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Gesundheit Sprechstunde Lexikon
Kategorie: Sport, Gesundheit und Freizeit > Gesundheit
Datum & Land: 22/01/2009, CH
Wörter: 547


Abnehmen
Körpergewicht reduzieren. Eine Gewichtsabnahme tritt ein, wenn dem Körper weniger Energie zugeführt wird, als er verbraucht. Dies wird erreicht durch verminderte Nahrungsaufnahme oder durch gesteigerten Verbrauch (durch Bewegung). Für gesundes langfristiges Abnehmen empfiehlt sich eine Kombination von beidem.

Absorbieren / Absorption
(lat.: absorbere = ab-/aufsaugen) Allgemein: Das Aufsaugen, In-sich-Aufnehmen von etwas.In der Verdauungsphysiologie international gebräuchliche Bezeichnung für den im deutschen Sprachraum gebräuchlichen Begriff Resorption.

Abstrich
(Pap Test) Probeentnahme von Absonderungen der Schleimhaut zur bakteriologischen und zytologischen Untersuchung. In der Gynäkologie vor allem zur Diagnose des Gebärmutterhalskrebs. Dabei werden Zellen von Muttermund und Gebärmutterhals abgestrichen und mikroskopisch untersucht.

ACTH
(Adrenocorticotropes Hormon) Aus 39 Aminosäuren bestehendes Hormon, das aus der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) ausgeschüttet wird und die Nebennierenrinde dazu anregt, Kortisol und andere Glukokortikoide auszuschütten.

Adenom
Gutartige, von Drüsengewebe (Drüsen, schleimbildende Zellen in der Schleimhaut von Magen, Darm und Atemwegen) ausgehende Geschwulst. Ein Adenom kann, muss aber nicht, zu einem bösartigen Tumor entarten.

Adipositas / adipös
(Krankhaftes Übergewicht, übermässige Ansammlung von Fettgewebe im Körper) Zivilisationskrankheit mit epidemischem Charakter: In Europa ist bereits jeder dritte Erwachsene übergewichtig und sollte sein Gewicht aus gesundheitlichen Gründen verringern. Bei 60 Prozent ist die Gewichtsreduktion sogar aus medizinischen Gründen zwingend! Ein BMI ab ...

Adjuvante Chemotherapie
Unterstützende Chemotherapie. Soll nach einer potenziell heilenden (kurativen) Tumorbehandlung (Operation, Bestrahlung) eine erneute Krebserkrankung oder die Entstehung von Tochtergeschwülsten verhindern.

Adrenalin
(Epinephrin, Suprarenin) Chemische Verbindung, im Nebennierenmark produziert. Spielt als Hormon im Kohlenhydrat-Stoffwechsel sowie als Neurotransmitter im Nervensystem eine Rolle. Im Stoffwechsel Gegenspieler des Insulins, im Nervensystem als wichtigstes Stresshormon für die Beschleunigung der Blutzirkulation zuständig, wenn der Körper auf Leistung...

Affekt
Erregter Gefühlsverlauf, Gefühlsausbruch (Zorn, Wut, Hass, Freude), mit dem bestimmte psychische und physiologische Veränderungen verknüpft sind, die auf den Affekt verstärkend zurückwirken.

Aids
(Acquired Immunodeficiency Syndrome, Erworbenes Immunschwächesyndrom) Aids ist die Spätfolge einer Infektion mit dem HI-Virus. Das HI-Virus wird hauptsächlich durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, seltener beim Drogenkonsum übertragen. Deshalb ist von einem «erworbenen» Immunschwächesyndrom die Rede. Safer Sex oder/und Safer Use bieten wirksame...

Akathisie
Unfähigkeit, dauernd zu sitzen oder ruhig zu stehen. Quälender, unstillbarer Bewegungsdrang in den unteren oder oberen Extremitäten. Mögliche Nebenwirkung von Neuroleptika.

Akinese
(Akinesie, Bewegungslosigkeit) Bewegungsarmut oder auffällige Bewegungshemmung, die nicht auf eine Schädigung der Organe zurückzuführen ist. Häufige Nebenwirkung von Neuroleptika und typisches Parkinson-Symptom. Vorstufen einer Akinese sind Bradykinese (Verlangsamung der Bewegungsabläufe) und Hypokinese (Bewegungen insgesamt seltener und schwächer ...

