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Biologische Sicherheitsforschung in Deutschland
Kategorie: Pflanzen und Tiere > Biologische Sicherheitsforschung
Datum & Land: 31/12/2008, DE
Wörter: 206


ADI-Wert
Der ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) beziffert die tägliche Aufnahmemenge von Fremdstoffen in Lebensmitteln, die ein Mensch lebenslänglich täglich verzehren kann ohne gesundheitliche Schäden davonzutragen. Der ADI-Wert wird in Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht angegeben und bezieht sich etwa...

Agar-Agar
Geliermittel Agar-Agar findet Verwendung für Nährböden in der Mikrobiologie und als Verdickungsmittel in der Lebensmittelindustrie. Es ist ein Mischpolysaccharid und stammt aus den Zellwand-Schleimstoffen verschiedener asiatischer Meeresalgen. Zu etwa 70 Prozent besteht Agar-Agar aus dem gelierende...

Agrobacterium tumefaciens
Bodenbakterium, welches von Natur aus die Fähigkeit besitzt, Teile seines Erbmaterials auf Pflanzenzellen zu übertragen; wird deswegen in der Gentechnik als †žWerkzeug†œ verwendet.

Allel
Variante eines Gens Allele sind die unterschiedlichen Varianten eines Gens an einer bestimmte Stelle (Genort oder -locus) auf einem Chromosom. Aus der klassischen Genetik kennt man z.B. verschiedene Allele für die Ausprägung der Blütenfarbe (etwa weiß/rot). In der Regel gibt es von jedem Gen...

Allergen
Stoff, der Allergien auslöst. Allergene finden sich in der Umwelt nahezu überall. So können etwa in Tierhaaren, Pollen, Insektenstichen, Hausstaubmilben, Arzneimitteln und auch in Nahrungsmitteln Allergene vorkommen. Zur Zeit sind etwa 20.000 solcher Allergie-auslösenden Stoffe bekannt Bei...

Allergie
eine von bestimmten Stoffen ausgelöste Überreaktion des Immunsystems. Die Symptome allergischer Erkrankungen sind individuell sehr unterschiedlich; in Extremfällen kann es zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock kommen Auslöser einer Allergie sind fast immer körperfremde Eiweiß...

Aminosäuren
Bausteine der Proteine (Eiweiße) In der Natur kommen etwa zwanzig Aminosäuren vor. Davon kann der Mensch nur zehn selber aufbauen, die übrigen muss er mit der Nahrung aufnehmen (essentielle Aminosäuren). Die verschiedenen Aminosäuren können sich in unendlich vielen Kombinationen kettenförmig zu gro...

Ampicillin-Resistenz
Widerstandsfähigkeit gegen das Antibiotikum Ampicillin Das Ampicillin-Resistenzgen ampR (auch bekannt unter der Bezeichnung blaTEM1) stammt aus dem Bakterium Salmonella paratyphi und wird als Markergen bei der Transformation von Mikroorganismen und Pflanzen eingesetzt. Es sorgt für die Bildung des ...

Amylose, Amylopektin
(Stärke) verschiedene Stärketypen In den Stärkekörnern der Pflanzen liegt die Stärke in zwei unterschiedlichen Varianten vor: Amylose (20-30%) und Amylopektin (70-80%) †“ mit jeweils unterschiedlichen Eigenschaften: Amylopektin, der Hauptbestandteil in den Stärkekörnern...

Androgenese
Entwicklung eines Lebewesens mit ausschließlich väterlichen Erbanlagen Bei verschiedenen Pflanzenarten, z.B. Tabak, Gerste, Kartoffel, Raps und Weizen lassen sich aus unreifen Pollen haploide Pflanzen, d.h. Pflanzen mit nur einem Chromosomensatz, erzeugen (haploide Androgenese). Diese Technik nutzt ...

Antibiotikaresistenz-Gen
Gen, das eine Widerstandsfähigkeit gegen Antibiotika vermittelt; wird als Markergen verwendet. Verschiedene Mikroorganismen besitzen Gene, die ihnen eine Resistenz gegen die natürlicherweise von Schimmelpilzen gebildeten Antibiotika verleihen. Diese Gene werden in der Gentechnik verwendet, ...

