Diese Wörterliste ist online nicht mehr verfügbarDie Wörterliste, in der das Wort aufgeführt war, gibt es nicht mehr oder die Website ist nicht (mehr) online. Nachstehend finden Sie eine Kopie der Informationen. Eventuell ist die Information nicht mehr aktuell. Wir weisen Sie darauf hin, bei der Beurteilung der Ergebnisse kritisch zu sein.Seite 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
aalen, sich (umgs.) sich rekeln, sich genüßlich ausruhen. »Inne Ferien wer’ ick ma richtich ausaal’n.« Aas (mnd. a¯s) häufig gebrauchtes Schimpfwort. ’n ollet Aas, Aasbande, Aaskröte. »So’n reichet Aas, dit stinkt zum Himmel.« »Dir Aas kenn’ ick.« Ist niemand in einer Wohnung anzutreffen: »Keen Aas zuhause.« Aber auch zärtlich gemeint: »’n richt’jet kleenet süßet Aas.« aasen seit dem 19. Jh. im Sinne von verschwenden, vergeuden. Mutter zu ihrem Kind: »Aas nich so mit der Marmelade rum.« Auch: veraasen. ab erschöpft, abgearbeitet. »Vater is janz ab.« abäschern, sich sich sehr bemühen, sich übermäßig anstrengen. abbeißen, einen einen Schnaps trinken. abblitzen zurückgewiesen werden, einen Korb bekommen. abbrummen eine Strafe absitzen. abbumsen (ostberl.) ironisch für Ø abkindern. abdrehen weglaufen, flüchten. aber fett etwas bestätigen, anstelle von `aber sicher`. abfahren 1. hinauswerfen. 2. »Ick fahr’ uff die voll ab.«, jemanden oder etwas toll finden. abfallen mißglücken, zurückgewiesen werden. Passivisch mit lassen: jemanden schlecht behandeln. abgeben, sich sich befassen mit, schlechten Umgang haben mit. »Jib da bloß nich mit dem ab!« abgebrannt pleite, blank, ohne Geld. Ursprünglich bezogen auf denjenigen, der sein Haus durch eine Feuersbrunst verloren hat. abgebrüht kaltschnäuzig, gewissenlos, verschlagen, durchtrieben. Von nd. brüen = necken plagen. abgebrochener Riese kleiner Mensch. Metaphorisch auch für jemanden, der hoch hinaus wollte, es aber nicht geschafft hat. abgehalftert heruntergekommen. »Seit der keene Arbeet mehr hat, is er janz schön abjehalftert.« Abgeleitet von abhalftern = müde werden. abgehen losgehen. Insbesondere in der jugendsprachlichen Wendung »Da jeht die Post ab«, was meint: »Das geht echt geil los.« abgemeldet erledigt sein. »Der is bei mir abjemeldet«, der ist für mich erledigt, mit dem will ich nichts mehr zu tun haben. Abgewöhnen, zum Ausdruck der Abscheu oder der Verachtung. »Der Typ ist echt zum Abjewöhn’.« Auch als Entschuldigung: »Na, noch een Schnaps zum Abjewöhn’.« Auch jugdsprl. ’ne Abjewöhne = ein unsympathisches Mädchen. abhauen sich davon machen, das Weite suchen. Als Drohung in der bekannten Redewendung: »Mensch, hau ab oder ick verjeß ma.« abjachern, sich bis zur Atemlosigkeit, zur Erschöpfung laufen, hetzen. Auch: abjachtern. abkindern (ostberl.) einen Staatskredit durch weitere Kinder ablösen. Ø abbumsen. abklappern absuchen. Verteiler von Werbeprospekten müssen »die janze Jejend bzw. die Briefkästen abklappern«. abklavieren abzählen. »Woher weeßt’n dit?« - »Dit kann man sich doch an fünf Finger abklavier’n.