Kopie von `Swiss Insurance Medicine`

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Swiss Insurance Medicine
Kategorie: Medizinisch > Versicherungsmedizin
Datum & Land: 26/06/2010, CH
Wörter: 424


Able to work
Arbeitsfähig

Abredeversicherung
Mit einer Abredeversicherung ermöglicht der Versicherer dem Versicherten, die Nicht-Berufsunfallversicherung durch besondere Abrede um höchstens sechs Monate zu verlängern, obschon die obligatorische Versicherung endet.

Absicht
Versicherungsrechtlich umfasst der Begriff "Absicht" nicht nur den Willen des Täters zur Verursachung des versicherten Schadens (Tatwille), sondern auch seinen Willen, dass die Schadensfolgen eintreten (Erfolgswille).

Absolute Risikoreduktion
Siehe: Absolute Risk Reduction

Absolute Risk Reduction
Die Absolute Risk Reduction entspricht der Differenz der Event Rates beim Vergleich von zwei Gruppen. Siehe auch: Event Rate

Accuracy
Die Accuracy ist der Grad, mit welchem eine Messung oder eine Estimation aufgrund von Messungen den wahren Wert widerspiegelt.

Adäquate Kausalität
Von adäquater Kausalität spricht man, wenn eine Ursache nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, einen Gesundheitsschaden von der Art des eingetretenen herbeizuführen. Die adäquate Kausalität ist eine Rechtsfrage und wird nicht vom Arzt beurteilt. Siehe auch: Beweisgrad, Kausalität, Natürliche Kau...

AHV
Siehe: Alters- und Hinterlassenenversicherung

AIV
Siehe: Arbeitslosen- und Insolvenzversicherung

Akkreditierung
Die Begriffe "Akkreditierung" und "Zertifizierung" werden im Qualitätsmanagement gebraucht und häufig ohne scharfe Trennung verwendet. Im Amerikanischen wird "accreditation" im Sinne einer Anerkennung durch eine Behörde oder eine Organisation gebraucht. In der Schweiz ist die Schweizerische Akkreditierungsstelle (SAS) des Eidgenössischen Amts für M...

Allgemeine Versicherungsbedingungen
Die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) regeln die für alle Vertragsparteien in gleicher Weise gültigen Bestimmungen und sind Bestandteil des Versicherungsvertrages. Bei der Ausgestaltung der AVB sind die Gesellschaften an das Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) gebunden. Die AVB unterliegen der Genehmigung durch das Bundesamt f...

Alters- und Hinterlassenenversicherung
Die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) ist der bedeutendste Pfeiler der sozialen Vorsorge in der Schweiz. Die AHV soll den wegen Alter und Tod zurückgehenden oder wegfallenden Arbeitsverdienst wenigstens teilweise ersetzen: Mit den Altersrenten trägt sie dazu bei, den Versicherten im Alter den Rückzug aus dem Berufsleben zu ermöglichen un...

Antrag
Unter Antrag versteht man die Willenserklärung, mit welcher ein Antragsteller verbindlich seinen Willen mitteilt, einen Vertrag abschliessen zu wollen. Für das Zustandekommen des Vertrages ist in der Folge nur noch die zustimmende Gegenerklärung (Annahme) des Empfängers erforderlich. Ein Antrag muss alle objektiv wesentlichen Vertragspunkte (versic...

Anzeigepflicht
Der Begriff "Anzeigepflicht" bedeutet sowohl die Offenlegungspflicht von Gefahrstatsachen des Versicherungsnehmers bei Vertragsabschluss als auch die unverzügliche Meldepflicht des Anspruchsberechtigten bei Eintreten des versicherten Ereignisses. Siehe auch: Anzeigepflichtverletzung, Gefahrstatsache

Anzeigepflichtverletzung
Wenn der anzeigepflichtige Versicherungsnehmer oder die versicherte Person beim Abschluss der Versicherung eine erhebliche Gefahrstatsache, die er kannte oder hätte kennen müssen, unrichtig mitgeteilt oder verschwiegen hat, besteht eine Anzeigepflichtverletzung. Siehe auch: Allgemeine Versicherungsbedingungen, Anzeigepflicht, Gefahrstatsache

Arbeitslosen- und Insolvenzversicherung
Alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind obligatorisch in der Arbeitslosen- und Insolvenzversicherung (AIV) versichert. Die AIV soll den Arbeitnehmer wenigstens teilweise für den Einkommensverlust entschädigen, den er durch eine nicht selbstverschuldete Arbeitslosigkeit oder wegen Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers erleidet.

