Kopie von `HaushaltsSteuerung`

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HaushaltsSteuerung
Kategorie: Wirtschaft und Finanzen > Haushalts- und Rechnungswesen
Datum & Land: 10/04/2009, DE
Wörter: 676


Abschlussstichtag
Der Abschlussstichtag (auch: Bilanzstichtag) ist derjenige Tag, auf den sich die am Ende des Geschäfts- bzw. Haushaltsjahres aufzustellende Bilanz bezieht. Der Abschlussstichtag ist allgemein der letzte Kalendertag des Geschäfts- bzw. Haushaltsjahres. In öffentlichen Verwaltungen ist ...

Abschreibung
Als Abschreibung wird der Werteverzehr von Vermögensgegenständen bezeichnet. Man unterscheidet zwischen der planmäßigen und der außerplanmäßigen Abschreibung: Die planmäßige Abschreibung erfasst den Werteverzehr von langlebigen Vermögensgegenst&a...

Abschreibung, außerplanmäßige
Die außerplanmäßige Abschreibung dient der Erfassung von nicht planmäßigen Wertminderungen, wie z.B. in dem Fall, dass ein Auto im Fuhrpark einer Kommune einen Unfall erleidet. Bei der außerplanmäßigen Abschreibung muss unterschieden werden, ob ein Verm&o...

Abschreibung, bilanzielle
Die bilanzielle Abschreibung erfasst den Werteverzehr von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die bilanzielle Abschreibung erfolgt planmäßig auf Basis der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, welche ihrerseits über die voraussichtliche Nutzungsdauer verteilt w...

Abschreibung, kalkulatorische
Die kalkulatorische Abschreibung verfolgt den Zweck den tatsächlichen Werteverzehr der Anlagegüter zu erfassen, um diesen dann als Kosten in die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) einfließen zu lassen. Grundlage der kalkulatorischen Abschreibung sind dabei im Gegensatz zur bilanziel...

Abschreibung, planmäßige
Die planmäßige Abschreibung erfasst den Werteverzehr von langlebigen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Hierbei werden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten des Vermögensgegenstandes auf die Nutzungsdauer verteilt. Die Abschreibung kann hierbei entweder lin...

Abschreibungsplan
Der Abschreibungsplan ist ein i.d.R. als Tabelle veranschaulichter Plan, welcher die Abschreibungen sowie den Restbuchwert eines Vermögensgegenstandes über den Zeitverlauf seiner Nutzungsdauer darstellt.

Abschreibungszeitraum
Der Abschreibungszeitraum ist derjenige Zeitraum, über den eine Anlagegut abgeschrieben wird. Er entspricht der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Anlagegutes.

Absetzung für Abnutzung
(AfA) Als Absetzung für Abnutzung (AfA) bezeichnet man die planmäßige Abschreibung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach Steuerrecht.

Abweichungsanalyse
Die Abweichungsanalyse ist ein Verfahren der Kostenkontrolle, das die Ursachen von Kostenabweichungen untersucht. Die Kostenabweichungen werden durch einen Vergleich von Sollkosten und Istkosten ermittelt. Die ermittelte Gesamtabweichung wird dann in verschiedene Teilabweichungen aufgespalten.

Abzinsung
Die Abzinsung (auch: Diskontierung) ist eine Methode aus der Zinseszinsrechnung. Sie ermöglicht die Berechnung des Barwertes aus zeitlich späteren Zahlungen, indem diese Zahlungen auf heute abgezinst werden. Der Grund für eine Abzinsung zukünftiger Zahlungen liegt darin, dass man...

AfA-Tabelle
Die AfA-Tabellen werden vom Bundesfinanzministerium herausgegeben und sollen dem Bilanzierenden bei der Schätzung der Nutzungsdauer von Anlagegütern helfen, welche zur Bestimmung der jährlichen Abschreibungsbeträge notwendig ist. AfA-Tabellen haben keinen Gesetzesrang, d.h. f&uum...

