Kopie von `d+d design und druck - Das Papierlexikon`

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d+d design und druck - Das Papierlexikon
Kategorie: Verschiedene Industrien Handwerk > Druckservice
Datum & Land: 08/06/2008, DE
Wörter: 316


Absolute Feuchtigkeit
Bei Papier versteht man unter der absoluten Feuchtigkeit die Wassermenge in Gewichtsprozent, die im Papier vorhanden ist.

Abweichungen
Bei allen Lieferungen hat der Verkäufer das Recht auf Abweichungen. Für die Beurteilung einer Lieferung im Falle einer Mängelrüge, auch wenn diese sich auf Mengen-, Maß- und Gewichtsabweichungen gründet, ist nur der durchschnittliche Ausfall, nicht aber sind ...

Abziehetikettenpapier
Spezielles Papier mit einem wasserläslichen Strich für die Herstellung von Abziehbildern im Offset- oder Siebdruck.

Abzugspapier
Sehr saugfähiges Naturpapier für Vervielfältigungen. Man findet auch die Bezeichnung 'Saugpost'.

Alkalileimung
Beimengung von synthetischen Masseleimungsstoffen und alkalischen Füllstoffen bei der Herstellung von Papier. Die so hergestellten Papiere werden als 'neutralgeleimt' bezeichnet.

Altpapier
ist der Menge nach der wichtigste Rohstoff der Papierherstellung. Sein Anteil am gesamten Faserstoffeinsatz der Papierindustrie liegt bei 62,1 % (1995). (Zum Vergleich: Der Zellstoff-Anteil beträgt 27,5 %.) Wegen seiner qualitativen Eigenheiten ist das Altpapier nicht in allen Bereich...

Altpapier-Einsatzquote
ist das Verhältnis des Altpapierverbrauchs zur Produktion von Papier und Pappe. Bei einem Altpapierverbrauch von rund 8,6 Millionen Tonnen und einer Produktion von etwa 14,8 Millionen Tonnen erreicht die Altpapier-Einsatzquote 58% in 1995.

Altpapier-Sammlungen
werden betrieben bei den Druckereien, den Papierverarbeitern, beim 'auspackenden Gewerbe' wie Kaufhäusern und Supermärkten, beim Handel und in Verwaltungen sowie bei den Haushalten. Gesammelt wird vom gewerblichen Altpapierhandel, von der Papierindustrie selbst sowie vo...

Altpapieraufkommen
ist die Menge an Altpapier, die aus dem Inland für die Papierherstellung zur Verfügung steht. Das Altpapieraufkommen erreicht in der Bundesrepublik rund 10,5 Millionen Tonnen in 1995.

Altpapierqualitäten
gibt es theoretisch mehr, als es Papiersorten gibt. Praktisch ist es nicht möglich, alle Sorten getrennt voneinander zu erfassen. Der Altpapiermarkt unterscheidet 40 Handelsklassen. Die kritische Stelle bei der Wiederverwertung von Altpapier ist die Sortierung. Die gemischten Altpapie...

Aluminiumbedampfte Papiere
Druckpapiere mit einer durch Metallbedampfung metallisiertes Papier.

Andrucke
Besonders bei Naturpapier ist es empfehlenswert, Andrucke auf dem Originalpapier vorzunehmen, und zwar unter Verwendung von schnell wegschlagenden, oxydativ trocknenden Farben. Es sollte je nach der Flächendeckung und farbintensität ggf. auch Trockenstoff zugeführt werden. E...

AOX
International gebräuchliche Maßeinheit, um die Abwasserbelastung mit Chlorkohlenwasserstoff verschiedener Zellstofffabriken miteinander vergleichen zu kännen. Der AOX-Wert bildet die Grundlage für die Einteilung in 'chlorfrei', 'chlorarm' und '...

AP-Papiere
Abkürzung für Papiersorten, die ganz oder überwiegend aus Altpapier bestehen. Dazu zählen traditionell viele der für Verpackungszwecke bestimmten Papier-, Karton- und Pappesorten (vor allem Wellpappenrohpapiere) sowie eine...

Aquarellpapier
Holzfreies Papier, manchmal auch hadernhaltiges oder ausschließlich aus Hadern hergestelltes Zeichenpapier mit rauher oder strukturierter Oberfläche. Die Leimung ist so abgestimmt, daß die Wasserfarben vom Papier zwar gut angenommen ...