« abkratzen sterben. abkurven weglaufen, flüchten. abladen (rotw.) das Geld abladen/hergeben. ablaufen, sich einer Sache hinterherlaufen. »Bis de dit Jeld hast, kannste dir de Hacken abloof’n.« ablegen bezahlen. Ableger eigenes Kind. Bildliche Erweiterung (Personifizierung) des Ablegers einer Pflanze. ableuchten überprüfen. abluxen etwas auf schlaue Weise an sich bringen, jemandem Geld auf unredliche Weise, besonders beim Spiel, wegnehmen. abmachen aus dem Sinn schlagen. »Mach dir dit ja ab!« abmurksen ermorden, töten. abnehmen lassen, sich anstelle von sich aufnehmen lassen, im Sinne von fotografieren lassen. abnibbeln sterben. abplastern abblättern. »Kaum ham se dit Haus jestrichen, schon plastert die Farbe wieder ab.« abprachern erbetteln. abrabbeln, sich oder abrappeln sich abarbeiten. Ø auch aufrappeln. abrackern, sich sich abarbeiten, sich schinden. Abreibung Tracht Prügel. Drohend: »Willst wohl ’ne Abreibung ham, wa?« abreißen 1. eine Gefängnisstrafe absitzen (um 1900 aufgekommen). 2. Nur in der Negation im Sinne von `es hört nicht auf`: »Dit Rejenwetter reißt aber ooch ja nich ab.« Beruht auf dem Sinnbild des nicht reißenden Fadens. abrocken (jgdsprl.) tanzen. abrubbeln abreiben. abschieben verschwinden. »Schieb ab!« Abgeleitet von der im 18. Jh. belegten Bedeutungsvariante »weggehen, flüchten«. abschrammen fortgehen, fliehen. Abspeckzuber Badewanne. abstinken mißglücken, zurückgewiesen werden. abwackeln 1. tanzen und 2. weggehen. abwaschen »Dit wäscht dir keen Rejen ab.«, das hilft dir alles nichts. acheln (jidd.) essen. Achtgroschenjunge früher für Polizeispitzel, heute für Stricher. Die Berliner Polizei zahlte im späten 18. Jh. dem Spitzel acht Ø Groschen für jede Anzeige. achtkantig jem. »achtkantig« = in hohem Bogen rausschmeißen. ackern arbeiten. Ackerlotte ursprünglich Mädchen aus der Ackerstraße (Berlin-Wedding), heute für Mädchen mit schlechtem Benehmen. Affe Bereits im 19. Jh. belegt, u. z. in der Wendung »Er hat sich ’nen Affen jekooft.«, er ist betrunken. Heute ein häufig benutztes Schimpfwort in zahlreichen Komposita: Affenarsch, du alter Affe etc. Eine Affenjacke ist eine zu kurze Jacke (Anfang des 19. Jhs. von engl. monkey-jacket), unter Affentheater versteht man ein wirres Durcheinander. Eine Affenschleuder ist eine Schaukel, während Affenschaukel nicht eine Schaukel bezeichnet, sondern ironisch die Straße `Adlergestell` Eine besondere Schmach ist eine Affenschande (nd. apenbare Schanne »offenbare Schande«), ein Lackaffe ist ein eitler Mensch. Wer beim Sitzen eine komische Haltung einnimmt »sitzt wie’n Affe uff’m Schleifstein«. Jemand, der perplex ist, sagt: »Ich gloob, mich laust’n Affe.« An einem besonders heißen Tag ist ’ne Affenhitze. Folge: »Ick schwitz wie’n Affe.« Bleibt noch die Frage: »Du bist wohl vom Affen jebiss’n?« Akedemie auch Akemie ironisch für Akademie. Aki Fertigkeit. »Du hast keen Aki bei’t Verkoofen.