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Bundesverband Orientalischer Tanz e.v.
Kategorie: Kunst, Musik und Kultur > Orientalischer Tanz
Datum & Land: 04/03/2011, DE
Wörter: 507


Akzentuierung
Betonung

al Assaya
=> Raks al Assaya

Al Jeel
(arab. †ždie Generation), moderne ägyptische Tanzmusik des ausgehenden 20. Jh. Jazzige Musikfusion beduinischer, nubischer und ägyptischer Rhythmen, gespielt auf traditionellen und modernen Instrumenten. Typische Vertreter, Hameed Sharay, Mohammed Munir, Amr Dieb.

Al Kaumiya
eigentlich †žAl Ferkah Al Kawmeiah, staatliches, ägyptisches Folkloreensemble, von => Nasser gegründet, von russischen Ballettmeistern geprägt, ab 1975 mit dem Einfluss von Schauspiel- und Showelementen.

Al-Kaff
Handschmuck, der Fingerringe und Armband durch verzierte Ketten verbindet (†žHandblume)

Alaoui
Kriegerischer Männertanz aus Ostalgerien

Alma
moderne Bezeichnung der ägyptischen Tänzerinnen in der Stadt, im Gegensatz zu dem abfälligen => †žGhawazee des ländlichen Raumes.

Almeh
Pl. Awalim nannten sich die gebildeten Unterhaltungskünstlerinnen Ägyptens, die sich mehr der Poesie und dem Gesang - und eher aus Not dem Tanz - widmeten.

Almoraviden
Herrscherdynastie islamischer Berber in Andalusien.

Amar arbaatascher
arab. für †žMond Nr.14, das †žHalbmond bedeutet; eine berühmte Komposition von => A. Wahab.

Ameraba
wird die moderne amerikanische Tanzkunst genannt, die auf libanesischer Musik basiert.

Amphitheater
(griech.: amphi = †žbeide, doppelt), Rundtheater, das durch die Zusammenfügung von zwei => halbkreisförmigen Arenabühnen entstanden ist, z.B. das Colosseum in Rom.

An-Nahlah
(†žBiene), ein Tanz der Mamlukenzeit, bei der die Tänzerin eine imaginäre Biene aus ihren Kleidern verscheucht.

Andalou
Tanz in Marokko und auch Tunesien, weiblicher Tanzstil städtischen Ursprungs

Andaluos
klassische Musik aus dem Maghreb, die sich aus den Traditionen des - von Mauren besetzten- spanischen Andalusiens entwickelt hat.

Andalusi nuba
Musikform der arabischen Musik des => Maghreb. Ursprünglich im 9.Jh. von => Ziryab aus Bagdad nach †žal-andalus (Cordoba) eingeführt. Im 13. bis 17.Jh. mit dem Rückzug der Araber nach Nordafrika und Syrien (Bagdad) gelangt. => Muwaschahad, auch Kapitel, Tanzstile

Antery
türk. †žKleid), türkisches, enganliegendes Mantelkleid mit langen, engen - bis zum Ellbogen geschlitzten - Ärmeln und Knopfverschluß von - tiefen - Ausschnitt bis zur Taille, das über einem dünnen Unterkleid (=> Gömlek) und weiten Hosen getragen wurde.

Apeiron
in der antiken Philosophie das †žUnendliche, der unentstandene, unveränderliche, unzerstörbare †žUrstoff der Welt, aus dem alle Dinge entstehen und in den sie zurückkehren

Aqal
Doppelring aus schwarzer, dicker Wollkordel, der die => Hatteh auf dem Kopf arabischer Männer befestigt.

Aqua-bellydance
ist eine sehr innovative, amerikanische Form der Wassergymnastik.

Arabesk
türkische Musikrichtung, sie seit Mitte des 20.Jh. arabische Melodien aufgreift.

Arabeske
(pers.), 1. die A. ist eine Verzierung, ein Ornament, eine dekorative Ranke; 2. reich verzierte melodische Wendung. 3. im orientalischen Tanz eine halbe Drehung des Körpers mit dem Schwung des Spielbeins um das Standbein, mit einer Verzögerung der Geschwindigkeit bis fast zur => Pose. 4. Arabesque (franz.), Balletthaltung, bei der das Spielbein in einer Höhe von 90 Grad nach rückwärts, der entsprechende Arm nach vorne gestreckt wird.

