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Wörterbuch der Münzkunde
Kategorie: Wirtschaft und Finanzen > Münzen
Datum & Land: 10/02/2009, DE
Wörter: 100103


A
Kennbuchstabe der europäischen Münzstätten Paris, Berlin und Wien. Das A steht auf französischen Münzen seit 1539 für die Münzstätte Paris, auf preußischen Münzen seit 1750 für Berlin und von 1766 bis 1868 auf österreichischen Münzen ...

A. H.
Abkürzung (Anno Hegirae) für die Ära des islamischen Kalenders nach dem Mondjahr. Die meisten arabischen und islamischen Münzen sind danach datiert. Die Zeitrechnung des islamischen Kalenders beginnt mit der Auswanderung Mohammeds von Mekka nach Medina ( Hidschra), die 622 n...

AA
Ursprünglich das Münzzeichen für Marseille (das zweite A kopfstehend über das erste gelegt) im 17. Jh. Von 1693 bis 1802 Kennbuchstabe für die französische Münzstätte Metz. Bei der Eröffnung der Münzstätte Metz 1662 war ein gekröntes M ihr ...

Aachener Gulden
Rechnungsmünze der Reichsstadt Aachen, als Wert von 6 Aachener Mark, im 17. Jh. auch ausgeprägt.

Aachener Mark
Silbermünze der Reichsstadt Aachen, von 1577 bis 1754 geprägt, bis 1821 als Rechnungsmünze benutzt. Ursprünglich entfielen 26 Aachener Mark auf den Reichstaler, in der Mitte des 18. Jh.s waren es 72, später dann 54 Mark. 1 Aachener Mark = 6 Bauschen = 24 Aachener Helle...

Aar
Früher die poetische und heraldische Bezeichnung für den Wappenvogel Adler.

AB
Kennzeichen der Münzstätte Straßburg auf dem schweizerischen 5-Rappen-Stück von 1850.

Abacus
Lateinische Bezeichnung des Rechenbretts, auf dem mit Hilfe von Zählsteinen (lat. calculus) oder Glasperlen schon in der Antike einfache Rechenoperationen durchgeführt wurden. Herodot berichtet, dass die Ägypter mit Steinchen rechneten, aus Griechenland ist die marmorne Rechentafel au...

Abbas
Lat. Bezeichnung für Abt.

Abbasi
Nach Schah Abbas I. (1587-1629) aus der Safawiden-Dynastie benannte persische Silbermünze. 1 Abbasi = 4 Shahi = 10 Bisti = 40 Kazbeki = 200 Dinar, 50 Abbasi = 1 (goldener) Toman. Der etwa seit 1620 geprägte Abbasi wog ursprünglich etwa 7,7 g; das Gewicht verringerte sich allmähli...

Abbasidenmünzen
Münzen der islamischen Abbasiden-Dynastie, nach ihrer Abstammung von Abbas, einem Onkel Mohammeds, benannt. Die Abbasiden lösten 750 n.Chr. die Omajjaden auf dem Kalifenthron ab. Die orientalische Herrscherdynastie wurde 1258 n.Chr. in Bagdad von den Mongolen entmachtet und bestand n...

Abbatissa
Lat. Bezeichnung für Äbtissin.

Abbreviaturen
Abkürzungen

Abdruck
Negativform von Münzen und Medaillen, die zur Herstellung eines positiven Abgusses dienen. Meist werden die Konturen der Münzen durch Stanniol oder dünnes Aluminium genommen und mit Wachs oder Kunstharzen stabilisiert. Diese Negativform wird dann ausgegossen, häufig mit Zin...

Abeele, Pieter van
Niederländischer Medailleur und Graveur der holländischen Schule, der von 1640 bis 1677 in Amsterdam arbeitete. Meisterlich beherrschte er die Technik der getriebenen Hohlmedaille, wobei er die zwei Seiten der Medaille getrennt herstellte und dann durch einen Ring verband. Sein Medai...

