Kopie von `Die Oesterreichische Nationalbank - Glossar`

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Die Oesterreichische Nationalbank - Glossar
Kategorie: Wirtschaft und Finanzen
Datum & Land: 29/06/2008, AU
Wörter: 635


Abfertigungsanwartschaft
Das ist der in einer Betriebliche Vorsorgekasse (BV-Kasse) verwaltete Anspruch eines Anwartschaftsberechtigten. Dieser setzt sich zusammen aus: den in diese BV-Kasse eingezahlten Abfertigungsbeiträgen abzüglich der einbehaltenen Verwaltungskosten und/oder einer allenfalls in diese BV-Kasse übertragenen Altabfert...

Abwertung
Änderung des Außenwertes einer Währung durch Senkung des Wechselkurses. Gegenteil: Aufwertung.

Acquirer
Dienstleister für die Autorisierung und Abrechnung von Kartenzahlungen; bei der OeNB auch Händlerakquisitionsbank genannt. Akquiriert als Lizenznehmer einer Kartenorganisation Händler als Vertragsunternehmen, um deren Kunden bargeldlose Zahlungen über die jeweilige Kartenorganisation zu ermöglichen, und übernimmt die ...

AG
Aktiengesellschaft

Agenda 2000
Am 16. Juli 1997 legte die Europäische Kommission (EU-Kommission) ihre Mitteilung 'Agenda 2000 Eine stärkere und erweiterte Union' vor. In der Agenda 2000 werden Perspektiven für die Entwicklung der Europäischen Union (EU) und ihrer Politik, Fragen der Erweiterung der EU sowie der künftige Finanzrahmen ü...

Agio
Auch Prämie oder Aufgeld. Wird in Prozent ausgedrückt und gibt beispielsweise an, um wie viel der Preis einer Goldmünze deren Metallwert übersteigt. Gegenteil: Disagio

Aktie
Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG) verbrieft und dem Inhaber Vermögens- und Mitspracherechte sichert. Der Kurs einer Aktie ergibt sich aus Angebot und Nachfrage an der Börse, er repräsentiert den Wert des Unternehmens.

Aktiengesellschaft (AG)
Eine Gesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit, bei der die Gesellschafter (Aktionäre) mit Einlagen auf das in Aktien zerlegte Grundkapital beteiligt sind, ohne persönlich für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft zu haften.

Aktienkapital
Bezeichnung für das in Anteile (Aktien) zerlegte Grundkapital einer Aktiengesellschaft.

Aktienkurs
Preis der an den Börsen gehandelten Aktien. Der Kurs ist als Marktpreis das Ergebnis des zum Zeitpunkt der Kursbildung bestehenden Verhältnisses von Angebot und Nachfrage. Wichtige beeinflussende Faktoren sind dabei die wirtschaftlichen Erwartungen, die in ein börseorientiertes Unternehmen gesetzt werden, aber auch vo...

Aktienmarkt
Der gesamte, den Handel mit Aktien betreffende Börsemarkt (Rentenmarkt, Wertpapiermarkt).

Aktiva
Alle Vermögenswerte eines Unternehmens, die in seiner Bilanz enthalten sind und den Passiva (Verpflichtungen) gegenübergestellt werden.

Aktive Portfolioinvestitionen
Wertpapierinvestitionen österreichischer Anleger im Ausland.

Aktivseitige Bilanzposten
Die Sollseite der Bilanz (auch als Aktivseite bezeichnet) zeigt die Verwendung der im Unternehmen eingesetzten Mittel (Investierung) und setzt sich im Wesentlichen aus dem Anlagevermögen, Umlaufvermögen und der Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten zusammen.

Akzeptanzunternehmen (an einem Zahlungssystem)
Unternehmen, das an einem Zahlungssystem teilnimmt und dem aus seiner gewerblichen Tätigkeit eingehende Zahlungen entsprechend den vom Zahlungssystembetreiber aufgestellten Regeln unter Verwendung von infrastrukturellen Einrichtungen des Zahlungssystems zufließen.

