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Kirchen-Lexikon
Kategorie: Religion und Philosophie > Religion
Datum & Land: 24/01/2009, DE
Wörter: 820


Homosexualität
(gleichgeschlechtliche Liebe) Die sexuelle Orientierung eines Menschen auf das gleiche Geschlecht ist laut traditioneller katholischer Auffassung objektiv ungeordnet. Eine Ehe zwischen Menschen gleichen Geschlechts ist kirchenrechtlich nicht möglich, da die Zeugung von Nachkommen beider Partner ausgeschlossen ist.

Horen
Lat. hora, horae bedeutet Stunde, Stunden. In der Liturgie meint Horen die Zeiten des Studengebetes.

Hostie
(lat. ,Sühneopfer', ,Schlachtopfer') Die aus einem ungesäuerten Weizenteig hergestellte runde Brotscheibe, die während der Eucharistiefeier durch den Priester konsekriert und als Leib Christi dem Gläubigen dargereicht wird.

Hostiendose
(Pyxis) Aufbewahrungs- und Transportgerät (auch Pyxis) für die Hostien (lat. hostia = Opfer), Oblaten aus Weizenmehl und Wasser, die bei der Messfeier und Kommunion benutzt werden. Der Hostienkelch wird Ziborium genannt.

Hungertuch
Fastenvelum, velum quadragesimale, Fastentuch, Fastenlaken, Hungertuch, Kummertuch oder Schmachtlappen nennt man im Mittelalter das künstlerisch gestaltete Tuch, das werktags in der Fastenzeit den Blick zum Altar versperrte. Moderne Hungertücher, seit 1976 im Zweijahresrhythmus von MISEREOR vertrieben, wollen dagegen die Fa...

Hypokaust
Fußbodenheizung, mit Warmluft betrieben. In römischer Zeit regelmäßig in Badeanlagen (Thermen) und in den Wohnhäusern.

IHS
(JHS) Aus dem frühchristlichen Christusmonogramm IHC XPC (griech. Anfangsbuchstaben für Jesus Christus) entwickelte sich das Christusmonogramm IHS XPS (lat. Anfangsbuchstaben für Jesus Christus). Seit dem Mittelalter war die bekannteste volksetymologische Deutung für IHS: †žJesus Heiland Seligmacher†œ. Die ...

Ikone
Ikone (griech.) bedeutet das Bild. Gemeint ist ein Tafelbild mit der Darstellung von Jesus Christus, seiner Mutter Maria oder Heiligen in den orthodoxen Kirchen.

Ikonographie
(griech. ,Abbildung') Beschreibende Erfassung von Darstellungen in der Kunst. Die Beschreibung erfolgt mit Hilfe literarischer Quellen, wie z. B. dem Alten und Neuen Testament. Bei der in einem nächsten Schritt folgenden Deutung der Bildinhalte handelt es sich um Ikonographie.

Inquisition
Inquisition meint im römischen Recht ursprünglich die gerichtliche Untersuchung eines Straftathergangs. Die kirchliche Inquisition war die gefürchtete Verfolgung von Andersdenkenden. Die Kirche institutionalisierte zwar ein rechtlich geordnetes Strafverfahren. Sie führte das Verhör und die rechtliche Untersuc...

INRI
INRI ist die Abkürzung der lateinischen Inschrift, die nach der Überlieferung der Evangelien über dem gekreuzigten Jesus am senkrechten Kreuzbalken (Kreuzigung) angebracht wurde. Die Inschrift wies im römischen Strafrecht auf das Vergehen des Delinquenten hin. INRI heißt übersetzt: Jesus von Nazareth, K&...

Insignien
Amtszeichen von geistlichen Würdenträgern wie etwa das Brustkreuz des Erzbischofs.

Intarsien
(ital.) Einlegearbeit aus verschiedenfarbigen Materialien (Holz, Stein, Elfenbein), die zu ornamentalen oder figürlichen Mustern zusammengesetzt werden.

Inzensieren
Inzensieren meint die Beräucherung mit verbrennenden Weihrauchkörnern. Aus der Beräucherung mit Weihrauch für den Herrscher und den Götterkult entwickelte sich in der katholischen wie den orthodoxen Kirchen die Inzension von Altar, Kreuz, Ambo und Heiligenbildern als Zeichen der Verehrung.

