Kopie von `Zentrum für Brustgesundheit`

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Zentrum für Brustgesundheit
Kategorie: Medizinisch > Brustgesundheit
Datum & Land: 23/08/2010, DE
Wörter: 59


Adenokarzinom
Tumor, der aus Drüsengewebe hervorgeht. Hierzu gehört auch das Mammakarzinom.

Adjuvante Therapie
Therapie, die unterstützend zur Operation durchgeführt wird, zum Beispiel die Chemotherapie nach einer Operation.

Alkylanzien
Medikamente, die zur Brustkrebsbehandlung eingesetzt werden (zum Beispiel Cyclophosphamid). Sie wirken hemmend auf die Zellteilung.

Alopezie
Haarausfall. Oftmals Begleiterscheinung der Chemotherapie.

Anthrazykline
Medikamentenklasse, die zur Brustkrebsbehandlung eingesetzt wird.

Antiöstrogene Medikamente
Werden im Rahmen der Hormonbehandlung eingesetzt; hemmen die Wirkung der Östrogene.

Aromatasehemmer
Substanzen, die das Enzym Aromatase blockieren, das für die Bildung von Östrogenen aus Androgenen in Muskeln und Fettgewebe verantwortlich ist.

Axilla, axillär
Zur Achsel gehörend.

benigne
Gutartig (keine Krebserkrankung)

Biopsie
Entnahme von Gewebematerial, das mikroskopisch untersucht wird.

Carcinoma in situ
(Cis) Tumor "an Ort und Stelle"; gilt als Vorstadium eines Mammakarzinoms. Der Tumor hat die Grenze seines Ursprungsgewebes noch nicht durchbrochen und ist noch nicht in andere Gewebe eingewandert.

Chemotherapie
Behandlung mit Zytostatika (zellwachstumshemmende Substanzen).

Duktales Karzinom
Tumor, der von Gewebe der Brustdrüsenausgänge hervorgeht.

Exstirpation
Entfernung eines Organs, eines Organteils oder eines abgegrenzten Tumors (Knotens).

Grading
Beurteilung des Grads der Veränderungen von Tumorzellen: Wie schnell teilen sie sich? Wie stark haben sie sich gegenüber den normalen Zellen verändert?

Immunsuppression
Dämpfung der Funktion unseres Immunsystems, zum Beispiel als Folge einer Chemotherapie (Hemmung der Bildung von weißen Blutkörperchen im Knochenmark).

Implantat
Künstliches Material, das bei einer Operation in den Körper eingebracht wird, zum Beispiel ein Silikonimplantat zum Wiederaufbau der Brust.

Invasiv
(eindringend) Eigenschaft bösartiger Tumoren: Der Tumor hat die Begrenzung seines Ursprungsgewebes durchbrochen und wächst in anderes Gewebe ein.

Karzinom
Bösartiger Tumor, Krebserkrankung

Kernspintomographie
Auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) genannt. Diagnostisches Verfahren zur Herstellung von Schnittbildern (Tomogrammen) des menschlichen Körpers. Dem Verfahren liegen keine Röntgenstrahlen zu Grunde, sondern Wellen, die von den körpereigenen Atomen nach Ausrichtung in einem magnetischen Feld ausgesandt werden und computergestützt zu einem hochauflösenden Schnittbild rekonstruiert werden können.

Lappenplastik
Bei dieser Methode wird körpereigenes Gewebe benutzt, um eine Brust nachzubilden. Man setzt dafür Haut, Unterhautfettgewebe und Muskelgewebe aus der Bauchwand, dem Gesäß oder dem Rücken ein. Das Gewebe kann entweder an den versorgenden Gefäßen (†žgestielt†œ) oder durch eine mikrochirurgisch neu geschaffene Gefäßverbindung (†žfrei†œ) verpflanzt und zu einer Brust geformt werden.

Lokalrezidiv
Neuerliches Wachstum von Tumoren im Operationsgebiet.

Lymphdrainage
Nach einer Operation können die Lymphabflusswege verlegt oder zugeschwollen sein, so dass ein normaler Abfluss der Lymphflüssigkeit nicht gegeben ist. Die Lymphdrainage ist eine Entstauungsmethode, die durch Streich- und Druckmassagen zu einem Abfließen des Gewebswassers beiträgt.

Lymphknoten
Gehören zum Immunsystem. Sie filtern die Lymphflüssigkeit und fangen Erreger, aber auch Tumorzellen ab. Siedeln sich die Tumorzellen in einem Lymphknoten an, können diese Zellen zu einem eigenen Tumor auswachsen.

Lymphödem
Durch die Verlegung oder Verletzung entstehende Stauung von Lymphflüssigkeit im Gewebe.

Maligne
Bösartig

Mamma
Brust

Mammakarzinom
Brustkrebs

Mammographie
Untersuchung der Brust mittels Röntgenstrahlen.

Mastektomie
Vollständige Entfernung des Brustdrüsengewebes.

Mastopathie
Zyklusabhängige gutartige Veränderung des Brustgewebes; je nach Schweregrad schmerzhaft und mit Blut- und Sekretausfluss assoziiert. Tritt vor allem in einem Alter zwischen 35 und 50 Jahren auf.

Metastase
Tochtergeschwulst, Absiedlung von Tumorzellen in andere Organe, vor allem über das Blut und die Lymphe. Häufig sind Knochen, Lunge und Leber betroffen.

Metastasierung
Absiedlung von Zellen aus einem Tumor.

Mikroverkalkungen
(Mikro-Kalk) Kalkablagerungen in der Brustdrüse, die ein Hinweis auf bösartiges Gewebe/Tumor, sein können. Mikro-Kalk ist in einer Mammographie sichtbar.

