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Deutsche Rentenversicherung - Lexikon
Kategorie: Wirtschaft und Finanzen > Rentenversicherung
Datum & Land: 05/01/2009, DE
Wörter: 203


Abfindung
siehe Rentenlexikon - Rentenabfindung

Abkommensrecht
Koordinierende Regelungen, die die Bundesrepublik Deutschland im Wege von Sozialversicherungsabkommen mit anderen Abkommensstaaten getroffen hat.

Abkommensstaaten
Als Abkommensstaaten werden die Länder bezeichnet, mit denen die Bundesrepublik Deutschland Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat: AustralienBosnien-HerzegowinaChileChina (Entsendeabkommen)IsraelJapanKanada und QuebecRepublik KoreaKosovoKroatienMarokkoMazedonienMontenegroSerbienTunesienTürkeiU...

Abschlag
Wer seine Rente vor der für ihn maßgeblichen angehobenen Altersgrenze in Anspruch nimmt, muss mit einem Abschlag rechnen. Der Abschlag beträgt pro Monat vorzeitiger Inanspruchnahme 0,3 Prozent, pro Jahr 3,6 Prozent. Dies gilt seit 1.1.2001 nicht nur für vorzeitig in Anspruch genommene Altersrenten, ...

Akteneinsicht
Der Rentenversicherungsträger hat den Beteiligten Einsicht in alle das Verfahren betreffenden Akten zu gestatten, soweit deren Kenntnis erforderlich ist, um rechtliche Interessen geltend machen oder verteidigen zu können. Enthalten die Akten medizinische Unterlagen, kann der Rentenversicherungsträg...

Aktueller Rentenwert
Der aktuelle Rentenwert ist der Betrag, der einer monatlichen Rente aus Beiträgen eines Durchschnittverdieners für ein Jahr entspricht. Er wird durch die Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrats jeweils am 1.7. eines Jahres festgelegt. Durch die Erhöhung des aktuellen Rentenwerts wird die Rente...

Altersrenten
Siehe hierzu: Rente - Renten wegen Alters

Altersteilzeitarbeit
Siehe hierzu : Presse / Hintergrundinformationen - Altersteilzeitarbeit

Altersvermögensgesetz
siehe hierzu: Rente - Riesterrente

Anhebung der Altersgrenzen für Altersrenten
Die Altersgrenzen wurden in den letzten Jahren für die verschiedenen Altersrenten angehoben. Abhängig vom Geburtsjahrgang gibt es folgende reguläre Altersgrenzen: die Regelaltersgrenze (65. bis 67. Lebensjahr). Lebensjahr für die Regelaltersrente, das 65. bis 67. Lebensjahr für die Altersrente für ...

Anrechnungszeiten
Anrechnungszeiten sind Zeiten, in denen zwar keine Beiträge gezahlt wurden, die aber für die besonderen Wartezeiten (35 Versicherungsjahre) und die Rentenberechnung als rentenrechtliche Zeiten berücksichtigt werden. Das sind zum Beispiel Zeiten, in denen Sie wegen Krankheit arbeitsunfähig, wegen Sc...

Anschlussrehabilitation
(AHB) Anschlussrehabilitation (AHB) ist eine ganztägig ambulante oder stationäre Leistung zur medizinischen Rehabilitation. Sie schließt unmittelbar oder im engen zeitlichen Zusammenhang an eine stationäre Krankenhausbehandlung an. Um einen nahtlosen ûbergang zu gewährleisten, erf...

Anspruchs- und Anwartschaftsüberführungsgesetz
(AAûG) Dieses Gesetz enthält die Bestimmungen zur ûberführung der Ansprüche und Anwartschaften der Zusatz- und Sonderversorgungen der ehemaligen DDR in der gesetzlichen Rentenversicherung. Siehe hierzu: Rente - Vor der Rente - Zusatz-/Sonderversorgung

Antrag
Leistungen aus der Rentenversicherung müssen beantragt werden. Sie werden nicht 'von Amts wegen' gewährt. Die Erfüllung der jeweiligen Anspruchsvoraussetzungen reicht allein nicht aus, um die jeweilige Leistung zu erhalten. Rentenanträge sollten zweckmäßigerweise bei dem zuständigen Rentenversicher...