Abendmahlpfennig
Keine Münzen, sondern Marken, die zur Teilnahme am Abendmahl berechtigten, meist in calvinistischen und reformierten Kirchengemeinden in Gebrauch. Von Calvin 1561 eingeführt, verbreiteten sie sich in der Schweiz, Frankreich und Schottland, seit dem 18. Jh. auch in den USA und Kanada....

Abgang
Münztechnischer Begriff für den Schwund von Edelmetall bei der Münz- und Medaillenherstellung. Abgang entsteht bei der Wärmebehandlung (Schmelzen, Gießen) des Prägemetalls durch Verbrennen, Verspritzen oder beim Übergang in die Tiegelwand oder die Gussform. Durch ...

Abguss
Münztechnischer Ausdruck für das Ausgießen einer Münz- oder Medaillenform und Bezeichnung für das mit diesem Vorgang hergestellte Endprodukt. Abgüsse dienen der numismatischen Forschung zur Komplettierung von Münzreihen und der Münzfotografie bei der Zusammen...

Abkürzungen
1. Kurzformen und Kürzel kommen auf fast allen Münzen von der Antike bis zur Gegenwart vor. Um Platz für bildliche Darstellungen zu erhalten, musste die Beschriftung meist stark abgekürzt werden. Dies gilt nicht für islamische Prägungen, die jahrhundertelang auf Mü...

Ablassmünzen
Keine Münzen, sondern Medaillen oder religiöse Gnadenzeichen, manchmal kunstvoll aus Edelmetallen gefertigt, z.B. Amulette, Wallfahrtsmarken und Weihemedaillen. Zwischen dem 16. und 19. Jh. wurden Ablasspfennige oft auf Pilgerfahrten verteilt.

Abnutzung
Durch den Geldumlauf erlittener Abrieb von Münzen. Als das Feingewicht noch den Wert von Edelmetallmünzen bestimmte, wurden diese aus dem Verkehr gezogen, sobald ihr Gewicht unter ein festgesetztes Passiergewicht gesunken war. Im 19. Jh. wurde in den meisten Staaten die Regelung eing...

Abondio, Antonio
(1538-1591) Bedeutender Medailleur und Wachsbossierer der Spätrenaissance, der aus einer Mailänder Künstlerfamilie stammte. Abondio arbeitete hauptsächlich in Prag und Wien am Hof der Kaiser Maximilian II. (1564-1576) und Rudolf II. (1576-1612) sowie an deutsch...

Abraham, Jakob
(1723-1800) Medailleur und Stempelschneider russischer Herkunft, der seit etwa 1750 für die preußische Krone die Stempel schnitt. Zunächst arbeitete er an den Münzen von Berlin, Stettin, Königsberg, Danzig und Dresden, bevor er sich um 1760 an der 'Neuen ...

Abramson, Abraham
(1754-1811) Unter Anleitung seines Vaters, Jakob Abraham, trat Abramson 1771 in preußische Dienste und wendete sich schon bald dem Gebiet der Medaillenkunst zu. Zwischen 1787 und 1791 reiste er zu Studienzwecken ins Ausland, u.a. nach Italien, und begann sich bald auf ...

Abrieb
Bezeichnung der beim Geldumlauf (Zirkulation) erlittenen Abnutzung der Münzen.

Abschieben
Bezeichnung für das strafbare Weitergeben unechter Geldzeichen 'nach bekannter Unechtheit' zur Abwendung eigenen Schadens.

Abschlag
1. Probemünze zur Beurteilung des Stempelschnitts und als Vorlage zur Prägegenehmigung (Probeabschlag). Abschläge wurden unter Verwendung der Originalstempel meist aus einem anderen Metall geschlagen, als es für die reguläre Prägung vorgesehen war. Manchmal sind Ab...

Abschnitt
Der untere, vom Münzbild deutlich abgetrennte Teil der Münzfläche, frz. und engl. exergue. In Versandkatalogen wird meist die Abkürzung i.A. verwendet. Im Abschnitt wurden auf antiken Münzen häufig der Name des Münzherren, die Münzstätten und auf röm...