Archivpapier
Papier, das auf Dauerhaftigkeit ausgelegt ist und für Aufzeichnungen mit langer Lebensdauer verwendet wird.

Aschegehalt
Der Aschegehalt eines Papiers gibt Auskunft über den Anteil an Verunreinigungen, Füllstoffen und Pigmenten, die neben den Faserstoffen organische Bestandteile im Papier enthalten. Es sind anorganische Substanzen, die nicht verbrennen.

atro
absolut trocken. Lutro Maßstab für die Messung des Trockengehalts von Papier und Zellstoff.

Aufbereitung
ist nach der Faserstoffgewinnung die erste Stufe der eigentlichen Papierherstellung. Dabei werden zunächst die als Halbstoffe angelieferten Faserstoffe mit viel Wasser 'aufgeschwemmt', d. h. in einen dünnen Brei verwandelt. Nach -- oft mehrstufiger -- Reinigung und Mahl...

Ausrüstung
In der Papiererzeugung eine Vielzahl von Arbeitsgängen der Weiterverarbeitung der von der Papiermaschine oder Streichmaschine kommenden Rollen zu Bogen oder versandfertigen Rollen. Dazu gehären in erster Linie das Schneiden, das Sortieren und das Verpacken

Ausschuß
Papier, das durch Fehler in der Papierfabrikation ausgeschieden wurde und der erneuten Herstellung von guter Ware wieder der Produktion zugeführt werden kann. In der Fachsprache der Papiermacher sind 'Ausschuß' auch 'Stücke'.

Ausstattungspapier
Weiße und farbige Papiere. Vielfach geprägt (auch mit Wasserzeichen). Für anspruchsvolle Briefbogen und Briefkassetten. Ein Ausstattungspapier ermöglicht, das gesamte Geschäftspapier einer Firma (Briefbogen, Prospekte...

Bahnbreite
Die Bahnbreite ist die Rollenbreite, in der das Papier auf der Papiermaschine gearbeitet ist. Sie läuft quer zur Laufrichtung.

Banknotenpapier
Sehr dauerhaftes, griff- und falzfestes, für den Mehrfarbendruck geeignetes fälschungssicheres Papier mit echten, mehrstufigen Wasserzeichen (Schattenwasserzeichen). Die Herstellung solcher Papiere erfolgt auf sogenannten Rundsiebmaschinen.

Barytpapier
Geleimtes, knotenfreies und mit einem Strich aus Bariumsulfat gestrichenes Papier. Es hat eine vällig glatte und sehr geschlossene Oberfläche. Es ist Rohmaterial für die Fotopapierherstellung, wurde aber weitgehend durch beidseitig mit einer dünnen Polyäthylenfolie...

Belegleserpapier
Unter hohen Qualitätsnormen hergestelltes Papier für die maschinelle Datenverarbeitung. Es werden dafür holzfreie Papiere verwendet. Die Normen und Spezifikationen für solche Papiere sind in einer DIN-Vorschrift festgelegt.

Beschichtete Papiere und Pappen
werden vorwiegend dort eingesetzt, wo die natürlichen Eigenschaften des Papiers für einen bestimmten Verwendungszweck nicht ausreichen. Zur Beschichtung wir heute bevorzugt Kunststoff verwendet (früher waren es Wachs, Paraffin oder Bitumen), der im flüssigen oder past&a...

Bibeldruckpapier
Hochwertiges, festes, dünnes, opakes, feinstes Druckpapier zur Herstellung umfangreicher, aber dünner Bücher.

Bilderdruckpapier
Oberbegriff für eine Vielzahl gestrichener Papiere unterschiedlicher Qualität die im Bogenoffset- und Rollenoffsetdruck mehrfarbig bedruckt werden kännen.

Bildpostkartenkarton
Bezeichnung für ein- oder beidseitig matt- oder auch glänzend gestrichenen Karton von 180 - 240 g/qm. Auch sogenannte gußgestrichene d.h. spiegelglänzende Kartons werden für den Druck von Bildpostkarten eingesetzt.

Blattbildung
Blattbildung ist bei der manuellen und auch maschinellen Papierherstellung die Bildung eines flächigen Gefüges aus Fasern und Füllstoff, also die Herstellung von Papier.

