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kathweb - Lexikon Kirche & Religion
Kategorie: Religion und Philosophie > Kirche & Religion
Datum & Land: 31/05/2009, DE
Wörter: 338


Abraham
Abraham, ursprünglich Abram, ist eine biblische Gestalt des Alten Testaments. Zusammen mit seinem Vater Terach wanderte Abraham von Ur nach Haran, dort wurde er von Gott berufen und in das Land Kanaan geschickt. (Gen, 12) Gott schloss mit Abraham einen Bund, der auch als der 'alte Bund' bezeichnet wird (Gen, 15 und 17). Er ist Stammesvater der drei...

Absolution
Absolution von lat. absolutio bedeutet Freisprechung. Es ist die Lossprechung von den Sünden durch den Priester beim Sakrament der Buße.

Abt
Der Vorsteher einer klösterlichen Gemeinschaft mit rechtlichen Befugnissen heißt Abt. Er ist zugleich geistlicher Vater, der die Mönche im gottgeweihten Leben bestärkt. In Frauen-Orden lautet der Titel Äbtissin.

Ad-limina-Besuch
Die Canones 399 und 400 des Codex Iuris Canonici (CIC), des katholischen Kirchenrechts, verpflichten die Bischöfe, alle fünf Jahre persönlich dem Papst über den Stand der ihnen anvertrauten Diözese Bericht zu erstatten. Dieser Besuch wird Ad-limina-Besuch genannt, was sich von der lateinischen Wendung visitatio ad limina...

Adelheid
(931-999) Adelheid wurde 931 als Tochter des Königs Rudolf von Burgund geboren. Mit 16 Jahren heiratete sie König Lothar von Italien, der aber schon drei Jahre später starb. Im Jahr 951 heiratete sie schließlich König Otto I. Elf Jahre später erhielten sie in Rom aus der Hand des Papstes die Kaiserwürde. Nach dem Tod Ottos (973) ...

Adveniat
(Hilfswerk) Die 'Aktion Adveniat' ist ein katholisches Hilfswerk für die Kirche Lateinamerikas. Der Name leitet sich von der lateinischen Vaterunser-Bitte 'Adveniat regnum tuum' ab, übersetzt 'Dein Reich komme'. Als Initiator des 1961 gegründeten Werks gilt der inzwischen verstorbene Kardinal Franz Hengsbach. Die in Essen ansässi...

Advent
Das Wort Advent geht auf das lateinische 'adventus' zurück, das übersetzt 'Ankunft' heißt und auf die Geburt Christi hinweist. Die Christen bereiten sich in dieser Zeit auf das Geburtsfest Jesu (25. Dezember) vor und denken an die Wiederkunft Christi am Ende der Welt. Die Kirche bezeichnet den Advent daher als eine Zeit 'freudiger Erwartung'. Ältes...

Adventskalender
Wie der Adventskranz stammt auch der Adventkalender aus dem 19. Jahrhundert. Die klassische Form mit Türchen, die beim Öffnen Bilder zeigen, brachte 1908 ein Münchner Verlag heraus.

Adventskranz
Der Adventskranz zählt zu den jungen Bräuchen der Vorweihnachtszeit und hat seinen Ursprung in der evangelischen Kirche. Der Hamburger Pfarrer Johann Hinrich Wichern stellte ihn 1850 erstmals in der von ihm gegründeten Anstalt zur Betreuung gefährdeter Jugendlicher auf, im 'Rauhen Haus'. Der Kranz hatte damals noch 24 Kerzen. Vorbild waren die rund...

Agape
Das griechische Wort agape heißt übersetzt 'Liebe', in den ersten Christengemeinden wird dieses Wort zur Bezeichnung eines Liebesmahles benutzt. Die Agape war ein wichtiges Element des Gemeindelebens und oft mit der Eucharistie (Abendmahl) verbunden. Später wurden Agapen und Eucharistie getrennt gefeiert. Heute wird in den katholischen Gemeinden ei...

Agnus Dei
Das Agnus Dei geht zurück auf das Zeugnis von Johannes dem Täufer für Jesus (Joh, 1, 29) und wird bei der Eucharistie gebetet: 'Seht, das Lamm Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt.'

Akolyth
Das Akolythenamt war vom 3. Jahrhundert an die vierte Stufe der sogenannten niederen Weihen und damit eine Vor- und Durchgangsstufe zur Priesterweihe. In der Regel erfüllten Ministranten den Dienst des Akolythen. Mit dem neuen Kirchenrecht (1983) wurde dieser Dienst neu geregelt. Der Akolyth ist jetzt beauftragt, in der Messfeier den Altardienst zu...

Allerheiligen - Allerseelen
Am 1. November, dem Fest Allerheiligen, sieht man im Fernsehen immer wieder Bilder von Christen, die die Gräber ihrer Verstorbenen besuchen. Doch die Trauer um die Verstorbenen steht nicht im Vordergrund. Vielmehr handelt es sich um ein kirchliches Fest, an dem 'aller Heiligen' gedacht wird. Um heilig zu sein, braucht es nicht unbedingt eine Heilig...