Abschrote
Frühere Bezeichnung für den Abfall, der bei der Herstellung der Schrötlinge aus den Zainen anfiel. Die Abschrote wurden, ebenso wie die heute anfallenden Stanzgitter, eingeschmolzen und wieder zu Zainen verarbeitet, heute würde man sagen recycelt.

Absolutionstaler
Anlässlich der Freisprechung vom Kirchenbann des französischen Königs Heinrich IV. durch Papst Clemens VIII. im Jahr 1595 geprägte Medaille. Sie zeigt das Brustbild des Königs auf der einen und das des Papstes auf der anderen Seite.

Abt
Lat. abbas, Vorsteher einer katholischen Ordensgemeinschaft, der eine Abtei (Stift, Kloster) leitet. Im Mittelalter waren zahlreiche Benediktinerabteien mit Reichsbesitz belehnt, damit standen die Äbte im Rang eines Reichsfürsten und konnten das Münzrecht ausüben, wie z.B. die &A...

Abu
Arabischer Wortbestandteil verschiedener Bezeichnungen für europäische Münzen, die durch den Levantehandel in arabischen Staaten verbreitet waren. Die Beinamen der Münzen beziehen sich meist auf das Münzbild, z.B. wurde der Maria-Theresien-Taler Abu Kush (Vater des Vogels) o...

Abwertung
Im modernen Sinn die Herabsetzung des Außenwertes einer Währung zur Anpassung an einen im Geldverkehr schon bestehenden Zustand. Geschichtlich versteht man unter Abwertung die Verringerung des Gold- oder Silberanteils in gebräuchlichen Münzen. Im Spätmittelalter und zu Begi...

Academia in Nummis
Das Sammeln spezieller Münzen und Medaillen von Hochschulen, Universitäten und sonstigen Lehranstalten. Dazu zählen auch Gedenkmünzen auf bekannte Wissenschaftler, Forscher und Gelehrte sowie Ehren- und Preismedaillen von Forschungs- und Lehranstalten. &nb...

Achatperlen
Schwarz-weiße Achatperlen fanden im islamischen Raum seit dem 18. Jh. als Zahlungsmittel und für Gebetsketten Verwendung. Sie wurden in den Wasserschleifen Idar-Obersteins hergestellt und von den Achatfärbern mühsam schwarz-weiß eingefärbt. Über Mekka, Medina und...

Acheson
Schottische Münzgraveure und Stempelschneider (Vater und Sohn), die im 16. Jh. für die schottischen Könige arbeiteten. Der ältere, James Acheson, wurde 1525 unter König Jakob V. Münzmeister und soll 1539 seines Amtes enthoben worden sein, weil er sich angeblich weigerte...

Acht-Reales-Stück
Deutsche Bezeichnung einer spanischen Großsilbermünze (Real de a Ocho) zu acht Reales, die zum ersten Mal unter dem Königspaar Ferdinand von Aragon und Isabella von Kastilien nach der Pragmatischen Sanktion von Medina del Campo (1497) - wenn auch in geringer Anzahl - geschlagen...

Achtbrüdertaler
Münzen aus Sachsen-Weimar mit den Hüftbildern der acht noch jungen Söhne Herzog Johanns (1573-1605) aus den Jahren 1607-1619. Sie standen zuerst unter der Vormundschaft des Kurfürsten Christian II. von Sachsen (1591-1611) und nach dessen Tod bis 1615 unter der Vormundschaft von J...

Achtehalber
Bezeichnung des brandenburgischen Zwölfteltalers, der in West- und Ostpreußen seit 1722 auf den Wert von 7 1/2 preußische Groschen festgesetzt wurde, vom achten Groschen also nur die Hälfte.

Achtelkreuzer
Scheidemünze im Wert von einem Heller, von den Herzogtümern Sachsen-Hildburghausen (1825), Sachsen-Meiningen (1828) und dem Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt (1840 und 1855) geprägt.

Achteltaler
Im 17. Jh. im Westen Deutschlands sehr verbreitete Teiltalermünze im Wert von drei Groschen.

