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Kirchen-Lexikon
Kategorie: Religion und Philosophie > Religion
Datum & Land: 24/01/2009, DE
Wörter: 817


Abba
In den Evangelien spricht Jesus mehrfach Gott mit dem Wort Abba an. Abba ist das familiär gebrauchte aramäische Wort für Vater oder mein Vater. Die Anrede Gottes als Vater ist typisch für Jesu vertraute Gottesbeziehung.

Abendmahl
In der Nacht vor seiner Kreuzigung aß Jesus von Nazareth mit seinen zwölf Jüngern zu Abend. Während dieses Mahls, von dem im Neuen Testament fünf Mal berichtet wird, deutete Jesus Brot und den Wein als seinen Leib und sein Blut. Dadurch zeigte Jesus auf, dass er für seine Jünger bzw. für die Me...

Aberglauben
Mit Aberglauben werden alle Praktiken und Vorstellungen zusammengefasst, die mit der eigenen Religion nicht übereinstimmen und dabei als unterlegen gelten (z.B. Teufelsglaube, Astrologie, Okkultismus, Esoterik). Das Christentum hat den Aberglauben bekämpft. Die unreflektierten Folgen dieser Haltung waren z.B. Hexenverfolgun...

Ablass
(Ablaß, Ablassbrief, Ablasshandel) 'Erlass einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind' (Paul VI, Indulgentiarum doctrina 12). Eine spezifische, nur in der West-kirche gewachsene Form des Umgangs der Kirche mit dem reuigen Sünder. Die Tilgung der Sündenstrafe ers...

Abraham
Heiliger. Siehe unter www.heilige.de

Absolution
Die sakramentale Absolution erfolgt innerhalb des Bußsakramentes (s. Buße) durch den Priester. Sie ist Nachlass der Sünden und Strafen.

Abt
(Äbtissin) (von aramäisch ,Abba' = Vater) Der Abt ist der Vorsteher eines Klosters mit Abtsverfassung, der in der Regel von den stimmberechtigten Mönchen gewählt wird. Frauenklöstern steht entsprechend eine Äbtissin vor.

Abtei
Unter der Leitung eines Abtes / einer Äbtissin stehendes Kloster.

Achskapelle
Zentrale, in der Achse des Bauwerks gelegene Kapelle des Chorumgangs.

Adam und Eva
Adam und Eva sind Eigennamen des ersten Menschenpaares. In ihrem ersten Buch, der Genesis, berichtet die Bibel von der Erschaffung der Welt und der ersten Menschen. Von Adam ( hebr. †žDer aus Erde Geschaffene†œ) und Eva ( hebr. †žDie Lebendige†œ) stammen danach alle Menschen ab. Es handelt sich nicht um Tatsachenberic...

Adler
Symbolfigur des Evangelisten Johannes.

Administrator
(lat. ,Verwalter') Ein unter bestimmten Umständen vom Papst mit der Verwaltung einer Diözese beauftragter Prälat oder Bischof.

Adveniat
1961 gegründetes bischöfliches Hilfswerk für die Förderung der pastoralen Arbeit in Lateinamerika mit Sitz in Essen. Die Spendengelder werden im wesentlichen in der Advents- und Weihnachtszeit gesammelt und von der Bischöflichen Kommission für Lateinamerika verteilt.

Advent
Vorbereitungszeit auf Weihnachten.Mehr unter www.festjahr.de.

Agape
Agape bedeutet 'Liebesmahl'. Zu Beginn der Christenheit bezeichnet Agape das Abendmahl. Allerdings war dieses Abendmahl auch eine richtige Mahlzeit, bei der sich arme Gemeindemitglieder aufgrund der Gaben der reicheren Mitglieder satt essen konnten. Bald werden der sättigende Mahl-Teil und die Feier der Eucharistie getrennt. Die...

Agnus Dei
(Lamm Gottes) Mit Agnus Dei (griech. 'Lamm Gottes') ist Jesus Christus gemeint. Laut Johannesevangelium ist er das wahre Paschalamm. Das Paschalamm wurde in der jüdischen Feier des Pascha oder Pessach (†žBefreiung aus der ägyptischen Knechtschaft†œ) gegessen. Papst Sergius I. brachte im 7. Jhdt. den Ruf †žLamm Go...

