Kopie von `Münzen Lexikon`

Die Wörterliste gibt es nicht mehr oder die Website ist nicht (mehr) online. Nachstehend finden Sie eine Kopie der Informationen. Eventuell ist die Information nicht mehr aktuell. Wir weisen Sie darauf hin, bei der Beurteilung der Ergebnisse kritisch zu sein.
Münzen Lexikon
Kategorie: Geschichte und Ethnologie > Münzen
Datum & Land: 04/07/2008, DE
Wörter: 3526


Cellini, Benvenuto
Der am 3. November 1500 geborene italienische Goldschmied, Bildhauer und Medailleur der Spätrenaissance führte ein abenteuerliches Künstlerleben, das er in einer Autobiographie verarbeitete. Sie wurde von Goethe ins Deutsche übersetzt und bildete die Vorlage für die Oper von Berlioz. Als Medailleur und Stempelschneider arbe...

Cent
Kleines Münznominal der USA seit 1793, 100 Cent = 1 Dollar (lat. centum = hundert). Die Bezeichnung Cent wurde in den Währungsgebieten des Dollars als dessen Hundertstel übernommen, z.B. in Kanada, Australien und Neuseeland, wie auch in vielen Ländern des Sterlingblocks. Seit 1816 galt in den Niederlanden 100 Cents = 1 Gulden un...

Centas
Kleine Münzeinheit (lat. centum = 100) in Litauen zwischen 1925 und 1940 und wieder seit 1993. 100 Centu = 1 Litas.

Centavo
Kleine Münzeinheit (lat. centum = 100) in Portugal (seit 1911) und den meisten portugiesischen Kolonien und häufig in deren Nachfolgestaaten. 100 Centavos = 1 Escudo.

Centecimo
Kleine Kupfermünze aus Bolivien, die nur 1864 als 1- und 2-Centecimo-Stück geprägt wurde. 100 Centecimos = 1 Boliviano.

Centen
Spanische Bezeichnung für verschiedene Goldmünzen, die im 100-fachen Wert einer Münzeinheit geschlagen wurden: 1. Beiname der sehr seltenen, riesengroßen 100-Escudos-Goldstücke, die Philipp III. (1598-1621) in den Jahren 1609 und 1618 ausgeben ließ. Auch sein Nachfolger Philipp IV. vergab den Auftrag zur Herstellung...

Centenionalis
Spätrömische Bronzemünze, die im Zuge der Münzreform (346-350 n.Chr.) von Constans (337-350) und Constantius II. (337-361) mit einem Durchmesser von 17 bis 19 mm eingeführt wurde. Es gibt verschiedene Typen, viele davon tragen auf der Rs. die abgekürzte lat. Umschrift FEL TEMP REPARATIO (Wiederherstellung glücklic...

Centesimo
Kleine italienische Münzeinheit, die 1805 im Zuge der napoleonischen Reformen - nach dem Vorbild des französischen Centime - als dezimale Unterteilung der Lira-Währung eingeführt wurde. 100 Centesimi = 1 Lira. Die Ausprägung begann 1806 unter der Schwester Napoleons, Elisa Bonaparte und ihrem Mann Felix Baciocchi im Fü...

Centième
Kleine Scheidemünze in den Kolonien Französisch-Indochina (Kambodscha, Kotschin-China, Laos und Tongking) zwischen 1896 und 1943. 100 Centièmes = 1 Piastre.

Cèntim
Kleine Münzeinheit in Andorra. 100 Cèntims = 1 Diner.

Centime
Zunächst von der Nationalversammlung als kleinste Recheneinheit des neuen Dezimalsystems 1793 in Frankreich beschlossen: 100 Centimes = 10 Décime = 1 Livre. Nach einigen frühen (nicht ganz konsequent durchgeführten) Ansätzen in Russland war Frankreich das erste europäische Land, in dem das Dezimalsystem im Münzw...

Céntimo
Kleine Münzeinheit, die in Spanien unter Isabella II. (1833-1868) seit 1854 als 5-, 10- und 25-Céntimos-Stücke eingeführt wurde: 100 Céntimos = 1 Real. Elf Jahre später wurden Medio- (1/2), 1-, 2 1/2-, 5-, 10-, 20- und 40-Centimos-Stücke als Unterteilungen des Escudo ausgemünzt (100 Centimos = 1 Escudo). ...