« (frz. avoir de l’acquis `etwas los haben`). Akovit schlechter Branntwein (von lat. aqua vitae). Aletebaby Bezeichnung für Willy Brandt Anfang der 60er Jahre. (Alete = Markenname einer Kindernahrung) Alex Alexanderplatz in Berlin-Mitte. alle 1. zu Ende. »Der Kaffee is alle.« 2. alle werden = aufhören, sterben. »Davon wirste doch nich alle.«, d. h. das schadet dir nicht. 3. jem. alle machen jemanden fertig machen. 4. «Ick bin völlig alle«, völlig k. o. 5. «Wer’n se alle!« - Verschwinden sie! Alsche Frau, Mutter, Alte. Nordd. seit dem 19. Jh. Alter, Alte Bruder, Partner, Vater, Freundin, Ehefrau, Mutter, Partnerin. Alumücke Düsenjäger. Amateuse Prostituierte ohne »Gewerbeschein«. Ambacht (aus dem Nl. = Handwerk) in Berlin: »Was is Ambacht?«, was ist Sache? Amerikaner rundes Gebäck mit Zuckerguß. amtlich »Dit is noch nich amtlich.«,es ist ungewiß. amüsieren »Ick hab ma amüsiert wie Bolle uff’n Milchwagen.«, also hervorragend. Amüsiertablette Glatze. anblaffen jem. anmeckern. Von blaffen »schreien, schimpfen«, bereits im 15. Jh. belegt. anblasen jem. anmeckern, zur Rede stellen. andudeln, sich eenen sich betrinken. »Jestern abend hat er sich janz schön eenen anjedudelt.« Übertragen von im 19. Jh. dudeln = schlecht singen; wer viel getrunken hat, singt schlecht. Auch umgs. dudeln = kräftig trinken. angeäthert betrunken. angeben prahlen. »Der jibt an wie ’ne Lore Affen.« angebufft 1. angestoßen. »Bist wohl anjebufft?«, spinnst wohl? 2. geschwängert, seit dem späten 19. Jh. angenüchtert angetrunken. angesäuselt angetrunken. Angstmacher Messer. Angströhre Im 19. Jh. für Zylinderhut (engl. anxiety hat = Angsthut); heute für eine enge Hose, insbesondere Jeans. anhauchen jem. grob anfahren. Animus (lat. animus = Geist, Seele, Mut) Ahnung. »Da hatt’ ick gleich den richt’jen Animus.« anknabbern »Dit Mädchen is ja zum Anknabbern.«, zum Liebhaben, zum Gernhaben. anknippern (mnd. knüppen = knüpfen) verknoten, mit einem Knoten anbinden. ankohlen scherzhaft anschwindeln. ankratzen sich einen Mann angeln. anlabern belästigen, ansprechen. Ø labern. anlachen eine Bekanntschaft machen. »War ick inna Disco, hab ick ma den Typen anjelacht.« anlegen sich mit jemandem Streit suchen, sich entzweien. anmachen sich jemandem nähern mit dem Ziel, mit ihm in’s Bett zu gehen. Ø auch anquatschen, anwichsen. anmeiern, sich 1. sich bei sozial Höherstehenden beliebt zu machen suchen. 2. schwindeln und 3. jemanden Ø anschmieren. 4. in Nachteil geraten: »Da biste anjemeiert.« anmerken an jem. etwas bemerken: »Dat hajik’n gleich anjemerkt« - das ist mir gleich an ihm aufgefallen. anmotzen (jgdsprl.) anmeckern, beschimpfen. anno dunnemals Ø dunnemals. Anodenwumme Kofferradio. anpeesen schnell angelaufen kommen. anpetzen anzeigen. Ø petzen. anpummeln, sich sich warm anziehen. Ø einpummeln. anpusten (mhd. anbusten = blasend anfachen) grob anreden. anquatschen anreden, Ø anmachen. Anreißer früher Ausrufer vor Verkaufsbuden, auch Portier von Vergnügungslokalen, heute umgs. für die Berufsbezeichnung `Propagandist(in)`. anschmieren 1. jemanden reinlegen und 2. sich aufdrängen. anständig Mittel zur Graduierung: »Ick war janz anständig besoff’n.