Antikörper
Eiweißverbindungen, die in den Organismus eingedrungene Krankheitserreger unschädlich machen Antikörper sind Eiweißverbindungen aus der Gruppe der Immunglobuline und ein zentraler Bestandteil des menschlichen Immunsystems. Sie erkennen fremde organische Verbindungen und Krankheitserreger im ...

Antioxidantien
Substanzen, die Oxidationsreaktionen verhindern Ein Beispiel einer Oxidationsreaktion mit Luftsauerstoff als Oxidationsmittel ist das Braunwerden eines angeschnittenen Apfels. Durch Zugabe von Zitronensaft, der Vitamin C als natürliches Antioxidationsmittel enthält, lässt sich das Braunwerden verzög...

Antisense
molekularbiologisches Verfahren, um die Aktivität eines bestimmten Gens zu blockieren Die Erbinformation eines Gens wird mit Hilfe der Boten-RNA (mRNA = messenger-RNA) abgeschrieben und in die Ribosomen - die 'Eiweißfabriken' der Zellen - gebracht. Die RNA funktioniert dabei wie ei...

Arabidopsis
(Ackerschmalwand) Modellpflanze der Genetiker Arabidopsis spielt für Pflanzenbiologen eine ähnliche Rolle wie die Maus für die Säugetierforschung.

Arthropoden
Zu den Arthropoden zählen Spinnentiere, Krebstiere, Tausendfüßler sowie die Insekten, deren größte Gruppe die Käfer sind. Mit etwa einer Million beschriebenen und neun Millionen geschätzten Arten sind die Arthropoden der bei weitem erfolgreichste Tierstamm. Die Hauptgründe hierfür sind: Eichbl...

Auskreuzung
Vererbung einer bestimmten Eigenschaft aus einer Individuengemeinschaft (Population, Kulturpflanzensorte) in eine andere. Die Auskreuzung, d.h. die Übertragung von Genen oder auch Transgenen, findet in der Regel durch die Übertragung von Pollen statt.

Azofarbstoffe
chemisch-systhetisch hergestellte Farbstoffe Mit über 2000 organischen Verbindungen stellen die Azofarbstoffe die größte Gruppe der Farbstoffe. Sie zeichnen sich durch besonders lichtechte, stabile und kräftige Farben aus, die sich gut mischen lassen. Der Ausgangsstoff zur Herstellung der Azofarbst...

Bacillus thuringiensis
(Bt) Bodenbakterium, das ein für Fraßinsekten giftiges Kristallprotein bildet; wird als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt.

Baculoviren
Gruppe von Viren, die Insekten infizieren und töten können. Baculoviren werden als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt Allerdings sind sie nur in ganz bestimmten Entwicklungsstadien der Insekten einsetzbar. Wenn dieser Zeitpunkt verpasst wird, sind sie unwirksam. Mit gen...

Bakteriophagen, auch: Phagen
Viren, die Bakterien als Wirtszelle nutzen Bakteriophagen bestehen aus Nukleinsäure und einer Eiweißhülle. Wie andere Viren verfügen sie über keinen eigenen Stoffwechsel und sind auf bestimmte Bakterienarten spezialisiert. Diese Spezifität nutzt man in der Medizin zur Aufklärung von bakteriellen Inf...

Basen
in der Molekularbiologie Bausteine der Nukleinsäuren DNA und RNA In der DNA kommen vier Basen vor: Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T). In der RNA fehlt Thymin und stattdessen ist Uracil (U) vorhanden Diese vier Basen codieren die Erbinformation, deshalb werden die vier Buch...

Bioassay
wissenschaftlicher Test, mit dem die Wirkung bestimmter Stoffe (Toxine) auf Tiere untersucht wird. Bei einem Bioassay (biological assay) werden unterschiedliche Konzentrationen einer Testsubstanz (Bsp. Bt-Toxin) mit der Nahrung verabreicht. Getestet werden in der Regel Tiere, die als empfindli...

Bonitur
Erhebung von pflanzlichen Merkmalen Alle Beobachtungen und Arbeiten am Phänotyp einer Pflanze, wie z.B das Messen von Blattlängen oder das Zählen von auf der Pflanze lebenden Insekten, werden als Bonitur bezeichnet.

Bt-Protein, auch: Bt-Toxin
ein für Fraßinsekten giftiges Protein, das vom Bodenbakterium Bacillus thuringiensis gebildet wird und seit langem als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel eingesetzt wird. Mit Hilfe gentechnischer Verfahren können die aus Bacillus thuringiensis isolierten Bt-Protein-Gene auf Pflanzen ü...