Ahnenprobe
Im Spätmittelalter konnten nur Personen Mitglied des Kölner Domkapitels werden, die auf mindestens 16 adelige Vorfahren zurückblicken konnten. Dies bedeutete, daß seit vier Generationen nur Adelige als direkte Vorfahren vorhanden sein durften. Der Nachweis mit Hilfe der Wappen dieser Vorfahren in Glasgemälden...

Akolyth
(Akolythen) In der frühen Kirche arbeitete ein Akolyth (deutsch: Nachfolger, Anhänger) gemeinsam mit den Diakonen im sozialen Dienst der Gemeinde. Auch in der Liturgie, d.h. in den Gottesdiensten übernahmen die Akolythen Aufgaben. Heutzutage ist die Ernennung zum Akolythen eine Durchgangsstufe auf dem Weg zum Priestertu...

Albe
(lat. ,albus' ,weiß') Weißes, hemdartiges Untergewand der liturgischen Kleidung.

Albertus Magnus
(Albert der Große) Albert (ahdt. †žDer Glänzende†œ) der Große lebte von ca. 1200 bis 1280. Nach umfangreichen Studien lehrte der Dominikaner seit 1248 in Köln. Thomas von Aquin war sein berühmtester Schüler. Später wurde Albert zum Provinzialoberen seines Ordens und danach zum Bischofvon Rege...

Allerheiligen
Sammelfeste für alle heiligen Martyrer und übrigen Heiligen am 1. November. Mehr unter www.festjahr.de.

Allerseelen
Jährliche Gedenktage für alle Verstorbenen (Sammelfest) am 2. November.Mehr unter www.festjahr.de.

Allongeperücke
(franz.) Um 1670 am Hofe des französischen Königs Ludwig XIV. in Mode gekommene, meist schulterlange Lockenperücke.

Almosenier
Almosenier bezeichnet das Amt des Almosen- und Armenpflegers. Die Verwaltung der päpstlichen Wohltätigkeit an der römischen Kurie ist bereits seit dem 12. Jahrhundert in der Eleemosinaria Apostolica institutionalisiert. Heute verwaltet sie in direkter Abhängigkeit vom Papst dessen private Wohltätigkeit. ...

Altar
Allgemein Opfertisch. In der Katholischen Kirche der Ort der Eucharistiefeier. Auf dem Altar vollzieht der Priester die Wandlung von Brot und Wein in das Fleisch und Blut Christi (s. auch Transsubstantiation).

Altarraum
Den Raum um den Altar nennt man Altarraum. Früher wurde er vom Versammlungsraum der Gläubigen durch Schranken abgegrenzt. Man drückte damit die Ehrfurcht vor der Eucharistie aus. Innerhalb des Altarraums durften sich nur Kleriker oder Ordensleute aufhalten. Mit dem II. Vatikanum ist die strikte Trennung des Altarraums ...

Altarsakrament
Altarsakrament ist ein anderes Wort für das Sakrament der Eucharistie. vgl. LThk I, 376f.

Ambrosius
(Ambrosius von Mailand) Ambrosius (lat. †žDer Göttliche†œ) lebte von 339 bis 397. Er wurde als Taufbewerber zum Bischof von Mailand gewählt. Mit seinen umfangreichen Briefen und Schriften sowie mit der Verfassung von liturgischen Hymnen wurde er zu einem bedeutenden Wegbereiter der christlichen Kultur in Europa. ...

Amt
Das Amt ist ein Organ, das für eine Gemeinschaft und in deren Interesse tätig wird. Deshalb stehen kirchliche Amtsträger im Dienst ihrer Kirche bzw. ihrer Glaubensgemeinschaft. In Israel und in Juda bis zur Zeit Jesu hat es Ämter gegeben, was im Alten Testament (Bibel) belegt ist. Nach katholischer Auffassung hat ...

Amtseinführung
(Inauguration) Bei der Amtseinführung eines Papstes wird dem Neugewählten das Pallium umgelegt. Dabei wird (auf Latein) folgende Formel gesprochen: 'Gepriesen sei Gott, der dich zum Hirten der ganzen Kirche erwählt hat, indem er dir den Apostolischen Dienst anvertraute. Mögest du viele Jahre des irdischen Lebens la...