« »Ick hab ’n anständ’jen Hunger.« anstehen zusagen, gefallen. Bei Glaßbrenner: »Kann ick Ihnen anstehen, oder haben Sie sonst ein Verhältnis.« anstreichen vergelten. »Dit vergeß’ ick nich, dit werd’ ick dir anstreich’n.« antalpschen Ø talpschen antanzen ankommen. »Jetz kommt der schon wieder anjetanzt.« Antigrippin Schnaps. antrudeln (md., nd. trudeln = rollen, sich wälzen) gemächlich daherkommen oder auch ankommen, sein Ziel erreichen. anwackeln wie Ø antrudeln. anwichsen 1. jemanden Ø anmachen. 2. jemanden bedrohen. Anzug »Dir stoß ick aus’n Anzug!«, Androhung von Gewalt. AOK-Chopper Rollstuhl (AOK = Allgemeine Ortskrankenkasse). Appelfatzke Steigerung von Ø Fatzke. Arbeiterbrause Sekt. Arbeiterdenkmal Arbeiter, der sich auf seinem Werkzeug, z. B. einer Schaufel, ausruht. Jemand, der nach dem Motto handelt: »Die Arbeet jacht ma, aber ick bin schneller.« Entstanden mit Bezug auf das 1900 auf dem Andreasplatz zu Berlin errichtete Arbeiterdenkmal. Arbeitereisbein Rollmops. Ø auch Eisbein. Armkasse Armenkasse. »Es jibt gleich wat aus de Armkasse.«, Androhung von Prügel. Armleuchter dummer Mensch. Arsch (ahd. Hintern, Gesäß) wie in anderen Dialekten auch fehlt dieses Wort nicht im Berliner Schimpfwortschatz. Es ist äußerst produktiv und in zahlreichen Komposita zu finden. Arschgeige bezeichnet eine persona non grata, Arschficker ist aggressiv für Homosexuelle, ein Arsch mit Ohren spricht bildlich für sich. Arschkriecher leben nach dem Radfahrerprinzip `nach oben buckeln, nach unten treten`. Als Drohung: »Dir tret’ ick ’n Arsch platt.« Asche 1. Geld (frz. acheter). 2. Unsinn. Um 1800 stand in einem Lokal in der Elsässer Straße: aschingern zu Aschinger (früher stadtbekannte Volksgaststätten, zuletzt noch nahe Bahnhof Zoo) gehen. Nach den Brüdern Aschinger, die, aus Bayern kommend, das Restaurant gründeten. Asphaltblase (ostberl.) Trabant. Ø Plastikschüssel, Plastepanzer. Vgl. auch amerikanisch `bubble car`. Ast sich einen Ast lachen, sich kaputt lachen. »Mir feift der Ast«, ich brauch eine Zigarette; in Analogie zu »mir piept die Lunge«. asten unter schwerer Last gehen. astrein einwandfrei, hervorragend. »Der Film is astrein.« Entstanden durch Bezug auf astlochfreies Holz, das wertvoller als Holz mit Astlöchern ist. Atschö Adieu, Tschüß. Atta Glatze, aber auch Kopf. Atze 1. Schwester oder Bruder. »Wo ist denn dein Bruder?« - »Meene Atze is draußen.«, 2. Kosename für Arthur. Au Backe Ausruf der Bewunderung oder der Betroffenheit. auf wird in der Regel uff gesprochen. auffallend »Stimmt uffallend.«, stimmt genau. aufgabeln jemanden treffen, eine Frau Ø aufreißen. »Wo hast ’n die uffjejabelt.« Im 17. Jh. belegt im Sinne von »auf eine Gabel spießen« und wohl von daher abgeleitet. aufgehen dick werden. »Meine Olle jeht uff wie’n Fannkuchen.« aufmotzen sich, (mhd. aufmutzen) jemanden, etwas auffällig kleiden, herrichten. »Den Laden ham se janz schön aufjemotzt.