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Lebensmittel Zeitung - Logistik Lexikon
Kategorie: Wirtschaft und Finanzen > logistik
Datum & Land: 02/01/2009, DE
Wörter: 337


Absatz
Warenwirtschaftliches Synonym für Umsatz in Stück. Formelansatz: Umsatz in Wert incl. MwSt / durchschnittlichen VK-Preis. Siehe auch Absatzanalyse.

Absatzanalyse
Analyse der bestehenden und erwarteten Gegebenheiten auf dem Absatzmarkt unter Zuhilfenahme von absatzwirtschaftlichen Kennzahlen (einzel- und gesamtwirtschaftliche Daten, z.B. Umsatz, Marktanteil, Konsumentenstrukturen, verfügbares Einkommen etc.). Siehe auch Absatz.

Absatzmarktdaten
Unverdichtete bzw. verdichtete Kennzahlen zur Bewertung eines Absatzmarktes. Siehe auch Absatz, Absatzanalyse.

Abschrift
Reduzierter Verkaufspreis zur Beschleunigung des Absatzes. Siehe auch Abschriftenplanung.

Abschriftenplanung
Bestandteil der Limitplanung. Gibt die Preisminderungen im Verkaufswert an, die pro Verkaufsperiode (Monat, Woche) und pro Waren- oder Artikelgruppe geplant sind, um die Abverkäufe zu beschleunigen ( Slowseller-/Penner- Management, Altwarenmanagement ). Siehe auch Abschrift.

Abverkaufsquote
Gibt die Quote der Abverkäufe in Relation zur ursprünglich verfügbaren Menge an. Kann auf die unterschiedlichen Stufen der Warenhierarchie bezogen werden ( Artikel, Artikelgruppen, Warengruppen, Lieferanten etc. ).

Acceptable Quality Level (AQL)
(1) In Abhängigkeit von der produzierten Losgröße festgelegte Stichprobengröße bei einer Final Random Inspection. (2) Anzahl der Teile, die zu einer Ablehnung bzw. Annahme des gesamten Loses führen.

Activity Based Costing
Bezeichnet eine Methode der Prozesskostenanalyse. Mit der ABC-Methode wird auf Teilprozessebene über die Identifizierung von Kostentreibern sowie deren Zeit- und Kostenaufwand ein prozessorientierter Kostenansatz errechnet.

Agent
Auslandsagent, Buying-Agent; vgl. §§ 84ff HGB. Bei einem Auslandsagent handelt es sich um einen rechtlich selbständigen Vermittler, der in fremden Namen und auf fremde Rechnung tätig wird. Das Tätigkeitsfeld kann von der Analyse der Beschaffungsmärkte, der Identifikation, Bewertung und Auswahl geeigneter Lieferanten/ Hersteller sowie der reinen ...

Agglomeration
Räumliche Konzentration von Handelsunternehmen mit Unternehmen gleicher oder anderer Branchen. Oft siedeln sich beispielsweise Einzelhandels-Unternehmen mit unterschiedlichen Sortimenten zusammen mit Gastronomiebetrieben, Telekommunikations-Anbietern, etc. in unmittelbarer Nachbarschaft an. Durch die große Auswahl an Produkten und Dienstleistung...

Akkreditiv
Das Akkreditiv ist ein international gebräuchliches Zahlungsinstrument. Die Bank des Importeurs verpflichtet sich hierbei, in dessen Auftrag und nach dessen Weisungen gegenüber dem Exporteur, vom Exporteur im Übereinstimmung mit den Weisungen erhaltene Dokumente einzulösen. Die verpflichtende Bank (eröffnende Bank) stellt dabei ein eigenständige...

Aktion
Zusammenfassung zeitlich begrenzter Maßnahmen, die anlaßbezogen unter Einbeziehung von verkaufsfördernden Mitteln mit dem Ziel der Umsatzerhöhung und/oder Imageförderung ergriffen werden. Siehe auch Aktionsartikel.

