Kopie von `Deutsche Bank - Bank- & Börsenlexikon`

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Deutsche Bank - Bank- & Börsenlexikon
Kategorie: Wirtschaft und Finanzen
Datum & Land: 04/01/2009, DE
Wörter: 760


Abbuchungsauftrag
Schriftlicher, jederzeit widerruflicher Auftrag eines Zahlungspflichtigen an seine Bank, von einem bestimmten Zahlungsempfänger (Gläubiger) künftig alle Lastschriften im Rahmen einer vorhandenen Deckung einzulösen; neben der Einzugsermächtigung ist der Abbuchungsauftrag die weniger gebräuchliche Variante des Lastsch...

ABS
Siehe Asset Backed Securities. English: ABS

Abzinsungspapier
Wertpapier, dessen Erwerbspreis sich durch Abzinsung des später zurück zu zahlenden Nominalbetrags auf den Kaufzeitpunkt ergibt. Erst am Ende der Laufzeit werden die Zinsen (und Zinseszinsen) zusammen mit der Tilgung ausgezahlt. Typische Abzinsungspapiere sind Zerobonds, Finanzierungsschätze und unverzinsliche Schatzanweisungen. G...

Accelerated Bookbuilding
Eine Sonderform des Bookbuilding. Es ist üblicherweise als Privatplatzierung ohne Veröffentlichung eines Verkaufsprospekts ausgestaltet. Die Platzierung ist auf die Ansprache Institutioneller beschränkt. Die Zeichnungsfrist läuft nur wenige Tage, um zwar die Investoren für Zeichnungen ansprechen zu können, andererse...

Act./360
Zinsberechnungsmethode, bei der die Zinsen taggenau berechnet werden, wobei ein Jahr mit 360 Tagen berücksichtigt wird. Diese Methode wird in der Regel im Geldmarkt und bei den Geldmarktoperationen des ESZB berücksichtigt. English: Act./360

Act./Act.
Zinsberechnungsmethode, bei der die Zinsen taggenau berechnet werden. Dabei wird die tatsächliche Anzahl von Tagen eines Jahres berücksichtigt. Dieses Verfahren wird üblicherweise im Rentenmarkt in der Euro-Zone und den USA verwendet. English: Act./Act.

Ad-hoc Publizität
Lt. § 15 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) müssen Emittenten von Finanzinstrumenten, die zum Handel im Amtlichen oder im Geregelten Markt (nicht jedoch im Freiverkehr) zugelassen sind, die sie unmittelbar betreffenden kursrelevanten Informationen unverzüglich veröffentlichen. Die Pflicht zur Ad-hoc-Publizität soll dem Missb...

ADR
Siehe American Depositary Receipt. English: ADR

Adresse
Börsenausdruck für Geldnehmer oder Emittenten. Eine 'erste Adresse' wird bezüglich ihrer Bonität erstklassig eingestuft und erhält im Allgemeinen am Geld- oder Kapitalmarkt günstigere Konditionen als weniger gute Adressen. English: Address

Adressenausfallrisiko
Siehe Kreditrisiko. English: Borrower risk

AG
Siehe Aktiengesellschaft. English: AG

AGB
Siehe Allgemeine Geschäftsbedingungen. English: AGB

Agio
Auch als Aufgeld bezeichnet. Unter einem Agio versteht man den Betrag, um den der Ausgabepreis bei der Neuausgabe von Wertpapieren deren Nennbetrag überschreitet. Um zum Beispiel ein Wertpapier mit einem Nennwert von 1.000 Euro und einem Agio von 3% kaufen zu können, müssen 1.030 Euro, also 103% des Nennwertes bezahlt werden. Auch...

AIBD
Abkürzung für Association of International Bond Dealers, jetzt ICMA. English: AIBD

Akkreditiv
Auch Dokumentenakkreditiv genannt. Vertragliche Verpflichtung eines Kreditinstitutes, im Auftrag, für Rechnung und nach Weisungen eines Kunden gegen Übergabe bestimmter Dokumente und bei Erfüllung bestimmter Bedingungen eine bestimmte Geldzahlung oder eine andere finanzielle Leistung zu erbringen. Rechtliche Grundlage für das...

