Kopie von `Interpharma Lexikon`

Die Wörterliste gibt es nicht mehr oder die Website ist nicht (mehr) online. Nachstehend finden Sie eine Kopie der Informationen. Eventuell ist die Information nicht mehr aktuell. Wir weisen Sie darauf hin, bei der Beurteilung der Ergebnisse kritisch zu sein.
Interpharma Lexikon
Kategorie: Medizinisch
Datum & Land: 24/01/2009, CH
Wörter: 138


Abstossung
Bei jeder Übertragung von Zellen oder Gewebe von einer Person zu einer anderen prüft das Immunsystem ob es sich um fremdes oder eigenes Zellmaterial handelt. Erkannt werden fremde Zellen und Organe durch Moleküle auf der Zelloberfläche: die so genannten Histokompatibiltäts-Antigene. Diese Oberflächenstrukturen bestehen...

ADA-Mangel
Adenosindesaminase-Mangel ist eine schwere, sehr seltene Immunkrankheit (eins auf 100 000). Sie beeinflusst den Stoffwechsel gewisser weisser Blutkörperchen, den T-Lymphozyten. Kinder mit diesem Mangel müssen in keimfreier Umgebung, d.h. in sterilen Zelten leben, weil sie über keinerlei Abwehrstoffe verfügen. ADA-Mangel wird dur...

Agrobakterium
Bakterienart, die unter bestimmten Bedingungen Pflanzentumore (Wurzelhalsgallen) hervorrufen kann. Diese Bakterienart besitzt ein sogenanntes Ti-Plasmid und kann dadurch als natürliche Genfähre genutzt werden. Wenn Agrobacterium eine verletzte Pflanze infiziert, gelangen die Bakterien selbst nicht in die Pflanze, sondern sie schleuse...

AIDS
Das Wort «Aids» steht für die englische Bezeichnung «Acquired Immunodeficiency Syndrome», zu deutsch «Erworbenes Immunschwächesyndrom». Bei einer Immunschwäche ist die Abwehrfähigkeit des Körpers gegenüber Krankheitserregern vermindert. Eine fortgeschrittene Immunschwäche kann z...

Allergen
Allergene sind Stoffe, die bei (dazu entsprechend veranlagten) Personen Allergien auslösen können. Allergene können in Pollen, Tierhaaren, Insektenstichen, Hausstaubmilben, tierischen und pflanzlichen Produkten aller Art vorkommen. Bei Allergenen, die in Nahrungsmitteln vorkommen, handelt es sich zumeist um bestimmte Eiweiße vo...

Allergie
Eine Allergie ist eine Überreaktion des Immunsystems. Auslöser sind bestimmte Stoffe (Allergene), die der Körper als fremd und daher als potentiell gefährlich interpretiert. Die Immunabwehr setzt ein - dabei kommt es zu einer Fehlregulation und zu einer starken Ausschüttung pharmakologisch wirksamer Substanzen, vor allem Hi...

ALS
(Amyothrophe Lateralsklerose) Die amyotrophe Lateralsklerose ist eine Krankheit, bei der diejenigen Nervenzellen geschädigt werden, welche für die Steuerung der Muskeln (Motoneurone) verantwortlich sind. Es sind dabei Nervenzellen betroffen, die vom Gehirn ins Rückenmark ziehen, sowie ausserdem solche, die vom Rückenmark z...

Alzheimer Krankheit
Nach Alois Alzheimer, Neurologe und Psychiater, benannte Gehirnerkrankung unbekannter Ursache, bei der es zur allmählichen Auflösung der Grosshirnrinde kommt. Im Allgemeinen beginnen die ersten Anzeichen von Alzheimer mit 65 Jahren oder später. Oft werden die ersten Symptome für normale Zeichen des Alterns gehalten. Ü...

Aminosäuren
Die Bausteine der Proteine. Es gibt 20 verschiedene Aminosäuren. In den Genen im Zellkern ist festgeschrieben, in welcher Abfolge die Aminosäuren wie zu einer Kette aneinander gehängt werden, um ein Protein zu bilden.

Antibiotika
Mit dem Penicillin sind erstmals die natürlichen Stoffwechselprodukte (oder deren halb- und vollsynthetische Nachbildung) von Bakterien, Aktinomyzeten, Pilzen, Flechten, Algen sowie einigen höheren Pflanzen in die Behandlung von Infektionskrankheiten eingeführt worden. Sie töten krankheitserregende Mikroorganismen (Bakterien) ab...