Israel
Israel (hebr. †žstreiten, kämpfen†œ) war ursprünglich der Name für das in Palästina lebende Stammesvolk der Israeliten oder Hebräer. Kennzeichnend war ihr Glaube an ihre Erwählung durch den einen Gott JAHWE. Jesus als Angehöriger des Volkes Israel weiß sich von Gott zu seinem Volk gesan...

Jesuiten
((SJ) Gesellschaft Jesu) Orden, der durch den hl. Ignatius von Loyola 1534 gegründet wurde. Hauptziel der Jesuiten ist die Ausbreitung der katholischen Lehre. Jesuiten haben eine sorgfältige und strenge Ausbildung. Sie widmen sich der Wissenschaft und haben ein gut geleitetes Schulwesen und eigene Universitäten aufgebau...

Jesus
Jesus ist die gräzisiserte Form des hebr. Jehoschua oder Josua in der Bedeutung von 'Jahwe hilft'. Jesus Christus verwendet Christus als Ehrentitel, er ist die gräzisierte Entsprechung zum hebr. Messias, eine Würdeformel für den von Gott Gesandten. Jesus Christus wird im Neuen Testament derjenige genannt, von dem ...

Joch
Bei romanischen und gotischen Kirchen der Raum zwischen vier im Quadrat oder im Rechteck stehenden Pfeilern, meist auch eine eigene Gewölbeeinheit. Außerdem: hölzernes Geschirr für Rinder.

Johannes der Täufer
Heiliger. Siehe unter www.heilige.de

Jugendamt
Katholisches JugendamtName einer kirchlichen Einrichtung in fast allen Stadt- und Kreisdekanaten, die die Jugendarbeit unterstützt, fördert und ergänzt und Ansprechpartner bzw. Anstellungs-träger für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter ist.

Kabausium
(lat.'kleiner Raum') Letzter Zufluchtsort für Marx-Opfer.

Kalotte
Teilfläche einer Kugel, in der Architektur einer Kuppel.

Kameo
Halbedelstein mit reliefartig erhaben geschnittener Darstellung.

Kanoniker
Mitglied einer nichtklösterlichen kirchlichen Gemeinschaft, z. B. eines Stifts- oder Domkapitels.

kanonisch
Der Begriff kanonisch leitet sich von Kanon (griech. †žMaßstab, Richtschnur†œ) ab. Sowohl die jüdischen Schriften des Alten Testaments wie auch die des Neuen Testaments durchliefen einen Prozess der Anerkennung einer Schrift als menschliches Zeugnis göttlicher Offenbarung. Dies nennt man Kanonisierung. Ob eine ...

Kanontafeln
Kanontafeln sind vergleichende Verzeichnisse von einander entsprechenden Textstellen der verschiedenen Evangelien. In mittelalterlichen Handschriften werden die häufig ornamental gestalteten Kanontafeln den Evangelien vorangestellt.

Kantate
Lat. cantata Singstück. Ein mehrsätziges Gesangswerk für Chor und Solostimmen mit Instrumentalbegleitung.

Kantor
Der Kantor ist der Sänger, der als Dialogpartner der Gemeinde die Gesänge im Gottesdienst anstimmt oder vorträgt. Dieses Amt wird oft vom Organisten ausgeübt.

Kanzel
Bis zum II. Vatikanum war die Kanzel der Ort, von welchem aus die Kleriker die Predigt hielten. Sie besteht aus einem Kanzelfuß und einem Kanzelkorb, zu dem eine Treppe hinauf führt. Der Schalldeckel über der Kanzel dient der besseren Akustik. Seit dem II. Vatikanum dienen der Priestersitz und der Ambo als Predigtort. ...

Kanzler
An der Kurie bestellte Person (auch Laie), die hauptsächlich für die ordentliche Führung und Aufbewahrung der Akten zu sorgen hat. Der Kanzler ist oft zugleich Notar und Sekretär der Kurie.

Kapelle
Andachtsort, meist kleine Kirche (ohne Pfarrrechte) oder Teil einer größeren Kirche.