Arghul
Doppelklarinette, arabisches Musikinstrument für epische Gesänge und Tanz.

Armen Ohanian
eine armenische Tänzerin schrieb: †žJedoch der Geist des Westens berührte diesen heiligen Tanz, und er wurde zum schrecklichen †ždance du ventre, zum †žhoochie koochie. Für mich eine ekelerregende Offenbarung der ungeahnten Tiefen menschlicher Bestialität, für andere †“ amüsant.

Arragi
Tanzkostüm der nubischen Männer, besteht aus Knielangem, weißem Hemd mit langen Ärmeln oder kurzer, schwarzer oder weiser Galabeiya, Hut mit bunten Dreieck-Applikationen oder Häkelkäppi, weiße Hose, Weste.

Asik
(türk., †žVerliebter), angesehene, türkische Volks- und EpensängerInnen, die sich selbst oft auf der => Saz begleiten.

Assiut
1. Stadt in Oberägypten; 2. Name der ebenda hergestellten Textilien => Kapitel Schleiertanz

ATS
Abkürzung für American Tribal Style.

Auftakt
1. leichter, unbetonter Taktteil am Beginn einer Komposition; 2. Beim Tanzen der Taktschlag vor dem (sowohl auf betontem als auch unbetontem Taktteil folgenden) Einsatz.

Azriya
Pl. Azriyat (†žFrau ohne Mann), 1. Berufstänzerinnen und Sängerinnen in Algerien (Berber), die zu öffentlichen und privaten, religiösen und sozialen Zeremonien rituelle Tänze aufführen. => Ouled Nail (Nayliyat); 2. dazu auch Qadriat, algerisches †žFrauenlied klassisch arabisch-andalusischer Art, gesungen von Berufssängerinnen.

Backbend
Tanzfigur bei der sich die Tänzerin rückwärts weit nach hinten lehnt. Kann bis in die †žBrücke reichen. (vgl. sidebend †“ sich über die Seite nach unten beugen)

Baglama
türkische Saz in mittlerer Größe.

Baladi
auch Belady (arab., †žvom Land), 1. Sammelbegriff für Rhythmen im 4/4 Takt; 2. ein langsam beginnendes Musikstück im 4/4 Takt, das sich zu einem schnelleren Schlußteil steigert; 3. Bezeichnung für den traditionellen ägyptischen Tanzstil; => Kapitel, Tanzstile

Balance
Gleichgewicht

Ballettexercices
Übungen des klassischen Balletts zur Kräftigung der Muskulatur und Förderung der Beweglichkeit des Körpers.

Bambouteiya
auch †žManbouti (von †žBoatman) ist ein moderner Männertanz der Fischer aus Unterägypten.

Bandari
(von pers. Bandar, †žHafen), persischer Tanz, der mit Einflüssen aus Afrika an den arabischen => Khaligi erinnert.

Bar
türkischer Gruppen- oder Paartanz aus Ostanatolien.

Barmakiden
einflussreiche persische Familie zur Zeit der => Abbasiden, die - lange von Harun al-Rashid protegiert - letztlich von ihm vertrieben wurde; angeblich Vorfahren der => Ghawazi. => Literaturliste: †žDer Kalif der Nacht.

Batcha
(pers.), männlicher Tänzer, der öffentlich in Frauenkleidern tanzt.

BATO
Abkürzung für den Ausbildungslehrgang zur Trainerin für orientalischen Tanz des Bundesverbandes.

Bauchnetz
aus elastischem Tüllstoff gefertigtes Accessoire, das den Körper zwischen Oberteil und Gürtel eines => Bedlah-Kostüms rundum bedeckt. Unten meist an eine Unterhose genäht, schließt es oben mit einem Kopflochgummiband ab, das an Knöpfen im Oberteil befestigt werden kann. Um den Bekleidungsvorschriften Genüge zu tun ist es in Ägypten mit deutlich sichtbaren Seitennähten und einem Reißverschluss in der hinteren Mitte gearbeitet.