Aktiv-Passiv-Mehrung
Eine Aktiv-Passiv-Mehrung (auch: Bilanzverlängerung) bezeichnet den Vorgang der Erhöhung der Bilanzsumme eines Unternehmens bzw. einer öffentlichen Gebietskörperschaft. Die Summe der Aktiva vermindert sich dabei um den exakt selben Betrag, wie die Summe der Passiva. Beispiel: Auf...

Aktiv-Passiv-Minderung
Eine Aktiv-Passiv-Minderung (auch: Bilanzverkürzung) bezeichnet den Vorgang der Minderung der Bilanzsumme eines Unternehmens bzw. einer öffentlichen Gebietskörperschaft. Die Summe der Aktiva vermindert sich dabei um den exakt selben Betrag, wie die Summe der Passiva. Beispiel: Tilgung...

Aktiva
Die Aktiva bezeichnet die Aktivseite der Bilanz (= linke Seite), auf der die Verwendung der Finanzmittel aufgezeigt wird. Der Wert aller ausgewiesenen Aktiva entspricht immer dem Wert aller ausgewiesenen Passiva (Bilanzgleichung). Eine Möglichkeit der Untergliederung der Aktiva, ist die in Anla...

Aktivierung
Als Aktivierung wird die Aufnahme eines Vermögensgegenstandes in eine Position auf der Aktivseite der Bilanz bezeichnet. Gegensatz: Passivierung.

Aktivkonto
Ein Aktivkonto (auch: aktives Bestandskonto) ist eine Art des Bestandskontos. Sie spiegeln Aktivpositionen der Bilanz wider. Aktivkonten erfassen den Anfangsbestand, sowie Zugänge im Soll und Abgänge sowie den Endbestand im Haben. Gegensatz: Passivkonto.

Aktivtausch
Der Aktivtausch bezeichnet eine Umschichtung zweier Positionen auf der Aktivseite der Bilanz. Die Bilanzsumme ändert sich durch einen Aktivtausch nicht. Gegensatz: Passivtausch.

Allowable Costs
Als Allowable Costs bezeichnet man die durch den Markt vorgegebene Kostenobergrenze für die Erstellung eines Produktes. Die Allowable Costs berechnen sich als Differenz zwischen dem Marktpreis und dem seitens des Unternehmens vorgesehenen Erfolg je Produkt.

Alternativkosten
Als Alternativkosten (auch: Opportunitätskosten) bezeichnet man die Erlöse, die einem Unternehmen bzw. einer öffentlichen Verwaltung bei mehreren Alternativen durch die Entscheidung für die eine Alternative und gegen die andere Alternative entgehen.

Amortisation
Als Amortisation wir ein Prozess bezeichnet, in dem aus einer Investition Erträge erwirtschaftet werden, um die anfänglichen Aufwendungen für die Investition zu decken. Die Zeit, die verstreicht bis die Erträge erstmals die Aufwendungen decken, wird als Amortisationsdauer bezeich...

Amortisationsdauer
Als Amortisationsdauer wird diejenige Zeit bezeichnet, die eine Investition benötigt, bis die aus der Investition erwirtschafteten Erträge die anfänglichen Aufwendungen decken.

Anderskosten
Anderskosten sind eine Form von kalkulatorischen Kosten. Ihnen stehen in der Ergebnisrechnung Aufwendungen in anderer Höhe gegenüber, was in einer abweichenden Bewertung des Ressourcenverbrauchs begründet ist. Anderskosten dienen u.a. Kalkulationszwecken. Beispiel: kalkulatorische Abs...

Anfangsbilanz
Die Anfangsbilanz (auch: Eröffnungsbilanz) ist die zu Beginn einer jeden neuen Rechnungsperiode zu erstellende Bilanz. Nach dem Grundsatz der Bilanzidentität ist die Anfangsbilanz identisch mit der Schlussbilanz der Vorjahres.