Centin
Benennung des Alfonso d´oro.

Cerbara
Die Brüder Giuseppe (1770-1856) und Niccolo (1793-1869) Cerbara waren beide an der päpstlichen Münze in Rom beschäftigt und schufen eine Reihe von Medaillen. Der ältere Bruder, der mit vollem Namen oder mit G. C. signierte, war seit 1812 Mitglied der Schönen Künste San Lucca in Rom. Der jüngere Bruder (Signat...

Ceres
Römische Göttin der Landwirtschaft, die auf Münzen häufig mit den Attributen Zepter und Ähren dargestellt wurde. Sie entspricht der griechischen Göttin Demeter.

Cesati, Alessandro
Gemmenschneider der Spätrenaissance, der außerdem auch Stempel für Münzen, Medaillen und Siegel schnitt. Der aus Zypern stammende Künstler hatte den Beinamen 'Il grechetto', seine genauen Lebensdaten sind nicht bekannt. Zwischen 1540 und 1561 war 'der Grieche' ständig an der päpstlichen Münze in Rom besch&au...

CFA-Franc
Währungseinheit der ehemaligen schwarzafrikanischen Kolonien Frankreichs (Colonies Françaises d´Afrique). Nach der Unabhängigkeit der westafrikanischen Kolonien 1960 bildeten die Staaten Dahome (Benin), Obervolta (Burkina Faso), Elfenbeinküste, Mali, Mauretanien, Niger, Togo und der Senegal die Westafrikanische Währ...

CFP-Franc
Die Abkürzung CFP stand früher für C(olonies) F(rançaises) du P(acifique) und ist heute noch in Verbindung mit Franc als Währungssymbol der französischen Überseegebiete im Pazifik gebräuchlich. Der CFP-Franc gilt in Neukaledonien, der Insel nordwestlich von Neuseeland, das mit der Loyalty- und anderen klein...

Ch´ien
Chinesische Bronze- oder Messingmünzen mit einem Loch in der Mitte, seit dem 19. Jh. von den Engländern Cash, von den Franzosen Cache und hierzulande Käsch genannt. Nach Schrötter ist der Ausdruck auf das Wort 'Ch´üan', nach anderer Transkription 'Tsüan', mit der Bedeutung Rundmünzen zurückzuführen...

Chaise d´or
Französische und niederländische Goldmünze in gotischem Stil. Die erste Chaise d´or wurde 1303 unter dem französischen König Philipp IV. (1285-1314) im Wert von 62 1/2 Sols tournois geschaffen. Die Vs. zeigt den König auf einem verzierten gotischen Thron sitzend, mit Zepter und Lilie in Händen, die Rs. das B...

Chalkus
Nach Schrötter bezeichnete das Wort (griech. chalkoi) Bronzemünzen allgemein, wurde aber auch auf bestimmte Werte von Bronzemünzen angewendet. In Athen wurde der Obolos mit 8 Chalkoi bewertet, in Priene mit 16. In Sizilien nannte man den Chalkus Uncia, wobei 12 Unciae mit einer Litra bewertet wurden.

Chalmers, John
Amerikanischer Goldschmied, der 1783 eine Reihe von Tokens in Annapolis (Maryland) schlug. Es handelt sich um Threepences, Sixpences und Shillings, die auf den Vs.n seinen Namen und den Prägeort und auf den Rs.n Wertbezeichnung und Datum als Umschrift zeigen. Es gibt verschiedene Typen, als Motive dominieren zwei verschlungene Hände, Krei...

Champagnertaler
Volkstümliche Bezeichnung für den zwischen 1838 und 1871 geprägten doppelten Vereinstaler. Er wurde als Vereinsmünze der Mitgliedsstaaten des Zollvereins durch den Dresdner Münzvertrag vom 30. Juni 1838 geschaffen und war in allen nord- und süddeutschen Zollvereinsstaaten gültig. Mit dem hohen Gewicht von 37,1 g G...

