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Lexikon - Finanzen - sueddeutsche.de
Kategorie: Wirtschaft und Finanzen > Finanzen
Datum & Land: 26/04/2009, DE
Wörter: 44075


A
'A' steht für 'Teilabnahme' im Optionshandel und sagt aus, dass nur ein Teil der Optionen zum angegebenen Preis gehandelt oder übertragen werden konnten, da noch weitere Nachfrage bestand. Der Gegensatz hiervon ist die 'Teilzuteilung'.

Abandon
Abandon wird der Verzicht auf Leistungen (bzw. auch Gegenstände) gegen oder ohne Entgelt genannt, damit hierdurch eine Entbindung von (Zahlungs-) Verpflichtungen erfolgen kann.

Abfindung
Eine AG, welche eine andere AG eingliedert, d.h. sie zu mindestens 95% übernimmt, ist zur Zahlung einer Abfindung an die außenstehenden Aktionäre der übernommenen AG verpflichtet. Möglichkeiten der Abwicklung sind eine Barabfindung oder ein Aktientausch, wobei die Aktionäre Aktien der übernehmenden ...

Abgabeneigung
Eine Börsentendenz, welche auf rückläufige Kurse hindeutet nennt man Abgabeneigung. Die Verkäufe überwiegen in diesem Fall.

Abgabesatz
Der Abgabesatz ist der Zinssatz, zu welchem von der Deutschen Bundesbank kurzfristige Wertpapiere ('Geldmarktpapiere') von bundeseigenen Unternehmen oder vom Bund selbst angeboten werden. Im allgemeinen spiegelt die Höhe dieses Zinssatzes mehr als andere Kriterien die allgemeinen kreditpolitischen Z...

Abgeld
Bei Neuemissionen ist das Abgeld (häufig in Prozent angegeben) der Abschlag, um welchen der Ausgabepreis unter dem entsprechenden Normpreis, meist unter dem Nennwert liegt. Beim Optionsscheinhandel ist dies der in Prozent genannte Betrag, um welchen der Bezug der Aktie über den gekauften Optionssche...

Abnahmepflicht
Der Verkäufer einer Option (Stillhalter) hat bei einer Kaufoption (Call) die Pflicht zur Lieferung, wenn der Käufer der Option dies verlangt. Bei einer Verkaufsoption muss der Verkäufer dieses Puts die vom Käufer angebotene Leistung abnehmen. Der Käufer einer Option ist dagegen frei in seiner Entsch...

Abrechnungsverkehr
Der Abrechnungsverkehr oder das 'Clearing' ist die Verrechnung von Verbindlichkeiten und Forderungen im Wertpapiergeschäft der Banken untereinander durch hierfür zuständige Institutionen.

Abschlag
Der Abschlag ist ein rein rechnerischer Kursrückgang aufgrund eines Dividendenabschlages am Tage der Auszahlung, nach Fortfall eines Bezugsrechtes oder nach Ausgabe von Berichtigungsaktien.

Abschlagsdividende
Während die Abschlagsdividende im Ausland üblich ist, ist sie eine in der Bundesrepublik unzulässige Vorauszahlung auf die Jahresabschluss-Dividende, z.B. als Vierteljahres-Dividende.

Abschlussprüfer
Ein Abschlussprüfer prüft den Jahresabschluss von Kapitalgesellschaften im Sinne von §267 Abs. 1 HGB. Dabei achtet der Prüfer besonders auf die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und ergänzende Bestimmungen der Satzung. Außerdem wird der Lagebericht auf die Übereinstimmung mit dem Jahresabschluss ...

absichern
Wertpapier- oder Devisenpositionen können gegen negative Kursentwicklungen abgesichert werden, indem man Derivate kauft bzw. verkauft, und so ein kompensatorisches zweites Risiko übernimmt. siehe auch: Hedger, Absicherungsgeschäft

Absicherungsgeschäft
Bei einem Absicherungsgeschäft handelt es sich um ein Termingeschäft, welches zum Schutz gegen eventuelle Verluste durch Preisänderungen im Waren-, Devisen- oder Wertpapierverkehr abgeschlossen wird. siehe auch: Cross Hedge, perfekte Absicherung, Hedge Ratio

Abstemplung
Wesentliche Angaben auf einem Wertpapier (wie z.B. Veränderung des Zinssatzes bei einer Anleihe oder Änderung des Nennwertes einer Aktie) werden durch eine sog. 'Abstemplung' geändert. Dies kann maschinell oder handschriftlich eingetragen werden.