Antigen
Molekül, das vom Immunsystem als fremd erkannt wird. Praktisch jede Substanz kann als Antigen wirken, aber körpereigene Substanzen werden in der Regel vom Immunsystem nicht angegriffen. Antigene rufen die Bildung von Antikörpern hervor.

Antikörper
Körpereigene Proteine, Abwehrstoffe des Immunsystems, die zum Abfangen eingedrungener Fremdstoffe (Antigene ) dienen.

Antithrombin III
, menschliches Der Einsatzbereich dieses Proteins liegt bei grossen Herzoperationen. Es wird als Antikoagulans (Antiblutgerinnungsmittel) eingesetzt und ist besonders bei heparinresistenten Patienten angezeigt. Die Herstellung menschlichen Antithrombins III durch transgene Ziegen ist bereits erfolgt und verschiedene klinische Versuchsphasen mit pos...

Arber Werner
Schweizer Mikrobiologe erhielt zusammen mit Daniel Nathans und Henry O. Smith 1978 den Nobelpreis für Medizin für die Entdeckung und die Anwendung der Restriktionsenzyme in der Molekularbiologie.

Archäologie, molekulare
Auch in der Archäologie hat die Gentechnik ihren Einzug gehalten. Eine wesentliche Methode, die die Untersuchung selbst kleinster DNS-Reste erlaubt, ist die PCR-Methode. Wichtige Verwandtschaftsbestimmungen konnten aufgrund der Analyse von DNS durchgeführt werden z.B. die Frage nach der Verwandtschaft der heute lebenden Menschen mit dem N...

Asilomar
(Konferenz von)Im Februar 1975 trafen sich die führenden Molekularbiologen der Welt in Asilomar, Kalifornien, um mögliche Risiken der Gentechnik zu diskutieren. Im Anschluss an die inzwischen legendäre Asilomar-Konferenz erarbeitetendie amerikanischen National Institutes of Health (NIH) erste Richtlinien für das Arbeiten mit re...

Asthma
Asthma heisst, aus dem griechischen übersetzt, erschwertes Atmen. Bei Bronchialasthma (Asthma bronchiale) reagiert die Schleimhaut der Bronchien mit einer Entzündung. Ausgelöst wird diese durch einen Reizstoff, der mit der Atemluft in die Bronchien gelangt. Die Schleimhaut schwillt an, wird vermehrt durchblutet und setzt verschieden...

Autoimmunkrankheit
Das Immunsystem schützt uns eigentlich von fremden Eindringlingen wie Bakterien, Viren und anderen krankheitserregenden Organismen; doch nicht selten kommt es vor, dass sich das Immunsystem gegen uns selber richtet. Manchmal ist der Unterschied zwischen «selbst» und «fremd» so klein, dass das Immunsystem irregeleitet wi...

Bacillus thuringiensis
Bodenbakterium, das mit besonderen Eigenschaften ausgestattet ist. Es bildet ein so genanntes Kristallprotein (Protoxin, ungiftig), das, sobald es von Insektenlarven gefressen wird, durch die Darmsäfte der Larve zu dem giftigen Delta-Endotoxin (DET) aufgespaltet wird. Das DET bewirkt bei der Larve eine Fresslähmung, an der sie eingeht. D...

Bakterien
Einzellige Mikroorganismen ohne Zellkern (Prokaryonten), die sich durch Teilung vermehren. Die Bakterien werden in viele verschiedene Gattungen und Familien eingeteilt. Sie können Krankheitserreger beim Menschen (z.B. das Bakterium Borrelia burgdorferi, das, durch Zeckenbiss übertragen, die Lyme-Borreliose hervorruft) oder aber wichtig f&...

Basenpaarung
Die wesentlichen Elemente in der DNS, die den genetischen Code bestimmen, sind die Basen, die sich in der räumlichen Struktur der DNS, der Doppelhelix, in bestimmter Paarung gegenüberstehen. Die feste Paarungsregel führt zu der Basenpaarung.

Biobanken
Biobanken sind Sammlungen von biologische Proben des menschlichen Körpers - zum Beispiel Blut, Urin, DNA, Gewebe, Zelllinien - und den dazugehörigen personenbezogenen Daten. Dazu können medizinische, demografische oder lebensstilbezogene Daten der Spender gehören.Biobanken werden zum einen für die Erforschung von multi...

Biomedizinische Forschung
Die biomedizinische Forschung verbindet die Inhalte und Fragestellungen der experimentellen Medizin mit den Methoden der Molekularbiologie und der Zellbiologie. Im Mittelpunkt stehen die molekularen und zellbiologischen Grundlagen des Lebens und seiner krankhaften Veränderungen. Der Erkenntniszuwachs in der biomedizinischen Forschung bil...