Carotinoide
Natürlicher Farbstoffe, die vor allem in Pflanzen vorkommen. Carotinoide gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie kommen in vielen Pflanzen vor, aber auch im Eigelb oder Tieren. Es sind etwa 800 verschiedene Carotinoide bekannt. Das häufigste und bekannteste ist Beta-Carotin, ein gelber Farbst...

Cartagena Protokoll
Internationales Abkommen, in dem völkerrechtlich verbindliche Regeln über den grenzüberschreitenden Handel mit 'lebenden gentechnisch veränderten Organismen' festgelegt sind. Das Protokoll wurde nach mehreren Verhandlungsrunden im Januar 2000 in Montreal verabschiedet. Nach dem letzten Verhandlungso...

Chitinase
Enzym, das Chitin, den Zellwandbaustein der meisten Pilze abbaut. Chitin übt bei verschiedenen wirbellosen Tieren (z.B. Insekten, Spinnen) ähnliche Stützfunktionen aus wie Cellulose bei Pflanzen. Chitin (ein Mehrfachzucker) ist auch in den Zellwänden von Hefen, Pilzen und Algen anzutreffen ...

Chloroplasten
eigenständige Einheiten in den Zellen grüner Pflanzen; Ort der Photosynthese

Chromosom
Träger der Erbinformation im Zellkern Chromosomen sind lange, fadenförmige Gebilde im Zellkern, die aus DNA, also dem Erbmaterial, sowie aus Proteinen bestehen. Vor einer Zellteilung, in deren Verlauf die Chromosomen auf die Tochterzellen verteilt werden, findet eine starke Kondensation der...

Coleoptera, auch: Käfer
artenreichste Gruppe der Insekten Coleoptera sind durch gehärtete Vorderflügel gekennzeichnet, die die häutigen Hinterflügel bedecken. Ihre Körpergröße reicht von weniger als einem Millimetern bis maximal 17 Zentimeter. Weltweit gibt es ca. 350.000 Käferarten. Ihr Vorkommen ist seit ...

Deletion
Verlust eines Teils der DNA-Sequenz Es können einzelne Basenpaare deletiert werden, aber auch Teile eines Chromosoms. Eine Deletion führt zu Deletions-Mutanten.Deletionen ereignen sich spontan, werden aber auch durch Mutagene wie etwa Röntgenstrahlen ausgelöst Das Gegenstück zu Deletionen ...

diploid
doppelter Chromosomensatz Viele höhere Organismen besitzen während der Hauptphase ihrer Entwicklung einen diploiden Chromosomensatz, d.h. die Zellen enthalten jedes Chromosom in zweifacher Ausfertigung (eines von jedem Elternteil). Dabei handelt es sich in der Regel nicht um identische Kopien: Zwar ...

DNA
Bezeichnung für den chemischen Aufbau der Erbinformation

DNA-Methylierung
natürlicher regulatorischer Prozess in der Zelle, der die Aktivität der Gene steuert. Spezielle Enzyme, Methyltransferasen, versehen den DNA-Baustein Cytosin an bestimmten Stellen im Genom mit einer Methylgruppe (CH3-Gruppe), es entsteht Methylcytosin. Sind hiervon regu...

DNA-Microarray
DNA-Chip, der Informationen über die Aktivität einzelner Gene liefert DNA Microarrays helfen dabei, mögliche Änderungen in der Aktivität (Expression) bestimmter Gene in Abhängigkeit von verschiedenen Faktoren herauszufinden. In der Gentechnik wird die Methode beispielsweise angewandt, um d...

Dormanz
bei Pflanzen: Samenruhe Dormanz, auch primäre Dormanz genannt, bezeichnet bei Samen den Zustand der Samenruhe, während derer keine Keimung erfolgt, auch wenn die Umweltbedingungen für die Keimung günstig sind. Das Vorhandensein einer gewissen primären Dormanz ist eine wichtige Eigenschaft he...

Dot-Blot-Hybridisierung
Siehe: Hybridisierung Bei der Dot-Blot-Hybridisierung wird die DNA punktförmig (†žDot†œ) auf den Filter (†žBlot†œ) aufgetragen.

