine Kopfhaelfte begrenzt (Hemikranie), bei Frauen haeufiger als bei Maennern. In einem Teil der Faelle Bindung an den Menstruationszyklus, auch von Umwelteinfluessen abhaengig, typ. Manifestationsalter zwischen Pubertaet u. 30. Lj., sehr haeufig Begleiterscheinungen wie ʓbelkeit, Brechreiz, Erbrechen, Lichtscheu.

Mumps
Synonyme: Parotitis epidemica Ziegenpeter

Narkose
Synonyme: Allgemeinanaesthesie

Neurodermitis
endogenes Ekzem, atop. Ekzem, atop. Dermatitis, konstitutionelles Ekzem u. viele weitere Bez. Gehoert ebenso wie Heuschnupfen u. Asthma bronchiale zum atop. Formenkreis auf genet. Basis. Gewoehnl. in der Saeuglingszeit beginnend im Gesicht u. am behaarten Kopf, spaeter in den grossen Gelenkbeugen als Ekzema flexurarum. Klin. besteht eine deutl. Hautentzuendung mit zahlreichen Kratzeffekten, da der Juckreiz ein kardinales u. ausserordentl. quaelendes Sympt. ist. Spaeter Verdickung der Haut (Lichenifikation, Lichen). Neben der mehr lokalisierten Form gibt es auch disseminierte Erscheinungen (N. disseminata). Ther. richtet sich v. a. gegen den Juckreiz, wozu meist kortikoidhaltige Externa notwendig sind. Die Progn. ist unterschiedl., Abheilung im Schulalter, im fruehen Erwachsenenalter o. gar nicht. Komplikationen durch bakterielle Infektion (Impetigo), Virusbesiedlung (Ekzema herpeticatum) o. weitere atop. Krankheiten. Abb.

Niere
Synonyme: Ren

Obstipation
Constipatio, Obstructio alvi, Verstopfung, erschwerte Kotentleerung; uebermaessig lange Passagezeiten u. seltene Abgabe von nur kleinen Stuhlmengen mit dem Gefuehl der unvollstaendigen Entleerung. Entspr. der Pathogenese sind hauptsaechl. zu unterscheiden die rektale u. die spast. O. sowie nach Verlauf die akute u. chron. O. Bei der rektalen O. liegt eine nervoes-reflektor. Entleerungsstoerung i. S. der Dyschezie vor. Bei der anderen Form ist die Foerderperistaltik bei erhoehtem Dauertonus bes. im Colon sigmoideum herabgesetzt. Als Ursachen kommen in Frage: 1. Obstruktionen (entzuendl. bedingt, tumoroes, durch Nachbarschaftsprozesse); 2. Stoerungen der Motilitaet (Kaliummangel, Blei, Thallium, bei Nierenkolik, Peritonealreibung, spast. O., durch Medikamente [Kalzium, Cholestyramin, Codein, Aluminiumhydroxid, Sedativa, Ganglienblocker]); 3. Missverhaeltnis zwischen Darmvolumen u. Darminhalt (schlackenarme Kost, ungenuegende Fluessigkeitszufuhr, Dolicho- bzw. Megakolon); 4. Hemmung des Defaekationsdranges (psychogen, Reisen). O. mit kurzer Dauer o. Verschlimmerung ist verdaechtig fuer eine organ. Ursache.