Biopharmazeutika
Pharmazeutika, die durch die Produktion in einem Organismus anstatt in einer chemischen Synthese hergestellt werden.

Biotechnologie
Biotechnologie bezeichnet Lehre aller Methoden, mit denen Lebewesen - vom Einzeller bis zum hoch entwickelten Tier - für technische Zwecke verwendet werden. Biotechnische Verfahren sind zum Teil sehr alt. 3'200 Jahre v. Chr. wurden in der Gegend des heutigen Irak (Mesopotamien) erstmals Joghurt und Käse hergestellt. Bier oder Joghurt sind...

Blut
Blut ist ein komplexes Gemisch aus vielen Bestandteilen, welches sich je nach Tageszeit, körperlichen Anstrengung oder Krankheit ändert. Es besteht ungefähr aus 42% festen Bestandteilen und 58% aus flüssigem Plasma. Ein Erwachsener von 70 kg hat etwa 5 bis 5,5 Liter Blut. Die Blutmenge des Menschen entspricht ungefähr 7 bis...

Blutgerinnungsfaktor
Die Bluterkrankheit (Hämophilie) wird durch den Mangel an einem bestimmten Blutgerinnungsfaktor (Faktor VIII) gekennzeichnet. Anstelle von aufwendigen und risikoreichen Bluttransfusionen (Gefahr der Übertragung von Hepatitis oder AIDS) kann heute auf den gentechnisch hergestellten menschlichen Faktor VIII zurückgegriffen werden.

Blutkrankheiten
Krankheiten des Blutes und der Blut bildenden Organe.Die wichtigsten Erkrankungen sind:

Bronchitis
Die Bronchitis ist eine Schleimhautentzündung der Luftröhrenverzweigungen (Bronchien). Von einer akuten Bronchitis spricht man bei einer neu entstandenen Entzündung der Bronchien. Die Bronchien sind ein stark verzweigtes Röhrensystem, welches die eingeatmete Luft in die Lungenbläschen (Alveolen) verteilt. Die entzündet...

Brustkrebs
Jedes Jahr wird bei etwa 4'000 Frauen eine Brustkrebsdiagnose gestellt (siehe Gesundheits-Information Brustkrebs), und jährlich sterben 1'600 Frauen an dieser Krankheit. Brustkrebs ist weltweit, auch bei uns, der häufigste Krebs der Frau, bei den Erkrankungen und bei den Todesfällen (22 % aller an Krebs sterbenden Frauen). Bei einer ...

BSE
Die Bovine spongiforme Encephalopathie (BSE) im Volksmund 'Rinderwahnsinn' genannt, ist eine Infektionskrankheit der Rinder. Obwohl diese Krankheiten schon seit geraumer Zeit bekannt sind, ist der Erkenntnisstand über ihren Verlauf immer noch mangelhaft. Belegt ist aber, dass sie alle durch krankhaft veränderte Prionen verursacht wer...

Chimäre
Genetisch: Individuum, das aus genetisch verschiedenen Geweben zusammengesetzt ist. Ein Beispiel wäre die Schiege, ein Tier, bei dem man die früh embryonalen Zellen (vor der so genannten Determination) von Schaf und Ziege miteinander im Reagenzglas vereinigt hat. Eine solche Vereinigung findet auf natürlichem Wege nicht statt. Gentec...

Cholesterinspiegel
Cholesterin ist eine fettähnliche Substanz, die im menschlichen Körper zahlreiche wichtige Funktionen erfüllt. Cholesterin ist Bestandteil der Zellwände und Ausgangssubstanz verschiedener Hormone; es wird überdies für die Herstellung der verdauungsfördernden Gallensäure benötigt.Der Körper produzier...

Chromosomen
Die Chromosomen sind Strukturformen aus DNS und Proteinen, die die Erbinformation eines Lebewesens beinhalten. Sie enthalten u.a. die Information zum Aufbau von Proteinen. Die Gesamtheit aller Chromosomen eines Individuums nennt man den Chromosomensatz. Jede Zelle eines höheren Organismus mit einem Zellkern ist mit dem gesamten Chrom...

Chromosomen, künstliche
Künstliche Chromosomen sind im Prinzip grosse Plasmide, die wesentliche Elemente aufweisen, die ein Chromosom aufweisen muss, um bei der Zellteilung identisch vermehrt und an die neu entstehende Tochterzelle weitergegeben wird. Ein künstliches Chromosom muss einen Startpunkt für die Replikation (identische Verdopplung der DNS), ein C...