Arbeitsunfähigkeit
Als arbeitsunfähig gilt eine Person, die infolge eines Gesundheitsschadens ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr, nur noch beschränkt oder nur unter der Gefahr, ihren Gesundheitszustand zu verschlimmern, ausüben kann. Im ATSG, Art. 6 ist die Arbeitsunfähigkeit wie folgt definiert: Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperliche...

ARR
Siehe: Absolute Risk Reduction

Arztgeheimnis
Siehe: Ärztliche Schweigepflicht

ATSG
Siehe: Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts

Attributable Risk
Der Begriff "Attributable Risk" bezeichnet die Rate für einen bestimmten Outcome, welche einer bestimmten Exposition zugeschrieben werden kann. Sie entspricht der Differenz der Raten der Exponierten und der Nichtexponierten. Für die Berechnung wird angenommen, dass ausser der untersuchten Exposition alle relevanten Rahmenbedingungen für die Exponie...

Attributables Riskio
Siehe: Attributable Risk

Attrition Bias
Attrition Bias entsteht durch Nichteinhalten des Protokolls und vorzeitiges Ausscheiden von Individuen aus der Studie: Es kann sein, dass eine Gruppe sich weniger als die andere an das Protokoll hält oder dass ihre Teilnehmer vermehrt aus der Studie ausscheiden. Siehe auch: Bias

Aufklärungspflicht
Die therapeutische Aufklärung ist erforderlich für die Gesundheitspflege sowie die Therapie am Patienten und unterliegt einem reinen medizinischen Zweck. Die ärztliche Selbstbestimmungsaufklärung dient der Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechts als Teil der persönlichen Freiheit des Patienten. Schutzobjekt ist die Würde des Menschen. Die Aufklä...

Ausgeglichener Arbeitsmarkt
Der "ausgeglichene Arbeitsmarkt" ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher der Abgrenzung der Leistungspflicht zwischen der Arbeitslosenversicherung (ALV) und der Invalidenversicherung (IV) dient. Gemeint ist ein Arbeitsmarkt mit einem gewissen Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften und einem Fächer verschieden...

Auskunftspflicht
Die Auskunfts- und Herausgabepflicht des Leistungserbringers wird im ATSG, Art. 28 Abs. 3 geregelt. Das UVG, Art. 54a geht weiter, indem auf eine Ermächtigung im Einzelfall verzichtet wird: Der Leistungserbringer muss dem Versicherten eine detaillierte und verständliche Rechnung zustellen. Er muss ihm auch alle Angaben machen, die er benötigt, um d...

Ausschlusstatbestand
Ausschlusstatbestände in Versicherungsverträgen regeln die Umstände, unter denen keine Leistungspflicht besteht, z. B. Erdbeben, kriegerische Ereignisse.

Ausserordentliche Methode der Invaliditätsbemessung
Die Invalidenversicherung (IV) kennt vier Methoden der Invaliditätsbemessung. Die ausserordentliche Methode der Invaliditätsbemessung betrifft erwerbstätige Personen, deren Vergleichseinkommen - beispielsweise aufgrund der allgemeinen Wirtschaftslage (z. B. Rezession) - nicht zuverlässig ermittelt werden kann. Der Invaliditätsgrad wird nach den erw...

AVB
Siehe: Allgemeine Versicherungsbedingungen

BAG
Bundesamt für Gesundheit

Bagatellunfall
Aus administrativer Sicht handelt es sich dann um einen Bagatellunfall, wenn keine Arbeitsunfähigkeit oder eine solche von höchstens zwei Tagen Dauer verursacht wird.

BB
Siehe: Besondere Bedingungen

Bedarfsversicherung
Eine Bedarfsversicherung ist im Schadenfall ungeachtet der Ursache leistungspflichtig. Krankenkassen und die Invalidenversicherung sind Bedarfsversicherungen. Siehe auch: Finalitätsprinzip

Behinderung
Von einer Behinderung wird gesprochen, wenn ein irreversibler Gesundheitsschaden mit funktioneller Einschränkung vorliegt.

Belief
Überzeugung

Benchmarking
Benchmarking ist der ständige Prozess des Strebens eines Unternehmens nach Verbesserung seiner Leistungen und nach Wettbewerbsvorteilen durch Orientierung an den jeweiligen Bestleistungen in der Branche oder an anderen Referenzleistungen.

Berufliche Eingliederungsmassnahmen
Massnahmen zur beruflichen Eingliederung umfassen die Berufsberatung und Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfen sowie die Kostenübernahme für Umschulungs- oder Ausbildungsmassnahmen. Siehe auch: Medizinische Eingliederungsmassnahmen

Berufsassoziierte Gesundheitsstörung
Zu den berufsassoziierten Gesundheitsstörungen zählt man gesundheitliche Probleme oder Krankheiten, deren Ursachen im Berufsleben liegen können, die aber die Kriterien einer Berufskrankheit oder eines Berufsunfalls nicht erfüllen.