Chanukka-Münzen
Spezielle israelische Prägungen auf das achttägige Lichterfest, das die Juden alljährlich zur Erinnerung an die Wiedereinweihung des Tempels in Jerusalem durch Judas Makkabäus im Jahre 165 v.Chr. feiern. Jedes Jahr erscheinen zu diesem Fest Münzen mit der Darstellung der schönsten 8-flammigen Chanukka-Leuchter. Viele d...

Chaplain, Jules Clement
(1839-1909)Einer der führenden französischen Stempelschneider und Medailleure des Jugendstils, seit 1881 Mitglied der Academie des Beaux Arts in Paris. Chaplain machte sich vor allem um die künstlerische Erneuerung der gegossenen Medaille und der Plakette verdient. Neben einem umfangreichen Medaillenwerk schuf er die Stempel für die neue S...

Châtel tournois
Bezeichnung des tempel- oder burgähnlichen Münzbildes, das auf dem Denier tournois und auf dem Gros tournois (Turnosegroschen) zu sehen ist. Die ursprüngliche Darstellung des Châtel tournois ist ein Kompromiss zwischen dem Stadttor von Tours und der Abteikirche.

Chelone
Volkstümlicher Name für eine Münze von Aigina, die als eine der frühesten Silbermünzen Europas gilt. Der Name leitet sich aus der Darstellung einer Schildkröte (griech. chelys) auf der Münze ab. Eine Erklärungsmöglichkeit für das eigentümliche Münzbild wird darin gesehen, dass in vormü...

Chetrum
Kleine Münzeinheit im Königreich Bhutan von 1974 bis 1979. Die Bezeichnung Chetrum (Phyed Tam = 'halbe Münze') geht auf die Narayani Rupie von Cooch Behar zurück. Sie wurde ursprünglich im Wert einer halben Rupie ausgeprägt, sank aber zu einer Kupfermünze im Wert von ca. einer Paisa herab. Mit der Einführung ...

Chevronperlen
Eine besondere Form der Glashandelsperlen stellen die Chevronperlen dar. Einzelne Stücke der zylindrischen und eiförmigen Perlen können so groß wie Taubeneier ausfallen. Sie zeigen um die Bohrung eine gezackte, sternförmige Musterung in blau-weiß-roter Farbe. Die meisten wurden in Europa hergestellt und als Handelspe...

Chhertum
Bezeichnung der kleinen Münzeinheit des im östlichen Himalaja gelegenen Königreichs Bhutan seit 1979. Sie löst das Chetrum ab, die 1/100 Unterteilung des Ngultrum.

Chi-Rho-Symbol
Aus den griechischen Buchstaben Chi und Rho gebildetes Monogramm, das als christliches Symbol zum ersten Mal auf Münzen der konstantinischen Ära erscheint. Siehe auch Christogramm.

Chiao
Bezeichnung für das seit Ende des 19. Jh.s in China ausgeprägte 10-Cent-Stück. In Hongkong wird die Münze auch Hao genannt. Die Volksrepublik China prägte 1990/91 Stücke mit der Bezeichnung Jiao. 10 Chiao = 1 Yuan (Dollar).

Chimäre
Ein Ungeheuer der griech. Sage, das aus Löwe, Ziege und Drache zusammengesetzt ist. Nach der griechischen Mythologie wurde die Chimäre von dem auf Pegasus reitenden Held Bellerophon getötet. Die Chimäre ist mit und ohne ihren Bezwinger auf einigen antiken Geprägen dargestellt worden, u.a. auf Münzen von Korinth, Leukas...

China-Dukaten
Dänische Goldmünzen aus dem Jahr 1746, die aus chinesischem Gold geprägt wurden. Dies wird durch die lateinische Inschrift im Abschnitt der Münzrückseite bezeugt: EX AVRO SINICO (dt.: aus chinesischem Gold). Es gibt zwei Rückseitentypen: Einer zeigt ein gekröntes Wappen, auf dem anderen ist ein antikes Segelschiff...

Chinfram
Volkstümliche Bezeichnung für eine portugiesische Münze zu 12 Dinheiros, die ab 1472 unter Alfons V. (1438-1481) geschlagen wurde. Die Münzbezeichnung soll von dem portugiesischen Wort 'chifrar' (dt.: abschaben) hergeleitet sein und auf die Geringwertigkeit der Münze anspielen.

