Kopie von `Danzer Group - Holz verarbeitenden Industrie`

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Danzer Group - Holz verarbeitenden Industrie
Kategorie: Verschiedene Industrien Handwerk > Holz verarbeitenden Industrie
Datum & Land: 23/08/2010, DE
Wörter: 96


Bandeinlage
Ein einfarbiger oder gemusterter Furnierstreifen, der für dekorative Ränder verwendet wird.

Bast
Innenrinde lebend

Blase
Siehe Kürschner

Blatt
Die kleinste Furniereinheit. Meistens werden 16, 24 oder 32 Blätter zu einem Paket gebündelt.

Blindfurnier
Unterste Qualitätskategorie bei Furnieren, die meist nur noch als Absperrfurniere oder für nicht sichtbare Flächen verwendet werden. Verkauf auch nach Gewicht möglich.

Block
Bezeichnung für einen Stamm oder Stammteil in der Rundholz- bzw. Furnierform.

Blume
Die Pakete eines Stammes, wenn über das Herz hinweg gemessert wird. Ergibt den sogenannten kathedralen Aufbau.

Buch
Vor allem bei Schreinern gebräuchlicher Ausdruck für ein Paket Furnier. Dieser rührt daher, dass wie in einem Buch die Furnierblätter aufeinanderfolgen.

Buchs
Bei Nadelhölzern durch unregelmäßigen Jahrringaufbau entstehende Zonen, die besonders hart sind und daher Schwierigkeiten bei der Verarbeitung des Furniers ergeben (Druck-, Zugholz).

Buntheit
Ausdruck für unregelmäßigen Wechseldrehwuchs, der im Furnier eine mehr oder weniger unregelmäßige Zeichnung hervorruft.

Dosse
Siehe Blume

Drehwuchs
Spiralförmiger Wuchs eines Baumes, der durch äußere Einflüsse ††œ z. B. Wind ††œ hervorgerufen wird. Bei starkem Drehwuchs können Aufarbeitungsprobleme dadurch entstehen, dass sich die Jahrringe voneinander lösen und offene Stellen entstehen; daher werden sie meist gesägt.

Druckleiste
Dem Messer gegenüberliegende Leiste. Die Æ“ffnung zwischen Messer und Druckleiste ist etwas geringer als die Furnierstärke, um den notwendigen Gegendruck für einen glatten Schnitt zu erzeugen.

Druckplatten
Holz- oder Metallplatten, zum Pressen von Furnier auf eine Trägerplatte. Sie können je nach Bedarf flach oder gewölbt sein.

Federzeichnung
Anderer Begriff für Pyramidenzeichnung

Fehltaxe
Preisliche Bewertung eines Stammes, die nicht mit den Marktpreisen übereinstimmt.

Feinporigkeit
Man kann die Poren nur mit der Lupe erkennen, z. B. bei Ahorn, Birnbaum, Kirschbaum, Birke, Buche, Linde. Diese Hölzer haben eine gleichmäßige Textur.

Fineline-Furnier
Designerfurniere; werden nach einem besonderen Verfahren hergestellt, bei dem Schälfurniere zu einem Block verleimt und anschließend gemessert werden.

Flader
Siehe Blume

Fladerfurnier
Eine Bezeichnung für Furnier, das tangential aus einem Stamm gemessert wurde und eine ovale oder bogenförmige Maserung aufweist.

Flitsch
Rundholzteile, die für die Furnierherstellung von einem Stamm gesägt werden; das Furnierpaket aus zusammengehörenden geschnittenen Furnierblättern.

Fries
Die Pakete eines Stammes, die nach dem Auftrennen des Blocks und ggf. Heraustrennen des Herzes dadurch entstehen, dass die Jahrringe radial, im 90-Grad-Winkel, vom Messer getroffen werden. Typisch streifige Struktur der Furniere.

Frühholz
Der Teil des Jahresringes der im Frühjahr gebildet wird

Furnier
Im Normenbereich wird Furnier folgendermaßen definiert: `Dünnes Blatt aus Holz, das durch Schälen, Messern oder Sägen vom Stamm oder Stammteil abgetrennt wird.†Â (DIN 68.330. und DIN 4079-für die Praxis jedoch von geringer Bedeutung!) Ein dünnes Holzblatt, das zur Oberflächenbeschichtung von Trägermaterial wie z. B. Holzwerkstoffplatten verwende...