Berufskrankheit
Nach UVG, Art. 9 gelten Krankheiten dann als Berufskrankheit, wenn sie bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind. Für die betreffenden Stoffe und Arbeiten besteht eine Liste im Anhang der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV). Auch andere Krankheiten ...

Berufsunfall
Nach UVG, Art. 7 ist ein Berufsunfall ein Unfall, der sich bei Tätigkeiten ereignet, die im Auftrag des Arbeitgebers oder in dessen Interesse ausgeführt werden. Ebenfalls als Berufsunfall zählen Unfälle, die sich während Arbeitspausen oder vor und nach der Arbeit ereignen, sofern sich der Verunfallte erlaubterweise auf der Arbeitsstätte oder im Ber...

Berufsunfähigkeit
Als berufsunfähig gelten Personen, die ihren bisherigen Beruf aus bestimmten (meist gesundheitlichen) Gründen nicht mehr ausüben können.

Besondere Bedingungen
Zusätzlich zu den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) können in einer Police allfällige individuelle Vereinbarungen als Besondere Bedingungen (BB) aufgeführt sein, z.B. Ein- und Ausschlüsse besonderer Risiken. Siehe auch: Police

Betriebswirtschaftliches Controlling:
Aufgabe des betriebswirtschaftlichen Controllings ist die Überprüfung von zuvor definierten betriebswirtschaftlichen Zielen und Massnahmen. Siehe auch: Medizinisches Controlling:

Betätigungsvergleich
Die Invalidenversicherung (IV) kennt vier Methoden der Invaliditätsbemessung. Die spezifische Methode des Betätigungsvergleichs betrifft Personen, die keine Erwerbstätigkeit ausüben, wie im Haushalt tätige Versicherte, Studierende, Ordensangehörige usw.. Der Invaliditätsgrad wird durch die Gegenüberstellung der ohne und mit Gesundheitsschaden ausge...

Beweisgrad
Im Sozialversicherungsrecht genügt grundsätzlich der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Die blosse Möglichkeit der zu beweisenden Tatsache genügt nicht. So ist z. B. das Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs (zwischen Diagnose und Unfall) als überwiegend wahrscheinlich (> 50%) nachzuweisen. Siehe auch: Adäquate Kausalität, ...

Beweislast
Ausser wenn das Gesetz es anders bestimmt, hat derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet: er hat die Beweislast.

bfu
Beratungsstelle für Unfallverhütung

Bias
Der Begriff "Bias" bezeichnet die Abweichung der Resultate oder Schlussfolgerungen vom wahren Wert bzw. den Prozess, der zu dieser Abweichung führt. Bias entsteht aufgrund von systematischen Fehlern.

Blinding
Siehe: Verblindung

BPV
Bundesamt für Privatversicherungen

Brückensymptome
Als Brückensymptome werden Beschwerden bezeichnet, die einen deutlichen Unterschied zu allgemein üblichen Beschwerden zeigen, welche hin und wieder auftreten. Sie weisen eine gewisse Intensität und Konstanz auf, das heisst sie treten pro Monat mehrmals auf und zwingen den Patienten zur Selbsttherapie oder zu ärztlicher / physiotherapeutischer Behan...

BSV
Bundesamt für Sozialversicherung

Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
Das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) legt ein einheitliches Verfahren innerhalb der Sozialversicherungen fest, stimmt deren Leistungen aufeinander ab, regelt die Rechtspflege und ordnet den Rückgriff auf Dritte. Es ist seit dem 1.Januar 2003 in Kraft.

BVG
Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge

Call Center
Zur Beantwortung von Kundenanfragen verfügen Versicherungen häufig über sogenannte Call Center, deren technische und personelle Infrastruktur eine möglichst effiziente und kompetente Behandlung von telefonischen Anfragen ermöglichen soll.

Capitation
Die Capitation ist eine Versichertenpauschale für die medizinische Versorgung von Patienten entsprechend dem Leistungskatalog der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Die Vergütung des Leistungserbringers bemisst sich unabhängig von der tatsächlich erbrachten medizinischen Leistung und basiert auf dem nach Alter, Geschlecht und Morbiditätsfak...