Allerheiligenkirche Erfurt
In der Allerheiligenkirche in Erfurt entsteht bis 2007 das vermutlich erste Kolumbarium in einer katholischen Kirche, in dem sich Christen und Nichtchristen in Urnen bestatten lassen können. Die Erfurter Allerheiligenkirche wurde Anfang des 12. Jahrhunderts gestiftet und zusammen mit einem Kloster und einem Armenhospital erbaut. Die Besiedlung des...

Alt-Katholiken
Nach dem Ersten Vatikanischen Konzil um 1870 trennten sich kirchliche Gruppen von der Römisch-Katholischen Kirche und schlossen sich 1889 in der Utrechter Union zusammen. Diese sogenannten Alt-Katholiken halten im Allgemeinen an dem Glauben der alten Kirche (= Kirche vor dem Konzil um 1870) fest und lehnen das vom Ersten Vatikanum beschlossene Unfe...

Altar, Altarweihe
Der Altar ist der Ort, um den sich die christliche Gemeinde zur Feier der Eucharistie versammelt. Im Urchristentum benutzte man dazu einen hölzernen, beweglichen Tisch, über dessen Gestaltung Näheres nicht bekannt ist. Seit dem 4. Jahrhundert ist es üblich, den Altar aus Stein zu bilden, wobei die Tischform zunehmend von einem massiven Steinblock v...

Ambo
Der Ambo (v. griech. anabainein = hinaufsteigen) als der 'Tisch des Wortes' im Gegensatz zum Altar als dem 'Tisch des Mahles' ist das Lesepult, an dem Priester, Diakon oder Lektor die Lesung, das Evangelium und die Fürbitten vorlesen. Auch die Predigt wird heute am Ambo und nicht mehr von der Kanzel gehalten.

Amen
Amen bedeutet 'So sei es'. Es beendet und unterstreicht die liturgischen und persönlichen Gebete in dem Sinne, dass die von Gott gegebenen Verheißungen in Erfüllung gehen mögen. Bereits Jesus gebrauchte es.

Angelus-Gebet
Angelus-Gebet ( lat. angelus = Engel) oder auch 'Engel des Herrn'. Das ist der traditionelle Ruf zum Gebet um 6 Uhr, 12 Uhr und 18 Uhr durch das Läuten der Kirchenglocken. Das Gebet, das die Kirche für diese Zeiten empfiehlt, beginnt mit den Worten: 'Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft...' Das Läuten der Kirchenglocken zum Gebet zu best...

Anna-Morawska-Gesellschaft
Die katholische Kirche in Magdeburg hat die seit langem bestehende Verbindung zu Polen im Lauf der Zeit in sehr unterschiedlicher Art gepflegt. Während der DDR-Zeit entwickelten sich die in Magdeburg dreimal jährlich stattfindenden Polenseminare zu Fixpunkten der beiderseitigen Beziehung.

Apokalypse
Apokalypse bedeutet ursprünglich 'Enthüllung' und erzählt vom Weltlauf und vom Weltende. Im christlichen Verständnis ist mit der Apokalypse die Offenbarung des Johannes, das letzte Buch des NT, gemeint. Als Zeugnis des Glaubens an den Sieg Christi ist diese prophetische Schrift das große Mahn- und Trostbuch der Kirche geworden.

Apostel
Zum Begriff des christlichen Apostels (griech. apostolos = Gesandter, Bote) gehören Vollmacht und Sendung Gottes bzw. Christus. So versteht sich auch die Kirche als apostolisch. Als Botschafter Gottes verlangt der Apostel, dass sein Wort als Gottes Wort gehört werde. Bedeutender Apostel in der Nachfolge Jesu war Paulus, der nach einer Erscheinung d...

Apostolischer Stuhl / Heiliger Stuhl
Der apostolische Stuhl ist der Sitz der Nachfolge des Apostels Petrus, dem ersten Papst. Heute ist der Begriff für die gesamte päpstliche Regierung, also den Papst und die Kurie, gebräuchlich.

Approbation
Das lateinische Wort 'approbare' bedeutet: gutheißen, anerkennen. Die Approbation ist die Anerkennung eines Ordens oder eines Geistlichen in seinem Amt.

Ararat
Nach der Sintflut-Geschichte (Gen 6,9 - 8,19) landete Noah nach 150 Tagen auf dem Berg Ararat. Der Ararat ist heute der höchste Berg in der Türkei (5137 m).

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
(ACK) Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) ist ein Zusammenschluß von vierzehn Kirchen und Gemeinschaften in Deutschland. Sie repräsentiert etwa 56 Millionen Christen in Deutschland. 1948 gründete in der Bundesrepublik die Evangelische Kirche mit sechs anderen Gemeinschaften die ACK. Katholische Kirche und griechisc...

Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Thüringen
(ACKTh) In Thüringen gehören der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACKTh) zur Zeit zehn Kirchen als Mitglieder und drei kirchliche Gemeinschaften im Gaststatus an: Apostelamt Jesu Christi (AJC) - Gastmitglied, Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (BEFG), Bund Freier evangelischer Gemeinden (BFEG), Bun...

Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V.
Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. Die 1951 gegründete Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal e.V. (AFD) mit Sitz in Kassel tritt für die Pflege der traditionellen Friedhofskultur ein, vor allem dort, wo sie örtlich angenommen und in das gesellschaftliche Leben eingebunden ist. Sie ist dabei besonders an der Förderung regionaler Besond...

Aschermittwoch I
Der Aschermittwoch ist der Beginn der Fastenzeit. Seinen Namen erhielt er von einem Brauch in der Kirche des ersten Jahrtausends: Zu Beginn der Fastenzeit legten Gläubige, die für eine schwere Schuld büßen mußten, ein Bußgewand an und wurden mit Asche bestreut (Sprichwort: 'In Sack und Asche gehen'). Asche ist ein Zeichen für die menschliche Vergän...

Aschermittwoch II
Der Aschermittwoch ist der erste Mittwoch nach Rosenmontag. Mit ihm beginnt die christliche Fastenzeit. Sein Name geht auf einen Brauch zurück, nach dem christliche Büßer der ersten Jahrhunderte an diesem Tag das Bußgewand erhielten und mit Asche bestreut wurden. In späterer Zeit ließen sich alle Christen im Bewusstsein ihrer Fehler und zum Zeichen...

Auferstehung
Zentrales Element des christlichen Glaubens ist die leibliche Auferstehung Jesu Christi. 1 Kor 15, 3ff: '(...) Christus ist für unsere Sünden gestorben und ist begraben worden. Er ist am dritten Tag auferweckt worden und erschien dem Kephas , dann den Zwölf.' Die Auferstehung Jesu wird im Osterfest, dem höchsten Fest der Christenheit gefeiert. Darü...

Ave Maria
Im 'Ave (= gegrüßet seist du) Maria' bittet man die Gottesmutter um ihre Fürbitte. Der erste Teil des Gebets geht auf die Verkündigung der Geburt Jesu durch den Engel Gabriel (Lk 1, 28) und auf den Besuch Marias bei Elisabeth zurück (Lk 1, 42). Das 'Ave Maria' ist neben dem 'Vater unser' Teil des Rosenkranzgebetes.

Baldachin
Ein Baldachin (auch lat. coelum = Himmel) ist ein Schirmdach aus Stoff, das die Kirche aus der antiken Kultur übernommen hat. Der Baldachin soll die Würde oder die Heiligkeit von Personen, Orten oder Gegenständen herausstellen (z.B. über dem Allerheiligsten bei der Fronleichnamsprozession). Es gibt verschiedene Formen: am gebräuchlichsten als Tragh...

Barbara, hl.
(4. Dezember) Am Fest der heiligen Barbara, dem 4. Dezember, stellen die Menschen vielerorts Kirschzweige ins Wasser und an einen warmen Ort. Die Barbara-Zweige sollen zu Weihnachten blühen. Das vermeintliche Wunder blühender Zweige verdeutlicht das Wunder der heiligen Nacht: In Jesus wird Gott Mensch und gibt so der Schöpfung ei...

BDKJ
Der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) ist der Dachverband aller anerkannt-katholischen Jugendverbände in Deutschland und versteht sich als deren Interessenvertreter gegenüber kirchlichen und staatlichen Stellen. Der BDKJ ist untergliedert in Bistums-/Diözesanverbände. Zu den Mitgliedsverbänden im Bistum Magdeburg zählen unter anderen Pf...

Beichte - Bußsakrament
Die Beichte ist ein Zeichen der Versöhnung, ein Sakrament, mit dem Gott und Mensch einen neuen, gemeinsamen Anfang wagen. Indem der Beichtende sein Vergehen aufrichtig bereut, wendet er sich Gott wieder zu. Er darf von Neuem hoffen, dass sein Leben gut wird. Der Glaube an die Beichte gründet in den Worten Jesu an seine Jünger: 'Wem ihr die Sünden v...

Benediktiner
Weltweit gibt es mehr als 500 benediktinische Klöster mit etwa 20.000 Mönchen und Nonnen. Sie leben nach der Regel des heiligen Benedikt, der den Orden am Beginn des sechsten Jahrhunderts in Italien gegründet hat. Darüber hinaus wurde die 'regula benedicti' zur Grundlage vieler weiterer Ordensgemeinschaften. Benediktiner leben in einem Kloster. Das...

Beschneidung
Die Beschneidung ist ein Brauch, der bei einer Reihe von Völkern des Vorderen Orients seit langer Zeit bekannt ist. Das Volk Israel kennt dieses Ritual schon lange. Dort werden nur die Männer beschnitten. Dabei wird die Vorhaut vom Glied entfernt. Über die Bedeutung geben die ganz alten Texte des Alten Testaments keine eindeutige Auskunft. In jünge...