Anbetung
Anbetung ist nur gegenüber Gott möglich. Durch Gebete und einem an Gott orientierten Leben zeigt sich die Anerkennung des lebendigen Gottes, seines absoluten Unterschiedes zu jedem Geschöpf, seiner Heiligkeit und Allmacht.vgl. Rahner, Vorgrimler (Hg.): Kleines Theologisches Wörterbuch Freiburg 131981, 21. ...

Andacht
Die Andacht beabsichtigt ein Konzentrieren, Bedenken, Meditieren. Auch Hören, Anbeten und Bitten charakterisieren eine Andacht. Darum kann eine Andacht allein geübt werden und im Privathaus stattfinden oder gemeinschaftlich im Kirchengebäude. Gemeinschaftlich geübte Andachten greifen Glaubenssymbole (z.B. den Kreu...

Andreaskreuz
X-förmig übereinander gelegte Balken werden als Andreaskreuz bezeichnet. Dieser Name entstand, weil der im Neuen Testament (Bibel) oft genannte Andreas am 30. November 60 an einem X-förmigen Kreuz hingerichtet wurde. Zuvor soll er als Glaubensverkünder tätig gewesen sein. Als Verkehrszeichen wird in Deutschla...

Angelus
(Engel, Engel des Herrn) Lat. Bezeichnung für 'Engel', steht in der Kirche für das Gebet 'Engel des Herrn', ein Begleitgebet, das außerhalb der Osterzeit dreimal täglich gebetet wird. Ein Glockenzeichen erinnert morgens mittags und frühabends daran.

Anglikanisch
(anglikanische Kirchen) Mit anglikanisch bezeichnet man alle Kirchen und deren Glauben, die mit dem Erzbischof von Canterbury (GB) in Gemeinschaft stehen. Dieser wird als Oberhaupt und Zentrum der Einheit der insgesamt ca. 70 Millionen anglikanischen Gläubigen in 164 Ländern der Erde anerkannt. Die Kirche von England als Aus...

Ango
Wurfspieß mit Widerhaken und langer eiserner Schafttülle, die den Holzschaft umgreift. Typische Waffe bei den Franken und ihren östlichen Nachbarn im 5.-7. Jahrhundert.

Apokalypse
(Offenbarung, Buch der Offenbarung des Johannes) Apokalypse (griech. †žOffenbarung, Enthüllung†œ) bedeutet einerseits im biblischen Zusammenhang die Offenbarung der letzten Geheimnisse Gottes. Anderseits ist die Apokalypse das letzte Buch des Neuen Testaments. Der Verfasser zeichnet das Bild des nahenden Gottesreiches in ...

Apostel
Allgemein die Bezeichnung für die Verkündigung des Evangeliums Berufenen. Speziell Bezeichnung für die zwölf Männer, die Jesus in die Nachfolge gerufen hat.

Apostolische Kammer
Die Apostolische Kammer war ursprünglich die Schatzkammer des päpstlichen Hofes. Heute hat sie ihre Funktion während der Sedisvakanz. Der Camerlengo leitet die apostolische Kammer.

Apostolische Konstitution
Apostolische Konstitutionen sind vom Papst erlassene gesetzliche Bestimmungen. Sie betreffen häufig eine bestimmte Region oder einen bestimmten Personenkreis. Der Begriff Konsti-tution stammt aus dem Lateinischen: con-stituere bedeutet 'feststehen machen, aufstellen, einrichten'.

Apostolische Schreiben
In Apostolischen Schreiben äußert sich der Papst zu einem bestimmten Thema oder zu einem bestimmten Anlass. Sie sind an bestimmte Gruppen (z. B. Bischöfe, Ordensleute etc.) oder an alle Gläubigen gerichtet. Es werden drei Formen Apostolischer Schreiben unterschieden:a) Epistulae Apostolicae (lat. epistula = Brief)...

apostolische Sukzession
Der Begriff meint die Nachfolge von den Aposteln her. Die Bischöfe sind durch die Weihe, (Handauflegung), die von einem Bischof auf den nächsten übertragen wird, historisch legitime Nachfolger der Apostel.

Apostolischer Segen
Der Apostolische Segen ist der kirchliche Segen durch einen amtierenden Bischof oder Papst als legitimer Nachfolger des Apostels Petrus. Die weltweit bekannteste Form des Apostolischen Segens ist der päpstliche Segen am Ostersonntag †žurbi et orbi†œ ( lat. †žder Stadt und dem Erdkreis†œ).

