Kopie von `Digit online! - Imaging Glossar`

Die Wörterliste gibt es nicht mehr oder die Website ist nicht (mehr) online. Nachstehend finden Sie eine Kopie der Informationen. Eventuell ist die Information nicht mehr aktuell. Wir weisen Sie darauf hin, bei der Beurteilung der Ergebnisse kritisch zu sein.
Digit online! - Imaging Glossar
Kategorie: Verschiedene Industrien Handwerk > Imaging
Datum & Land: 10/10/2008, DE
Wörter: 60


Additive Farbmischung
Auf den additiven Grundfarben Rot, Grün und Blau basierendes Farbsystem. In der Mischung ergeben die Grundfarben weiß. Das Verfahren lässt sich am besten durch die Mischung von Lichtfarben veranschaulichen. Fernseher und Computermonitore basieren auf der additiven Farbmischung.

Alpha-Kanal
Zusätzlicher Kanal, der z.B. Maskierungen oder Verläufe enthalten kann. In professionellen EBV-Programmen können mehrere dieser Alpha-Kanäle angelegt werden.

Auflösung
Anzahl der Bildelemente (Pixel) oder Druckpunkte pro Längen- oder Flächeneinheit. (s.a. dpi, ppi, lpi). Typische Auflösung für den Druck von Halbtonbildern sind 300 dpi.

Bit
Binary Unit; steht für die kleinste Informationseinheit im binären Zahlencode, also 0 oder 1.

Bitmap
einfachstes Grafikformat, bei dem die Bildpunkte innerhalb eines zweidimensionalen Koordinatensystem mit einem x,y-Wert (Lage des Bildpunktes) und einem Farbwert beschrieben werden.

Brightness
Helligkeit, Merkmal von Farbsystemen wie HSB oder HSL

Byte
binäres Datenpaket aus 8 Bit, ein Byte kann 256 Zahlen, Zeichen oder Farbwerte repräsentieren.

CCD
Charge Coupled Device, ladungsgekoppelte Halbleiterelemente; setzen Licht in elektrische Ladung um und werden deshalb in Form von Chips oder Zeilensensoren in Scannern und Digitalkameras eingesetzt.

CIE
(Commission Internationale de l'Eclairage) Eine internationale Normenkommission, die eine Reihe von Standards für die Farbdefinition entwickelt hat, z.B. den L*a*b*- oder L*u*v*-Farbraum. Diese Normvorgaben sind Grundlage für die Farbdefinition in DTP-Standards wie z.B.: Postscript Level 2.

CMYK
subtraktive Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz für den Vierfarbendruck. K steht für die Skelettfarbe Schwarz, um Verwechslungen mit dem S für Sättigung/Saturation auszuschließen.

Continuos Tone
(CT) Erzeugung von Halbtönen ohne Rasterung

CRT
Cathode Ray Tube; Kathodenstrahlröhre; kommt in unterschiedlichen Ausführungen z.B. in Monitoren, Filmrekordern und Fotopapierbelichtern zum Einsatz.

Dateiformat
Festlegung, wie Daten von Texten, Bildern usw. abgelegt werden. Je nach Dateiformat können bei Bildern auch Alphakanäle (->) mitgespeichert werden. Zudem komprimieren manche Formate die Bilddatenmenge. (-> Komprimierung)

Digitalisierung
CCD-Elemente oder Photomultiplier in digitalen Kameras oder Scannern setzen Bildpunktinformationen proportional zu Farbe und Dichte in eine Ladung bzw. Strom um, der bei der nachfolgenden Analog-Digital-Wandlung (AD-Wandlung) als digitale Information codiert wird.

Dithering
Simulation von Farbtönen im Druck oder am Monitor durch Rasterung von darstellbaren Farben in regelmäßiger oder unregelmäßiger Verteilung.

dpi
dots per inch - Maß für die geometrische Auflösung eines Bildes im Druck. Ein inch entspricht 2,54 cm. Je höher der dpi-Wert, desto besser die Darstellung von Halbtonbildern, umso größer aber auch die anfallende Datenmenge.

Elektrostatdruck
Druckverfahren vor allem für großformatige Bilder. Das Funktionsprinzip: Papier oder Kunststoffträger wird elektrostatisch aufgeladen. Proportional zu dieser Aufladung werden feste oder flüssige Tonerpartikel aufgebracht.

EPS
Encapsulated Postcript; Dateiformat auf dem Postscript-Standard basierend.

Farbmanagementsysteme
Verfahren zur Steuerung der Farbwiedergabe über einen mehrstufigen Produktionsprozeß. Da bei der digitalen Produktion in unterschiedlichen Farbräumen gearbeitet wird (Scanner-RGB, Monitor-RGB, umgerechnet CMY/CMYK) müssen die Farbwerte entsprechend umgerechnet werden. Dazu werden Profile für die beteiligten Geräte und Verfahren erstellt. Aus der Verbindung zweier Profile ergibt sich die zur Umrechnung notwendige Umrechnungstabelle (Look Up Table). Für Farben, die in einem Farbraum nicht darstellbar sind, wird die nächstmögliche Farbe gewählt.