Betlehem
Das hebräische Wort 'Betlehem' bedeutet: Haus des Brotes. Der Ort in Judäa liegt 7 km südlich von Jerusalem. Nach Lk 2,5 und Mt 2,1 ist es der Geburtsort Jesu.

Bettelorden
Bettelorden unterscheiden sich von den monastischen Orden: Das erste und augenfälligste Differenzierungsmerkmal ist die Weise ihrer Armut. Sie lehnen den Besitz ab und leben vom Arbeitslohn und vom Betteln. Die typischen Bettelorden sind Franziskaner (mit Kapuzinern) und Dominikaner, später kamen Karmeliten und Augustiner-Eremiten hinzu. Das zweite...

Bibel
Die Bibel ist die Sammlung aller in den Kanon aufgenommenen Schriften, die die fortschreitende Geschichte Gottes mit den Menschen erzählen. Sie besteht aus dem Alten und dem Neuen Testament. Das Wort 'Bibel' geht auf das griechische Wort biblos = Buch bzw. Schriftrolle zurück. Der erste Teil der Bibel, das Alte Testament, erzählt vom 'Alten Bund' ...

Bibelübersetzung
Die alten Schriften waren ursprüngllich in aramäischer und hebräischer Sprache verfasst. Die älteste Übersetzung der Schriften ist die sogenannte Septuaginta, aus der der Kanon des AT entstand. (Der Kanon des AT der Juden und der evangelischen Kirche ist enger, der der griechisch-orthodoxen Christen weiter gefasst als der Kanon der römisch-katholis...

Bischof I
Das Wort Bischof kommt aus dem Griechischen (episkopos) und bedeutet soviel wie Aufseher. Im weltlichen Bereich waren episkopoi zur Zeit des Neuen Testamentes Aufsichts- oder Verwaltungsbeamte.

Bischof II
Der Bischof ist in der römisch-katholischen Kirche der Vorsteher eines Bistums und hat dort die volle Regierungsgewalt inne. Von ihm geht des gesamte Lehr- und Rechtsvollmacht in seinem Bistum aus und er ist allein dem Papst verantwortlich. Für die Verwaltung stehen dem Bischof verschiedene Mitarbeiter der bischöflichen Kurie zur Seite: der General...

Bischofsring
siehe Stichwort Pontifikalien

Bischofsstab
siehe Stichwort Pontifikalien

Bischofssynode
Laut Kirchenrecht finden Bischofssynoden nicht in regelmäßigen Abständen statt, sondern jeweils zu einem konkreten Anlass. Im Kirchenrecht heisst es: 'Die Bischofssynode untersteht direkt der Autoriät des Papstes, dessen Sache es näherhin ist, die Synode einzuberufen, sooft es ihm angebracht erscheint,...' Anders verhält es sich mit den Ad-Limina-B...

Bischofswappen
Wappen entstammen dem Rittertum und dienten ursprünglich zur Unterscheidung der Krieger. Erst als sich die Wappen zu Eigentums-, Herrschafts- und Hoheitszeichen entwickelt hatten, wurden sie auch im kirchlichen Bereich genutzt (ab dem 13. Jahrhundert). Geistliche und geistliche Gemeinschaften führten sie im Siegel und brachten sie an Denkmälern, in...

Bistum / Diözese
Ein Bistum bzw. eine Diözese ist der Verwaltungsbezirk, der einem Bischof unterstellt ist. Das lateinische Wort 'dioecesis' bedeutet Haushaltung, Verwaltung. Meist ist das Bistum nach dem Ort des Bischofssitzes benannt. Es ist wiederum untergliedert in Dekanate, dem Zusammenschluss mehrerer benachbarter Pfarrgemeinden. In Deutschland gibt es derzei...

Blasius, hl.
(3. Februar) Blasius - dessen Fest die Kirche am 3. Februar feiert - ist einer der meistverehrten Heiligen. Er war Bischof in der armenischen Stadt Sebaste und starb um das Jahr 316 unter dem römischen Kaiser Licinius, der ihn foltern und köpfen ließ. Darüber hinaus bestehen keine gesicherten Erkenntnisse, aber es gibt eine Reihe...

Blasphemie
Der Begriff lässt sich herleiten vom griechischen Wort Blasphemos = 'Schaden reden' und bedeutet das Verhöhnen, Verleugnen oder Beschimpfen Gottes, seines Namens oder mit Gott in Zusammenhang stehender Dinge, Sachverhalte sowie Würdenträger durch Worte, Handlungen oder Zeichen. Gotteslästerung stand lange Zeit unter Todesstrafe. Jesus selbst wurde ...

Bonifatius
Der auch als 'Apostel der Deutschen' bezeichnete angelsächsische Winfried Bonifatius (672-754) war der bedeutendste Missionar und Kirchenorganisator in Germanien. Die Missionsreisen des Bonifatius sollen Expeditionen mit größerem Gefolge gewesen sein, um an den jeweiligen Orten Niederlassungen und Klöster zu gründen. Das Grab des Bonifatius befinde...