Fuss
Unteres Stammende im Rundholz oder Furnier, gekennzeichnet häufig durch groben Jahrringverlauf und nicht gewünschte Farbvariationen, vom Wurzelstock herrührend.

Geapfelt
Vom französischen Wort `Pommelé†Â (Pomme = Apfel) abgeleitete Bezeichnung für eine spezielle Zeichnung des Furniers

Geschlagen
Aufarbeitungsart durch die Stay-Log-Maschine. Auch exzentrisches Schälen genannt.

Geviertelt
Aufarbeitung von Furnierstämmen, die geviertelt wurden. Ergibt Friese und Halbflader.

Gitterflecken
Abdrücke der Trocknerbänder auf der Furnieroberfläche, durch fehlerhafte oder unsachgemäß gewartete Trocknerbänder hervorgerufen

Glatze
Bei groben Jahrringen in den Dossepaketen breite, strukturlose Flächen zwischen den Jahrringen.

Grat
Sehr feine Messerscharte, die beim Oberflächenschleifen des Furniers verschwindet und somit keine Beeinträchtigung des Furniers bedeutet.

Grobe Struktur
Der Jahrringaufbau von schnell gewachsenen Stämmen, der eine nicht erwünschte grobe Zeichnung im Furnier ergibt.

Grobjährig
Eine Bezeichnung für ringporiges Holz mit großen Poren

Grobporigkeit
Man kann die Poren bereits mit dem bloßen Auge sehen, z. B. bei Eiche, Esche, Nussbaum, Ulme. Diese Hölzer haben eine lebhafte Textur.

Gum
Schwarze, fleckenförmige Einschlüsse im Black Cherry Furnier, die von einem Furnierblatt zum anderen verspringen können.

Haare
Speziell bei den Holzarten Birnbaum und Maple vorkommende haarfeine Flecken, die sich über die gesamte Furnieroberfläche verteilen können und als qualitätsmindernd angesehen werden.

Halbmaser
Siehe Cluster

Halbstamm
Hälfte eines Stammes

Hartholz
Holz, das aus meist laubabwerfenden Laubbäumen gewonnen wird

Harzgallen
Taschenförmige Harzeinschlüsse bei harzhaltigen Nadelhölzern, die im Furnier offene Stellen ergeben und daher qualitätsmindernd sind.

Herzriss
In der Stammmitte entstehende Spannungsrisse. Die Lage vom Herzriss bestimmt maßgeblich die Stammeinteilung fürs Messern. Herzrisse im Furnier sind offen und können nicht verarbeitet werden.

Hirnschnitt
= Querschnitt; verläuft quer zur Stammachse. Auf der so erhaltenen Hirnschnitthälfte zeigen sich die Jahresringe und die Markstrahlen als verschieden breite Streifen deutlich.

Holzfasern
Die kleinsten, aus mehreren Zellen zusammengesetzten Einheiten im Aufbau des Holzes. Sie sind verschieden lang und schmal (Länge = 60?fache des Durchmessers) und verlaufen in der Wuchsrichtung des Baumteils.

Holzfehler
Jeder Fehler, der das Aussehen des Holzes beeinträchtigt, die Bearbeitung erschwert und den Wert des Holzes für eine bestimmte Verwendung mindert; häufig auch Wuchsmerkmal (z. B. Gum in Cherry)

Holzstrahlen
Auch Markstrahlen genannt. Man unterscheidet zwischen den primären, im einjährigen Sproß angelegten Strahlen, die tatsächlich vom Mark ausgehen und den sekundären, später angelegten, die ihren Ausgang im Jahresring nehmen, in welchem sie vom Kambium erzeugt wurden.

Horizontalmessermaschine
Messermaschine, bei der die Gegenbewegung Stamm/Messer horizontal ausgeführt wird.

Hortenleiste
Bei der früher angewandten Naturtrocknung die sich quer über das Furnierblatt abzeichnende Leiste des Einlegewagens.

Innenausbau-Länge
Längen in Rundholz und Furnieren von über 2,65 m in Spitzenqualität.

Intarsie
In Holz eingelegte oder aufgeleimte Verzierungen aus Furnier oder auch aus anderen Materialien (z. B. Metalle, Perlmutt), sehr kostspielig und wird im handwerklichen Bereich angewendet.