Chipkarte
In der Entwicklung begriffenes modernes Zahlungsmittel. Auf der Chipkarte werden mittels elektronischer Chips Daten (z.B. über den Wert) als digitale Information gespeichert. Das bekannteste Beispiel für eine Chipkarte ist die Telefonkarte, auf der ein Guthaben gespeichert ist, das durch kostenpflichtige Benutzung aufgebraucht wird. Auch ...

Chlamys
Ursprünglich antiker Schultermantel für Krieger und Reisende im 6. Jh. v. Chr., der gewöhnlich auf der rechten Schulter befestigt wurde. Das Bekleidungsstück ist z.B. auf den Schultern des sonst unbekleidet dargestellten Gottes Poseidon auf Stateren der Stadt Poseidonia aus dem 6. Jh. dargestellt. Später ging die Bezeichnun...

Cho Gin
Brotlaibförmige Silberbarren aus der Feudalzeit Japans, die vom 16. bis in die Mitte des 19. Jh.s. gebräuchlich waren. Nach Schrötter wurden sie ursprünglich von den Shogunen als Belohnung für besondere Dienste verteilt, bevor sie später als Zahlungsmittel dienten. Ihre Länge betrug ca. 90 mm bei schwankendem Gewi...

Chon
oder Tschon ist die Bezeichnung für die kleine koreanische Münzeinheit, die 1902-1904 zuerst nach russischem Stil (Wappenadler), danach nach japanischem Vorbild (Drachen) ausgegeben wurde. Die Münzeinheit wurde nach 1948 sowohl von Süd- als auch von Nordkorea in das Münzsystem übernommen. 100 Chon = 1 Won.

Chop marks
Kleine chinesische Gegenstempel in Form von dünnen Schriftzeichen und kleinen Einschlägen, die ab Mitte des 18. Jh.s von privaten Händlern und Wechslern an europäischen, indischen, japanischen, amerikanischen, mexikanischen und auch chinesischen Silbermünzen und an Barren angebracht wurden. Sie sollten die Güte des Ede...

Chrisma
Christogramm

Christfest-Taler
1. Im allgemeinen Sinn Sammelbegriff für alle talerförmigen Münzen und Medaillen, deren Prägung sich in Schrift oder Bild auf die Geburt Christi bezieht. Ein Beispiel ist der Gedenktaler des Bistums Münster, der auf Veranlassung Ferdinands von Bayern (1612-1615) das Motiv der Anbetung Christi zeigt. 2. Im engeren Sinn wer...

Christian d´or
Dänische Goldmünze (Pistole), die unter König Christian VII. (1766-1808) 1771 in kleinen Mengen (207 Exemplare) eingeführt wurde. Im Jahr 1775 ließ der dänische König 22.721 Stücke der Goldmünze ausprägen, die er zur Ausgleichszahlung bei dem Gebietstausch der Grafschaft Oldenburg gegen einen Teil ...

Christinchen
Deutsche Bezeichnung für die schwedischen 4-Mark-Stücke, die während der Regierungszeit der Königin Christina von Schweden (1632-1654) zwischen 1638 und 1649 geschlagen wurden. Sie wurden in Schweden Kristinkje genannt. Es wird auch die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass die zwischen 1634 und 1654 ausgegebenen 1-Mark-St&...

Christiner
Bezeichnung des schwedischen 8-Mark-Stücks, das (laut Wilcke) nach der Münzordnung von 1649 geprägt worden ist. Thomas Lautz stellte fest, dass von diesen Stempeln keine Abschläge im 8-Mark-Gewicht existieren, sondern nur rare Abschläge in den Gewichten eines 1 1/2-fachen und doppelten Riksdalers. Diese Stücke sind in ...

Christodoulossche Fälschungen
Der aus Zypern stammende Fälscher Constantin Christodoulos ahmte vor allem seltene antike griechische Münzen nach und betrog dadurch eine Menge von Sammlern. Seine Technik bestand darin, sich Abdrücke von Originalmünzen zu besorgen, von denen er im Gussverfahren bronzene Stempel herstellte. Da der Guss nicht scharf genug war, mu...