Allokationsfunktion
Unter Allokation versteht man in der Wirtschaftswissenschaft das Zuordnen knapper Ressourcen (z. B. Finanzmittel) auf verschiedene Verwendungsmöglichkeiten.In einer Marktwirtschaft wird diese Funktion von Märkten (z. B. Finanzmärkten) wahrgenommen, wobei die Allokation über den Preis der Ressource gesteuert wird.

Alpha-Faktor
Faktor im Basisindikatoransatz zur Ermittlung des Eigenkapitals für das Operationale Risiko. Er gibt jenen Prozentsatz der gesamten Bruttoerträge an, der betragsmäßig als Eigenmittel für das Operationale Risiko zu unterlegen ist.

Anleihe
Forderungs(wert)papier mit genau festgelegten Bedingungen hinsichtlich Verzinsung, Laufzeit und Rückzahlungsverpflichtungen, mit dem Großschuldner längerfristige Darlehen aufnehmen. Großschuldner sind die öffentliche Hand (Bund, Länder, Gemeinden), Großunternehmen und Banken (Wertpapier).

Anleihemarkt
Markt, auf dem mit festverzinslichen Wertpapieren gehandelt wird. Die Anleihe wird zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Zeichnung aufgelegt (Primärmarkt) und hat in der Regel eine mittelfristige bis langfristige Laufzeit. Sie kann bis zur Fälligkeit gehandelt werden (Sekundärmarkt).

Annualisierter vereinbarter Jahreszinssatz
Dieser wird definiert als der individuell zwischen der Bank und dem Kunden (privater Haushalt oder nichtfinanzielles Unternehmen) vereinbarte, auf Jahresbasis umgerechnete und in Prozent pro Jahr angegebene Nominalzinssatz (Zinssatz) für eine Einlage oder einen Kredit. Der annualisierte vereinbarte Jahreszinssatz umfasst sämtli...

Ansparstadium
Im Rahmen der Bausparkassenstatistik werden der Kategorie †žAnsparstadium†œ jene Bausparverträge zugeordnet, die sich in der Ansparphase befinden.

Anteilspapier
Ein Anteilspapier ist ein Wertpapier, das in der Regel einen Anteil eines Unternehmens bzw. am Sondervermögen einer Kapitalanlagegesellschaft verbrieft. Sie werden in Aktien (börsennotiert und nicht börsennotiert) und Investmentzertifikate (Untergliederung: Aktienfonds, Geldmarktfonds, Rentenfonds u. gemischte Fonds) ...

Anwartschaftsberechtigter
Arbeitnehmer, für den Beiträge an die Betriebliche Vorsorgekasse zu leisten sind oder waren oder für den Übertragungsbeträge gezahlt wurden.

Anzahl der gemeldeten Investmentfonds (Investmentfondsstatistik)
Die Anzahl der gemeldeten Investmentfonds entspricht der Anzahl der aufgelegten Fonds im rechtlichen Sinn (ein Fonds, der z. B. als ausschüttende und thesaurierende Variante aufgelegt wurde, rechtlich aber einer selbstständigen Einheit entspricht, wird als 1 Fonds gemeldet und auch gezählt).

Anzahl der Kapitalanlagegesellschaften (Investmentfondsstatistik)
In der Investmentfondsstatistik entspricht die Anzahl der Kapitalanlagegesellschaften der Anzahl der Kapitalanlagegesellschaften die Investmentfonds verwalten.

Arbitrage, Arbitragegeschäft
Geschäft, das Preisunterschiede für dasselbe Produkt an verschiedenen Märkten zur Gewinnerzielung ausnützt, z. B. Unterschiede zwischen gleichwertigen Positionen am Kassa- und Terminmarkt (Kassageschäft, Termingeschäft) oder Kursunterschiede einer Aktie an verschiedenen Börsen.