Abwertung
Die Abwertung ist die Verbilligung einer Währung am Devisenmarkt. Der Wert einer Währung wird gegenüber anderen am Devisenmarkt gehandelten Währungen herabgesetzt. Importierte Waren - aus Sicht des Landes mit abgewerteter Währung - müssen teurer erworben werden; Exportgüter allerdings verbilligen si...

Abzinsung
Ein Verfahren der Zinsrechnung, das die Errechnung des Bar- bzw. Anfangswertes aus einem gegebenen Endbetrag bei vorliegender Laufzeit und Verzinsung mit Hilfe eines Diskontierungsfaktors erlaubt.

Abzinsungsfaktor
Mit dem Abzinsungsfaktor (oder auch Diskontierungsfaktor) wird aus einem Endkapital der Barwert ermittelt.

Abzinsungspapier
Der Verkauf von Abzinsungspapieren erfolgt zum Barwert, die Rückzahlung zum Zukunftswert. Es werden also während der Laufzeit keine Zinsen ausbezahlt. Zinsen und Zinseszinsen sowie die Tilgung werden am Ende ausbezahlt. Beispiele sind Zerobonds und Bundesschatzbriefe vom Typ B.

Actuals
Finanztitel, auf deren Basis Finanzterminkontrakte gehandelt werden, bezeichnet man als 'Actuals'.

Ad hoc
Gemäß § 15 des Wertpapierhandels-Gesetzes (WphG) sind Aktiengesellschaften verpflichtet, kursbeeinflußende Unternehmensmeldungen zu publizieren. Diese Publikationen werden Adhoc-Meldungen genannt.

Ad-hoc Publizität
Ereignisse, die den Kurs einer Aktie maßgeblich verändern könnten, sie müssen unverzüglich von der AG bekannt gemacht werden, um Insidergeschäfte zu verhindern.

ADC Austrian Depositary Certificate
Der österreichische Kapitalmarkt folgt dem System der Inhaberaktien. Möchte ein Emittent jedoch Namensaktien in Wien handelbar machen, muss dafür der abwicklungstechnische Zwischenschritt eines ADCs gesetzt werden. ADC sind ein technisches Hilfsmittel um Namensaktien die Liquidität des österreichisc...

Additional Margin
Hat die Funktion, die möglicherweise bei einer Glattstellung einer Position zusätzlich anfallenden Glattstellungskosten abzudecken. Siehe auch: Margin, Futures Margin, Initial Margin, Maintenance Margin, Margin Account, Margin Call, Original Margin, Variation Margin

Adjustierung
Eine Adjustierung dient zur Korrektur oder Zurückrechnung eines Aktienkurses vor Kapitalerhöhung(en), Auszahlung von Dividenden o.ä.; dadurch ist ein angemessener Vergleich der neuen mit vorherigen Kursen möglich. In Charts werden solche Berichtigungen extra an den jeweiligen Stellen gekennzeichnet.

ADR
American Depository Receipt, von amerikanischen Banken ausgegebene Hinterlegungsscheine nichtamerikanischer Aktien. Sie werden anstelle der Aktien an US-Börsen gehandelt (z.B. SAP). In einem Level-ll-ADR-Programm werden American Depositary Shares (ADSs) an der New York Stock Exchange (NYSE) gelistet...

AEX
Aktienindex der Börse in Amsterdam

AG
AG steht für 'Aktiengesellschaft'. Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person). Die Gesellschafter (Aktionäre) sind mit ihren Einlagen an dem in Aktien zerlegten Grundkapital beteiligt. Sinn und Ziel einer AG ist es, durch Ausgabe von Aktien größere Kapitalsummen für In...

AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen werden die Bestimmungen genannt, die das Geschäftsverhältnis zwischen Kunden und Firmen (Kreditinstituten etc.) regeln. Diese sind bindend, auch wenn sie zumeist nicht ausdrücklich zur Kenntnis genommen werden. Abweichungen sind nach Zustimmung möglich, sollten allerd...

Agio
Preisaufschlag auf den Nennwert eines Wertpapiers, ausgedrückt in Prozent oder EUR. Agio plus Nennwert ergibt den Ausgabepreis. Im Gegensatz hierzu steht das 'Disagio' oder auch 'Abgeld'.

Akkumulation
Akkumulation steht für: Anhäufung, Ansammlung

Akkumulieren
Bei 'akkumulieren' oder 'aufstocken' bewerten Analysten die Kursentwicklung der betreffenden Aktien zwar besser als die Kursentwicklung des Branchenindizes, empfehlen aber nur bedingt zum Aktienkauf.

Akquisition
Kauf eines Unternehmens oder Teile davon, um die strategische Ausrichtung und/oder den Ressourceneinsatz bestimmen oder kontrollieren zu können. Das Management des zu akquirierenden Unternehmens ist mit einem Verkauf des Unternehmens einverstanden. Ist der Verkauf nicht freiwillig, so spricht man vo...

AktG
Aktiengesetz. Hier sind alle wesentlichen Bestimmungen über Aktiengesellschaften, Kontrollgremien, Entscheidungsorgane usw. festgelegt. Es ist die Grundlage für die Rechtsstellung einer AG.

Aktie
Die Aktie ist das Wertpapier, welches ein Anteilsrecht an einer AG festlegt und verbrieft. Eine Aktie ist körperlich unterteilt in Mantel, Dividendenscheinbogen und Erneuerungsschein (zum Bezug neuer Dividendenscheinbögen). Man unterscheidet verschiedene Aktienformen wie z.B. Stammaktien, Vorzugsakt...

Aktien-Futures
Futures auf einzelne Aktien. In der Vergangenheit wurden die Aktienoptionen den Aktien-Futures vorgezogen. Allerdings gewinnen die Aktien-Futures zunehmend an Beliebtheit. Viele Terminbörsen führen den Handel mit diesem Instrument in steigendem Maße ein. Vergleiche: Futures, Aktien

Aktien-Zertifikat
Das klassische Aktien-Zertifikat ermöglicht die Investition in Underlyings, die an deutschen Börsen nicht oder nur schlecht gehandelt werden können. Der Preis des Zertifikats entspricht dem Preis des Underlyings unter Berücksichtigung einer eventuellen Ratio und der Währungsumrechnung.

Aktienanalyse
Die Bewertung der Ertragskraft eines Unternehmens bzw. der Kurschancen der jeweiligen Aktien nach verschiedenen Kriterien wird als Aktienanalyse bezeichnet. Durch verschieden gewichtete Kennzahlen wird die Aktie bewertet. Für Fundamentalisten ist Konjunkturverlauf, Auftragseingang, Preisstabilität e...

Aktienanleihe
Aktienanleihen sind mit einem hohen Zinssatz (Kupon) ausgestattete Anleihen, deren Kursentwicklung and den Preis eines Underlyings gekoppelt ist. Der Anleger erhält für jeden Tag, den er die Aktienanleihe besitzt, Zinsen auf ihren Nominal-Betrag. Die Zahlung der Zinsen ist unabhängig vom Kurs der An...

Aktienbuch
Bei den Namensaktien gilt derjenige als Aktionär, welcher in einem besonderen Aktienregister, dem sog. Aktienbuch mit Namen, Wohnort und Beruf registriert ist.

Aktienfonds
Die von einer Investment- oder Kapitalanlage-Gesellschaft verwalteten Vermögen werden Aktienfonds genannt. Zumeist wird in diesem Investmentfonds das Kapital schwerpunktmäßig in Aktien angelegt.

