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BÖRSE ONLINE - Börsenlexikon
Kategorie: Wirtschaft und Finanzen > Börse
Datum & Land: 16/02/2009, DE
Wörter: 1804


Abfindung
Bei Übernahme oder Kauf einer Aktiengesellschaft (AG) durch eine andere AG steht den Aktionären der übernommenen Gesellschaft eine Abfindung zu. Während früher der Barausgleich üblich war, gewann ab dem Jahr 2000 der Aktientausch mehr und mehr an Bedeutung; eine Mischform ist nunmehr üblich geworden...

Abgabedruck
Bezeichnung für eine Börsensituation, in der das Angebot an Wertpapieren die Nachfrage deutlich übertrifft, was zu sinkenden Kursen führt. Der Abgabedruck kann sich dabei sowohl auf den Gesamtmarkt als auch auf einzelne Wertpapiere oder Wertpapiergruppen beziehen.

Abgeld
Siehe: Disagio

Abgeltungssteuer
Ab 2009 beginnt für die Besteuerung von Kapitalanlagen in Deutschland eine neue Zeitrechnung: Die Abgeltungssteuer startet. Sie beträgt einheitlich 25 Prozent und greift für die Besteuerung von Zinserträgen, Dividenden und Kursgewinnen aus Wertpapieren. Dazu zählen Aktien genauso wie beispielsweise ...

ABS
Bei Asset Backed Securities (ABS) handelt es sich um mit Vermögensgegenständen (Assets) unterlegte (Backed) Wertpapiere (Securities). ABS sehen in ihrer Grundform die Veräußerung des Forderungsbestands eines Unternehmens oder eines Kreditinstituts an eine eigens dafür gegründete Gesellschaft vor. Di...

Abschlag
Siehe: Discount

Abschwung(phase)
Siehe: Rezession

Absicherung
Siehe: Hedging

Absolute Return
Siehe: Total Return

Absteigendes Dreieck
Formation der charttechnischen Analyse, die auf einen drohenden Kursrückgang hinweist. Die Tiefpunkte (Bottoms) liegen ungefähr auf einer Höhe, während die Hochpunkte (Kursspitzen) von Kursbewegung zu Kursbewegung mehr nachgeben. Wenn die Spitzen und die Böden miteinander verbunden werden, entsteht ...

Abwertung
Eine Abwertung ist eine Maßnahme zur Stabilisierung eines Wechselkurses durch die Notenbank. Dadurch verringert sich der Außenwert der Währung, wodurch Exporte günstiger und Importe verteuert werden. Gegensatz: Aufwertung.

Abwärtstrend
Siehe: Baisse

Abzinsungspapier
Bei abgezinsten Wertpapieren verzichtet der Anleger auf periodische Zinszahlungen. Stattdessen werden die ihm zustehenden Zinsen für die Laufzeit des Wertpapiers abgezinst und vom Ausgabepreis abgezogen. Zurückgezahlt wird aber der volle Nennbetrag des Wertpapiers. Die Differenz ist sein Anlageertra...

Ad-hoc
Nach § 15 des Wertpapierhandelsgesetzes müssen Aktiengesellschaften kursbewegende Nachrichten aus dem Unternehmen - etwa die Übernahme einer anderen AG - als Ad-hoc-Meldungen veröffentlichen. Die AG muss vor der Veröffentlichung der berichtspflichtigen Tatsache in einem überregionalen Börsenblatt od...

Add
Der Begriff Add wird als positive Anlageempfehlung von verschiedenen Investmentbanken verwendet. Add sagt aus, um wie viel Prozent die Aktie in einem bestimmten Zeitraum zulegen wird.

Additional Margin
Siehe: Margin Call

Adjustierung
Siehe: Bereinigung

ADR
ADR steht als Abkürzung für American Depositary Receipt. Dabei handelt es sich um von US-Banken ausgegebene Hinterlegungsscheine, die das Eigentum an Aktien verbriefen. Diese Aktien sind bei der US-Bank hinterlegt. ADRs werden an den US-Märkten wie Aktien gehandelt. Hintergrund für deutsche Gesellsc...

ADS
Die Begriffe American Depositary Receipts (ADR; siehe dort) und American Depositary Shares (ADS) werden fälschlicherweise oft synonym verwendet. ADSs repräsentieren die für den US-Handel emittierten Aktien des ausländischen Unternehmens. Diese werden aber nicht gehandelt, sondern in einem ADR verbri...