ARTIS
Mit ARTIS, dem Austrian Real Time Interbank Settlement System, hat die Oesterreichische Nationalbank für alle österreichischen Banken die Möglichkeit zur Teilnahme an TARGET geschaffen. Seit 4. Jänner 1999 können über ARTIS/TARGET europaweit Zahlungen zu einem einheitlichen, betragsunabhängigen Preis un...

Asset Securitization (Asset Backed Securities)
Siehe Verbriefung von Forderungen.

ATX (Austrian Traded Index)
Ein von der Wiener Börse (WBAG) entwickelter und berechneter Preisindex, der die 21 liquidesten Aktien der Wiener Börse enthält. Diese Aktien werden nach ihrem Streubesitz gewichtet. Ausgangspunkt für die Berechnung des ATX ist der 2. Jänner 1991 mit 1.000 Punkten. Im Internet: http://www.wienerboerse.a...

ATX Prime
Der ATX Prime ist der Index für jene Aktien der Wiener Börse, die über eine ausreichende Kapitalisierung verfügen und die erhöhten Transparenz- und Publizitätskriterien erfüllen. Er ist somit breiter als der ATX und dient vor allem als Benchmark für institutionelle Investoren. Grunds...

Aufwertung
Änderung des Außenwertes einer Währung durch Erhöhung des Wechselkurses. Gegenteil: Abwertung.

Ausgegebene Zahlungsinstrumente
Vom Zahlungssystembetreiber ausgegebene Instrumente, die zur Ausübung von Zahlungsfunktionen dienen (z. B. Kreditkarten).

Aushaftende Darlehen
Hierbei handelt es sich um die offenen Forderungen im Rahmen von Darlehen, die von der Bausparkasse gewährt wurden. Sowohl die Anzahl als auch der Betrag setzen sich aus den Bauspardarlehen, den Zwischendarlehen (gemäß § 2 lit. a Bausparkassengesetz) sowie den sonstigen Gelddarlehen (gemäß § 2 lit. b bis d Baus...

Ausleihung für Konsumzwecke
Darunter wird eine Ausleihung verstanden, die zum Zwecke des persönlichen Konsums von Gütern oder Dienstleistungen gewährt wird. Dies umfaßt insbesondere Ausleihungen zur Beschaffung langlebiger Wirtschaftsgüter wie Haushaltsgeräte, Rundfunkgeräte, Möbel, Computer, Kraftfahrzeuge sowie Ausleihungen zur Finan...

Ausleihungsstadium
Im Rahmen der Bausparkassenstatistik werden unter †žAusleihungsstadium†œ jene Bausparverträge subsummiert, die sich im Ausleihungsstadium befinden.

Auslieferung (von Bargeld)
Beschreibt im Rahmen der Bargeldlogistik die Versorgung von Geschäftsbanken und Handelsunternehmen mit Banknoten und Münzen durch die OeNB bzw. die GSA.

Ausländische Wertpapiere
Wertpapiere, deren Emittenten ihren Sitz im Ausland (alle Länder außerhalb Österreichs) haben.

Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
Das Außenwirtschaftliche Gleichgewicht beschreibt jenen Zustand, bei dem sich die Zahlungseingänge und -ausgänge in einer Volkswirtschaft die Waage halten. Gradmesser ist die Leistungsbilanz, die zeigt, in welchem Maß eine Volkswirtschaft im Verhältnis zur Weltwirtschaft leistungs- und wettbewerbsfähig ...

Außerbilanzmäßige Geschäfte
Außerbilanzmäßige Geschäfte sind Bankgeschäfte, die †žoff-balance-sheet†œ bleiben, d. h. sich nicht in der Bilanz der Bank niederschlagen (genaue Auflistung siehe Anlage 1 zu § 22 BWG).