Akromegalie
Akromegalie bedeutet «Vergrösserung der Akren», also der äusseren Punkte und Endglieder des Körpers. Im Gesicht sind das Kiefer- und Wangenknochen, Augenwülste und Nasenspitze. Ausserdem die Hände und Füsse, v.a. Rist und Zehen. Für die typischen Veränderungen der äusseren Erscheinung ist ein Überschuss an Wachstumshormon verantwortlich. Ursache...

akut
Plötzlich auftretend, schnell und heftig verlaufend. Im Gegensatz zu chronisch.

Albtraum
Angst einflössender, belastender Traum. Treten vor allem in den Morgenstunden auf, wenn der REM-Schlaf am ausgeprägtesten ist. Werden Sie zu einer Belastung, kann sich dahinter ein unverarbeitetes Trauma verstecken und eine psychotherapeutische Behandlung angezeigt sein.

Alkohol
Wissenschaftlich: Sammelbezeichnung für Kohlenwasserstoffe mit einer oder mehreren Hydroxyl-Gruppen (OH-Gruppen). Strukturformel von Ethanol (C2H5OH) Umgangssprachlich: Bezeichnung für Trinkalkohol (Ethanol, Ethylalkohol, Spiritus, Weingeist). Übermässiger Genuss birgt schwere gesundheitliche Risi...

Alkohol-Leberschäden
Durch dauernden Alkoholmissbrauch hervorgerufene Schädigungen der Leber.

Alkoholismus
(Alkoholabhängigkeit, Alkoholsucht) Länger dauernder übermässiger Alkoholkonsum mit körperlichen, psychischen und sozialen Folgeschäden.

Allergen
Substanz, die vom Immunsystem als Fremdkörper erkannt wird und von Person zu Person verschieden starke Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktion) auslöst. Es wird zwischen verschiedenen Artern von Allergenen unterschieden, mit denen wir auf unterschiedliche Weise in Kontakt kommen:Aero- oder Inhalationsallergene (Atmung)Kontaktallergene...

Allergie
1906 von Freiherr Clemens von Pirquet geprägter Begriff für eine angeborene oder erworbene, oft übertrieben starke Reaktion des Immunsystems auf körperfremde, an sich unschädliche Substanzen, die als Allergene erkannt wurden.

allogen
(allogenetisch) «Von einem Individuum der gleichen Spezies stammend, aber genetisch verschieden.» Begriff aus der Transplantationsmedizin. Allogene Knochenmarktransplantation = einem Patienten wird Knochenmark von einem anderen Menschen eingesetzt.

Altersschwerhörigkeit
(Presbyakusis) Dass die Leistungsfähigkeit unseres Gehörs mit zunehmendem Alter abnimmt, ist normal. Äussere Einflüsse können den Prozess aber massiv beschleunigen und verstärken.

Alveolen
Lungenbläschen. Sie sitzen am Ende der feinsten Verzweigungen der Bronchien und sehen wie die winzigen Beeren einer Weintraube oder wie kleine elastische Schaumbläschen aus.

Alzheimer
Chronische, nicht ansteckende Erkrankung des Gehirns, bei der langsam, aber stetig fortschreitend Nervenzellen untergehen.

Ambivalenz
(Zwiespältigkeit) Nebeneinander gegensätzlicher Gefühle, Gedanken, Vorstellungen und Wünsche, das gegensätzliche Reaktionen bedingt und letztlich die Entscheidungskraft im weitesten Sinn hemmt.

Amenorrhoe
Ausbleibend der monatlichen Regelblutung (Menstruation). Thema: Amenorrhoe

Amerikanisches Paradoxon
(Griech. «Paradoxon» = «Widerspruch») Trotz geringerer Kalorienaufnahme ist der durchschnittliche Amerikaner in den letzten Jahrzehnten immer dicker geworden. Hauptgrund: Bewegungsmangel.

Ammenschlaf
Der leichte Schlaf der Mütter, die bei jedem Kindergeräusch auffahren †“ während sie z.B. ein vorbeifahrendes Auto nicht im geringsten stört. Der Begriff wird auch verwendet für Menschen, die im Schlaf auf ganz spezifische Geräusche reagieren.

Amphetamine
Dem Adrenalin ähnliche Stoffe, die unter anderem die körperliche Leistungsfähigkeit steigern und deshalb im Sport immer wieder zum illegalen Doping verwendet werden. Amphetamine wirken auf den Sympathikus und werden beispielsweise gegen Müdigkeit, Depressionen oder als Appetitzügler eingesetzt. Da Amphetamine süchtig machen können, unterliegen sie ...