Kapellenkranz
Bei gotischen Kirchen der um den inneren Chor gelegte Chorumgang (Seitenschiff), an dessen Außenseiten sich kleine Chöre, Kapellen genannt, anschließen. Die klassischen Kathedralen haben meist sieben Chorkapellen.

Kapitel
Rechtsfähige, geistliche Körperschaft mit eigenen Rechten. Das Domkapitel verwaltet den Dom. Ihm obliegt die Durchführung des feierlichen Gottesdienstes in der Kathedralkirche. Das Domkapitel wirkt an der Leitung der Diözese mit und hat ein Wahlrecht bei der Neubesetzung des Bischofsamtes. Siehe auch Domkapitel un...

Kapitell
Das Verbindungsglied zwischen den Stützen (Säule oder Pfeiler) und dem darüber ansetzenden Bogen oder Architrav, meist reich verziert.

Kapitolstempel
Haupttempel in jeder römischen Colonia, wurde nach dem Vorbild in Rom zur Verehrung der kapitolinischen Trias (Jupiter, Juno, Minerva) eingerichtet.

Kapitularvikar
In der Zeit der Sedisvakanz vom Domkapitel gewählter Priester, der bis zur Amtseinführung eines neuen Bischofs die Diözese leitet.

Kaplan
Priester, der dem Pfarrer als Helfer und Vertreter zur Seite steht.

Kappung
(Kirchensteuer) Kirchensteuerkappung meint den Teilerlass von Kirchensteuern auf Antrag, wodurch die Kirchensteuer auf einen Höchstbetrag von 4 Prozent des zu versteuernden Einkommens festgelegt wird. Durch die progressive Wirkung des staatlichen Steuertarifs ergeben sich bei hohen Einkommen unverhältnismäßig hohe...

Kapuziner OFMCap
(Kapuzinerinnen, OFMCap) Orden, der sich 1528 von den Franziskanern trennte, um das franziskanische Armutsideal in größerer Strenge zu leben. Ordenstracht: braunes Gewand mit langer Kapuze und weißem Strickgürtel.

Kardinal
Nach dem Papst höchster Würdenträger in der katholischen Kirche. Kardinäle stehen dem Papst bei der Leitung der Weltkirche zur Seite und sind zumeist auch (Erz-)Bischöfe. Seit 1179 haben die Kardinäle das ausschließliche Recht der Papstwahl. Sie tragen (kardinals)rote Amtstracht.

Kardinalbischof
Die Kardinalbischöfe stellen die erste Klasse der Kardinäle dar. Ihnen ist der Titel eines Bistums der römischen Kirchenprovinz zu erkannt.

Kardinaldekan
Das Amt des Kardinaldekans geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Er ist †žErster unter Gleichen†œ (†žprimus inter pares†œ) und ohne irgendeine Jurisdiktionsgewalt. Er wird aus der Reihe der Kardinalbischöfe gewählt. Die Bestätigung des Gewählten erfolgt durch den Papst. Er präsentiert und ...

Kardinaldiakon
Die Kardinaldiakone sind diejenigen Kardinäle, denen der Titel einer römischen Diakonie zuerkannt wurde. Sie bilden hinter den Kardinalbischöfen und den Kardinalpriestern die dritte Klasse der Kardinäle.

Kardinalkämmerer
(Camerlengo) Der Leiter der Apostolischen Kammer wird Kardinalkämmerer oder Camerlengo genannt. Er stellt den Tod des Papstes fest und verantwortet Vorbereitung und Durchführung des

Kardinalprotodiakon
(Kardinalerzdiakon) Der Kardinalprotodiakon (der erste in der Klasse der Kardinaldiakone, früher auch Kardinalerzdiakon genannt) verkündet nach dem Dankgebet der Kardinäle am Ende des Konklaves auf der Benediktions-Loggia des Petersdomes dem wartenden Volk den Namen des Neugewählten und den Namen, den er sich als P...