MRT
Magnet-Resonanz-Tomographie. Wird auch als Kernspintomographie bezeichnet. Diagnostisches Verfahren zur Herstellung von Schnittbildern (Tomogrammen) des menschlichen Körpers. Dem Verfahren liegen keine Röntgenstrahlen zu Grunde, sondern Wellen, die von den körpereigenen Atomen nach Ausrichtung in einem magnetischen Feld ausgesandt werden und computergestützt zu einem hochauflösenden Schnittbild rekonstruiert werden können.

Neoadjuvante
(=präoperative) Chemo- oder Hormontherapie, die vor der Operation durchgeführt wird, um den Tumor schrumpfen zu lassen und damit besser operabel zu machen, z. B. wenn sonst nicht brusterhaltend operiert werden könnte.

Nuklearmedizin
Medizinisches Fachgebiet, das sich mit der diagnostischen und therapeutischen Anwendung radioaktiver Substanzen befasst.

Onkologie
Fachrichtung der Medizin, die sich mit der Entstehung, Diagnose, Behandlung und Verhütung von Tumorerkrankungen beschäftigt (Operation, Bestrahlung, Chemo-, Hormon- und Immuntherapie).

Osteoblasten
Zellen, die am Knochenaufbau beteiligt sind.

Osteoklasten
Knochenabbauende Zellen.

Ovarektomie
Entnahme der Eierstöcke. Kann bei Brustkrebs als Alternative zu einer Hormontherapie gewählt werden. Auch hierdurch wird die Östrogenbildung unterbunden.

Palliativ
Behandlung zur Linderung von Symptomen, zur Verlängerung der Lebenszeit und Erhöhung der Lebensqualität sowie zur Vermeidung von Komplikationen. Diese Therapieform kommt dann in Frage, wenn eine Heilung der Krebserkrankung nicht mehr möglich ist. Im Rahmen der palliativen Therapie spielt die Schmerzbehandlung eine wichtige Rolle.

Postmenopause
Die Zeit nach den Wechseljahren, wenn die Eierstöcke nicht mehr aktiv sind und keine Hormone mehr produzieren.

Remission
Rückgang der Krankheit. Bei Tumorerkrankungen wird zwischen Voll- und Teilremissionen unterschieden - je nachdem, ob sich der Tumor ganz oder nur teilweise zurückgebildet hat.

Resektion
Entfernung von Organen oder Körperteilen mit Hilfe eines chirurgischen Eingriffs.

Rezidiv
Wiederauftreten einer Krankheit, Rückfall. Bei einer Krebserkrankung: Erneutes Wachsen eines Tumors aus dem gleichen Gewebe.

Screening
Verfahren zur frühzeitigen Erkennung von unbemerkten Erkrankungen oder Defekten durch die Anwendung von Testen, Prüfungen oder anderen Verfahren, die schnell durchgeführt werden können.

Sentinel Lymphknoten
Mit Wächter- oder Sentinel-Lymphknoten bezeichnet man den für den Lymphabfluß aus dem Tumorgebiet "erste" (Wächter-)Lymphknoten. Dieser wird z.B. bei Brustkrebs häufig auf Tumorzellen untersucht. Falls er frei von Tumorzellen ist, kann möglicherweise auf die Operation der Achselhöhle verzichtet werden.

Sonographie
Ultraschalluntersuchung. Kann als Mammasonographie für die Untersuchung des Brustgewebes angewandt werden.

Stanzbiopsie
Entnahme eines Gewebe-Zylinders (zum Beispiel mit einer Hochgeschwindigkeits-Stanze).

Stereotaxie
Stereotaktische Stanzbiopsie, mammographisches Zusatzverfahren. Punktgenaue Lokalisation von so genannten Mikrokalkarealen oder anderen verdächtigen Herden über ein computergesteuertes Koordinatensystem mit weiterführenden Untersuchungsmöglichkeiten (Biopsie, Markierung).

Szintigraphie
Bildgebendes Verfahren, bei dem der Patientin ein radioaktives Kontrastmittel injiziert wird, das durch spezielle Technik sichtbar gemacht werden kann. Dadurch lassen sich feine Strukturen erkennen.

Taxane
Medikamentenklasse (Zytostatika) zur Brustkrebsbehandlung. Ausgangsstoffe werden aus den Nadeln verschiedener Eibenarten gewonnen.

TNM-Klassifikation
Einteilungsschema eines Tumors hinsichtlich Tumorgröße, Lymphknotenbefall und Absiedlung in andere Organe (siehe Tumorstaging).

Tumor
Schwellung von Gewebe, zum Beispiel durch Wucherung von Zellen. Man unterscheidet gutartige und bösartige Tumoren.

Tumormarker
Meistens Eiweißmoleküle, die von einem Tumor gebildet oder bei Vorliegen einer Geschwulst vom Körper gebildet werden. Sie dienen meistens der Verlaufskontrolle einer Therapie. Tumormarker beim Mammakarzinom sind CEA (carcino-embryonales Antigen) und CA 15-3 (CA= cancer antigen).

Tumorstaging
Mit TNM bezeichnet: beschreibt die Größe und die Ausdehnung eines Tumors (T), den Befall angrenzender Lymphknoten (N) sowie den Metastasierungsgrad (M). Beispiel - T1 N 0 M 0 bedeutet: kleiner Tumor ohne Lymphknotenbefall, keine Metastasen. Das Tumorstaging beeinflusst die Therapieentscheidung.

Zyste
Gutartiges, flüssigkeitsgefülltes Gewebesäckchen.

Zytostatika
Substanzen, die besonders die Teilung schnellwachsender Zellen wie etwa Tumor- oder Haarzellen unterdrücken. Sie kommen in der Onkologie als Chemotherapie zum Einsatz.