Aktie
Die Aktie ist ein Wertpapier, das ein Anteilsrecht an einem Unternehmen verbrieft. Aktien werden von Aktiengesellschaften (AGs) oder Kommanditgesellschaften auf Aktien (KGaAs) begeben (emittiert). Der äußeren Form nach besteht eine Aktie aus einem Mantel und einem Dividendenscheinbogen mit Erneuerungsschein. Der Inhaber bzw. Eigent&uu...

Aktienanleihe
Anleihe, deren Rückzahlung an die Kursentwicklung einer Aktie gekoppelt ist. Entweder wird die Anleihe am Ende der Laufzeit zu 100% zurückgezahlt oder der Anleger erhält die im Verkaufsprospekt genannten Aktien. Als 'Prämie' für das Risiko der Aktienlieferung erhält der Anleger eine im Vergleich zu einer normalen An...

Aktiengesellschaft
Kurzform: AG. Die Aktiengesellschaft ist eine rechtliche Unternehmensform, bei der die Aktienbesitzer ihre Anteile an der Gesellschaft in Form von Aktien halten. Die Aktionäre haften lediglich bis zur Höhe ihrer Beteiligung, nicht aber mit dem übrigen Vermögen. Die Organe der Aktiengesellschaft sind der Vorstand, der Aufsicht...

Aktienindex
Ein Aktienindex ist eine Kennzahl für die Entwicklung der Aktienkurse in einem bestimmten Marktsegment des Aktienmarkts. Er soll die Entwicklung auf diesem Teilmarkt des weltweiten Finanzgeschehens repräsentativ dokumentieren. Diesbezüglich lassen sich Aktienindizes nach All-Share-Indizes, Auswahlindizes oder Branchenindizes unter...

Aktiensplit
Teilung einer Aktie. Bei einem Aktiensplit von beispielsweise 1:5 erhält ein Aktionär für eine Aktie fünf neue Aktien ohne eine Gegenleistung erbringen zu müssen. Der Anteil einer Aktie am Grundkapital vermindert sich allerdings entsprechend dem Split-Verhältnis. Bei Nennwertaktien wird der Nennwert je Aktie entspre...

Aktionär
Der Inhaber von Aktien wird als Aktionär bezeichnet. Er besitzt bestimmte Mitgliedschaftsrechte, die im Aktiengesetz im Einzelnen geregelt sind. Zu seinen Rechten zählen das Recht zur Teilnahme an der Hauptversammlung (HV), das Stimmrecht, bestimmte Auskunftsrechte, das Bezugsrecht junger Aktien sowie das Recht an Beteiligung am Liquid...

Aktiva
Aktiva sind alle Vermögenswerte eines Unternehmens, die in der Bilanz den Verpflichtungen (Passiva) gegenübergestellt werden. Die Aktiva geben Auskunft über die Mittelverwendung des im Unternehmen investierten Kapitals. English: Assets

Aktivgeschäfte
Bankgeschäfte, die die Aktivseite der Bankbilanz betreffen, insbesondere Forderungen an Banken und an Kunden (z.B. Kredite). English: Assets-side business

Akzept
Der Begriff Akzept wird in der Praxis in doppeltem Sinne gebraucht: (1) Gezogener Wechsel, der vom Bezogenen (dem Hauptschuldner) akzeptiert, das heißt angenommen worden ist. Dadurch tritt zu der Zahlungsanweisung eine Zahlungsverpflichtung des Bezogenen. Einen noch nicht akzeptierten, gezogenen Wechsel bezeichnet man als Tratte. Man unter...

