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Modere Altenpflege - Lexikon
Kategorie: Medizinisch > Altenpflege
Datum & Land: 06/04/2009, DE
Wörter: 924


Abführmittel
Mittel, die der Förderung des Stuhlganges bis hin zur Beseitigung einer Verstopfung (Obstipation) dienen. ACHTUNG!!! Durch Abführmittel scheidet der Körper zusammen mit dem Stuhl auch vermehrt Wasser, Mineralstoffe und Salz aus. Außerdem können Abführmittel die Darmflora schädigen, so dass kei...

Abszeß
Eiteransammlung infolge einer Infektion mit Mikroorganismen.

Adenitis
Drüsenentzündung, Lymphknotenentzündung

Adenom
Gutartige (benigne) Gewebsneubildung aus Drüsenzellen, die aber maligne werden, d.h. zu Krebs entarten kann.

Adipositas
Fettleibigkeit

Agnosie
Störung des Erkennens, trotz unversehrter Sinneswahrnehmung

Agraphie
Verlust des Schreibvermögens bei erhaltener Intelligenz

Agrypnie
Schlaflosigkeit

Akanthom
gutartiger Hautgeschwulst

Akathisie
Unfähigkeit, ruhig zu sitzen. Oft bei Einnahme starker, die Psyche beeinflussender Medikamente.

Akinesie
Bewegungsarmut, Bewegungshemmung von Rumpf, Gliedern und den Gesichtsmuskeln. Sie ist ein Zeichen für Erkrankungen in bestimmten Bezirken des Gehirns (zum Beispiel: Parkinson).

Alexie
Leseunfähigkeit, Buchstabenblindheit. Die Schriftzeichen werden zwar gesehen, aber nicht verstanden. Ursache ist eine Störung in der linken Gesichtshälfte.

Alterspigmen- tierung
Verstärkte braune Verfleckung der Haut mit zunehmendem Alter.

Alzheimersche Krankheit
Fortschreitender, altersbedingter Hirnschwund, mit einem am Ende stehenden völligen Verfall der Persönlichkeit. Eine Heilung ist zur Zeit nicht möglich, aber durch bestimmte Medikamente lässt sich diese Krankheit verlangsamen. Mehr Informationen erhalten Sie hier.

ambulant
Ohne stationäre Aufnahme im Krankenhaus stattfindende Behandlung.

Amnesie
Zeitlich begrenzte Gedächtnislücke, oft nach Unfällen, epileptischen Anfällen und bei Geisteskrankheiten.

amorph
formlos, ohne scharfe Begrenzung

Amyotrophie
Muskelschwund

Anabolismus
Aufbaustoffwechsel

anal
zum After gehörig

Analgetika
Fachbegriff für Schmerzmittel, schmerzlindernde Mittel.

Anamnese
Vorgeschichte einer Krankheit

anaphylaktischer Schock
Lebensbedrohlicher Kreislaufzusammenbruch aufgrund einer allergischen Reaktion.

Aneurysama
Örtlich begrenzte Ausbuchtung schadhafter Arterienwände (tritt z.B. bei einem Apoplex auf).

Angina
Volkstümlicher Begriff für die Mandelentzündung. Entzündung des Rachens mit Rötung und Schwellung, besonders der Gaumenmandeln und ihrer Umgebung. Dabei Mattigkeit, Kopfschmerzen, Fieber, Stechen im Hals.

Angina pectoris
Starke Brustschmerzen infolge einer mangelnden Sauerstoffversorgung des Herzmuskels. Angina pectoris gilt als Vorbotin eines Herzinfarkts.

Angiologie
Lehre vom Herzen, von den Blut- und Lymphgefäßen.

Anoxämie
Sauerstoffmangel im Blut

Antagonismus
Gegenwirkung, Gegenmittel

ante mortem
Letzte Zeitspanne vor dem Tod.

Antibiotika
Sammelbegriff für Stoffe, die das Wachstum und die Vermehrung von Bakterien hemmen und sie töten.

Antikörper
Eiweißstoffe oder Körperzellen, die das Eindringen artfremder Stoffe in die Blutbahnen abwehren.

antiseptisch
keimtötend

Anämie
Sammelbegriff für verschiedene Formen der Blutarmut durch Verminderung der roten Blutkörperchen oder des Blutfarbstoffgehaltes in ihnen.