Advance Fee Fraud
Advance Fee Fraud ist die englische Bezeichnung für Vorkassebetrug. Dabei wird versucht, das Opfer zur Zahlung angeblicher Vorausgebühren, Vermittlungsgebühren oder ähnlichen Kosten zu bewegen. Die eigentliche Leistung, die dem Opfer versprochen wird, wird nie erbracht. Bei der Nigeria-Connection un...

Advance/Decline-Linie
(ADL) Die Advance/Decline-Linie (ADL) ist ein Begriff der Technischen Analyse. Sie gibt Auskunft über die Marktbreite eines Index. Die ADL ist die grafische Darstellung der Kursveränderungen aller Aktien am Markt im Zeitverlauf. Der Advance Decline Index (ADI) drückt die kumulie...

ADX
Der ADX (Average-Directional-Movement-Index) ist ein Indikator der Technischen Analyse. Er hat zwei Funktionen: Zum einen lassen sich mit ihm Stärke und Geschwindigkeit eines Trends messen (notiert er auf einem hohen Niveau, ist auch die Trenddynamik hoch). Des Weiteren gibt er darüber Auskunft, ob ...

AEX
AEX ist das Kürzel für den Index der Börse Amsterdam (Niederlande).

AG
Abk. für: Aktiengesellschaft

Agio
(Aufgeld) Das Agio ist die Differenz zwischen dem Nennwert eines Wertpapiers und dem zu zahlenden höheren Kurs. Das Aufgeld wird zumeist prozentual zum Nennwert ausgedrückt. Die Aktienausgabe ist mit einem Aufgeld üblich, weil hier die Unterpari-Emission verboten ist. Dagegen we...

Airbagzertifikat
(Fallschirmzertifikat, Pufferzertifikat) Zertifikat, das bis zu einer bestimmten Untergrenze Schutz vor Kursverlusten bietet, aber dennoch eine in der Regel unbegrenzte Partizipation an Kurssteigerungen des zu Grunde liegenden Basiswerts gewährleistet. In Abhängigkeit von Faktor...

Akkreditiv
'Ein Akkreditiv ist ein Zahlungsversprechen einer Bank. Gefälschte Akkreditive werden in der Regel unter der englischen Bezeichnung ''Letter of Credit'' Anlegern zu sehr günstigen Konditionen von Abzockern mit der Bitte um eine Vorfinanzierung angeboten. Auf das versprochene Geld warten die Anleger ...

Akkumulieren
Analystensprache für die Einschätzung einer Aktie. Wenn ein Wert mit Akkumulieren eingestuft wird, rechnet der Analyst damit, dass sich die Aktie in den nächsten Monaten besser als der vergleichbare Branchenindex entwickelt. Experten rechnen mit einem Kursanstieg von zehn bis 25 Prozent. Oftmals spr...

Akquisition
Bei Kapitalgesellschaften wird der Kauf eines anderen Unternehmens auch Akquisition genannt.

AktG
Abk. für: Aktiengesetz.

Aktie
Die Aktie ist als gedrucktes Wertpapier eine Urkunde, die ihrem Inhaber (Aktionär) einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft und damit verbundene bestimmte Eigentumsrechte am Unternehmen verbrieft. Als Miteigentümer ist der Aktionär am Vermögen der AG und somit am wirtschaftlichen Erfolg...

Aktie, einbringungsgeboren
Unter einbringungsgeborenen Aktien versteht man Papiere, die als Gegenleistung für eine steuerbegünstigte Umwandlung nach dem Umwandlungsgesetz erworben wurden.

Aktien-Gewinnrendite
Die Aktien-Gewinnrendite ist eine Kennzahl zur fundamentalen Bewertung von Aktien. Sie berechnet sich aus dem Kehrwert des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV).

Aktienanalyse
Untersuchung und Prognose der Kurs- und Renditeentwicklung von Wertpapieren und anderen Werten. Die drei bekanntesten Verfahren der Analyse sind die Fundamentalanalyse, die Chartanalyse und die Portfolioanalyse.

Aktienanleihe
Bei einer Aktienanleihe (auch Aktienandienungsanleihe oder ISP-Anleihe) handelt es sich um eine Hochkuponanleihe mit Tilgungsmöglichkeit in Aktien. Im Unterschied zur Wandelanleihe entscheidet der Emittent und nicht der Anleger darüber, ob die Rückzahlung zum Nennwert oder in Aktien erfolgt. Da das ...