oedem
Synonyme: Oedema

Osteoporose
system. Skeletterkrankung, die durch niedrige Knochenmasse u. eine Verschlechterung der Mikroarchitektur des Knochengewebes mit daraus folgender Zunahme der Knochenbruechigkeit u. erhoehtem Frakturrisiko gekennzeichnet ist. Pathol.-anat. ein vermindertes Knochenvolumen (o. eine neg. Knochenbilanz) als Folge eines gestoerten Verhaeltnisses von Knochenan- u. -abbaurate (Knochenumsatz) gegenueber der alters- u. geschlechtsentsprechenden Norm. Bes. pathogenet. bestimmte Manifestationsformen: Low-turnover-Osteoporose: vermindertes Knochenvolumen durch herabgesetzten Knochenumsatz; meist reduzierte Knochenanbaurate u. normale bis verminderte Knochenabbaurate: haeufigste Form bei prim. O. High-turnover-Osteoporose: vermindertes Knochenvolumen durch erhoehten Knochenumsatz; meist normale bis erhoehte Knochenanbaurate u. gesteigerte Knochenabbaurate; haeufigste Form bei sek. O. Differenzierung in prim. u. sek. O. u. Abgrenzung der oben definierten system. von lokalisierten Formen. O. bei Cushing-Krankheit u. bei Kortisonismus: Osteoporose, kortikoidinduzierte. Osteoporosis circumscripta cranii: roentg. scharf begrenzte Aufhellung am Schaedeldach, unspezif. Vorkommen als Fruehform der Paget-Krankheit der Knochen, bei Hyperparathyreoidismus u. Hirntumor. Osteoporosis congenita: Osteogenesis imperfecta congenita. Fetale O.: obsolete Bez. fuer Osteogenesis imperfecta letalis. Idiopathische Osteoporose: O. ohne erkennbare Æžtiol. (juvenile O.). Postmenopausale o. praesenile O.: Involutionsosteoporose, Osteoporoseform, die bei Frauen im 5. Lebensjahrzehnt, aber auch bei Maennern auftritt. Der Knochengewebeschwund betrifft hauptsaechl. das Stammskelett. Im Ggs. zur senilen Osteoporose schmerzhaft u. ohne Ther. rasch fortschreitend, fueh...

Pneumothorax
Ansammlung von Luft im Pleuraraum. Durch Aufhebung des physiol. Unterdrucks kollabiert die Lunge teilweise o. vollstaendig. Luft kann von aussen durch die Brustwand (perforierende Verletzung) o. von der Lunge her (Lungen- o. Bronchusverletzung) in den Pleuraspalt gelangen. Kommt die oeffnung, die den Lufteintritt ermoeglicht, zum Verschluss, so liegt ein geschlossener P. vor; bleibt sie offen, so handelt es sich um einen offenen P. (Abb. 1). Wirkt die oeffnung als Ventil, so entwickelt sich ein Spannungs- o. Ventilpneumothorax. Nach der Genese sind zu unterscheiden der traumat. P., der artifizielle P. nach diagn. o. ther. Massnahmen, der symptomat. P. als Komplikation pulmonaler Prozesse u. der idiopath. Spontanpneumothorax. Wegen unterschiedl. Rueckwirkungen auf die Thoraxorgane ist bes. die Unterscheidung in geschlossenen u. offenen P. wichtig. Geschlossener P.: durch partiellen o. totalen Kollaps der Lunge Einschraenkung der Atemleistung; Punktionsbehandlung o. bei innerer Fistel Dauersaugdrainage. Nach aussen offener P.: durch Lungenkollaps, Pendelatmung u. schwere Stoerung der Ventilation sowie durch Mediastinalflattern Behinderung des Blutrueckstroms zum Herzen, dadurch akute Lebensgefahr. Unverzuegl. Umwandlung in einen geschlossenen P. erforderl. (luftdichter Verband der Thoraxwand). Unter stationaeren Bedingungen operativer Verschluss der Brustwandbresche u. Pleuradrainage. Nach innen offener P.: infolge Ventilmechanismus in der Lunge o. Bronchusverletzung nicht selten zunehmende Druckerhoehung im Pleuraraum (Ventil- o. Spannungspneumothorax, Abb. 2). Durch zunehmende Verdraengung des Mediastinums nach der gesunden Seite schwere Beeintraechtigung der Ventilation u. des Blutrueckflusses zum Herzen. Unverzuegl. Dr...