Arbeitsausfalltage
Arbeitsausfalltage wurden im Sozialversicherungsausweis der ehemaligen DDR seit etwa 1974/75 bis 30.06.90 eingetragen. Es handelt sich hierbei um Zeiten, in denen Geldleistungen der Sozialversicherung bezogen wurden beziehungsweise um Zeiten der vereinbarten unbezahlten Freistellung von der Arbeit. ...

Arbeitsbuch
Arbeitsbücher wurden in der Zeit vor dem 2. Weltkrieg und teilweise bis Anfang der 50iger Jahre ausgestellt. In ihnen wurden Ausbildungs- und Beschäftigungszeiten eingetragen. Entgelteintragungen fehlen jedoch. Daher kann man mit dem Arbeitsbuch Zeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung ledigli...

Arbeitseinkommen
Das Arbeitseinkommen ist die Grundlage der Beitragsberechnung für Selbständige. Es ist der nach dem Einkommenssteuerrecht ermittelte Gewinn aus einer selbständigen Tätigkeit. Hierbei sind auch steuerliche Vergünstigungen und Veräußerungsgewinne in die Gewinnermittlung mit einzubeziehen.

Arbeitsentgelt
Das Arbeitsentgelt ist die Grundlage der Beitragsberechnung für Arbeitnehmer. Dazu gehören grundsätzlich alle Einnahmen, die aus einem Beschäftigungsverhältnis zufließen, zum Beispiel auch: FamilienzuschlägeûberstundenvergütungenWert der SachbezügeProvisionenMehrarbeitsvergütungen und Mehrarbeitsz...

Arbeitslosenversicherung / Arbeitsförderung
Die 'Arbeitslosenversicherung' ist ein eigenständiger Zweig der gesetzlichen Sozialversicherung. Gesetzliche Grundlage ist das III. Buch im SGB - Arbeitsförderung -. Der hergebrachte Begriff 'Arbeitslosenversicherung' wird gesetzestechnisch nicht mehr verwendet. Aufgaben der 'Arbeitslosenversicheru...

Arbeitslosigkeit
Arbeitslos ist, wer keine Arbeit hat und der Arbeitsvermittlung zur Verfügung steht. Personen, die während ihrer Meldung bei der Agentur für Arbeit Arbeitslosengeld beziehen, sind grundsätzlich versicherungspflichtig in der gesetzlichen Rentenversicherung. Für sie sind Pflichtbeiträge allein von de...

Arbeitsunfähigkeit
Arbeitsunfähigkeit ist ein Begriff aus der Krankenversicherung. Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn die bisherige Beschäftigung oder Tätigkeit wegen Krankheit nicht mehr ausgeführt werden kann. Eine bestehende Arbeitsunfähigkeit muss nicht mit einer Erwerbsminderung im Sinne der gesetzlichen Renten...

Auffüllbetrag
Der Auffüllbetrag soll den nach dem Recht der DDR bis 31.12.91 erworbenen Rentenanspruch sichern. Er ist zu zahlen, wenn die zwischen dem 01.07.90 bis 01.07.91 an das Bundesgebiet angepasste Rente höher war als die, die nach der Rentenüberleitung im Jahre 1992 zustand. Der Auffüllbetrag ist der Di...

Aufrechnung
Hat der Rentenversicherungsträger Ansprüche auf Ersatz von Leistungen (Geldansprüche) gegen den Rentner (zum Beispiel wegen einer überzahlten Rente), kann er seine Ansprüche gegen den Rentenanspruch aufrechnen. Der Rentner darf dadurch nicht sozialhilfebedürftig werden. Bei der Aufrechnung werden T...

Auskunfts- und Beratungsstelle
(A+B-Stelle) In den Auskunfts- und Beratungsstellen der Rentenversicherungsträger geben fachkundige Mitarbeiter individuelle Informationen in allen Angelegenheiten der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Entgegennahme und Weiterleitung von Anträgen und die Beratung sind selbstve...

Auskunftsrechte
Dem Betroffenen ist auf Antrag Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Sozialdaten zu erteilen.