Anhang
Der Anhang ist einer der Pflichtbestandteile des doppischen Jahresabschlusses. Zweck des Anhangs ist eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer öffentlichen Gebietskörperschaft. Dieser Zweck wird erfüllt ...

Anlagegut
Ein Anlagegut (auch: Gebrauchsgut, Potentialgut) ist ein Wirtschaftsgut, das einem Unternehmen bzw. einer öffentlichen Verwaltung längerfristig zur Verfügung steht. Es wird planmäßig abgeschrieben. Anlagegüter werden dem Anlagevermögen zugeordnet.

Anlagenbuchhaltung
Die Anlagenbuchhaltung umfasst Informationen über die im Zuge der Inventur erfassten Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Zweck der Anlagenbuchhaltung ist vor allem die Bestimmung der Abschreibungsbeträge.

Anlagengitter
Das Anlagengitter (auch: Anlagenspiegel) ist eine gemäß §268 Abs.2 HGB für Kapitalgesellschaften vorgeschriebene Übersicht, die Aufschluss über die wertmäßige Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens gibt. Das Anlagengitter ist dem Anhang bei...

Anlagenspiegel
Der Anlagenspiegel (auch: Anlagengitter) ist eine gemäß §268 Abs.2 HGB für Kapitalgesellschaften vorgeschriebene Übersicht, die Aufschluss über die wertmäßige Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens gibt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang be...

Anlagevermögen
(AV) Das Anlagevermögen (AV) umfasst all diejenigen Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind dauerhaft dem Geschäfts- bzw. Verwaltungsbetrieb zu dienen (sog. Gebrauchsgüter). Zum Anlagevermögen gehören z.B. Grundstücke, Gebäude, Fah...

Annahmeanordnung
Als Annahmeanordnung bezeichnet man eine Anordnung, die die Annahme von Einzahlungen vorschreibt. Mit einer Annahmeanordnung ist auch die Vornahme der notwendigen Buchung verbunden. Eine Annahmeanordnung kann entweder in schriftlicher oder in elektronischer Form erfolgen.

Ansatz
Als Ansatz (auch: Haushaltsansatz) bezeichnet man in der Kameralistik die im Haushaltsplan für das entsprechende Haushaltsjahr geplanten Einnahmen und Ausgaben. In der Doppik sind Ansätze die entsprechenden geplanten Ein- und Auszahlungen im Finanzhaushalt bzw. die geplanten Erträge u...

Ansatzvorschriften
Ansatzvorschriften sind Regeln, die bestimmen, ob ein Vermögensgegenstand in der Bilanz zu erfassen ist oder nicht, oder ob ein Wahlrecht besteht.

Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzip
(AHK-Prinzip) Das Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzip (kurz: AHK-Prinzip) besagt, dass die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten eines Wirtschaftsgutes die absolute Wertobergrenze für die Bewertung darstellen. Das Anschaffungs- und Herstellungskostenprinzip ist eine A...

Anschaffungskosten
Anschaffungskosten sind laut §255 Abs.1 HGB diejenigen Aufwendungen, die geleistet werden, um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und ihn in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen, soweit die Aufwendungen dem Vermögensgegenstand einzeln zugeordnet werden können. Anschaffungspre...

Anschaffungsnebenkosten
Anschaffungsnebenkosten sind Kosten, die in einem direkten Zusammenhang mit dem Erwerb eines Vermögensgegenstandes stehen bzw. seiner Versetzung in den betriebsbereiten Zustand dienen. Beispiel: Transportkosten.

Anschaffungspreis
Der Anschaffungspreis ist ein Teil der Anschaffungskosten eines Vermögensgegenstandes. Er entspricht i.d.R. dem brutto Rechnungsbetrag, also dem Rechnungsbetrag inklusive Umsatzsteuer. Der netto Rechnungsbetrag ist lediglich im Falle der Vorsteuerabzugsfähigkeit anzusetzen.