Allfinanz
Allfinanz bezeichnet das Zusammenwachsen von traditionell getrennten Branchen wie Kreditinstituten, Versicherungsgesellschaften und anderer Finanzdienstleister wie auch das Ergebnis dieses Prozesses. English: Bancassurance

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Schriftlich vorformulierte Vertragsbedingungen, die die wichtigsten Teile der Geschäftsbeziehungen zwischen der Bank und ihren Kunden regeln. Bei Geschäftsaufnahme mit einem Kunden wird dieser ausdrücklich auf die Geltung der AGBs hingewiesen. Die AGB führen zu einer Vereinfachung des Geschäftsverkehrs, da auf diese Weis...

Altersvorsorge-Sondervermögen
Diese Fonds sind gesetzlich geregelt und unterliegen besonderen Anlagevorschriften zum Zweck der privaten Altersvorsorge. Sie bieten ein ausgewogenes Portfolio, da sie den Vorteil der Aktienanlage mit der Anlage in Rentenpapieren und auch Immobilienfonds-Anteilen kombinieren. Für Altersvorsorge-Sondervermögen gelten besondere Bedingung...

Am Geld
Englisch: At-the-money. Der Ausübungspreis einer Option oder eines Optionsscheins liegt nahe dem aktuellen Kassapreis des Basiswerts. Der innere Wert dieser Option oder dieses Optionsscheins ist also nahe Null. English: At-the-money

American Depositary Receipt (ADR)
Von US-amerikanischen Banken ausgestellte handelbare Aktienzertifikate über bei ihnen hinterlegte nicht-amerikanische Aktien. Ein ADR kann sich auf eine oder mehrere Aktien oder auch nur auf einen Aktienbruchteil beziehen. ADR werden an Börsen stellvertretend für die Original-Aktie gehandelt und sind in Dollar notiert. Sie dienen ...

American Stock Exchange (AMEX, ASE)
Neben der NYSE und der NASDAQ ist die AMEX die wichtigste Aktienbörse in den USA. Sie hat ihren Sitz in New York. English: American Stock Exchange (AMEX, ASE)

Amerikanische Option (American Style)
Kauf- oder Verkaufsoption (Option), die jederzeit während ihrer Laufzeit ausgeübt werden kann. Gegensatz: Europäische Option (European Style). English: American-style option

AMEX
Siehe American Stock Exchange. English: AMEX

Amtlicher Markt
Der Amtliche Markt ist das umsatzstärkste Wertpapierhandelssegment an deutschen Kassabörsen und ist im Vergleich zu dem Geregelten Markt oder dem Freiverkehr ein Marktsegment für Wertpapiere mit besonders strengen Zulassungsvoraussetzungen und Folgepflichten. An der Frankfurter Wertpapierbörse ist der Amtliche Markt unterteil...

Anleihe
Synonym für Schuldverschreibungen, Pfandbriefe, Obligationen, Renten, Bonds. Anleihen verbriefen das Recht auf Rückzahlung des Nennwerts zuzüglich einer Verzinsung. Den Ausstellern (Emittenten) dienen Anleihen der Kreditaufnahme am Kapitalmarkt. Die durch eine Anleihe verbrieften Rechte sind gesetzlich festgeschrieben, werden jedo...

Anleihebedingungen
Bedingungen, zu denen eine Anleihe begeben wird; insbesondere Zinssatz, Laufzeit, Tilgung, Gesamtbetrag, Stückelung. English: Bond conditions

Annuität
Summe der jährlich auf ein Darlehen zu zahlenden Zins- und Tilgungsraten. Bei der Annuitätentilgung ist dieser Betrag über die gesamte Laufzeit des Darlehens konstant, wobei der Tilgungsanteil jährlich um die ersparten Zinsen wächst. English: Annuity

Arbeitnehmer-Sparzulage
In Deutschland wird die Vermögensbildung der Arbeitnehmer durch eine Arbeitnehmer-Sparzulage gefördert. Sie ist eine staatliche Subvention für Geldleistungen, die der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer anlegt (vermögenswirksame Leistung). English: Employee savings allowance

Arbitrage
Geschäft zur risikolosen Ausnutzung von Preis-, Kurs- oder Zinsunterschieden zum gleichen Zeitpunkt an verschiedenen Handelsplätzen durch Kauf in Märkten mit niedrigem und Verkauf in Märkten mit hohem Kurs. Je nach Art des Handelsobjekts wird unterschieden nach Devisen-, Sorten-, Wertpapier-, Wechsel-, Edelmetall- und Warenar...