Achtentwintig
Zunächst Rechnungseinheit im Wert eines Goldguldens bzw. von 28 Stübern. 1601 zum ersten Mal von der Provinz Friesland in Silber ausgeprägt, verbreitete sie sich im Laufe des Jh.s auch in anderen niederländischen Provinzen und verlor während der (kleinen) zweiten Kipperzeit ...

Achter
Beiname des niedersächsischen Mariengroschens in Obersachsen, der dort mit 8 Pfennigen bewertet wurde. In Sachsen wurde ein 8-Pfennig-Stück als Achter bezeichnet, allerdings nur 1808/9 ausgemünzt.

Achterstück
Beiname des spanisch-amerikanischen Acht-Reales-Stücks.

Achtheller
Münznominal im Wert von 4 Pfennigen, vom späten 16. Jh. bis in das 18. Jh. im Rheinland verbreitet. Volkstümlich auch Fettmännchen genannt.

Achtling
Umgangssprachliche Bezeichnung für verschiedene Münzen, deren Wert 8 Pfennigen entsprach, auch Achtpfenniger genannt. Dazu zählen die Göttinger Körtlinge, die Mariengroschen nach der Kipperzeit und die süddeutschen Halbbatzen oder 2-Kreuzer-Stücke (Zweier). Im erzb...

Achtpass
Acht nach außen gerundete Bögen, die das Münzbild umrahmen. In der mittelalterlichen Gotik war die ornamentale Verzierung des Münzbilds mit Bögen ein beliebtes Stilelement auf Münzen, meist wurden Drei- oder Vierpass verwendet. Der Achtpass findet sich auch noch ...

Achtpfenniger
Achtling

Achtzehnerlein
Name für mansfeldische, sächsische und schwarzburgische Spitzgroschen aus dem 16. Jh. im Wert von 18 Pfennigen, 16 Achtzehnerlein entfielen auf den Reichstaler. Nach der Reichsmünzordnung von 1566 wurden die Achtzehnerlein nicht mehr zugelassen, Reststücke wurden auf dem Kr...

Achtzehngröscher
Polnische und preußische Silbermünze im 17. und 18. Jh. Die Entstehung dieses Münztyps geht auf einen Vorschlag des Posener Münzpächters Andreas Timpf aus dem Jahr 1663 zurück, geringhaltige Silbermünzen (500/1000) zu prägen und sie im Wert eines Guldens (Zlo...

Achtzehnpfennige
Düttchen

Achämeniden
Alte persische Dynastie, nach ihrem sagenhaften König Achaimenes benannt , der um 700 v.Chr. über die Perserstämme geherrscht haben soll. Das Reich der Achämeniden ging aus dem Gebiet der Persis hervor und konnte unter Kyros (II.), dem Großen, 550 v.Chr. die Vorherrschaft d...

Acino
Das kleinste Münzgewicht Neapels (0,0445 g) Grano.

Ackey
Silbermünze, von der britischen African Company of Merchants 1796 und 1818 für das Gebiet der Goldküste (Ghana) herausgegeben. 1 Ackey = 8 Tackoe.

Acmonital
Münzwerkstoff, in Italien und vom Vatikan statt Nickel oder Kupfer verwendeter Chromstahl (Stahl: 81,75 %, Chrom: 18,25 %) für Scheidemünzen, z.B. für das 50-Lire-Stück.

Adhio
Kleine Kupfermünze im indischen Katsch (Kutch), einer von der britischen Kolonialmacht abhängigen Halbinsel im Nordwesten Indiens. Die Raschputen von Katsch ließen bis 1947 Münzen im Namen des britischen Monarchen prägen. Der Adhio im Wert von 1/2 Kori (Adha = 1/2) wu...

Adlea
Auch Adli, bezeichnet eine vergoldete Billonmünze, die Pascha Yussuf von Tripoli 1927 im Gegenwert eines spanischen Dollars einzuführen versuchte. Der Betrug wurde früh bemerkt, sodass die Münze nur zu 10 % ihres Nominalwerts akzeptiert wurde.