Austrian Traded Index
ATX

Baisse
Andauernder allgemeiner Kursrückgang an der Börse (frz. baisser = sinken, fallen); wird auch Bear Market genannt. Gegenteil: Hausse.

Banco-Zettel
Vom Wiener-Stadt-Banco (Wiener-Stadt-Bank) ab 1762 ausgegebenes, auf Gulden lautendes Papiergeld. Die vermehrte Ausgabe von Banco-Zetteln zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der österreichischen Kriegsfinanzierung (Koalitionskriege gegen Napoleon) führte zu einer starken Inflation des Papiergeldes und zum 'Bankrottpat...

Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ)
An der im Jahre 1930 in Form einer Aktiengesellschaft (AG) gegründeten Bank sind insbesondere Zentralbanken aus einer Vielzahl von Staaten beteiligt. Der Sitz der BIZ ist Basel. Hauptziele der BIZ sind die Förderung der währungspolitischen Zusammenarbeit, die Bereitstellung eines Forums für Zentralbanken zur Er&#...

Bankaufsichtlicher Überprüfungsprozeß
(Supervisory Review Process) Die zweite Säule des Neuen Basler Akkords neben Mindestkapitalanforderungen und Marktdisziplin. Der bankaufsichtliche Überprüfungsprozess stellt einen ergänzenden, stark qualitativen Aspekt der Beaufsichtigung mit möglichst intensivem Kontakt zwischen Aufsicht und Banken dar.&nbs...

Bankenaufsicht Neu
Die mit 1. Jänner 2008 in Kraft getretene Finanzmarktaufsichtsreform hat die Bankenaufsicht in der OeNB gestärkt. In einer engen Partnerschaft mit der FMA überwacht sie, dass die Banken über ein entsprechendes Risikomanagement und ausreichend Kapital verfügen. Durch laufende Analysen und Beobachtung der Bankenlandschaft so...

Bankleitzahl (BLZ)
Zur Identifikation eines Kreditinstitutes wird seitens der OeNB eine Bankleitzahl vergeben (siehe auch Institutsleitzahl bzw. Bankleitzahlverzeichnis).

Banknoten
Banknoten sind ein gesetzliches Zahlungsmittel und müssen zum vollen Nennwert unbeschränkt angenommen werden. Die OeNB ist nach Maßgabe der Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) berechtigt, in Österreich auf Euro lautende Banknoten auszugeben.

Banknoten- und Münzenkasse (BMK)
Die Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH (OeBS) der OeNB liefert die neuen Banknoten an die BMK. Das Gleiche macht die Münze Österreich AG mit den Münzwerten. Die BMK und die Zweiganstalten der OeNB übernehmen die Verteilung des Bargeldes an die Kreditinstitute. Sie filtern di...

Banknotenumlauf
Der Banknotenumlauf in Österreich betrug Ende 2002 10,2 Mrd Euro (inkl. Schillingbanknoten im Wert von 629 Mio Euro). Im Banknotenumlauf sind auch jene Banknoten enthalten, die ihre gesetzliche Zahlkraft bereits verloren haben, deren Umtauschfrist aber noch nicht abgelaufen ist (vgl. Präklusivtermin).

Bankomat
Ein z. B. an der Außenwand oder im Foyer einer Bankfiliale angebrachter Automat, der es Bankomatkarteninhabern (Bankomatkarte, Maestro-Karte) ermöglicht, auch außerhalb der Öffnungszeiten des Kreditinstitutes Bargeld abzuheben. Alle Geräte sind online mit dem Zentralrechner verbunden und Tag und Nacht i...

Bankomatkarte
Maestro-Karte

Bankrate
Andere Bezeichnung für Diskontsatz.

Bankrisiken
Risiken, mit denen das Betreiben von Bankgeschäften verbunden ist. Nach dem Verständnis von Basel II zählen dazu das Kreditrisiko, das Marktrisiko und das Operationale Risiko, für die Eigenmittel zu unterlegen sind, und die †™sonstigen Risiken†™, zu denen etwa strategisches †“ oder Reputations...