Bedlah
ursprünglich Badla, das eine Stickerei aus Gold- und Silberfäden bezeichnet, versteht man heute darunter eine Kostümform, die aus Oberteil, bzw. BH, Gürtel und passenden Accessoires besteht, ergänzt durch Rock oder Hose; eine - oft im Bühnentanz, bzw. Kabarett-Stil getragene †žzweiteilige und daher †žBauchfreie Kostüm-Version.

Bedouin el Arish
ist als Tanzstil die ägyptische Variante der => Dabke und stammt aus dem Nord-Sinai.

Beduinen
eigentlich richtige Form: Bedu, PL. Badawi (arab. †žWüstenbewohner), Nomadenvölker, die in den Wüsten und Steppen Nordafrikas und Vorderasiens leben.

Bellydance
(engl.), amerikanischer Ausdruck für Bauchtanz; geprägt für die Weltausstellung in Chicago 1889, bei der zum ersten Mal mit orientalischen Tänzerinnen geworben wurde.

Bellygram
(engl.), kurze Showeinlage bei Jubiläumsfeiern in Amerika; verbindet die Worte †žBellydance und †žTelegram.

Bellyrobics
verbindet die Bewegungen des orientalischen Tanzes mit dem Trainingsanspruch von Arobic.

Bendir
auch Bandir, Rahmentrommel aus dem Maghreb (ca. 50 cm Durchmesser) mit einem Loch im Rahmen (ca. 20 cm hoch) für den linken Daumen; vertikale Spielweise mit beiden Händen. Auf der Innenseite der Membran (Ziegenhaut) sind zwei Saiten aus Ziegendarm gespannt, die ein schnarrendes Nachklingen erzeugen.

Bengar
Armreif aus Metall, je nach regionaler Herkunft bearbeitet und verziert.

Beni Yenni
Berberstamm aus Algerien

Berber
(griech., †žBartträger), nordafrikanische Volksstämme hamitischer Herkunft. Trotz Arabisierung (7.Jh.) und Islamisierung (11.Jh.) konnten die B. in einzelnen Regionen ihre Traditionen erhalten. Sie leben als Ackerbauern oder Halbsesshafte, z.T. auch als Normaden (z.B. die Tuareg) im Hohen Atlas, Anti Atlas und Mauretanien

Berrada
(al-barrada), Tanz mit dem Krug aus dem maghrebinischen Lybien. Die Frauen demonstrieren ihre Geschicklichkeit, schwere Krüge auf dem Kopf zu transportieren und das Gleichgewicht zu halten.

Bharat Natyam
auch Bharatanatya, einer der vier bedeutendsten Tanzstile Indiens (Südindien); als moderne Form des Tempeltanzes setzt er die gesungenen Texte wortwörtlich in pantomimische Bewegungen um.

Bilqis
Name der mythischen Königin von Saba.

Bindi
kleine Verzierung, die indische Frauen auf die Stirn kleben; wird im amerikanischen Tribal Style verwendet.

Bint
1. altägyptische Bogenharfe; 2. arab. für †žTochter.

Bisht
Umhang für Männer der arabischen Halbinsel zu offiziellen Anlässen

Bolero
1. spanischer Volkstanz aus dem 18. Jh. im ¾ Takt. 2. Jäckchen, taillenkurz, vorne offen, langärmelig und mit Posamenten verziert. 3. beliebter Rhythmus im 4/4 Takt für Marschmusik. 4. bekanntes Musikstück von Maurice Ravel.

Boussaâdiya
Tanz aus dem Norden Tunesiens, schwarzafrikanischen Ursprungs. Der Tänzer ist mit einer Tierhaut und Maske bekleidet, er macht mit Rasseln und Shqashaq (siehe auch Quarkabous in Marokko) einen Höllenlärm und erschreckt Leute und Kinder.