Anabolika
(Anabole Steroide) Künstlich hergestellte, dem männlichen Sexualhormon Testosteron ähnliche Hormone, die den Stoffwechsel anregen und den Körperaufbau fördern. Anabolika werden nach ärztlicher Verordnung bei schlechtem Allgemeinzustand, Osteoporose oder bestimmten Formen der Blutarmut eingesetzt. Da Anabolika für einen schnelleren Muskelaufbau miss...

Anamnese
(griech: «Erinnerung») Patientenbefragung durch den Arzt mit dem Ziel, die medizinische Vorgeschichte und aktuelle Befindlichkeit des Patienten (falls relevant auch die von Verwandten/nahe stehenden Personen) zu erheben. Normalerweise der erste Schritt einer medizinischen Diagnose.

Androgene
Sammelbegriff für die männlichen Sexualhormone (griechisch: andro = «männlich», gen = «erzeugend»), die v.a. die Ausprägung der männlichen Geschlechtsmerkmale fördern. Wichtigstes Androgen ist das Testosteron, das beim Mann hauptsächlich in den Hoden gebildet wird und in geringerem Masse - auch bei der Frau - in der Nebennierenrinde. Die Bildun...

Angina
(von lat.: angere = «verengen, erdrosseln») Enge, Beklemmung.

Angiogenese
Neubildung von Blutgefässen im Körper. Lebenswichtiger Prozess zur Versorgung von Gewebe mit Nährstoffen und Sauerstoff. Für Tumoren bei ihrem wuchernden Wachstum von entscheidender Bedeutung.

Angst
Beengendes, unangenehmes, von Willen und Vernunft nicht beeinflussbares Gefühl drohender Gefahr. Im Extremfall Empfindung einer existenziellen Bedrohung (Todesangst). Angst versetzt uns schlagartig in Alarmzustand, bereitet auf Flucht, Kampf oder Erstarren vor.

Angststörung
Krankhafter Zustand, bei dem starke Ängste oder Panikattacken scheinbar grundlos und unangemessen auftreten und nicht Folge von körperlichen Erkrankungen oder Suchtmittelmissbrauch sind.

Anhedonie
Unfähigkeit, Freude zu empfinden: Situationen, die normalerweise mit Lustgefühlen verbunden sind, bereiten kein Vergnügen. Basisstörung der Schizophrenie.

Anorexie
(Anorexia nervosa, Magersucht) Fehlender oder deutlich verminderter Antrieb zur Nahrungsaufnahme, der zu einem markanten Gewichtsverlust führt. Die Essstörung ist psychisch bedingt und beginnt meist mit dem Wunsch, schlank zu sein oder zu werden und einer Diät, um dies zu erreichen. Wird der Wunsch zum Wahn, dreht sich das Leben der Betroffenen nur...

Antibiotika
Wirkstoffe, welche durch Bakterien oder einzellige Mikroorganismen verursachte Infektionen bekämpfen. Die Keime sollen durch den Einsatz von Antibiotika abgetötet oder zumindest in ihrem Wachstum gehemmt werden. Antibiotika, die gegen viele verschiedene Keime wirksam sind, werden als Breitspektrum- oder Breitbandantibiotika bezeichnet.

Antidepressiva
Medikamente, die hauptsächlich gegen Depressionen eingesetzt werden. Wie und weshalb sie wirken ist noch nicht bis ins letzte Detail erforscht. Antidepressiva heben die Stimmung und sind angstlösend. Sie beeinflussen die Krankheit auf biologische Art, indem sie ein Ungleichgewicht bestimmter chemischer Substanzen (Neurotransmitter) im Gehirn korrig...

Antigene
(kurz für «Antisomatogene» - kein Zusammenhang mit Genen!) Für den Organismus fremde Substanzen, z.B. Bakterien, Viren oder Pilze. Kommt es zu einem Befall des Körpers mit solchen Krankheitserregern, löst dies eine Immunabwehr des körpereigenen Immunsystems aus.

Antikonvulsiva
(Antiepileptika) Arzneimittel, die zur Behandlung oder Verhinderung von epileptischen Krampfanfällen (Konvulsionen) eingesetzt werden. Unterdrücken die Anfälle im Gehirn (Vorbeugung) oder vermindern die Stärke eine bestehenden Anfalls (Behandlung).