Bankwesengesetz (BWG)
Das Bundesgesetz über das Bankwesen, kurz BWG, ist die wesentlichste gesetzliche Basis, auf deren Grundlage österreichische Kredit- und Finanzinstitute ihre Bankgeschäfte betreiben. Es enthält wichtige Begriffsbestimmungen, regelt Konzession, Niederlassung und aufsichtliche Agenden, beinhaltet die Ordnungsnormen des Bankge...

Bargeld
Banknoten und Münzen.

Barwert
Als Barwert wird der zusammengefasste heutige Wert einer oder mehrerer in der Zukunft anfallender positiver oder negativer Zahlungen bezeichnet. Der Barwert wird rechnerisch dadurch ermittelt, dass die in der Zukunft anfallenden Zahlungen auf den heutigen Wert abgezinst und aufaddiert werden.

Basel II
Bezeichnet die vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht verabschiedeten Eigenkapitalvorschriften für Banken. In der EU sind alle Kreditinstitute seit 1. Jänner 2008 verpflichtet, diese Vorschriften anzuwenden. Sie ersetzen die bisherigen, aus dem Jahr 1988 stammenden Eigenkapitalvorschriften (Basel I). Basel II zielt darauf ab, ...

Basisindikatoransatz
Einfachster Ansatz zur Berechnung des Eigenmittelerfordernisses aus dem Titel des Operationalen Risikos. Ein bestimmter Prozentsatz (Faktor Alpha) eines Indikators (hier der Bruttoerträge) wird als Eigenmittel festgesetzt.

Basiszinssatz
Der Basiszinssatz ist der gesetzlich definierte Nachfolgezinssatz für den bis Ende 1998 von der OeNB verlautbarten Diskontsatz, soweit dieser als Bezugsgröße in Bundesgesetzen, Verordnungen oder in Vereinbarungen Verwendung findet. Grundlage zur Feststellung von Veränderungen des Basiszinssatzes ist ab 1. August 2002 ...

Basler Ausschuss für Bankenaufsicht
(Basel Comittee on Banking Supervision). Konferenz, die 1975 von den Präsidenten der Zentralbanken der G10-Staaten (die 10 führenden Industrienationen der Welt) gegründet wurde und nunmehr aus Vertretern der Zentralbanken bzw. Bankaufsichtsbehörden von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Luxemburg, Ni...

Baugeldzuteilungen
Unter Baugeldzuteilung sind Bereitstellungen von Bauspardarlehen durch die Bausparkasse zu verstehen.

Bauspareinlagen
Als Bauspareinlagen sind jene Einlagen zu verstehen, die im Rahmen eines Bausparvertrages geleistet wurden.

Bausparkasse
Bausparkassen sind auf die Erteilung von Darlehen für den Erwerb von Baugrundstücken und Eigentumswohnungen sowie die Errichtung von Wohnhäusern spezialisierte Banken. Die nötigen Mittel dazu werden über Bauspareinlagen beschafft.

Bausparvertrag
Ein Bausparvertrag ist ein zwischen einem Bausparer und einer Bausparkasse langfristig geschlossener Sparvertrag, der bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen einen Rechtsanspruch auf Gewährung eines Bauspardarlehens (Darlehen) durch die Bausparkasse gibt.

Bausparverträge gesamt
Diese Position beinhaltet alle abgeschlossenen Bausparverträge; sie setzt sich aus jenen im Anspar- und jenen im Ausleihestadium (exkl. Zwischendarlehen) zusammen.

Benchmark
In der Regel ein Benchmarkindex, der das portfoliorelevante Marktumfeld definiert und richtungsweisend für alle Veranlagungsentscheidungen ist. Ziel ist es, die Performance der Benchmark nachhaltig und ohne größeres Zusatzrisiko zu übertreffen.