Kardinalshut
(Galero) Als Zeichen ihrer Kardinalswürde erhielten die Kardinälefrüher vom Papst den roten Kardinalshut (auch Galero genannt). Unter dem Hut trugen die Kardinäle den roten Pileolus. Rot ist als Farbe der Märtyrer den Kardinälen vorbehalten. Heute überreicht der Papst als äußeres Zeichen de...

Kardinalskollegium
Das Kardinalskollegium ist die Versammlung aller Kardinäle in der katholischen Kirche. Es tritt vor allem bei der Papstwahl zusammen.

Kardinalstaatssekretär
Der Kardinalstaatssekretär ist der ranghöchste Kurienkardinal und der Regierungschef des Vatikans. Er vertritt den Papst bei dessen Abwesenheit im Vatikanstaat.

Kardinalstaatssekretär
Der Kardinalstaatssekretär steht dem Staatssekretariat vor. Er ist engster Mitarbeiter des Papstes in der Leitung der universalen Kirche und damit höchster Repräsentant der diplomati-schen und politischen Aktivitäten des Heiligen Stuhls.

Kardinalswappen
Das Bischofswappen eines Kardinals ist als Kardinalswappen erkennbar: durch den roten Kardinalshut über dem Wappen. Am Kardinalshut hängen beidseitig je 15 rote Quasten an Schnüren herab.

Kardinalvikar
Der Kardinalvikar ist der Generalvikar des Bistums von Rom. Er ist damit der Vertreter des Papstes als Bischof von Rom. Er informiert die Öffentlichkeit über den Tod des amtierenden Papstes.

Karfreitag
Am Karfreitag (ahd. kara †žKummer, Sorge†œ) erinnert sich die Kirche an das Leiden und Sterben Jesu Christi. Der Karfreitag wird am Freitag vor Ostern begangen. An diesem Tag wird der Karfreitagsgottesdienst gehalten (meist um 15.00 Uhr zur angenommenen Todesstunde Jesu). Sein Thema ist die Verkündigung der Passion Chris...

Karmeliter
(Karmeliten, Karmeliterinnen, Ocarm) Kontemplativ-mystischer Orden der Brüder der seligen Jungfrau Maria vom Berg Karmel bzw. Orden der Karmelitinnen von den Barfüßer-Brüdern. In der Mitte des 12. Jahrhunderts entstand dieser Orden, der sich insbesondere der Marienverehrung widmet. Ordenstracht: braunes Gewand mit ...

Karneval
(Fastnacht, Fasching) Karneval ist die Zeit der Ausgelassenheit und Lebensfreude vor dem Beginn der Fastenzeit. Er wird fast ausschließlich in katholischen Gebieten gefeiert. Traditionell wird er im Rheinland an den Tagen vor Aschermittwoch mit vielfältigem närrischem Brauchtum begangen. Seine Ursprünge finden sich...

Karolingische Baukunst
Die Kunst zur Zeit der Herrscher aus der Familie der Karolinger, 751-911. Wichtigste erhaltene Denkmäler in Deutschland sind die Pfalzkirche Karls des Großen in Aachen und die Torhalle im Bereich der ehemaligen Klosteranlage von Lorsch.

Kartusche
(franz. ,Zierrahmen') Von einem Ornamentrahmen umschlossene schildartige Fläche, die zumeist Inschriften oder Wappen aufnimmt.

KartäuserInnen Ocart
Orden des hl. Bruno, gegründet im Jahre 1084, dessen Regel den Ordensmitgliedern stetes Schweigen, Gebet, Handarbeit und den Verzicht auf Fleischspeisen auferlegt. Ordenstracht: weißes Gewand, weißer Ledergürtel und weißer Überwurf mit Kapuze.

Karwoche
Letzte Fastenwoche vor Ostern.Mehr unter www.festjahr.de.

Karyatide
(giech. Tänzerinnen aus Karyä) In der griechischen Antike entwickelte weibliche, meist freiplastische Skulptur, die dazu dient das Gebälk (Abschnitt im vertikalen Aufbau eines Tempels) zu tragen. Die Last wird durch ein korbähnliches Polster auf dem Kopf aufgenommen. Der Name soll an die in den Perserkriegen durch...

Kasel
Liturgisches Obergewand der katholischen Priester.(s. Messgewand)

Kassette
Vertieftes Deckenfeld.