Aktionsartikel
Artikel, welche im Rahmen einer Verkaufsaktion besonders beworben werden, z.B. durch Streuwerbung, Verkaufsförderung etc.. Siehe auch Aktion.

Aktiver Transponder
Auch aktiver Tag. Eine RFID-Einheit, die Radiosignale mit Hilfe einer Batterie erzeugen kann. Siehe auch Passiver Transponder.

Alert-Mechanismus
Wörtlich: Alarm-Mechanismus. Ist-Daten werden vom System automatisch Soll-Werten gegenübergestellt und dem Anwender regelmäßig bei Abweichungen zur weiteren Bearbeitung angezeigt.

Balanced Scorecard
Ausgeglichener Berichtsbogen, der innerhalb eines Managementssystems erstellt, verändert und weiterentwickelt wird. Hierfür werden ausgehend von der Strategie konkrete Ziele für die Perspektiven Finanzen, Kunde, interne Geschäftsprozesse (Sortiment/Lieferant), Lernen und Entwicklung (Mitarbeiter) definiert. Siehe auch Lieferanten-Scorecard.

Barcode
Engl. für Strichcode. Information, die in einem Muster von Strichen unterschiedlichen Abstands verschlüsselt wird und von einem Scanner gelesen als numerischer oder alphanumerischer Identifikationscode interpretiert werden kann. Siehe auch Label

Basismodul
Begriff der Sortimentsplanung. Bezeichnet das Sortimentssegment, mit dem alle Filialgruppen im Sinne eines Pflichtmoduls versorgt werden. Das Pflichtmodul wird durch additive und/oder selektive Zusatzmodule zum Gesamtsortiment ausgebaut.

Batch
Produktions- bzw. Fertigungslos. In der Logistik eine zusammengefasste Bestellmenge. Siehe auch Lot.

Bausteinkonzept
Konzeptansatz aus der Sortimentsplanung, mit dem Ziel Filialen konsequent nur mit kompetenten, abgestimmten Sortimenten auszustatten. Hierzu werden Warengruppen zu Sortimentsbausteinen zusammengefasst und deren optimale Verkaufsflächen ermittelt. Jede Filiale wird dann mit ihren Flächenressourcen auf den Prüfstand gestellt und ggf. ganze Baustei...

Bausteinplanung
Wird i.d.R. synonym zur Modulplanung benutzt.

Bedarfsermittlung
Der Stückbedarf einer Periode wird über den geplanten Stückumsatz, korrigiert um den geplanten Bestandsab- bzw. anbau in Stück ermittelt. Bei der wertmäßigen Bedarfsermittlung werden die Abschriften zusätzlich als bedarfserhöhend eingeplant. Formel für die wertmäßige Bedarfsermittlung: Bedarf = Umsatz - Anfangsbestand + Endbestand + Abschriften

Bedienungsverhalten
Die Art und Weise, die das Auftreten des Verkaufspersonals gegenüber dem Kunden beschreibt. Dies kann anhand von Bewertungskriterien wie Freundlichkeit, Kompetenz z.B. durch Kundenbefragungen erfasst werden.

Belegloses Kommissionieren
Auf papierlosen Datenübertragungstechniken wie EDV, Funk, etc. beruhendes Rüsten nachgefragter Artikel.

Benchmarking
Benchmarking beinhaltet den Vergleich von Produkten, Dienstleistungen und insbesondere Prozessen zwischen Unternehmen. Die Gegenüberstellung wichtiger Leistungskennzahlen zeigt, wo ein Unternehmen im Vergleich zu seinen Wettbewerbern steht. Darüber hinaus können erfolgreiche Vorgehensweisen von Spitzenunternehmen ( Best Practice ) übernommen wer...

Beschaffungskonditionen
Unter Beschaffungskonditionen werden die Liefer- und Zahlungsbedingungen sowie der Preis zusammengefasst.