Bleichen
Unter Bleichen ist die Erhöhung des Weißgrades eines Faserstoffes zur Herstellung von Papier zu verstehen. Der Bleichprozeß (Bleichen) ist eine Weiterführung des chemischen Aufschlusses, bei der die Abtrennung der Zellulosebegleitstoffe vollendet wird. Denn der Zellst...

Bogen
Oberbegriff für auf Format geschnittenes Papier. Gefalzte Bogen werden als Falzbogen bezeichnet.

Braunschliff
ist eine Holzschliffart, für die hauptsächlich Kiefernholz eingesetzt wird. Das Holz wird vor dem Schleifen gedämpft oder gekocht, um beim Schleifvorgang die Lockerung und Herauslösung der Fasern zu erleichtern.

Briefumschlagpapier
Einseitig glattes oder satiniertes (geglättetes), schreibfestes weißes oder farbiges Papier mit Fächengewichten von 40-60 g/qm. Es wird in verschiedenen Qualitäten holzfrei, holzhaltig aber auch mit hohen Anteilen an Sekundärfasern (Recyclingpapier) hergestellt.

Bristolkarton
Bristolkarton aus mindestens drei (verschiedenen) Lagen. Er ist besonders auftragend und stabil.

Bruchholz
entsteht z. B. dadurch, daß ein Unwetter den Forst verwüstet, Äste oder ganze Bäume abbricht ('Windbruch') oder im Winter Äste und auch ganze Bäume durch das Gewicht des auf ihnen lastenden Schnees abbrechen ('Schneebruch'). Die sehr kosts...

BSB
(biochemischer Sauerstoffbedarf). Beim biologischen Abbau von Verunreinigungen im Wasser wird Sauerstoff verbraucht. Der Sauerstoffverbrauch (Bedarf) ist dabei ein Maß für den Grad einer Verunreinigung. In der Praxis mißt man den BSB als BSB5, das ist der Sauerstoffbedarf ...

Buntpapiere
Im Gegensatz zu farbigen Papieren, werden Buntpapiere erst nachträglich durch Färben und Mustern (meist künsterisch-manuell) hergestellt. Es gibt zahlreiche Techniken.

Bütte
Rundes oder ovales Holzgefäß, aus dem verdünnter Faserbrei, das sogenannte Ganzzeug (Ganzstoff) manuell zur Herstellung von Büttenpapier manuell mit Hilfe eines Siebes geschöpft wird.

Büttenpapier
Ursprünglich von Hand mit einem Sieb 'aus der Bütte' geschöpftes Papier. Dabei steht der Büttenrand organisch mit der Blattbildung in Beziehung. Es entsteht der für solche Papiere typische, ungleichmäßige und verlaufende Büttenrand handges...

Calciumkarbonat
Bezeichnung für Kreide oder Kalkstein. Wichtiges Produkt der Papierindustrie für die Herstellung von Papier als Füllstoff oder für Streichfarbe als Pigment.

CB-Papier
Auf der Rückseite mit einem farbenentwicklenden Strich versehenes Papier (coated back) für die Herstellung von selbstdurchschreibenden Mehrfachformularen.

CF-Papier
Auf der Oberseite mit einem farbentwickelnden Strich versehenes Basispapier (coated front) für die Herstellung von selbstdurchschreibenden Mehrfachformularen.

CFB-Papier
Beidseitig gestrichenes Papier für die Herstellung von selbstdurchschreibenden Mehrfach-Formularsätzen (coated front back).

Chemieschliff
entsteht durch Verschleifen (Holzschliff) von Faserholzknüppeln, die zuvor mit warmen Lösungen von Natriumverbindungen behandelt wurden, um die Fasern schon teilweise aufzuschließen.

Chlor- und säurefreie Papiere
Papiere ohne metallschädliche Bestandteile zum Verpacken von empfindlichen Gegenständen aus Metall.

Chlorbleiche
Zellstoffbleiche mit Hilfe von Elementarchlor oder Chlorverbindungen. Die Chlorbleiche ist, chemisch gesehen, das optimale Verfahren, um Lignin, das unter Sauerstoffeinwirkung das Papier brüchig macht und stark vergilben läßt, von der Zellstoff-Faser zu trennen. Der Nachtei...

Chlorfreie Papiere
In der allgemeinen Umgangssprache die Bezeichnung für Papier, das aus Zellstoff hergestellt wurde, der ohne Elementarchlor oder Chlorverbindungen gebleicht wurde. Am gebräuchlichsten sind heute Sauerstoff und Wasserstoffperoxid. Solche Papiere werden mit der Abkürzung '...

