Kopie von `HSK Gruppe`

Die Wörterliste gibt es nicht mehr oder die Website ist nicht (mehr) online. Nachstehend finden Sie eine Kopie der Informationen. Eventuell ist die Information nicht mehr aktuell. Wir weisen Sie darauf hin, bei der Beurteilung der Ergebnisse kritisch zu sein.
HSK Gruppe
Kategorie: Medizinisch > Klinike
Datum & Land: 09/02/2011, DE
Wörter: 33


Bronchopulmonale Dysplasie
(Dysplasie = Fehlentwicklung, Fehlbildung z.B. von Organen oder Zellverbänden). Eine bronchopulmonale Dysplasie wird u.a. auch auf notwendige maschinelle Beatmungen Frühgeborener zurückgeführt. Die Überdehnung der Lungenbläschen, die hohen Sauerstoffkonzentrationen sowie die Intubation können das gesamte frühkindliche Lungengewebe, insbesondere die...

CRP
C-reaktives-Protein; ein sog. Akute-Phase-Protein, das im Serum durch CPR-Test nachgewiesen werden kann. Ein Nachweis dient der Frühdiagnose sowie der Therapieüberwachung bei entzündlichen und auch bei gewebezerstörenden Geschehen.

Doppelblind, Plazebo-kontrolliert
Art einer Arzneimittelprüfung (i.d.R. im Rahmen einer Studie), in der weder Patient noch der Arzt weiß, ob ein Plazebo (Applikation ohne Wirkstoff) oder Verum (Applikation mit Wirkstoff) verabreicht wird.

Elementar-Nahrung
Genauer chemisch-definierte Diäten (CDD); sie kommen dann zum Einsatz, wenn keine oder kaum aktive Verdauung erwartet werden kann. Sie bestehen aus niedermolekularen Eiweißen, Zuckern und Fetten, Mineralien und Vitaminen sowie Wasser. Dem Organismus werden damit essenzielle Nährstoffe in leicht aufnehmbarer und weitgehend rückstandsfreier Form zuge...

Epikutan-Test
oder Pflaster-Test. siehe Atopie-Patchtest.

Epilepsien
Grundsätzlich zu unterscheiden sind 2 Arten von epileptischen Anfällen: der einzelne, einmalige Anfall, der z.B. aufgrund einer fieberhaften Erkrankung oder nach einem Kopftrauma auftreten kann, und die wiederholt auftretenden Störungen der Hirnfunktion, ausgelöst durch exzessive Entladungen im Gehirn, die sich u.a. durch veränderte Bewusstseinlage...

Ergotherapie
Beschäftigungstherapie. Kranke in der Rehabilitationsphase oder alte Menschen in der Altenpflege werden unter Anleitung und Betreuung "künstlerischen" und handwerklichen Tätigkeiten zugeführt.

Gallengangsatresie
(Atresie = Fehlen eines natürlichen Organ-Ausgangs oder der Organ-Höhle). Angeborene fehlerhafte Anlage der intrahepatischen (seltener extrahepatische) Gallengänge oder fehlende bzw. nicht ausreichende Lumenweite der Gänge.

Gastroösophagealer Reflux
Zurückfließen von Magensaft aus dem Magen in die Speiseröhre, bedingt durch einen unzureichenden Verschluss des Mageneingangs. Bei dauerhaftem Zustand Entzündungen der Speiseröhre durch den stark sauren Magensaft mit vor allem Sodbrennen. Längerfristig können sich Geschwürsbildungen und Vernarbungen zeigen, es können Blutungen auftreten.

Gonadenstörungen
Unspezifische Angabe einer Fehlfunktion/Fehlentwicklung/Insuffizienz der männlichen/weiblichen Keimdrüsen (Ovarien/Testes = Eierstöcke/Hoden).

Hydrozephalus
(= Wasserkopf). Durch ein Ungleichgewicht von Bildung und Resorption des Liquor cerebrospinalis (Gehirn- und Rückenmarkflüssigkeit) werden die Liquorräume des Gehirns ausgeweitet. Die Störung kann angeboren und auch erworben sein. Die dauernde Drucksteigerung innerhalb des Gehirns führt bei noch weichem, wachsendem Schädel (beim Klein(st)kind) zu e...