Kastell
Befestigtes Militärlager.

Katechese
(Katechet, Katechetin) Griech. katechein heißt mündlich unterrichten. Katechese bezeichnet die Vermittlung der christlichen Botschaft. Zusammengefasst wird die christliche Botschaft im Katechismus. Derjenige oder diejenige, der oder die katechisiert ist Katechet oder Katechetin.

Katechismus
Leitfaden der christlichen Glaubenslehre, der der religiösen Unterweisung in Kirche, Familie und Schule dient.(s. Katechese)

Kathedra
(Cathedra) Die Amtsausübung war im Altertum mit der Platznahme auf einem dafür bestimmten Stuhl verbunden. Der Landesherr saß auf einem Thron, der Richter auf einem Lehrstuhl, der Lehrer auf der cathedra. In dieser Tradition stehen auch der Lehr- und der Beichtstuhl. Die Cathedra bestieg der Bischof nach seiner Amtseinf...

Kathedrale
(Kathedralkirche, Dom, Bischofsdom) Mit Kathedrale wird die Bischofskirche bezeichnet. Sie wird auch Dom (von domus domini = Haus des Herrn) genannt. Ihren Namen hat sie von der Kathedra, dem Stuhl des Bischofs. Dieser gilt als Sinnbild der bischöflichen Leitungsgewalt über sein Bistum. In der Kathedrale übernimmt der B...

Katholisch
(griech. ,allgemein', ,alle betreffend') Dieser Begriff bezeichnet die räumliche und zeitlich universale Sendung der Kirche.

Katholischer Arbeiterverein
Katholische Arbeitervereine wurden gegen Ende des 19. Jhdt. überall im katholischen Raum gegründet. Sie verstanden sich als Antwort auf die soziale Frage der in der wachsenden Industrie tätigen Arbeitschaft. Der Katholische Arbeiterverein wurde 1891 als Zentralverband in München gegründet. Zusammen mit dem Ve...

Katholischer Widerstand
Der Katholische Widerstand bezieht sich auf einzelne Katholiken und katholische Gruppen, die in Wort und Handeln sich gegen das nationalsozialistische Regime gestellt haben. Zum Widerstand gehörten Arbeiter wie Intellektuelle, Laien wie Priester. Ihre Aktivitäten reichten von offener Kritik bis zum heimlichen Verstecken von...

Katholisches Bildungswerk
Das katholische Bildungswerk ist die kirchliche Bildungseinrichtung einer Diözese. Die katholischen Bildungsbemühungen waren ursprünglich eine Reaktion auf die Herausforderung durch die Kritik der Aufklärung. Heute will sie in Vorträgen, Seminaren und Diskussionen die christliche Wertebasis stärken. Die ...

KAVO
Die Kirchliche Arbeits- und Vergütungsordnung (= KAVO) regelt den kirchlichen Dienst und entspricht materiell wesentlichen Bestimmungen des Bundesangestelltentarifs (BAT).

Kelch
Die Trinkschale zur Aufnahme und Austeilung des Messweins nennt man Kelch. Im Laufe der Kirchengeschichte wandelte sich Form, Größe und Schmuck des Kelches. Die Austeilung des konsekrierten Messweins an die Gläubigen nennt man Kelchkommunion.

Kenotaph
(griech. ,leeres Grab') Ehrengrab für einen Verstorbenen, dessen Gebeine an einem anderen Ort bestattet wurden.

Kerzen
Die frühen Christen übernahmen das Anzünden von Kerzen aus dem antiken Totenkult. Kerzen gehören vor allem zu Prozessionen (z.B. zum Einzug der Kommunionkinder) und den Sakramenten. Aus dem päpstlichen Gottesdienst entwickelte sich das Aufstellen von Altarkerzen.

Ketteler
(Bischof Ketteler) Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler (1811-1877), Bischof von Mainz, war der bedeutendste Vertreter des Sozialkatholizismus des 19. Jhdt. und eine führende Gestalt des deutschen Episkopats. Ketteler war u.a. Mitglied der Nationalversammlung in Frankfurt und erregte mit seinen Vorträgen über die Sozi...

kfd
(Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) Kfd ist die Abkürzung für 'Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands'. Die Kfd wurde zuerst 1926 gegründet und in der Zeit des Dritten Reiches verboten. Heute ist sie der größte deutsche Katholikinnenverband. Die Kfd versteht sich ausdrücklich als Gemeinscha...