Aorta
Größte Körperschlagader, sie entspringt in der linken Herzkammer.

Apathie
Teilnahmslosigkeit

Aphasie
Sprachstörung, meistens durch Hirnschädigungen hervorgerufen (z.B. Apoplex)

Apnoe
Atemstillstand, Atemlähmung

Apoplexie
Schlaganfall, Herzschlag, Schlagfuß durch plötzliches Aussetzen einer Organtätigkeit.

Appendizitis
Blinddarmentzündung, häufigste Erkrankung des Bauchraumes.

Applikation
Verabreichung von Arzneimitteln.

Arrhythmie
Unregelmäßige Herztätigkeit.

Arterien
Schlagader, Pulsader

Arteriosklerose
Arterienverkalkung. Erkrankung der Arterien durch Ablagerung von Fett und Eiweiß. Die Gefäßwände werden hart, verdicken sich und sind nicht mehr elastisch. Folgen davon sind Durchblutungsstörungen und Gefäßrisse.

Arthritis
Gelenkentzündung

Arthrose
Sammelbegriff für alle chronischen, mit degenerativen Veränderungen verbundenen Gelenkerkrankungen. Befallen sind am häufigsten die Knie- und Hüftgelenke, da sie am stärksten belastet werden. Es folgen die Gelenke der Wirbelsäure, der Hand, der Finger und der Schulter.

Aspiration
Ansaugung von Gasen oder Flüssigkeiten.

Asthma
Anfallsweise auftretende Behinderung der Atmung.

Asthma bronchiale
Kurze Anfälle mit Atemnot und erschwertem Ausatmen durch Verkrampfungen in den Bronchien, dabei Anschwellen der Schleimhäute und Absonderung von zähem Schleim.

Atrophie
Schwund, Abmagerung

Auskulation
Behorchen des Körpers zur Kontrolle der Schallzeichen wie Herztöne und Atemgeräusche.

Bauch, akuter
Medizinischer Ausdruck für akuten Hartspann des Bauchs und heftige Bauchschmerzen.

BE
Abkürzung für Broteinheit

Bechterewsche Krankheit
Chronisch entzündliche Wirbelsäulenerkrankung, die zu Veränderungen und Versteifung des gesamten Wirbelsäulenapparates führt.

Beckenboden- gymnastik
Spezielle gymnastische Übungen der inneren Unterleibsmuskulatur von Frauen mit der Aufgabe der Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur.

Beinödem
Wassereinlagerung in den Beinen, meist aufgrund einer Venenschwäche.

benigne
gutartig

Bigeminie
Doppelpulsschlag, eine Herzrhythmusstörung.

Billirubin
roter Gallenfarbstoff

Billirubinurie
Übermäßige Ausscheidung von Gallenfarbstoff in den Harn, u.a. Anzeichen einer Leberschädigung.

Bindegewebe
Füll- und Stützgewebe des Körpers

Biopsie
Untersuchung von Material, das dem lebenden Körper entnommen wurde, zum Beispiel durch Punktion oder Probeschnitt.

Blasenhernie
Austritt eines Blasenteils, kommt bei Leistenbruch des Mannes oder Schenkelbruch der Frau vor.

Blutdruck
Der in den Blutgefäßen herrschende Druck des strömenden Blutes auf die Gefäßwände.

Blutmauserung
Ständiger, etwa 120 Tage währender Auf- und Abbau der roten Blutkörperchen.

Blutplasma
Klare, gelbliche Blutflüssigkeit ohne rote Blutkörperchen, enthält Salze, Eiweiß, Nähr- und Wirkstoffe sowie die Gerinnungsfaktoren des Blutes.

Blutsenkung
Laboruntersuchung, in der die Senkungsgeschwindigkeit der roten Blutkörperchen festgestellt wird. Sie ist bei fieberhaften Erkrankungen stark beschleunigt, bei anderen Krankheiten verzögert.

Blutstuhl
Blutbeimengungen im Stuhl. Häufig ein Zeichen für entzündliche Darmerkrankungen, Hämorrhoiden, Darmgeschwüre, Krebs.