Buchara
1. alte Karawanenhandelsstadt an der ehemaligen Seidenstraße in Uzbekistan. 2. bis 1868 unabhängiges Khanat, ab 1924 als Provinz von Uzbekistan der UdSSR einverleibt. 3. Tanzstil von ebenda, der mit stolzem Ausdruck scharfe Akzente, präzise Drehungen und Drops zeigt. Die Tänzerinnen tragen aufwendigen Schmuck zu weiten Gewändern aus Brokat, verziert mit Goldstickerei und ergänzt mit Kopfschleiern.

Budenbühne
im späten Mittelalter entstandene Bühnenform für Marktplätze und Wandertruppen; Podest mit einer †žBude aus Stangen und Vorhängen im Hintergrund.

Bundesverband für orientalischen Tanz e.V.
gegründet 1994 in Heidelberg zur gemeinsamen Förderung des Tanzes und Unterstützung der Mitglieder. => Kapitel Anhang, Adressenliste

Burko
auch Burr`oh oder Burqu, traditioneller Gesichtsschleier der Frauen aus Ägypten und dem Sinai aus schwarzem Wollkrepp, der an einem Stirnband befestigt wird. Er ist oft bestickt, mit Münzen und einer Messingröhre über Stirn und Nase verziert. Die moderne Version der Frauen aus Unterägypten ist oft gehäkelt.

Burnus
(arab.), auch Selham, Kapuzenmantel mit Ärmeln aus einem einzigen, halbkreisförmigen Stück Woll- oder Baumwollstoff, vorne offen.

Burqa
Gesichtsmaske aus goldbeschichtetem steifen Leinen, die die Frauen der Golfstaaten in ländlichen Gegenden über Augenbrauen, Mund und Nase tragen.

Buzuk
Musikinstrument aus dem Libanon und Syrien; kleine Laute mit langem Hals und drei Doppelsaiten; verwandt mit der griechischen Bouzouki und der türkischen => Saz.

Caida
Titel der Hausherrin, die junge weibliche Verwandte des Ouded Nail Stammes während ihrer Zeit als professionelle Tänzerinnen bei sich wohnen ließ und beschützte. => Kapitel Tanzstile

Cengis
türk.), Tanzmädchen im => Osmanischen Reich

Cha-Cha-Cha
südamerikanischer Rhythmus im 4/4 Takt mit ca. 32 - 34 Takten pro Minute; entstanden um 1954 in den USA aus einem langsamen Mambo.

Chaabi
=> Shaabi

Chakra
Pl. Chakren (sanskrit, †žRad, †žetwas Drehendes), feinstoffliche Energiezentren im Körper, die Energie sammeln, speichern und verteilen

Chaoui
Sammelname für die Tänze der im Aures-Gebirge (Algerien) lebenden Berber (Chaouia, Schawiya), z.B., Abdaoui, Archaoui, Sahli, Rebbakli und Talhit.

Chawals
auch türk. Gink, waren junge Männer, die im 19. Jahrhundert in Ägypten den Tanz der Frauen (Kostüm, Make-up, Frisur, Bewegungen, etc.) öffentlich zeigten. Viele von ihnen waren türkischer Abstammung und 1837 aus Konstantinopel ausgewiesen worden. Der Begriff wurde in Ägypten auch als Schimpfwort benutzt.

Cheb
(arab. †žHübscher, Junge), Titel vieler => Rai-Sänger, als Kontrast zu dem respektvollen => Cheikh. Weibliche Form, Chaba

Chedick
auch Cediks, türkische Pantoffel aus Leder, Samt oder anderem kostbaren Stoff.

Cheikh
weibliche Form Cheikha => Scheicha; Ehrentitel für Ältere

Chiftetelli
(türk.), auch Auadi (arab.), 1. Rhythmus im 8/8 Takt; 2. türkischer Solotanz der Frauen.

Chikhate
PL Cheikhat, marokkanische Sängerin und Unterhalterin, im Gegensatz zu Chtahate, das Tänzerin bedeutet. Die Cheikhat sind Tänzerinnen ländlichen Ursprungs, die städtische Kleidung und Lebensgewohnheiten angenommen haben. => Schikat

Chinechines
spanische Zimbeln, die für den => Zambra Mora gespielt werden.