Bonifatiuswerk
Das Bonifatiuswerk entstand 1849 als Hilfsorganisation für die Katholiken in der Diaspora. Es ist benannt nach dem heiligen Bonifatius, dem Missionar und Apostel der Deutschen. In Diasporagebieten baut das Werk unter anderem Kirchen, Kindergärten, Pfarrheime und Schulen. Es zahlt Beihilfen zu Gehältern kirchlicher Mitarbeiter, unterstützt die Seels...

Braun, Altbischof Johannes
Johannes Braun war von 1970 bis 1990 Bischof in Magdeburg. Er wurde am 28. Oktober 1919 in Dortmund geboren. Nach dem Abitur studierte er Philosophie und Theologie in Paderborn. Da der Krieg seine Ausbildung zum Priester unterbrach, konnte er erst 1948 die Weihe empfangen. Als Neupriester wurde er Vikar in der Magdeburger Gemeinde 'St. Sebastian'. ...

Brustkreuz
siehe Stichwort Pontifikalien

Bund Katholischer Unternehmer
(BKU) Der Bund Katholischer Unternehmer ist ein freiwilliger Zusammenschluss von katholischen Unternehmern und unternehmerisch Tätigen und versteht sich als Stimme der katholischen Unternehmer in Wirtschaft, Gesellschaft, Kirche und Politik. Zur Zeit gehören dem BKU rund 1200 Unternehmer, Selbständige und leitende Angestellte in ...

Buß- und Bettag
Die katholische Kirche kennt seit Jahrhunderten feste Buß- und Bettage (Fastentage, wie z.B. Quatembertage). Solche Tage sind auch in die Kirchenordnungen der reformatorischen Kirchen eingegangen. Da aber jede Obrigkeit andere Termine bestimmte, gab es Ende des 19. Jahrhunderts über 40 verschiedene Bußtage, bis 1893 in Preußen ein einheitlicher Buß...

Caritas
Das lateinische Wort 'caritas' bedeutet Liebe. Sie gilt neben Glaube und Hoffnung als die dritte und größte theologische Tugend (1 Kor 13,13). Meist wird damit die organisierte kirchliche Hilfeleistung bezeichnet, die sich aus der Nächstenliebe ergibt. Der Caritasverband wurde 1897 durch den Priester Lorenz Werthmann in Köln gegründet. Seit 1922 ...

Charisma
Charisma kommt aus dem Griechischen und heißt übersetzt so viel wie 'Gnadengabe'. Gemeint ist damit eine besondere Begabung eines Menschen, die ihm von Gott geschenkt wurde und die er im christlichen Verständnis in den Dienst der Gemeinschaft stellen kann und soll. In urchristlicher Zeit war damit besonders gemeint, dass jemand die Gabe der Prophet...

Chrisam
Chrisam ist in der Karwoche geweihtes Öl, das für Salbungen bei Taufe, Firmung, Bischofs- und Priesterweihe sowie bei Altar-, Glocken- und Kirchenweihen benutzt wird. Die Salbung eines Menschen mit Öl versinnbildlicht seine Erwählung durch Gott und bringt Segensfülle, Stärkung und Heil(ung) zum Ausdruck.

Christkönigsfest
Der letzte Sonntag im Kirchenjahr wird in der katholischen Kirche als 'Hochfest unseres Herrn Jesus Christus, des Königs des Weltalls' begangen. Mit diesem Fest wird Christus in besonderer Weise als Herr der gesamten Schöpfung verehrt. Dieses Fest soll herausstellen, das Christus das Ziel des Kirchenjahres und das Ziel von Kirche und ihren einzelne...

Christliche Zeitrechnung
Nachdem sich das Christentum im Römischen Reich durchgesetzt hatte, wurde die antike Zeitrechnung durch die christliche ersetzt. Zuvor zählte man in Rom entweder die Jahre 'ab urbe condita' (a.u.c. = seit der Gründung der Stadt Rom) oder die Jahre des jeweils amtierenden Herrschers. In christlicher Zeitrechnung stellt das Geburtsjahr Christi die Ze...

Christus
Das Wort 'Christus' ist griechischen Ursprungs und bedeutet: Gesalbter. Die Urgemeinde gab Jesus den Hoheitstitel 'Christus'. Der Gesalbte Gottes lebt als Erhöhter beim Vater.

Christusmonogramm
Das Christusmonogramm wird in der christlichen Kunst häufig verwendet. Es handelt sich bei diesem Zeichen um zwei zusammengesetzte Buchstaben des griechischen Alphabetes: X = CH (gesprochen Chi) und P = R (gesprochen Rho). Chi und Rho sind die ersten beiden Buchstaben des griechischen Wortes Christos = Christus. Das 'PX' ist also ein Zeichen für Je...