Aktienbasket
Ein Aktienbasket (Aktienkorb) besteht aus einer vorher festgelegten Anzahl von Aktiengesellschaften, in die nach bestimmten Bedingungen investiert wird. Beispiel: Es werden zwölf Aktiengesellschaften ausgewählt, in die zu Beginn gleichgewichtet investiert werden soll. Bei einer Gesamtsumme von 120 E...

Aktienemission
Siehe: Emission.

Aktienfonds
Investmentfonds, deren Vermögen hauptsächlich aus Aktienwerten bestehen, werden Aktienfonds genannt. Aktienfonds bieten bei höherem Risiko größere Chancen auf Wertsteigerung als Rentenfonds. Es wird nach einer Reihe verschiedener Anlagschwerpunkte unterschieden: Beispielsweise gibt es Fonds, die nur...

Aktiengesellschaft
Die Aktiengesellschaft (AG) ist ein Unternehmen in der Rechtsform einer Kapitalgesellschaft. Im Gegensatz zu Personengesellschaften haften aber die Eigentümer - die Aktionäre - nur mit ihrer Einlage, dem Grundkapital. Die Organe einer Aktiengesellschaft sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Ha...

Aktiengesetz
Das Aktiengesetz (AktG) dient als rechtliche Grundlage für Aktiengesellschaften. Es regelt, wie die verschiedenen Organe einer AG (Hauptversammlung, Aufsichtsrat, Vorstand) zusammenwirken.

Aktienindex
Zusammenfassung bestimmter Aktien zu einem Index, der die Kursentwicklung des Markts im Zeitablauf angibt. Bekannte Indizes sind der deutsche Aktienindex DAX, der amerikanische Dow Jones oder der japanische Nikkei 225.

Aktienkategorien
Aktien lassen sich in verschiedene Sonderformen eingruppieren. Diese legen zum Beispiel die Übertragbarkeit der Aktien fest, welche Rechte der Aktionär hat, oder verdeutlichen, zu welchem Zeitpunkt die Aktien herausgegeben wurden.

Aktienmarkt
Auf dem Aktienmarkt treffen Angebot von und Nachfrage nach Aktien aufeinander. Aktien werden vor allem an Börsen gehandelt. Dort wird hinsichtlich der Strenge der Handelsvorschriften zwischen dem Amtlichen Handel, dem Geregelten Markt und dem Freiverkehr unterschieden. Aber auch außerhalb der Börse ...

Aktienoption
Siehe: Option.

Aktienrückkauf
Bei einem Aktienrückkauf ordert eine Aktiengesellschaft ihre eigenen Aktien am Markt. Die AG erhöht damit in der Regel den Kurswert der Papiere, um die eigenen Aktien dem Aktionär etwa als Abfindung bei einer Firmenübernahme anzubieten.

Aktienrückkaufprogramm
Ein Aktienrückkaufprogramm (englisch: buy-back) ermächtigt eine Aktiengesellschaft zum Erwerb eigener Aktien über die Börse. Das Rückkaufprogramm muss nach deutschem Aktienrecht von der Hauptversammlung genehmigt werden und darf maximal zehn Prozent des Grundkapitals umfassen. Die Gründe für ein Akt...

Aktiensplit
Bei einem Aktiensplit von zum Beispiel eins zu eins gibt es für jede Aktie eine neue. Dadurch erhöht sich der Aktienbestand, der Kurs halbiert sich. Für den Anleger ändert sich nichts: Er hält dann zwei Aktien zum jeweils halb so hohen Kurs wie zuvor.

Aktientausch
Übernahmen von Aktiengesellschaften erfolgen meist nicht mit einer Barzahlung, sondern per Aktientausch. Dabei wird den Aktionären der zu übernehmenden Gesellschaft ein Angebot gemacht, in dem das Austauschverhältnis geregelt ist. Es besagt, wie viele Aktien der kaufenden Gesellschaft dem Eigentümer...

Aktienzertifikate
Aktienzertifikate sind Bescheinigungen, die für hinterlegte Aktien ausgestellt werden (in der Regel von Banken), wenn der Handel der Aktien selbst nicht möglich ist oder durch Zertifikate erleichtert wird.