Arrangeur (Arranger)
Konsortialführer (Konsortium) bei Kreditsyndizierungen und Emissionen. Der Arrangeur ist für die Dokumentation und den Platzierungsmechanismus verantwortlich. Er ist dem Lead-Manager einer internationalen Anleihe vergleichbar. English: Arranger

ASE
Siehe American Stock Exchange. English: ASE

Asiatische Option
Option, deren Basispreis nicht von vornherein festgelegt wird, sondern sich z.B. aus dem Durchschnitt der Marktpreise des Underlyings über eine bestimmte Periode bestimmt. English: Asian option

Ask
Preis, zu dem ein Marktteilnehmer bereit ist, ein Wertpapier zu verkaufen. Siehe: Briefkurs. Gegenteil: Bid, Geldkurs. English: Ask

Asset Backed Securities (ABS)
Deutsch: Forderungsbesichertes Wertpapier. Kurzbezeichnung: ABS. Jede Transaktion forderungsbesicherter Wertpapiere beruht grundsätzlich auf einer Dreiecksbeziehung zwischen einem Forderungsverkäufer (Originator), einer Zweckgesellschaft (special purpose vehicle, SPV) und dem Investor. Tritt eine Bank als Verkäufer ihrer eigenen K...

Assets
Englische Bezeichnung für Vermögenswerte (Aktiva), Gegenteil: Passiva (Verbindlichkeiten) English: Assets

At-the-money
Siehe Am Geld. English: At-the-money

Aufgeld
Siehe Agio. English: Premium

Auflassungsvormerkung
Vormerkung zur Sicherung des Anspruchs auf Eigentumsumschreibung im Grundbuch. Sie gründet sich auf § 883 BGB und wird in der Regel in Grundstückskaufverträgen zugunsten des jeweiligen Käufers vereinbart. Falls andere Verfügungen nach Eintragung einer Vormerkung getroffen werden, so sind sie dem Vormerkungsberechtig...

Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat ist typischerweise eines von drei Organen einer Aktiengesellschaft. Die beiden anderen Organe sind der Vorstand und die Hauptversammlung. Ein Aufsichtsrat kann auch bei einer GmbH eingerichtet werden. Dann gelten die Vorschriften des Aktiengesetzes entsprechend. Aufgabe des Aufsichtsrats ist es, die Geschäftsführung †“ ...

Auftrag gültig bis auf Widerruf
Wertpapierorders mit diesem Zusatz verbleiben solange im System, bis sie entweder ausgeführt oder annulliert werden. English: Good-till-cancelled order

Aufzinsungspapier
Wertpapier, das zum Nennwert emittiert wird, das aber nicht laufend verzinst wird, sondern dessen Rückzahlungsbetrag neben dem Kapitalbetrag auch Zinsen und Zinseszinsen enthält. Die Rückzahlung erfolgt meist nach einer fest vereinbarten Laufzeit. Die Höhe des Zinssatzes wird zum Emissionszeitpunkt festgelegt. Der Bundesschat...

Aus dem Geld
Optionsscheine ohne inneren Wert. Bei Kaufoptionsscheinen liegt der aktuelle Kurswert des Basiswerts unter dem Basispreis. Bei Verkaufsoptionsscheinen liegt der Basispreis unter dem aktuellen Kurswert des Basisinstruments. English: Out of the money

Ausgabeaufschlag
Beim Kauf von Investmentanteilen wird i.d.R. ein Ausgabeaufschlag zur Deckung der Vertriebskosten erhoben. Dieser Ausgabeaufschlag wird in Prozent des Rücknahmepreises ausgedrückt. Der Rücknahmepreis erhöht um den Ausgabeaufschlag ergibt den Ausgabepreis. English: Front load