Antikörper
(AK, Immunglobuline) Eiweissverbindungen, zentraler Bestandteil des menschlichen Immunsystems zur Abwehr von Infektionserregern oder körperfremdem biologischem Material. Bei Kontakt mit Antigenen geben aktivierte B-Leukozyten (weisse Blutkörperchen) AK ab, die sich spezifisch an das auslösende Antigen binden und eine Antigen-Antikörper-Reaktion aus...

Antioxidantien
Substanzen, die leicht oxidierbar sind (mit Luftsauerstoff und anderen oxidierenden Chemikalien reagieren) und dadurch andere Stoffe vor einer Oxidation schützen können. Im menschlichen Körper haben die Vitamine A, C und E eine antioxidative Wirkung und können freie Radikale (Stoffe mit einer oxidierenden und dadurch schädlichen Wirkung) abfangen.

Antiöstrogene
(SERM, Selektive Östrogen-Rezeptor-Modulatoren) Substanzen, die die Synthese oder die Wirkung von Östrogenen unterdrücken. SERM sind eine relativ neue Substanzgruppe, die den Knochenabbau hemmen und zur Prophylaxe und Behandlung der Osteoporose zugelassen sind.

Anxiolytika
(Angstlöser) Medikamente, die bei bestehenden Angst- und Spannungszuständen entspannend und dämpfend wirken.

Anämie
(Blutarmut) Durch Abnahme der roten Blutkörperchen verursachte Symptome wie Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Schwäche. Es wird unterschieden zwischen angeborener und erworbener Anämie.

Aortenaneurysma
(Aortenerweiterung) Aortenaneurysmen sind Erweiterungen der Hauptschlagader über eine begrenzte Gefässstrecke. Abhängig vom Ausmass der geschädigten Gefässwandschichten können drei Formen unterschieden werden:

Ballaststoffe
=> Faserstoffe

Bartholinitis
Entzündung des Ausführungsgangs der Bartholin-Drüse (unter den grossen Schamlippen gelegen).

Basaliom
Häufigster, gut behandelbarer semimaligner («halbbösartiger») Tumor der äusseren Haut. Basaliome werden semimaling genannt, weil die Basalzellen vor Ort wuchern und benachbartes Gewebe verdrängen, aber keine Ableger (Metastasen) produzieren.

Basaltemperatur
Direkt nach dem Aufwachen, aber noch vor dem Aufstehen gemessene Körpertemperatur. Indikator für das Stadium des weiblichen Menstruationszyklus.

Basedow'sche Krankheit
(Morbus Basedow, Grave's Disease, Immunhyperthyreose) Autoimmunerkrankung, bei der sich fehlgeleitete körpereigene Abwehrmechanismen primär gegen das Gewebe der Schilddrüse richten und dort zu einer Überfunktion mit erhöhter Freisetzung von Schilddrüsenhormon führen. Sekundär sind verschiedene weitere Organsysteme, insbesondere die Augenhöhlen, be...

Bauch, akut
(akutes Abdomen, plötzlicher Bauch) Zusammenkommen verschiedener Krankheitszeichen im Bauchraum. Leitsymptome: akut auftretende Schmerzen, Störungen der Darmentleerung, Abwehrspannung der Bauchdecke, Krankheitsgefühl, Fieber, Kreislaufprobleme. Schnelle ärztliche Hilfe erforderlich!

Bauchaortenerweiterung
(Bauchaortenaneurysma) Aortenaneurysmen sind Erweiterungen der Hauptschlagader über eine begrenzte Gefässstrecke. Beim Bauchaortenaneurysma ist die Bauchschlagader (Aorta abdominalis) betroffen. Kommt es zu Beschwerden, weisen diese meist auf eine - potenziell lebensbedrohliche! - Komplikation wie eine Spaltung der Aortenwand (Dissektion) oder eine...

Bauchfellentzündung
(Peritonitis) Lebensbedrohliche Entzündung des Bauchfells.

Bauchspeicheldrüse
(Pankreas) Im linken Oberbauch an der Rückwand der Bauchhöhle gelegenes Organ. Von grosser Bedeutung für Verdauung und Blutzuckerregulation.

Bauchspeicheldrüsenkrebs
(Pankreaskarzinom) Bösartige Geschwulst im Bereich der Bauchspeicheldrüse.