Aktienformen
Man unterscheidet diverse Aktienformen, wie z.B. Inhaberaktien, Namensaktien, Belegschaftsaktien, Stammaktien und Vorzugsaktien.

Aktiengesellschaft
Die AG ist ein Unternehmen, an welchem deren Teilhaber (Aktionäre) über den Kauf von Aktien am Grundkapital dieser Firma beteiligt sind. Die Gesellschafter haften lediglich bis zur Höhe ihrer Beteiligung, nicht aber mit dem übrigen Vermögen. Sinn und Ziel einer AG ist es, durch Aktien-Ausgabe größer...

Aktienindex
Ein Aktienindex ist eine Kennzahl, welche die Kursentwicklung des Aktienmarktes bzw. einzelner Teilbereiche angibt. Wichtige Aktienindices in Deutschland sind der während den Börsenzeiten permanent ermittelte Dax-Index, der Index der Börsenzeitung oder auch der Index der FAZ (Frankfurter Allgemeine ...

Aktienindex-Futures
Ein Aktienindex-Future ist eine vertragliche Vereinbarung, einen standardisierten Wert eines Aktienindizes zu einem im voraus ausgehandelten Kurs an einem späteren, standardisierten Fälligkeitstag zu kaufen bzw. zu verkaufen. Vergleiche: Futures

Aktienkapital
Das Grundkapital einer Aktiengesellschaft wird Aktienkapital genannt. Hierbei wird die Beteiligung des Aktionärs am Grundkapital als Nennwert der von ihm gekauften Aktie bezeichnet.

Aktienkurs
Der Aktienkurs ist der Preis, zu welchem eine Aktie an der Börse gehandelt wird (sowohl Kauf, als auch Verkauf). Während der Börsenöffnungszeit wird dieser Kurs nach Angebot/Nachfrage von den Kursmaklern festgestellt.

Aktienoption
Mit einer Option hat der Besitzer das Recht, eine bestimmte Anzahl Aktien zu einem vorher festgelegten Preis innnerhalb einer bestimmten Frist zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Optionen werden an der Eurex, der früheren Deutschen Terminbörse, gehandelt.

Aktienpaket
Menge von Aktien, die sich im Besitz einer einzelnen Person oder eines anderen Unternehmens befindet.

Aktienrückkauf
Aktiengesellschaften können unter bestimmten Umständen die von ihnen emittierten Aktien wieder zurückkaufen. Ein solcher Aktienrückkauf kann unterschiedliche Zielsetzungen verfolgen. Einer der wichtigsten Gründe ist die Erhöhung des Werts der verbleibenden Aktien am freien Markt.

Aktiensplit
Der Aktiensplit ist die Aufteilung einer Aktie in zwei oder mehrere Anteile. Er dient vor allem der optischen Verbilligung und damit der Verbesserung der Handelbarkeit der jeweiligen Aktien. Der Anteil, den der einzelne Aktionär an dem Unternehmen hält, ist vor und nach dem Aktiensplit unverändert. ...

Aktientausch
Finanzierungsform bei Fusionen. Bei der Übernahme eines Unternehmens durch ein anderes besteht die Möglichkeit, einen Aktientausch durchzuführen. Hierbei wird der Preis, der nötig ist, um die Aktien des kleineren Unternehmens aufzukaufen, mit Hilfe der Aktien des größeren Unternehmens bezahlt. Man s...

Aktionär
Ein Aktionär ist durch den Besitz von Aktien einer Aktiengesellschaft deren Miteigentümer bzw. Anteilseigner. Rechte und Pflichten des Aktionärs sind im AktG festgelegt. Er hat Anspruch auf Gewinnbeteiligung, Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen, evtl. Stimmrecht in der Hauptversammlung, etc.

Aktionärsbrief
Freiwilliger Zwischenbericht einer Aktiengesellschaft an die Aktionäre. Ist Teil des Investor Relation und ergänzt die Berichterstattung der Unternehmung.