Anschaffungspreisminderungen
Anschaffungspreisminderungen sind v.a. Rabatte, Skonti, Boni und zurückgewährte Entgelte. Anschaffungspreisminderungen sind nach §255 Abs.1 S.3 HGB vom Anschaffungspreis abzuziehen und mindern folglich die Anschaffungskosten eines Vermögensgegenstandes. Hintergrund dieser Regelung ist...

Anschaffungswertprinzip
Das Anschaffungswertprinzip besagt, dass die fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten (AHK), also die AHK vermindert um planmäßige Abschreibungen, die wertmäßige Obergrenze für die Vermögensbewertung darstellen. Das bedeutet, dass durch Zuschreibungen ...

Aufbewahrungsfristen
Eine Kommune hat die Pflicht Bücher und Belege für eine gewisse Zeit aufzubewahren. Der Jahresabschluss muss dauerhaft aufbewahrt werden, Bücher und Inventare sind 10 Jahre aufzubewahren, Belege sind über die Dauer von 6 Jahren aufzubewahren. Die Fristen beginnen grundsätzli...

Aufgabenkritik
Die Aufgabenkritik bezeichnet die kritische Überprüfung der von einer Verwaltung wahrgenommenen Aufgaben hinsichtlich der Frage, ob und wie notwendig und wirtschaftlich sie sind.

Aufwand
Als Aufwand bezeichnet man den in Geld bewerteten Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen innerhalb einer Rechnungsperiode. Aufwendungen vermindern das Eigenkapital. Allgemein gilt, dass ein Aufwand nicht zwangsläufig mit einer Auszahlung verbunden sein muss. Ebenso ist eine Auszahlung n...

Aufwandskonto
Aufwandskonten sind eine Art des Erfolgskontos. Sie dienen der buchungstechnischen Erfassung von Aufwendungen. Die Aufwendungen werden stets auf der Soll-Seite des Aufwandskontos erfasst. Das Aufwandskonto wird, wie jedes Erfolgskonto, auf das Gewinn- und Verlustkonto bzw. das Ergebniskonto abgeschl...

Aufwandsrückstellung
Aufwandsrückstellungen sind eine spezielle Form der Rückstellungen. Aufwandsrückstellungen können für Aufwendungen gebildet werden, die dem aktuellen oder einem älteren Rechnungsjahr zuzurechnen sind und bei denen es sicher oder zumindest wahrscheinlich ist, dass sie in...

Aufwendungen, außerordentliche
Zu den außerordentlichen Aufwendungen zählen all diejenigen Aufwendungen, die nicht zur gewöhnlichen Geschäfts- bzw. Verwaltungstätigkeit zu zählen sind. Außerordentliche Aufwendungen fallen unregelmäßig an und/oder sind periodenfremd. Außerorden...

Aufwendungen, ordentliche
Ordentliche Aufwendungen sind Aufwendungen, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäfts- bzw. Verwaltungstätigkeit anfallen. Zu den ordentlichen Aufwendungen gehören die regelmäßig wiederkehrenden und planbaren Aufwendungen. Beispiele für ordentliche Aufwendungen: pl...

Aufwendungen, überplanmäßige
Überplanmäßige Aufwendungen sind Aufwendungen, welche die im Haushaltsplan veranschlagten Aufwendungen übersteigen.

Ausgabe
Ausgaben im doppischen Sinne vermindern das Geldvermögen. Das Geldvermögen seinerseits ist die Summe aus dem Zahlungsmittelbestand und den Forderungen abzüglich der Verbindlichkeiten. Somit zählen Auszahlungen, Minderungen des Bestandes an Forderungen, sowie Vermehrungen der Schu...

Ausgabeermächtigung
Eine Ausgabeermächtigung ist in der Kameralistik eine spezielle Form der Ermächtigung, die im Haushaltsplan ausgewiesen wird. Eine Ausgabeermächtigung erlaubt es einer öffentlichen Verwaltung Ausgaben zu tätigen und Verpflichtungen einzugehen.

Ausgaben, außerplanmäßige
Außerplanmäßige Ausgaben sind Ausgaben, für die im Haushaltsplan für den vorgesehenen Zweck keine Ausgaben veranschlagt worden sind.