Aktienzusammenlegung
Eine Aktienzusammenlegung (auch vereinfacht Kapitalherabsetzung genannt) wird vor allem als Sanierungsmaßnahme eingesetzt. Im Anschluss an die Kapitalherabsetzung erfolgt in der Regel eine Kapitalerhöhung durch die Ausgabe neuer Aktien. Mit dem zweiten Schritt soll frisches Geld in das notleidende U...

Aktionär
Ein Aktionär ist Miteigentümer einer Aktiengesellschaft. Das Anteilsrecht wird durch die Aktie verbrieft. In der Regel hat der Aktionär einen Anspruch auf Dividende, auf den Bezug neuer Aktien bei Kapitalerhöhungen, ein Recht auf den anteilsmäßigen Liquiditationserlös bei Auflösung der Gesellschaft ...

Aktiver Fonds
Der Manager versucht besser zu sein als zum Beispiel der DAX und analysiert alle Aktien vor dem Kauf genau.

All-Ordinaries-Index
Der All-Ordinaries-Index ist die Bezeichnung für den Index der Börse in Sydney (Australien).

Allokation
Begriff aus der Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftstheorie. Unter Allokation wird die Zuweisung von Gütern und Faktoren im Hinblick auf Personen und Produktionsprozesse verstanden. In Marktwirtschaften wird die Allokation in erster Linie über Güter- und Faktorpreise (Preismechanismus) bestimmt.

Allzeithoch
Der historisch höchste an der Börse festgestellte Kurs eines Finanzwerts. Oft wird auch der englische Begriff All-Time-High verwendet. Das Allzeithoch ist vor allem interessant, um zu sehen, wie weit der Wert momentan von seinem Höchststand entfernt ist. Gegensatz: Allzeittief.

Allzeittief
Der historisch tiefste an der Börse festgestellte Kurs eines Finanzwerts. Oft wird auch der englische Begriff All-Time-Low verwendet. Das Allzeittief ist vor allem interessant, um zu sehen, wie weit der Wert momentan von seinem Tiefstand entfernt ist. Gegensatz: Allzeithoch.

Alpha-Zertifikat
Diese Struktur bietet die ¿Überrendite¿ oder den Mehrertrag (das Alpha) eines Anlageinstruments im Verhältnis zu einem Referenzmarkt. Das kann zum Beispiel die Outperformance einer Dividendenstrategie im Vergleich zu einem Standardindex sein. Sofern der Mehrertrag stabil bleibt, verdient der Anleger...

Alpha, weighted
Alpha ist eine Maßeinheit, die angibt, um welchen Betrag (oder Prozentsatz) eine Aktie über einen bestimmten Zeitraum (für gewöhnlich ein Jahr) gestiegen oder gefallen ist. Die länger zurückliegenden Kursveränderungen werden dabei schwächer gewichtet als die aktuellen Bewegungen. Lässt sich die jewe...

Alte Aktien
Aktien werden als alte Aktien bezeichnet, wenn eine AG im Rahmen einer Kapitalerhöhung neue Aktien herausgegeben hat, die den Altaktien noch nicht gleichgestellt sind. Gegensatz: Junge Aktien.

Altersquotient
Er gibt an, wie viele Rentner von jeweils 100 Erwerbstätigen über die gesetzliche Rentenkasse finanziert werden.

Am Geld
Eine Option befindet sich at the money (am Geld), wenn der Basispreis in etwa dem gegenwärtigen Marktkurs des zu Grunde liegenden Basisinstruments entspricht.

American Depositary Receipt
Abk. für/siehe dort: ADR.

American Depositary Shares
Abk. für/siehe dort: ADS.

American Stock Exchange
(Amex) Die Amex ist eine amerikanische Wertpapierbörse mit Sitz in New York, der im Vergleich zur Nyse und Nasdaq aber eine geringere Bedeutung zukommt.

Amerikanische Option
Bei einer amerikanischen Option kann der Inhaber der Option (Optionskäufer) das Optionsrecht jederzeit während der gesamten Laufzeit der Option ausüben. Im Gegensatz dazu kann die europäischen Option nur am Laufzeitende ausgeübt werden.

Amerikanisches Verfahren
Siehe: Zinstender.