Chromosomenstörungen
Eine Änderung der normalen Zahl an Chromosomen (Genom Mutation) oder der Struktur einzelner Chromosomen (Chromosomen Mutation). Chromosomenstörungen sind beim Menschen meist mit schwerwiegenden Krankheitsbildern verbunden. Die Chromosomen sind die Träger der Erbanlagen. Bei jeder Befruchtung setzen sich die Chromosomen vom ...

Creutzfeldt-Jacob-Krankheit
Die Creutzfeldt-Jakob Erkrankung, CJD, wurde erstmals 1920 beschrieben. Sie ist die häufigste Prionenerkrankung beim Menschen. Es treten pro Jahr ca. ein neuer Fall pro Million Einwohner auf. Die klinischen Symptome umfassen Gedächtnis- und Bewegungsstörungen. Die Krankheit tritt meist in der zweiten Lebenshälfte auf. Der g...

Cystische Fibrose
Cystische Fibrose oder Mukoviszidose ist eine Erbkrankheit, bei der vor allem die Lungen und die Bronchien, die Bauchspeicheldrüse sowie die Schweissdrüsen betroffen sind. Die Erkrankten erreichen meist nur ein Alter von dreissig bis vierzig Jahren. Mit Methoden der Gentechnologie konnte die Ursache für das Leiden genau festgestellt ...

Deklaration
Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) müssen für die Konsumenten und Konsumentinnen erkennbar sein. Seit dem 1. Juli 1995 ist in der Schweiz die neue Lebensmittelverordnung in Kraft. Diese verlangt, dass Lebensmittel, Zusatzstoffe und Verarbeitungsstoffe, die gentechnisch veränderte Organismen sind, oder daraus gewonnen wurde...

Diabetes Typ 1
Der Typ-1-Diabetes wird oft auch juveniler oder jugendlicher Diabetes genannt, da er vorwiegend vor dem 30. Lebensjahr auftritt. Einen Typ-1-Diabetes kann man aber durchaus auch in späteren Jahren entwickeln. Dieser Diabetestyp entsteht als Folge einer Auto-Immunkrankheit, bei der Antikörper im Blut die Insulin bildenden Zellen zerstö...

Diagnostik
Fähigkeit und Lehre, Krankheiten zu erkennen.Moderne Methoden ermöglichen eine immer feinere Analyse und somit eine verbesserte Therapie. Vor allem die Möglichkeiten der Gendiagnostik erlauben Krankheiten auf molekularer Ebene zu erkennen.

DNA-Chip
Bereits in den 70er-Jahren hat der britische Biochemiker Edwin Mallor Southern ein Verfahren entwickelt, das die gezielte Auffindung von DNA-Abschnitten in einem komplexen Fragmentgemisch ermöglicht. Dieses Verfahren, der Southern Blot, beruht auf der Bindung zueinander passender, einzelsträngiger DNA-Fragmente durch Basenpaarung. In der...

DNA/DNS
Desoxyribonucleic acid; engl. Bezeichnung der DNS (Desoxyribonukleinsäure).

DNasen
Enzyme, die DNS spalten können. Zu ihnen gehört auch die Klasse der Restriktionsenzyme.

DNS
Desoxyribonukleinsäure ist Träger der Erbinformation. Sie stellt die chemische Substanz der Gene dar und besitzt, mithilfe gewisser Enzyme, die Fähigkeit zur identischen Verdoppelung. DNS findet sich in DNS-Viren, in Bakterien und in den Zellen aller Einzeller, Pflanzen, Tiere und des Menschen. Die Grundbausteine sind Adenin, Thymin,...

DNS-Transfer
Die Übertragung von DNS von einem Organismus bzw. Zelle zu einer anderen.

Doppelhelix
Räumliche Anordnung der DNS. Die DNS liegt als Doppelstrang vor. Man kann sich dieses Gebilde am besten als doppelte, in sich gewundene Leiter vorstellen. In dieser Struktur stehen sich in den jeweiligen DNS-Strängen stets Adenin und Thymin sowie Guanin und Cytosin gegenüber. Man nennt dies die Basenpaarung.Die Entdeckung der Doppel-...

Down-Syndrom
Störung der Embryonalentwicklung, hervorgerufen durch eine Fehlverteilung des Chromosoms Nr. 21. Diese Krankheit wird auch Trisomie 21 genannt, weil das Chromosom 21 dreimal, anstatt nur zweimal, in jeder Körperzelle vorhanden ist. Das Down-Syndrom ist mit 1 auf 650 Geburten die häufigste durch eine Chromosomenstörung verursacht...