«, schick gemacht. aufmucken sich widersetzen. Von mnd. mucken = halblaut murmeln. aufplustern, sich sich aufblasen, sich empören. »Bloß wejen die paar Mark hat der sich uffjeplustert!« Von mnd. plustern = zersausen, wie es das Federvieh tut, wenn es mit dem Schnabel im Gefieder herumwühlt. aufpuckeln jemandem Arbeit aufladen. »Die Scheißarbeit krieg’ immer ick uffjepuckelt!« Abgeleitet von `buckeln, einen Buckel machen`. aufrappeln, sich (nd. rappeln = sich aufraffen, bewegen) gesund werden. »Der stand schon mit een Been inna Kiste, denn hat er sich aber wieder uffjerappelt.« Wer sich in der Schule aufrappelt, erbringt bessere Leistungen. aufreißen jemanden erfolgreich Ø anmachen, »’ne kesse Biene uffreißen.« aufsteckern aufstören. Wahrscheinlich abgeleitet von ahd. stecken »anheften, annageln«. Auftritt 1. Fußtritt, 2. eine interessante Angelegenheit. ausbaldowern auskundschaften. Über die Gaunersprache aus dem Jiddischen baal = Mann und dowor = Sache, Wert. auseinanderpolken entwirren, Verwickeltes auseinandersetzen. Ø polken. auseinanderposamentieren wie Ø auseinanderpolken. ausfressen eine strafbare Handlung begehen. »Junge, wat haste wieder ausjefressen?« ausgekocht (jidd. kochem = weise) raffiniert, pfiffig, verschlagen, durchtrieben sein. ausglitschen ausrutschen. Intensivbildung zu (aus)gleiten. ausklamüsern (nd. Klamüser = Grübler, spitzfindiger Geselle) herausfinden, herausbekommen. ausklinken (mnl. clinken = erschallen, hell tönen) 1. aufregen und 2. gebären. auskneifen (nd. knipen = davonlaufen) fliehen, ausrücken. ausknobeln wie Ø ausbaldowern. Abgeleitet von knobeln, erstmalig 1813 in der Studentensprache belegt. auskratzen weglaufen, fliehen. ausmähren eine Tätigkeit langsam, `im Zeitlupentempo` ausführen, was oftmals Anlaß zu der Äußerung gibt: »Mensch, hat der sich wieder ausjemährt!« Vielleicht zurückzuführen auf Mähre = klappriges Pferd. auspellen entkleiden. Abgeleitet von pellen = schälen. Ø Pelle. Auspuffmieze Beifahrerin auf dem Motorrad. Mieze = Kosebezeichnung für Katze. ausquatschen, sich sich aussprechen. ausreißen verschwinden, sich aus dem Staub machen. Negierend: sich nicht so viele Umstände machen. »Nu reißen sich ma’ keen Been aus.« aussehen bezweifeln, in der Wendung »So siehste aus!«. Außerhalbscher Nichtberliner. austutschen austrinken. Auster Qualster, ausgespieener Schleim. ausverschämt unverschämt. auswachsen »Dit is zum Auswachsen!«, Ausruf der Ungeduld. au wacker au weia. Sicherlich mit Anspielung auf den Berliner Fußballklub Wacker 04. Aweck (von frz. avec = mit) mit Leichtigkeit, mit Esprit, mit Eleganz. »Der macht seine Arbeit mit’n jewissen Baa-Affe im 19. Jh. für ein neugierig zuschauendes Kind. Backbeere Backbirne. Backe Drohung: »Dir hau ick den Putz vonna Backe!« Backobst »Danke für’t Backobst.«, ironische Ablehnung. Wahrscheinlich abgeleitet von der soldatischen Bezeichnung Lazarettpflaume, die in der preußischen Armee gebraucht wurde. Backpfeifengesicht »Der hat’n richt’jet Backfeifenjesicht.