Ausgaben, laufende
Als laufende Ausgaben bezeichnet man diejenigen Ausgaben einer öffentlichen Verwaltung, die regelmäßig wiederkehren. Die Veranschlagung von laufenden Ausgaben erfolgt grundsätzlich im Verwaltungshaushalt. Beispiel: Ausgaben für Personal. Gegensatz: laufende Einnahmen.

Ausgaben, überplanmäßige
Überplanmäßige Ausgaben sind Ausgaben, welche die im Haushaltsplan veranschlagten Ausgaben für den betreffenden Titel überschreiten.

Ausgaben, übertragbare
Übertragbare Ausgaben sind Ausgaben, bei denen die Ausgabeermächtigung bei Nicht-Ausnutzung nicht mit dem Ende des Haushaltsjahres verfällt, sondern vielmehr als Ausgaberest noch im nächsten Haushaltsjahr verfügbar bleibt. Beispiel: Ausgaben für Investitionen.

Ausgabereste
Ausgabereste (auch: Haushaltsausgabereste) können in der Kameralistik für nicht ausgenutzte Ausgabeermächtigungen gebildet werden, sofern die Ausgaben übertragbar sind. Werden Ausgabereste gebildet, so bleibt die Ausgabeermächtigung aus dem vorangegangenen Haushaltsjahr f&uu...

Ausgeglichenheit des Haushaltes
Die Ausgeglichenheit des Haushaltes (auch: Haushaltsausgleich) ist ein Haushaltsgrundsatz, der vorschreibt, dass der kamerale bzw. doppische Haushaltsplan einer öffentlichen Gebietskörperschaft grundsätzlich ausgeglichen sein muss. In der Kameralistik gilt ein Haushalt als ausgegliche...

Ausgleichsposten
Der Ausgleichsposten ist ein Betrag, der in einem Konto auf der wertmäßig geringeren Seite eingebucht wird, um das Konto zum Ausgleich zu bringen. Der Ausgleichsposten entspricht wertmäßig dem Saldo eines Kontos.

Ausgleichsstock
Der Ausgleichsstock ist die Summe der Bedarfszuweisungen, die eine Kommune vom Land erhält, wenn sie trotz verantwortungsvoller Haushaltsführung ihren Haushalt nicht ausgleichen kann.

Außenfinanzierung
Der Begriff der Außenfinanzierung bezeichnet eine Form der Finanzierung. Hierbei werden einem Unternehmen bzw. einer öffentlichen Einheit von außen finanzielle Mittel zugeführt. Im Rahmen der Außenfinanzierung wird unterschieden zwischen der Eigen- und der Fremdfinanzieru...

Auszahlung
Die Auszahlung ist ein Begriff aus der Doppik, der den Abfluss liquider Mittel bezeichnet. Auszahlungen können in Form von Bar- oder Buchgeld erfolgen. Auszahlungen werden in einer öffentlichen Verwaltung durch die Kasse bzw. die Zahlstelle geleistet. Auszahlungen werden in der Doppik im F...

Auszahlungsanordnung
Eine Auszahlungsanordnung ist eine spezielle Anweisung, gemäß derer eine Auszahlung zu tätigen ist. Ebenso hat damit einhergehend eine entsprechende Buchung zu erfolgen.

Balanced Scorecard
(BSC) Die Balanced Scorecard (BSC) ist ein 1992 von Kaplan und Norton entwickeltes Instrument zur effektiven Strategieumsetzung. Das Konzept dient folglich primär Führungskräften. Charakteristisch für die Balanced Scorecard ist, dass sie sich nicht wie traditio...

Barwert
Der Barwert (auch: Gegenwartswert) ist derjenige Wert, den ein zukünftiger Zahlungsstrom heute hat. Der Barwert wird durch Abzinsung der zukünftigen Zahlungen berechnet.