Claretiner
†žEine produktive Spannung ergibt sich aus der Tatsache, dass wir keine Zisterzienser sind: Als Claretiner nehmen wir Elemente der zisterziensischen Spiritualität auf und bringen sie in Verbindung mit der ordenseigenen Ausrichtung, die sich an den Ideen unseres Gründers Pater Claret orientiert: Verbreitung des Evangeliums vom Reich Gottes, Begleitun...

Codex Iuris Canonici
Der Codex Iuris Canonici (= Kodex des kanonischen Rechts, Abk. CIC) ist das Gesetzbuch der katholischen Kirche. Die heutige Fassung wurde unter Papst Johannes Paul II. 1983 herausgegeben.

Comboni-Missionare
Im Bistum Magdeburg - in Halle - leben Brüder des nach Daniel Comboni benannten Ordens. Sie kamen nach 1989 in die Saalestadt und arbeiten dort unabhängig von den Pfarrgemeinden. Die Combonis möchten in Halle Erfahrungen und Probleme afrikanischer und lateinamerikanischer Menschen bekannt machen. In Deutschland gibt es sechs Niederlassungen der Gem...

Damaskuserlebnis
Paulus von Tarsos hatte vor den Toren der Stadt Damaskus eine Vision des gekreuzigten Jesus, den er als Auferweckten und zu Gott erhöhten Messias sah. Dieses Damaskuserlebnis war Anlass seiner Bekehrung. Aus dem ungläubigen Saulus wurde der Christ und Heidenmissionar Paulus, der im weiten Sinne auch zu den Aposteln gezählt wird, obwohl er Jesus nie...

Darstellung des Herrn, Lichtmess
Am 40. Tag nach Weihnachten feiert die katholische Kirche 'Lichtmess'. Ein anderer Name für dieselbe Feier ist 'Darstellung des Herrn'. Das besondere der Lichtmess; sind Kerzenweihe und Prozession. Damit wollen die Christen zeigen, dass; der Gottessohn Jesus die Welt in ein neues Licht gestellt hat: Sein Leben und seine Botschaft leuchten in der Du...

Dechant, Dekan
Der Dechant oder Dekan leitet ein Dekanat (griech. deka = zehn). Das ist ein Verwaltungsbezirk in einem Bistum (Diözese), der mehrere Pfarreien (nach dem Namen müssten es eigentlich zehn sein) umfasst. Er führt im Auftrag des Bischofs Dienstaufsicht über die Geistlichen im Dekanat, visitiert die Gemeinden und kümmert sich um die Koordination der Pa...

Deismus
Im Deismus gilt Gott zwar als Schöpfer der Welt, aber als solcher, der seit der Schöpfung keinen weiteren Einfluss mehr auf das Weltgeschehen nimmt. Der Deismus ist in der Zeit der Aufklärung entstanden und resultiert aus der Suche nach einer gemeinsamen Wahrheit, die in allen Religionen enthalten ist und von der Vernunft ausgeht. Dem Deismus zufol...

Dekanat
Jedes Bistum ist in Dekanate unterteilt. Zu jedem Dekanat gehören mehrere - ursprünglich zehn - Pfarreien. Die Pfarrer wählen aus ihrer Mitte den Dekan, der vom Bischof bestätigt wird.

Der Ablass - ein Zeichen der Gnade
Geschichte Praxis und Lehre des Ablass entstanden in der Kirche erst nach dem 10. Jahrhundert. Für die Ablass-Lehre gibt es keinen direkten Schriftbeleg. Als biblische Stütze gilt jedoch das Paulus-Wort: 'Wenn darum ein Glied leidet, leiden alle Glieder mit, wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle anderen mit ihm' (1 Kor 12,26). Ablass-Praxis ...

Diakon, Ständiger
In Deutschland gibt es etwa 2 500 Ständige Diakone. Weltweit arbeiten rund 25 000 von ihnen in der Seelsorge. Das Wort Diakon entstammt dem Griechischen und bedeutet Diener. Der Diakon ist schon in der Bibel erwähnt. Damals wirkte er in der Armenpflege oder als Gehilfe des Bischofs beim Gottesdienst. Seit dem fünften Jahrhundert verlor das Amt an B...

Diakon, Ständiger Diakon, Diakonenweihe
In der katholischen Kirche ist das Diakonat ein Dienstamt, das verheirateten und unverheirateten Männern durch die Weihe zum Diakon übertragen wird. Das Wort 'Diakon' stammt vom griechischen Verb 'diakonein' ab und bedeutet 'dienen', 'fürsorglich helfen'.

Diaspora
Als Diaspora werden Gebiete bezeichnet, in denen Mitglieder einer Religionsgemeinschaft als Minderheit leben. Das Wort entstammt dem Griechischen und heißt übersetzt 'Zerstreuung'. Es findet sich bereits im alten Judentum: Diaspora herrschte dort, wo Juden außerhalb des heiligen Landes Israel lebten. Das Christentum übernahm den Begriff und seinen ...