«, im erweiterten Sinne ein dümmlicher Gesichtsausdruck. Backzahn Im 19. Jh. ironisch für Infanterie-Offizier. Soll auf den Spruch Friedrich des Großen zurückgehen: »Die Infanterie ist dazu berufen, den Feind zu zermalmen«. baden »Dir ham se wohl als Kind zu heiß jebadet?«, du bist wohl verrückt? baden gehen scheitern, untergehen. baff verblüfft. »Ick war janz baff.« »Da biste baff, wa?« Bahnhof 1. »Ick versteh immer nur Bahnhof.«, ich versteh gar nichts. 2. Gesicht: »Krist eene uff’n Bahnhof, daß de Kopp stehst.« Balbier Barbier. Als Verb `rasieren`. »Jemand über’n Löffel balbieren.«, d. h. jemanden betrügen. baletti machen etwas ordentlich machen. Von umgs. `paletti`. Balg Kind, gelegentlich mit leicht negativer Konnotation. Seit dem 18. Jh. besonders im nordd. Raum. Balkon »Hat die ’n Balkon!« Ausruf des Erstaunens über eine vollbusige Frau. Ballast der Republik (ostberl.) ironisch für den Palast der Republik. ?? auch Pallazo Prozzo. ballern schießen. Ballon (ital. pallone = großer Ball) Kopf. Drohend: »Ick jeb’ da gleich wat uff’n Ballon.« Bammel Furcht. Rückbildung und Übertragung von bammeln = sich schaukeln, hin und her bewegen. An der Dahme, einem Nebenfluß der Spree, gibt es bei Grünau eine Stelle, vor der Segler aufgrund der Strömungen »Bammel haben«, weswegen diese Stelle Bammelecke genannt wird. Bammelage (frz. ausgesprochen) Alles, was runterhängt oder runterbaumelt, z. B. Ohrringe. Adjektivisch bammelig für schlecht sitzende Kleider. Banane »Die Banane ist geschält.«, der Fall ist abgeschlossen, die Sache ist gelaufen. Bange Furcht, Angst. »Bange machen jilt nich.« »Hab mal keene Bange.« Bank »durch de Bank reden«, durcheinander oder auch miteinander reden. »durch de Bank durch reden«, d.h., ein jeder redet. barft barfüßig, mit bloßen Füßen. barfuß nackt, in der Wendung »Ick war barfuß bis zum Halskragen.« Abgeleitet von im 19. Jh. »barfuß bis an die Schultern«. barmen (nordd. und omd.) jammern, bitten. Bart »Nu is der Bart ab!«, jetzt ist es vorbei. Batz Kopf. »Krist gleich war vor’n Batz!« Bauklötze staunen äußerst verwundert sein. Klötzer vielleicht in Analogie zu Glotzen = Augen. Um 1900 in Berlin aufgekommen. Beamtenbutter Senf. beaten (jgdsprl.; engl. to beat = den Takt, die Trommel schlagen) tanzen. beboomölen »Dit is zum Beboomölen!«, das ist zum Verrücktwerden. | SuchenGeben Sie hier Ihren Suchbegriff ein.
Zuletzt gesuchtLetzte Suchaufträge. In Klammern stehen die Ergebnisse bzw. ähnliche Ergebnisse.• Integument (10/6) • Trude (6/25) • adstringierend (9/1) • Mammutbaum (5/2) • Universalpoesie (2/0) • monophobie (3/0) • Vertrauenshaftung (4/0) • Lufttrocken (3/0) • Durchstecherei (2/0) • Bundesstaat (14/7) • monophobie (3/0) • Fujiyama (5/2) • Konduktor (10/0) • Keratokonus (10/0) • Benedix (4/0) • Ecdyson (6/1) • Kurztagpflanzen (5/0) • Kurztagpflanzen (5/0) • stichomythie (5/0) • Landesverwaltung (6/2) • Kurztagpflanzen (5/0) • merita (3/7) • Ngor (3/11) • agalaktie (6/0) |
|||||||||||||
| © Enzyklo MMXII | Kontakt | Datenschutz | ||||||||||||||