Paket
In der Regel die kleinste Verkaufseinheit, siehe Blatt.

Paneellänge
Längen in Rundholz und Furnieren zwischen 2,55 m und 3,30 m, die von der Paneelindustrie benötigt werden. Qualität meist nicht so hoch wie Schlafzimmerlängen.

Parkett-Marketerie
Ein ähnlicher Vorgang wie die Marketerie. Das Furnier wird hier jedoch in geometrische Formen geschnitten, die zu dekorativen Mosaikmustern zusammengesetzt werden.

Partie
Mehrere Stämme einer Holzart als Rundholz oder Furnier

Pfeffer
Bei Eibenfurnieren schwarze Stiftästchen im Holz, die die typische Zeichnung des Eibenfurniers ergeben. Je mehr Pfeffer und je regelmäßiger er über die Oberfläche verteilt ist, umso hochwertiger das Furnier.

Pianoei
Ein von der Pianoindustrie gesuchter Aufbau der Struktur in den Dossepaketen ††œ siehe Zeichnung. Wird benötigt von der Pianoindustrie für die Vorderfronten und den Klavierdeckel.

Pommelé
Siehe geapfelt

Poren
Bezeichnung für Gefäße (Tracheen) der Laubhölzer. Es sind im Querschnitt runde bis ovale Æ“ffnungen; im Längsschnitt sieht man Porenrillen oder Nadelrisse. Sie haben einen größeren Durchmesser als Fasern. Ihre Größe, Anzahl und Verteilung ist artspezifisch. Es gibt grobporige oder feinporige Furniere.

Pyramide
Typische Zeichnung des Furniers , das aus einer Astgabel hergestellt wurde. Je exakter die Pyramide oder auch Feder ausgeprägt ist, desto hochwertiger das Furnier.

Schieben
Verfahren bei der Weiterverarbeitung von Furnieren, bei dem die aufeinanderfolgenden Furnierblätter jeweils nur mit der Vorderseite aufgeleimt werden.

Schlafzimmerlänge
Längen in Rundholz und Furnieren zwischen 2,60 m und 3,20 m. Die Schlafzimmerqualität ist meist höher als die Paneelqualität.

Schneideholz
Rundholz in Sägequalität.

Schnittholz
Bereits fertiggestelltes Massivholz.

Schwarte
Erstes Seitenbrett des runden Stammes, das meist als Brenn- bzw. Abfallholz verwendet wird.

Schälfurnier
Furnierstamm wird zentrisch eingespannt und ein endloses Furnierband abgeschält. Beim Schälen wird der Messerblock gegen den rotierenden Stamm gedrückt.

Sortierung
Die qualitätsbezogene Einordnung von Furnieren und Preisgebung der verschiedenen Qualitäten.

Spannung
In einem Stamm treten durch unterschiedliche Wachstumszonen und Wachstumsgeschwindigkeiten (Wetterseite) Dichteunterschiede auf, die zu Spannungen im Rundholz führen können. Wird der Baum gefällt, können Spannungsrisse auftreten.

Spezifisches Gewicht
Rohdichte, Abkürzung r, die Masse einer Raumeinheit Holz, ausgedrückt in g/cm3. Die Rohdichte wird auf eine bestimmte Holzfeuchtigkeit bezogen. Mit der Rohdichte stehen die anderen Eigenschaften in Zusammenhang. Sie ist der Ausdruck für die Dichte der Holzsubstanz.

Spiegelschnitt
= Radialschnitt; Der Schnitt verläuft parallel zum Markstrahlverlauf und senkrecht zu den Jahresringen. Auf der Schnittfläche werden Rillen sichtbar bei Laubhölzern. Bei Eiche und Buche sind es glänzende Streifen und Bänder.

Splint
Die zwischen Rinde und Kernholz liegenden äußeren Zellschichten des Holzes. Die Wasser- und Nährstoffversorgung des Baumes geschieht nur in den äußersten Zellreihen des Splintes, der Rest der Zellschichten im Splintholz dient nur der Wasserspeicherung. Bei einigen Holzarten, z. B. Palisander und Europäischer Nussbaum, wird der Splint dekorativ vera...