Drosophila melanogaster
Fruchtfliege. Seit langem das 'Haustier' der Genetiker. Auch Molekularbiologen und Gentechnologen arbeiten seit vielen Jahren mit Fruchtfliegen. Sie sind wichtige Versuchstiere in der Grundlagenforschung. Man versucht u.a. zu verstehen, welches Gen oder welche Genkombination für die Entwicklung bestimmter Organe und Organveränderungen zus...

EFBS (früher SKBS)
Eidgenössische Fachkommission für Biologische Sicherheit. Die EFBS ist eine ständige Verwaltungskommission mit der Aufgabe die schweizerischen Behörden beim Schutz von Mensch und Umwelt im Bereich der Bio- und Gentechnologie zu beraten. Die EFBS berät den Bundesrat und die Bundesämter bei der Vorbereitung von Gesetzen...

Eiweiss
Deutsche Bezeichnung für Proteine. Proteine (griech. Protos = das Erste, das Wichtigste) gehören zu den wichtigsten Grundbausteinen aller tierischen und pflanzlichen Zellen. Ohne sie wäre kein Leben möglich, da nur Proteine Zellen aufbauen und Gewebe reparieren können. Als Enzyme und als Hormone regeln sie den gesamten Stof...

Embryo
In der Zoologie (Tierkunde) und Anthropologie (Menschenkunde) der sich aus der befruchteten Eizelle entwickelnde Organismus vom Beginn der ersten Phase der Keimentwicklung bis zum Zeitpunkt der Geburt. Beim Menschen und bei Säugetieren versteht man darunter das Stadium zwischen der befruchteten Eizelle und dem Abschluss der Organentwickl...

Embryonale Stammzellen
Embryonale Stammzellen (ES-Zellen) werden aus wenigen Tagen alten Embryonen gewonnen, sie stammen aus dem Inneren der Blastozyste, welche sich ca. am 5. Tag nach der Befruchtung bildet. Bei der Entnahme der Stammzellen werden die Embryonen zerstört und können sich nicht weiter entwickeln. Solche Zellen sind pluripotent. Aus pluripotenten ...

Enzyme
'Arbeits-Proteine', welche die Stoffwechselvorgänge (z.B. die Verdauung) in einem Organismus ermöglichen. Sie sind -wissenschaftlich ausgedrückt- die Katalysatoren von biochemischen Reaktionen. Da die Enzyme sehr gut erforscht wurden, kann die Forschung heute viele Reaktionen, die normalerweise im Zellinneren stattfinden, mithilfe de...

Erbinformation
Begriff für den genetischen Bauplan eines Lebewesens. Man versteht darunter die auf der DNS enthaltene Information. Im Zusammenspiel mit der zellulären Maschinerie bedeutet die Erbinformation das genetische Programm, das die Embryonalentwicklung, die Lebensvorgänge und auch den Tod einer Zelle steuert.

Erythrozyten
Rote Blutkörperchen.

Escherichia coli (E. coli)
Darmbakterium des Menschen, das in vielen Stämmen existiert. Laborstämme wie Escherichia coli-K12 werden seit mehreren Jahrzehnten im Labor gehalten und heute u.a. zur Herstellung von rekombinanten Proteinen verwendet. Sie haben die Fähigkeit im menschlichen Darm zu überleben, verloren und können nur noch unter kontrolliert...

Evolution
Entwicklung aller Lebewesen aus Urformen nach dem Prinzip der natürlichen Auslese. Wesentlich für das Verständnis des Ablaufes der Evolution sind Mutation. Der evolutive Fortschritt ergibt sich allein daraus, ob die Veränderung einer Struktur in der aktuellen Situation einen Vorteil oder wenigstens keinen Nachteil bietet und ob ...

Expression
Die Genexpression beinhaltet im engeren Sinn die Transkription eines gesamten Genes in mRNA. Im erweiterten Sinn wird auch die nachfolgende Bildung eines Proteins als Genprodukt eines bestimmten Gens darunter verstanden.

Fermentation
Ursprünglich die Vergärung von Kohlenstoff-Verbindungen durch Mikroorganismen unter Ausschluss von Sauerstoff. Heute wird der Begriff für alle mikrobiellen biotechnischen Produktionsprozesse verwendet. So zum Beispiel die Aufzucht gentechnisch veränderter Hefezellen, die den Impfstoff gegen Hepatitis B produzieren. Das Reaktions...