Ausgabepreis
Preis, zu dem Investmentgesellschaften in Deutschland ihre Investmentanteilscheine verkaufen. Der Ausgabepreis ergibt sich aus dem Rücknahmepreis (Anteilpreis) zuzüglich eines Ausgabeaufschlags. English: Issue price

Auskunftsrecht
Anspruch eines jeden Aktionärs auf Auskünfte durch die Verwaltung der Aktiengesellschaft, an der er beteiligt ist. Der Auskunftsort ist die jährliche Hauptversammlung. Der Vorstand der Aktiengesellschaft ist lt. Aktiengesetz auskunftspflichtig über den wirtschaftlichen, finanziellen oder personellen Sachstand, soweit die Ausk...

Auslandsanleihe
Werden am Kapitalmarkt eines bestimmten Emissionslandes von einem dort nicht ansässigen Unternehmen emittiert. Auslandsanleihen lauten auf die Währung dieses Landes und werden im Wesentlichen dort platziert, gehandelt und börsennotiert. English: Foreign bond issue

Auslosung
Form der Rückzahlung, Tilgung von Anleihen. Bei der Auslosung gibt es keinen einmaligen festen Rückzahlungstermin, sondern der Schuldner tilgt regelmäßig in Teilquoten, zumeist nach Ablauf mehrerer rückzahlungsfreier Jahre, jedoch noch innerhalb der Laufzeit. Die einzulösenden Nummern werden wie bei der Lotterie du...

Ausschüttung
Sammelbezeichnung für Zahlungen wie Dividende, Bonus, Berichtigungsaktien, Gratisaktien u.ä., die an die Anteilseigner einer Unternehmung ausgeschüttet werden. I.w.S. können auch Zinsen zu den Ausschüttungen gezählt werden. English: Distribution

Außerbörslicher Wertpapierhandel
Direkter Abschluss eines Wertpapiergeschäfts zwischen zwei Parteien ohne Einschaltung einer Börse. Siehe: Over the Counter (OTC). Gründe dafür können die Geschäftszeiten der Börse sein (vor- bzw. nachbörslicher Handel) oder die fehlende Zulassung oder Einbeziehung der Wertpapiere zum Handel in einem amtlic...

Ausübungsfrist
Zeitraum, während dessen eine Option ausgeübt werden kann (nur American Style). Mit Ablauf der Frist erlischt das Optionsrecht, und die Option verfällt. English: Exercise period

Ausübungstag
Tag, an dem der Inhaber einer Option sein Optionsrecht ausübt; bei European-Style-Optionen kann dies immer nur der Verfallstag der Option am Ende der Laufzeit sein. Bei American-Style-Optionen kann der Ausübungstag innerhalb der gesamten Laufzeit vom Optionsinhaber gewählt werden. English: Exercise day

Automatische Ausübung
Automatische Feststellung und Weiterleitung eines eventuellen positiven inneren Wertes an den Inhaber des Optionsscheins am Ausübungstag (American Style) bzw. am letzten Tag der Ausübungsfrist (European Style). Die automatische Ausübung erfolgt nur, falls sie in den Optionsbedingungen festgelegt ist. English: Automatic exercise

Baisse
Synonym: Bärenmarkt. Bezeichnung für ausgeprägte Kursrückgänge an den Börsen. Das Gegenteil der Baisse ist die Hausse (Bullenmarkt). English: Baisse

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (englisch: Bank for International Settlements BIS) ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Basel/Schweiz. Sie ist im vollständigen Besitz von 55 nationalstaatlichen Noten- bzw. Zentralbanken. Ihre Aufgaben bestehen in der Verwaltung von Teilen der internationalen Währungsreserven und ...

Bankakzept
Bankakzepte sind Wechsel, die auf eine Bank gezogen werden. Durch das Akzept der Bank erhält der Aussteller des Wechsels einen Akzeptkredit. Die Bank haftet dann für die Einlösung des Wechsels. Die akzeptierende Bank bedingt sich aber gewöhnlich aus, dass der Wechsel bei ihr diskontiert wird, damit sie den Diskont selbst verd...