Spritzer
Generelle Bezeichnung für fleckenförmige Einschlüsse im Holz, die sich farblich mehr oder weniger deutlich absetzen. Auch als Minerals bei Eiche, als Haare bei Birnbaum bezeichnet.

Spritzkern
Unregelmäßig ausgeformter Kern.

Spätholz
Der Teil des Jahresrings, der im letzten Teil der Wachstumsperiode, also nach dem Frühjahr, zuwächst

Stamm
Furnier- oder sägefähiger Abschnitt eines Baumes

Stamm-Maser
Maserstamm, bei dem die Maserbildung überirdisch am Stamm geschieht. Solche Maser sind: Eiche, Esche, Pappel, Rüster.

Stammrund
Die Präsentation von Furnieren, die in Form des ursprünglichen Stammes aufgesetzt sind.

Stammware
Furniere, die aus einem Stamm erzeugt werden und bei denen noch die Abwicklung innerhalb des Stammes gegeben ist.

Stay-Log
Spezielle Furnierschneidemaschine, bei der ein auf einem Balken liegender Stamm in kreisförmiger Bewegung am Messer vorbeigeführt wird und somit exzentrisch geschält wird.

Stock
Unteres Ende eines Stammes.

Stockflecken
Fäulnisflecken, die sich als Verfärbung im Furnier abzeichnen.

Streifer
Siehe Friese

Streifigkeit
Sich auf dem Furnier mehr oder weniger deutlich absetzende Farbstreifen, die meist als qualitätsmindernd angesehen werden. Vor allem bekannt bei europäischer Eiche.

Stürzen
Verfahren bei der Weiterverarbeitung von Furnieren, bei dem aufeinanderfolgende Furnierblätter abwechselnd mit Vorder- und Rückseite aufgeleimt werden, um eine spiegelbildliche Abwicklung zu erhalten.

Stärke von Furnier
In Europa sind Stärken zwischen 0,5 und 0,65 mm üblich. In Asien werden meistens Furniere zwischen 0,2 und 0,3 mm verarbeitet. Als Starkschnitt werden in der Regel Furniere von 1 bis 3 mm bezeichnet. Größere Stärken werden üblicherweise als Sägefurniere produziert, d. h. mit der Blockbandsäge geschnitten.

Taxe
Preisfestlegung für einen Furnierstamm.

Tegernseer Gebräuche
In der Holzindustrie gebräuchliches und anerkanntes Normenwerk, in dem generelle Regeln für die Säge- und Furnierindustrie festgelegt sind (z. B. Qualitätsbezeichnungen für Schnittholz, Toleranzen hinsichtlich Furnierstärken und fehlerhafter Blätter u. v. m.)

Tracheiden
Hauptzellform der Nadelhölzer. Sie haben die Funktion der Wasserleitung und der Festigung.

Traktor-Spuren
Typische Riegelausbildung, vor allem bei Buche; wird in der Regel als qualitätsmindernd angesehen.

Trockenkammer
Anlage zur künstlichen Trocknung von Massivholz mit Hilfe von Computersteuerung

Trommeln
Durch Vibration des Furnierblockes auf der Messermaschine oder durch falsche Druckeinstellung an der Maschine hervorgerufene Stärkenschwankungen, die regelmäßig als querverlaufende Streifen über das Furnierblatt verteilt sind.

Trägerplatte
Das Trägermaterial, auf welches das Furnier aufgebracht wird.

Umlegen
Das Vorführen eines Stammes, bei dem dieser Paket für Paket gezeigt wird.

Ummantelung
Verfahren, dreidimensionale Flächen (Profile, geschwungene Kanten u. Æž.) mit Furnieren zu ummanteln. Hat zum Teil die aus Massivholz bestehende und gefräste Kante abgelöst.

Zeichnung
Struktur und Färbung der Holzmaserung

Zopf
Oberes Ende eines Stammes (Rundholz oder Furniere).

Zurichten
Vorbereitung der Stämme zur Furnierherstellung. Beim Schälen z. B. das Ablängen auf zwei schälbare Teilstücke. Entfernen der Rinde und z. T. des Splintes. Einteilen des Stammes in Drittel oder Viertel zum Herstellen von Messerfurnieren mit bestimmten Bildern.

Zuschnitt
Das Beschneiden der Furniere an der Furnierschere, ob im Furnierwerk oder in der endgültigen Produktion.