Die sieben Todsünden
(Hauptsünden) Der Begriff Sünde bezeichnet jede Störung des Verhältnisses des Menschen zu Gott. Bereits einige große Theologen des christlichen Altertums (Kirchenväter) haben die Unterscheidung zwischen lässlicher und schwerer Sünde eingeführt. Die schweren Sünden, auch Todsünden genannt, bezeichnen nach traditioneller katholisch...

Diözesanadministrator
Bei Rücktritt oder Tod eines Bischofs - wenn also der bischöfliche Stuhl verwaist ist - muss innerhalb von acht Tagen das Domkapitel zusammen kommen und einen Verwalter des Bistums, den Diözesanadministrator, wählen. Für dieses Amt darf laut Kirchenrecht 'gültig nur bestellt werden, wer Priester ist, das fünfunddreißigste Lebensjahr vollendet hat u...

Dominikaner
Der Orden der Dominikaner wurde im frühen 13. Jh. vom hl. Dominikus gegründet und ist einer der vier großen Bettelorden. Der offizielle Name lautet 'Ordo fratrum Praedicatorum' (= Orden der Predigerbrüder), weshalb die Mitglieder noch heute das Kürzel OP hinter ihrem Namen tragen. Anlass zur Ordensgründung war für Dominikus das Zusammentreffen mit ...

Domkapitel
Die Aufgaben des Domkapitels ergeben sich aus dem allgemeinen Kirchenrecht, aus Beschlüssen der Deutschen Bischofskonferenz, aus Regelungen des Konkordats, aus diözesanen Gewohnheiten und aus der Geschichte und Bedeutung des Domkapitels: Hauptaufgabe des Domkapitels ist es, bestimmte hervorgehobene Gottesdienste in würdiger Form in der Kathedrale d...

Domkapitel, Domkapitular
Das Domkapitel (Kapitel von lat. caput, Kopf), ist das Leitungsgremium einer Bischofskirche. Seine Mitglieder sind Priester, die vom Ortsbischof ausgewählt und zu Domkapitularen (auch als Domherren oder Kanoniker bezeichnet) ernannt werden. Dabei ist das Domkapitel zu hören. Die Größe des Domkapitels variiert je nach Größe der Diözese, wobei die i...

Doxologie
Die Doxologie (von griech. doxa = Ruhm, Ehre) ist der feierliche Lobpreis Gottes. Die bekannteste Doxologie ist der Schluss des Vaterunser: 'Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.'

Dreifaltigkeitssonntag
(Trinitatis) Obwohl jeder christliche Gottesdienst dem dreifaltigen Gott gewidmet ist, erinnert dieses Fest in besonderer Weise an den Glauben der Christen an den dreifaltigen Gott (Trinität). Es fällt auf den ersten Sonntag nach Pfingsten, und zwar sowohl im katholischen als auch im evangelischen liturgischen Kalender. Eingeführ...

Ehe - Heiraten - Ehesakrament
Die katholische Kirche versteht die Ehe als ein Sakrament, also als ein Zeichen, in dem Gott den sich Trauenden seine Liebe und Hilfe für das gemeinsame Leben zusagt. Zudem gilt die Ehe als Abbild des Bundes zwischen Christus und der Kirche: Wie Christus und die Kirche eins sind, so gilt die Ehe als unauflösbare Gemeinschaft. Das Ehesakrament spend...

Ehenichtigkeitserklärung
Eine gültig geschlossene und vollzogene Ehe gilt nach katholischem Sakraments- und Rechtsverständnis als unauflösbar. Deshalb kann es keine kirchliche Ehescheidung geben. Es gibt jedoch Fälle, bei denen aus katholischer Sicht bei der Trauung gar keine gültige Ehe zustande gekommen ist. Ein kirchliches Gericht kann daher nach sorgfältiger Prüfung zu...

Eisheiligen, die
(11. bis 15. Mai) Sie sind nicht erfroren und starben den Märtyrertod keineswegs in der Antarktis oder im bitterkalten Sibirien; das Leben der Eisheiligen hatte nicht mehr mit Kälte zu tun als das der meisten Mitteleuropäer: Die Eisheiligen haben ihren Namen, weil an ihren Festtagen zur Mitte des Wonnemonats Mai oft zum letzten M...

Emmaus-Gang
Das Lukas-Evangelium (24,13-35) berichtet davon, dass zwei Tage nach dem Kreuzes-Tod Jesu zwei Jünger auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus waren. Dabei unterhielten sie sich über das, was sie erlebt hatten und wie durch den Tod Jesu ihre Hoffnung zunichte gemacht worden war, 'dass er der sei, der Israel erlösen werde' (24,21).

Enzyklika
Die Enzyklika ist ein Lehrschreiben des Papstes von sehr hohem Rang. Der Papst nimmt darin Stellung zu theologischen und gesellschaftlichen Fragen. Eine Enzyklika hat nicht den Status der Unfehlbarkeit, dennoch ist sie Ausdruck der obersten Lehrgewalt des Papstes, spricht ein Urteil über bisher umstrittene Fragen und entzieht diese der freien Erört...