Bankbürgschaft
Bürgschaft, die von einer Bank übernommen wird. English: Bank guarantee (German: Bankbürgschaft)

Bankenaufsicht
Meist staatliche Aufsicht über Kreditinstitute mit dem Ziel, die Funktionsfähigkeit des Finanzsektors einer Volkswirtschaft sicherzustellen, Missständen im Kreditwesen entgegenzuwirken und Verluste der Institutsgläubiger zu verhindern. In Deutschland wird die Bankenaufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistun...

Bankgarantie
Garantie, die von einer Bank übernommen wird. English: Bank guarantee (German: Bankgarantie)

Bankgeheimnis
Die vertraglich übernommene Verpflichtung der Bank zur Verschwiegenheit über alle kundenbezogenen Tatsachen und Wertungen. Das Bankgeheimnis wird durch gesetzliche Vorschriften, die eine Auskunftspflicht begründen und durch den Kunden selbst, der die Bank zur Auskunft berechtigt, begrenzt. Insbesondere besteht eine unbeschrän...

Bankkundenkarte
Servicekarte der Bank für den Kunden zur Nutzung des Kontoauszugsdruckers und in Verbindung mit der persönlichen Geheimzahl zur Nutzung von Geldautomaten und Electronic Cash-Kassen im Handel zur bargeldlosen Zahlung. Gegebenenfalls können auch weitere Selbstbedienungseinrichtungen der Bank mit der Bankkundenkarte genutzt werden. E...

Bankleitzahl
Die Bankleitzahl ist eine Ziffer, die im Bereich des Zahlungsverkehrs die Adresse einer Bank angibt. Durch den Einsatz der elektronischen Datenverarbeitung (z.B. durch optisch-maschinelle Belegsortierung, Magnetbandaustausch und Datenfernübertragung) soll sie eine einwandfreie, schnelle und vollautomatische Weiterleitung von Zahlungen erm&o...

Banknoten
Papiergeld, das von Notenbanken, in Deutschland und den weiteren Mitgliedsländern der Europäischen Währungsunion von der Europäischen Zentralbank (EZB), herausgegeben wird und auf einen runden Betrag an Währungseinheiten lautet. Die Banknote ist ein Zahlungsmittel und kein Wertpapier. Nach dem Währungsrecht besteht ...

Bankprovision
Banken erhalten für ihre Dienstleistungen Vergütungen (Provisionen), u. a. für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Die Provisionssätze sind unterschiedlich. English: Bank commission

Barausgleich
Siehe Cash-Settlement. English: Cash settlement

Bargeld
Bargeld kann man in Form von Münzgeld oder Banknoten buchstäblich in der Hand halten. Gegensatz: Buchgeld. English: Cash

Bargeldloser Zahlungsverkehr
Summe der Zahlungsvorgänge eines Wirtschaftsgebietes, die bargeldlos, das heißt unbar ausgeführt werden. Es wird dabei über Buchgeld auf Bankkonten unter anderem durch Kreditkarte, Scheck, Überweisung, Lastschrift und Wechsel verfügt. Eine Methode des bargeldlosen Zahlungsverkehrs stellt der sogenannte elektronisch...

Barscheck
Scheck, der - anders als ein Verrechnungsscheck - von dem auf dem Scheck angegebenen bezogenen Kreditinstitut, bei dem der Aussteller sein Konto hat, an den Scheckinhaber in bar ausgezahlt wird. English: Open cheque

Barwert
Heutiger (augenblicklicher) Wert einer oder mehrerer in der Zukunft anfallender positiver oder negativer Zahlungen. Der Barwert eines zukünftigen Zahlungsstroms wird rechnerisch durch Abzinsung ermittelt. Der Barwert ermöglicht den Vergleich von Investments mit unterschiedlicher Zahlungsreihe aber gleicher Laufzeit. English: Present va...