Immunmodulierende Substanzen
Z.B. Interferone, Interleukine; Von Zellen des Immunsystems als Schutz vor z.B. Angriff durch Viren gebildete Proteine. Immunmodulierende Substanzen, die heute gentechnisch hergestellt und therapeutisch eingesetzt werden, haben sich bei einigen Tumorerkrankungen als wirksam erwiesen.

Immunsuppressiva
Medikamente, die die natürliche Immunreaktion unterdrücken. Sie sollen z.B. nach einer Organtransplantation verhindern, dass das vom körpereigenen Immunsystem als fremd erkannte Gewebe nicht abgestoßen wird. Immunsuppressiva führen immer zu einer Abwehrschwäche oder fehlenden Abwehrkraft gegenüber Infektionen.

Inkubator
Abgeschlossene Kleinkammer mit regulierbarer klimatischer Atmosphäre (Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Sauerstoffgehalt) für unreife Neugeborene. Kontroll- und Warnvorrichtungen dienen der Überwachung des Gesundheitszustandes und sichern ein schnelles medizinisches und pflegerisches Eingreifen. Ein Inkubator ist mit Durchgriffsöffnungen versehen, soda...

Intensiv-Neonatologie
Intensiv-Station für Frühgeborene, wo den besonderen physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der notwendigen medizinischen Betreuung Rechnung getragen werden kann.

Interferon-Therapie
(s.a. Immunmodulierende Substanzen) Die Wirksamkeit von Interferonen beruht auf der Hemmung der intrazellulären Virenreplikation (Viren besitzen zwar eine eigene genetische Information, DNS oder RNS, können diese Information aber nur umsetzen, also Proteine und andere Substanzen bilden oder sich vermehren, wenn sie den Stoffwechsel anderer Zellen "...

Interstitielle Lungenerkrankungen
(interstitiell = dazwischen liegend; betrifft z.B. Flüssigkeit zwischen Geweben oder Organen oder auch Bindegewebe zwischen stoffwechselaktivem Gewebe und wird als interstitielle Flüssigkeit oder interstitielles Gewebe bezeichnet). Zu interstitiellen Lungenerkrankungen zählen Lungenerkrankungen mit nicht bekannter Ursache, die in erster Linie Verän...

Kernspin-Tomografie
Auch als NMR-T (Nuclear-Magnetic-Resonance-) oder MR-T (Magnetresonanz-) bezeichnet. Bildgebendes nichtinvasives Diagnoseverfahren. Die unter Nutzung eines Magnetfelds und von Radiowellen aufgenommenen Signale und Messergebnisse werden computerunterstützt in ein Schichtbild (Tomogramm) umgesetzt. Durch unterschiedliche Aufnahmeverfahren, entspreche...

Koloskopie
Untersuchung des Dickdarms (Kolon) nach Einführen eines flexiblen Endoskops durch den After. Die Koloskopie erlaubt darüber hinaus, Biopsien und auch kleine operative Eingriffe vorzunehmen.

Kurzdarm-Syndrom
Folgestörungen nach ausgedehnter Dünndarmresektion. Da nach einer Entnahme eines Dünndarmteilstücks die Resportionsfläche der Darmschleimhaut verkleinert ist, werden dem Körper Kalorien,Vitamine und Mineralstoffe nicht mehr ausreichend zugeführt. Die Folge sind Mangelzustände, die zu den unterschiedlichsten neurologischen Störungen und Ausfällen fü...

Mukoviszidose
(Syn. = zystische Fibrose) Angeborene Stoffwechselstörung mit allgemeiner Fehlfunktion exokriner (= Absonderung von gebildeten Stoffen/Sekreten nach außen) Drüsen. Die Erkrankung beginnt im Kindesalter, wobei primär Magen-Darm- und Atmungstrakt in Mitleidenschaft gezogen sind. Neben der Ausscheidungsstörung von Drüsenabsonderungen (erhöhte Zähflüss...

Neonatologie
Lehre von Besonderheiten in Physiologie und Pathophysiologie der Neugeborenenperiode. Intensiv-Neonatologie Intensiv-Station für Frühgeborene, wo den besonderen physiologischen und pathophysiologischen Gegebenheiten und der notwendigen medizinischen Betreuung Rechnung getragen werden kann.

