Kopie von `Ingrid Ochse - Heilpraktikerin für Psychotherapie`

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Kategorie: Mensch und Gesellschaft > Psychotherapie
Datum & Land: 23/08/2010, DE
Wörter: 16


Anewand
Das Wort "Anewand" bedeutet so viel wie Feldrand. Die Stelle, an der der Pflug des Bauern wenden musste. Anewand ist für mich ein anderer, klangvollerer Ausdruck für "Grenze". Die Herausforderung, mit einem hohen Maß an Eindrücken, Anforderungen und Aufgaben im Leben umgehen zu lernen, ist für manche Menschen eine große Aufgabe. Überforderung oder die Erfahrung, dass eigene Bedürfnisse nicht wahrgenommen werden, sowie eine eingeschränkte Stabilität und Zuverlässigkeit von Beziehungen in frühen Entwicklungsphasen, können den Umgang mit eigenen und fremden Grenzen zu einer Lebensaufgabe werden lassen.

Autoimmunerkrankung
als solche bezeichnet man Erkrankungen, bei denen sich das menschliche Immunsystem gegen sich selbst richtet. Die Fähigkeit der körpereigenen Abwehrkräfte, zwischen gefährlich und ungefährlich, körpereigen und körperfremd zu unterscheiden, ist dabei beeinträchtigt.

Coaching
leitet sich vom englischen Wort "coach" ab und dieses meint im wörtlichen Sinne "Kutsche". Im übertragenen Sinne ist damit Begleitung, Wegweisung, Motivation zu und Training von Handlungsweisen gemeint. Der Coach leistet dabei Hilfe zur Selbsthilfe. Coaching hat oft berufliche Bezüge, ist aber auch zur Unterstützung der Erreichnung privater Zielsetzungen (z.B. der Änderung von Gewohnheiten und dem Einüben neuer Verhaltensweisen) sinnvoll.

Gestalt
Ganzheit, i.d.R. von der Umgebung abgrenzbar. In der Gestaltpsychologie wird der Begriff Gestalt vor allem im Zusammenhang mit der Wahrnehmung einer Ganzheit verwendet. Populäre Beispiele sind z.B. Bilder, in denen zwei unterschiedliche Dinge gesehen werden können (alte und junge Frau, Gesicht und Körper...), je nachdem, wie man sie betrachtet. Die Gestaltpsychologie entwickelte bestimmte Gesetze der Wahrnehmung: z.B. dass unvollkommene Gestalten (gestrichelte Linien, lückenhafte Bilder) in der menschlichen Wahrnehmung als geschlossen interpretiert werden.

Gestalttherapie
von Fitz Perls und Paul Goodmann Anfang der 50er Jahre entwickeltes Therapiemodell, basierend auf einer systemischen und ganzheitlichen Weltsicht. Gehört zu den humanistischen Verfahren in der Psychotherapie und entwickelte sich in unterschiedlichen Strömungen und Varianten weiter.

HPG
Heilpraktikergesetz

Hypnose
von hypnos = griech. Gott des Schlafes. Man versteht darunter einen dem Schlaf ähnlichen Zustand des Bewusstseins, in dem bestimmte Mechanismen des wachen Bewusstseins nur eingeschränkt aktiv sind. Dies soll es in der Hypnotherapie ermöglichen, Informationen zu erhalten und zu vermitteln, die bei wachem Bewusstsein nur gefiltert zugänglich sein würden.

Immunsystem
körpereigenes Abwehrsystem. Zum Teil angeborene, zum Teil erlernte Bestandteile und Prozesse im Körper, um von außen eindringende (Gifte, Bakterien, Viren etc.) aber auch im Körper entstehende Gefahren (wie z.B. entartete Zellen) zu erkennen und unschädlich zu machen.

Integrale Organisations- und Strukturaufstellung
(IOSA) von Rolf Lutterbeck weiterentwickelte Methode der systemischen Aufstellungsarbeit nach Prof. Varga von Kibéd. Beinhaltet die Methoden der Organisations- oder Team-Strukturaufstellungen (OSA, TSA), Problemaufstellungen und die sogenannte "Tetralemma"-Aufstellungen.