Auslandsaufenthalt
Ein vorübergehender, also von vornherein zeitlich begrenzter Auslandsaufenthalt, ist für die Zahlung der Rente auf jeden Fall unschädlich. Ist ein längerer oder sogar ständiger Aufenthalt im Ausland geplant, so sollte man sich vorab bei seinem Rentenversicherungsträger, zum Beispiel in den Auskunfts...

Ausnahmevereinbarung
Einzelfallregelung im Rahmen des Gemeinschaftsrechts oder Abkommensrechts bezüglich der Versicherungszugehörigkeit bei Beschäftigung im Ausland oder bei Beschäftigung von Personen aus dem Ausland. Ausnahmevereinbarungen werden von den jeweils zuständigen Stellen in den Mitgliedstaaten beziehungsweis...

Ausstrahlung
Deutsche Regelung, wonach bei Entsendung von Deutschland in das Ausland weiterhin Versicherungspflicht in Deutschland besteht.

Bearbeitungskennzeichen
(BKZ) BKZ ist die Abkürzung für Bearbeitungskennzeichen und gibt einen Hinweis auf die Zuständigkeit innerhalb des Rentenversicherungsträgers Deutsche Rentenversicherung Bund. Sollte für Sie bereits ein BKZ vergeben worden sein, so geben Sie es bei Ihren Schreiben bitte immer mit ...

Beitragsbemessungsgrenze
(BBG) Die Beitragsbemessungsgrenze ist der Höchstbetrag, bis zu dem Arbeitsentgelt und Arbeitseinkommen bei der Berechnung des Versicherungsbeitrags berücksichtigt werden. Für darüber hinausgehendes Einkommen sind keine Beiträge zu zahlen. Beitragsbemessungsgrenze2009alte Bundesl...

Beitragsbemessungsgrundlage
Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden durch einen bestimmten Prozentsatz (Beitragssatz 2009 = 19,9 Prozent) von der Beitragsbemessungsgrundlage, höchstens bis zur Beitragsbemessungsgrenze, ermittelt. Für Beschäftigte ist die Beitragsbemessungsgrundlage das erzielte Arbeitsentgelt,...

Beitragserstattung
Die Beitragserstattung ist die Rückzahlung der vom Versicherten gezahlten Beiträge. Die Erstattung ist nur in Ausnahmefällen möglich: zum Beispiel wenn die Witwenrente wegen nicht erfüllter Wartezeit abgelehnt wurde oder für Ausländer, die in ihr Heimatland zurückkehren. Auch für Beamte oder von de...

Beitragsfreie Zeiten
Beitragsfreie Zeiten sind solche Zeiten, in denen zwar keine Beiträge gezahlt worden sind, die aber als versicherungsfremde Leistungen bei der Prüfung des Rentenanspruchs und / oder der Rentenberechnung berücksichtigt werden. Hauptsächlich sind es Ersatzzeiten, Anrechnungszeiten und die Zurechnungs...

Beitragsgeminderte Zeiten
Beitragsgeminderte Zeiten sind Monate, die sowohl mit Beitragszeiten als auch mit einer Anrechnungszeit, Zurechnungszeit oder Ersatzzeit belegt sind. Sie werden bei der Rentenberechnung besonders bewertet.

Beitragsnachweis
Der Beitragsnachweis ist die Bescheinigung des Arbeitgebers über Dauer der Beschäftigung und Höhe des Entgelts (Entgeltnachweise), die der Versicherte jährlich oder beim Wechsel des Arbeitgebers erhält. Versicherungspflichtige Selbständige und freiwillig Versicherte erhalten diese Bestätigung direk...

Beitragssatz
Der Beitragssatz beträgt seit 1.1.2007 19,9 Prozent des Bruttoverdienstes bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Der Mindestbeitrag beziehungsweise Höchstbeitrag für freiwillig Versicherte beträgt: Tabelle der Mindestbeiträge und Höchstbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung01.01. - 31.12.2009Min...

Beitragsüberwachung
Die Rentenversicherungsträger überwachen allein die rechtzeitige und vollständige Zahlung der Pflichtbeiträge von versicherungspflichtigen Selbstständigen. Solche Pflichtbeiträge werden spätestens am 15. eines jeden Monats für den Vormonat fällig. So ist zum Beispiel der Beitrag für den Monat April...