Bauchumfang
Je nach Veranlagung und Geschlecht sammelt sich Körperfett eher am Bauch oder an Hüften und Beinen an (siehe WHR). Fettansammlungen am Bauch belasten den Kreislauf ungleich stärker. Männer: 69-94 cm 94-102 cm 102-150 cm Frauen: 60-80 cm 80-88 cm 88-150 cm So messen Sie Ihren Bauchumfang richtig:Messen Sie in aufrechter Haltung auf dem nackten ...

Beckenboden
Der Beckenboden ist ein Netzwerk von Muskelfasern (in nebenstehender Grafik rot hinterlegt). Er schliesst den Rumpf nach unten ab und ist mitverantwortlich dafür, dass Gebärmutter, Blase und Darm an ihrem Ort bleiben. Zudem kontrolliert er die Öffnungen von Harnröhre und After, bei Frauen ausserdem der Vagina. Seine vier Fixpunkte sind vorne das S...

Beeinträchtigungswahn
Krankhafte (Wahn)Vorstellung, von anderen verspottet, vernachlässigt oder falsch behandelt zu werden.

Beinvenenthrombose
Frischer oder alter Verschluss tiefliegender Venen durch Blutgerinnsel.

benigne
(Gutartig) Gegenteil von maligne.

Benzodiazepine
Wirkstoffe, die angstlösend (anxiolytisch), krampflösend, muskelentspannend, beruhigend und schlaffördernd sowie leicht stimmungsaufhellend wirken. Der bei Einsatz als Schlafmitteln entstehende Schlaf ist nicht natürlich aufgebaut. Da bei regelmässiger Einnahme hohe Suchtgefahr besteht, sind sie grundsätzlich nicht zur Dauerbehandlung geeignet.

Bett
(Schlafstätte) Gerade für Menschen mit Schlafschwierigkeiten sollte das Bett ein Ort sein, den sie gerne mögen und wo sie sich wohl fühlen. Ein bequemes und gepflegtes Bett ist eine wichtige Voraussetzung für gesunden Schlaf.

Bewegung
Bei Bewegung verbrennt der Körper viel Energie, der Kreislauf wird angeregt und Glückshormone (Endorphine) werden ausgeschüttet. Regelmässige Bewegung ist gesund! Faustregel: Bewegen Sie sich dreimal wöchentlich mindestens eine halbe Stunde am Stück †“ möglichst zügig, aber gerade so, dass Sie sich dabei noch unterhalten können.

Bewusstseinsstörung
Änderung der Bewusstseinsklarheit (Einengung bis zur Ausschaltung), Situationsverkennungen. Die Schwere einer Bewusstseinsstörung wird in folgende Grade eingeteilt:Bewusstseinsklar: Patient ist ansprechbar und kann auf Fragen zu seiner Person, zu Zeit, Ort oder Geschehen richtig und schnell antworten.

Biologisch aktives Licht
Das Tageslicht oder Licht einer vergleichbaren Zusammensetzung und Stärke passt die biologische Uhr täglich aufs Neue den äusseren Gegebenheiten an.

Biopsie
Entnahme einer Gewebeprobe aus einem lebenden Organismus zwecks genauerer Untersuchung. Es gibt verschiedene Entnahmetechniken:Ansaugen (Aspirationsbiopsie)Einstechen (Punktion)Schneiden (Probeexision)Schaben (Ausschabung)Stanzen (Stanzbiopsie)Je nach Technik werden unterschiedliche Instrumente verwendet.

Bioverfügbarkeit
Tatsächliche Nährstoffmenge, die aus einem Lebensmittel in den Körper aufgenommen und verwertet werden kann. Die Bioverfügbarkeit wird durch Wechselwirkungen des Nahrungsmittels mit verschiedenen anderen Stoffen auf dem Weg durch den Magen-Darm-Trakt positiv oder negativ beeinflusst.

Bisphosphonate
Wirkstoffe, die die Wirkung knochenabbauender Zellen (Osteoklasten) hemmen und das Knochenwachstum fördern.

Blasenentzündung
(Zystitis) Entzündung der Blasenschleimhaut, vorwiegend durch Bakterien ausgelöst.