Beschaffungslogistik
Teil der logistischen Kette von der Produktion über das Auftragsmanagement bis zum Wareneingang im Zentrallager des Händlers. Siehe auch Supply Chain

Beschwerdemanagement
Darunter wird das ganzheitliche, organisierte Management von Kundenbeschwerden verstanden. Kundenbeschwerden werden erfasst und analysiert. Diese Auswertungen bilden die Grundlage für Planung, Durchführung und Kontrolle vorbeugender Maßnahmen. Effizientes Beschwerdemanagement ist die Vorraussetzung für Kundenzufriedenheit im Handel.

CAD
Abk. für Computer Aided Design: In der Textilindustrie das computergestützte Design von Kollektionsentwürfen bis zu produktionsreifen Dokumenten, die an die Produktion des Lieferanten weitergegeben werden. Mit CAD können sowohl zweidimensionale Zeichnungen als auch dreidimensionale Modelle kreiert werden. Zusätzliche Einsatzgebiete sind Filialge...

Carrier
Übernimmt gewerbsmäßig die Beförderung von Gütern oder Passagieren. Ist somit jede natürliche oder juristische Person, mit der oder in deren Namen ein Beförderungsvertrag mit einem Reisenden oder einem Versender abgeschlossen wird. Im Luftverkehr umfaßt der Begriff Carrier den Luftbeförderer oder Luftfrachtführer, welcher den Flugschein bzw. den...

Case Tagging
Verwendung von RFID-Transpondern auf Umverpackungen und Verpackungen ( z.B. Kartons ). Siehe auch Unit Tagging, Item Tagging.

Cash & Carry
Betriebsform des Großhandels, bei der die Kunden nach dem Prinzip der Selbstbedienung die gewünschten Produkte in einem Markt selbst zusammenstellen, bezahlen und abtransportieren. Das Leistungsangebot steht ausschließlich gewerblichen Kunden und institutionellen Großverbrauchern, wie z.B. Krankenhäusern, zur Verfügung.

Category Management
Ursprünglich substantieller Teil der ECR-Philosophie. Steht für die ganzheitliche Planung und Steuerung von Warengruppen (Categories) als strategische Geschäftseinheiten. Heute insbesondere als Organisationsform vertikal ausgerichteter Prozessketten definiert: Der Category Manager ist im Rahmen seiner Category für die gesamte warenwirtschaftlich...

CCG
Centrale für Coorganisation GmbH. Sie wurde 1974 als Tochter des heutigen EuroHandelsinstituts e.V. ( EHI ) und des Markenverbandes e.V. gegründet und war die deutsche EAN-Gesellschaft. 2005 wurde die CCG GmbH in GS1 Germany umbenannt.

CDP
Abkürzung für 'Cross Docking Punkt'.

CEPS
Abkürzung für 'Common Electronic Purse Specifications'. Elektronische Geldbörsen sind kleine Programme, die auf einer Smart-Card - z.B. Eurocheck-Karte mit Chip - ablaufen und mit denen sich Geldbeträge auf Chipkarten speichern lassen. Man kann damit telefonieren und im Internet sowie in entsprechend ausgerüsteten Geschäften einkaufen. Viele Unt...

CFR - cost and freight
'Kosten und Fracht' bedeutet, daß der Verkäufer die Kosten und Fracht zu tragen hat, um die von ihm freigemachte Ware zum benannten Bestimmungshafen zu befördern. Der Käufer übernimmt jedoch die Verantwortung nachdem die Ware an Bord ist. Siehe auch Incoterms.

Change Management (MOC)
Technik zur Identifizierung, Aufhebung und/oder Reduzierung von Blockaden und Widerständen in Veränderungsprozessen. Change Management (auch Management of Change oder MOC) heißt daher, Veränderungsprozesse auf Unternehmens- und persönlicher Ebene proaktiv zu planen, zu initiieren, zu realisieren und zu stabilisieren . Das Spektrum der Veränderun...

Chaotische Lagerung
Artikel bzw. Lagereinheiten werden keinem vordefinierten Lagerplatz zugeteilt.