Apostolischer Stuhl
Der Apostolische Stuhl meint heute das Amt des Papstes mit seinen Dienststellen. Der Begriff leitet sich von der Kathedra, dem offiziellen bischöflichen Lehrstuhl, ab, von dem aus ein Bischof seine Lehr- und Leitungstätigkeit wahrnahm. Ursprünglich wurde der Begriff Apostolischer Stuhl für jeden von den Apostelnge...

Apsis
(griech. ,Rundung', ,Bogen') Im 4. Jahrhundert aufkommende Bezeichnung für einen halbkreisförmigen, meist durch eine Konche überwölbten Raum, der einem übergeordneten Hauptraum ein- oder angefügt ist. Die Apsis öffnet sich diesem in voller Breite und Höhe oder sie ist eingezogen bzw. abgeschn&#...

Arche
(Arche Noah) Nach dem Alten Testament war die Arche ein großes, kastenartiges Schiff. Noah rettete sich in der Arche mit seiner ganzen Familie und Tierpaaren der verschiedenen Gattungen darin vor der Sintflut. Das Bild von der Arche entwickelte sich zum Sinnbild der Kirche.

Archidiakon
Seit dem 4.Jhdt. ist das kirchliche Amt des Archidiakons bekannt. Er war der erste Helfer und Stellvertreter eines Bischofs. Sein Amt nannte man Archidiakonat. Im Mittelalter hatte der Archidiakon weitreichende Befugnisse, vor allem die Beaufsichtigung der Priester. In späteren Jahrhunderten wurden die Aufgaben des Archidiakons ...

Archipel
Archipel ist das griechische Wort für Inselgruppe. Der Apostel Paulus soll während der Reise nach Rom auf dem maltesischen Archipel 59 n.Chr. gestrandet sein und die Bevölkerung christianisiert haben.

Architekturbaldachin
Ein Dach aus Stein über einer Figur, meist reich mit gotischem Dekor verziert, aber auch der Traghimmel über dem Allerheiligsten bei einer Prozession.

Architrav
Auf Stützen liegender, tragender Hauptbalken.

Archivolte
Sichtbarer Teil eines Bogens (Stirnseite) an Portalen. In den Archivolten der Portale am Kölner Dom sitzen Heiligenfiguren.

Arkade
(lat.) Bogen auf Stützen.

Artes liberales
(lat. ,septem artes liberales' ,sieben freie Künste') Aus der Antike übernommener Lehrstoff der Kloster- und Kathedralschulen des Mittelalters. Später Grundstudium an den mittelalterlichen Universitäten. Die Sieben Freien Künste setzen sich zusammen aus dem Trivium (Grammatik, Dialektik, Rethorik) und dem Qua...

Aschermittwoch
(Aschenkreuz) Seit dem 6. Jahrhundert bildet der Mittwoch vor dem 6. Sonntag vor Ostern ('Invocabit') den Auftakt zur österlichen Fastenzeit. Unter Einbeziehung von Karfreitag und Karsamstag und unter Ausschluß der Sonntage ergeben sich 40 Fastentage vor dem höchsten christlichen Feiertag Ostern, dem Gedächtnis an ...

Atrium
Im Bereich der sakralen Architektur des Mittelalters ungedeckte und umbaute Fläche im Eingangsbereich, wobei die begrenzenden Bauten, in der Regel oder z.T. Säulenhallen sind, einbezogen werden.

Auferstehung
Alle christlichen Kirchen bekennen sich zum Glauben an die leiblich - seelische Auferweckung Jesu nach seinem Kreuzestod durch den allmächtigen Gott. Die Entdeckung des leeren Grabes und die Erscheinung Jesu nach dem Tod bei seinen Jüngern sind exegetisch nicht zu bestreitende Grundlagen des christlichen Auferstehungsglaube...

Augustiner OSA
(Augustinerinnen OSA) Orden, die nach der im 8. Jahrhundert entstandenen und auf Schriften des hl. Augustinus beruhenden Augustinerregel leben. Die Augustiner(innen) sind in der Seelsorge, in Schulen, als Wissenschaftler oder Missionare tätig. Ordenstracht: Augustiner-Chorherren (Chorfrauen): schwarzer Talar; Augustiner-Eremiten:...