Fingerprint
Charakteristische Muster des Erbmaterials, die nach der Behandlung mit den so genannten Restriktionsenzymen und zusätzlichen Analyseverfahren entstehen und für jeden Menschen unterschiedlich sind, vergleichbar mit dem Fingerabdruck. Daher nennt man dieses charakteristische Muster auch den genetischen Fingerabdruck eines Menschen. Der...

Fortpflanzungsmedizin
Sammelbegriff für eine Reihe von Verfahren, um unfruchtbaren Paaren durch medizinische Eingriffe zu helfen, ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Eine der wichtigsten Techniken ist die extrakorporale Befruchtung (Befruchtung ausserhalb des Körpers) oder In-vitro-Fertilisation, d.h. die Verschmelzung von Ei- und Samenzellen im Reagenzglas. ...

Freilandversuche / Freisetzung
Für Freilandversuche gilt gemäss den Richtlinien der OECD das 'Schritt für Schritt'-Konzept. Die gentechnisch veränderte Pflanze gelangt zunächst vom Labor ins Gewächshaus und dann in kontrollierter Form ins Freiland. Hierdurch wird ein hoher Grad an Sicherheit garantiert, da bei jedem Schritt die Fragen bezüglich...

GCP
(Good Clinical Practice )Empfehlung der OECD für die klinische Prüfung von Wirksubstanzen. Dabei werden wesentlich komplexere Vorschriften wirksam, die in den Richtlinien zur Guten Klinischen Praxis zusammengefasst sind. Die Aufklärungs- und Fürsorgepflicht gegenüber Patienten und Probanden ist im GCP-Katalog genauso detai...

Gen
Gene sind die Grundelemente der Vererbung. Gene sind definierte DNS-Abschnitte, die den Code für ein Protein oder ein RNS-Molekül enthalten. Die Gesamtheit aller Gene nennt man Genom.

Gendiagnose
Mit den Methoden der Gendiagnostik erkannte man zusehends, dass individuelle genetische Merkmale für Entstehung und Verlauf der meisten Krankheiten mit- oder sogar hauptverantwortlich sind. Selbst die Anfälligkeit gegenüber Krankheitserregern oder die Wirksamkeit von Medikamenten werden durch unsere Gene mitbeeinflusst. Die Entschl&u...

Gene Pharming
Züchtung transgener Tiere, mit dem Zweck, menschliche, pharmazeutisch wirksame Proteine zu gewinnen. Z.B. die Züchtung transgener Ziegen, deren weibliche Tiere mit ihrer Milch das menschliche Antithrombin III ausschütten.

Genetik
Genetik ist die Vererbungslehre. Die klassische Genetik befasst sich mit den Regeln der Vererbung von Merkmalen vor bei Organismen. Die Molekulargenetik erforscht die grundlegenden Regeln der Vererbung auf dem molekularen Niveau (DNS), Protein. Die angewandte Genetik beschäftigt sich u.a. mit der Züchtung besonders ertragreicher, wirtscha...

Genetische Untersuchung
Unter genetischen Untersuchungen werden zytogenetische und molekulargenetische (siehe auch Gentest) Untersuchungen am Menschen zur Abklärung ererbter oder während der Embryonalphase erworbener Eigenschaften des Erbguts sowie alle weiteren Laboruntersuchungen verstanden, die unmittelbar darauf abzielen, solche Informationen über das E...

Genetischer Code
Universelle Zellsprache aller Lebewesen (ausser gewissen Einzellern, die sich entwicklungsgeschichtlich früh abgespalten haben) auf dem Niveau der Erbinformation, der DNS. Je drei Grundbausteine in bestimmter Folge auf der DNS codieren für einen, diesem Code zugeordneten, Grundbaustein in einem Protein. Grundbausteine der Proteine sind di...

Genetischer Fingerabdruck
siehe Fingerprint

Genfähre
Um Gene in eine Zelle einschleusen zu können, ist ein Transportmittel notwendig. Als so genannte Genfähren (wissenschaftl.: Vektoren) werden Viren, Liposomen oder Plasmide benutzt.

Genom
Die Gesamtheit der Erbinformationen eines Lebewesens nennt man Genom. Das menschliche Genom ist aufgeteilt in 2 mal 23 verschiedene Chromosomen.

Genomics, Genomik
Genomforschung. Die funktionelle Genomik will aufklären, welche Funktionen die entschlüsselten Gene im Organismus haben und wie sie reguliert werden. Die Genomforschung ('Genomik') zählt zu den Bereichen, an die die größten Hoffnungen auf innovative Medikamente und Gesundheitsstrategien geknüpft werden. Gegenstand der...