Amortisation
Tilgung eines geschuldeten Betrags nach einem Tilgungsplan, der im Voraus festgelegt wurde. Amortisation ist auch die spezielle Bezeichnung für die Rückzahlung von Schuldverschreibungen auf Basis der Emissionsbedingungen.

Amtlicher Handel
Der Amtliche Handel umfasst die zur amtlichen Notierung zugelassenen Wertpapiere. Um für den Amtlichen Handel freigegeben zu werden, müssen die Aktiengesellschaften bestimmten Publizitätspflichten nachkommen. Gegensatz: Freiverkehr.

Amtlicher Makler
Siehe: Makler.

Analyst
Ein Analyst ist ein Experte, der Prognosen über die weitere Entwicklung einer Aktie abgibt. Er bedient sich hierbei der Fundamentalanalyse und/oder der Technischen Analyse.

Andienungsmonat
Siehe: Kontraktmonat.

Andienungsrecht
Der Käufer eines Puts (Optionsschein oder Option) bezahlt die Optionsprämie und sichert sich damit das Optionsrecht. Dieses gewährt ihm, am oder bis zum Laufzeitende den zu Grunde liegenden Basiswert zu einem festgelegten Preis (Basispreis) zu verkaufen.

Anfangskurs
Siehe: Eröffnungskurs.

Anlageberatung
Siehe: Vermögensberatung.

Anlagehorizont
Als Anlagehorizont wird der Zeitraum verstanden, in dem ein Investor eine Anlage in seinem Besitz hält. Generell wird zwischen einem kurz-, mittel- und langfristigen Anlagehorizont unterschieden. Als Anhaltspunkte für die verschiedenen Fristen gilt: Kurzfristige Anlagen besitzen eine Haltedauer von ...

Anlagepolitik
Die Anlagepolitik stellt die grundsätzliche Festlegung der Rahmenbedingungen für die Investition von Finanz- und Vermögenswerten dar. Sie orientiert sich in erster Linie an den Möglichkeiten, Zielen und Neigungen des Anlegers. Generell wird zwischen einer konservativen, wachstumsorientierten und spe...

Anlagestrategie
Gemäß der Anlagestrategie werden Finanz- und Vermögenswerte in verschiedenen Anlagen investiert. Die Anlagestrategie orientiert sich dabei an der jeweiligen Anlagepolitik. Während die Anlagepolitik die grundsätzlichen Rahmenbedingungen (konservativ, spekulativ) vorgibt, berücksichtigt die Anlagestra...

Anlagestreuung
Siehe: Diversifikation.

Anlagetyp
Beschreibt, welche Einstellung der Einzelne bei der Geldanlage hat - also: Steht für ihn Sicherheit an erster Stelle, oder wie hoch ist das Risiko, das er eingehen will?

Anlagezertifikate
Anlagezertifikate sind Wertpapiere, welche die Teilnahme an der Kursentwicklung der entsprechenden Basiswerte (zum Beispiel Aktien oder Indizes) verbriefen. Anlagezertifikate sind in ihrer Laufzeit begrenzte oder unbegrenzte, von Banken begebene Anleihen ohne laufende Erträge und mit einem definiert...

Anlageziel
Damit ist nicht gemeint, einen möglichst hohen Gewinn zu erzielen, sondern vielmehr der Zweck, für den das vermehrte Kapital in der Zukunft verwendet werden soll.

Anleihe
Sammelbegriff für verzinsliche Schuldverschreibungen mit fest vereinbarter Laufzeit. Als Emittenten treten sowohl Einrichtungen der öffentlichen Hand (zum Beispiel Bund, Länder und Gemeinden) als auch private Unternehmen (Industrieobligationen, Industrieanleihen, also Corporate Bonds) auf. Anleihen ...

Anleihe, nachrangig
Eine nachrangige Anleihe ist eine Anleihe, bei der die Gläubiger (die Inhaber der Anleihe) im Fall einer Insolvenz (Konkurs) des Emittenten hinter die Ansprüchen aller übrigen Gläubiger zurücktreten müssen. Damit steigt das Risiko, dass die Inhaber von nachrangigen Anleihen im Insolvenzfall nicht me...

Anleihenmarkt
Auf dem Anleihenmarkt treffen von Angebot und Nachfrage nach festverzinslichen Wertpapieren aufeinander. In der Regel findet Anleihenhandel in einem Teilbereich von Wertpapierbörsen statt. Aber auch außerhalb der Börse - etwa per Telefon - werden Anleihen gehandelt.