Beiträge
Beiträge sind einmalig zu erbringende öffentlich-rechtliche Leistungsabgaben für öffentlich-rechtliche Einrichtungen. Hierbei muss der Beitragszahler nicht notwendigerweise auch die Leistung der Einrichtung in Anspruch nehmen. Vielmehr kommt es auf darauf an, dass der Beitragszah...

Beleg
Ein Beleg ist in der Buchführung ein Schriftstück, das Geschäfts- bzw. Verwaltungsvorfälle, wie z.B. den Kauf von Papier, dokumentiert. Belege dienen somit auch der Beweisführung über Angaben zu Geschäfts- bzw. Verwaltungsvorfällen. Ohne Beleg darf keine Buchu...

Belegprinzip
Nach dem Belegprinzip darf keine Buchung ohne Beleg erfolgen.

Benchmarking
Der Begriff Benchmarking beschreibt eine Methode, bei der Prozessabläufe oder Bereiche einer öffentlichen Verwaltung mit denen anderer öffentlicher Verwaltungen verglichen werden, um letztlich vom Besseren zu lernen. Im Rahmen solcher Leistungsvergleiche finden insbesondere Kennzahlen...

Benchmarking, internes
Als internes Benchmarking wird das Benchmarking innerhalb einer Organisation (z.B. innerhalb einer Kommunalverwaltung) bezeichnet.

Bereitschaftskosten
Bereitschaftskosten sind die Kosten für die Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft. Sie fallen unabhängig von der Outputmenge an. Bereitschaftskosten sind kurzfristig nicht abbaubar und somit im kurzfristigen Zeithorizont als eine Form von Fixkosten zu betrachten.

Berichtswesen
Das Berichtswesen ist ein Teil des Controllings und dient der Aufbereitung und Bereitstellung von steuerungsrelevanten Informationen für die jeweiligen Informationsadressaten (z.B. Rat, Bürgermeister, Abteilungsleiter). Die hierzu notwendigen Informationen werden v.a. aus der Kosten- und L...

Beschaffungskosten
Als Beschaffungskosten bezeichnet man alle Kosten, die anfallen, um einen Vermögensgegenstand zu beschaffen. Die Beschaffungskosten setzen sich zusammen aus dem Beschaffungspreis für den Vermögensgegenstand und den Bezugskosten.

Bestandskonto
Bestandskonten sind diejenigen Konten, die aus einer Bilanzposition abgeleitet sind. Für sie gilt stets, dass die Summe aus Anfangsbestand und Zugängen gleich der Summe aus Endbestand und Abgängen ist. Bei Bestandskonten wird unterschieden, ob es sich um ein Aktivkonto (auch: aktives ...

Bestandskonto, aktives
Ein aktives Bestandskonto (auch: Aktivkonto) ist eine Art des Bestandskontos. Sie spiegeln Aktivpositionen der Bilanz wider. Aktive Bestandskonten erfassen den Anfangsbestand, sowie Zugänge im Soll und Abgänge sowie den Endbestand im Haben. Gegensatz: passives Bestandskonto.

Bestandskonto, passives
Ein passives Bestandskonto (auch: Passivkonto) ist eine Art des Bestandskontos. Sie spiegeln Passivpositionen der Bilanz wider. Passive Bestandskonten erfassen den Anfangsbestand, sowie Zugänge im Haben und Abgänge sowie den Endbestand im Soll. Gegensatz: aktives Bestandskonto.

Beteiligungsbericht
Der Beteiligungsbericht ist ein dem Haushaltsplan beizufügender Bericht, der einen Überblick über die wirtschaftliche Lage all derjenigen Unternehmen geben soll, an denen die jeweilige öffentliche Gebietskörperschaft direkt oder indirekt beteiligt ist. Ziel des Beteiligungsb...

Beteiligungshaushalt
Ein Beteiligungshaushalt (auch: Bürgerhaushalt, partizipativer Haushalt, Bürgerbeteiligungshaushalt) ist ein Haushalt, den die Bürger einer Kommune zu gewissen Teilen mitgestalten können. Im Allgemeinen beschränkt sich das Mitspracherecht der Bürger hierbei auf Teile de...