EFSA
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Authority) Die EFSA wurde 2002 als zentrale Behörde für die Wissenschaftliche Risikobewertung der Lebens- und Futtermittelsicherheit in der EU eingerichtet. Seit 2005 ist Parma (Italien) der ständige Sitz der EFSA. Rechtsgrundlage ...

Elektrophorese
Methode zur Trennung von Molekülgemischen; liefert die typischen Bandenmuster, mit denen das Vorhandensein bestimmter Gene sichtbar gemacht werden kann. Die Elektrophorese ist eine häufig angewandte Methode in der Gentechnik. Die Molekülgemische, meist Protein- oder Nukleinsäuregemische werd...

Elektroporation
Methode zur Erzeugung von Löchern in biologischen Membranen, um DNA in lebende Zellen einzuschleusen Durch die Pulse eines sich entladenden Kondensators wird kurzeitig ein elektrisches Feld erzeugt, das in Zellwänden Löcher hervorruft, die sich sofort wieder schließen. Fremd-DNA kann durch d...

ELISA
Sehr empfindliche Methode, mit der bestimmte Moleküle (Proteine) nachgewiesen werden können. ELISA (enzyme-linked immunosorbent assay) ist ein inzwischen verbreitetes Verfahren, um einzelne Proteine nachweisen zu können Dabei nutzt man die Mechanismen des Immunsystems: Wird eine Substanz vom...

Embryo
bei Pflanzen: Keimling, Teil des Samens Der Embryo entwickelt sich aus der befruchteten Eizelle. Er besteht aus Keimachse, Keimwurzeln und Keimblättern und ist meist von Nährgewebe umgeben. Nach der Keimung entwickelt sich aus dem Embryo die junge Pflanze In Zellkulturen ist es unter bestimm...

Emulgator
Substanzen, die in der Lage sind, zwei miteinander nicht mischbare Flüssigkeiten zu verbinden. Sie werden vor allem dazu benutzt, Öl und Wasser in einer stabilen Mischung zu halten. Öl und Wasser stoßen sich aufgrund der elektrischen Ladung der Moleküle normalerweise ab. Mit Hilfe von Emulgatoren kö...

Emulsion
feinste Verteilung zweier Flüssigkeiten ineinander, die normalerweise nicht mischbar sind. Eigentlich lassen sich Wasser und Öl nicht miteinander mischen. Es gibt aber Hilfsstoffe, die eine sehr feine Verteilung der beiden Flüssigkeiten ineinander, eine Emulsion, ermöglichen. Ein Beispiel: Die Mayo...

Enzym
Biokatalysatoren; bewirken und beschleunigen biochemische Reaktionen. Als Enzyme (veraltet auch: Fermente) wird eine große Gruppe von Proteinen bezeichnet, welche die Reaktionsgeschwindigkeit biochemischer Prozesse - zum Teil um das Millionenfache - erhöhen Enzyme werden von allen lebenden ...

Epigenetik
beschäftigt sich mit Mechanismen, die die Genaktivität regulieren Obwohl die Zellen eines vielzelligen Organismus genetisch gleich sind, können sie aufgrund unterschiedlicher Genaktivität zu vielen verschiedenen Zell- und Gewebetypen differenzieren. Die Epigenetik beschäftigt sich mit den Mechanisme...

Event
Eine bestimmte transformierte Pflanzenzelle, aus der eine gentechnisch veränderte Pflanze hervorgeht. Bei der Entwicklung einer gv-Pflanze wird zunächst eine Pflanzenzelle transformiert: Ziel ist es, das Genkonstrukt mit dem Gen für das neue Merkmal in das Genom der Pflanze zu integrieren.&nb...

Existierendes Produkt
GVO-Produkt, das auf einer heute nicht mehr gültigen Rechtsgrundlage in der EU zugelassen wurde, jedoch weiterhin rechtmäßig auf dem Markt ist. 2004 wurden in der EU neue Rechtsvorschriften für die Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen sowie der daraus hergestellten Lebens- und Futtermittel wi...

Expression
Umsetzung der genetischen Information in Proteine Jede Zelle eines Organismus enthält die vollständige Erbinformation, d.h. in jeder Zelle sind alle Gene vorhanden. Jedoch werden in einer Zelle nur ganz bestimmte Gene gebraucht und nur die werden 'angeschaltet' Diese Aktivierung von Genen zu...