Prostata
Vorsteherdruese. Anat. etwa walnussgrosses unpaares Organ unterhalb der Harnblase, das den Anfangsteil der maennl. Harnroehre umgibt; von derber Konsistenz, da reich an glatter Muskulatur. Sie besteht aus etwa 30 Einzeldruesen, die ihr Sekret bei der Ejakulation in die Harnroehre abgeben u. dem Samen beimischen. Histol. tubuloalveolaere Druese. Die Ausfuehrungsgaenge ††œ 2 grosse (Ductus prostaticus) u. ca. 15 kleine (Ductulus prostaticus) ††œ muenden auf dem im Inneren der P. gelegenen Colliculus seminalis neben den beiden Ductus ejaculatorii in den Prostatateil der Harnroehre. Die Alveoli haben ein unregelmaessig begrenztes Lumen durch Schleimhautfalten u. wechselnde Epithelhoehe. Die Druesenepithelien wechseln je nach Funktion zwischen einschichtigem Plattenepithel u. mehrreihigem hochprismat. Epithel. Im Lumen der Druesen finden sich eingedickte konzentr. geschichtete Sekretmassen (Concretio prostatica). Das Bindegewebe (Stroma myoelasticum) enthaelt viele glatte Muskelzellen, ebenso die Organkapsel (Capsula prostatica). Das schwach alkal. Prostatasekret ist Voraussetzung fuer die Beweglichkeit der Spermien u. neutralisiert das saure Vaginalsekret. Prostataanomalien: komplettes Fehlen (Agenesie), scheint selten angeboren zu sein (evtl. Atrophie). Partielles Fehlen bei einseitigem Fehlen des Ductus deferens beobachtet. Abb.

Psychopharmaka
zur Ther. seel. Stoerungen eingesetzte Arzneimittel, die auf Gehirnfunktionen einwirken u. daher zu Veraenderungen seel. Funktionen wie Erleben, Befinden u. Verhalten fuehren (psychotroper Effekt). Bez. wird bereits seit dem ausgehenden Mittelalter gebraucht, erlangte seine heutige Bedeutung jedoch erst mit der Entdeckung wirksamer Substanzen in den Fuenfzigerjahren. P. wirken auf die Erregunsuebertragung von Nervenzellen, d. h. ihr Angriffspunkt ist die Synapse. Unterschiede bestehen in biochem. bzw. physiol. Hinsicht durch Wirkungen auf versch. Ê“bertragungssysteme, bei denen die Ê“bertraegerstoffe (Neurotransmitter) Dopamin, Serotonin, Noradrenalin, Histamin u. Gamma-Amino-Buttersaeure (GABA) eine bedeutende Rolle haben. Nach ihren Hauptwirkungen auf psychiatr. Syndrome lassen sich folgende Gruppen unterscheiden: 1. Neuroleptika werden bei akuten u. chron. Psychosen, bei Erregungszustaenden sowie zur Rezidivprophylaxe schizophrener Psychosen eingesetzt. Ihre Hauptwirkung besteht in der Unterdrueckung produktivpsychot. Sympt. wie Halluzinationen, Wahn, formale Denkstoerungen u. Ich-Stoerungen. Ihre zentral daempfende Wirkung (z. B. Muedigkeit) ist je nach Substanz unterschiedl. stark ausgepraegt u. kann erwuenscht (bei Erregungszustaenden) o. unerwuenscht (z. B. in der Langzeitprophylaxe) sein. 2. Antidepressiva werden bei depressiven Syndromen versch. Ursache eingesetzt; sie hellen die Stimmung auf, steigern den Antrieb u. vermindern Æžngste u. depressive Hemmung. Die heute uebl. Substanzen wirken erst nach der Einnahme ueber 1††œ2 Wochen u. nur in ca. 70 % der Faelle. 3. Mittel zur Phasenprophylaxe affektiver Psychosen. Lithiumsalze u. einige sonst bei Epilepsie gegebene Arzneimittel (Antikonvulsiva) besitzen ein...