Betriebsabrechnungsbogen
(BAB) Der Betriebsabrechnungsbogen (BAB) ist ein zentrales Instrument der Kostenstellenrechnung. Es dient zur Verteilung der Kosten auf die einzelnen Kostenstellen.

Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis errechnet sich über Erlöse minus Kosten. Es ist das Ergebnis der Leistungserstellung eines Unternehmens.

Betriebskostenzuschuss
Der Betriebskostenzuschuss ist ein von einer öffentlichen Verwaltung an ein Unternehmen gezahlter Zuschuss. Er wird grundsätzlich auf Basis eines Vertrages zwischen der öffentlichen Verwaltung und dem empfangenden Unternehmen gezahlt. In diesem Vertrag ist u.a. geregelt, wie hoch der ...

Betriebssatzung
Als Betriebssatzung (auch: Eigenbetriebssatzung) wird die Satzung des Eigenbetriebs einer Kommune bezeichnet. In der Betriebssatzung werden u.a. bestimmt: - Name des Eigenbetriebs - Gegenstand des Eigenbetriebs - Vertretung des Eigenbetriebs - Stammkapital des Eigenbetriebs

Betriebsstoffe
Betriebsstoffe sind Stoffe, die zwar im Rahmen der Produktion eines Erzeugnisses benötigt werden, aber nicht in das Erzeugnis selbst eingehen.

Bewertung
Die Bewertung ist ein Vorgang, in dessen Rahmen einem Aktiv- bzw. Passivposten in der Bilanz ein Wertansatz zugeordnet wird. Bei der Bewertung sind eine Reihen von Bewertungsgrundsätzen, wie z.B. das Vorsichtsprinzip, zu beachten. Siehe hierzu auch: - Vermögensbewertung - Schuldenbewertung...

Bewertung, wirklichkeitsgetreue
Der Grundsatz der wirklichkeitsgetreuen Bewertung fordert, dass Risiken und Verluste, die zum Abschlussstichtag entstanden sind zu berücksichtigen sind. Dies gilt auch, wenn sie erst zwischen dem Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Man spri...

Bewertungsgrundsätze, allgemeine
Hinsichtlich der Vermögens- und Schuldenbewertung in Kommunen existieren fünf allgemeine Bewertungsgrundsätze, die in allen Bundesländer gelten: - Bilanzidentität - Einzelbewertungsgrundsatz - Grundsatz der wirklichkeitsgetreuen Bewertung - Grundsatz der Periodenabgrenzung -...

Bewertungsvereinfachungsverfahren
Bewertungsvereinfachungsverfahren sind für Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens zulässig, sofern das angewandte Verfahren den Grundsätzen ordnungsmäßiger öffentlicher Buchführung (GoöB) entspricht. Mögliche Bewertungsvereinfachungsver...

Bezugskosten
Die Bezugskosten sind die Nebenkosten, die bei der Beschaffung eines Vermögensgegenstandes anfallen. Beispiel für Bezugskosten: Transportkosten.

Bilanz
Die Bilanz (auch: Vermögensrechnung) ist die Gegenüberstellung von Vermögen, sowie Eigen- und Fremdkapital zum Abschlussstichtag. Die Bilanz ist ein Bestandteil des doppischen Jahresabschlusses. Auf der Aktivseite der Bilanz (Aktiva) wird das Vermögen erfasst, welches sich seiner...

Bilanzanalyse
Als Bilanzanalyse im engeren Sinne bezeichnet man Techniken zur Untersuchung und Beurteilung der Bilanz. Im weiten Sinne versteht man unter dem Begriff Bilanzanalyse die Analyse des gesamten Jahresabschlusses. Ziel der Bilanzanalyse ist es, einen tiefergehenden Einblick in die Vermögens-, Finan...

Bilanzgleichung
Die Bilanzgleichung besagt, dass in der Bilanz die Summe aller Aktiva immer gleich der Summe aller Passiva sein muss.