Beta-Faktoren
Acht Faktoren, die im sog. Standard- oder Geschäftsfeldansatz zur Ermittlung des Eigenkapitals für das Operationale Risiko verwendet werden. Sie geben jenen Prozentsatz der Bruttoerträge eines Geschäftsfeldes an, der für ebendieses Geschäftsfeld betragsmäßig als Eigenmittel für das Operat...

Beteiligung
Eine Beteiligung bezeichnet das direkte bzw. indirekte Halten von mindestens 20% der Stimmrechte oder des Kapitals an einem anderen Unternehmen (Ausnahme: Nachhaltigkeits- bzw. Beherrschungstatbestand). Bei Direktinvestitionen wird bereits beim Halten von mindestens 10% der Stimmrechte oder des Kapitals an einem anderen Unternehmen von einer ...

Betreiber (an einem Zahlungssystem)
Betreiber eines Zahlungssystems ist, wer gewerblich tätig ist und mit dem Zweck der direkten und indirekten Erzielung von Einnahmen die zentrale Verantwortung für das Systemkonzept, die Aufbau- und Ablauforganisation, die Ordnungsmäßigkeit des laufenden Betriebes und die technische Sicherheit eines Zahlungssystems trägt.

Betriebliche Pensionskasse
Betriebliche Pensionskassen sind berechtigt Pensionskassengeschäfte für Anwartschaftsberechtigte und Leistungsberechtigte eines Arbeitgebers durchzuführen, d. h. hierbei handelt es sich um eine geschlossene Pensionskasse, die ein Arbeitgeber für seine Mitarbeiter gegründet hat.

Betriebliche Vorsorgekasse (BV-Kasse)
Bei Betrieblichen Vorsorgekassen handelt es sich um Kreditinstitute im Sinne des Bankwesengesetzes (BWG). Die BV-Kassen sind demnach zur Hereinnahme und Veranlagung von Abfertigungsbeiträgen berechtigt.

Betriebliche Vorsorgekasse (BV-Kasse)
Bei Betrieblichen Vorsorgekassen handelt es sich um Kreditinstitute im Sinne des Bankwesengesetzes (BWG). Die BV-Kassen sind demnach zur Hereinnahme und Veranlagung von Abfertigungsbeiträgen berechtigt.

Betriebsergebnis
Das Betriebsergebnis stellt den Saldo aus den Betriebserträgen und Betriebsaufwendungen dar. Die Betriebserträge beinhalten den Nettozinsertrag, die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen, den Saldo aus dem Provisionsgeschäft, den Saldo aus Finanzgeschäften und die sonstige betriebliche Erträge. Die Betriebsa...

Bilanz
Darunter versteht man die wertmäßige Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital. Das Vermögen (Aktiva) zeigt die konkrete Verwendung der eingesetzten finanziellen Mittel, das Kapital (Passiva) die Ansprüche der Gläubiger (Fremdkapital) und des Unternehmens (Eigenkapital).

Binnenmarkt
Der Binnenmarkt umfasst einen Raum ohne Binnengrenzen, in dem der freie Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital (die so genannten vier Freiheiten) gemäß den Bestimmungen des EG-Vertrages gewährleistet ist.

BIP
Bruttoinlandsprodukt

BIZ
Bank für Internationalen Zahlungsausgleich

BMK
Banknoten- und Münzenkasse

BNP
Bruttonationalprodukt

Bonität
Bezeichnet die Kreditwürdigkeit eines Schuldners.

Bretton Woods
Im Juli 1944 fand in Bretton Woods, einem Ort im amerikanischen Bundesstaat New Hampshire, eine internationale Währungs- und Finanzkonferenz der Vereinten und Assoziierten Nationen statt. Im Rahmen dieser Konferenz wurde die Gründung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank (IBRD) beschlossen ('Bretton-Woods-Ins...