PEG-Sonde
(PEG = perkutane Gastrostomie, endoskopisch unterstützt) Eine PEG-Sonde wird bei Patienten eingesetzt, bei denen absehbar ist, dass sie längerfristig "künstlich" ernährt werden müssen, weil eine natürliche Essensaufnahme nicht möglich ist

pH-Metrie
(pH = pondus hydrogenii = Gewicht des Wasserstoffs/l Lösung) Messung, die aufgrund der Wasserstoffionenkonzentration einer Lösung aussagt, in welchem pH-Bereich (sauer: 0-7; neutral: 7; alkalisch: 7-14) sich die jeweilige Flüssigkeit (z.B. Blut, Urin, Speichel, Magensaft) befindet. Von physiologischen Normen abweichende pH-Werte in Körperflüssigkei...

Quaddelbildung
1) Im Rahmen eines allergischen Geschehens: bei Urtikaria (Nesselsucht/Nesselfieber) kommt es u.a. zu einer vorübergehenden Quaddelbildung auf der Haut. Quaddeln sind ödematöse, meist juckende, selten Blasen bildende Hauterhebungen, die je nach Urtikaria-Art Stecknadelkopf- bis Handteller-groß sein können. 2) Nach intrakutaner (in die Haut verabfol...

Refluxerkrankungen
Unter Refluxerkrankung wird im Allgemeinen die Volkskrankheit Sodbrennen verstanden. (s.a. gastroösophagealer Reflux). Andere Erkrankungen, die aus einer umgekehrten, und damit unphysiologischen Flussrichtung von Körperflüssigkeiten resultieren, sind beispielspielsweise ein vesiko-uretero-renaler Reflux, bei dem Urin von der Blase aus durch die Har...

Rektoskopie
Begutachtung des Rektums (= Mastdarm oder Enddarm) durch ein flexibles Endoskop. Je nach Ausrüstung und Zusatzinstrumentarium können auch kleine Gewebeproben zur Untersuchung entnommen oder auch kleinere Eingriffe durchgeführt werden.

Sonografie
Bildgebende Diagnostik durch Anwendung von Ultraschall. Künstlich erzeugte Ultraschallwellen (oberhalb des menschlichen Hörbereiches), die durch die Haut geschickt werden, können an Gewebe- oder Organgrenzen reflektiert werden. Ein Empfänger im Schallkopf fängt das Echo auf; es wird in Elektronenstrahlen umgesetzt und verstärkt und auf einem Leucht...

Syndromerkrankungen
Krankheiten, die immer ein bestimmtes Muster oder eine gleiche Gruppe von Krankheitszeichen -Syndrome - aufweisen. Beispiel Ullrich-Turner-Syndrom (s.d.).

Ullrich-Turner-Syndrom
Auch als X0-Syndrom bezeichnet. Infolge des Fehlens eines Geschlechtschromosoms (XX = weiblich, XY = männlich) besteht eine Gonadendysgenesie (Eierstöcke sind nicht ausgebildet, sekundäre Geschlechtsmerkmale kaum oder fehlen u.a.m.) bei weiblichem Erscheinungsbild. Weitere Auffälligkeiten sind Kleinwüchsigkeit, verbreiteter Brustkorb, greisenhafte ...

Ziliendiagnostik
Strukturänderungen von Zilien können elektronenmikroskopisch nachgewiesen werden, wozu aus der Nasen- oder Bronchialschleimhaut eine Biopsie entnommen wird. Hinweise auf einen nicht korrekten Flimmerstrom der Zilien gibt auch der Saccharintest. Dazu wird etwas Saccharin auf die Mitte der Nasenmuschel aufgebracht und dann abgewartet, wie lange es da...

Ziliendyskinesien
Zilien sind eigenbewegliche Flimmerhärchen, die auf der Oberfläche von Schleimhäuten, beispielsweise in den Bronchien, durch einen nach auswärts gerichteten Flimmerstrom für eine Selbstreinigung sorgen. Bei Ziliendyskinesien - einem gestörten Bewegungsablauf der Zilien durch genetisch bedingte Struktur- und Funktionsanomalien oder auch durch erworb...

Zwerchfellhernie
Angeborene oder erworbene Verlagerung bzw. Durchtritt von Eingeweiden aus dem Bauchraum in den Brustraum. Dies kann geschehen durch eine echte Lücke im Zwerchfell oder auch durch muskuläre und/oder bindegewebige Schwachstellen im Zwerchfell mit und ohne Ausstülpungen des Bauchfells. Häufigste Zwerchfellhernie ist die sog. Hiatushernie, mit Verlager...