Christogramm
Die griechischen Buchstaben P (Rho) und X (Chi) ergeben ineinander gesetzt das Monogramm Christi, auch Chrisma genannt. Es sind die beiden Anfangsbuchstaben für das griechische Wort 'Christus'. Das Christogramm wurde von den frühen Christen als Erkennungssymbol der Anhänger des christlichen Glaubens verwendet. Auf einem reduzierten F...

Christophgroschen
Groschenmünzen aus 8 1/2-lötigem Silber, die nach dem Münzvertrag der Norddeutschen Städte 1501 von der Stadt Hildesheim und im Jahr 1502 in Braunschweig geprägt wurden. Der Name geht auf das Münzbild zurück, das den hl. Christophorus mit dem Christuskind bei der Durchquerung eines Gewässers zeigt. 24 Christo...

Christophstaler
1. Sammelbezeichnung für württembergische Talermünzen aus dem 16.-18. Jh., die auf ihrem Münzbild die Darstellung des Christophorus zeigen. Die Prägungen setzten 1573 unter Herzog Ludwig von Württemberg (1568-1593) ein und endeten 1740 unter Herzog Karl Friedrich (1738-1744). Teilweise gehören die Münzen zu d...

Christusgulden
Goldgulden des Utrechter Bistums, die während der Amtszeit Davids von Burgund (1456-1496) eingeführt und häufig nachgeahmt wurden, z.B. in Köln und Trier.

Christusklippe
Keine Münze, sondern eine württembergische Medaille in Klippenform aus dem Jahr 1626, die in der Regierungszeit von Herzog Johann Friedrich (1608-1628) im Gewicht eines Vierteltalers geprägt wurde. Die Vs. zeigt das Brustbild Christi mit dem lat. Bibelzitat EGO SVM VIA VERITAS & VIT (Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben) i...

Chromstahl
Hochwertiger Stahl, dem 13-19% Chrom zugesetzt wird, womit eine größere Härte und Verschleißfestigkeit erzielt wird. Dieser Werkstoff wurde auch für Prägewerkzeuge verwendet. In Verbindung mit Nickel (ca. 10%) ist die Legierung auch noch korrosionsbeständig. Trotz aller Vorteile wurden diese Verbindungen sehr se...

Chronogramm
In Beschriftungen auf Medaillen und Münzen sind manchmal einzelne Buchstaben vergrößert hervorgehoben. Diese Buchstaben sind zugleich Ziffern in lateinischer Schreibweise (I = 1, V = 5, X = 10, L = 50, C = 100, D = 500, M = 1000), die zusammengezählt eine Jahreszahl ergeben. Diese Jahreszahl kann sich u.a. auf das Prägejah...

Chrysus
Von 'golden' abgeleitete Bezeichnung bestimmter antiker Goldmünzen (Stater). Das Wort war meist mit einem Beiwort verbunden, das sich auf die Herkunft der Goldmünzen bezieht. Es handelt sich um Didrachmen attischen Münzfußes im Gewicht von ca. 8,6 g und deren Stückelungen. Zu den Chrysi zählen z.B. die Goldmünzen...

Chukram
Kleine indische Kupfermünze des Teilstaats Travancore bis 1945. Es gab auch silberne Doppel- und Vierfach-Stücke, letztere im Wert von 1 Fanam. 1 Chukram = 16 Cash.

Churchill Crown
Britische Gedenkmünze zu 5 Shillings aus dem Jahr 1965 auf den Tod Sir Winston Churchills (1874-1965) im Jahr 1965. Die Vs. zeigt das Kopfbild Königin Elisabeths II., die Rs. das Kopfbild des englischen Staatsmanns, der sich im 2. Weltkrieg als Verteidigungs- und Premierminister (1940-1945) große Verdienste um Großbritannien e...

Cianfrone
1. Italienische Bezeichnung für Belagerungsmünzen, die in der Engelsburg in Rom 1527 während der Belagerung, Plünderung und Brandschatzung der Stadt (Sacco di Roma) sowie ein Jahr später in Neapel während der Belagerung durch die kaiserlichen Truppen geschlagen wurden. Die Bezeichnung soll sich aus dem ital. 'cianfrusa...