Adler
In der Antike ursprünglich als Göttersymbol verwendet. Auf griechischen und römischen Münzen wird der Adler wegen seines hohen Fluges meist als Begleiter von Zeus bzw. Jupiter, z. B. mit dem Blitz in den Fängen, dargestellt. Im römischen Reich wird er allmählich Wa...

Adlerdollar
Neben Adlerpiaster deutsche Bezeichnung für den mexikanischen Silberpeso, der auf der Münzvorderseite einen Wappenadler auf einem Kaktus zeigt.

Adlergroschen
Italienisch Aquilino grosso, ist die erste Mehrpfennigmünze (Grosso) des deutschen Sprachraums. Ihr Wert war ca. 20 Berner (Perner), deshalb auch Zwainziger (Zwanziger) genannt. Auf der Vorderseite ist ein naturalistischer Adler (ital. Aquilino) abgebildet, die Rs. zeigt ein Kreuz. Diese ...

Adlerpfennig
Im weiteren Sinn werden alle mittelalterlichen Pfennige mit Adlerdarstellungen als Adlerpfennige bezeichnet, wie z.B. mittelalterliche Pfennige aus dem Breisgau, aus Lothringen, Straßburg und Frankfurt a. M. Im engeren Sinn werden die brandenburgischen Hohlpfennige des 14. und 15. Jh.s Adlerpf...

Adlerpiaster
Adlerdollar.

Adlerschilling
In Deutschland gebräuchliche Bezeichnung für den niederländischen Arendschelling.

Adli
1. Bezeichnung einer Gold- und Silbermünze, die um 1325 n.Chr. (725 AH) unter Muhammad III. bin Tughluq (1325-1351) im Sultanat Dehli eingeführt wurde. Im Prinzip handelt es sich um den um ca. 16 % leichteren Tanka, deshalb manchmal auch als 'leichter Tanka' bezeichnet. Die Münz...

Adlocutio
Ansprache des Kaisers an das Heer, ein Motiv, das auf römischen Münzen des römischen Kaiserreichs vom 1. bis 3. Jh. n.Chr. dargestellt ist. Ein verbreiteter Typ zeigt den Kaiser mit leicht erhobenem Arm (Rednerpose) vor den Soldaten.

Administrationsdukat, -gulden
Goldener Dukat bzw. Silbergulden aus Baden (Durlach), die beide unter der Vormundschaft der Markgräfinwitwe Magdalene Wilhelmine (1738-1742) aus dem Hause Württemberg und Karl August (1738-1745) für Karl Friedrich von Baden geprägt wurden, der noch im Knabenalter war. Die proviso...

Administrationstaler
Bezeichnung verschiedener württembergischer Talermünzen aus den Jahren, als der noch junge Herzog Karl Eugen (1737-1793) unter der Vormundschaft der Regenten Karl Rudolph von Württemberg-Neuenstadt (1737/38) und Karl Friedrich von Württemberg-Oels (1738-1744) stand. Beide Regente...

Adolph d´or
Beiname des schwedisch-pommerschen 5-Taler-Goldstückes ( Pistole), das unter dem schwedischen König Adolph Frederik (1751-1771) in Stralsund geprägt wurde. Es gab auch Doppelstücke zu 10 Talern. Sie zählen zu den schwedischen Besitzungsmünzen.

Adolphin
Beiname für das schwedische 2-Mark-Stück ( Carolin), das unter König Adolph Friedrich (1751-1771) geschlagen wurde.

Adventus
Die Ankunft (lat. adventus) der römischen Kaiser in der Hauptstadt Rom ist ein Ereignis, das auf Geprägen der römischen Kaiserzeit nicht selten dargestellt wurde. Diese Ausgaben zeigen meist den Kaiser hoch zu Ross, die rechte Hand zum Gruß erhoben, die Stadt oft durch die  ...

AE
In Katalogen oft benutzte Abkürzung antiker Münzen aus unedlen Metallen (Bronze- oder Kupfermünzen). In Katalogen ist der Ausdruck häufig in Ligatur gesetzt (Æ). Siehe Aes.