Charge
Teilmenge eines Artikels, die bestandsmäßig von anderen Teilmengen des Artikels getrennt geführt wird. Sie werden bei Artikeln verwandt, die aufgrund des Herstellungsprozesses jedesmal leicht unterschiedliche Merkmale besitzen. Typische Chargen-Artikel sind Keramikfliessen, Teppichböden, Lebensmittel mit unterschiedlichen Haltbarkeitsdaten etc..

Chefinformation
Standard-Report in Warenwirtschaftssystemen, i.d.R. hochaggregierter Report auf Warengruppen-Ebene und Unternehmen-Total.

CIES
Abkürzung für 'Comité International des Entreprises a Sucursales' (internationales Komitee der Filialunternehmen). In diesem Managementforum des Lebensmittelhandels sind 400 der weltweit bedeutendsten Einzelhandels-Unternehmen und Lebensmittel-Produzenten organisiert. Das Netzwerk berät über wichtige Zukunftstrends und strategische Weichenstellu...

DAF - delivered at frontier
'Geliefert Grenze' bedeutet, dass der Verkäufer liefert, wenn die zur Ausfuhr, aber nicht zur Einfuhr freigemachte Ware dem Käufer unentladen auf dem ankommenden Beförderungsmittel an der benannten Stelle des benannten Grenzorts zur Verfügungen gestellt wird. Siehe auch Incoterms.

Data Mining
Prozess der Informationssuche in strukturierten Daten zur Aufdeckung nutzbringender und aussagekräftiger Muster, Profile und Trends.

Data Warehouse
Das Data Warehouse ist eine unternehmensweite Datenbank, die im Gegensatz zu den operativ ausgelegten Warenwirtschaftssystemen auf die strategische Geschäftsführung ausgelegt ist.

Datenbank
EDV System zur strukturierten Speicherung großer Datenmengen. Die Daten können mit Hilfe geeigneter Programme ausgewertet werden.

DDP - delivered duty paid
'Geliefert unverzollt' bedeutet, dass der Verkäufer dem Käufer die zur Einfuhr freigemachte Ware am benannten Bestimmungsort auf dem ankommenden Beförderungsmittel unentladen liefert. Siehe auch DDU, Incoterms.

DDU - delivered duty unpaid
'Geliefert unverzollt' bedeutet, dass der Verkäufer dem Käufer die nicht zur Einfuhr freigemachte Ware am benannten Bestimmungsort auf dem ankommenden Beförderungsmittel unentladen liefert. Siehe auch Incoterms.

Decision Support System
System, das Entscheidungen vorbereitet und begründen hilft. Unabhängig von Art und Anzahl der Datenquellen werden Metriken und Kennzahlen gebildet und Schwellwerte und Ampelfunktionen/Alarme daran geknüpft. Beispiel: Balanced Scorecards. Siehe auch MIS.

Deckungsbeitrag
Teil der Erlösermittlung. Vereinfachtes Verfahren zur Ermittlung der Erlöse pro Geschäftseinheit. Im Gegensatz zur Vollkostenrechnung werden die zurechenbaren Kosten nicht exakt auf jeden einzelnen Geschäftsvorgang zugeordnet, sondern durch geeignete Schlüssel auf die jeweiligen Bereiche verteilt.

DEQ - delivered ex quay
'Geliefert ab Kai' bedeutet, dass der Verkäufer liefert, wenn die nicht zur Einfuhr freigemachte Ware dem Käufer am Kai des benannten Bestimmungshafen zur Verfügung gestellt wird. Siehe auch Incoterms.

DES - delivered ex ship
'Geliefert ab Schiff' bedeutet, dass der Verkäufer liefert, wenn die nicht zur Einfuhr freigemachte Ware dem Käufer an Bord des Schiffs im benannten Bestimmungshafen zur Verfügung gestellt wird. Siehe auch Incoterms.

DESADV
Abkürzung für 'Dispatch Advice', ein im EANCOM Standard definierte Liefermeldung. Sie beschreibt Einzelheiten über Waren, die unter vereinbarten Bedingungen geliefert worden sind oder zur Lieferung bereit stehen. Siehe auch ECR.