Ciffert
Ostfriesischer Halbstüber vom 16. bis ins ausgehende 18. Jh. Der Name leitet sich wohl vom ostfriesischen 'cijfferen' (rechnen) ab und wurde schon im frühen 16. Jh. als Kurzname der 'Cifferten Flemsche' für den zum Kurs von 6 Witten ausgegebenen Groninger Stüber benutzt, umgerechnet in 'Olde Flemsche' (alte flämische St&uum...

Cigoische Fälschungen
Luigi Cigoi (1811-1875) aus Udine war ein geschickter Fälscher, vor allem spätrömischer Münzen aus der Kaiserzeit. Er stellte Abschläge von selbstverfertigten Stempeln her, die er dann nachgravierte. Seine spezielle Technik bestand darin, echte gewöhnliche Münzen in seltene Stücke umzugravieren.

Cincinnati Mining & Trading Company
Die Gesellschaft münzte 1849 in San Francisco aus kalifornischem Gold 5- und 10-Dollar-Stücke, die auf der Vs. die Büste eines Indianers zeigen und mit dem Firmennamen beschriftet sind. Die Rs.n der seltenen Golddollars zeigen einen fliegenden Adler über der Jahreszahl und die Wertangabe.

Cincuentin
Die Benennung leitet sich von dem Wert der größten spanischen Silbermünze zu 50 Reales ab. Die 'Riesen' mit einem Durchmesser bis zu 73 mm und einem Gewicht bis zu 172 g wurden zwischen 1609 und 1659 in der mechanisierten Münze zu Segovia hergestellt. Die in der Regierungszeit des spanischen Königs Philipp III. (1598-1621)...

Cinquén
Kupfermünze aus Ibiza zu 5 Dineros aus dem Jahr 1686, die auf den Balearen zirkulierte.

Cinquina
Italienische Bezeichnung einer Reihe von Münzen mit dem Nominalwert 5. In Neapel ließ König Ferdinand I. von Aragon (1458-1494) ein silbernes 5-Tornesi-Stück prägen, das als Cinquina bezeichnet wurde, aber durch Münzverschlechterung 1497 auf 2 Tornesi herabgesetzt wurde. Auf Malta war die Cinquina ein kupfernes 5-Gran...

Cinquinho
Kleine portugiesische Silbermünze aus der Regierungszeit des Königs João II. (1481-1495). Ihr Name leitet sich aus ihrem Wert von 5 Reis ab.

Cista mystica
Kista mystica

Cistophor
Kistophoren

Civil War Token
Sammelbegriff für die Token (Notgeld), die während des amerikanischen Bürgerkriegs (1861-1864) ausgegeben wurde. Die Notmünzen wurden in verschiedenen Nominalen, meist als 1-Cent-Stücke, in Kupfer, Messing, Zinn, selten in Silber ausgegeben. Die ca. 10.000 verschiedenen Typen aus der Zeit des Bürgerkriegs bilden ein be...

CL
Münzzeichen für die in der Münzstätte Genua geprägten Münzen für Frankreich (1811-1814).

Clark Gruber & Co.
Die US-amerikanische Firma eröffnete während des Goldrauschs in Denver im Bundesstaat Colorado neben einer Bank auch eine Prägeanstalt. Letztere münzte Nominale zu 2 1/2, 5, 10 und 20 Dollars aus, die mit den Jahreszahlen 1860, 1861 und 1863 versehen sind. Die 10- und 20-Dollarstücke von 1860 zeigen über der Wertbezeic...

Clementia
Römische Verkörperung der kaiserlichen Tugenden Milde und Gnade, die auf Münzen aus der römischen Kaiserzeit als weibliche Gestalt mit den Attributen Zepter und Zweig dargestellt wurde.

clevischer Gulden, Taler
Klevischer Gulden, klevischer Taler

Clinkaert
Niederländische Bezeichnung für die goldenen Chaise d´ors, die unter Wilhelm V. (1350-1389) von Bayern-Holland und seinen Nachfolgern geprägt wurden. Wilhelm VI. (1404-1414) ließ auch Drittel-, Halb- und Doppel-Clinkaert schlagen. Die letzte Ausprägung erfolgte 1433 unter Philipp dem Guten von Burgund (1419-1467).