Chromoersatzkarton
ist ein mehrschichtiger Faltschachtelkarton, der ein- oder beidseitig holzfrei gedeckt und einseitig glatt ist. Zwischen zwei Decklagen, von denen mindestens eine aus gebleichtem (weißem) Zellstoff besteht, befinden sich Zwischenlagen und Einlagen auf Holzstoff (Holzschliff).

Chromopapier
ist holzhaltiges oder holzfreies Papier, das einseitig gestrichen ist. Der stets wasserfeste Strich entspricht grundsätzlich dem von Kunstdruckpapier; die Streichmasse ist aber wegen anderer Anforderungen an das Produkte (gute Offsetdruckeignung sowie Präge-, Lackier- und Bronzie...

Crack-Back
ist die Bezeichnung für ein patentiertes Abdeckpapier von Haftklebematerialien, das nach dem Umbiegen an vorbehandelten Schräglinien aufbricht.

CSB
(chemischer Sauerstoffbedarf). Beim chemischen Abbau von Verunreinigungen im Wasser wird Sauerstoff verbraucht. Der Sauerstoffverbrauch (Bedarf) ist dabei ein Maß für den Grad einer Verunreinigung. Als Oxidationsmittel bei der analytischen Bestimmung wird Kaliumdichromat vorgesc...

De-Inking
Reinigungsverfahren zur Entfernung von Druckfarbe aus Altpapier zum Zwecke der Gewinnung von Sekundärfasern. Der aus bedrucktem Altpapier gewonnene Faserbrei wird dabei in einer Art Wäsche mit Seife und Natronlauge behandelt. Dabei läsen sich die Druckfarben, eingepumpte Luf...

Densometer
Instrument zur Bestimmung der Luftdurchlässigkeit von Papier.

Diagrammpapier
Hochwertiges, technisches Spezialpapier zur automatischen Aufzeichnung von Meßwerten in Registriergeräten.

Dickdruckpapier
Weiches, besonders stark auftragendes, elastisches, voluminäses Papier. Statt Dickdruckpapier findet man auch die Bezeichnung 'Auftragende Papiere' oder 'Daunendruck'.

Dicke
ist der normgerechte Ausdruck (DIN 6730) für das oft fälschlich als Stärke bezeichnete Maß zwischen sich gegenüberliegenden Oberflächen.

Digitaler Druck
Aufarbeitung von Daten mittels Computer. Weiterleitung und Verarbeitung des digitalen Datenbestandes, ohne eine konventionelle Druckvorstufe zu verwenden.

Dimensionsstabilität
Wichtige Qualitätseigenschaft eines Papiers für den Mehrfarbendruck. Bei Veränderung der rel. Luftfeuchtigkeit und durch Feuchtigkeitseinwirkung beim Offsetdruck kann es zu einer mehr oder weniger starken Veränderung der Dimension eines Bogens kommen. Es entstehen Passe...

DIN-Papierformate
Der Normenausschuß für das graphische Gewerbe hat mehrere Norm-Formate festgelegt, die mit Reihe A, B, C, D bezeichnet werden.

Dioxine
Dieser begriff umfaßt über 200 verschiedene Verbindungen der chlorierten Dibenzodioxine und Dibenzofurane. Einige Vertreter dieser Gruppe zählen zu den gefährlichsten chemischen Giften. Dioxine sind ein Teil der organischen Chlorverbindungen, die sich beim Bleichen mit...

Dokumentenpapier
Wertvolle Papiere die den Vorschriften und Eigenschaften nach DIN 6137 entsprechen müssen. Sie haben ein echtes Wasserzeichen.

Doppelsiebformer
Papiermaschinentyp, der im Gegensatz zur sogenannten Langsiebpapiermaschine über zwei zusammenlaufende Siebe verfügt, zwischen denen die Papierbahn 'geformt' wird.

Doppelstrich
Bezeichnung für gestrichene Papiere die neben dem eigentlichen Top-Strich zunächst einen sogenannten , aber dünneren Vorstrich erhalten um eine noch gleichmäßigere Oberfläche zu bekommen.

Druckpapier
Sammelname und Oberbegriff für alle Papiere, die ungestrichen (Naturpapier) oder gestrichen zum Bedrucken geeignet sind und sich in den verschiedenen Druckverfahren stärungsfrei verarbeiten lassen.