Botulismus
Lebensmittelvergiftung durch Wurst, Fleisch- und Gemüsekonserven

Bradykardie
langsame Herztätigkeit

Broca-Index
Von dem französischen Chirurgen Broca aufgestelltes Maß für das sogenannte Normalgewicht des Menschen: Körpergröße in Zentimetern minus 100.

Bronchitis
Bronchialkatarrh, Luftröhrenkatarrh, Entzündung der Bronchialschleimhaut mit Husten, Auswurf, Brustschmerzen, leichtem Fieber. Bronchitis

Bronchopneumo- nie
Durch Bronchitis ausgelöste Lungenentzündung.

Bronchoskopie
Direkte Betrachtung der Luftröhre und der Bronchien durch ein Metallrohr mit Spiegeln und Lampen.

Broteinheit
BE, Maßeinheit zur Berechnung der Diätzusammensetzung, vor allem für Zuckerkranke. Eine Broteinheit entspricht 12 Gramm verdaulichen Kohlenhydraten.

Candidiasis
Häufige Pilzerkrankung in Vagina und Mund.

Chemotherapie
Medikamentöse Behandlung von Infektionen und Tumoren, die gezielt der Krankheitsursache entgegenwirken soll, allerdings auch gravierende Nebenwirkungen haben kann. Bei Infektionen werden entweder bakterientötende oder bakteriostastisch wirkende Antibiotika eingesetzt, die das weitere Bakterienwac...

Chloranämie
Blutkrankheit, die durch einen Mangel an Eisen hervorgerufen wird. Wurde früher auch als Bleichsucht bezeichnet.

Cholesterin
Fettähnliche Substanz, die im Körper selbst produziert, vor allem aber mit der Nahrung aufgenommen wird. Bei Gesunden sollte die tägliche Cholesterinaufnahme nicht mehr als 300 Milligramm betragen. Es gibt †œgutes† und †œschlechtes† Cholesterin: Während das HDL-Cholesterin gegen Arterienerkrankunge...

chronisch
Sich langsam entwickelnd, langsam verlaufend.

Chronische Bronchitis
Siehe -> Bronchitis

Clunes
Gesäß

Colon
Grimmdarm, Teil des Dickdarm.

Computertomographie
Bildgebendes Diagnoseverfahren, bei dem mit einer Kombination von Computer und Röntgenstrahlen von jedem beliebigen Körperteil Schnittbilder aus verschiedenen Blickwinkeln gewonnen werden können. CT wird vor allem zum Nachweis von Tumoren, Metastasen, Abszessen und lymphatischen Erkrankungen eing...

contagiös
ansteckend

Contusio
Quetschungen

Cor
Herz

Coxa
Hüfte

Crepitatio
Knarren, Knistern. Reibendes Geräusch zwischen Knochenteilen, sicheres Zeichen für einen Knochenbruch.

Cutis
Haut

Cystis
Blase, Harnblase

Cystitis
Blasenentzündung

Darm
Schlauchförmiger Teil des Verdauungstraktes zwischen Magenausgang und After. Er besteht aus drei Abschnitten: Dünndarm, Dickdarm und Mastdarm.

Darmdurchbruch
Reißen des Darms mit Entleerung des Darminhaltes in die Bauchhöhle bei Verletzungen, Durchbruch von Geschwüren, Absterben von Teilen der Darmwand.

Darmgeschwüre
Können gut- oder bösartig sein (siehe ~>Darmkrebs). Zu den gutartigen Tumoren gehören Dickdarm-Polypen, Adenome und Angiome des Dünndarms.

Darmresektion
Ausschneiden von Darmteilen, um erkrankte Stellen oder Krankheitsherde zu entfernen.

Darmrohr
Gummirohr, das in den Mastdarm eingeführt wird für spezielle Einläufe und zum Abführen von Gasen nach Operationen.

Darmverschluß (Ileus)
Starke Verengung oder Unterbrechung der Darmpassage, z.B. durch Verwachsung, Verschlingung des Darms oder Fremdkörper, etwa zu viel Ballaststoffe, wenn dazu zu wenig Flüssigkeit getrunken wurde.

Darmvorfall
Die Schleimhaut des Darms tritt aus dem After heraus und bildet außerhalb einen kleinen Wulst.

Dauerkatheter
Katheter in der Harnröhre zur Entlastung der Blase bei Blasenerkrankungen.