Gentechnik
Technik, die sich mit der Isolierung, der Charakterisierung und der Neu-Kombination von Erbmaterial (DNS) befasst; Methode in der Biotechnologie.

Gentechnisch hergestellte Medikamente
Dies sind solche Medikamente, bei denen die medizinisch wirksame Substanz auf gentechnischem Weg produziert wird, denn auch mit modernsten, chemischen Verfahren können therapeutisch wirksame Eiweissstoffe wegen ihres komplexen Aufbaus nicht hergestellt werden. Ihre Gewinnung aus menschlichen (oder tierischem) Blut oder Gewebe ist selten mö...

Gentechnisch veränderter Organismus (GVO)
Wenn Forscher einem Organismus, also z.B. einer Maispflanze ein Fremd-Gen (das bakterielle Gen gegen Larvenfrass) mit gentechnischen Methoden übertragen, sodass diese Maispflanze in ihrer Erbsubstanz auf eine Weise verändert wird, wie es auf natürlichem Weg nicht möglich ist, spricht man von einem 'gentechnisch veränderten ...

Gentechnologie
Gentechnologie ist ein Teilgebiet der Molekularbiologie und der Biotechnologie, das sowohl die theoretischen Aspekte als auch die praktischen Methoden (Gentechnik, Genchirurgie) umfasst, durch die Gene und deren Regulatoren isoliert, analysiert, verändert und wieder in Organismen eingebaut werden. Gentechnologie umfasst, wie wir sie heute vers...

Gentests
Gentests beinhalten eine Überprüfung der Patienten-DNS auf eventuelle erbliche Krankheiten oder die genetische Veranlagung für eine bestimmte Erkrankung( siehe auch genetische Untersuchungen und Gendiagnose). Mit der kompletten Sequenzierung und Identifizierung des menschlichen Genoms können auch mehrere Krankheiten, die genetis...

Gentherapie
Bei der Gentherapie sollen Krankheiten mit Erbfaktoren (Genen) behandelt (therapiert) werden. Die Gentherapie wurde ursprünglich entwickelt, um schwere Erbkrankheiten zu behandeln, die durch ein einzelnes defektes Gen verursacht werden. Dabei wird eine gesunde Version des für die Erbkrankheit verantwortlichen Gens in die kranken Körp...

Gentransfer
Übertragung von Genen. Um Fremd-Gene in einen Organismus zu transportieren, benötigt man in der Regel einen so genannten Vektor (Genfähre). Dies sind meist Viren oder Plasmide.

GLP
(Good Laboratory Practice)Alle Experimente, mit denen eine Substanz vor dem Einsatz beim Menschen im Labor geprüft wird, müssen in Planung und Durchführung den Prinzipien der Guten Laborpraxis entsprechen. Dabei geht es beispielsweise darum nachzuweisen, dass mit den gewählten Messmethoden tatsächlich die Effekte erfasst w...

GMP
(Good Manufactoring Practice)Empfehlungen der OECD für die sachgerechte Herstellungspraxis von Arzneimitteln. Die Richtlinien betreffen die Absicherung aller Arbeitsgänge, die Vermeidung von Verwechslungen, die Vermeidung von Verunreinigungen, die Produktionshygiene, die Qualitätskontrolle und die Dokumentation von Herstellung und K...

Grauer Star
Grauer Star nennt man die meist altersbedingte Trübung der Augenlinse. Weltweit werden jährlich drei Millionen Patienten an grauem Star operiert. Dabei wird das getrübte Innere der Augenlinse entfernt und durch eine künstliche Linse ersetzt. Die Operation vereinfacht sich durch den Einsatz von gentechnisch hergestellter Hyaluron...

Haarzell-Leukämie
Die Haarzell-Leukämie ist eine seltene Form von Blutkrebs (2% aller Leukämien). Die Krankheit wird Haarzell-Leukämie genannt, weil die betroffenen Lymphozyten lange dünne Fortsätze aus ihrer Oberfläche ausbilden, die wie Haare auf dieser Zelle aussehen, wenn man sie unter dem Mikroskop betrachtet. Die 'hairy cells' sam...

Hautkrebs
Hautkrebs ist der Sammelbegriff für bösartige Wucherungen der Haut. Der Hautkrebs tritt als warzenartige oder geschwürige Gebilde, auch derbe, schmerzlose Knoten mit glatter Oberfläche oder Pigmentflecke auf. Kennzeichnend ist das rasche Wachstum. Hautkrebs wird u.a. durch Röntgen- oder UV-Strahlen hervorgerufen, die zu ein...