Augustinus
Heiliger. Siehe unter www.heilige.de

Aussetzung
Den Gläubigen wird eine Hostie gezeigt, die bereits in einer vorausgegangenen Messfeier durch die Wandlungsworte zum Leib Christi wurde. Die konsekrierte Hostie - das Allerheiligste genannt - wird 'ausgesetzt', um der Anbetung eine optische Ausrichtung zu ermöglichen. Das große Verlangen mancher Christen nach Sichtbare...

Baldachin
Ein Dach aus Stein über einer Figur, meist reich mit gotischem Dekor verziert, aber auch der Traghimmel über dem Allerheiligsten bei einer Prozession.

Baptisten
Diese Christen-Gemeinschaft gehört zu den kirchlichen Bewegungen, die nach der Reformation zu Beginn des 17. Jahrhundert in England entstanden. Sie gelten als sogenannten Freikirche, weil sie frei sein wollen von staatlichen Regelungen und Einflussnahmen. Sie halten die jeweils örtliche Gemeinschaft bzw. Gemeinde vor Ort f&...

Baptisterium
Taufort, der im Frühmittelalter vom eigentlichen Kirchenbau abgetrennt ist, sich aber stets in unmittelbarer Nähe befindet, also als abgeteilter Raum, Anbau oder in einer Distanz von maximal 25 m.

Barmer Erklärung
Im Mai 1934 wandten sich evangelische Christen mit der Barmer Theologischen Erklärung gegen die nationalsozialistische Reichskirche der Deutschen Christen. Mit der Begründung, die Reichskirchenregierung verstoße gegen Schrift und Glaubensbekenntnis der evangelischen Kirche, erklärten sich die Unterzeichner als Bek...

Barock
Stil der europäischen Kunst von etwa 1600 bis etwa 1750.

Basalt
Vulkanisches Gestein, steht z. B. in Mayen an.

Basilica minor
Basilicae minores (lat. Plural) sind bedeutende Kirchen, die von Rom diesen Titel erhalten haben. An der Kirche sollen die Insignien des Papstes oder des Apostolischen Stuhles angebracht werden.

Basilika
Die Basilika (griech. Königshalle) war die Grundform von Versammlungs-, Gerichts- und Markthallen; eine lange Halle (=Schiff), oft durch beidseitig angefügten Hallen (=Schiffe) erweitert, abgeschlossen durch einen halbrunden Abschluss. Diese Grundform, meist dreischiffig, wurde für die christlichen Kirchen übernom...

Baukunst
s. Karolingische Baukunst und Ottonische Baukunst

Beerdigung
(Begräbnis) Die Grablegung eines Toten in die Erde nennt man Beerdigung oder Begräbnis. In der kirchlichen Beerdigung vertraut die Gemeinde ihren Verstorbenen dem lebendigen Gott an. Der Glaube an Tod und Auferstehung Jesu Christi ist das Fundament jeder kirchlichen Beerdigung. Sie kann eine Erd- und Feuerbestattung des Leic...

Beichte
Das Bereuen und Bekennen von Verfehlungen gegen die göttliche Ordnung gegenüber einem Priester (Einzelbeichte) sind Teile der christlichen Bußpraxis (s. Buße). Jeder Getaufte, der zum Unterscheidungsalter gelangt ist, ist verpflichtet, einmal im Jahr das Bußsakrament zu empfangen.

Beichtstuhl
Seit dem Barock gibt es die dreiteiligen, überdachten Beichtstühle in der katholischen Kirche. Hier kann der Gläubige vom Priester die sakramentale Sündenvergebung empfangen. Heutzutage findet die Beichte meist als Beichtgespräch in Zimmern statt.

Benediktiner OSB
(Benediktinerinnen OSB) Männer- und Frauenorden, die nach der Regel des hl. Benedikt von Nursia (6. Jahrhundert) leben. Die Benediktusregel fordert Chorgebet, Arbeit und Studium und wird verkürzt auf die Formel Ora et labora (bete und arbeite) gebracht. Die Benediktiner(innen), Ausgangspunkt der Ordensbewegung, haben sich gr...

Bergpredigt
Im Neuen Testament, genauer: im Matthäus-Evangelium, Kapitel 5-7, findet sich eine lange Rede, die Jesus von Nazareth auf einem Berg gehalten hat. (Eine kürzere Rede ähnlichen Inhalts findet sich im Lukas-Evangelium, Kapitel 6, unter dem Begriff 'Feldrede'.) Anleitungen für das Miteinander der Menschen, wie sie zu...