Quarantaene
auf die Inkubationszeit befristete strenge Isolierung von Personen, Gebieten o. Gegenstaenden zur Abwehr quarantaenepflichtiger Weltseuchen. Einfuehrung 1374 in der Republik Venedig fuer Reisende aus Pestgebieten als dreissigtaegige Absonderung. Erste Einrichtung einer Station mit vierzigtaegiger Absonderung (Quarante jours) 1383 in Marseille. Prinzipien der Q. waren bei Griechen u. Roemern bekannt. Die internationalen Gesundheitsvorschriften regeln u. a. die Isolierungsfristen fuer quarantaenepflichtige Seuchen (Infektionskrankheiten). Entspr. der Inkubationszeit betraegt die Dauer der Q. bei Pest 6, bei Virusbedingten haemorrhag. Fieber (Lassa-, Marburg-, Ebola-Fieber) 21, bei Fleckfieber u. Rueckfallfieber 14 Tage. Fuer Personen in Q. ist jeder Kontakt nach aussen unterbunden. Q. im veterinaer-med. Sinne ist die Isolierung von Tieren als gesonderte Einstallung zum Ausschluss von Infektionskrankheiten.

Quecksilber
Synonyme: Hydragyrum

Querschnittslaehmung
Synonyme: Querschnittssyndrom

Rachitis
Synonyme: Engl. Krankheit Vitamin-D-Mangel-Rachitis

Retina
Synonyme: Netzhaut

Roeteln
Synonyme: Rubeola Rubeolen

Sklerose
(Sklerose, multiple ) Synonyme: MS

Spondylosis deformans
Synonyme: Spondylose

Testosteron
wichtigstes maennl. Sexualhormon (Androgene). T. wird in den Leydig-Zellen aus Cholesterin gebildet u. ist im Verlauf der Entwicklung fuer die Ausbildung der maennl. Geschlechtsorgane verantwortl. Nach der Pubertaet ist T. erforderl. fuer die Spermatogenese u. fuer die Aufrechterhaltung der Funktion von Prostata u. Samenblasen sowie fuer Wachstum u. Erhaltung der sek. maennl. Geschlechtsmerkmale. T. wird zu 17-Ketosteroiden abgebaut u. als Sulfatester im Urin ausgeschieden; unveraendertes T. erscheint als Glukuronid im Harn. T. foerdert: Genitalentwicklung, Laengenwachstum u. Skelettreife u. damit Auspraegung des maennl. Habitus, Muskelmasse durch anabole Wirkung, Larynxwachstum u. die Ausbildung der sek. Geschlechtsmerkmale, d. h. bis zum Nabel reichende Pubesbehaarung, Bartwuchs, beim vollreifen Manne Stirn- u. Kopfglatze. Erhoehung von T. bei der Frau fuehrt zum Hirsutismus u. zum Virilismus. Abb.

Trauer
durch ein betruebl. Ereignis, insbes. durch den Verlust nahestehender Menschen o. die Erinnerung an solche Verluste hervorgerufene Stimmung. Wie der Prozess des Sterbens wird auch T. als ein Prozess angesehen, der in folgenden Phasen ablaeuft: 1. Schock, 2. Kontrolle, 3. Regression, 4. Adaptation. Eine traurige Verstimmtheit kann Zeichen einer Depression sein, jedoch ist T. an sich kein krankhafter Vorgang. Die T. von Personen, deren Angehoerige vermisst sind, zeichnet sich durch das Schwanken zwischen Hoffnung u. der zunehmenden Befuerchtung des endgueltigen Verlusts aus, das eine quaelende Spannung u. staendige innere Beschaeftigung aufrechterhaelt, die einen abschliessenden Trauerprozess verhindert. Aufgabe der Med. u. Psychol. ist es, den Prozess des Trauerns als einen Prozess der Verarbeitung von Schicksalsschlaegen zu foerdern.