CNI
Abkürzung für Corpus Nummorum Italicorum.

Coadjutor
Wenn Bischöfe oder Erzbischöfe durch Krankheit, Gebrechlichkeit oder sonstige Umstände an der Ausübung ihres Amtes verhindert waren, konnte das Domkapitel einen Coadjutor wählen, der die episkopalen Aufgaben übernahm. Diese Praxis war vor allem im Spätmittelalter gebräuchlich, meist war der Coadjutor auch der...

Cob
Englische Bezeichnung für roh geprägte, meist ausgefranste und eckige Gold- und Silberstücke, die zwischen dem 16. und 18. Jh. in sehr einfach ausgerüsteten spanisch-amerikanischen, meist mexikanischen Münzstätten hergestellt und mit der sog. spanischen Silberflotte verschifft wurden. Dabei handelte es sich meist um St...

Coburger Heller
Kleine Kupfermünzen zu einem halben Pfennig, die 1640 in der Regierungszeit Friedrich Wilhelms II. von Sachsen-Coburg-Altenburg eingeführt und von seinen Nachfolgern bis zum Ende des Jh.s in großen Stückzahlen geprägt wurden. Die Kupferstücke waren zunächst nur einseitig, später auch doppelseitig bepräg...

Coin
Englisches Wort für Münze; französische Bezeichnung für den Münzstempel.

Colombina
Beiname des Mailänder Groschens (Grosso) aus der 2. Hälfte des 15. Jh.s, der nach dem Münzbild einer kleinen Taube (ital.: colombina) benannt wurde. Im 16. Jh. wurde der halbe Ambrosino als Colombina bezeichnet.

Colón
Seit 1896 Währungseinheit in Costa Rica. 1 Costa-Rica-Colón = 100 Céntimos (Centavos). Seit 1919 als Nachfolger des Pesos Währungseinheit in El Salvador. 1 El-Salvador-Colón = 100 Centavos. Der Name Colón ist die spanische Bezeichnung für den Entdecker Kolumbus.

Colonial Bills
Papiergeldemissionen der britischen Kolonien von Nordamerika ab 1690 (Massachusetts). Der Mangel an Kurantgeld führte zur hemmungslosen Ausgabe von Papiergeld, was wiederholte Entwertungen bedingte. Schließlich wurden die Colonial Bills 1773 außer Kurs gesetzt.

Colonnato
Italienischer Beiname des weit verbreiteten Typs des Acht-Reales-Stücks, der die Säulen (ital. Colonnato) des Herkules im Münzbild zeigt. Die spanische Silbermünze war als Handelsmünze im Mittelmeerraum weit verbreitet. Die deutsche Entsprechung des Namens lautet Säulenpiaster, englisch Pillar Dollar, spanisch Colunnar...

Colunnario
Spanischer Beiname des Acht-Reales-Stücks (Colonnato) mit den Säulen des Herkules.

Comes
Lateinische Bezeichnung für Graf.

Conceição
Seltene portugiesische Gold- und Silbermünze, die in der Mitte des 17. Jh.s unter João IV. (1640-1656) eingeführt wurde. Der Name Conceição (Heilige Empfängnis) leitet sich von den Münzbildern ab, der stehenden Madonna, die zur Patronin Portugals erklärt wurde. Die Goldmünze wog etwa 41,96 g und wu...

Concordia
Römische Göttin der Eintracht, die auf römischen Münzen sitzend oder stehend mit den Attributen Füllhorn und Schale dargestellt wird, seltener mit Blume, Ährenbündel, Zweig, Zepter oder Caduceus. Sie ist seltener auf Denaren aus der Republikzeit, häufig jedoch auf Münzen aus der Kaiserzeit zu sehen. Die ...

Conder Tokens
Englische Marken (Token), die 1787-1802 privat in fast allen englischen Städten produziert wurden, um die Kleingeldknappheit in England abzumildern. Dabei handelt es sich um Nominale zwischen 2 Pence und dem Viertelpenny (Farthing). Mit der Aufnahme der regulären Prägung von Kleinmünzen (Cartwheels) wurden die Tokens 1797 fü...