Beitragszahlung
Pflichtversicherte Arbeitnehmer brauchen ihre Beiträge nicht allein zu zahlen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer tragen den Beitrag je zur Hälfte. Der Beitragsanteil des Arbeitnehmers wird vom Lohn oder Gehalt einbehalten; der Arbeitgeber legt seinen Anteil dazu und überweist diesen so genannten Pflichtb...

Beitragszeiten
Beitragszeiten sind die Monate, für die Pflichtbeiträge oder freiwillige Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt sind beziehungsweise als gezahlt gelten. Dazu rechnen zum Beispiel auch Kindererziehungszeiten.

Beitragszuschuss
Rentenbezieher, die nicht krankenversicherungspflichtig, sondern freiwillig bei einer gesetzlichen Krankenkasse oder bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichert sind, können zu ihrer Rente wegen Alters, verminderter Erwerbsfähigkeit oder Todes einen Zuschuss für die Krankenversiche...

Berufliches Rehabilitierungsgesetz
(BerRehaG) Das 2. SED-Unrechtsbereinigungsgesetz (2. SED-UnBerG) schafft mit dem BerRehaG die Möglichkeit für eine bessere Bewertung von Verfolgungszeiten bei der Rentenberechnung. Dabei werden Zeiten, in denen der bisherige oder angestrebte Beruf nicht ausgeübt werden konnte, wie...

Berufsförderung
siehe hierzu: Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Berufsförderungswerke
Berufsförderungswerke sind spezielle Einrichtungen zur Durchführung von beruflichen Bildungsmaßnahmen für erwachsene Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Die Ausführung der Qualifizierungsveranstaltungen ist behindertengerecht organisiert. Es findet eine besondere medizinische, psychologis...

Berufsunfähigkeit
Berufsunfähig ist der Versicherte, der infolge von Krankheit, Unfall oder anderen Gebrechen weder in seinem erlernten noch in einem ihm zumutbaren Beruf halb soviel leisten und verdienen kann, wie andere Berufstätige mit ähnlicher Ausbildung, gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten. Seit 1.1.200...

Berufung
Mit der Berufung wird ein Verfahren vor dem Landessozialgericht eingeleitet. Dieses Verfahren ist für Sie als Versicherte, Versicherter, Rentnerin oder Rentner kostenlos. Sie müssen keinerlei Gerichtsgebühren zahlen. Sie können schriftlich Berufung einlegen. Sie können die Berufung aber auch bei de...

Berücksichtigungszeiten
Berücksichtigungszeit ist die Erziehung eines Kindes bis zu dessen vollendetem 10. Lebensjahr. In der Zeit vom 1.1.1992 - 31.3.1995 konnte man auf Antrag auch durch die nicht erwerbsmäßige Pflege eines Angehörigen Berücksichtigungszeiten wegen Pflege erwerben.

Bescheid
Der Bescheid ist die schriftliche Feststellung über die Entscheidung einer Behörde und stellt Art und Umfang der Leistung rechtlich bindend fest. Zum Bescheid gehört auch die Belehrung über den Rechtsbehelf zum Beispiel über die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen.

Besteuerung von Renten
siehe hierzu: Steuerpflicht für Rentner

Bevollmächtigter
Bevollmächtigte können nur natürliche, volljährige Personen sein. Eine Vollmacht muss schriftlich vorgelegt werden.

Beweismittel
Der Rentenversicherungsträger ermittelt den Sachverhalt von Amts wegen. Er bedient sich der Beweismittel, die er nach pflichtgemäßem Ermessen zur Ermittlung des Sachverhaltes für erforderlich hält. Er kann insbesondere Auskünfte jeder Art einholen, Beteiligte anhören, Zeugen und Sachverständige vern...

Bundesgarantie
Reichen die Beiträge zusammen mit den sonstigen Einnahmen (zum Beispiel Bundeszuschuss) nicht aus, um die Ausgaben der Rentenversicherung für die Dauer des nächsten Jahres zu decken (Schwankungsreserve), so sind die erforderlichen zusätzlichen Mittel vom Bund bereitzustellen. Diese Liquiditätshilfe ...