Uebertragung
(Uebertragung, aerogene ) Uebertragung von Infektionserregern mit der Luft als Faktor der Erregeruebertragung. Vorkommen der Erreger voruebergehend o. staendig in o. auf den Epithelien der Atemwege. Ausscheidung vorwiegend durch Exspirationstroepfchen. Durch rasche Verdunstung verlieren kleine Exspirationstroepfchen ihre Fallgeschwindigkeit u. entwickeln sich zu eingedickten Troepfchen o. Residualkernen. Grosse Exspirationstroepfchen gelangen ohne wesentl. Verdunstung schnell auf den Boden u. entwickeln sich zu staubaehnl. Residualkernen mit einer Schutzhuelle fuer die Erreger. Aufwirbelung des Staubs durch Luftbewegung mit Entstehung sek. Aerosole. Residualkerne in Luftstroemungen werden ueber weite Strecken getragen. Geringste Luftstroemungen verhindern das Absetzen. Abhaengig von Erregerart u. -resistenz werden 3 Erregertypen der a. ʓ. unterschieden: Typ 1: labile monophage Erreger; a. ʓ. ueber Troepfchen u. prim. Aerosole (Keuchhustenbakterien, Grippevirus Typ B, Varizellenvirus). Typ II: resistentere monophage Erreger; a. ʓ. ueber Troepfchen, Residualkerne u. in geringem Masse durch Staub (Grippevirus Typ A), ferner durch mit Troepfchen kontaminierte Spielsachen, Lebensmittel u. a. (Meningokokken, Diphtheriebakterien, Scharlachstreptokokken). Typ III: monophage Erreger mit versch. Ausscheidungswegen (Speichel, Faekalien, Urin). Vorwiegend a. ʓ., daneben faekal-oral (Mumpsvirus, Roetelnvirus, Masernvirus; Adenoviren, Herpesvirus hominis).

Ultraschalldiagnostik
Synonyme: USD

Uterus
Gebaermutter: Anat. besteht aus dem Corpus uteri mit der Cavitas uteri, der Cervix uteri mit dem Zervikalkanal (Canalis cervicis) u. dem in die Scheide ragenden Teil der Zervix, Portio vaginalis uteri o. kurz Portio genannt (Abb. 1). Bei der geschlechtsreifen Frau ist der U. birnenfoermig. Die Laenge des Canalis cervicis betraegt 3 cm u. die der Cavitas uteri 4 cm. Histol. Schichten: 1. Tunica mucosa (Endometrium) mit einem einschichtigen prismat. Epithel. z. T. mit Kinozilien (Epitheliocyti ciliati, Epitheliocyti microvillosi) u. einem faserarmen Bindegewebe (Stroma endometrialis), welches die meist einfach tubuloesen Druesen (Glandulae uterinae) umgibt. Die Tunica mucosa des Canalis cervicis uteri besteht aus einem einschichtigen hochprismat. Epithel u. aus von Bindegewebe umgebenen, verzweigten, mukoesen Druesen (Glandulae cervicales). Die Portio vaginalis ist von einem mehrschichtigen, unverhornten Plattenepithel bedeckt. Das Endometrium zeigt in Abhaengigkeit vom ovariellen Zyklus period. Veraenderungen der Schleimhaut. Der i. d. R. 28taegige Zyklus umfasst folgende Phasen: 1.††œ4. Tag Desquamationsphase (Phasis menstrualis) mit beginnender Regeneration, 5.††œ14. Tag Proliferationsphase (Phasis follicularis, oestrogene Phase), 15.††œ28. Tag Sekretionsphase (Phasis lutealis, progesteronis). Die letzten Tage der Sekretionsphase sind durch mangelhafte Durchblutung des Endometriums gekennzeichnet, wodurch die Desquamationsphase vorbereitet wird (Phasis ischaemica). Die Ovulation findet zwischen Proliferations- u. Sekretionsphase etwa am 15. Tag des Zyklus statt. Die Endometriumschicht, die nach der Desquamation erhalten bleibt, wird als Stratum basale endometrii bezeichnet, im Ggs. zu der Schicht, die nach funktion...