Farbraum
Modell zur anschaulichen Darstellung von Farbe, das sich aus der zahlenmäßigen Beschreibung von Farben ergibt. Über den CIE-Farbnorm geht Farbempfindung des menschlichen Sehapparates mit ein.

Farbseparation
Zerlegung eines Farbbildes in die für den Mehrfarbendruck erforderlichen subtraktiven Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Das Schwarz wird als Zusatzfarbe für eine bessere Tiefenwirkung mitgedruckt. Für die Umrechnung sind Farbraumtransformationen erforderlich.

Farbtiefe
Informationsmenge, mit der die Farbe eines Bildpunktes beschrieben wird. Für qualitativ hochwertige Reproduktionen sind 8 Bit pro Farbe erforderlich. Mit 8 Bit können 82 = 256 Farbschattierungen dargestellt werden. 3 x 8 Bit ergeben dementsprechend 256 x 256 x 256 = 16,7 Millionen Farben.

Filmbelichter
Reprotechnisches Gerät zur Belichtung von Strich- und Rasterdaten auf fotografischen SW-Lithfilm.

Filmrekorder
Gerät zur Belichtung von Farbbildern auf Dia- oder Negativfilm. Je nach Verfahren unterschiedliche Qualität. CRT-Belichter bis 16000 Linien pro Formatseite, Verfahren über Lichtwellenleiter oder optische Abbildung bis 50 Linien/mm.

Frequenzmodulierte Rasterung
Statt verschiedene Tonwerte mit unterschiedlich großen Druckpunkten umzusetzen, die in einem bestimmten Abstand zueinander stehen, arbeitet das frequenzmodulierte Raster mit gleich großen Rasterpunkten, deren Anzahl pro Fläche entsprechend dem zu reproduzierenden Tonwert variiert. Ihre räumliche Verteilung folgt genau festgelegten mathematischen Zufallsregeln.

Gammakurve
Gewichtung der Tonwerte eines Bildes bezüglich der Lichter, Schatten oder Mittelwerte. Die Gammakurve kann in vielen EBV-Programmen manipuliert werden, um eine Linearisierung der Tonwertwiedergabe zu erzielen.

Gamut
Bereich der darstellbaren Farben z.B. eines Druckers. Abhängig vom Farbraum (->) und den verwendeten Farbstoffen. Tonwert- und Farbumfang, der von einem System oder Verfahren dargestellt bzw. reproduziert werden kann.

GCR
Gray Component Removal, ähnlich wie bei UCR werden durch Farbmischung erzielte Grauanteile durch entsprechende Schwarzanteile ersetzt.

Gigabyte
1024 Megabyte, siehe auch Kilobyte und Megabyte.

Graustufen
Helligkeitswerte eines Bildes, im Rasterdruck ergibt sich die Anzahl der Graustufen aus dem Zusammenhang ( dpi : lpi ) x 2 : lpi = Anzahl der darstellbaren Graustufen (maximal 256 bei 8 Bit).

High Color
'Tausende Farben', Farbdarstellung mit 3 x 5 Bit, ergibt 32768 darstellbare Farben.

Histogramm
Darstellung der Tonwertverteilung in einem Bild. Für jede der 256 Stufen in einem 8-Bit-Bild oder -Kanal wird die Zahl der Bildpunkte ermittelt, die diesen Wert repräsentiert.

HSB-Modell
Farbsystem mit den Parametern Hue, Saturation Brightness; verwandte Systeme: HSV (Hue, Saturation, Value) und HSL (Hue Saturation, Lightness).

Hue
Farbton, ohne Berücksichtigung von Helligkeit und Sättigung.

Inkjet
Verfahren bei dem der Farbstoff in Form von flüssiger Tinte oder verflüssigtem Wachs aufgebracht wird, unterschiedliche Technologiepatente (z.B. Canon Bubblejet), sehr gute Qualität für die Halbtondarstellung.

Interpolation
Verfahren zur Vergrößerung oder Verkleinerung von Bilddateien durch Hinzurechnen bzw. Eliminieren von Zwischenwerten. Die Güte des Interpolationsverfahrens entscheidet über die resultierende Bildqualität.

Kalibrierung
Abstimmung von Ein- und Ausgabegeräten.

Kilobyte
1024 Byte, siehe auch Megabyte und Gigabyte.