Druckschwierigkeiten
für die Verarbeitung des Papiers gibt es optimale klimatische Bedingungen. Gräßere Unterschiede in der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit bereiten den Druckern und Verarbeitern oftmals große Schwierigkeiten. Temperaturen zwischen +181/4C und +201/4C, sowie eine relat...

Duoformer
Bauart eines Obersiebes für Langsiebpapiermaschinen, um eine zusätzliche Entwässerung der Papierbahn nach oben zu bewirken.

Durchforstung
des Waldes ist notwendig, um ein gesundes Wachstum der Bäume zu gewährleisten. Aus dem Gesichtspunkt der Waldpflege heraus, müßte heute noch mehr durchforstet werden, als dies bisher geschieht. Problem bei der Durchforstung ist, daß einzelne Bäume gefäl...

Durchschlagpapier
Meist holzfreies Papier im Gewichtsbereich von 30-40 g/qm zur Herstellung von Briefdurchschlägen.

Durchsicht
Prüfung und Beurteilung eines Papiers bei durchfallendem Licht. Dabei wird unterschieden nach gleichmäßiger, ruhiger und klarer Durchsicht bei guten Papieren und ungleichmäßiger, wolkiger und sehr unruhiger Durchsicht bei weniger guten Papieren. Sehe Echt B ütten

Dünnpostpapier
Leichtgewichtiges, jedoch festes, matt-weißes oder farbiges Papier für die Herstellung von Durchschreibesätzen.

Echt Pergament
(engl.: vegetable parchment), häufig auch Pergamentpapier genannt; ein mit Hilfe von Chemikalien dauerhaft fettdicht und naßfest gemachtes Zellstoffpapier, industriell erstmals 1861 in England hergestellt. Es entsteht in mehreren getrennten Arbeitsgängen. Es wird, auch in K...

Egoutteur
Ein siebbespannter Zylinder, der mit der Siebpartie zum Egalisieren der papieroberfläche eingesetzt wird. Wenn man ein fortlaufendes Wasserzeichen wünscht, benätigt man hierzu einen speziellen Egoutteur mit Wasserzeichen.

Eingießverfahren
Ursprüngliches, aus China um 105 n.Chr. stammendes Verfahren zur Papierherstellung, bei dem die Papierfasern in ein auf einem Teich schwimmendes Sieb eingegossen werden.

Einstufige Papierhersteller
Papierfabriken, die weder ihre Vorprodukte (Faserstoffe) selbst herstellen noch sich in der Weiterverarbeitung betätigen. Sie beschränken sich auf eine einzige Produktionsstufe, die Papierherstellung. Im Gegensatz dazu stehen die sogenannten integrierten Papierfabriken.

Elefantenhaut
Geschützter Markenname für einen auf Papierbasis entwickelten, extra zähen Werkstoff mit einer typischen Aderung und besonders hohen Festigkeitwerten. Das Material ist imprägniert und besonders kratz- und scheuerfest.

Elektrosensitives Papier
Spezialpapier, das auf elektrische Spannung und Wärme (thermosensitiv) reagiert und sich an den entsprechenden Stellen schwarz verfärbt. Das Telefax-Papier ist ein Beispiel für die Anwendung elektrosensitiver Papiere.

Elfenbeinkarton
Karton, der durch seine Stoffzusammensetzung und Fertigungsart eine besonders weiße Färbung und elegante, klare Durchsicht hat.

Endlospapier
Rollen-Druckpapier für Endlos-Druckmaschinen zwischen 40-80 g/qm, meist holzfrei aber auch Papiere mit unterschiedlich hohen Anteilen von Sekundärfasern.

Entrinden
ist der erste Arbeitsgang bei Herstellung von Faserstoff aus Holz. Da die Baumrinden für die Papierherstellung unbrauchbar sind, werden sie zuvor maschinell entfernt.

Entwässerung
Vorgang auf dem Sieb einer Papiermaschine. Dort erfolgt die eigentliche Blattbildung durch das Ablaufen des in der Fasersuspension enthaltenen Wassers durch das Sieb. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Entwässerung.