Kurzzeittherapie
den Begriff verwende ich hier im weiteren Sinne. Vor allem im Rahmen der Konzepte des NLP (s.u.; vgl. Bandler, Richard / Grinder, John: "Neue Wege in der Kurzzeittherapie - Neurolinguistische Programme"), aber auch, um deutlich zu machen, dass ich klare Absprachen über die Dauer und das Ziel einer therapeutischen Begleitung für wichtig halte.

Neuropsychotherapie
Wissenschaftliche Forschungsrichtung. Untersucht auf den Grundlagen der Hirnforschung und der Psychotherapieforschung den Zusammenhang zwischen therapeutischen Interventionen und den biochemischen neuronalen Prozessen im Gehirn. Literaturempfehlung: Grawe, K. (2004): Neuropsychotherapie, Göttingen/Bern: Hogreve-Verlag

NLP
Neuro-linguistische Programmierung (von neuro...= Nerven... und Linguistik = Sprachwissenschaft) Die Begründer des NLP (Richard Bandler, John Grinder) untersuchten erfolgreich tätige Psychotherapeuten wie Fritz Perls, Virginia Satir und Milton Erickson hinsichtlich ihrer Art, zu kommunizieren und ihrer Vorgehensweise in der therapeutischen Intervention.

Progressive Muskelrelaxation
(PMR) Die Progressive Muskelrelaxation (PMR) oder progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist eine bewährte Entspannungsmethode, die der Arzt und Physiologe E. Jacobson (1885-1976) in den 30er Jahren dieses Jahrhunderts entwickelt hat. Sie basiert auf dem Prinzip der Kontrastwahrnehmung und ermöglicht es, durch abwechselnde Spannung und Entspannung unterschiedlicher Muskelgruppen in einen Zustand der Entspannung zu gelangen.

Psychoneuroimmunologie
Wissenschaftliche Forschungsrichtung, die sich mit den Wechselwirkungen zwischen Gehirn, Nervensystem und Immunsystem beschäftig. Literaturempfehlung: Ruegg, C. (4. Aufl. 2007): Psychosomatik, Psychotherapie und Gehirn. Stuttgart: Schattauer Verlag; Grawe, K. (2004): Neuropsychotherapie, Göttingen/Bern: Hogreve-Verlag; Artikel "Hypnotherapie bei Autoimmunerkrankungen" von H. Krutiak. Als download verfügbar unter: www.krutiak.de/materialien.

Systemische Ansätze
finden sich in unterschiedlichen therapeutischen Konzepten. So z.B. in der Familientherapie Virginia Satirs, in der Aufstellungsarbeit nach Bert Hellinger u.a.m. Die Arbeit mit "inneren Anteilen" bedeutet, den Menschen als ein System zu verstehen, das in sich verschiedenen Anteile birgt, die sich ergänzen, teilweise auch widersprechen und zu einem harmonischen Miteinander kommen wollen. Diese Anteile repräsentieren z.B. die unterschiedlichen Erfahrungen, Überzeugungen, Wünsche und Träume eines Menschen. Menschen aus dem eigenen System können Familienmitglieder (lebende, bereits verstorbene oder nie geborene) oder andere Personen, mit denen wir privat und beruflich in Kontakt sind, sein.

Wilber, Ken
(*1949) US-amerikanischer Philosoph und Autor; die im Text genannten Ideen stammen aus einem der ersten Werke: No Boundary: Eastern and Western Approaches to Personal Growth, 1979 (dt. Wege zum Selbst, ISBN 3-442-21844-6). Die neueren Werke Wilbers befassen sich mit dem sog. "Integralen Ansatz", einer Verbindung von östlichen und westlichen Philosophien sowie Zusammenführung der Bereiche Religion, Wissenschaft und Philosophie in einem großen integrativen Bezugsrahmen.