Kindergarten
Von F.W.A. Fröbel 1840 geprägter Begriff für die ganzheitliche Kleinkinderziehung, deren Anfänge auf die Böhmischen Brüder zurückgeht. Heute heißen die Kindergärt-nerinnen Erzieherinnen und die Kindergärten Tageseinrichtungen für Kinder. Der Begriff Kindergarten ist von zahlreich...

Kirchenbau
(Kirchengebäude) Mit Kirchenbau wird der christliche Versammlungsraum bezeichnet. Ursprünglich trafen sich die Christen als Hauskirche in den Häusern christlicher Familien. Mit wachsender Gläubigenzahl mussten eigene Kirchenbauten errichtet werden. Aus dem ursprünglich einfachen langgestreckten Raum mit Vorrau...

Kirchengemeindeverband
Im Erzbistum Köln können Pfarreien einen Pfarreien-Verbund bilden. Die Pfarrgemeinden bleiben eigenständig und arbeiten in einem Pfarrverband zusammen, die Kirchenvorstände in einem Kirchengemeindeverband. Ziel ist es, Eigenständigkeit und Kooperation zur Optimierung der Seelsorge zu nutzen.

Kirchenjahr
Beginnt mit dem Advent und bedeutet die Abfolge kirchlicher Feste wie Weihnachten, Maria Lichtmeß, Aschermittwoch, Fastenzeit, Karwoche, Ostern, Pfingsten, Fronleichnam, die den Jahresablauf prägen. Die Zählweise des Kirchenjahres orientierte sich früher an den Sonntagen der jeweiligen Festkreise.

Kirchenmusik
Mit Kirchenmusik bezeichnet man den musikalischen Ausdruck des christlichen Glaubens. Ihren Ursprung hat die Kirchenmusik im jüdischen Synagogengottesdienst. Vermutlich wurden die Psalmen anfangs von einem Priester oder Diakon im Wechsel mit der Gemeinde gesungen. Später übernahmen Klerikerchöre den Part der Gemei...

Kirchenprovinz
Die Erzdiözese, geleitet durch den Erzbischof, ist Mittelpunkt einer Kirchenprovinz, der mehrere Diözesen (Suffraganbistümer) zugeordnet sind. Diese stehen unter der Aufsicht des Erzbischofs. Nach der Neuordnung der Bistumsgrenzen infolge der Wiedervereinigung gibt es sieben Erzdiözesen in Deutschland, nämlic...

Kirchenrecht
Das Recht der verfassten römisch-katholischen Kirche regelt den Vollzug der kirchlichen Gemeinschaft: es ist damit ein geistliches und kein ziviles Recht. Kennzeichnend für das Kirchenrecht ist die Unterscheidung zwischen göttlichem und menschlichem Recht. 1917 wurde erstmals das vollständige Gesetzbuch der kathol...

Kirchenschiff
Das Evangelium von der Stillung des Sturms auf dem See Genezareth steht Pate für die Idee von der Kirche als Schiff. Die Form eines Kirchengebäudes - stellt man es sich auf den Kopf gedreht vor - erinnert ebenfalls an einen Schiffskörper.

Kirchensteuer
Die Kirchensteuer ist eine Spätfolge der Säkularisation. Nachdem die Kirchen und Klöster enteignet worden waren, sah sich der Staat in der Pflicht, den Unterhalt der Kirche bereit zu stellen. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts befreite er sich davon durch die Einführung einer Mitgliederzwangsabgabe, die auf staatsgese...

Kirchenvorstand
(KV) Durch Wahl bestimmen die Gemeindemitglieder die Mitglieder des Kirchenvorstandes in ihrer Gemeinde. Der Kirchenvorstand verwaltet das örtliche Pfarrvermögen und ist Vorgesetzter der gemeindlichen Angestellten. Ursprünglich wurde durch das preußische Staatsgesetz von 1924 ein staatliches Mitwirkungs- und Aufsic...