Komprimierung
Reduktion der Datenmenge, um Speicherplatz oder Übertragungszeiten zu sparen. Bekannte Standards sind JPEG oder MPEG. Das grundsätzliche Verfahren: Bei der Komprimierung eines Bildes werden je nach Grad der Komprimierung Pixel mit gleichen oder ähnlichen Tonwerten zusammengefaßt. Die Komprimierung kann so gewählt werden, daß entweder die gesamte Bildinformation erhalten bleibt, wobei der Grad der Komprimierung zwangsläufig geringer ist, oder auf Kosten der Qualität stärker komprimiert wird.

lpi
lines per inch, Maß für die Rasterweite

Megabyte
1024 Kilobyte, siehe auch Kilobyte und Gigabyte.

Moiré
Fehler bei der autotypischen Rasterung im Mehrfarbendruck, der dann auftritt, wenn durch falsche Winkelung der Auszugsfilme zueinander Frequenzüberlagerungen stattfinden.

Photo CD
von Kodak entwickeltes System zur Digitalisierung und Speicherung von Farbbildern auf einem CD-Datenträger. Die Bilder werden ge-scannt und in dem von Kodak entwickelten YCC-Farbraum kodiert. Jedes Bild wird in fünf oder sechs (Pro Photo CD) Auflösungen gespeichert, die für unterschiedliche Anwendungen, z.B. Bilddatenbank, Darstellung am Monitor oder Druck vorgesehen sind.

Pixel
Picture Element; kleinstes Element eines digitalen Bildes mit definierten Orts- und Farbkoordinaten.

Portfolio CD
Variante der Photo CD, die als Multimedia-Format den strukturierten Zugriff auf Bild, Ton, Text und Grafik ermöglicht. Die Erstellung von Portfolio CD ist mit entsprechender Kodak Software möglich.

Postscript
Von Adobe entwickelter Standard für die Speicherung von Bild- und Textdokumenten. Der Vorteil von Postscript ist, daß Dokumente weitgehend geräteunabhängig beschrieben werden können, d.h. zum Beispiel die Auflösung eines Bildes wird erst im Gerät festgelegt, das die Dokumente ausgibt. Dazu ist ein Postscript-Interpreter notwendig, der die im Dokument implementierten Vorgaben an die gerätespezifischen Eigenschaften anpaßt. Postscript Level 2 beinhaltet unter anderem eine Verbesserung der farbmetrischen Fähigkeiten, da der CIE-Referenzfarbraum bereits integriert ist.

Proof
Kontrollausdruck; in der Druckvorstufe werden beim Proofen zunehmend digitale Proofverfahren mit Inkjet- oder Thermosublimationsdruckern eingesetzt, die die Bedingung des jeweiligen Druckverfahrens simulieren.

RAM
(Random Access Memory) Speicher, der wechselnde Informationen für die CPU (Central Processing Unit, Hauptprozessor) bereithält. Nach dem Ausschalten geht die Information im RAM verloren, daher die Bezeichnung flüchtig. Meist als SIMMs (Single Inline Memory Modules) im Rechner eingebaut.

Rasterweite
Anzahl der Rasterpunkte die pro inch dargestellt werden können. Angabe in Linien pro cm l/cm oder Linien pro inch lpi. 60er Raster meint 60 L/cm, und entspricht ca. 150 lpi.

RIP
Raster Image Prozessor; wandelt Postscript-Daten für den Druck um. Entweder als selbständiger Rechner (Hardware-RIP) oder als Software-RIP.

Saturation
Sättigung einer Farbe, bzw. Grad der Verweißlichung

Scanner
Gerät zur Digitalisierung von Bildinformationen.

subtraktive Farbmischung
Farbsystem mit den Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb, bei dem die Absorption von Wellenlängenbereiche des Spektrums beschrieben wird. Das Ergebnis einer Mischung ist immer dunkler als die Ursprungsfarbe.

Thermosublimation
Druckverfahren für Halbton-Bilder; Funktionsprinzip: Farbstoffe werden durch Heizelemente von einer Trägerfolie abgelöst und auf eine Empfangsschicht übertragen (Papier/Folie), sehr gute Qualität.

Thumbnail
grob aufgelöste Minaturdarstellung eines digitalen Bildes

TIFF
Tagged Image File Format, häufig verwendetes Dateiformat in der Bildverarbeitung, daher für Datenaustausch mit Serviceunternehmen geeignet.

Tintenstrahldrucker
Druckverfahren Inkjet, mikrofeine Flüssigtonerpartikel werden über feine Düsen auf einen Papier- oder Kunstoffträger aufgebracht. Großformatige Tintenstrahldrucker

True Color
Bezeichnung für die Farbdarstellung mit 3 x 8 = 24 Bit (-> Farbtiefe, High Color)

UCR
Under Color Removal; Unterfarbenkorrektur, Verfahren zur Reduktion des Farbauftrags im Mehrfarbendruck, äquivalente CMY-Farbmengen werden durch Schwarz ersetzt.

Unscharfmaskierung
Unsharp Masking (USM) - Verfahren zur Scharfzeichnung eines Bildes, Qualität abhängig von der Güte des verwendeten Algorithmus.