Care Management
Siehe: Managed Care

Carnet de santé
Das Carnet de santé ist eine Patientenkarte auf Chipkartenbasis. Je nach Gesundheitssystem sind die Ziele und Prioritäten eines Carnet de santé sehr unterschiedlich. Im Mittelpunkt stehen Ziele wie die Koordinierung der gesundheitlichen Betreuung, eine bessere Beziehung zwischen Versicherten, Patienten und Leistungserbringern sowie, ganz allgemein,...

Case Control Study
Bei der Case Control Study sind die Fälle (z. B. Erkrankte) der Ausgangspunkt für die Untersuchung. Sie werden mit den Kontrollen (Nicht-Erkrankte) verglichen. Untersucht wird, wie sich Fälle und Nicht-Fälle hinsichtlich Exposition in der Vergangenheit unterscheiden. Die Fall-Kontroll-Studie wird deshalb oft auch als retrospektive Studie bezeichnet...

Case Management
Es gibt verschiedene Definitionen: Case Management ist ein spezifisches Verfahren zur koordinierten Bearbeitung komplexer Frage-stellungen im Sozial-, Gesundheits- und Versicherungsbereich. In einem systematisch geführten, kooperativen Prozess wird eine auf den individuellen Bedarf abgestimmte Dienstleistung erbracht bzw. unterstützt, um gemeinsa...

Case Report
Case Report ist eine Publikation eines - meist medizinischen - Falles.

Case Series
Eine Case Series ist eine Publikation mehrerer gleicher oder ähnlicher Fälle, meist aus der klinischen Medizin.

CER
Siehe: Control Event Rate

Cohort Study
Cohort Studies sind beobachtende Studien, die Untersucher greifen selbst nicht in das Geschehen ein. In der Epidemiologie versteht man unter einer Kohorte eine Personengruppe mit vergleichbaren Startbedingungen. Im einfachsten Fall wird die Kohorte in eine Gruppe der exponierten und eine Gruppe der nicht exponierten Teilnehmer eingeteilt. Beide Gru...

Compassionate use
Mit "compassionate use" wird die Verwendung eines in der Schweiz noch nicht zugelassenen Medikamentes bezeichnet. Für den Versicherer besteht keine Leistungspflicht.

Compensation
Entschädigung

Computerbasiertes Patientendossier
Das computerbasierte Patientendossier ist eine in einem Computersystem gehaltene Krankendokumentation, die so gestaltet sein soll, dass sie den Anwendern den Zugang zu kompletten und korrekten Daten gewährt sowie unterstützende Funktionen bereitstellt.

Concealment of Allocation
Wenn in einem Randomised Controlled Trial die individuelle Zuordnung der Studienteilnehmer zur Interventions- bzw. Kontrollgruppe bekannt ist, besteht die Gefahr, dass diese nachträglich verändert wird. Vermeiden lässt sich dies durch eine externe Randomisierung: Die Instanz, welche das Zuordnungsschema erstellt, ist nicht identisch mit derjenigen,...

Confounder
Ein Confounder ist eine Störgrösse, die das Ergebnis einer Studie verzerrt.

Confounding
Siehe: Confounder

Consumer Health Record
Zusätzlich zum Electronic Health Record erlaubt dieses elektronische Dossier die unmittelbare Mitwirkung der Patienten im Datenmanagement durch Einsichtnahme, selektive Freigabe von Inhalten und eigene Einträge. Siehe auch: Electronic Health Record

Control
Siehe: Kontrollgruppe

Control Event Rate
Die Control Event Rate ist die Ereignisrate in der Kontrollgruppe einer Studie. Siehe auch: Event Rate, Kontrollgruppe

Control Group
Siehe: Kontrollgruppe

Correlational Study
Correlational Studies messen Charakteristika von Gesamtpopulationen (z.B. Alter, Ernährungsgewohnheiten, Alkoholkonsum, Rauchgewohnheiten etc.) und setzen sie in Bezug mit den interessierenden Inzidenz- oder Prävalenzdaten. Damit können Korrelationen festgestellt werden, Aussagen über allfällige kausale Zusammenhänge sind jedoch nicht möglich.

Cost-benefit analysis
Bei der Cost-benefit analysis (CBA) werden sowohl Kosten als auch Nutzen ausschliesslich in monetären Einheiten gemessen. Im Deutschen werden für diesen Studientyp sowohl der Begriffe "Kosten-Nutzwert Analyse" als auch "Kosten-Nutzen Analyse" gebraucht. Das monetäre Beziffern aller Outcomes erlaubt den Vergleich von beliebig unterschiedlichen Handl...