Bruttoemission
Summe aller in einem bestimmten Zeitraum von Emittenten (Gesellschaft oder Körperschaft, die zum Zweck der Kapitalbeschaffung Wertpapiere ausgibt ('begibt'), z. B. Bund, Länder, Kreditinstitute, Industrieunternehmen etc. ) ausgegebenen Wertpapiere.

Bruttoerträge
einer Bank sind nach Basler Definition Zinserträge + zinsunabhänige Erträge (Einkünfte abzüglich Aufwendungen aus Gebühren und Provisionen; Nettoergebnis aus Finanzgeschäften; sonstige ordentliche Erträge). Nicht enthalten sind außerordentliche oder außerplanmäßige Posten. Einkünfte ...

Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft. Alle gemäß dem so genannten Inlands- oder Territorialkonzept im Inland (von Inländern und Ausländern) in einer bestimmten Periode (meist im Kalenderjahr) erzeugten Güter und Dienstleistungen werden zu laufenden Preisen (Marktpreisen) oder konstanten...

Bruttosozialprodukt (BSP) oder Bruttonationalprodukt (BNP)
Wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft, jedoch erfolgt die Erhebung auf der Basis des so genannten Inländerkonzepts, wonach alle von Inländern (im Inland oder Ausland) produzierten Güter und Dienstleistungen erfasst werden. BSP und BIP unterscheiden sich ...

BSP
Bruttosozialprodukt

Buchgeld
Unter Buch- oder Giralgeld versteht man jederzeit fällige Guthaben, die durch Einlagen bei Kreditinstituten auf dafür bestimmte Konten entstehen. Im Gegensatz zum Bargeld handelt es sich beim Buch- oder Giralgeld um unbare Zahlungsmittel, die von den Banken im Rahmen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs selbst geschöpft ...

Budgetdefizit (Defizitquote)
Definiert als 'Verhältnis zwischen dem öffentlichen Defizit (Bund, Länder, Gemeinden) und dem Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen'. Gegenstand der in Artikel 104 Abs. 2 des EG-Vertrages angeführten fiskalpolitischen Konvergenzkriterien.

Bullionmünze
Münze aus reinem Gold (oder mit hohem Goldanteil), wobei sich der Wert am Goldpreis orientiert; beispielsweise die Goldmünze 'Philharmoniker'.

Bundes-Wertpapieraufsicht (BWA)
Die BWA war in der Zeit vom 1. Jänner 1997 bis 31. März 2002 für die Überwachung der Ordnungsmäßigkeit des Börsehandels (Börse) in Österreich zuständig. Ihre Aufgaben nimmt seit 1. April 2002 die Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) wahr; die BWA wurde per 1. April 2002 im Wege der Gesamtrec...

Bundesanstalt Statistik Österreich
Statistik Austria

Bundesschatzscheine
Bundesschatzscheine sind festverzinsliche, auf Inhaber lautende Schuldverschreibungen des Bundes mit Laufzeiten von drei Monaten bis zu fünf Jahren.

BV-Kasse
Betriebliche Vorsorgekasse

BV-Kasse
Betriebliche Vorsorgekasse

BVK
Betriebliche Vorsorgekasse (BVK)

BVK
Betriebliche Vorsorgekasse (BVK)

BWA
Bundes-Wertpapieraufsicht

BWG
Bankwesengesetz

Carry Trade
Bezeichnet eine Investmentstrategie auf einem Devisenmarkt, bei denen eine Währungsveranlagung in einem Hochzinsland einer Mittelaufnahme in einem Niedrigzinsland gegenübersteht. Je mehr Marktteilnehmer eine solche Strategie verfolgen, desto eher wird der Wechselkurs der höher verzinslichen gegenüber der niedriger verzinslichen...

Cent
Bezeichnung für die Untereinheit des Euro: 1 Euro unterteilt sich in 100 Cent.