Fetthärtung
Verfahren, um flüssige pflanzliche Öle in feste, streichfähige Fette zu überführen. Die Fetthärtung ermöglicht es, flüssige pflanzliche Öle wie etwa Raps- oder Sojaöl in der Margarineherstellung zu verwenden. Das heute noch angewandte Verfahren wurde 1901 von dem deutschen Chemiker Wilhe...

Fettsäuren
Grundbausteine der Fettmoleküle. Struktur und Zusammensetzung der Fettsäuren sind maßgebend für die Eigenschaften der jeweiligen Fette. Alle Fettmoleküle haben eine ähnliche Grundstruktur: Es sind Verbindungen zwischen dem Alkohol Glycerin und mehreren Fettsäuren. Fettsäuren besteh...

Fingerprinting
Genetischer Fingerabdruck Unter Fingerprinting-Methoden werden Verfahren verstanden, mit denen über das Auffinden bekannter DNA-Abschnitte die jeweiligen getesteten Organismen, beispielsweise Bodenmikroorganismen identifiziert werden können. Dazu werden DNA-Fragmente miteinander verglichen...

Fitness
beschreibt die Konkurrenzstärke von Organismen Die Fitness eines Organismus wird durch verschiedene Faktoren wie unter anderem durch Vermehrungsfähigkeit, Überleben bei Ressourcenmangel (Umgang mit schlechteren Wachstumsbedingungen, Kolonisierung von Neuland) und Krankheitsresistenzen bestimm...

Flavonoide
Sekundäre Pflanzenstoffe, denen verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden. Flavonoide ist der Sammelbegriff für eine große Gruppe natürlicher Farbstoffe, die in den Randschichten fast aller Obst- und Gemüsearten, aber auch in bestimmten Nuss- und Getreidearten, Tee oder Kakao ...

Freisetzung
Ausbringen eines gentechnisch veränderten Organismus (GVO) in die Umwelt Immer, wenn eine gentechnisch veränderte Pflanze, Tiere oder Mikroorganismen außerhalb eines 'geschlossenen Systems' †“ etwa Labor, Gewächshaus oder Produktionsanlage - absichtlich in die Umwelt ausgebracht wer...

Fruktan
Fruktane ist der Sammelbegriff für eine Gruppe von Polysacchariden (Mehrfachzuckern), die alle fast ausschließlich aus Fructose (Fruchtzucker) bestehen. Zu der Gruppe der Fruktane gehören etwa Inuline, die vor allem in Chicorée, Zwiebeln, Artischocken oder Knoblauch gebildet werden Inuline s...

Functional Foods
(funktionelle Lebensmittel) Lebensmittel mit gesundheitsfördernder Wirkung Als Functional Foods werden in der Regel solche Lebensmittel bezeichnet, die über Nährwert und Genuss hinaus noch eine weitere 'Funktion' besitzen: Ihr Verzehr soll gleichzeitig ...

Gameten
Keim- oder Geschlechtszellen Im Unterschied zu den übrigen Zellen besitzen die Gameten †“ etwa Ei- und Samenzellen †“ nur einen einfachen Chromosomensatz. Gameten werden für die geschlechtliche Vermehrung bereitgestellt (Reifeteilung, Meiose). Nach der Vereinigung der mütterlichen und väterli...

Gen
Träger der Erbinformation Üblicherweise wird der Begriff Gen als ein definierter Abschnitt auf der DNA (engl.: Desoxyribonucleic acid) verstanden. Im klassischen Sinn bedeutet der Begriff eine 'Merkmalsanlage', die sich an einer bestimmten Stelle auf einem Chromosom (dem Genort ode...

Gene Silencing
Inaktivierung von Genen Wenn Gene inaktiv werden, ohne dass sich der entsprechende DNA-Abschnitt verändert hat, spricht man von gene silencing. Dabei handelt es sich nicht um ein spezielles Phänomen in transgenen Pflanzen, sondern um natürliche Mechanismen, mit deren Hilfe Pilze, Tiere und ...

Gene Targeting
Methode, bei der gezielt an einem bestimmten Ort im Genom gearbeitet werden kann. Durch Gene Targeting (target, engl.= Ziel) können Gene gezielt ausgeschaltet oder auch verändert werden. Gene Targeting wird in Bakterien, Hefen und auch bei der Maus bereits seit langem angewendet. Bei Pflanzen wird e...