Aktiva
Bezeichnung für: (1) Aktivposten der Bilanz (2) Vermögenswerte (Assets) Unter Aktiva versteht man das Vermögen eines Unternehmens. Die auf der Aktivseite (linke Seite, Soll-Seite) der Bilanz ausgewiesenen Positionen werden in Anlagevermögen, Umlaufvermögen sowie Rechnungsabgrenzungsposten aufgeglied...

AKV
Die deutsche 'Auslandskassenverein AG' ist eine zentrale Verwaltungsstelle für ausländische Wertpapiere, welche außerhalb des amtlichen Handels an den deutschen Börsen notiert werden.

All Time High
Das All Time High ist der höchste jemals zustande gekommende Kurs. Dies wird auch als ein historisches Hoch bezeichnet. Siehe: High

Allianz
Man spricht von einer (strategischen) Allianz, wenn zwei oder mehrere Unternehmen langfristige Kooperationsverträge eingehen zur Verfolgung eines gemeinsamen Zieles (zum Beispiel: Bearbeitung eines gemeinsamen Marktes, welches für nur ein Unternehmen mit zu hohen Aufwendungen verbunden wäre).

Alte Aktien
Bringt eine Aktiengesellschaft bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien heraus, die den bisherigen nicht gleichgestellt sind, so werden diese bisherigen als Alte Aktien bezeichnet und entsprechend höher gehandelt.

am Geld
Wenn der Preis des Underlyings einer Option zum Betrachtungszeitpunkt dem Strike entspricht und die Option damit keinen inneren Wert mehr größer null aufweist, so notiert die Option am Geld oder at-the-Money.

American Depository Receipt
siehe: ADR

Amerikanische Option
Eine Amerikanische Option bedeutet, dass eine Ausübung der Option während der gesamten Laufzeit möglich ist. Siehe auch: europäische Option

amerikanisches Verfahren
Im amerikansichen Verfahren wird bei der Zuteilung des Zinstenders jeder Bieter mit seinem individuellen Zinsgebot zugeteilt. siehe auch: Zinstender, Tenderverfahren Gegensatz: holländisches Verfahren

AMEX
American Stock Exchange. Neben der NYSE (New York Stock Exchange) eine der bedeutendsten US-Wertpapierbörsen.

Amortisation
Eine planmäßige Tilgung einer Schuld wird als Amortisation bezeichnet.

Amtliche Notierung
Die Amtliche Notierung ist die Kursnotierung der zum Amtlichen Handel zugelassenen Wertpapieren. Um zum Amtlichen Handel zugelassen zu werden, müssen die Wertpapiere bestimmte Bedingungen erfüllen, wie z.B. die Veröffentlichung eines Prospekts und der jährlichen Bilanz. Die Kursfestsetzung erfolgt w...

Amtlicher Handel
Der umfangreichste Handel in Wertpapieren an den deutschen Börsenplätzen ist der Amtliche Handel. Unternehmen, welche nach strengem Verfahren zum Aktienhandel zugelassen sind, unterliegen einer Publikationspflicht. Amtliche Makler sind außer dem Vorstand der Börse für die Kursfestsetzung zuständig. ...

Amtlicher Makler
Vereidigte Kursmakler, also amtliche Makler, sind für Kursfeststellung im Amtlichen Handel zuständig. Sie vermitteln Börsengeschäfte, dürfen aber - im Gegensatz zu den freien Maklern - eigene Geschäfte nur in begrenzter Zahl tätigen!

Amtlicher Markt
Im Gegensatz zum 'Freiverkehr' oder dem sog. 'Geregelten Markt' ist der Amtliche Markt der Markt, an welchem nur amtlich notierte Wertpapiere gehandelt werden.

Amtliches Kursblatt
Im amtlichen Kursblatt werden die festgesetzten Kurse an jedem Börsentag veröffentlicht. Es ist ein offizielles Presseorgan der Börse.

Analyst
Professioneller Beurteiler, der die Entwicklung von Wertpapieren und Kapitalanlagen bewertet und i.d.R. anschließend eine Empfehlung ausspricht.

Andienungsrecht
Das Andienungsrecht steht für die Sicherheit des Käufers, dass der Verkäufer jederzeit in der Lage ist, während der Laufzeit der Option die versprochenen Waren zu liefern.