Epiphanie, Erscheinung des Herrn
Das Fest 'Epiphanie' zu deutsch 'Erscheinung des Herrn' gehört zu den alten christlichen Festen. In den Gottesdiensten wird der Bibeltext vorgetragen, der davon erzählt, dass Sterndeuter (Magier) aus dem Morgenland zur Geburtsstätte Jesu in Bethlehem gezogen sind, um ihn anzubeten. Der Volksglauben sieht sie als Könige, wegen der Zahl ihrer Gaben a...

Erntedank
Die katholischen Christen feiern Erntedank am ersten Sonntag im Oktober. Sie danken Gott für die Gaben der Schöpfung und legen symbolhaft Erträge der Ernte wie Kartoffeln, Wein und Getreide vor den Altar. In einer Zeit, in der viele Menschen nur noch Milch aus der Pappe und Gemüse aus der Dose kennen, erinnern sie an die Arbeit der Bauern und daran...

Erstkommunion
Nach der Taufe ist die Erstkommunion ein weiterer Schritt zur Aufnahme in die volle Gemeinschaft der katholischen Kirche. Das Wort 'Kommunion' bezeichnet die Teilnahme am Abendmahl und entstammt dem lateinischen 'communio', das soviel wie 'Gemeinschaft' bedeutet. Zur Erstkommunion gehen die Kinder meist im Alter von neun oder zehn Jahren. Sie empfa...

Erzengel
Engel tauchen verstärkt in den späten alttestamentlichen Schriften auf, die Bezeichnung Erzengel aber erst im Neuen Testament. In den alttestamentichen Schriften werden dann aber auch einige Engel besonders hervorgehoben, während Engel sonst in der Regel namenlos bleiben: Michael im Buch Daniel ist 'einer der obersten Engelfürsten', Raphael im Buch...

Eucharistie
Die Eucharistie (gr. eucharistia = Danksagung) ist zentraler Bestandteil des katholischen Gottesdienstes und eines der sieben Sakramente. Sie vergegenwärtigt den Opfertod Jesu und wird in jeder Messe in Erinnerung an das letzte Abendmahl gefeiert, das Jesus vor seinem Leidensweg am Gründonnerstag mit seinen Jüngern beging: 'Und er nahm das Brot, sp...

Evangelisch
Als evangelisch bezeichnen sich Christen bzw. Kirchen und Gemeinschaften, die in der heiligen Schrift die alleinige Norm des Glaubens sehen. Heute führen diese Bezeichnung allerdings sehr unterschiedliche Kirchen und Gemeinschaften.Luther hatte diesen Begriff schon sehr früh als Selbstbezeichnung für die Kirchen der deutschen Reformation vorgeschla...

Evangelisten
Evangelisten nennt man die Verfasser der vier Schriften des Neuen Testaments, die man als 'Evangelium' (griechisch = Frohe Botschaft) bezeichnet. Diese Schriften geben Zeugnis vom Wirken Jesu, sind also keine Protokolle des Lebens Jesu. Sie sind jeweils für einen bestimmten Adressaten-Kreis geschrieben, das heißt, sie haben die Situation bestimmter...

Evangelium
Das griechische Wort 'euaggelion' bedeutet Frohe Botschaft. Vier Evangelien sind von der Kirche anerkannt (Matthäus-, Markus-, Lukas- und Johannesevangelium). Die Schriften unterscheiden sich teilweise in Inhalt und Umfang, bilden aber eine innere Einheit. Sie berichten von der »frohen Botschaft«, von Jesus Christus und seinen Worten und Taten.

ex cathedra
Die letztgültige und verbindliche Lehrentscheidung des Papstes in einer Frage des Glaubens oder der Sitte nennt man eine 'ex cathedra-Entscheidung'. Der lateinische Begriff bedeutet 'vom Lehrstuhl aus'.

Exegese
Das griechische Wort 'exegeisthai' bedeutet: erzählen, erklären. Die Exegese will die Heilige Schrift mit wissenschaftlichen Mitteln auslegen und theologisch interpretieren.

Exerzitien
Der Begriff 'Exerzitien' ist lateinischen Ursprungs und bedeutet: Übungen. Schon im alten Mönchtum waren Einübungen zur Vertiefung des Glaubens bekannt. Die geistlichen Übungen des Ignatius von Loyola sind bis heute die Grundlage vieler Exerzitien, die in Stille und Sammlung stattfinden.

Exkommunikation
Exkommunikation bedeutet den Ausschluss aus der kirchlichen Gemeinde durch den Bischof oder Papst, nicht jedoch aus der Kirche selbst, da die Aufnahme in die Kirche durch die Taufe unwiderruflich ist. Eine Exkommunikation erfolgt aufgrund eines bestimmten Vergehens, wie z.B. Häresie. Der Exkommunizierte verliert alle kirchlichen Rechte, darf keine ...