Bilanzidentität
Das Prinzip der Bilanzidentität besagt, dass die Eröffnungsbilanz identisch sein muss mit der Schlussbilanz des Vorjahres.

Bilanzierungsfähigkeit
Ein Sachverhalt gilt als bilanzierungsfähig, wenn er dazu geeignet ist, als Aktiv- bzw. Passivposten in die Bilanz aufgenommen zu werden.

Bilanzregel, goldene
Die goldene Bilanzregel besagt, dass sich die Fristen der Mittelbindung auf der Aktivseite und die Fristen der Mittelverfügbarkeit auf der Passivseite der Bilanz entsprechen sollten. Gemäß der weiteren Fassung der goldenen Bilanzregel sollte die Summe aus Anlagevermögen und lang...

Bilanzstichtag
Der Bilanzstichtag (auch: Abschlussstichtag) ist derjenige Tag, auf den sich die am Ende des Geschäfts- bzw. Haushaltsjahres aufzustellende Bilanz bezieht. Der Bilanzstichtag ist allgemein der letzte Kalendertag des Geschäfts- bzw. Haushaltsjahres. In öffentlichen Verwaltungen ist der...

Bilanzsumme
Die Bilanzsumme ist die Summe, die man erhält, wenn entweder alle Aktiva oder alle Passiva einer Bilanz zusammenzählt. Dabei muss sich in beiden Fällen zwangsläufig derselbe Betrag als Bilanzsumme ergeben.

Bilanzverkürzung
Eine Bilanzverkürzung (auch: Aktiv-Passiv-Minderung) bezeichnet den Vorgang der Minderung der Bilanzsumme eines Unternehmens bzw. einer öffentlichen Gebietskörperschaft. Die Summe der Aktiva vermindert sich dabei um den exakt selben Betrag, wie die Summe der Passiva. Beispiel: Tilgung...

Bilanzverlängerung
Eine Bilanzverlängerung (auch: Aktiv-Passiv-Mehrung) bezeichnet den Vorgang der Erhöhung der Bilanzsumme eines Unternehmens bzw. einer öffentlichen Gebietskörperschaft. Die Summe der Aktiva vermindert sich dabei um den exakt selben Betrag, wie die Summe der Passiva. Beispiel: Auf...

Bonität
Der Begriff Bonität bezeichnet die Kreditwürdigkeit eines Wirtschaftssubjektes (z.B. Unternehmen, öffentliche Gebietskörperschaft). Sie wird i.d.R. mittels eines Ratings ermittelt. Dabei ist das bestmögliche Rating AAA, das schlechtestmögliche D. AAA steht entsprechend ...

Bottom-Up-Planung
Als Bottom-Up-Planung (auch: progressive Planung) bezeichnet man ein Planungsverfahren, bei dem die Planung ausgehend von der untersten Hierarchieebene stufenweise nach oben zur obersten Hierarchieebene erfolgt. Es wird also vom Detail zum Gesamten geplant. Gegensatz: Top-Down-Planung.

Bruttokreditaufnahme
Die Bruttokreditaufnahme ist die Summe aller Einnahmen einer öffentlichen Verwaltung, die diese innerhalb eines Haushaltsjahres aus der Aufnahme von Krediten bezieht.

Bruttoprinzip
Das Bruttoprinzip (auch: Bruttoveranschlagungsprinzip) ist ein Haushaltsgrundsatz der Kameralistik, der besagt, dass alle Einnahmen und Ausgaben in voller Höhe und getrennt voneinander auszuweisen sind. Es besteht also ein Saldierungsverbot.

Bruttoveranschlagungsprinzip
Das Bruttoveranschlagungsprinzip (auch: Bruttoprinzip) ist ein Haushaltsgrundsatz der Kameralistik, der besagt, dass alle Einnahmen und Ausgaben in voller Höhe und getrennt voneinander auszuweisen sind. Es besteht also ein Saldierungsverbot.