Blasenkrebs
(Blasenkarzinom) Tritt in zwei sich unterschiedlich verhaltenden Formen auf:Oberflächlich, mehr oder weniger auf die Schleimhaut beschränkt, wenig bösartig.Aggressiver, in die Muskulatur der Blasenwand einwachsend («muskelinvasiv»).Thema: Blasenkrebs

Blasenschwäche
(Harninkontinenz, Urininkontinenz) Unfreiwilliger Verlust von Urin.

Blasenspiegelung
(Zystoskopie) Untersuchung der Harnblase mit einem speziellen Endoskop (Zystoskop), das die Betrachtung des Blaseninnenraums erlaubt. Mit einem bestimmten Zystoskop kann auch die Harnröhre eingesehen werden (Urethro-Zystoskopie).

Blinddarmentzündung
(Appendizitis) Entzündung des Wurmfortsatz (Appendix vermiformis), eines Anhängsels des Blinddarms im rechten Unterbauch.

Blut
In den Blutgefässen zirkulierende rote Körperflüssigkeit. Dient der Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen, dem Abtransport von Kohlendioxid und Stoffwechselprodukten, der Wärmeregulation sowie der Verteilung von Enzymen, Hormonen etc. Die normale Blutmenge einer erwachsenen Person beträgt ca. 1/12 des Körpergewichts. 55 Prozent des ...

Blutdruck
Durch die Herztätigkeit erzeugter Druck innerhalb der Blutgefässe, angegeben in «mmHg» (Millimeter Quecksilbersäule). Bei einer Blutdruckmessung werden stets der systolische und der diastolische Wert erhoben. Der systolische (höhere) Wert steht für die Blutdruckspitze nach dem Zusammenzug der Herzkammern (Systole), der diastolische (tiefere) Wert...

Bluthochdruck
(Hypertonie) Ein zu hoher Blutdruck weist auf unelastische Gefässe hin und ist Risikofaktor für ernsthafte Herz-Kreislauf-Störungen bis hin zum Herzinfarkt und Hirnschlag. Am häufigsten ist die essentielle (familiäre) Hypertonie. Übergewicht begünstigt zu hohe Werte (ab 135/85).

Bluthusten
(Hämoptyse, Hämoptoe) Abhusten von Blut oder blutig gefärbtem Auswurf.

Blutplasma
Macht 55 Prozent des Blutes aus und besteht aus Wasser und Eiweisskörpern. Blutplasma erhält man durch Zentrifugieren von Blut, das zuvor mit einem Gerinnungshemmer vermischt wurde.

Blutvergiftung
(Sepsis, Septikämie) Lebensgefährliche Allgemeininfektion, die durch ständige oder periodische Einschwemmung von Krankheitserregern aus einem Infektionsherd im Körper in die Blutbahn hervorgerufen wird. Blutvergiftungen werden oft nicht oder spät als solche erkannt und behandelt, was die Überlebenschancen weiter senkt. An einer Blutvergiftung ster...

Blutzucker / Blutzuckerspiegel
(serum glucose) Gehalt von Traubenzucker (Glukose) im Blut. Die Glukose wird im Zuge der Verdauung in für den Körper nutzbare Energie umgewandelt. Für die Einstellung eines konstanten Blutzuckerspiegels sind hauptsächlich das Hormon Insulin und seine Gegenspieler Glukagon und Adrenalin zuständig. Der Blutzucker-Normwert beträgt nüchtern 3,61-5,55 m...

Blähungen
(Flatus, Flatulenz) Unangenehme Erscheinung, die grundsätzlich nicht als Erkrankung, sondern als Symptom zu verstehen ist.

BMI
(Body Mass Index, «Körper-Masse-Wert», Quetelet-Index) Vom belgischen Astronomen Quetelet im 19. Jahrhundert als statistische Kenngrösse entwickelt. Allgemein anerkannte Formel zur Beurteilung, ob das Gewicht in Relation zur Körpergrösse im normalen, unter- oder übergewichtigen Bereich liegt. Der BMI-Wert alleine lässt noch keine Rückschlüsse auf...

Botenstoffe
(Transmitter) Chemische Stoffe, die im menschlichen und tierischen Körper der Übertragung von Signalen dienen. Im Gehirn sind dies die Neurotransmitter, im ganzen Körper die Hormone. Eine Zwischenstellung nehmen verschiedene Neuropeptide ein, die die Wirkung von andere Transmittern graduell unterstützen oder hemmen können.