DFÜ
Abk. für Datenfernübertragung. Verbindung mit einem Computer oder Netzwerk über Modem und Telefonleitung (Analog oder ISDN).

Dimensionen
Integrierte Planungs- und Controllingsysteme basieren auf einer Zahl von n Dimensionen, die die Inhalte und den Umfang des Gesamtsystems definieren. Dimensionen sind systemseitig in einem multidimensionalen Würfel abbildbar. Die sechs treibenden Dimensionen klassischer Referenzmodelle der warenwirtschaftlichen Planung und Controlling sind: Produ...

Direct Store Delievery
Unmittelbare Warenlieferung/ Distribution durch den Hersteller an den Verkaufsort. Dies geschieht unter Ausschluß des Lagers (und weiterer logistischer Zwischenstufen).

Direktvertrieb
Vetriebsweg, bei dem der Kunde seine Waren nicht im Einzelhandel bezieht, sondern z.B. über das Internet oder Kataloge direkt beim Hersteller bestellt.

EAI
Abk. für 'Enterprise Application Integration': Systeme, die Daten aus mehreren operativen Systemen extrahieren und an andere interne oder externe operative und/oder Auswertungssysteme übergeben. Siehe auch MIS, Decision Support System.

EAN
Abk. für Europäische Artikelnummer C. 8- bzw. 13-stellige weltweit eindeutige NICHT-sprechende Auszeichnungsnummer, die entlang der gesamten Versorgungskette vom Lieferanten zum Endkunden als Verweis-Referenz auf die jeweiligen internen Nummernsysteme dient und somit unternehmensübergreifend für die Kommunikation und Steuerung des Warenflusses g...

EAN International
Abk. für 'European Article Numbering International'. Vorgängerorganisation der GS1. Ziel ist die Schaffung globaler, unternehmensübergreifender Standards.

EAN-Verprobung
Bei der EAN-Verprobung wird überprüft, ob eine EAN bereits im Stammdatensystem vorhanden ist.

EANCOM
Aus dem EDIFACT-Standard abgeleitete und für den Einzelhandel optimierte Formate für die elektronische Geschäftsabwicklung zwischen Lieferanten und Einzelhändlern. Neben der Beschaffung unterstützt EANCOM auch ECR (Efficient Consumer Response) durch die Möglichkeit, filial- und lagergenaue Abverkaufs- und Bestandsdaten an Top-Lieferanten zu über...

Eckpreise
Markanter Verkaufspreis, den ein Kunde als Schwellenwert im Kopf hat.

ECR
Abk. für 'Efficient Consumer Response'; wörtlich 'Effiziente Antwort auf die Konsumentenbedürfnisse'. Im Fokus des klassischen ECR-Modells steht die Effizienzsteigerung (Efficient ...) des Warenflusses über die gesamte Wertschöpfungskette von den Vorstufen über Hersteller bis zum Händler hinweg - dies immer unter Berücksichtigung der Kundenwünsc...

EDI
Abk. für 'Electronic Data Interchange', steht für den automatisierten elektronischen Datenaustausch zwischen Geschäftspartnern. Siehe auch AVIS CCG, EDIFACT, EANCOM.

EDI-Konverter
Ein EDI-Konverter sorgt dafür, dass die Systeme auf Seiten des Einzelhändlers empfangene EDI-Nachrichten einlesen können (z.B. PRICAT, DESADV, INVOIC) und in der Lage sind, Systemdateien in EDI-Daten umzuwandeln (z.B. ORDERS, SLSRPT). Da diese Konverter immer an die Datenstruktur der internen Systeme anzupassen sind, bieten Einzelhändler, Liefer...

EDIFACT
Abk. für 'Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport', steht für branchenindividuelle, elektronische Auftragsabwicklungen zwischen Geschäftspartnern. In Anlehnung an die EDIFACT-Formate entstand unter Federführung des CCG EANCOM als einzelhandelsspezifische Ableitung. Mit den wichtigsten EDI-Nachrichten können erhebli...