Annualisiert
Der Begriff Annualisiert bedeutet, dass zwischenjährige Daten (Veränderungsraten, Zinszahlungen) auf ein komplettes Jahr hochgerechnet werden.Dazu ein Beispiel: Umsatzwachstum eines Unternehmens im Vergleich zur Vorjahresperiode: Drittes Quartal 2001: + 14 Prozent. Viertes Quartal 2001: + 8 Prozent....

Annuitätenanleihe
Eine Annuitätenanleihe ist ein festverzinsliches Wertpapier, das durch gleich bleibende periodische Annuitäten (Jahreszahlung), die sich aus den Zins- und Tilgungsraten zusammensetzen, an den Eigentümer zurückgezahlt wird.

Anrechnungsverfahren
Siehe: Halbeinkünfteverfahren.

Anrecht
Siehe: Bezugsrecht (BR).

Anteilseignerkontrolle
Nach § 2 b KWG ist die Absicht des Erwerbs bedeutender Beteiligungen anzeigepflichtig. Die Anteilseignerkontrolle durch die BAKred ist ein Standardverfahren, das dann zum Einsatz kommt, wenn ein Anleger seinen Anteil an einer Bank deutlich erhöhen will. Nach dem Kreditwesengesetz kann das Aufsichtsa...

Anteilspreis
Der Kurs eines Fonds bestimmt sich nach dem Wert des gesamten Fondsvermögens, dem so genannten Inventarwert oder Net Asset Value (NAV), geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile. Mit dem Kauf eines Anteils wird der Anleger Miteigentümer am Fondsvermögen und hat einen Anspruch auf Gewinnbetei...

Antizyklisch
Bezeichnung für das Handeln gegen den Trend. Wenn eine Aktie fällt, deutet dies darauf hin, dass es für den Wert mehr Verkäufer als Käufer gibt. Der antizyklisch agierende Anleger kauft in den fallenden Markt und hofft, dass die Kurse wieder steigen. Er ist der Ansicht, dass die Masse falsch liegt, ...

Arbitrage
Das Ausnutzen unterschiedlicher Kurse beim gleichzeitigen Kauf und Verkauf von Waren an verschiedenen Märkten (Börsen), in verschiedenen Kontraktmonaten (im Terminmarkt), zwischen Kassa- und Terminmarkt oder von unterschiedlichen, aber zueinander bezogenen Waren.

Arbitrageur
Händler an der Börse, der sich besonders mit der Arbitrage bei Wertpapieren oder Devisen befasst.

AROON-Indikator
Der AROON besteht aus zwei Linien: Die AROON-Up-Linie misst die Tage, die seit dem letzten Hoch des Kurses vergangen sind, die AROON-Down-Line die Tage seit dem letzten Tief. Die Linien bewegen sich in einer Skala zwischen 0 und 100. Kommt es zum Beispiel zu einem neuen 14-Tageshoch, würde der 14er-...

Arrondieren
Wenn ein Anleger durch Zu- oder Verkauf die Anzahl eines bestimmten Wertpapiers in seinem Depot auf eine runde Zahl stellt, etwa genau auf 100 Siemens-Aktien, wird dies als arrondieren bezeichnet.

AS-Fonds
Der Begriff AS-Fonds steht als Abkürzung für Altersvorsorge-Sondervermögen-Fonds. Diese dienen der Altersicherung und dürfen in Aktien, Anleihen und Immobilien investieren. Sie unterliegen speziellen Anlagevorschriften.

Ask
Ask (Angebot oder Briefkurs) ist der Preis, zu dem ein Marktteilnehmer bereit ist, ein Wertpapier zu verkaufen.

Asset
Angelsächsische Bezeichnung für Vermögenswerte; eigentlich Aktiva in der Bilanz.

Asset Allocation
Angelsächsische Bezeichnung für: Vermögensberatung. Asset Allocation ist die Aufteilung von Vermögen auf verschiedene Anlageformen wie Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Immobilien.

Asset Backed Securities
Bei Asset Backed Securities (ABS) handelt es sich um mit Vermögensgegenständen (Assets) unterlegte (Backed) Wertpapiere (Securities). ABS sehen in ihrer Grundform die Veräußerung des Forderungsbestands eines Unternehmens oder eines Kreditinstituts an eine eigens dafür gegründete Gesellschaft vor. Di...