Bundeszuschuss
Die der Rentenversicherung übertragenen versicherungsfremden Leistungen (zum Beispiel Kriegsfolgelasten, beitragsfreie Zeiten, arbeitsmarktbedingte Leistungen, Fremdrentenleistungen und so weiter) werden durch einen Bundeszuschuss finanziert. Der reguläre Bundeszuschuss wurde seit 1.4.98 um einen z...

Datenschutz
Aufgabe des Datenschutzes ist es, die personenbezogenen Daten der Versicherten vor Missbrauch zu schützen. Dafür enthält das Zehnte Sozialgesetzbuch (SGB X) besondere Regelungen.

Durchschnittseinkommen
Das durchschnittliche Bruttoarbeitsentgelt aller Versicherten wird durch Rechtsverordnung der Bundesregierung mit Zustimmung des Bundesrates jährlich unter Berücksichtigung vom statistischen Bundesamt erhobener Daten festgestellt. Für das Jahr 2007 wurde das Durchschnittsentgelt auf 29.951,00 Euro f...

Dynamisierung der Rente
Bei der Dynamisierung wird die Rente an die wirtschaftliche Gesamtentwicklung angepasst. Maßgebend hierfür ist die Entwicklung der Einkommen der Arbeitnehmer.

Einkommensanrechnung
Eine Einkommensanrechnung erfolgt bei Hinterbliebenenrenten, wenn neben dieser Rente weiteres Einkommen bezogen wird. Für die Umrechnung der Bruttoeinkommen in Nettoeinkommen gelten pauschale Prozentsätze. Anzurechnen sind 40 Prozent des den Freibetrag übersteigenden pauschalisierten Nettoeinkommens...

Einstrahlung
Deutsche Regelung, wonach ein Arbeitnehmer, der vorübergehend aus dem Ausland nach Deutschland entsandt wird, nicht der Versicherungspflicht in Deutschland unterliegt.

Einzugsstelle
Die Einzugsstelle für die Beiträge zur Rentenversicherung ist die gesetzliche Krankenkasse, bei der der Arbeitnehmer pflichtversichert ist. Für Beschäftigte, die bei keiner Krankenkasse Mitglied sind, kann der Arbeitgeber eine Krankenkasse wählen.

Entgeltpunkte
Entgeltpunkte sind ein wichtiger Bestandteil der Rentenformel. Die Höhe der Entgeltpunkte ergibt sich unter anderem aus dem Verhältnis des Einkommens des Versicherten mit dem Durchschnittseinkommen aller Versicherten. Tabelle: Beispiel zur Berechnung von Entgeltpunktenindividuelles Entgelt für 2006...

Entgeltvorausbescheinigung
Um dem Antragsteller einen nahtlosen ûbergang von der Beschäftigung zur Altersrente zu ermöglichen, kann der Arbeitgeber für längstens 3 Monate vor Beginn der Rente die voraussichtlichen Bruttoarbeitsverdienste bescheinigen.

Entsendung
Eine Entsendung liegt vor, wenn sich der Arbeitnehmer auf Weisung seines Arbeitgebers vom Inland in das Ausland begibt, um dort eine zeitlich im Voraus befristete Beschäftigung auszuüben.

Entwöhnungsbehandlung
Entwöhnungsbehandlung ist eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation die der Rentenversicherungsträger für Anspruchsberechtigte ambulant oder stationär erbringt, wenn Abhängigkeit, dass heißt Unfähigkeit zur Abstinenz, Verlust der Selbstkontrolle oder periodischem Auftreten beider Symptome v...

Ersatzzeiten
Ersatzzeiten sind Zeiten ohne Beitragsleistung, weil der Versicherte - aus Gründen, die nicht in seiner Person lagen - an der Zahlung von Beiträgen gehindert war, zum Beispiel durch Kriegsgefangenschaft, NS-Verfolgung, Flucht und politische Haft in der DDR. Ersatzzeiten werden bei der Wartezeit und ...

Erstattungsanspruch
Entfällt aufgrund der nachträglichen Bewilligung einer Rente der Anspruch auf eine andere Sozialleistung (zum Beispiel Krankengeld, Arbeitslosengeld oder -hilfe, Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung) für die Vergangenheit ganz oder teilweise, kann sich für den anderen Sozialleistungsträger ...