Etikettenpapier
Spezielles Papier für die Herstellung von Etiketten. Es muß gute drucktechnische Eigenschaften aufweisen aber vor allen Dingen auch durch die speziellen Anforderungen beim Etikettieren bestimmte Qualitätsanforderungen bezüglich Naßfestigkeit, Rollneigung, Rei&szl...

Faltschachtelkarton
Karton, der sich zur Herstellung von Faltschachteln eignen muß. Besonders kommt es auf die Bedruckbarkeit an und die sich dann anschließende Veredelung oder Verarbeitung wie z.B. Lackierung und Stanzung.

Falzen
Beim Falzen eines Papiers wird die Oberfläche der äußeren Seite gespannt und die der inneren Seite gestaucht. Diese Beanspruchung hat bei gestrichenen Papieren sehr oft ein aufreißen des Striches auf der äußeren Seite des Falzes zur Folge. Solange der Falz ...

Farbort
Der Farbort eines Papieres bestimmt den Eindruck der Papierweiße, die rätlich, grünlich oder bläulich sein kein. Nicht zu verwechseln mit dem Weißgrad des Papieres.

Farbreaktionspapier
Bezeichnung für Selbstdurchschreibepapier, bei dem eine Durchschrift durch eine chemische Farbreaktion erfolgt. Sie finden Anwendung bei Formularsätzen.

Farbstoffe
kännen der Papiermasse zugesetzt werden, um dem Endprodukt von vornherein eine bestimmte durchgehende Färbung zu geben. Die Färbung kann auch durch Zugabe der Farbstoffe beim Streichen (gestrichene Papiere) und in der Leimpresse (Oberflächenfärbung) erreicht werden...

Faserholz
ist im Sinne der Papierindustrie jede Holzart, die Faserstoffe (Holz) für die Papierherstellung liefert. Bevorzugt werden Nadelhälzer, die längere Fasern als Laubhälzer liefern.

Faserstoffe
Rohmaterialien der Papierherstellung. Dazu zählen nicht nur Holzstoff (Holzschliff) und Zellstoff, sondern besonders auch Altpapier, Hadern und Strohzellstoff sowie Fasern aus anderen Einjahrespflanzen oder synthetische bzw. mineralische Faserstoffe.

Federleicht-Papier
Andere Bezeichnung für Dickdruckpapier mit hohem Volumen.

Feinpapier
Allgemein die Bezeichnung für die edelsten Erzeugnisse der Papierindustrie. Bei der Herstellung wird besonders Wert auf Festigkeit der Oberfläche sowie auf gute und gleichmäßige Durchsicht (auch mit Wasserzeichen) und sehr gute Bedruckbarkeit gelegt.

Festmeter
ist eine Maßeinheit für Holz. 1 Festmeter (fm) entspricht 1 m3 fester Holzmasse, d. h. ohne Zwischenräume in der Schichtung gedacht. Eine andere Maßeinheit ist der Raummeter.

Fibrillen
In Pflanzenfasern bündelweise angeordnete 'Mikro-Fibrillen'. Technisch gesehen sind Fibrillen ganz dünne, langgestreckte Faserbruchstücke.

Filtrierpapier
Mit räscher Mahlung aus Zellstoff und Baumwollfasern hergestelltes Papier mit hoher Saugfähigkeit und chemischer Reinheit.

Filze
Speziell gewebte Tücher. Sie führen die Papierbahn zur Entwässerung durch die Pressenpartie der Papiermaschine und anschließend auch durch die Trockenpartie, wobei die Filze die feuchte Papierbahn gegen die dampfbeheizten Trockenzylinder pressen.

Filzmarkierung
Markierung des Filzgewebes der Papiermaschine auf der Rückseite des Papiers.

Filzprägung
Eine besonders markante, aber erwünschte Prägung, die einem Papier in der Naßpresse der Papiermaschine beigebracht wird. Es entsteht mit einer interessanten Struktur.

Filzseite
Die bei der Blattbildung auf einer Langsiebpapiermaschine oben liegende Seite des Papiers. Dadurch entsteht eine gewisse Zweiseitigkeit. Bei Papieren die auf Doppelsiebmaschinen hergestellt werden, ist die Zweiseitigkeit deutlich geringer. Dabei wird nach Sieboberseite und nach Siebunterse...

Finierung
ist eine spezielle Nachbehandlung, eine Verdichtung der Oberfläche. Sie ermäglicht eine hähere Passergenauigkeit, da das Papier nach beiden Seiten gestreckt wurde.