Basiskurs
Siehe Basispreis. English: Exercise price

Basispreis
Der Basispreis gibt den Kurs an, zu dem der Basiswert (Underlying) am Ende der Laufzeit (europäische Option) oder zu jedem Zeitpunkt während der Laufzeit (amerikanische Option) bezogen werden kann. Der Basispreis wird auch als Bezugspreis, Ausübungspreis oder Strike-Preis bezeichnet. English: Strike price

Basispunkt (Basis Point)
Allgemeine Bezeichnung für ein Hundertstel eines Prozents (1 BP = 0,01%). Findet Verwendung bei der Bezeichnung von Unterschieden in Renditen, Preisen, Kursen und dergleichen. Eine Zins- oder Renditedifferenz von 52 Basispunkten würde daher eine Differenz von 0,52 Prozentpunkten bedeuten. English: Basis point

Basiswert
Basiswert nennt man bei Termingeschäften, wie z.B. Optionen, Optionsscheinen oder Futures, den dem Termingeschäft zugrunde liegenden Vermögensgegenstand (z.B. Aktie, Anleihe, Index oder Währung). Andere Bezeichnungen: Bezugswert, Underlying. English: Underlying (asset)

Basket
Ein Basket ist ein Korb von zusammengestellten Aktien oder anderen Anlageprodukten. Die Zusammenstellung ist oft nach Branchen oder Länder geordnet. English: Basket

Bausparkasse
Kreditinstitut, dessen Geschäftsbetrieb gemäß dem Gesetz über Bausparkassen darauf gerichtet ist, Einlagen von Bausparern entgegenzunehmen. Aus den angesammelten Beträgen der Bausparer werden diesen für wohnungswirtschaftliche Maßnahmen Gelddarlehen gewährt. Bausparkassen sind nach § 1 Kreditwesenge...

Bear-Spread
Kombination aus dem Kauf einer Verkaufsoption mit einem höheren und dem Verkauf einer Verkaufsoption mit einem niedrigeren Basispreis oder aus dem Kauf einer Kaufoption mit höherem und dem Verkauf einer Kaufoption mit niedrigerem Basispreis. Die kombinierten Optionen müssen identisch in Bezug auf Basiswert und Laufzeit sein. Diese...

Bedienung
Ausdruck für die termingerechte Zahlung einer Zins- oder Kapitalschuld bei festverzinslichen Wertpapieren. Unter die Bedienung fällt auch die Tilgung (Rückzahlung). Die Zinszahlungen erfolgen meist jährlich, manchmal halbjährlich oder am Ende der Laufzeit in einer Summe. English: Service

Belegloser Datenträgeraustausch (DTA)
Zur Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs werden im beleglosen DTA-Verfahren anstelle von Belegen (Überweisungen, Lastschriften, Schecks) zwischen den Kreditinstituten bzw. zwischen den Kreditinstituten und ihren Kunden DTA-Dateien auf physischen Datenträgern oder per Datenfernübertragung (DFÜ) ausgetauscht. Die Zahlun...

Belegloser Scheckeinzug (BSE)
Im Rahmen des BSE-Verfahrens werden die betreffenden Schecks nicht mehr beleghaft dem auf ihnen angegebenen bezogenen Kreditinstitut zur Zahlung vorgelegt. Hierbei handelt es sich um in Euro ausgestellte Inhaber- oder Orderschecks bis zu 5.999,99 Euro, die auf ein Kreditinstitut im Inland gezogen sind. Die Scheckdaten werden von dem die Schecks ...

Belegschaftsaktien
Aktien, die vergünstigt an Mitarbeiter einer Aktiengesellschaft ausgegeben werden, um diese unmittelbar am wirtschaftlichen Erfolg bzw. Risiko des Unternehmens zu beteiligen. Erwerber von Belegschaftsaktien unterliegen in der Regel einer Sperrfrist von bis zu fünf Jahren für den Verkauf ihrer Aktien. Ansonsten bieten Belegschaftsa...