Aegis
Ursprünglich ein Attribut des Zeus, eine Art Überwurf über den Arm, der mit Schlangen bedeckt ist. Die Aegis kommt als Schmuck des Kaiserporträts am Halsabschnitt auf römischen Münzen der Kaiserzeit gelegentlich vor.

Aequitas
Göttin der ausgleichenden Gerechtigkeit und Billigkeit, erscheint schon auf Münzen der römischen Republik. Auf Münzen der Kaiserzeit häufen sich etwa seit der Mitte des 1. Jh. n.Chr. die Darstellungen der Göttin, meist als weibliche Ganzfigur mit den Attributen Waage, F...

Aes
Lateinischer Ausdruck für Kupfer und Bronze, abgekürzt Æ. Bei den italischen Bewohnern Mittelitaliens (Römer, Etrusker, Campanier u.a.) übernahm das Aes die Rolle als Wertmesser und Zahlungsmittel und bedeutete Erz- oder Kupfergeld sowie Geld allgemein. Die ist ein Hinweis auf de...

Aes grave
Lateinischer Ausdruck, wörtlich 'Schwerkupfer' und 'Schwererz', der die ersten schweren und großen Kupfermünzen Mittelitaliens und Roms bezeichnet. Sie entstanden in den mittelitalischen Gegenden (Apulien, Campanien, Etruskien, Umbrien) wohl um die Jahrhundertwende (4./3. Jh. v.Chr.)...

Aes rude
Lateinischer Ausdruck für Rohkupfer, Roherz. Die numismatisch Aes rude genannten vorgewogenen Gussbarren stellen das erste traditionelle Zahlungs- und Tauschmittel aus Metall dar, das von den Stämmen Mittelitaliens (Etrusker, Römer u.a.) benutzt wurde. Aus dem Aes rude entwickelte sic...

Aes signatum
Lateinische Bezeichnung (wörtlich 'gezeichnetes Erz') für das mit einem Bild versehene, standardisierte, rechteckige Bronzebarrengeld der Italiker und Römer. Historisch gesehen fungiert das Aes signatum als Zwischenstufe in der Entwicklung vom Aes rude zum Aes grave. Es wu...

Aesculap
Römischer Gott der Heilkunst, von den Griechen übernommen ( Asklepios). Erscheint häufig auf römischen Münzen der Kaiserzeit mit dem Aesculapstab (Stab mit Schlange) als Attribut, zuweilen auch zusammen mit Salus.

Aeternitas
Römische Personifikation der Ewigkeit im Sinne des ewigen Lebens der zu Göttern erhobenen verstorbenen Kaiser (Aeternitas Augusti oder Divi), wie sie auf Consecrationsmünzen dargestellt ist. Auch als Personifikation der ewigen Dauerhaftigkeit sowohl des Weltalls als auch des r&o...

Affinieren
Münztechnischer Ausdruck für das Scheiden des Kupfers von edelmetallhaltigen Münzen.

Afghani
Afghanische Währungseinheit seit 1926. 1 Afghani = 100 Puls, 20 Afghani = 1 Amani.

Ag
Chemisches Zeichen für Silber (Argentum).

Aggriperlen
Akoriperlen

Agio
Aufgeld, mit dem der Kurs einer Münze oder eines Wertpapiers den Nennwert übersteigt. Die Differenz zwischen Kurs und Nennwert wird in Prozenten angegeben. Das Gegenteil ist das Disagio.

Agleier
Auch Aglaier genannte Nachprägungen des Friesacher Pfennigs durch die Patriarchen von Aquileja, später auch der Grafen von Görz und des Herzogs von Kärnten. Wegen ihres hohen Feingehalts und der Beständigkeit ihres Gewichts waren die Agleier sehr beliebt und hielten si...

Agnel
Auch Aignel (veraltet für Lamm) sind Beinamen für den Mouton d´or, nach der Darstellung des zurückblickenden Lamms mit Kreuzstab und fliegendem Banner benannt. Agnel d´or, geprägt unter Karl IV. von Frankreich

Agnelet
Auch Agnelot (Lämmchen) ist die frz. Verkleinerungsform von 'agneau' (Lamm). Als Agnelet werden die Halbstücke der französischen Goldmünze Mouton d´or und ihre Nachahmungen bezeichnet.