Choli
kurze enganliegende Bluse mit halblangen Ärmeln; ursprünglich ein Teil der indischen Frauentracht wird sie in Abwandlung zu => Tribal Style verwendet.

Choreograph
(griech.) †žChor bedeutet Tanzplatz, Tanzschar. Das Wort †žGraph heißt in deutsch †žSchreiber, Zeichner, der Leiter der die Tanzschöpfung kreiert und inszeniert.

Choreographie
(griech.), Tanzschrift.

Chorusline
bezeichnet im Bühnentanz eine †žReihe, bzw. eine Gruppe sich synchron bewegender TänzerInnen. Wurde oft in den Revuefilmen (Musicals) der ägyptischen Filmindustrie eingesetzt, um - als Gegensatz - eine Solistin hervorzuheben.

Cifte
türkische Doppelklarinette.

Cobra
Name einer Yoga-Haltung, bei welcher sich die Übende/n aus der Bauchlage mit dem Oberkörper vom Boden lösen, ähnlich der gleichnamigen Schlange.

Cocek
auch Kucek oder Kojak, türkische Zigeunertänze.

crescendo
(ital., †žanwachsend), stärker werdend, zunehmend an Tonstärke; dynamische Steigerungen der Musik; im Gegensatz zu †žaccresendo oder †ždecrescendo - schwächer werdend.

Cura
kleine türkische => Saz

Curdi
weites türkisches Gewand mit kurzen Ärmeln aus Brokat, oft mit Pelz gefüttert.

Dabke
auch Dabka, Reihentanz der östliche Mittelmeerländer. Regional spezifische Variationen. => Kapitel Tanzstile

Daff
(arab.), auch Duff, große Einfellrahmentrommel, in deren Holzrahmen keine oder höchstens fünf Zimbelpaare befestigt sind. Die Bespannung ist aus Ziegen- oder Schafhaut. Im persischen Daf sind - anstatt Schellenpaare - Metallringe (Ketten) auf der Innenseite der Bespannung angebracht, um ein Nachvibrieren zu erzeugen. Als einziges Musikinstrument außer der => Riqq darf auch die Daff in der Moschee gespielt werden.

Dance du ventre
französisch für †žBauchtanz, wurde 1880 von Emile Zola in seinem Roman †žNana kreiert. In Chicago übersetzte man dies dann mit †žBelly Dance

Darabukka
arabische Bechertrommel; Holz- oder Keramikkörper, bemalt oder mit Intarsien verziert. Traditionell bespannt mit Fischhaut oder Ziegenleder. Heute auch als Gefäßtrommel aus Metall mit Spannschrauben erhältlich, besonders unter der Bezeichnung Deblek in der Türkei.

Daschti
(pers., †žder, der in der Steppe lebt), Basisstil traditioneller persischer Musik, der das Lebensgefühl der Hirten und Schäfer ausdrückt.

Dastgah
(pers.), auch Dastgah-ha, Zusammenfassung von Melodien in den zwölf verschiedenen Tonlagen. Diese Melodienkomplexe spiegeln die verschiedenen Empfindungen der Menschen wieder und werden bestimmten Tageszeiten, Farben und Elementen zugeordnet. => Maqam.

Dastmal-bazi
auch Raks-e dastmal, persischer Kreistanz, bei dem die Tänzerinnen Tücher schwenken.

Davul
(türk.) große Zwei-Fell-Trommel, die beidseitig mit Klöpfeln bespielt wird. Der Davul-Musiker spielt zusammen mit einem => Zurna Spieler beliebte Volksweisen zu festlichen Gelegenheiten. Die Musiker sind oft Zigeuner und haben nur ein geringes Ansehen in der Bevölkerung.

Dekolleté
Halsausschnitt an der Kleidung, der Nacken, Schultern und/oder Brust mehr oder weniger zeigt.

Derwisch
(pers., †žBettler) Mitglied eines religiösen Ordens mit dem Gelübde der Armut. Als †žTanzende Derwische wird ihr Gebet zu einem Trancetanz. => Kapitel Tanzstile