Ertragsanteil
Der Ertragsanteil ist der der steuerpflichtige Teil einer Rente. Bis zum 31.12.2004 wurden Renten nicht mit ihrem Zahlbetrag, sondern nur mit dem so genannten Ertragsanteil versteuert. Damit ist nur ein fiktiver Ertrag des eingezahlten Kapitals (also der Rentenversicherungsbeiträge) steuerpflichtig....

Erwerbsminderung
Voll erwerbsgemindert ist derjenige, der weniger als drei Stunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein kann. Teilweise erwerbsgemindert ist, wer zwischen drei und weniger als sechs Stunden arbeiten kann. Bei voller Erwerbsminderung kann ein Anspruch auf die volle, bei teilweiser Erwerbsmin...

Erwerbsunfähigkeit
Erwerbsunfähig ist der Versicherte, der wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit nicht in der Lage ist, eine Erwerbstätigkeit regelmäßig auszuüben oder daraus ein Arbeitsentgelt/Arbeitseinkommen zu erzielen, das 350 Euro übersteigt. Seit dem 1.1.2001 können keine neuen Ansprüche auf Ren...

Erziehungsrente
Ein Anspruch auf Erziehungsrente kann entstehen, wenn der geschiedene Ehegatte verstorben ist, kein Anspruch auf Witwen- oder Witwerrente besteht, weil die Ehe nach dem 30.06.1977 aufgelöst wurde und ein eigenes Kind oder ein Kind des Verstorbenen erzogen wird. Siehe hierzu: Erziehungsrente

Familienheimfahrten
Ist die beziehungsweise der Versicherte wegen der Durchführung einer Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben außerhalb der Wohnung untergebracht, können Reisekosten im Allgemeinen für 2 Familienheimfahrten im Monat übernommen werden. Bei Teilnahme an einer stationären Leistung zur medizinischen Rehabi...

Freibetrag bei Einkommensanrechnung
Der Freibetrag richtet sich nach dem aktuellen Rentenwert. Für Witwen-, Witwer- und Erziehungsrenten ist er das 26,4fache dieser Werte. Freibetrag für Witwen-, Witwer-, und Erziehungsrenten ab 01.07.2005monatlichalte Bundesländerneue Bundesländerab 01.07.2005689,83 Euro606,41 Euro Der Freibetrag...

Freiwillige Beiträge
Freiwillige Beiträge können entweder im Wege des Kontoabbuchungsverfahrens oder mit Dauerauftrag beziehungsweise Einzelüberweisung gezahlt werden. Die wirksame Entrichtung ist jeweils bis zum 31. März des Folgejahres für das vorangegangene Jahr möglich. Siehe auch: Freiwillige Versicherung

Freiwillige Versicherung
Eine freiwillige Versicherung kann nur auf Antrag erfolgen. Berechtigt sind alle Deutschen im In- und Ausland, sowie in der Bundesrepublik Deutschland lebende Ausländer, sofern sie das 16. Lebensjahr vollendet haben und nicht bereits pflichtversichert sind. Jeder volle Euro-Betrag zwischen dem Mind...

Freiwillige Zusatzrentenversicherung
Die Freiwillige Zusatzrentenversicherung (FZR) wurde in der ehemaligen DDR zum 1.3.1971 eingeführt und bestand bis 30.06.1990. In dieser Zeit bestand die Möglichkeit, das 600,00 Mark monatlich übersteigende Einkommen durch Beitragszahlung zur FZR zu versichern. Soweit Beiträge zur FZR gezahlt wurden...

Fremdrenten
Mit dem Begriff 'Fremdrenten' werden Leistungen nach dem Fremdrentengesetz (FRG) bezeichnet. Dieses Gesetz ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen die Berücksichtigung ausländischer ('fremder') Zeiten in der deutschen Rentenversicherung. Für wen das gilt und wie die fremden Zeiten berücksichtigt...

Gebärdensprache
Hörbehinderte Menschen haben das Recht, sich zur Verständigung in der Amtssprache der Gebärdensprache zu bedienen. Im Verwaltungsverfahren ist die Amtssprache deutsch. Ist hierzu der Einsatz eines Gebärdensprachdolmetschers oder eines entsprechend ausgebildeten Mitarbeiters der Sozialverwaltung erfo...