Genkonstrukt
funktionale Einheit, die für die Übertragung bzw. die Ausprägung (Expression) des Zielgens notwendig ist. Neben dem Zielgen selber wird für die Ausprägung ein sogenannter Promotor ('Anschalter') und ein Terminator ('Stopsignal') benötigt In den meisten Fällen werden weitere Sequenzen eingeset...

Genom
Gesamtheit der Erbinformation in einer Zelle Die Erbinformation ist in den Genen eines Lebewesens gespeichert. Gene sind Abschnitte auf der DNA (engl Desoxyribonucleic acid).Das menschliche Genom mit 30.000 bis 40.000 Genen sowie das Genom von nahezu 100 weiteren Organismen - etwa der Maus m...

Genort, auch: Genlocus
Position eines bestimmten Gens im Genom bzw. auf dem Chromosom

Genotyp
Gesamtheit der Gene eines Organismus. Genotyp bezeichnet alle in der DNA codierten genetischen Informationen. Davon zu unterscheiden ist der Phänotyp (äußere Merkmale) eines Organismus. Man kann nicht von gleichen Phänotypen darauf schließen, dass die betreffenden Organismen über einen ident...

Genpool
Die Gesamtheit der Erbanlagen aller Individuen einer Population Unter einer Population wird hier eine Fortpflanzungsgemeinschaft verstanden, die ihr Erbgut untereinander austauscht In der Pflanzenzüchtung wird zwischen primärem, sekundärem und tertiärem Genpool unterschieden. Zum primären Genp...

gentechnisch veränderter Organismus
(GVO) Der Begriff 'gentechnisch veränderter Organismus' ist in verschiedenen europäischen Gesetzen und im deutschen Gentechnik-Gesetz definiert. 'Gentechnisch verändert' ist ein Organismus, dessen genetisches Material in einer Weise verändert worden...

Gentransfer; horizontal und vertikal
In der Gentechnik wird die Übertragung einzelner Gene von einem Spender- auf einen Empfängerorganismus als Gentransfer bezeichnet. Allgemein beschreibt der Begriff jedoch den Austausch genetischen Materials zwischen verschiedenen Lebewesen. Dabei ist der vertikale und der horizontale Gentrans...

Glufosinat
Herbizid-Wirkstoff zur Unkrautkontrolle; wird als Komplementärherbizid in Verbindung mit gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt. (Markenname: Liberty) Glufosinat (ein Ammoniumsalz der Aminosäure Phosphinotricin) wird als Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln (Herbizide) zur Unkrautkontro...

Glukanase
Enzym, das Glukane abbaut Glukane sind wichtige Stützsubstanzen in den Zellwänden von Pflanzen oder Pilzen. Sie gehören zu den Kohlehydraten. Chemisch bestehen sie aus den gleichen Grundbausteinen (Einfachzucker) wie Stärken, unterscheiden sich von diesen jedoch durch besondere Bindungsform...

Glutathion
Glutathion ist ein Tripeptid, das aus Glycin, Glutamat und Cystein gebildet wird. Es ist in fast allen Zellen in hoher Konzentration enthalten und kann als eine Art Redoxpuffer angesehen werden, d.h. bestimmte aggressive Stoffe werden daran gebunden. Es ist an der Entfernung toxischer Peroxide wie ...

Glyphosat
Herbizid-Wirkstoff zur Unkrautkontrolle; wird als Komplementärherbizid in Verbindung mit gentechnisch veränderten Pflanzen eingesetzt. (Markenname: Roundup) Glyphosat wird auf die Blätter gespritzt und in der Pflanze weitertransportiert. Die Wirkung über den Boden ist sehr gering Glyphosat ...

haploid
mit einfachem Chromosomensatz Haploide Zellen enthalten einen einfachen Chromosomensatz. Sie entstehen als Folge der Reifeteilung, wenn zur Erzeugung von Nachkommen Keimzellen (Pollen und Eizellen) in den Blütenanlagen einer Pflanze gebildet werden. Dabei werden die homologen Chromosomen aus...

Haploidenzüchtung
Erzeugung reinerbiger Linien In der Kulturpflanzenzüchtung wird die Erzeugung reinerbiger Linien angestrebt. Nur wenn das züchterisch interessante Merkmal reinerbig (homozygot) vorliegt, erfolgt in den Folgegenerationen keine weitere Aufspaltung des Merkmals. Um den reinerbigen Zustand zu e...