Varizen
Krampfadern, Venenknoten. Fuer prim. V. sind hereditaere, kongenitale Bindegewebeschwaeche (reduzierter Kollagengehalt, Zunahme von Elastin, hoher Hexosamingehalt), mechan. Faktoren, hormonelle Dysregulationen charakterist. Ausloesende Ursachen koennen Abflusshindernisse (Graviditaet, Obstipation, Fettsucht, Tumoren u. a.), langes Stehen bei der Arbeit sein. Sek. V. entstehen als Folge von ? Phlebitiden bzw. Phlebothrombose. Nach Form u. Auspraegung unterscheidet man zwischen Besenreiservarizen (intrakutane V.), retikulaeren V. (kurzstreckige varikoese Veraenderungen grosser Venen) u. Stammvarikosis der V. saphena magna bzw. parva (Befall langer Strecken des Venenstamms). Schweregradstadien: I: geringgradige Varikosis (Besenreiservarizen, retikulaere V.) ohne wesentl. Beschwerden. II: Beginnende chron. Veneninsuffizienz unter Belastung bei ausgepraegter V. III: Chron. venoese Insuffizienz (mit bleibenden Hautveraenderungen) bei ausgepraegter Varikosis. IV: Schwere chron.-venoese Insuffizienz mit Gewebenekrosen/Hautdefekten. Behandlungsmassnahmen: Operation, Sklerosierung (Veroedung), Kompressionsbehandlung. Beseitigung von Risikofaktoren. Tab.

Viruserkrankung
nach Virusinfektion auftretende Erkrankung. Charakterist. Kennzeichen sind zweigipfliger Fieberverlauf zykl. Infektion mit postviraem. Organlokalisation u. eingipflige Fieberkurve der lokalen Virusinfektion, nichteitrige Entzuendungen, relative Lymphozytose u. Monozytose (keine Leukozytose), langanhaltende Immunitaet, selten Rezidive, gelegentl. chron. Erkrankung infolge persistierender Virusinfektion (Slow-Virus-Infektion), Embryopathien im ersten Trimenon. Chemotherapie, antivirale; Virostatika; Virusdiagnostik.

Virusschnupfen
Rhinitis acuta, Rhinopharyngitis acuta, Koryza, abakterielle Pharyngitis, Pharyngokonjunktivalfieber, Erkaeltungskrankheit; endem., waehrend der kalten Jahreszeit meist epidem., aerogen (durch Husten, Sprechen u. Niesen), seltener durch direkten Kontakt (Haendegeben, Taschentuchinfektion) uebertragbare, lokale Infektionskrankheiten. Erreger sind versch., nicht verwandte Virusgattungen mit z. T. zahlreichen Serotypen, z. B. Rhinoviren, Adenoviren, RS-Virus, Parainfluenzaviren, ECHO-Virus, Enteroviren. Die Inkubationszeit betraegt wenige Stunden bis Tage. Klin. gelegentl. leicht fieberhafter, akuter Verlauf, Nasenrachenkatarrh, auch Bindehautentzuendung. Gefahr der bakteriellen Sekundaerinfektion (Fokalinfektion). Atemwegsinfektion.

Vitamin C
Synonyme: Antiskorbutvitamin

Wehen
Synonyme: Labores uteri

Windpocken
Varicella, Varizellen, Schafblattern, Schafpocken, Spitzpocken, Wasserpocken; endem.-epidem., durch Troepfchen- u. Schmierinfektion uebertragbare, zykl. Infektionskrankheit, Erreger: Varicella-Zoster-Virus. Inkubationszeit 10†“21 Tage. Klin. leicht fieberhafter Verlauf, papulovesikuloes exanthemat. Erkrankung, die v. a. im Kindesalter auftritt (sog. Kinderkrankheit); Effloreszenzen verschiedenster Entwicklungsstadien stehen nebeneinander. Abheilung meist ohne Narbenbildung (bei fehlender bakterieller Sekundaerinfektion); i. a. lebenslange Immunitaet. Teilimmunitaet erklaert den lokal rezidivierenden Zoster. Gefahr der bakteriellen Sekundaerinfektion, der (seltenen) Varizellenmeningoenzephalitis u. (sehr selten) Varizellenembryopathie mit sog. fetalem Varizellensyndrom: Mikrozephalie, Mikrophthalmus, Chorioretinitis, Katarakt, Defekte u. Narben der Haut u. a. Passive Immunisierung mit Humanimmunglobulin bei Exposition u. Seronegativitaet in den ersten 3 u. letzten 2 Schwangerschaftsmonaten u. bei immungeschwaechten Pat. Windpockenimpfung. Diagnostik durch Virusnachweis (Virusdiagnostik) bzw. serol. Nachweis von Antikoerpern. Abb.