EDIFURN
Ein im Rahmen des Elektronischen Datenaustausches definiertes EDIFACT Subset für die Möbelindustrie.

EEPROM
Abk. für 'Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory'. Die Speichereinheit der RFID Tags, die EEPROM verwenden, kann individuell gelöscht und wieder programmiert werden. Der Code kann nach der Speicherung auf dem Tag zwar wieder gelöscht, jedoch nicht mehr verändert werden. RFID Tags mit EEPROM sind zwar teurer, bieten jedoch mehr Flexi...

Efficient Assortment
Eine Methode des ECR Ansatzes, beschäftigt sich mit der Optimierung der Filialsortimente. Durch Vermeidung doppelter Arbeitsschritte soll die Prozesseffizienz und gleichzeitig die Effektivität durch Erhöhung der Auswahl für den Kunden gesteigert werden.

Efficient Consumer Response
Siehe ECR.

Fabric Purchase Order
Englischer Begriff für einen Stoffauftrag, findet meist im modischen Bereich Verwendung.

Fachmarkt
Großflächiges Einzelhandelsgeschäft, das ein breites und oft auch tiefes Sortiment aus einem Warenbereich, einem Bedarfsbereich oder einem Zielgruppenbereich mit Schwerpunkt im unteren Preislagenbereich anbietet. Kennzeichnend für den Fachmarkt ist eine übersichtliche Warenpräsentation und ein großer Anteil an Selbstbedienungssortimenten.

Factory-Outlet-Center
Besondere Form des Einkaufszentrums, in dem Geschäfte angesiedelt sind, die jeweils nur eine Marke führen. FOCs werden in der Regel einheitlich geplant, finanziert, gebaut und gemanagt und entstehen meistens auf der grünen Wiese. In einem typischen FOC, wie es vor allem in den USA realisiert wird, finden sich beispielsweise Geschäfte aus den Bra...

Farben-Analyse
Standard Report in textilen Warenwirtschaftssystemen; i.d.R. Abverkaufs- und Bestandsinformationen nach Farben. Durch spezielle Methoden werden Modefarben und Farbfamilien sinnvoll verdichtet.

FAS - free alongside ship
'Frei Längsseite Schiff' bedeutet, dass der Verkäufer liefert, wenn die Ware längsseits des Schiffs im benannten Hafen gebracht ist. Der Käufer trägt alle Kosten und Gefahren des Verlusts oder der Beschädigung der Ware von diesem Zeitpunkt an. Siehe auch Incoterms.

Fat Client
Personal Computer, auf dem alle Applikationen lokal installiert sind. Siehe auch Thin Client.

FCA - free carrier
'Frei Frachtführer' bedeutet, dass der Verkäufer die zur Ausfuhr freigemachte Ware dem vom Käufer benannten Frachtführer am benannten Ort liefert. Siehe auch Incoterms.

Fehlmengenkosten
Aus Fehlmengen (in der Filiale bzw. für den Kunden nicht zur Verfügung stehende Ware resultierende Kosten in Form von entgangenem Umsatz, Konventionalstrafen, Verringerung von Kundenaufträgen bzw. Kundenverlust.

Feinverteilung
Bezeichnet die Warenverteilung von einem Umschlagspunkt oder Regionallager zum Endverbraucher (Gegensatz: Grobverteilung).

Festplatzvergabe
Festplatzvergabe oder Fixplatzvergabe beschreibt eine feste Zuordnung zwischen Lagerplatz und einer Lagereinheit. Die Zuordnung kann durch Kriterien wie Artikel, Größe, Gewicht, Gefahrenklasse bestimmt sein.

FIFO
Abk. für 'First in first out'. Wertermittlungsverfahren, das sich an der Verbrauchsfolge von Vorräten (first in, first out) orientiert. Für die Bewertung sind die Preise der letzten Einkäufe zugrunde zu legen. Siehe auch: HIFO, LIFO

Filialgruppe
Element der warenwirtschaftlichen Modulplanung und -steuerung. Dabei werden ähnlich ausgeprägte Filialen (z.B. nach Größe, VKF, Standort, Region, Kundenstrukturen bzw. Zielkunden/Preislagen) gruppiert, um innerhalb der Gruppen auf homogenen Strukturen aufbauen zu können. Siehe auch Sortimentsplanung.