Herbizid
Chemisches Mittel, mit dem in der Landwirtschaft Unkräuter oder unerwünschte Konkurrenzpflanzen bekämpft werden. Die meisten in der konventionellen Landwirtschaft verwendeten Herbizide sind 'selektiv'. Sie wirken nur auf bestimmte, in der jeweiligen Anbaukultur unerwünschte Pflanzen. Für jede ...

Herbizidresistenz
Bei den derzeit kommerziell genutzten gentechnisch veränderten Pflanzen ist Herbizidresistenz das bei weitem dominierende Merkmal. Herbizidresistente Pflanzen gehören zu einem neuen 'System' zur Bekämpfung von Unkräutern. Dieses besteht aus zwei Komponenten: Pflanzen, die durch Einführen eine...

Heterologe Enkapsidierung
(Transkapsidierung) Bildung †žneuer†œ Viren durch die Umhüllung eines Virus mit dem Hüllprotein eines anderen Virus. Die heterologe Enkapsidierung (Transkapsidierung) ist ein natürlicher Vorgang und kann bei der Mischinfektion von Pflanzen mit verschiedenen Virusstämmen auftreten....

Heterosiseffekt
tritt auf bei Kreuzung zweier Inzuchtlinien, aus der vitalere Nachkommen hervorgehen. Der Heterosiseffekt ist etwa bei Mais, Roggen, Sonnenblume, Zuckerrüben, Zwiebeln, Gurken, Blumenkohl, Fichten, Kiefern, Lärchen und Pappeln bekannt. Er wird in der Pflanzenzüchtung genutzt (Hybridzüchtung)...

heterozygot
mischerbig In den Körperzellen aller höheren Tiere und vieler Pflanzen liegen die Chromosomen in doppelter Ausführung vor (diploid); ein Chromosom stammt jeweils vom Vater, das andere von der Mutter Liegt bei einem Organismus mit doppeltem Chromosomensatz das Gen für ein bestimmtes M...

Histone
Proteine im Zellkern Histone nehmen wie 'Spulen' den DNA-Faden mit jeweils zwei Windungen auf. Etwa 25 Millionen solcher Spulen befinden sich im Kern einer menschlichen Zelle und 'verpacken' die DNA, allerdings mit unterschiedlichem Komprimierungsgrad: Gene in dicht gepackten Stellen sind nicht lesb...

homologe Chromosomen
gleichartige Erbanlagen verschiedener Individuen In Körperzellen höherer Tiere und Pflanzen liegt jedes Chromosom in doppelter (diploid), bei einigen Pflanzenarten auch in mehrfacher (polyploid) Ausführung vor. Die entsprechenden Chromosomen passen hinsichtlich Form, Struktur und der Abfolge der Gen...

Homologie
Übereinstimmungen oder Ähnlichkeiten biologischer Strukturen Homologie (griechisch homos = gleich) beschreibt in der Biologie allgemein die Ähnlichkeit zwischen Arten oder einzelnen Individuen unter anderem hinsichtlich ihres Aussehens, ihres Verhaltens und bezüglich der Übereinstimmung ihrer Erbinf...

homozygot
reinerbig: gleichartige Erbanlagen verschiedener Individuen In den Körperzellen aller höheren Tiere und vieler Pflanzen liegen die Chromosomen immer in doppelter Ausführung vor (diploid); ein Chromosom stammt jeweils vom Vater, das andere von der Mutter. Gene, die auf einem gleichen (homolog...

Humangenomprojekt
Internationales Projekt zur vollständigen Entschlüsselung der menschlichen Erbsubstanz Die ca. drei Millionen Basenpaare des menschlichen Genoms zu entschlüsseln, war die Aufgabe des im Jahre 1990 begonnen Humangenomprojektes, das von einem internationalen Forschungsverbund ins Leben geruf...

Hybride; Hybridsorte
im biologischen Sinne ein Individuum, dass durch Kreuzung zweier genetisch weit entfernter Elternorganismen entstanden ist Es kann sich bei den Eltern um Individuen verschiedener Arten (z.B. Pferdestute und Eselhengst wird zum Maultier) oder auch um stark separiert gezüchtete Organismen einer 'Inzuc...