Wurzelkanalbehandlung
endodont. Therapieverfahren mit Entfernung des gesamten entzuendeten o. gangraenoesen Pulpagewebes. 1. Vital- u. Mortalexstirpation: Entfernung der gesamten entzuendl. veraenderten u. irreversibel geschaedigten Pulpa nach Schmerzausschaltung durch Lokalanaesthesie o. Nekrotisierung, Aufbereitung u. Erweiterung der Wurzelkanaele u. dichter Verschluss mit einem Wurzelfuellmaterial. Ind.: Pulpitis acuta radicularis, Pulpitis chronica clausa, Pulpitis chronica aperta ulcerosa. Eine ordnungsgemaesse Wurzelfuellung ist nur bei relativ geraden nicht obliterierten Wurzelkanaelen moegl., daher Einschraenkung der Ind. durch Alter u. Zahntyp. 2. Gangraenbehandlung: Entfernung der gangraenoesen, evtl. infizierten Massen, grosszuegige Erweiterung des Kanallumens (infiziertes Kanalwanddentin) u. Ausschachtung des Wurzelkanals bis zum anat. Foramen apicis dentis, wanddichte Versorgung mit einem Wurzelfuellmaterial. Methode auf einfache, grossraeumige u. weite Wurzelkanalverhaeltnisse beschraenkt. Zur Durchfuehrung der Wurzelbehandlung gibt es ein spezif. Instrumentarium, das teilweise maschinell betrieben wird. Therapiezwischenfaelle bei der Wurzelbehandlung: Perforation des Wurzeldentins zum Parodontium hin, Via falsa, fausse route, Instrumentenfraktur im Wurzelkanal. Folgeerscheinung der W. ist die Parodontitis apicalis chronica, die auf Indikationsueberschreitung, Verletzung der Sorgfaltspflicht u./o. individuelle Disposition zurueckzufuehren ist. Endodontie.

Xanthophylle
eine Gruppe der zu den Carotinoiden gehoerigen ungesaettigten, hydroxylhaltigen pflanzl. Verbindungen (Isoprenabkoemmlinge), die der Mensch alimentaer aufnimmt. Hierher gehoeren das gelbe, das Chlorophyll begleitende, im Eidotter enthaltene Blattxantophyll. Lutein (Dihydroxy-?-Carotin), der Maisfarbstoff Zeaxanthin (leitet sich vom Betacarotin ab) sowie das bei vielen Krustazeen vorkommende Astaxanthin (rote Farbe des gekochten Hummers).

Yersinia
Bakteriengattung der Fam. Enterobacteriaceae. Gramnegative, pleomorphe, ovoide, laengl., sporenlose Staebchen mit 7 Arten: Yersinia pestis, Yersinia pseudotuberculosis, Yersinia enterocolitica, Y. intermedica, Y. frederiksenii, Y. kristensenii (letztere 3 mit unklarer med. Bedeutung) u. Y. ruckeri (verursacht Fischkrankheiten).

Yersiniosen
durch Bakterien der Gattung Yersinia hervorgerufene Infektionskrankheiten. 1. Die ueber Vektoren, seltener aerogen verursachte quarantaene- u. hospitalisierungspflichtige Pest durch Yersinia pestis. 2. Die oral (Wasser, Nahrungsmittel) o. durch Kontakt mit Haustieren uebertragbaren enteralen Infektionen durch Yersinia pseudotuberculosis o. Yersinia enterocolitica. Die enteralen Y. sind erregerunspezif. u. uncharakterist.; die Y. durch Yersinia pseudotuberculosis haeufig mit pseudoappendizit., seltener enterit. Verlauf u. Septikaemien. Inkubationszeit 7†“10 Tage; die Y. durch Yersinia enterocolitica haeufig mit enteralem Verlauf, ggf. akut fieberhafter Enteritis mit Enterokolitis, Darmkoliken. Inkubationszeit 3†“20 Tage. Immun. Folgeerscheinungen 1†“3 Wochen nach enteraler Y. sind die reaktiven Arthritiden (Mono-, Oligo- u. Polyarthritis), Arthralgie, Erythema nodosum. Akute-Phase-Reaktion pos., Rheumafaktor neg. Arthritis tritt haeufig bei Pat. mit dem Histokompatibilitaetsantigen HLA-B 27 auf.