Anfangskurs
Der Eröffnungskurs oder Anfangskurs ist die erste festgestellte Notierung nach Börsenbeginn. Anleger dürfen ausdrücklich fordern, dass ein Auftrag zu genau diesem Kurs ausgeführt wird.

Anlageausschuss
Der Anlageausschuss besteht aus Fachleuten aus dem Bereich der Wertpapieranalyse und des Wertpapierhandels. Er berät Kapitalanlagegesellschaften (KAG) bei Kauf und Verkauf von Wertpapieren.

Anlagen
Als Anlagen werden freie Gelder (Finanzmittel) bezeichnet, die in die verschiedensten Bereiche investiert werden können (z. B. Aktien, Lebensversicherungen, Edelmetalle, Bausparverträge, Bundesschatzbriefe).

Anlagepolitik
Festlegung der einzusetzenden Instrumente zur Realisierung der Anlageziele. Dazu gehören: Auswahl der Wertpapiere, Timing, Steuerung der Barreserve, Absicherung gegen Kursverluste. Die Anlagepolitik hat die Vorschriften des KAGG zu beachten.

Anlagestrategie
Eine Art planmäßiges Vorgehen - eine Anlagestrategie - ist unter Berücksichtigung von diversen Umständen und Risiken (Konjunkturlage, Börsentrend, Zinsentwicklung o. ä.) möglich. Aggressive Anleger setzen auf den schnellen Gewinn und häufige Umschichtung des Depots in schneller laufende Papiere (mei...

Anlagevermögen
Anlagevermögen wird der Besitz an Grundstücken, Gebäuden, Maschinen etc. auf der Aktivseite der Bilanz einer Firma genannt (siehe auch Aktiva).

Anlagezielfonds
Fonds mit genau definierter Zielsetzung bezüglich Risiko und Ertrag, z. B. Altersvorsorgefonds.

Anleihe
Anleihe oder auch Bond ist der Überbegriff für festverzinsliche Schuldverschreibungen. Es gibt öffentliche Anleihen (Staat, Post, Bahn, Kommunen etc.), Pfandbriefe (Anleihen von Hypothekenbanken) und Industrieanleihen (Industrieobligationen), die zur Finanzierung von Investitionsvorhaben ausgegeben ...

Anleihemarkt
Der Anleihemarkt ist der Markt, an welchem festverzinsliche Wertpapiere gehandelt werden. Im Gegensatz zum Aktienmarkt werden häufig nicht fortlaufend Kurse notiert, sondern einmal am Tag je nach Angebot und Nachfrage wird dieser festgelegt.

Annuität
Bei der Annuität (aus dem lat. für 'Jahr') handelt es sich um einen gleichen pro Jahr zu zahlenden Betrag, welcher zur Zinszahlung und Tilgung einer Kapitalschuld notwendig ist.

Annuitätenanleihe
Annuitätenanleihen oder auch Annuitätsbonds sind Anleihen, die in festen Jahresbeiträgen zurückgezahlt werden. Üblicherweise enthält eine Zahlung die Zinsen für das abgelaufene Jahr sowie einen festen Tilgungsbetrag. Am Ende der Laufzeit wird der Restbetrag der Anleihe zurückgezahlt.

Annuitätenbonds
Annuitätenbonds werden die Anleihen genannt, deren Tilgung in gleichbleibenden Raten erfolgt. Diese Raten haben einen abnehmenden Zinsanteil und zunehmenden Tilgungsanteil im Laufe der Rückzahlung.

Anonymes Konto
Ein Konto ohne Namensbezeichnung, ein anonymes Konto, wird lediglich mit einer Konto-Nummer geführt. In Deutschland ist diese Form von Konten durch § 154 der Abgabenordnung nicht erlaubt. Zumeist findet man diese (Nummern-)Konten in der Schweiz, in Österreich, Liechtenstein oder auch Luxemburg.