Hybridisierung
Methode zum Nachweis einer spezifischen DNA-Sequenz Eine DNA-Sequenz kann man sich als einen Reißverschluss vorstellen.

hypoallergene Nahrung
Säuglingsnahrung, die Allergien vorbeugen soll Bei hypoallergener Nahrung wird tierisches Eiweiß vor allem der Kuhmilch so weit aufgespalten, dass der Körper es besser toleriert Das körpereigene Immunsystem erkennt das allergie-auslösende Eiweiß nicht und der Entstehung einer Allergie wird so ...

Immunglobuline
(Ig) spezielle Proteine, mit denen das Immunsystem körperfremde Erreger abwehrt Damit das Immunsystem fremde Erreger erkennen und abwehren kann, werden Antikörper gebildet. Sie markieren die eingedrungenen Erreger, so dass sie von anderen Zellen (z.B. Makrophagen, 'Killerzellen'...

in vitro
bezeichnet Vorgänge außerhalb des lebenden Organismus In vitro bedeutet wörtlich 'im Glas' (lat. vitrum=Glas) Bei In-vitro-Untersuchungen werden Organismen und Strukturen nicht in ihrem natürlichen Zusammenhang, sondern unter experimentellen Bedingungen untersucht. Zieht man etwa e...

Inokulation
Einimpfung Einbringen von Erregern wie Pilze oder Bakterien in einen Organismus (z.B. Pflanzen) oder Nährboden

Insektenresistenz
Insektenresistenz ist nach Herbizidresistenz das zweithäufigste kommerziell genutzte Merkmal gentechnisch veränderter Kulturpflanzen. Derzeit werden vor allem gentechnisch veränderte Mais-, und Baumwollpflanzen mit Insektenresistenz angebaut. In allen Fällen leitet sich dieses Eigenschaft au...

Insertion
Einbau eines Stückes Erbmaterial (DNA) oder auch nur einzelner Bausteine in ein Gen Insertion kann in einer Zelle von selber auftreten, wie dies bei Mutationen der Fall ist. Sie kann aber auch durch gentechnische Methoden gezielt herbeigeführt werden. Hierbei wird mit Hilfe von Enzymen der D...

Integration
Einbau eines DNA-Stückes in ein Chromosom Dies geschieht mit Hilfe von Enzymen, die den DNA-Strang aufschneiden und das DNA-Stück an den offenen Enden einbauen Gegensatz zur transienten Expression, wo das Gen nur zeitweise 'neben' dem Genom vorliegt, nicht eingebaut (integriert) und nach ein...

Inulin und Oligofruktose
Komplex aufgebaute Zuckermoleküle (Polysaccharide) Grundelemente sind Glukose (Traubenzucker) und Fruktose (Fruchtzucker). Inulin besteht aus bis zu 90 Zuckerbausteinen. Als Reservekohlenhydrat wird es vor allem in Pflanzen wie Chicorée, Zwiebeln, Artischocken oder Topinambur gebildet. Oligo...

Isogene Linie; isogene Sorte
Linien bzw. Sorten, bei denen alle Gene identisch sind. Bei gentechnisch veränderten Pflanzen werden als isogene Ausgangslinien diejenigen nicht-gentechnisch veränderten Pflanzen bezeichnet, die zur Erzeugung der GVO-Pflanzen verwendet wurden. Diese Linien/Sorten unterscheiden sich bis auf die gente...

Kallus, auch: Mikrokallus
kleine Haufen undifferenzierter pflanzlicher Zellen.

Kanamycin-Resistenz
Widerstandsfähigkeit gegen das Antibiotikum Kanamycin. Das natürlich vorkommende bakterielle nptII-Gen codiert ein Enzym, das die Wirkung der Antibiotika Kanamycin und Neomycin blockiert Das nptII-Gen ist als Markergen in vielen gentechnisch veränderten Pflanzen und Mikroorganismen enthalten...

Kerntransfer
Übertragung des Kerns einer Körperzelle in eine unbefruchtete Eizelle, deren Zellkern zuvor entfernt wurde. Der Kerntransfer ist wie die Mikroinjektion eine gängige Methode zur Erzeugung eines gentechnisch veränderten Tieres. Zunächst werden neue Gene in die DNA einer Körperzelle eingeführt. D...

Klonbibliothek
Eine Genbank, die DNA-Sequenzen (Klone) und Informationen dazu enthält. Mittels dieser Banken können dann DNA-Sequenzen in bislang unbekanntem Probematerial aufgefunden und identifiziert werden.