Hepatitis
Leberentzündung, hervorgerufen durch verschiedene Hepatitis-Viren. Im Volksmund wegen der Gelbfärbung der Augen und der Haut wird Hepatitis auch Gelbsucht genannt. Man unterscheidet je nach Erreger der Leberentzündung Hepatitis A, Hepatitis B, Hepatitis C und Hepatitis D.

Herpes
Herpes ist eine Infektionskrankheit, die durch Herpes-Viren verursacht wird. Wer ein gutes Immunsystem hat, bei dem ruhen die Herpes-Viren und werden vielleicht nie aktiv. Ist die körperliche Abwehr geschwächt, kommt es zur Infektion. Kleine mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen können an verschiedenen Stellen des Kör...

Hirntod
Dies ist der unwiderrufliche Funktionsverlust des Hirns und Hirnstammes bedingt durch anhaltenden Sauerstoffmangel. Zum Beispiel durch einen Unfall (Schädel/Hirn-Trauma) oder eine Gehirnblutung wird hierbei das Gehirn so massiv geschädigt, dass es abstirbt. Abgestorbenes Gehirngewebe kann sich jedoch nicht erneuern.Mit den Möglichkei...

Hirntumor
Hirntumoren sind Wucherungen von Zellen im Gehirn und im Rückenmark. Dabei werden die primären Hirntumoren, die im Gehirn entstehen, von Ablegern anderer Tumoren im Gehirn (Metastasen) unterschieden. Je nach Zelltyp und Tumorart werden die Hirntumoren in verschiedene Typen klassifiziert. Primäre Hirntumoren umfassen eine grosse Zahl ...

HIV
Abkürzung für das Virus, das beim Menschen die Immunschwäche AIDS auslöst (Human Immunedeficiency Virus). Bisher sind zwei Typen von HIV bekannt, von denen das erstentdeckte Virus, HIV-1, häufiger angetroffen wird als HIV-2. Die HI-Viren gehören zu den so genannten Retroviren.

HUGO
Human Genome Organisation. Menschliches Genomprojekt. In gemeinsamer Anstrengung charakterisierten Forscher aus aller Welt das gesamte Erbgut des Menschen. Ihr Ziel war es, das menschlich Genom vollständig zu analysieren und zu beschreiben.Die rund drei Milliarden Bausteine des menschlichen Erbgutes wurden nach rund 15 Jahren Arbeit entschl&uu...

Humangenetik
In der Folge der vielen neuen Erkenntnisse in der molekularen Biologie ist auch in der Medizin die Humangenetik in ein neues Zeitalter eingetreten. Krankheiten, deren Ursprung bisher als unbekannt galt, können heute, aufgrund der DNS -Analysen des menschlichen Genoms anders beurteilt werden. So sind z.B. Cystische Fibrose, Duchenne`scher...

Hypoglykämie
Zuckerschock. Absinken des Blutzuckerspiegels unter den Normalwert. (Kann durch Falschdosierung von Insulin ausgelöst werden.)

Immunologie
Wissenschaft, die sich mit den biologischen und medizinischen Aspekten der körpereigenen Abwehr befasst.

Immunsystem
Körpereigenes System zur Abwehr körperfremder Substanzen.

Impfstoffe
Dem Arzt stehen mehrere Impfstoffgruppen zur Verfügung.

Impfung
Immunisierung des Körpers durch Vortäuschen einer Infektion. Die Dauer des Impfschutzes gegen verschiedene Infektionskrankheiten ist unterschiedlich, sie variiert zwischen 1 bis mehr als 10 Jahre. Daher sind manche Impfungen zu wiederholen. Die erste Impfung an Menschen führte der englische Arzt E. Jenner bereits 1796 durch. Er...

In-vitro-Fertilisation
Begriff aus der Fortpflanzungsmedizin. Die Befruchtung menschlicher Eizellen ausserhalb des Körpers der Frau, d.h. im Reagenzglas. In der Schweiz nur unter den vom Gesetz festzulegenden Bedingungen erlaubt. Es dürfen nur so viele menschliche Eizellen ausserhalb des Körpers der Frau zu Embryonen entwickelt werden, als ihr sofort einge...

Infektion
Übertragung, Eindringen und Vermehrung von krankheitserregenden Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten. Dauer und Schwere einer Infektion hängen von unterschiedlichen Faktoren ab, von der Immunantwort und körperlichen Verfassung der betreffenden Person, der Art der Infektion sowie der Virulenz des Krankheitserregers. Eine Infektion ...