Filialgruppierung
Siehe Store Grading.

Filiallogistik
Umfasst die Filialprozesse vom Wareneingang in der Filiale bis zur Einlagerung im Warenträger.

Filialplanung
Teilprozess der Einkaufsplanung: Umfasst die Planung der Filialumsätze auf Basis der zur Verfügung stehenden Verkaufsflächen und Warenträger. Das Ergebnis der einzelnen Filialplanungen fließt sowohl in die Limitplanungen des Einkaufs wie auch als Basis in die Filialgruppierungen für die Modulplanung.

GCI
Abk. für 'Global Commerce Initiative'. GCI wurde 1999 mit dem Ziel gegründet, die internationale Versorgungskette in der Konsum- und Gebrauchsgüterwirtschaft durch die kollaborative Entwicklung und Förderung empfohlener Standards und Kernprozesse zu verbessern. In den GCI Gremien und Arbeitsgruppen arbeiten Unternehmensvertreter von mehr als 45 ...

Gefahrenübergang
Gefahr des Verlusts oder der Beschädigung der Ware geht vom Verkäufer auf den Käufer über, wenn der Verkäufer seine Verpflichtung zur Lieferung der Ware erfüllt hat.

Gefahrgutklassifizierung
Gefahrstoffe sind nach dr Gefahrgutverordnung definiert als 'Stoffe und Gegenstände, von denen aufgrund ihrer Natur, ihrer Eigenschaften oder ihres Zustandes im Zusammenhang mit der Beförderung Gefahren für die öffentliche Sicherheit, für die Allgemeinheit, für wichtige Gemeingüter, für Leben und Gesundheit von Menschen sowie für Tiere und ander...

Gemex
Einkaufsorganisation der Metro-Gruppe.

Gen 2
Bezeichnung für den EPC der 2. Generation. Siehe auch Class 1 Standard.

Gesamtflächen-Produktiviät
Eine Kennzahl, die die Rentabilität bzw. den erzielten Umsatz je Quadratmeter Bruttoverkaufsfläche ausweist.

Ghost Read
Fehlerhafte Erfassung eines nicht vorhandenen Transponders durch ein Lesegerät. Dieses Problem wird durch den Gen 2 Standard minimiert.

Global Standard One
Dachorganisation der regionalen GS1-Gesellschaften. Ging 2004 aus der EAN International hervor, nachdem diese 2003 mit der UCC fusioniert hatte. Aufgabe von GS1 ist die Schaffung von offenen, globalen und unternehmensübergreifenden Standards sowie das Vorantreiben deren Umsetzung. Siehe auch GS1 Germany.

Global Style Network
Internetbasiertes Informationssystem für die Modebranche, welches durch einen Dienstleister kostenpflichtig angeboten wird. Das Global Style Network beinhaltet u.a. aktuelle Nachrichten aus der Modebranche, bietet Informationen zu zukünftigen und bereits abgeschlossenen Messen, unterstützt das Store Checking durch Schaufensterfotos, zeigt Design...

Global Tag
Siehe GTAG.

GMROI
Abk. für 'Gross Margin Return On Inventory': Steht für die Rentabilität des eingesetzten Lagerkapitals. Formelansatz: LUG x Rohertrag in %.

Gross Margin
engl. für Rohertrag.

Großhandel
Siehe Großhändler.

Großhändler
In der klassische Großhandelsfunktion kauft der Großhändler Ware bei Herstellern auf eigene Rechnung und verkauft sie anschließend an Händler über sogenannte Showrooms. In dieser Rolle übernimmt er Sortiments-, Raum- und Zeitüberbrückungsfunktionen für den Bekleidungseinzelhändler. Ein Großhändler offeriert neben den Waren verschiedener Herstell...