Bradyphrenie
Verlangsamung der Denkabläufe und der sprachliche Äusserung. Die Abgrenzung zur Demenz und zu den parkinsontypischen neuropsychologischen Störungen ist schwierig.

Bronchialbaum
Das Bronchialsystem mit der Luftröhre, den Stamm-, Lappen- und Segmentbronchien und den immer feiner werdenden Verästelungen bis hin zu den Bronchiolen und den Lungenbläschen ähnelt einem auf den Kopf gestellten Baum.

Bronchien
Über die verzweigten Luftröhren der Lunge wird die sauerstoffreiche Luft zu den Lungenbläschen geleitet und die kohlendioxidreiche Luft von diesen aus dem Körper heraustransportiert. Die Bronchien sind mit einer sehr zarten, empfindlichen Schleimhaut ausgekleidet.

Bronchitis
Entzündung der Bronchien, also der unteren Luftwege. Es wird zwischen akuter und chronischer Bronchitis unterschieden.

Bronchodilatatoren
Arzneimittel, die die Bronchien erweitern.

Brustentfernung
(Ablatio mammae, Mammaamputation, Mastektomie) Früher aus Prinzip die Operation der Wahl, da davon ausgegangen wurde, dass die Wegnahme von möglichst viel umliegendem Gewebe die Ausbreitung der Krankheit verhindern könne. Heute ist klar, dass nicht der Krebsknoten in der Brust, sondern die Tochtergeschwülste (Metastasen) die Prognose bestimmen. Heu...

Brustkrebs
(Mammakarzinom) Entsteht immer in der Brustdrüse. Die genaue Bezeichnung der Erkrankung richtet sich nach dem Zelltyp, der betroffenen Stelle im Drüsengewebe und danach, ob der Tumor schon ins Nachbargewebe eingebrochen ist. Brustkrebs ist in der Schweiz die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jährlich erkranken bis zu 5000 Frauen neu, ca. 1300 s...

Brustrekonstruktion
(Mammaplastik) Ist die vollständige Entfernung einer Brust notwendig, kann diese mit verschiedenen Methoden neu aufgebaut werden:Aufbau mit Prothesen (Silikon, Kochsalz)Aufbau mittels Eigengewebe: Haut samt darunter liegendem Fettgewebe und versorgenden Blutgefässen werden zur Rekonstruktion entnommen. Rücken und Unterbauch haben sich als Entnahmes...

Brustschmerz
(Thoraxschmerz) Überbegriff für eine ganze Reihe von verschiedensten Schmerzzuständen im Bereich des Brustkorbs.

Bypass
(Umgehungsplastik) Im Rahmen eines operativen Eingriffs angelegter Umgehungskreislauf im Gefässsystem zur Überbrückung von Gefässverschlüssen oder bedrohlichen Engstellen. Für die Gefässprothese wird körpereigenes (autologes) oder künstliches (alloplastisches) Material verwendet. In beiden Fällen wird das umgangene Gefäss im Körper belassen.

CFS
(Chronic Fatigue Syndrom, chronisches Erschöpfungssyndrom) Sammelbezeichnung für eine Reihe von Beschwerden, die gemeinsam auftreten. Dazu gehören unter anderem anhaltende Erschöpfung, Schmerzen und Verstimmtheit. Über Ursache und Behandlung dieser ernsten und für die Betroffenen sehr belastenden Störung ist noch sehr wenig bekannt.

Chemotherapie
1906 vom deutschen Chemiker, Mediziner und Serologen Paul Ehrlich geprägter Begriff für die Behandlung von Infektionen und Krebserkrankungen mit chemischen Stoffen, die eine gezielte schädliche Wirkung auf krankheitsverursachende Zellen bzw. Mikroorganismen im Körper haben.

Cholesterin
(Blutfett, Cholesterol) Fettähnlicher Stoff, der vom Körper zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels benötigt und selber produziert wird (endogenes Cholesterin). Cholesterin wird ausserdem über tierische Nahrungsmitteln zugeführt (exogenes Cholesterin). Eine übermässig hohe Cholesterinkonzentration im Blut kann zu ernsthaften gesundheitlichen Störun...

chronisch
Sich langsam entwickelnd, langsam verlaufend, sich über längere Zeit hinziehend (z.B. auf eine Krankheit bezogen). Im Gegensatz zu vorübergehend oder akut. Eine akute Erkrankung kann in eine chronische übergehen, wenn sie länger als ca. 8-10 Wochen andauert.