Beleihungsgrenze
Die Beleihungsgrenze stellt den Prozentwert des Verkehrswerts bzw. Marktwerts einer Sicherheit dar, der vom Kreditgeber bei einer Finanzierung für die Sicherheitenbewertung höchstens herangezogen wird. Die Höhe dieser Beleihungsgrenze (ausgedrückt in Prozent) hängt von der Art der Sicherheit und der Risikofreude des Kred...

Beleihungswert
Multipliziert man die Beleihungsgrenze mit dem Verkehrs- bzw. Marktwert, so erhält man den Beleihungswert. Die Differenz zwischen 100% und der Beleihungsgrenze ist der Sicherheitsabschlag, mit dem der Kreditgeber arbeitet. Der Beleihungswert ist demnach der Wert, der von einem Kreditgeber einem Vermögensgegenstand wie z.B. einem Grunds...

Benchmark
Im Bereich des Asset Management stellt eine Benchmark eine Bezugsmarke dar, an der die die Wertentwicklung eines Portfolios gemessen wird. Als Benchmark dienen häufig Renten- bzw. Aktienindizes. Portfoliomanager sind bei aktivem Portfoliomanagement bestrebt, mit der Wertentwicklung ihres Portfolios die jeweils relevante Benchmark zu üb...

Berichtigungsaktien
Neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln werden als Berichtigungsaktien bezeichnet. Sie werden den Aktionären einer Gesellschaft in einem bestimmten Verhältnis zugeteilt, ohne dass diese eine Gegenleistung erbringen müssen. Bilanziell erfolgt eine Umwandlung von Rücklagen in Grundkapital; dieser Pas...

Bestens
Ohne Limit erteilter Auftrag zum Verkauf von Wertpapieren. Der Verkauf soll auf jeden Fall ausgeführt werden. Gegensatz Billigst. English: At best

Beta
Der Betafaktor beschreibt, in welchem Ausmaß der Kurs einer Aktie die Wertentwicklung eines Index nachvollzieht - also ob sich die Aktie besser oder schlechter als der Markt entwickelt. Eine Aktie mit einem Betafaktor größer (kleiner) eins reagiert überproportional (unterproportional) auf Änderungen des Index. Bei eine...

Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl für die Darstellung des Erfolges aus dem operativen Geschäft. Konkret bezeichnet das Betriebsergebnis in der Regel den Gewinn vor Finanzergebnis, außerordentlichem Ergebnis und Steuern (englisch Earnings before interest and taxes, EBIT). English: Operating profit

Bezugskurs
Preis für eine junge Aktie bei einer Barkapitalerhöhung. Der Bezugskurs darf nicht unter Pari liegen. English: Subscription price

Bezugsrecht
Recht des Aktionärs, bei einer Kapitalerhöhung eines Unternehmens neue (junge) Aktien im Verhältnis seiner bisherigen Beteiligung am Grundkapital zur vorgenommenen Erhöhung zu erwerben. Erhöht ein Unternehmen z.B. sein Kapital von 10 Millionen auf 11 Millionen Euro, kann der Altaktionär auf zehn 'alte' eine 'neue/ju...

Bezugsverhältnis
(1) Bei der Kapitalerhöhung einer Aktiengesellschaft gibt das Bezugsverhältnis darüber Auskunft, für wieviele alte Aktien eine neue (junge) Aktie bezogen werden kann. (2) Bei Optionsscheinen drückt das Bezugsverhältnis aus, wieviele Einheiten des Basiswertes der Inhaber der Optionsscheine bei der Ausübung kaufe...

Bezugswert
Siehe Basiswert. English: Underlying (asset)

BIC - Bank Identifier Code
Der 'Bank Identifier Code' (BIC-Code) ist ein international standardisierter Bankcode, der zur eindeutigen Identifizierung von Finanzinstituten dient. Er findet weltweit Verwendung bei grenzüberschreitenden Zahlungen und beim internationalen Austausch von Nachrichten zwischen Kreditinstituten. English: BIC - Bank Identifier Code