Condor
1. Münznominal in Chile zwischen 1851 und 1959. Es handelt sich um das 10-Pesos-Stück, das ursprünglich in Gold, 1956-1959 in Aluminium ausgebracht wurde. Die Wertbezeichnungen sind sowohl in Pesos, als auch in Condor angegeben. Das Münzbild zeigt den Anden-Kondor, den größten Vogel des südamerikanischen Kontinen...

Consecrationsmünzen
Münzen aus der Antike, die auf die 'Erhebung' (lat. consecratio) herausragender Verstorbener zu Göttern geprägt wurden. Die Vorstellung der Vergöttlichung (Apotheose) hervorragender Menschen war schon zu archaischer Zeit in der Heroenverehrung der Griechen und im orientalischen Herrscherkult lebendig. Alexander der Große u...

Constancienses
Bodenseebrakteaten

Constantia
Römische Verkörperung der Tugend Standhaftigkeit, die auf Münzen des Kaisers Claudius (41-54 n.Chr.) und seiner Mutter Antonia erscheint.

Constantin d´or
Bezeichnung des Straßburger Typs Goldmünze, die der Straßburger Bischof Louis Constantin de Rohan (1756-1779) herausbrachte. Die Goldmünze zeigt auf der Vs. das Brustbild des Bischofs, auf der Rs. den Wappenschild. Es gab auch Halb- und Doppelstücke, alle sind selten.

Constantinopolis
Weibliche Personifikation der Stadt Konstantinopel (heute Istanbul), die von der antiken griechischen Stadt Byzantion ihren Ausgang nahm. Kaiser Konstantin der Große erweiterte die Stadt auf das Fünffache ihrer vorherigen Größe und erhob sie unter dem Namen 'Nova Roma' 330 n.Chr. zum Regierungssitz. Die zu Ehren Konstantins Co...

Constitutionnel
Bezeichnung eines französischen Münztyps, der aus der Übergangszeit der Französischen Revolution stammt, als der König noch anerkannt oder zumindest am Leben war und das Münzsystem des Ancien Regime noch Geltung hatte. Numismatisch gesehen wirkten sich die Veränderungen, die die neuen Ideen mit sich brachten, zuer...

Consul
Auch in der Schreibweise Konsul, bezeichnet den höchsten Staatsbeamten der römischen Republik. Zur Republikzeit stellten zwei gleichberechtigte Consuln die Oberhäupter des römischen Staates dar. In der Kaiserzeit verringerte sich die Bedeutung dieses Amtes, die Kaiser designierten sich meist selbst zu Consuln. Da das Konsulat au...

Consular-Münzen
Veralteter numismatischer Begriff für Münzen aus der Zeit der römischen Republik, im Unterschied zu Münzen aus der Kaiserzeit.

Continental Bills
Aufgrund des Beschlusses des Continental Congress vom 10. Mai 1775 herausgegebenes Papiergeld zur Finanzierung des Unabhängigkeitskriegs (1775-1783) der 13 nordamerikanischen Staaten gegen Großbritannien. Dem Besitzer des Papiers wurde eine Auszahlung in 'Spanish milled Dollars' zugesichert. Die massenhafte Ausgabe des Papiergelds fü...

Continental Dollar
Die erste Silbermünze in Dollargröße, die 1776 für die Konföderation der Vereinigten Staaten vorgeschlagen wurde. Es handelt sich um seltene Probestücke in Silber, Messing und Zinn, die wahrscheinlich nicht in den allgemeinen Geldumlauf kamen. Sie zeigen auf der Vs. eine Sonne, deren Strahlen auf eine Sonnenuhr schein...

Contorniaten
Kontorniaten

Contrefait
Zeitgenössischer Ausdruck aus dem 16. Jh. für Münzen und Medaillen mit Porträts auf dem Gepräge. Die Porträtisten wurden früher 'Konterfetter' genannt. In dem veralteten Wort Konterfei (für Porträt) ist noch etwas von dieser Wortbildung erhalten.

Contremarque
Französische Bezeichnung für Gegenstempel.