Gemeinschaftsrecht
Koordinierende Regelungen, die innerhalb der Mitgliedstaaten gelten. Das sind im Bereich der sozialen Sicherheit die Verordnungen (EWG) Nr. 1408/71 und Nr. 574/72. Diese sind anzuwenden auf: Staatsangehörige eines Mitgliedstaates Staatenlose und Flüchtlinge, die im Gebiet eines Mitgliedstaates wohn...

Generationenvertrag
Keiner hat ihn eigenhändig unterzeichnet und dennoch gilt er für uns alle: der Generationenvertrag. Die Jüngeren zahlen ihre Beiträge in die Rentenversicherung ein, wovon die Renten der heute Älteren ausbezahlt werden. So stützt und unterstützt die Generation, die im Berufsleben steht, die Generati...

Geringfügige Beschäftigung / Geringfügig entlohnte Beschäftigungen
Eine Beschäftigung ist geringfügig, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung regelmäßig im Monat 400 Euro nicht übersteigt. Eine Zeitgrenze (bisher: weniger als 15 Stunden in der Woche) gibt es nicht mehr. Bei der Zusammenrechnung mehrerer geringfügig entlohnter Beschäftigungen bleiben die...

Gesamtleistungsbewertung
Die Zuordnung von Entgeltpunkten für beitragsfreie Zeiten und beitragsgeminderte Zeiten erfolgt im Rahmen der so genannten Gesamtleistungsbewertung. Entscheidend für die Höhe des Gesamtleistungswertes ist die Höhe aller geleisteten Beiträge und deren Dichte. Die vorstehend genannten Zeiten erhalten...

Gesamtsozialversicherungsbeitrag
Der Gesamtsozialversicherungsbeitrag ist der Betrag, den der Arbeitgeber vom Entgelt eines Versicherten für die Sozialversicherung einbehält. Er setzt sich aus den Beiträgen für die Kranken-, Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung zusammen.

Gewöhnlicher Aufenthalt
Ein gewöhnlicher Aufenthalt liegt vor, wenn die Umstände erkennen lassen, dass die Person an diesem Ort oder in diesem Gebiet nicht nur vorübergehend verweilt; sich dort also dauerhaft aufhält beziehungsweise aufhalten wird. Oft ist dies auch der örtliche Schwerpunkt der Lebensverhältnisse, der so ...

Glaubhaftmachung
Wenn keine Nachweise vorhanden sind, können bestimmte Tatsachen (zum Beispiel Beitragszeiten) glaubhaft gemacht werden. Das Vorliegen der Tatsache muss überwiegend wahrscheinlich sein. Hierzu können Zeugenaussagen oder eine eidesstattliche Versicherung vorgelegt werden. Dabei werden strenge Maßstäbe...

Grundbewertung
Bei der Grundbewertung ist die Summe der Entgeltpunkte aus allen Beitragszeiten und Berücksichtigungszeiten durch die Anzahl der belegungsfähigen Kalendermonate im Gesamtzeitraum zu teilen. Der belegungsfähige Gesamtzeitraum umfasst in der Regel die Zeit vom 17. Lebensjahr bis zum Kalendermonat vor...

Grundsicherung
Die bedarfsorientierte Grundsicherung soll den grundlegenden Bedarf für den Lebensunterhalt von Personen, die wegen Alters oder auf Grund voller Erwerbsminderung endgültig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind und deren Einkünfte nicht für den notwendigen Lebensunterhalt ausreichen, sicher stellen...

Ich-AG
(Existenzgründungszuschuss) Um Arbeitslosen den Weg in die Selbständigkeit zu erleichtern, wurde ab 1.1.2003 ein Existenzgründerzuschuss zur Unterstützung der so genannten 'Ich - AG' eingeführt. Diese Regelung war bis Ende 2005 befristet. Die Förderung richtete sich an vormalige B...

Intelligenzrente
siehe Zusatzversorgung

Invalidenversicherung
Invalidenversicherung ist die historische Bezeichnung für die Arbeiterrentenversicherung. Bei ihrer Einführung (durch Bismarck) ging es vorrangig um Leistungen bei Invalidität zum Beispiel die 'Invalidenrente'.