Bestattung
Die Art und Weise der Bestattung (s. Begräbnis), die 'Todesriten' (vg. Exsequien), spieglt die Erwartungen wider, die mit dem Schicksal des Menschen jenseits des Todes verbunden werden. Anonyme Bestattungen, die eine ortsbezogene Trauer nicht ermöglichen, widersprechen deshalb christlicher Pietät.

beten
Alle Religionen kennen Beten als Kommunikation des Menschen mit Gott. Der innere Dialog mit dem Göttlichen kann sich in verschiedenen Handlungen und sprachlichen Formen ausdrücken. Gott nennt den Menschen bei seinem Namen. Er ist das Gegenüber, an den sich Mensch vertrauensvoll wenden kann. Jesus selbst betete in diese...

Bibel
(Altes Testament, Neues Testament, Heilige Schrift) Die Heilige Schrift der Christen heißt Bibel (ursprünglich ein griechisches Wort 'biblion' = Buch, Schrift). Die Bibel besteht aus zwei Hauptteilen: dem Alten Testament (abgekürzt: AT) und dem Neuen Testament (abgekürzt: NT). Da sich mit dem Wort 'alt' die Rü...

Bilder
(Bilderverbot) Im Gegensatz zur übrigen antiken Kultur folgte das Christentum dem Bilderverbot des jüdischen Glaubens (†žDu sollst Dir kein Bildnis machen†œ). Der Glaube an die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus legitimierte ab dem 3. Jhdt. die Entwicklung von christlich-religiösen Bildern. Besonders in der ...

Binnenchor
Der von einem Chorumgang umschlossene Bereich einer Kirche. Hier stehen das Chorgestühl und der Hauptaltar. Der Binnenchor wird in der Regel durch Chorschranken oder Chorgitter vom Chorumgang abgetrennt.

Bischof
(griech. ,Episkopos' = Aufseher) Oberster Träger der Kirchengewalt in einem abgegrenzten Gebiet, der Diözese. Nach katholischer Lehre ist der Bischof ein kirchlicher Würdenträger, der als Nachfolger der Apostel die Diözese unter der Oberhoheit des Papstes leitet; er besitzt hier die oberste Verwaltungs-, Weih...

Bischofssynode
Die Bischofssynode ist ein Beratungsorgan des Papstes, das 1965 von Papst Paul VI. einge-richtet wurde. Die Bischofssynode ist eine Versammlung von Vertretern der Bischofskonferenzen der einzelnen Länder und der Ordensgemeinschaften. Sie hat keine Entscheidungsbefugnis, wodurch sie sich vom allgemeinen Konzil unterscheidet. ...

Bischofsvikar
Ein Priester, oft ein Prälat oder Weihbischof, der im Auftrag des Bischofs Verantwortung für eine spezielle Aufgabe trägt.

Bischofswahl
Die Bischofswahl ist kirchenrechtlich und staatskirchenrechtlich in Deutschland streng geregelt. Es gibt sowohl das freie Bischofswahlrecht des Papstes (z.B. Bayerische Diözesen) als auch die päpstliche Vorlage einer Dreierliste, aus denen das Domkapitel den Bischof auswählt. Die Bischofskonferenz und die Bistümer...

Bistum
Der territorial umschriebene Amtsbezirk eines regierenden Bischofs, auch Bistum genannt. Die Diözese ist eine Teilkirche der römischkatholischen Weltkirche. Sie ist Körperschaft des öffentlichen Rechts und als solche rechtsfähig. Mehrere Diözesen sind einer Erzdiözese zugeordnet. Das Gebiet der Di&#...

Blasiussegen
Am 3.2. feiert die katholische Kirche den Gedenktag des heiligen Blasius von Sebaste. Nach der Überlieferung heilte Blasius einen Jungen, der wegen einer Fischgräte dem Erstickungstod nahe war. Der Priester hält einzeln vor jeden Gläubigen überkreuzte Kerzen und spricht den Segensspruch. Der Blasiussegen hat ...

Bleisiegel
(Bulle, Bullen) Das Bleisiegel ist byzantinischen Ursprungs und wird seit dem 6. Jahrhundert auch von den Päpsten zur Besiegelung der Authentizität und Wichtigkeit eines Dokuments verwendet. Zu-meist wird Blei verwendet, für ganz besonders wichtige Dokumente auch Silber oder Gold. Seit dem 12. Jahrhundert werden Schrift...