Anrechnungsverfahren
Das mit der Körperschaftsteuerreform, die am 1. Januar 1977 in Kraft getreten ist, begründete Recht des Aktionärs, die auf seine Dividende entfallende Körperschaftsteuer in vollem Umfange (nämlich in Höhe von 3/7 = 42,86 % der Dividende) auf seine Einkommensteuer anzurechnen. Ist er nicht einkommens...

Anteilschein
Der Anteilschein ist das Wertpapier, welches einen Anteil am Fonds einer Kapitalanlagegesellschaft (Investmentgesellschaft) verbrieft. Aus dem Kurswert des Fondsvermögen ist der Wert des Anteils zu bemessen (je nachdem zuzüglich Bezugsrechten, ausstehender Forderungen o. ä., geteilt durch die Summe ...

Anteilseigner
Ein Anteilseigner oder 'Aktionär' ist eine Person, welche durch den Kauf von Aktien Miteigentum am Grundkapital einer Aktiengesellschaft (AG) erwirbt.

Anteilwert
Gesamtes Fondsvermögen geteilt durch die Zahl der emittierten Anteile. Identisch mit dem Rücknahmepreis.

Antizyklisch
Antizyklisch steht im Gegenteil zu prozyklisch. Die Spekulation gegen den Trend an der Börse ist als antizyklisches Anlageverhalten zu bezeichnen. Bei fallenden Kursen werden Börsianer eher kaufen und bei steigenden Kursen verkaufen.

antizyklisches Verhalten
Wer sich an der Börse antizyklisch verhält, der versucht, bei steigenden Kursen zu verkaufen und bei fallenden Kursen zu kaufen.

Arbitrage
Ausnutzung von Kursunterschieden bei gleichzeitigem An- und Verkauf derselben Wertpapiere an verschiedenen Märkten (Börsenplatz), in verschiedenen Kontraktmonaten (Termingeschäft), zwischen dem Kassa- und Terminmarkt oder von unterschiedlichen, aber zueinander bezogenen Waren.

ARPU
Abkürzung für Average Revenue Per User, den durchschnittlichen Umsatz je Kunde

Arrondieren
Wenn die vorhandene Anzahl eines bestimmten Wertpapiers durch Zu- oder Verkauf auf eine glatte (runde) Stückzahl gebracht wird, bezeichnet man dies als arrondieren.

Ask
Angebot (Brief), Briefkurs; Hierunter versteht man den Preis, zu dem ein Verkäufer bereit ist, ein Wertpapier (Aktie, festverzinsliches Papier) zu verkaufen. Gegensatz dazu: Bid

Asset Allocation
Den Anlagepräferenzen des Anlegers nach wird bei der Asset Allocation in verschiedene Wertpapiere und Länder investiert. Man unterscheidet generell zwischen nationalen und internationaler Allocation und zwischen kurz- mittel- und langfristigen Investitionen.

Asset Backet Finanzierung
Als Asset Backed Finanzierung wird eine Unternehmensfinanzierung in Form von Forderungsverkauf bezeichnet. Hierbei werden die Forderungen des Unternehmens an eine speziell für diesen Zweck gegründete Finanzierungsgesellschaft verkauft. Die Finanzierungsgesellschaft (eine Einzweck- oder Single Purpos...

Assets
Englische Bezeichnung für Vermögenswerte (Aktiva). Gegensatz: Liabilities (Verbindlichkeiten)

At the Market
Ein Kauf oder Verkauf 'at the market' bezeichnet eine sofortige, zum bestmöglichen Preis auszuführende Order. Der entsprechende Kauf-/Verkaufsauftrag hierfür wird 'Market-Order' genannt.

At-the-money-Option
Option, deren Basispreis dem aktuellen Marktpreis entspricht.

Attentismus
Wenn Kreditnehmer, Anleger o.ä. in der Hoffnung auf noch günstigere Kredit- oder Anlagemöglichkeiten abwarten, wird dies als Attentismus bezeichnet. Haltung eines Menschen, welcher seine Entscheidung von dem Erfolg einer Partei, zweier rivalisierenden Parteien, abhängig macht.