Kirchturm
Kirchturm: Der Kirchturm oder Glockenturm (Glocken ist seit mehr als 1000 Jahren Wahrzeichen fast jeder katholischen Kirche. In ihm sind die Kirchenglocken aufgehängt, die die Gläubigen zum Gottesdienst rufen und bestimmte Gebetszeiten ( Gebet und Uhrzeiten ankündigen.

Kirchweihe
Eine Kirchweihe ist die durch verschiedene Riten (Gottesdienst) durchgeführte Segnung und Weihe einer neu gebauten Kirche. Dabei wird die Kirche auf Namen eines oder mehrere Heiligen hin geweiht, deren Reliquien zumeist in den Altar eingelassen sind.

Kirchweihfest
Die alljährliche Begehung der Kirchweihe nennt man Kirchweihfest. Sie ist eine Erinnerungsfeier, die mit verschiedenem Brauchtum begangen wird (z.B. Kirmes, Erntefest)

Klaustrum
Abgeschlossener Wohnbereich klerikaler Gemeinschaften.

Klausur
Von lat./mittellat. Klause, die Zelle, Einsiedelei, weltabgeschiedene Behausung. Klau-sur bezeichnet allgemein die Weltabgeschiedenheit, Einsamkeit und insbesondere im Kloster den Bereich, der nur von bestimmten Personen betreten werden darf.

Kleeblattchor
(auch Dreikonchenchor oder Trikonchos) Typische Chorform, auch bei spätromanischen Kirchen in Köln. Um das Quadrat der Vierung sind nach drei Seiten Halbkreise gelegt, die Konchen. An der vierten Seite schließt das Langhaus an.

Kleriker
Seit dem 3. Jhdt. ist der Begriff Kleriker (griech. †žSchicksal, Los, Belohnung†œ) bekannt. Durch Handauflegung eines Bischofs wird der Kandidat in den Stand der Kleriker seines Bistums aufgenommen. Damit sind bestimmte Rechte und Pflichten des Amtsträgers in der Kirche verbunden. Die Aufnahme in die Gemeinschaft der Kle...

Klerus
Bezeichnet den Stand der Geistlichen, namentlich der Diakone, Priester und Bischöfe. Die Aufnahme in den Klerus erfolgt mit der Diakonatsweihe. Alle übrigen Gläubigen werden als Laien bezeichnet.

KNA
Abkürzung für die Katholische Nachrichten Agentur mit Sitz in Bonn.

Koadjutor
Koadjutor bezeichnet ein kirchliches Amt: Es handelt sich um einen Bischof, der als Stellvertreter bzw. Assistent eines amtierenden Bischofs Bischofs (Erzbischof) vom Papst eingesetzt wird. Er unterstützt oder vertritt den Bischof in dessen Leitungsaufgaben. Der Koadjutor hat das Nachfolgerecht auf den Sitz des amtierenden Bisch...

Kollekte
Ist die Sammlung freiwilliger Gaben im Gottesdienst zugunsten kirchlicher oder caritativer Zwecke. Die Tradition der Kollekte reicht bis in die Urkirche zurück.

Kolpingwerk
Internationales KolpingwerkGegründet von dem inzwischen seliggesprochenen Priester Adolf Kolping 1846/49 mit dem Ziel, den Handwerkern in Gesellenvereinen religiöse und sittliche Hilfestellung zu geben und ihren Anspruch auf soziale Gerechtigkeit zu stützen. Hierdurch wurde Kolping Mitbegründer der katholischen So...

Kommunion
(Kommunionhelfer, Kommunionhelferin) Der Empfang der Eucharistie (s. Eucharistie) und die Eucharistie selber werden in der Katholischen Kirche als heilige Kommunion bezeichnet. Der Ausspender der hl. Kommunion sind der Priester und der Diakon, aber im Bedarfsfall auch Laien, die Kommunionhelfer genannt werden.

Komplet
(Nachtgebet der Kirche) Das letzte Gebet des Tages heißt Komplet. Es schließt das Stundengebet und damit den kirchlichen Tagesablauf ab. Die Komplet entstand aus dem klösterlichen Nachtgebet.