Bonifatiuswerk
1849 von den deutschen Bischöfen gegründetes Hilfswerk für die Mission in Deutschland. In den ersten 100 Jahren seines Bestehens konnten durch das Bonifatiuswerk 5.000 Kirchen, Kapellen, Pfarrhäuser, Schulen und Gemeinderäume in der Diaspora mitfinanziert werden.

Borromäusverein
1844 gegründet, damals und heute tätig für die katholischen öffentlichen Büchereien mit dem Ziel, Schriften und Bücher für diese zu erwerben.

Brevier
Kleriker sind zum regelmäßigen Stundengebet verpflichtet. Seit dem Mittelalter wird das Gebetbuch der Kleriker Brevier (lat. †žDas Kurze†œ) genannt. In verkürzter Form enthält es alle wesentlichen Gebete. Nach dem II. Vaticanum wurde die Bezeichnung †žBrevier†œ zugunsten des Begriffes †žStunden...

Bulla
Meistens rundliche Amulettkapsel. Die Sitte, Amulettkapseln zu tragen, kommt offensichtlich aus dem italienischen Raum. Sie wird von den Germanen, vor allem auch von den Franken übernommen, bei denen jedoch - im Gegensatz zu den Etruskern und Römern - ausschließlich Frauen eine Bulla tragen.

Bußandacht
(Bußgottesdienst) Die Bußandacht (Bußgottesdienst) ist ein Wortgottesdienst. Die Gemeinde bekennt sich zu ihren Fehlern und erbittet von Gott die Sündenvergebung. Die Bußandacht hat in den deutschsprachigen Bistümern besonders in der Advents- und Fastenzeit ihren liturgischen Platz.

Buße
(Busse) Buße bedeutet nach der Taufe die Wiederherstellung der Beziehung zu Gott durch Umkehr nach der Gefährdung durch Sünde. Der Getaufte wird seiner Berufung und dem ihm Berufenden durch ein Leben in Buße gerecht. Büßend erreicht er Vergebung seiner Sünden. Rituell vollzogen wird die Buße als...

Camerlengo
Der Camerlengo oder Kardinalkämmerer leitet die Apostolische Kammer während der Sedisvakanz.

Canisianer
Die Brüder des hl. Petrus Canisius vom christlichen Apostolat nennt man auch Canisianer. Es ist ein Männerorden, der zu Erziehung für Jungen im 19.Jhdt. gegründet wurde. Heute sieht die Brüdergemeinschaft der Canisianer ihr Ziel im Zeugnis lebendigen Glaubens und in der Caritas. Sie arbeiten entweder im Team ...

Caritas
(lat. ,Liebe', ,Nächstenliebe') Kurzbezeichnung der 1897 gegründeten kirchlichen Dachorganisation der katholischen Sozialverbände. Der Hauptsitz ist Freiburg. Als größter Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege in Deutschland koordiniert er die caritative Hilfe mit rund 430.000 hauptamtlichen und etwa 500....

Castel Gandolfo
Castel Gandolfo Wolfgangsschloss ist seit dem 17. Jhdt. die Sommerresidenz der Päpste. Die Villa samt ihren Nebengebäuden gehört zum Vatikanstaat. Sie liegt etwa 30 km südwestlich von Rom in den Albaner Bergen.

Cellerar
(Cellerarius) Nach der Regel des hl. Benedikt Bezeichnung für den Mönch, der mit der Wirtschaftsverwaltung des Klosters beauftragt ist.

Chlodwig
* 466, + 27. 11. 511. Chlodwig übernahm 481/82 die Regentschaft von seinem Vater Childerich, einem merowingischen Kleinkönig im belgischen Tournai. Nach seinen Siegen 486/87 über Syagrius, den letzten Vertreter Roms in Gallien, und 496/97 über die Alamannen sowie nach der Beseitigung mehrerer anderer fränkisc...

Chor
Der Teil der Kirche, in dem sich der Hauptaltar und der Bereich für die Geistlichen befinden, im Mittelalter durch das Gestühl gekennzeichnet. Der meistens nach Osten gerichtete Chor schließt seit dem Mittelalter üblicherweise halbrund.

Chorgestühl
Im Chor aufgereihte Sitze für die Geistlichen, meist quer zur Längsachse.

Chorhaupt
Abschluß des Chores.