Agnus Dei
Lateinischer Ausdruck (Lamm Gottes) als Symbol für Christus, nach dem Johannes-Evangelium (Joh. I 29): Agnus Dei, qui tollis pecata mundi, miserere nobis (dt.: Lamm Gottes, das die Sünden der Welt trägt, erbarme dich unser). Das 'Lamm Gottes' kommt seit dem 12. Jh. als Motiv auf versc...

Agora
Bezeichnung der kleinen Währungsmünzen Israels seit 1960. 100 Agorot = 1 Israelisches Pfund, seit 1880 100 Neue Agorot = 1 Schekel.

Agrippiner
Aus dem lateinischen Namen für Köln (Colonia Agrippinensis) abgeleiteter Name für die wegen ihrer Güte beliebten Kölner Denare und ihre massenhaften Nachprägungen im 11. Jh., die u.a. auch in der Andernacher Münzstätte geprägt wurden (deshalb auch Kö...

Ahlborg, Lea
(1826-1897) Schwedische Stempelschneiderin und Medailleurin, eine der wenigen Frauen, die sich mit Münz- und Medaillengravur beschäftigte. Als Schülerin ihres Vaters Lundgren führte sie ihr Studium von der Stockholmer Kunstakademie 1851 nach Paris. Nach dem Tod...

Ahmadi
Beiname des jemenitischen Rial unter der Herrschaft Ahmad hamid ad-Dins.

Aijubiden
Auch Ayyubiden oder Ajjubiden sind eine islamische Herrscherdynastie in Ägypten, Syrien und Jemen, die durch den berühmten Sultan Saladin (1138-1193) begründet wurde, der 1171 die Fatimiden stürzte, 1187 das Kreuzfahrerheer besiegte und 1192 den Christen freien Zutritt zu d...

AINP
Abkürzung für Association Internationale des Numismates Professionnels, den 1951 in Genf gegründeten Verband der beruflich tätigen Münzhändler. Seine Ziele sind die Förderung der Numismatik und die internationale Zusammenarbeit. Der Verband garantiert die Echtheit ...

Akahi Dala
Dala

Akce
Auch Aqce ist die erste und für über 100 Jahre einzige Silbermünze der Osmanen. Der Name geht auf die Farbe der Münze zurück und bedeutet 'weißlich' oder silbern. Als Vorbild diente der silberne Asper der Komnenen von Trapezunt. Das wichtigste Zahlungsmitte...

Akoriperlen
Bezeichnung der bekanntesten, vornehmsten und kostbarsten Form der Glashandelsperlen, die in weiten Gebieten Afrikas als Schmuck, Wertobjekt und Geld fungierte. In der englischsprachlichen Literatur werden sie Aggri genannt. Es gibt sie in den verschiedensten Farben und Formen, meist zylindrisch ode...

Aksumitische Münzen
Frühe christliche Münzen aus dem Königreich von Aksum (auch Axum) im Gebiet des heutigen Äthiopien, das schon im 1. Jh. n.Chr. erwähnt wurde. Seit 340 n.Chr. nahm das blühende Königreich das Christentum als Staatsreligion unter den Patriarchen von Alexandria an. Im...

Aktie
Anteil des Aktionärs am Grundkapital einer Aktiengesellschaft. Das Wort leitet sich aus dem lateinischen 'actio' (dt.: klagbarer Anspruch) ab und ist niederländisch, denn im Jahr 1602 führte die Niederländische Ostindische Kompanie die erste Form von Aktienbeteiligung ein. Koloni...

al marco
Vorwiegend im Mittelalter angewandte Justierung bei Kleinmünzen. Danach wurden die Münzen nicht einzeln gewogen, sondern lediglich die Stückzahl der auszubringenden Münzen nach einer Gewichtsmark ( Mark 1) vorgeschriebener Feinheit festgelegt. Das bedeutete, dass das Gewicht...