Cost-effectiveness analysis
Die Cost-effectiveness analysis (CEA) vergleicht alternative Handlungsoptionen aufgrund ihrer Kosten im Verhältnis zum Ergebnis. Dieses wird in nicht-monetären Einheiten gemessen, z. B. geretteten Leben oder symptomfreien Tagen. Der Vergleich wird damit auf eine einzige Dimension reduziert. Es muss deshalb jedes Mal kritisch hinterfragt werden, ob ...

Cost-minimisation analysis
Die Cost-minimisation analysis (CMA) vergleicht qualitativ und quantitativ identische Interventionen ausschliesslich auf Grund der Kosten.

Cost-utility analysis
Die Cost-utility analysis (CUA) erlaubt es, Interventionen in Bezug auf Unterschiede in der resultierenden Lebensqualität zu vergleichen. Diese wird in Form einer "Utility" ausgedrückt. Die Präferenz für einen bestimmten Gesundheitszustand wird als Zahl dargestellt. Am meisten verbreitet ist das Konzept der Quality Adjusted Life Years (QUALY's). Co...

Cross-over Design
Beim Cross-over Design werden im Verlauf der Studien die Intervention(en) bzw. Nicht-Intervention zwischen den einzelnen Gruppen nach einer bestimmten Zeit vertauscht. Das Cross-over Design setzt jedoch zwei Bedingungen voraus: 1) Im Verlauf der Studie dürfen in keiner der Gruppen relevante Veränderungen vorkommen. 2) Keine der Interventionen darf ...

Cross-over Study
Siehe: Cross-over Design

Cross-sectional Study
Bei einer Cross-sectional Study werden alle interessierenden Daten zu einem Zeitpunkt erhoben. Querschnittstudien messen die Prävalenz von Krankheiten, daher spricht man oft auch von Prävalenzstudien. Sie sind geeignet zur Erhebung der Datengrundlage für die Planung im Gesundheitswesen und zur Gewinnung von Hinweisen auf Risikofaktoren.

Damage
Körperschaden

Datenschutz
Unter Datenschutz versteht man den Schutz von Daten vor Missbrauch. Siehe auch: Datensicherheit, Persönlichkeitsschutz

Datensicherheit
Unter Datensicherheit wird die Bewahrung von Daten vor Beeinträchtigungen verstanden. Dabei zielt die Datensicherung besonders auf die Sicherstellung der Verfügbarkeit und der Integrität der Daten ab. Siehe auch: Datenschutz

Deficiency
Unzulänglichkeit

Deficit
Ausfall

Demand Management
Demand Management bedeutet, dass die Anforderungen an ein Versorgungssystem erfasst und zielgerichtet bearbeitet werden.

Detection Bias
Detection Bias entsteht, wenn das Bewerten des Outcomes von der Gruppenzugehörigkeit beeinflusst wird. Die Gefahr eines Detection Bias besteht vor allem dann, wenn das Bewerten des Outcomes einen gewissen Ermessensspielraum zulässt und/oder von der Interaktion zwischen Proband und Untersucher abhängt.

Diagnosis Related Groups
Diagnosis Related Groups (DRG's) dienen der Einteilung von stationären Behandlungsfällen. DRG-Systeme sind Patientenklassifikationssysteme, die stationäre Behandlungsfälle unter ökonomischen und medizinischen Gesichtspunkten in kostenhomogene Fallgruppen mit ähnlichem Erkrankungsspektrum einteilen.

Direkte Unfallfolgen
Direkte Unfallfolgen lassen sich ursächlich direkt aus den Unfallverletzungen sowie deren Operationen und Komplikationen ableiten (in der Regel in derselben Körperregion), z. B. Wundinfekt, Osteitis, Pseudarthrose oder posttraumatische Arthrose. Siehe auch: Indirekte Unfallfolgen

Disability
Behinderung

Disease
Krankheit

Disease Management
Disease Management verfolgt das Ziel der Verbesserung der Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung von Patienten. Dazu werden auf der Grundlage bester wissenschaftlicher Erkenntnisse Vorgaben für Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation sowie Pflege erarbeitet. Die Vorgaben können übergreifend über die traditionellen Sektoren von a...

Disfigurement
Entstellung

Disorder
Störung

Doppelblind
Bei einer doppelblinden Studie weiss weder der Studienteilnehmer noch der Behandelnde, ob eine Intervention wirklich oder nur zum Schein erfolgt (z. B. ob die Tablette den zu untersuchenden Wirkstoff enthält oder ob es sich um ein Placebo handelt). Siehe auch: Einfachblind, Placebo, Verblindung

Double Blind
Siehe: Doppelblind

DRG
Siehe: Diagnosis Related Groups

Drohende Invalidität
Im Zusammenhang mit dem Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen genügt bereits das Erfordernis einer unmittelbar drohenden Invalidität.