Kapitaldeckungsverfahren
Beim Kapitaldeckungsverfahren werden die eingehenden Beitragszahlungen von Versicherten für eine private - oder betriebliche Altersvorsorge zu einem individuellen Vermögensbestand angespart. Dieses Vermögen wird angelegt und im Alter mit Erträgen wieder an den Versicherten ausgezahlt.

Kinderbetreuungskosten
Kinderbetreuungskosten sind Kosten, die vom Rentenversicherungsträger anstelle einer Haushaltshilfe für Kinder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr übernommen werden können, soweit diese Kosten unvermeidbar wegen der Teilnahme an einer Rehabilitationsleistung entstehen.

Kindererziehungsleistung
Mütter (nicht Väter), die vor 1921 geboren sind, erhielten in den alten Bundesländern nach Altersklassen gestuft ab 1.10.87 für im Inland geborene Kinder eine Kindererziehungsleistung. Ab 1.10.90 steht diese Kindererziehungsleistung allen vor 1921 geborenen Müttern zu. Für die neuen Bundesländer gel...

Kindererziehungszeiten
Kindererziehungszeiten sind Pflichtbeitragszeiten, für die die Beiträge als gezahlt gelten oder seit dem 1.6.99 vom Bund an die Rentenversicherung tatsächlich gezahlt werden. Für Geburten ab 1.1.92 werden der oder dem Erziehenden die ersten 3 Jahre nach der Geburt des Kindes als Erziehungszeit anger...

Kinderrehabilitation
Die Kinderrehabilitation wird gleichrangig von der Rentenversicherung und der Krankenversicherung erbracht. Zuständig ist der Träger, bei dem der Antrag gestellt wird. Sie dauert im Regelfall vier Wochen. Für Kinder mit Krebserkrankungen sind Rehabilitationsleistungen im Rahmen von Leistungen zur on...

Klage
Haben Sie nach Abschluss des Widerspruchsverfahrens einen Widerspruchsbescheid erhalten, können Sie diesen mit der Klage anfechten. Mit der Klage wird ein Verfahren vor dem Sozialgericht eingeleitet. Dieses Verfahren ist für Sie als Versicherte beziehungsweise Versicherter oder Rentnerin beziehungsw...

Kontenklärung
Im Kontenklärungsverfahren klärt der Rentenversicherungsträger das gesamte Versicherungskonto. Hierbei kann es erforderlich sein, eventuelle Lücken in den Versicherungsbiografien zu schließen. Denn nicht alle Zeiten werden oder wurden maschinell übermittelt. Zum Beispiel müssen Zeiten der Schulausbi...

Kraftfahrzeughilfe
Menschen die wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung für die Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsplatz oder Ausbildungsort auf die Benutzung eines eigenen Kraftfahrzeuges angewiesen sind, können einkommensabhängig eine Förderung zur Beschaffung eines Fahrzeuges, zur Erlangung einer Fahrerlaubnis oder...

Krankenversicherung der Rentner
(KVdR) In der KVdR wird pflichtversichert, wer eine Rente der gesetzlichen Rentenversicherung (Renten wegen Alters, verminderter Erwerbsfähigkeit oder Todes) beantragt, einen Rentenanspruch hat und die so genannte Vorversicherungszeit erfüllt. Diese ist erfüllt, wenn seit der Aufn...

Kur
Der Begriff der Kur wird irrtümlich für stationäre medizinische Leistungen zur Rehabilitation verwandt, obwohl hier nicht die Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit, sondern die Gesundheit im Vordergrund steht.

Leistungen zur Teilhabe
Leistungen zur Teilhabe sind die vom Rentenversicherungsträger zu erbringenden Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Sie haben Vorrang vor den Rentenleistungen. Darüber hinaus können sonstige Leistungen zur Teilhabe erbracht werden. Siehe hierzu: R...

Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben
Sie umfasst insbesondere Hilfen zur Erhaltung oder Erlangung eines Arbeitsplatzes, Anpassung und Erweiterung beruflicher Kenntnisse, Ausbildung und Weiterbildung sowie Leistungen an Arbeitgeber oder in Werkstätten für behinderte Menschen. Siehe hierzu: Reha-Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Liquidität
Liquidität ist die Fähigkeit eines Unternehmens, mit vorhandenen Vermögensbestandteilen allen Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachkommen zu können