Yusho-Krankheit
zuerst 1968 in Japan beobachtete, durch polychlorierte Biphenyle bedingte Krankheit. Ursache war zum Kochen benutztes Reisoel, das infolge undichter Waermeaustauscher mit polychlorierten Biphenylen vergiftet war. Klin. finden sich allg. Schwaeche, Schwellungen der Augenlider u. insbes. dunkelbraune Verfaerbungen von Haut u. Fingernaegeln, Follikelbildungen u. akneartige Hautveraenderungen.

Zahn
Dens. Ein Z. besteht aus drei Hartsubstanzen: 1. Zahnbein: Dentin, Dentinum; bildet die Hauptmasse des Z. sowohl im Bereich der Zahnkrone (Corona dentis) als auch der Zahnwurzel (Radix dentis) u. umgibt die Zahnhoehle (Cavitas dentis) u. den Wurzelkanal (Canalis radicis dentis). Dentin besteht aus amorph mineralisierter Grundsubstanz u. den Dentinoblasten, die zeitlebens an der inneren Dentinoberflaeche liegen u. deren lange, verzweigte Fortsaetze (Processus dentinoblasti, Tomes-Fasern) zusammen mit Nervenfasern in den radiaer verlaufenden Dentinkanaelchen (Tubuli dentinales) gelegen sind. Das Grundgeruest bilden kollagene Fibrillen. Einlagerung von Hydroxylapatit bedingt die im Vergleich zum Knochen u. Zement groessere Haerte des Dentins. Das die Zahnbeinkanaelchen begrenzende Dentin wird als Neumann-Scheide (Dentinum peritubulare) bezeichnet. Die Dentingrundsubstanz verkalkt in kugelfoermigen Bezirken (Globuli dentinales). Im Bereich der Zahnkrone sind unverkalkte Interglobularraeume sichtbar (Spatia interglobularia), die im Bereich der Wurzel als Tomes-Koernerschicht bezeichnet werden (Stratum granulosum dentini radicis). 2. Schmelz: Enamelum; haerteste Substanz des Koerpers, welche die Zahnkrone ueberzieht u. der das Schmelzoberhaeutchen (Cuticula dentis) aufliegt. Der Schmelz besteht aus etwa 3†“5 ?m dicken Schmelzprismen (Prismata enameli) mit verkalkter Kittsubstanz. Die Anordnung der Schmelzprismen bewirkt am Zahnschliff best. Streifen (Schreger-Streifen, Retzius-Streifen, Schmelz). 3. Zement: Cementum; knochenaehnl. Substanz, welche die Zahnwurzel umgibt, besteht aus Zementzellen (Cementocyti), die in Hoehlen (Lacunae cementales) liegen, u. Fasern mit Grundsubstanz (Substantia fundamentalis cementalis). Man un...

Zelle
kleinste, selbstaendig lebensfaehige Einheit tier. u. pflanzl. Organismen. Zellenlehre. Bestandteile: 1. Zellkern (Nukleus), 2. Zytoplasma: a) Grundplasma (Hyaloplasma, Zytosol), b) Organellen: Mitochondrien, Golgi-Apparat, Zentriol, endoplasmatisches Retikulum, Ribosomen, Polysom, Lysosomen, Peroxisomen, c) Zytoskelett: Mikrotubuli, Intermediaerfilamente, Mikrofilamente (Aktinfilamente), d) Zelleinschluesse: Granulum cellulare, Gutta adipis, Inclusiones cytoplasmaticae, e) Metaplasma: Myofibrille, Tonofibrille, Neurofibrille, 3. Plasmalemm (Zellmembran). Vermehrung: erfolgt durch Teilung (Mitose, Amitose). Groesse: Zellgroesse. Anzahl: ca. 25 ·Â 1012 pro menschl. Organismus. Abb.

Zyste
Synonyme: Blase